25.04.2026 – Verdammt lang her! Weissenstein oberhalb Solothurn

26. April 2026

Geschichte: Mike und ich waren schon mal in der Schweiz. Vor gefühlt 100 Jahren besuchten wir unsere Großtante „irgendwelcherseits“ in Solothurn. Sie war 82 Jahre alt. Sie hatte frisch nochmal geheiratet. Einen netten älteren 58-jährigen Herrn. Ich glaub er hiess „Hans“.

Die Tante hatte den Hans fest im Griff. Die Tante hatte Geld. Der Hans nicht. Die Tante war bei irgendeiner Schweizer Sekte. Der Hans nicht. Die Tante hatte ein Haus und war sparsam. Der Hans nicht.

Hotel und Restaurant Weissenstein

Dad fuhr damals einen Himmelblauen Mercedes 240 Diesel. Mit hellgrauer Lederausstattung. Wir besuchten die Tante in Solothurn und fuhren mit Hans und Tante zusammen durch die Schweiz.

Sonnige Aussichten auf dem Weissenstein.

Ich erinnere mich noch, dass wir die Tante in Bern am Bärenzwinger „verloren“ hatten. Die Tante wollte nicht mit durch die Stadt laufen mit ihre 82 Jahren. Der Hans schon. Ich verlor meinen Geldbeutel mit 5 Mark drin, heulte ohne Ende und bekam einen neuen Geldbeutel mit 5 CHF drin. Und wir fanden die Tante wieder. Am Bärenzwinger.

Wir waren auch in Montreux und in Genf. Und eben in Solothurn. Dort übernachteten wir. Mike und ich und Mam und Dad. Lustig war es. Meinen schwarzen Humor hab ich von Dad. Er hatte immer einen Scherz auf Lager. Mam befürchtete immer, dass die 3 Männer bei der Tante einen schlechten Eindruck machten.

Einmal lud uns der Hand zum Essen ein. Ich kann mich noch an die Fahrt auf engen verschlungenen Wegen durch den Wald erinnern. Und an ein grosses Restaurant oben auf dem Berg mit Blick bis in die Alpen.

Auch erzählte Dad immer jedem, dass der Hans uns zwar zum Essen eingeladen hatte, aber nicht über genug Geld verfügte beim Bezahlen. Mein Dad schob ihm unter dem Tisch einen Hunderter hin. Um die Continance zu wahren.

Fahrt hinauf zum Weissenstein

Heute fuhr ich nach Grenchen, um den Skoda Enyaq für A. Probezufahren. Dabei ging es an Solothurn vorbei. Und auf dem Bergkamm hinter Solothurn entdeckte ich das Bergrestaurant von damals. In Grenchen beim Autohändler suchte ich in Gurgel danach und fand es: Weissenstein!

Aussicht vom Weissenstein aus

Nach der erfolgreichen Probefahrt bog ich nach Solothurn ab und fuhr hinauf auf „den Berg“. Die enge verschlungene Strasse hinauf auf den Berg gibt es immer noch. Oben angekommen, fand ich auch das Restaurant. Nur hatte es sich über die Jahrzehnte deutlich verändert.

Es gibt nun einen modernen Neubau mit viel Stahl und Glas. Und die Bergbahn ist auch neu. Die Aussicht ist der Hammer. Blauer Himmel. Sonnenschein. Alpenblick. Schöne Sonnenterrasse. Einladend. Trotzdem fuhr ich weiter.

Allerdings nicht runter nach Solothurn, sonder „hinten“ runter. Auch über verschlungene Pfade. Und schönen Aussichten.

Sollte ich die alten Fotos finden, so lade ich diese in den Artikel.


22.01.2026 – In 1001 Nacht geht es um Gerechtigkeit und Ehre

22. Januar 2026

Ein ungerechte Mensch genießt keine Achtung und verdient sich keine Ehre von seinen Mitmenschen.

Tausendundeine Nacht (arabisch ألف ليلة وليلة, DMG alf laila wa-laila, persisch هزار و يک شب, DMG hazār-u yak šab) ist eine Sammlung von mehr als 550 Geschichten (→ Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten) aus dem arabischen, persischen und indischen Kulturraum. Das Werk ist ein Klassiker der Weltliteratur.

Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht umfassen verschiedene Genres, darunter Liebesgeschichten, Abenteuergeschichten und Anekdoten, bis hin zu Schilderungen mit offenem erotischen Charakter. Das ursprüngliche Werk ist nicht erhalten. Als älteste (nur teilweise erhaltene) Handschrift gilt die Galland-Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche der Erzählungen finden sich auch in anderen Erzähl- und Märchensammlungen der klassischen arabischen und persischen Literatur.

Aus Sicht der frühesten arabischen Leser hatte das Werk den Reiz der Erotik, es stammt für sie aus einem mythischen „Orient“. Das Strukturprinzip der Rahmengeschichten sowie einige der enthaltenen Tierfabeln weisen auf einen indischen Ursprung hin und stammen vermutlich aus der Zeit um 250 n. Chr. Eine indische Vorlage ist nicht überliefert, was allerdings auch für viele andere indische Texte aus dieser Zeit gilt. So wird zwar ein indischer Ursprung vermutet, aber dass der Kern der Erzählungen aus Persien stammt, kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass zwischen dem indischen und dem persischen Kulturraum zu jener Zeit enge Beziehungen bestanden.

Beispiel für das Thema Gerechtigkeit: Die himmlische Vergeltung

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_himmlische_Vergeltung


10.07.2025 – Die Freibadpommes im Westbad Regensburg 1974

10. Juli 2025

Im Westbad mit Mam und den leckeren Pommes in der Hand. Ob mein Brüderchen Michael dabei war? Eventuell mit Andrew unterwegs. Die Zwei sind immer zusammen Rumgestrolcht.

Ich war in etwa 6, 7 oder 8. Dann war das zwischen 1972 und 1974. Damals konnte man noch vom Westbad im Baggerweiher baden. Und es gab hinter dem Sprungturm eine grosse Wiese zum Fussballspielen. Da hat jedes Alter gegen jeden gespielt. Barfuss.

Die Freibadpommes sind wichtiger als die Kamera. Mam und Peter im Westbad Regensburg.

Man beachte die Dame mit der Blümchen-Badekappe in Rot/Violett. Man durfte nur mit Badekappe ins Wasser. Und vom Beckenrand reinspringen war unter Strafe verboten!!! Haha… Die schrille Trillerpfeife der Bademeister hab ich noch in den Ohren.

