21.09.2026 – Der Schusternazi von Ludwig Thoma – Wenn der Schuster plötzlich Millionär wird

21. September 2026

Manchmal braucht es gar keinen Lottogewinn, um das Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Bei Ludwig Thomas „Der Schusternazi“ (1905) reicht eine Erbschaft – und schon glaubt ein einfacher Schuster, er müsse fortan in einer ganz anderen Liga spielen.

Ludwig Thoma, Porträt von Karl Bauer, 1916 – Public Domain / Wikimedia Commons

Doch bevor es losgeht, eine wichtige historische Erklärung: „Nazi“ bedeutet hier nicht das, was wir heute damit verbinden. Der „Schusternazi“ heißt eigentlich Ignaz Stanglmayer. „Nazi“ war damals eine gebräuchliche Kurzform von Ignaz. Das Stück stammt aus einer Zeit lange vor dem Nationalsozialismus.

Vom Schuster zum feinen Herrn

Ignaz Stanglmayer ist ein einfacher Schuhmacher. Dann kommt der überraschende Geldsegen: Er erbt ein beträchtliches Vermögen.

Und damit beginnt das eigentliche Drama – oder besser gesagt: die Komödie.

Denn Stanglmayer denkt nun offenbar: Wenn ich reich bin, muss ich auch vornehm sein.

Seine bisherigen Freunde und Bekannten aus Schmalzling erscheinen ihm plötzlich nicht mehr standesgemäß. Stattdessen möchte er in die höheren gesellschaftlichen Kreise aufsteigen.

Der Schuster hat also nicht nur Geld bekommen – er bekommt gleichzeitig einen gehörigen Höhenflug.

Die Betrüger stehen schon bereit

Natürlich bleiben solche Entwicklungen nicht unbemerkt.

Findige Geschäftsleute erkennen schnell, dass Stanglmayer zwar reich, aber ziemlich leichtgläubig ist. Sie machen ihm lukrative Geschäfte schmackhaft und verkaufen ihm unter anderem wertlose Waldgebiete in Russland beziehungsweise den Karpaten.

Als wäre das nicht schon genug, bekommt der ehemalige Schuster sogar einen Adelstitel verpasst.

Aus Ignaz Stanglmayer wird damit praktisch über Nacht ein Mann, der sich für etwas ganz Besonderes hält.

Dumm nur: Die feine Gesellschaft interessiert sich weniger für seinen guten Namen als für sein gutes Geld.

Eine falsche Gräfin darf natürlich nicht fehlen

Besonders köstlich wird die Geschichte, als eine falsche ungarische Gräfin auftaucht.

Stanglmayer ist von ihrem Auftreten beeindruckt und merkt nicht, dass auch sie es vor allem auf sein Vermögen abgesehen hat.

Man könnte sagen: Er hat Geld geerbt – und dafür gleich mehrere neue Freunde gefunden.

Nur leider sind diese Freunde ungefähr so ehrlich wie ein Gebrauchtwagenhändler mit einer kaputten Hupe.

Am Ende ist das Geld weg

Irgendwann platzt die Seifenblase.

Die Geschäfte erweisen sich als Schwindel, das Vermögen verschwindet und Stanglmayers Traum vom gesellschaftlichen Aufstieg ist beendet.

Was bleibt?

Seine alten Freunde – und die Erkenntnis, dass sie offenbar wesentlich mehr wert sind als der ganze vornehme Zirkus.

Was Thoma eigentlich sagen wollte

Hinter dem Humor steckt eine durchaus ernste Botschaft: Geld macht einen Menschen nicht automatisch glücklicher oder besser.

Stanglmayer scheitert vor allem daran, dass er wegen seines Reichtums unbedingt jemand anderes sein möchte.

Ludwig Thoma nimmt damit Eitelkeit, Geldgier und den Wunsch nach gesellschaftlicher Anerkennung aufs Korn.

Und genau deshalb wirkt die Geschichte erstaunlich zeitlos. Denn auch heute gibt es Menschen, die nach einem gewissen finanziellen Erfolg plötzlich glauben, dass Turnschuhe, Jeans und die alten Freunde nicht mehr standesgemäß sind.