Es gab einen „Ferienpass“ von der Stadt. Die liegt auch noch irgendwo hier rum. Mit der konnte man mit der Familie günstiger in die Bäder und in die Kinos!! Mike und ich waren im Kammer-Kino und im Gloria zu Bud Spencer und Terence Hill. Bei schönem Wetter ging es ins Westbad. Bei schlechtem Wetter ins Kino.

Das Westbad war in den 70ern das modernste Bad Bayerns und sehr beliebt. Das Dach sollte an das Olympiastadion in München erinnern. Foto Albert Schefthaler

Und ich hab den „Freischwimmer“ gemacht. 50 Meter schwimmen, Ringe-Tauchen, vom 1er springen. Das Abzeichen trug man stolz auf der Badehose. Haha. Das Abzeichen habe ich auch nach Jahrzehnten wiedergefunden bei Mam’s Sachen. Liegt in Regensburg in der Küche. Der Andreas Edi Edenhofer wollte das unbedingt sehen.

Das Freischwimmer-Abzeichen prangte nach bestandener Prüfung auf der Badehose

Ich könnte Geschichten erzählen vom Westbad. Später war unser Stammplatz mit „der Gang“ beim Sprungturm auf den Betonstufen. Wir hörten AC/DC Thunderstruck rauf und runter aus dem Kassettenradio bis die Batterien leer waren. Und die Mutprobe war ein U-Hackerl vom 10er zu machen. Und zwar mit Anlauf von der ganzen Plattform aus, dass man so knapp vor dem Beckenrand gegenüber eintauchte, möglichst mit ganzer Drehung, dass die Bademeisterin nass wurde, welche auf einem Stuhl unter einem Sonnenschirm aufpasste.

Dann tauchte man gleich weiter nach links oder rechts bis zur Leiter und tat so, als ob nix passiert wäre. Die Bademeisterin trillerte und die Gang gröhlte. Haha.. So geil. Damit keiner über das Ziel hinaus springen konnte, wurden dann später Edelstahlgeländer auf dem 10er angebracht und so der Anlauf verkürzt. Aber das behinderte die sportlichen Springer nur vorübergehend.

Es gab noch einen Tischtennis-Raum. Dort haben wir „Rundlauf“ gespielt. Und viel Taschengeld ist beim „PacMan“-Automaten draufgegangen. Der stand oben bei den Saunas in der Zelthalle die Treppe rauf.

Legendäre U-Hackerl funktionieren aus jeder Höhe.

Ich kann heute noch keinen Köpfer und mach immer noch U-Hackerl. Zuletzt auf Teneriffa. Ich stell grad fest, dass das Video gar nicht „online“ ist. Naja.. dann spring ich halt hier in Rickenbach am WE mal vom 3er. Mehr hat’s nicht. Rofl. Und die Freibad-Pommes müssen einfach sein. Immer noch.


18.05.2025 – Neurodermitis ist ein Arschloch

18. Mai 2025

Ich habe selten eine Reiserückkehr so herbeigesehnt, wie dieses mal von Helsinki. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte. Im Gegenteil. Die KNX TCC und das, was ich in der kurzen Zeit von Helsinki gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Es ist etwas Anderes.

Ich habe Neurodermitis seit ich ein Baby war. Und diese Erkrankung machte sich sofort in der ersten Nacht im Hotelzimmer bemerkbar. Warum? In Helsinki hatte es Nachts unter 10 Grad. Also wurde im Hotel geheizt. Dies hat zur Folge, dass die Luftfeuchtigkeit im Hotelzimmer auf unter 30% sinkt. Und dies wiederum trocknet meine Haut aus. Die trockene Haut juckt und bricht in der oberen Schicht auf. Sie rötet sich und es ist dann nicht mehr auszuhalten.

Neurodermitis durch geringe Luftfeuchtigkeit: Beispielbild linker Unterarm. Schön ist die Hautrötung und die trockene Haut zu sehen.

Von der Kopfhaut, welche dann schuppt, über Gesicht, Hals, Arme, Rücken, Brust, Oberschenkel, Kniekehlen, Waden, Füsse. Alles ist trocken und juckt. Schuld daran sind kalte Außentemperaturen und durch Heizen sehr geringe Luftfeuchtigkeit.

Linderung gibt es nur kurzzeitig durch Duschen (morgens und abends) und das grossflächige Auftragen von Kokosfett oder Olivenöl. Beides ist antiseptisch und verringert den Juckreiz. Aber nur drei bis vier Stunden. Dann geht das Gejucke und Gekratze wieder los. Die haut wird rötlich, schwillt an, reisst auf, juckt.

Ja, „Einschmieren“!!! Fuck! In über 50 Jahren habe ich alle Cremes dieser Welt getestet. Nichts hilft. Die frei käuflichen Cremes von Nivea und Co. sind entweder nur Geldmacherei oder helfen nur kurzfristig die Haut geschmeidig zu machen. Verstopfen die Poren und erzeugen Pickel. Korisoncremes helfen tatsächlich. Aber Kortison macht die Haut dünn und bringt Falten. Ich nutze nur noch Kokos- und/oder Olivenöl.

Ja, „Neurodermitis ist eine Stress-Sache!“ Stimmt. Aber Stress lässt sich vermeiden. Nur trockene Heizungsluft in Hotels eben nicht. Hat man dann trockene Haut, dann nervt und stresst das zusätzlich. Fehlender Schlaf tun ein Übriges. Eine üble Leidensspirale beginnt.

Fakt: Mein Körper ist für Kälte nicht geeignet und inkompatibel. Extrem aufgefallen und bewusst geworden ist mir das jetzt eben erst wieder. Vor einer Woche war ich noch auf Teneriffa. Dort war es zwar nicht so sonnig, wie erwartet und es war auch nicht sonderlich warm. Ab es hatte 16 Grad aufwärts und im Zimmer keine Heizung. Und die Luftfeuchtigkeit lag eben bei über 55%. Es hatte Sonne und Salzwasser. Meine Neurodermitis heilte in wenigen Tagen aus und die Rötungen verschwanden fast vollständig.

Und dann fliege ich nach Helsinki und schon in der ersten Nacht geht es wieder los mit der Juckerei. Die Nächte im trockenen Hotelzimmer sind eine Tortur. Die Haut juckt und lässt mich nicht einschlafen. Morgens bin ich totmüde. Und nach dem Aufstehen versucht man sich über den Tag zu retten. Die Laune leidet oft. Kurz: Es ist schrecklich.

„Aber Peter! Du wohnst doch in der Schweiz! Da ist es doch auch kalt!“ Ja, im Winter. Und da geht es mir auch schlecht. Aber ich habe bei mir Zuhause Massnahmen ergriffen, damit die Luftfeuchtigkeit nie unter 50% fällt.

1. Seit 2020 befinden sich in meinem Wohnzimmer drei Aquarien. Diese verdunsten in der Woche mindestens 10 Liter Wasser.
2. Schon seit 2018 läuft bei mir bei Bedarf ein Luftbefeuchter. Dieser verdunstet pro Tag nochmal 5 Liter destilliertes Wasser.
3. Ich versuche möglichst oft und lange im Winter „im Süden“ zu sein.

Wo es mir auch noch schlecht ging und noch geht? Im Büro in Regensburg. Dort hat es fast das ganze Jahr unter 40% Luftfeuchtigkeit. Das merke ich dann sofort an meinem „roten Gesicht“. Meine Haut trocknet sofort aus und rötet sich. Hierfür gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung.

Aber jetzt sitze ich im Flieger von Helsinki nach Frankfurt und wünsche mir nichts Anderes, als möglichst bald Zuhause in Zürich zu sein. Dann werde ich die Wäsche aus dem Koffer nehmen und waschen. Und danach sofort in die Badewanne springen.

Ins Badewasser kommt ein Kilo Salz. Salzwasser lässt die Neurodermitis abschwellen und entfernt die trockene schuppige Haut. Wenn es zeitlich noch klappt, dann gehe ich noch ins Solarium. Die Strahlung wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus. Und dann brauche ich viel Schlaf.

BTW: Worauf meine Haut übrigens absolut zuverlässig „anspringt“, ist Chlor! Egal, ob im Freibad oder im Hotel. Wird die Bettwäsche mit Chlor gewaschen, dann „sterbe ich“ förmlich. Meine Haut dreht komplett durch. Am ganzen Körper bin ich augenblicklich rot. Schon wenn ich Chlor nur rieche, bekomme ich Juckreiz. Deshalb habe ich wenn nur irgendwie möglich mein eigenes Bettzeug auf Reisen dabei. Decke, Kopfkissen und Zudecke.

Was habe ich mir nun vorgenommen? Erstens werde ich sicherlich nicht mehr in den Norden von Europa fliegen und es möglichst vermeiden „kalte Länder“ zu besuchen. Zweitens braucht es langfristig eine dauerhafte Lösung für „den Winter“. Neurodermitis ist kein Spass.


03.12.2024 – Schlüsselbein-Operation im KSW (Winterthur)

3. Dezember 2024

Wie es zum Schlüsselbeinbruch kam (klicken), kann man zudem am unteren Ende des Artikels nachlesen. Dort hat es einen Link.

Die ersten Röntgenbilder aus der Notfallstation im KSW nach dem „Motorrad-Umfall“ am 11.08.2024 zeigten zwei Knochen, die stumpf abgebrochen waren. Und diese beiden Knochenstücke hätten eben genau gerade ausgerichtet zusammenwachsen können. Das nennt sich dann „konservative Heilung“. Ohne Operation.

Bei der ersten Nachuntersuchung nach 6 Wochen zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Das Knochenstück an der Schultergelenkseite hattr sich abgesenkt. Und das Gegenstück an der Halsseite lag versetzt teils darauf, teils an der stumpfen Seite.

Schon zu jenem Zeitpunkt Ende Oktober erwuchsen in mir Zweifel an einer „sauberen“ Heilung. Schliesslich hatte ich ja schon zwei Schlüsselbeinbrüche hinter mir. Einer vom Treppensturz im Vorführraum im Physikgebäude Winterthur. Und einer beim „Tod meines kleinen Boxster’s“ am 03.08.2017, als mir ein eingeschlafener Mercedesfahrer frontal in mein Auto fuhr.

Aber der Arzt meinte, die verschobenen Knochen würden sich schon noch richten. Gut.

Schlecht. Denn nach weiteren 6 Wochen zur zweiten Nachuntersuchung Anfang November hatte sich an der Knochensitution nichts wesentliches geändert. Es knackte sogar noch, wenn ich eine grössere Bewegung machte. Also waren die Knochen nach 12 Wochen nicht zusammengewachsen.

Der Oberarzt wurde konsultiert und ich war wirklich für die Entscheidung dankbar, dass wir uns danach über eine Operation unterhielten. Diese Operation wurde im einzig (für mich) praktikablen Zeitfenster terminiert, in welchem ich nicht als Dozent tätig war und danach in meinen Jahresurlaub starten würde. 03.13.2024.

Also plante ich

  • Am Sonntag 01.12. nach 2 Wochen Regensburg /Würzburg mit Milan&Jasmin zurückzufahren.
  • Danach mit dem Loaner Tesla Y zum ServiceCenter zu fahren, um meine Auto nach dem Hochvoltakku-Tausch abzuholen
  • Am Montag 02.12. zur Anästhesie-Besprechung ins KSW zu fahren
  • Danach zur „Anti-Katzen-Impfung“ zur Allergie-Praxis zu gehen
  • Danach zur CSS-Versicherung wegen Klärung der Dokumente zur OP zu gehen.
  • Am Dienstag 03.12. Früh morgens ins KSW zwecks Operation zu fahren.
  • Dort bis zum 05.12. Auf Beobachtung zu bleiben.
  • Am 06.12. um 9:25 Uhr nach Teneriffa zu fliegen.

Der Zeitplan ist typisch „Sperlich“ und mit „Sicherheiten“ und Reserven kalkuliert. Nach 22 Jahren Schweiz ist das ins Blut übergegangen. Gut.

Schlecht! Wenn irgendwas schiefgeht, dann ist mein Jahresurlaub in Gefahr. Also versuchtr ich die Teneriffa-Termine zu verschieben.

  • Den Swiss-Flug hatte ich auf „Flex“ gebucht. Das bedeutet, dass ich kostenfrei einen neuen Abflug buchen konnte. Über die APP kein Problem.
  • Das Hotel Marquesa in Puerto de la Cruz hatte ich über Booking gebucht. Mit kostenloser Stornierung bis 05.12. Also probierte ich aus, ob auf Ankunft 12.12. ein Einzelzimmer verfügbar ist. Das war so. Changed. Und das zum gleichen Zimmerpreis.
  • Den Mietwagen musste ich stornieren und neu mit dem aktualisierten Zeitraum reservieren. Done!

Somit schaffte ich mir Zeit für Erledigungen bis 12.12.2024 bis zur Abreise. Deutliche erspannter.