Fazit

„Der Schusternazi“ ist eine humorvolle Geschichte über einen Mann, der reich wird und dabei beinahe den Verstand – und seine Freunde – verliert.

Am Ende muss er feststellen: Man kann sich zwar einen Adelstitel kaufen, aber echte Freunde gibt es nicht im Sonderangebot.

Und vielleicht ist das die wichtigste Lehre des Stücks: Schuster, bleib bei deinen Leisten – zumindest solange sie bequem sind.

Komödienstadel Bayerischer Rundfunk 1963


21.08.2026 – BR-Archiv: Die Halbstarken von Regenstauf

21. August 2026

Regenstauf in den frühen Sechzigerjahren. Damals gab es noch viele Wirtshäuser im Ort – und die jungen Männer waren das, was man damals Halbstarke genannt hat. Sie trugen eine Lederjacke und fuhren Motorrad oder Moped. Da sie immer im Rudel auftraten, waren sie teilweise gefürchtet.

Moped, Lederjacke und Blue Jeans waren die wichtigsten Statussymbole der Halbstarken Anfang der Sechziger.
So eiferten die Jugendlichen aus Regenstauf in der Oberpfalz berühmten Vorbildern wie Marlon Brando nach.

Ein historischer Rückblick auf die Jugendkultur und das Leben der Halbstarken in der Oberpfalz aus dem Jahr 1960:

Der Begriff Halbstarke bezeichnete in den 1950er und 1960er Jahren aufmüpfige, rebellische Jugendliche. Berühmt wurde in der Oberpfalz vor allem die Jugendgang „Die Bodenlosen“ aus Regenstauf, die 1960 durch ihre Lederjacken, getunten Mopeds und Trinkrituale Bekanntheit erlangte. [1, 2, 3, 4, 5]

„Die Bodenlosen“ war eine legendäre, trinkfeste Gruppe junger Motorrad- und Mopedfahrer im bayerischen Regenstauf (Oberpfalz) um 1960. Als lokale „Halbstarke“ trugen sie Lederjacken und Schmalzlocken nach dem Vorbild von Filmstars, gründeten einen eigenen Verein und wurden durch einen historischen BR-Retro-Filmbeitrag bundesweit bekannt.

Auch auf der Kirmes zeigten die Halbstarken aus den 60ern,was sie drauf hatten.

Siehe auch ARD Mediathek


02.08.2026 – Heute ist mein zweiter 10. Geburtstag

3. August 2026

Am 02.08.2016 fuhr ich um 3 Uhr in der Früh mit meinem geliebten „kleinen Schwarzen“ von Brunnen nach Bremgarten. Dies, weil meine Damalige unbedingt um 9 Uhr einen Kundentermin wahrnehmen wollte.

Quelle Aargauer Zeitung

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir bei Mike in Brunnen übernachtet. Aber ich war wieder viel zu nett. Und hatte mich überreden lassen doch noch zu fahren.

Wir hatten zu fünft Schweizer Nationalfeiertag 2016 in Brunnen am Urner See gefeiert. Und wie geschrieben, wäre es schlauer gewesen bei Mike zu übernachten. Denn um 3:30 Uhr rammte mich kurz vor Bremgarten bei Zufikon ein eingeschlafener Mercedesfahrer frontal auf meiner Spur.

Nachdem mir auf meiner Spur der Benz entgegenkam..

Als ich das Fahrzeug auf meiner Spur aus dem Tunnel auf meiner Spur entgegenkommen sah, legte ich mit dem Porsche Boxster sofort eine Vollbremsung hin. Ich stand. Und dann krachte es. Der Benz schob uns nach Polizeiauskunft durch die Wucht des Aufpralls 8 Meter den Berg rauf. Der Fahrer war kurz eingenickt und wachte erst beim Aufprall wieder auf.

… rettete uns der Boxster zwar das Leben, war aber dann leider Totalschaden.