Nun zum Ablauf am Tag der Schlüsselbein-Operation:

03.12.2024 – KSW Winterthur 7 Uhr:
Sooo. Um 9 Uhr geht’s los mit dem Schlüsselbein links. Liebsten Dank an die liebe Jasmin für’s Bringen ❤️

Update 12:30 Uhr
Zurück im Zimmer 808 / Bau S . OP gut gelaufen. Etz gibt’s Mittagessen. Frühstück fiel ja aus. Aussicht sehr schön. Essen sehr lecker. Wie im Hotel inkl. Service.

Update 13:30 Uhr
Die nette Anästhesistin welche mich heute Früh in das Land der Träume geschickt hatte, besucht mich. Ich erkannte die hübsche Lady nicht gleich, weil sie ohne Kittel und speziell ohne Haarschutz und Gesichtsmaske vor mir stand. Habe sie aber an den tollen Augen erkannt 😎👍 Supernett. Danke!

Sie klärte mich über meine „last famous Words“ auf und meinte, dass ich ihr etwas über Teneriffa erzählte, dann aber plötzlich in die Narkose fiel. Ich bot ihr einen Kaffee an, um die abgebrochene Geschichte über Teneriffa weiterzuerzählen. Allerding lehte sie aus Zeitgründen ab. 😁

Update 14:00 Uhr
Der Oberarzt war da und hat mir die Operation in allen Einzelheiten erklärt. Auch das weitere Vorgehen und wie ich mich mit dem Arm zu verhalten habe. Ausserdem hat man mir nicht, wie im Gespräch hier vor 4 Wochen, die „Lange Schiene“ mit 11 Schrauben verpasst (ich bin ja kein 185cm Türsteher). Der Oberarzt hätte eine kleinere passende Version genommen, welche er extra vorher bestellt hatte.

UND: Ich darf Morgen schon wieder nach Hause. Wann genau erfahre ich nach seinem zweiten Besuch in der Früh am Morgen.

Update 15:30 Uhr
Jasmin hat mich besucht. Das „Schätzele“ vom „Schätzele“ Milan hatte mich heute bereits in aller Herrgottsfrüh abgeholt und ins Krankenhaus gefahren.

Update 17:30 Uhr
Die Versorgung im KSW Winterthur ist erstklassig. Mein Abendessen:

  • Nüsslisalat
  • Gehacktes&Hörnli mit Apfelmus
  • Tiramisu
  • Obst

Update 21 Uhr
Info für Euch: Ich habe KEINE Schmerzen in der Schulter.
a) Die örtliche Narkose ist ausgeklungen.
b) Man hat mit eine „Opiattablette“vor Mittag hingestellt, welche ich bei Bedarf nehmen soll. (Unnötig aktuell)
C) Dann darf ich Paracetamol nehmen, wenn ich möchte und ich Schmerzen hätte. (Wegen der Vorgeschichte mit meiner Mam nehme ich aus Prinzip kein Paracetamol)

Ich darf meinen linken Arm einfach die nächsten Wochen überhaupt nicht belasten. Nur Kaffeetassehalten ist erlaubt. Das wird die Anreise zum Flughafen Zürich am 12.12.2024 „etwas verkomplizieren“. Aber dafür findet sich bestimmt eine Lösung.

Auf der Operationsnaht ist ein zentimeterdickes Pflaster geklebt. Deshalb weiss ich noch nicht, wie gross die Naht ist und wieviele Stiche es brauchte.

Es sieht fast aus, wie ein Landeplatz für Papageien. Ich fantasierte mit schon zusammen, dass ich Morgen mit Papagei auf der Schulter, schwarzer Augenklappe, bandagiertem Arm und „Holzbein“ das Spital verlassen werde 😎😁👍

Zur Fixierung meines Oberarms habe ich die flexible Armschlinge umfunktioniert. Das Band hält jetzt nicht meinen Unterarm, was im Liegen eh keinen Sinn macht, sondern hält meinem Oberarm am Körper, indem das Band um den Brustkorb/Oberkörper geschlungen ist. Das hat mehr einrn Psychiologischen Sinn, weil das Band „unbewusste sonst übliche, aber schädliche Bewegungen verhindert“.

Update 04.12.2024 um 8:15 Uhr
Der Oberarzt teilte mir bei der Visite mit, dass alles bisher optimal gelaufen ist.Ich werde am Vormittag entlassen. Die Narbe ist etwa 5 cm lang und wurde innen vernäht. Nach 2 Wochen darf man die Nahtenden abschneiden. Der Faden löst sich von selbst auf. Die Platte ist 6 cm lang und mit 8 Schrauben im Knochen befestigt. Ich soll die Naht vor Seewasser schützen, sowie von direkter Sonneneinstrahlung. Der Reise am 12.12.2024 steht nichts im Wege.

Update 11:30 Uhr
Ich bekomme mein Mittagessen und gleichzeitig meine Entlassungspapiere. Nachdem ich mein Säcklein gepackt habe verabschiede ich mich. Um 13 Uhr sitze ich im Zug nach Hause.

Und: Vielen herzlichen lieben Fank für die vielen Genesungswünsche auf allen Medien! Love you all ❤️

Hier kann man nachlesen, wie es zum Schlüsselbeinbruch kam: https://peterpanch.wordpress.com/2024/08/12/12-08-2024-schluesselbein-gebrochen/


17.01.2020 – Das Haus Heuport in Regensburg und die allegorische Figurengruppe der törichten Jungfrau und des Edelmannes

17. Januar 2020

Das Haus Heuport in Regensburg selbst und die Treppe nebst Stallungen daneben sind ein fester Bestandteil meiner (privaten) Stadtführungen für meine Freunde und Kunden, die Regensburg so direkt noch nicht kennen.
Dabei kommt auch immer die Figurengruppe vor. Bei der Figur links war ich bisher der Meinung, dass es sich um einen Bischof oder Priester handeln würde, was auch die Nähe zum Bischofssitz gegenüber erklärt hätte. Denn das „Haus an der Heuport“ war Sitz der Kurböhmischen Gesandtschaft von Seidewitz. Dort wurden im Tanzsaal rauschende Feste gefeiert, an welchen auch gerne die Priester und Bischöfe der gegenüber liegenden Liegenschaft teilnahmen.
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Ein Priester – Auch anhand des Gewandes wegen. In der linken Hand hielte er die Bibel verdeckt und in der rechten den Apfel der Verführung; denn just in diesem dargestellten Moment gibt sich der Bischof seinem teuflischem Verlangen hin und möchte das Mädchen verführen. Das teuflische Verlangen bzw. die Verführung (welche anschliessend die Vertreibung aus dem Paradies erzwingt) wird in der Bibel ebenso durch Schlange und Apfel dargestellt. Das Mädchen zeigt sich nicht abgeneigt und bringt neben der Wolllust und Fruchtbarkeit (Hand an der Brust) gleich die Mitgift (Beutel mit Dukaten) mit. Das Zölibat (unvermählt lebend) gilt übrigens seit 1073 nur für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe noch unverheiratet sind. Somit sollte das Bildnis vielleicht eher eine Warnung an die jungfräulichen Mädchen sein, die bei den Festen die Treppe hinaufstiegen.
Bildquelle https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10215919957816475&set=gm.2646186005429925&type=3&theater&ifg=1

23.02.2015 – Tag 20 im Leben eines „Nichtrauchers“

24. Februar 2015

Wie es mir geht? Tja, heute war ich soweit, dass ich mir eine Schachtel Zigaretten gekauft hätte! Es nervt! Was nervt? Diese „Hibbeligkeit“! Habe irgendwo gelesen, dass man das mit ADHS vergleichen kann. Na toll! Nein, ich denke eher, dass es am Koffein liegt. Ich wusste ja bereits, dass Nikotion das „Gegenmittel“ zu Koffein ist. Aber die Auswirkungen sind echt ned schlecht – ohne Nikotin.

Vor einem Monat begann der Tag folgendermassen: Aufstehen, Duschen, Zähnchen putzen, Kaffeemaschine einschalten, Rechner einschalten, Zigarette anzünden, Kaffee aus dem Vollautomaten zapfen, Hinsetzen und erst mal die zweite Zigarette rauchen. Dabei startete der Motor dann mal langsam. Aktuell schaut das Morgen-Start-Programm genauso aus, nur dass eben die zwei Zigaretten fehlen. Dafür hat es aber dann zwei Tassen Kaffee! Und die bringen den Motor dann auf Drehzahlen über den roten Bereich!

So habe ich dann das Gefühl, dass meine Füsse den Boden gar nicht mehr spüren, weil ich nur noch durch die Gegend springe. Daran hängt dann die Konzentrationsfähigkeit, die sich ins Nichts auflöst. Auch ist man vergesslicher, muss sich mehr aufschreiben. Und ich habe das Gefühl durch einen Tunnel zu schauen – ergo: Koffeinrausch. Somit muss ich das mit meinem Leibgetränk „Kaffee“ irgendwie in den Griff bekommen.

Klar könnte man das Koffein-Thema auch mit „Nikotin-Kaugummi“ oder „Nikotin-Tabletten“ oder „Nikotin-Pflästerchen“ einpegeln bzw. die Nikotinrate langsam abnehmend abgewöhnen. Aber ich denke, dass dies zu lange dauert und die Nebenwirkungen hat man halt mal beim „Aufhören“. Die Rückfall-Situation ist immer da und man muss damit klar kommen. Und ob ich dann weniger stark auf Kaffee reagiere, ist ein anderes Thema. Zum Ausprobieren hab ich ausserdem keine Lust. Es ist und bleibt ein Experiment und aktuell zähle ich Tag 20.

Es nervt! Schon gestern hat es mich genervt. Gestern – am Sonntagabend – bin ich von Regensburg zurück nach Jonen gefahren. 480 Kilometer absolut ohne Rauchen! Es ist so langweilig! Speziell auf Schweizer Strassen! Tempomat rein und fahren! So langweilig! Nix passiert! Ich bin eh schon zur Abwechslung (wieder) über das Rheintal gefahren. Aber das ist auch so langweilig. Ja Nicole und Fredy, ich weiss, ich hätte Euch besuchen können! Ja, aber um kurz nach 22 Uhr besucht man keinen Schweizer mehr in der Schweiz – spontan.

Nebelsuppe

Nebelsuppe

Langsam verstehe ich, warum Gurgel/Äpfel&Co. ein selbstfahrendes Auto erfinden wollen! Natürlich kommt die Idee nicht wegen der langweiligen Schweizer Autobahn. Nein, die Amerikaner haben selbst eine langweilige Geschwindigkeitsbeschränkung von „can’t drive 55“ bzw. 75 mph auf dem Highway, der Slowway heissen müsste. Mit so einem Selbstfahrer kann man schlafen oder Facebooken oder dem im Stau stehenden die Zunge rausstrecken oder sonst irgendwas machen. Schon heute schlafen einige Autofahrer auf der langweiligen Schweizer Autobahn – ohne Rauchen!

Auf der Hinfahrt am Samstag hat Mam versucht mir die Zeit zu vertreiben. Vollkommen unauffällig natürlich. Sie versuchte sich in Small-Talk! Und das über 480 Kilometer! Das geht schief. Wir waren erst so gegen 16 Uhr abgefahren, weil Mike noch mit Family und Natalie vorbei kam um sich zu verabschieden. Und das dauert bei den zwei kleinen Kindern, die sich nicht trennen können. Des is echt schwierig. Tja, und ich bin auf Enzug und somit noch etwas näher am schwarzen Humor samt Sarkasmus dran bzw. die Schwelle ist noch niedriger, wie vorher – zumindest aktuell. Wenn mir dann einer quer vor die Nase springt, dann wird er ohne Vorwarnung geschnupft!

Im letzten Betrag meinte dazu einer der Kommentatoren, dass er sich deshalb seit dem Nichtrauchen „auspowert“ – und zwar gleich in der Früh! Dann wäre er wesentlich ausgeglichener und entspannter über den Tag! Ja! Sehr gut! Ich wäre wahrscheinlich so dermassen entspannt nach dem „Auspowern“, dass ich mich gleich wieder ins Bett lege – in der Früh – sofern ich früher rauskomm‘ zum „Auspowern“. Wie sinnlos ist das denn? Man steht auf, um sich „auszupowern“. Sehr geil.

Thema „Gewichtszunahme“: Irgendwo hab‘ ich im unsäglich grossen WWW gelesen, dass man schlagartig 3-5 Kilo in den ersten Tagen zunimmt! Weil einem die „Glückshormone“ fehlen würden und man deshalb mit Schokolade und sonstig erreichbaren Süssigkeiten nachhilft – glücklicher zu sein. Ich bin genervt! Soll ich jetzt Schokolade ohne Ende essen? Gut, ich ernähre mich eh schon wahnsinnig ausgewogen: Kaffee plus keine Zigretten! Aber zurück zum Thema: Klar, ich hab zugenommen. Gut, ich hatte vorher schon Jeansgrösse 26. Gewicht? Keine Ahnung. Habe keine Waage. Irgendwas zwischen 54 und 56 Kilo auf 162 cm. Also grad so im unteren Bereich. Mein Bäuchlein hat zugenommen und meine 26er-Jeans ist in der Wäsche. Aktuell trage ich 28er,  glaub ich. Der Gürtel ist halt eine Loch weiter. Aber das liegt 100-pro nicht am „Rauchentzug“. Sondern….