Trotz Gurt war ich „halb“ durchgebrochen.  Dem Gurt folgend brach das linke Schlüsselbein, das Brustbein war angeknackst, die drei beweglichen Rippen rechts unten am Brustkorb durch, und der erste Lendenwirbel angebrochen und um 11 Grad geneigt.

Bei meiner damaligen Partnerin waren 3 Brustwirbel gebrochen. Sie bekam im Krankenhaus eine Stabilisierung operiert. Sonst war ihr glücklicherweise nicht mehr passiert.

Nur Bruchteil von Sekunden entschieden über Tod oder Leben. Hätte uns der Benz nicht frontal, sondern halb getroffen, wäre es wahrscheinlich um mich geschehen gewesen. Da der Benz den Boxster aber komplett frontal traf, konnte die vordere Aufprallzone die Energie abfangen. Die Fahrgastzelle und die Frontscheibe war unversehrt. Die Türen gingen auf. Auch alle Airbags lösten natürlich aus.

Seit Mike bei Bremgarten wohnt, bin ich seit dem unzählige Male an der Unfallstelle vorbeigefahren. Auch heute wieder. Einmal den Berg von Oberwil-Lieli kommend Richtung Tunnel und Kreisel Zufikon runter. Und einmal wieder rauf. Und jedesmal denke ich wieder an diese Nacht und kann die Stelle noch genau identifizieren.

Der Boxster hatte allerdings Totalschaden. Ich glücklicherweise nur einen Halbschaden. 2 Wochen lag ich im Spital Baden. Meine Partnerin 4 Wochen. Ich dann noch über 4 Wochen daheim im Bett.

Happy 10. Zweiter Geburtstag!


16.05.2026 – Geschichte: Winston Churchill in Puerto de la Cruz

16. Juni 2026

Puerto de la Cruz, es muss Ende der 1950er oder Anfang der 1960er Jahre gewesen sein, der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill befand sich auf der Terrasse der Diana, mit El Penitente im Hintergrund; es muss ein historischer Besuch gewesen sein…

Quelle Facebook

13.06.2026 – Der 88-jährige Plektrumkönig aus Bayern

13. Juni 2026

Aus dünnen Zelluloid- und Nylonplatten entstehen in Walters Keller seine „Spielblättla“, die in der Welt des Rock’n’Roll unverzichtbar sind. Seine Produkte spielen Gitarristen und Bassisten auf allen Kontinenten. Außerdem hat er Kontakt zu Sammlern, die aus aller Welt schreiben.

Der größte Auftrag: 150.000 Plektren für Eric Clapton, geprägt Tag und Nacht. Außerdem kennt sich Walter mit der Herstellung von Kolophonium aus Pinienharz aus. Im Bubenreuther Symphonieorchester werden Bratschen und Geigen mit genau diesem Kolophonium zum Klingen gebracht. Zwischen Stolz, Tradition und Nachwuchssorgen im Instrumentenbau zeigt Bubenreuth, warum dieser Ort für Musikgeschichte steht.

 Ein Film von Markus Dörnberger


10.06.2026 – WM2014: Deutschland vs. Brasilien

10. Juni 2026

Weil Morgen die WM in den USA beginnt, erinnert ich mal kurz an ein ganz spezielles Spiel. Das legendäre WM-Halbfinale 2014 zwischen Deutschland und Brasilien endete mit einem historischen 7:1-Sieg für Deutschland. [1]

Das Spiel fand am 8. Juli 2014 in Belo Horizonte statt und ging als eines der denkwürdigsten Ereignisse der Fussballgeschichte in die Geschichtsbücher ein.