Meine Mam. Sie war nun dankenswerterweise schon seit vor Sylvester bei mir. Die erste Frage nachdem sie aufgestanden ist – so gegen Mittag: „Weisst Du schon, was Du abends essen möchtest?“ Meine Standardantwort: „Mach‘ einen Schweinebraten!“ Woher soll ich vollgepumpt mit 3 Tassen Kaffee im Koffeinrausch mittags schon wissen, was wir abends essen? Und uns ist bisher immer etwas eingefallen. Und die Mama kocht dann nicht für sich oder nur für mich, sondern gleich für 4 bis 6 Personen. Mam isst zwar nur wie ein Spatz. Und damit das gute Essen dann nicht kaputt geht, muss Peter ran – oder am nächsten Abend gibt es dann „Reste“. Sehr lecker! Wer will schon zwei mal hintereinander das Gleiche essen? Somit steht für mich fest, dass der aktuelle Gürtelumfangszuwachs nur im geringsten Masse vom Rauchenzug herrührt. Mam ist seit gestern in Regensburg – kommt hoffentlich bald wieder nach Jonen – und ich werde durchaus das Bäuchlein in den nächsten Wochen wieder in den Griff bekommen.

Thema „Schlaf“ und „Sonstiges“: Unverändert! Ich schlafe immer noch gerne! Und zwar tief! Wenn ich mal schlafe, dann kann um mich herum das Haus einstürzen. Ich werde nicht wach. Was mir aufgefallen ist: Ich würde gerne noch länger schlafen! Neu ist hingegen, dass ich seit ein paar Tagen „rumhuste“. Nein, anders als Raucherhusten. Auch meine Nase spinnt rum. Entweder ist sie trocken, ich muss dann niesen oder sie läuft, wie ein Wasserfall. Es fühlt sich auch nicht nach einer Erkältung an. Mam meint zwar immer ich bin zu wenig warm angezogen, aber das war schon immer so – mit Mam *lach*.
Update: Nase-Laufen/Niesen + Husen = Erkältung!

 


08.02.2015 – Experiment „Stopp Smoking“ – Tag 5

8. Februar 2015

Eigentlich wollte ich gar nicht zu rauchen aufhören. Eigentlich wollte ich schon länger mal ausprobieren, ob ich mit dem Rauchen aufhören kann. Daher gab es keinen speziellen „Zeitpunkt“ oder ein „Datum“ oder einen „Anreiz“. Die Idee kam spontan. Eigentlich war es keine Idee. Mir gingen am Dienstag einfach die Zigaretten aus. Ausserdem war ich dann zu faul „extra wegen Zigaretten“ um 18 Uhr aus dem Haus zu gehen – bei der Saukälte – und beim Volg über 8 Franken für eine Schachtel hinzulegen. Nein, jetzt starten wir ein Experiment: Wie lange halte ich es ohne Zigaretten aus? Und darüber schreiben wollte ich erst nach ein paar Tagen. Man weiss ja nie, ob man über „ein paar Stunden“ überhaupt hinaus kommt. 🙂

Der Aschenbecher ist leer seit 03.02.2015 exakt 18 Uhr

Der Aschenbecher ist leer seit 03.02.2015 exakt 18 Uhr

Tag 0: Dienstag – René „Facetime-t“ und „Teamview-t“ mit mir. Er richtet mir den neuen Laptop ein – installiert Software. Ich zünde mir eine Zigarette an. René meint „Rauchst noch? Hustest noch?“ Ich schaue den qualmenden Stengel an und grinse: „Ja, hab nur noch zwei! Dann probiere ich mal aus, ob ich es durchhalte.“ 18 Uhr – ich drücke die letzte Zigarette aus – Experiment Start.

Tag 1 bis Tag 3: An den ersten Tagen merke ich die „üblichen“ Anzeichen. Hibbeligkeit, Nervosität, schwer sich zu konzentrieren. Ich führe das auf die übliche Menge Kaffee zurück, die jetzt eben nicht mehr auf die übliche Menge Nikotin trifft. Ausserdem zeigen sich die üblichen Gewohnheitshürden: Nach dem Morgenkaffee, nach dem Mittag und erst recht nach dem Abendessen fehlt einfach „die verdiente Zigarette danach“. Die „Ersatzbefriedigung“ besteht aus „viel trinken“. Nein, nicht Bier, sondern Tee (ja wirklich) und Säfte. Immer ein Glaserl griffbereit. Auch so ein dämlicher „Heisshunger“ kommt immer abends. Aber seit Mam’s Therapieaufenthalt bin ich auch noch „Müesli-Fan“. Somit gebe ich mir ein Schüsserl Müesli, falls der kleine Hunger kommt.

Tag 4 – Samstag: Was tun, wenn „andere rauchen?“ und „Gefahrenstelle: traditionelle Party“. Die ersten 4 Tage sind überlebt – mehr oder weniger ohne besondere Komplikationen und Vorkommnisse. Allerdings steht am Samstagabend ein „Härtetest“ an – die 80sforever-Party. Dort hat es im Papiersaal einen Raucherraum und ich bin üblicherweise „Stammgast“ dort, weil man sich in dem Raum auch noch gemütlich unterhalten kann. Aber anders als befürchet, stellt auch das kein grosses Problem dar. Zuerst war ich mit Pat beim Plaudern im Raucherraum, dann mit Deniz sogar nach zwei Pils (also sozusagen „eingeschränkter Willensstärke) – no prob no Cigarette!

Tag 5 – Sonntag 18 Uhr: Irgendwie schaue ich immer so gegen 18 Uhr automatisch „auf die Uhr“. Ich hab ja keine am Arm, aber es gibt ja genug „um mich herum“. Diesmal bin ich in Muri beim Tanken und schaue beim Aussteigen auf die Uhr am Armaturenbrett. 120 Stunden geschafft. Beim Bezahlen an der Theke stelle ich fest, dass ich ja gar keine Zigaretten dazu kaufen muss. Praktisch!

Zur Gemütsverfassung? Seit Samstag (Tag 4) werde ich innerlich ruhiger. Die ansteigende Nervosität und Unruhe seit dem Nikotinentzug nimmt langsam ab. Besserer Schlaf? Kann ich noch nicht beurteilen. Gut geschlafen habe ich vorher schon. Aber die „Husterei“ abends und morgens nimmt ab. Besserer Appetit? Ja klar! Aber mit Obst und Müsli wird des scho werden. Ob ich es durchhalte? Keine Ahnung! Ist ja erst mal ein Experiment.


10.02.2014 – Schweiz: 14 Karikaturen zum Abstimmungsergebnis zum Thema „Masseneinwanderung“

10. Februar 2014

Masseneinwanderung: weitere 14 Karikaturen, u.a. die bereinigte Fussball-Nationalmannschaft, via diesen Link:
http://swiss-lupe.blogspot.ch/2014/02/karikaturen-zum-entscheid-uber-die.html

Natalalie schreibt in ihrem Blog einen lesenswerten Beitrag zum Thema Masseneinwanderung „ein ganz normales Zukunftsmärchen“ mit dem Titel „Schweiz: Es war einmal…“

Dazu fällt mir noch mein Beitrag aus 2009 ein: Drei heilige Könige bei Einreise in die Schweiz festgenommen – Verdacht auf Drogenhandel!“

Und ein weiterer Beitrag aus 2007 : Neue Bilder – Die schwarzen Schafe schlagen zurück!

 


13.07.2013 – „Ja! Mama!“ Episode 1 – Reise mit Hindernissen

13. Juli 2013

Joseph Gschwendner sitzt gelangweilt auf der Terrasse hinter dem elterlichen Reiheneckhaus aus den 60er Jahren, kaut an einem Stück Erdbeerkuchen und und rührt gelangweilt in der goldgeränderten Kaffeetasse mit viel zu kleinem Henkel. Immer wieder kneift er die Augen zusammen und blickt unruhiger werdend auf die alte Armbanduhr; denn sein Wunschabfahrtstermin zurück in die Schweiz nach Bremgarten ist bereits seit mehr als drei Stunden verstrichen.

„Ich pack Dir nur noch kurz was ein!“ hatte Mama Annemarie – kurz Annamirl – versprochen; denn „bei Dir in der Schweiz is ja eh alles so teuer!“ Nein, stimmt nicht, denkt Joseph, von Mama Annamirl gern liebevoll „mein Bub, der Sepp“ genannt. Benzin ist billiger! Aber das hatte er Mama schon so oft erklärt. Auch dass er das Wenige zum Leben lieber im Dorfladen kauft, weil er nicht gerne in die überfüllten Einkaufszentren fährt. Aber diese Erklärung mündet dann in ein verächtliches „Da ist es ja noch teuerer!“ von Mama Annamirl.

Mama Annemarie läuft trotz lockerer Hüfte seit gefühlten vier Stunden immer wieder zwischen Haustür und dem alten VW Golf, dessen Heckklappe geöffnet ist, hin und her. Zwischendurch hört Joseph sie in der Küche scheppern oder im Keller hantieren. Alles wird fein säuberlich in Plastiktüten verpackt und anschliessend ins Auto geladen. Bei einem kurzen Blick über die Schulter erkennt Joseph, dass nun schon die Beifahrertür geöffnet ist. „Toll! Dann ist ja hinten schon alles voll im Kofferraum!“ Joseph stellt sich bildlich vor, wie er gegen 2 Uhr mitten in der Nacht vor seiner Wohnung parkt und mit all den Sachen seinen Kühlschrank und seine Küchenschränke füllt.

Er vergräbt sein Gesicht in beiden Händen. „Ich packe Dir noch einen Multivitaminsaft für die Fahrt ein!?“ Joseph hebt den Kopf aus den Händen und antwortet „Ja! Mama!“ Er hievt seinen Körper aus dem Gartenplastikstuhl, dessen Querbalken sich langsam in sein Hinterteil eingegraben haben, während er den letzten Schluck kalten Kaffee aus der goldberänderten Kaffeetasse nahm, deren Henkel viel zu klein ist. Er schlenderte den kurzen gekiesten Weg zu seinem Auto, bei welchem Mama Annemirl ihn mit den Worten empfing „und dass Du mich ja anrufst, wenn du angekommen bist!“ Joseph nimmt seine Mama in den Arm und küsst sie kurz „Ja! Mama! Wie immer“ Jetzt kommt bestimmt noch „und fahre bitte vorsichtig!“

Joseph fällt auf den Fahrersitz und stellt fest, dass er auf einer Plastkflasche mit Multivitaminsaft sitzt. Er greift danach und steckt die Flasche in den Korb mit Lebensmittel auf dem Beifahrersitz. Dann dreht er den Schlüssel und startet den Motor seines 92er Golf und legt den Rückwärtsgang ein. Mama Annamirl steht mit traurigem Blick auf der Fahrerseite und meint nur „Fahr ja vorsichtig mein Bub! Und ruf ja an, wenn Du angekommen bist!“ „Ja! Mama!“ Sepp fährt langsam rückwärts aus der Einfahrt, wobei er die seitlichen Rückspiegel nutzen muss, weil er nach hinten vor lauter Tüten sonst ja nichts sieht. Ein letztes Winken und der Golf setzt sich voll beladen schwerfällig in Bewegung Richtung Autobahn – Richtung Schweiz.

Grenzübergang St. Margarethen

Grenzübergang St. Margarethen (Quelle Wikimedia)

Etwa drei Stunden später erreicht Joseph kurz vor Mitternacht die Schweizer Grenze bei St. Margrethen. Zwei Grenzpolizisten stehen neben den einreisenden Fahrzeugen. Der eine die Hände auf dem Rücken, der andere winkt lässig die ankommenden Kleinwagen durch. „Hoffentlich“ denkt Joseph „hoffentlich“! Dann ist Joseph an der Reihe und der Grenzpolizist hebt die Hand. Joseph kurbelt die Fahrertürscheibe herunter und hält seinen Pass in der Hand. „Haben Sie Ware dabei?“ lautet die Frage des Grenzers. Etwas unsicher antwortet Joseph „Ja… Äh….“ Der Grenzer nimmt den Pass und deutet auf das Zollgebäude. „Dann fahren Sie bitte mal rechts ran!“ Joseph legt den ersten Gang ein und parkt seinen Golf an der zugewiesenen Stelle.