Abfolge:

11. Minute: Thomas Müller erzielt nach einer Ecke das 1:0.

23. Minute: Miroslav Klose schiesst das 2:0 und wird damit zum alleinigen WM-Rekordtorschützen.

24. Minute: Toni Kroos erhöht mit einem harten Schuss auf 3:0.

26. Minute: Erneut Toni Kroos nach einem Ballgewinn zum 4:0.

29. Minute: Sami Khedira erhöht nach Zusammenspiel mit Özil auf 5:0.

69. Minute: Schürrle trifft zum 6:0.

79. Minute: Schürrle erzielt mit einem職wuchtigen Schuss unter die Latte das 7:0.

90. Minute: Oscar gelingt kurz vor Schluss der Ehrentreffer zum 7:1 für Brasilien.


18.05.2026 – Er verschlief und startete später…

18. Mai 2026

… das rettete wahrscheinlich sein Leben! Richard „Dick“ Lasher schoss das Foto seines Lebens! Ja, er überlebte den Vulkanausbruch des Mount St. Helen am 18.06.1980.

„Dick“ war aufgebrochen, um mit Campingausstattung und Motorrad den vor dem Ausbruch rumorenden Vulkan auf eigene Faust zu erkunden. Dass er verschlief, rettete wahrscheinlich sein Leben. Heute, vor 46 Jahren.


08.05.2026 – Sex in der Steinzeit – Pornos als Wandmalerei

8. Mai 2026

Schon vor Tausenden von Jahren malten unsere Vorfahren eindeutig zweideutige Bildchen an Wände und Felsen.

Dieses Bild zeigt eine berühmte Felsmalerei, die als „Der Kuss“ bekannt ist. [1, 2]

Das Kunstwerk befindet sich an der archäologischen Stätte Pedra Furada im Nationalpark Serra da Capivara im Nordosten Brasiliens. Hier sind einige Details dazu: [1, 2]

  • Alter: Die Malerei wird oft auf ein Alter von etwa 12.000 Jahren geschätzt. Manche Forscher vermuten sogar, dass sie bis zu 25.000 Jahre alt sein könnte.
  • Motiv: Es wird als eine der ältesten Darstellungen eines Kusses oder einer Zuneigungsbekundung zwischen zwei Menschen interpretiert.
  • Material: Die rote Farbe besteht hauptsächlich aus Eisenoxidpigmenten, die mit einer Flüssigkeit vermischt wurden.
  • Bedeutung: Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis für frühe menschliche Emotionen und soziale Bindungen, die in Stein festgehalten wurden. [1, 2, 3, 4, 5]

Die gesamte Region ist für ihre tausenden von Felsmalereien bekannt, die Szenen aus dem prähistorischen Alltag wie Jagd, Rituale und eben auch Momente der Zärtlichkeit zeigen. [1]

Das Bild zeigt eine berühmte prähistorische Felsmalerei, die allgemein als „The Sex“ oder „O Sexo“ bekannt ist. Sie befindet sich im Nationalpark Serra da Capivara im Bundesstaat Piauí, Brasilien, einer Region, die für eine der weltweit größten und bedeutendsten Ansammlungen von Felskunst bekannt ist.Wichtige Details zur Malerei

Fundort: Die spezifische Darstellung stammt aus der Fundstelle Toca do Sobradinho I innerhalb des Parks.

Alter: Schätzungen zufolge ist die Malerei etwa 10.000 bis 12.000 Jahre alt.

Darstellung: Das Bild zeigt zwei menschliche Figuren in einer expliziten sexuellen Handlung. Während solche Szenen von westlichen Betrachtern oft als obszön wahrgenommen werden, interpretieren Archäologen sie als Darstellung der menschlichen Sexualität und Fruchtbarkeit in der Urzeit.

Bedeutung: Zusammen mit anderen berühmten Malereien im Park, wie zum Beispiel „Der Kuss“ (O Beijo), dient sie als wichtiger Beleg für die kulturelle und soziale Komplexität der frühen Bewohner Amerikas.

Der Nationalpark Serra da Capivara wurde aufgrund dieser außergewöhnlichen archäologischen Funde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.Möchtest du mehr über andere berühmte Felsmalereien im Nationalpark Serra da Capivara erfahren?


07.05.2026 – Verdammt lang her! Schweiz 1976

7. Mai 2026

Ich schrieb ja kürzlich über meine Erinnungen auf der Fahrt nach Solothurn und hinauf zum Weissenstein.