Während der eine Grenzer mit Joseph’s Pass im Zoolhaus verschwindet, dreht der andere eine skeptische Runde ums Auto und bittet Joseph im ernsten, aber freundlichen Ton „können Sie bitte den Kofferraum öffnen?“ Joseph öffnet die Fahrertür, steigt aus und hebelt die schwergängige Heckklappe auf, deren Abdeckung den Blick auf viele Plastiktüten freigibt. Der Grenzer runzelt die Stirn und fragt “ Was ist das?“ Joseph zuckt nur schüchtern mit den Schultern und meint trocken „nach was sieht’s denn aus?“

Voll beladener Kofferraum

Voll beladener Kofferraum (Quelle 20min)

Währenddessen kommt der zweite Grenzer mit Joseph’s Pass und in Begleitung eines Spürhundes an der Leine zurück. Grenzer Nummer 1 bittet Joseph freundlich die Hände auf das Dach des Golf ’s zu legen und sich bequem mit leicht gespreizten Beinen zu postieren. Der Spürhund schnüffelt von Grenzer 2 geführt derweil an den Tüten im Kofferraum und gibt schwanzwedelnd kurze freudig Quietschlaute von sich. Grenzer 1 geht hinter Joseph in die Knie und betastet zuerst das linke, dann das rechte Bein von unten nach oben ab.

Der Hund gräbt sich zwischenzeitlich schwanzwedelnd und ab und zu quietschende Laute von sich gebend zum Rücksitz durch den Plastiktütenberg, hält kurz inne, taucht mit dem Kopf in einer Tüte ein, macht kehrt, springt am verdutzten Grenzer Nummer 2 vorbei aus der Fahrertür, sprintet sich vom Führungsband losreissend mit einem paar original Münchner Weisswürste im Maul am Grenzer Nummer 1 vorbei an den wartenden Autos entlang über die Brücke über die Grenze nach Österreich, wo er im Dunkeln verschwindet, schwanzwedelnd und ab und zu kurze quietschende Laute von sich gebend.

Drogenspürhund im Kofferraum

Drogenspürhund im Kofferraum (Quelle Tagesschau)

Joseph schaut ihm lange nach, bis er merkt, dass Grenzer Nummer 1 beim Abtasten just seinen Schritt von hinten befühlte, als zur Verwunderung und Überraschung dessen der treue Grenzschnupperhund mit den Münchner Weissen in der Nacht und noch dazu auf österreichischer Seite verschwand.

Grenzer Nummer 2 hält die Führungsleine hoch und fluchte auf Schweizerdeutsch. Nun war es mit der kurz nach mitternächtlichen Schweizer Gemütlichkeit vorbei. Grenzer Nummer 1 nimmt zuerst die Handschellen aus dem Gürtel und dann von Joseph eine Hand nach der anderen. Grenzer Nummer 2 geht zur offenen Heckklappe und nimmt die erste Tüte unter höchsteigenen amtlichen Augenschein. Prompt hält er mit gewinnendem Lächeln eine durchsichtige Tüte halb gefüllt mit einem feinen weissen Pulver, sauber zugeschweisst, in der Hand. „Was ist das?“ Joseph weiss es nicht, er weiss es wirklich nicht, er hat die Tüten weder zusammengepackt, noch in den Kofferraum geladen. So bleibt ihm nur ein desillusioniertes Schulterzucken als Antwort.

Beide Grenzer sehen sich den erhofften Drogenfund genauer an, drehen und wenden das Paket, schätzen das Gewicht, riechen daran, schauen sich kurz wissend an, nicken sich zu, es sieht nicht gut aus für Joseph, der nun schon etwas übermüdet und konstaniert in Handschellen neben seinem Golf steht. Trotz später Nacht und obwohl keine Grenzkontrollen mehr stattfinden, weil beide Grenzbeamte ja schwer beschäftigt sind, bildet sich ein kleiner Stau Richtung Schweiz, weil die Schaulustigen die Szenerie so lange wie möglich bestaunen möchten.

Joseph schaut einem Auto nach, das einen Hometrainer auf dem Dach geladen hat. „So eines steht bei mir auch sinnlos rum!“ Währenddessen legt Grenzer Nummer 2 das verdächtige Paket auf die Motorhaube des Golf, zieht ein Sackmesser aus der Hosentasche und sticht fachmännisch sezierend in den zugeschweissten durchsichtigen Plastikbeutel mit dem feinen weissen Pulver. Dann führt er den rechten kleinen Zeigefinger vorsichtig durch das kleine Loch in der Plastiktüte ein, nimmt etwas weisses Pulver auf, führt den Finger zur Nase, riecht vorsichtig daran und schleckt das weisse Pulver dann mit der Zunge ab. Der Verkehrsstau an der Grenzstation hat mittlerweile einen ersten Höhepunkt erreicht und es stehen schon vereinzelt Personen im Umkreis um die Szenerie ausführlicher zu betrachten. Joseph schaut sich um und schüttelt den Kopf. Grenzer Nummer 2 schmatzt mit dem Finger im Mund, als würde er einen guten Wein degustieren. Grenzer Nummer 1 rempelt ihn an und fragt „Und?“ Grenzer Nummer 2 nimmt den Finger aus dem Mund und es sieht so aus, als wolle er antworten. Jedoch entweichen seinem Mund lediglich bunte Seifenblasen! „Waschmittel!“ Grenzer Nummer 2 bückt sich und spuckt fluchend aus.

Nun ist der Spass aber wirklich vorbei! Die beiden Grenzer durchforschen sämtliche Plastiktüten. Alles wird rund um das Auto ausgebreitet. Nudelpakete, Eier, Marmorkuchen, Bauernbrot in Scheiben, Tomaten, Äpfel, Bananen, Kaffee, Zucker, Milch kommt zum Vorschein. Schliesslich findet man doch noch ein Corpus Delicti: In Zeitungspapier eingepacktes Grünzeug, das wie Hanf aussieht, sich aber dann als Zitronenmelisse und durch die Diagnose „brennende Haut“ als Brennnessel entpuppt. Sichtlich genervt nimmt man Joseph die Handschellen ab, damit er seine Habseligkeiten möglichst schnell wieder in seinen Golf räumen kann. Die Grenzer meinen nur, dass er ganz schnell verschwinden solle. Dann kümmern sich beide Grenzer darum die Schaulustigen in ihre Fahrzeuge zu bitten, um den Stau möglichst bald aufzulösen.

Gegen 5 Uhr verlässt Joseph mit einem letzten Gruss Richtung Grenzbeamte die Zollstelle und begibt sich auf die Autobahn Richtung Zürich. Als die Sonne aufgeht, trifft er zuhause ein. Er nimmt das Telefon und wählt die gespeicherte Nummer. Die andere Seite fragt müde „bist Du gut angekommen?“ Joseph antwortet brav wie immer „Ja! Mama…..“