Nun habe ich beim „Durchräumen“ Münzen und Scheine gefunden, welche den Zeitraum eingrenzen lassen.

In einer Schatulle fand ich ein Kuvert mit Schweizer Franken Scheinen und ein paar Münzen. Der Franken ist aus 1974. Die letzte Französische Franc Münze ist von 1976. Also war ich damals bei unserem ersten Schweiz-Besuch etwa 9 oder 10 Jahre alt.

1/2 Franz. Franc von 1976

Auch ein paar Schweizer Franken Scheine fand ich. Laut Recherche handelt es sich um die 6. Serie, welche 1976 erstmals ausgegeben wurde.

Die Münze ist noch unverändert im Umlauf. Die Scheine dieser Serie wurden bereits im Jahr 2000 zurückgerufen und können im Alltag (z. B. in Geschäften) nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel verwendet werden.

Entgegen früherer Regelungen können Banknoten ab der 6. Serie seit Anfang 2020 zeitlich unbegrenzt zum vollen Nennwert umgetauscht werden. Ein Umtausch ist direkt bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Bern und Zürich oder bei deren Agenturen (oft Kantonalbanken) möglich.

Der Schweizer Franken lag übrigens 1976 bei exakt 1 Mark. Trotzdem empfand mein Vater so ziemlich alles als viel teurer.

Ich bekam übrigens eine „Spielzeug Bergbahn“ vom Onkel geschenkt. Diese habe ich leider nicht mehr. Sehr Schade.

Somit lässt sich das Jahr unseres ersten Besuchs in der Schweiz bei Onkel und Tante in Solothurn auf 1976 eingrenzen.


27.04.2026 – 40 Jahre Super-GAU Tschernobyl

27. April 2026

Vor exakt 40 Jahren passierte der GAU im Russischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Am 25.04.1984 um 23:32 Uhr (MEZ). Jeder weiss heute noch wo er an diesem Tag war und was er gemacht hatte. Ich war am Guggenberger Weiher bei Obertraubling. Wir spielten Volleyball und sonnten uns in der Frühlingssonne. Erst Tage später gaben die Russen zu, dass eine radioaktive Wolke über Europa hinwegzog und gerade auch über uns während eines Gewitter abregnete. Herzlichen Glückwunsch!

Heute diskutieren Politiker wieder auf Atomkraftwerke zu setzen. Was Blödsinn ist, weil es gar keine ausgebildeten Fachkräfte mehr gibt. Es dauert mindestens 10 Jahre um Neue auszubilden. Deutschland besitzt weder nennenswerte Uranvorkommen noch Anreicherungsanlagen. Uranstäbe kommen aus Russland, Kanada und Australien. Tatsächlich gehen aber russische Heizstäbe an Frankreich. Atom? Nein Danke!

ZDF Bericht zum 40-jährigem Jubiläum

Wer betreibt heute noch Atomkraftwerke vom Typ tschernobyl:

Atomkraftwerke vom Typ RBMK-1000 (der Reaktortyp, der in Tschernobyl verwendet wurde) werden heute ausschließlich in Russland betrieben.

Betreiber: Die Kraftwerke werden vom russischen Staatskonzern Rosenergoatom (Teil von Rosatom) betrieben.
Anzahl: Nach aktuellen Daten (Stand Februar 2024) sind noch sieben RBMK-1000-Reaktoren an drei Standorten in Russland am Netz.

Standorte:
Kursk (Kursk I und II)
Smolensk
Sosnowy Bor (Leningrad, nahe St. Petersburg)

Wichtige Hinweise:
Das ursprüngliche Kernkraftwerk Tschernobyl selbst wurde im Jahr 2000 stillgelegt und ist nicht mehr in Betrieb.
Die noch laufenden RBMK-Reaktoren wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl nachgerüstet, um die Sicherheit zu erhöhen.
Der letzte RBMK-Reaktor soll voraussichtlich im Jahr 2034 stillgelegt werden.

Weitere Infos zur Tschernobyl Katastrophe