30.03.2026 – Die Alhambra: Das Haus der Nasriden

30. März 2026

Im 14. Jahrhundert hat auf der Iberischen Halbinsel die Wiedereroberung muslimischer Herrschaften durch christliche Könige längst eingesetzt. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Damit sich die Nachwelt an Yusuf I. und das Haus der Nasriden erinnert, lässt er hoch über Granada einen Palast errichten, der zu den Juwelen islamischer Baukunst zählt: die Alhambra.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hat auf der Iberischen Halbinsel die Reconquista, die Wiedereroberung muslimischer Herrschaftsgebiete durch christliche Könige, längst begonnen. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Seit dem frühen 8. Jahrhundert herrschen sie im Süden des heutigen Spaniens.

In Granada ist es im 14. Jahrhundert das Herrscherhaus der Nasriden. Nach einer vernichtenden Niederlage beschließt der Nasride Yusuf I., der Nachwelt einen Palast zu hinterlassen, der die Erinnerung an die glanzvolle Zeit der Muslime in Stein verewigt. Er und sein Sohn Muhammad V., der den berühmten Löwenhof errichten lässt, beauftragen mit der Ausführung und Überwachung des Baus ihren Wesir Ibn al-Khatib und dessen Schüler Ibn Zamrak.

Die Verse der beiden Dichter zieren noch heute die Wände dieses Juwels islamischer Baukunst.
Über den Bau der Alhambra kommt es zu einem Zerwürfnis dieser Männer, das in der Flucht Ibn al-Khatibs, seiner späteren Verurteilung zum Tod und der Verbrennung seiner Bücher endet.
Die Aufzeichnungen des Universalgelehrten Ibn al-Khatib über Granada und den Bau der Alhambra im 14. Jahrhundert bilden die Grundlage dieser filmischen Reise hinter die Mauern eines der schönsten und geheimnisvollsten Bauwerke der Welt.

Für die zentrale Rolle des Ibn al-Khatib konnte der aus Ägypten stammende Hollywoodschauspieler Amr Waked gewonnen werden. Das Dokudrama will die architektonische, religiöse und kulturelle Bedeutung der Alhambra entschlüsseln und eines der goldenen Zeitalter europäischer Geschichte würdigen.

Dokumentarfilm von Isabel Fernández (E 2021, 87 Min)

#alhambra #andalusien #palast
Video verfügbar bis zum 31/05/2026

Übrigrns: Ende Oktober sind wir in Malaga und Granada.


15.03.2026 – Ausflug zum Teide 1927

15. März 2026

Das Foto wurde von einem Negativ und dem dazugehörigen Umschlag erhalten; darauf befindet sich die Notiz: Ausflug zum Teide, 1927.

Wilde Fahrzeuge, wilde Strassen, ein Abenteuer.

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14.03.2026 – Das vergessene Erbe der arabischen Heilkünste ARTE Dok

15. März 2026

Kann das Wissen von Al-Kindi, Al-Razi oder Avicenna neue Perspektiven für die Medizin der Zukunft eröffnen? Von Fès über Rabat und Istanbul bis nach Straßburg begibt sich ein Wissenschaftsteam auf die Spur vergessener Manuskripte der arabischen Medizin des Mittelalters. Der Dokumentarfilm schlägt eine Brücke zwischen den Gelehrten früherer Jahrhunderte und heutigen Forschenden.

Können alte Heilkünste den Weg für innovative Therapien ebnen? In den Bibliotheken von Fès, Rabat und Istanbul entdecken französische Forscher ein faszinierendes Kapitel der Wissenschaftsgeschichte neu: die arabische Medizin des Mittelalters. Zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert legten Gelehrte wie Al-Kindi, Al-Razi, Avicenna oder Geber mit systematischen Beobachtungen, Experimenten und sorgfältigen Aufzeichnungen die Grundlagen der modernen Pharmakologie. Ihre lange verkannten oder gar verdrängten Schriften zeugen von einer erstaunlich modernen Denkweise, die auf einem experimentellen, streng klinischen Ansatz basiert.

Diese Wiederentdeckung bildet den Ausgangspunkt einer außergewöhnlichen Forschungsarbeit. Historiker, Biologen und Chemiker des CNRS bündeln ihren Sachverstand, um dieses vergessene Wissen neu zu erschließen. Die Dokumentation wandelt kontinuierlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei wird deutlich: Die Werkzeuge der Wissenschaft haben sich verändert, ihre Methode ist jedoch dieselbe geblieben – beobachten, vergleichen, experimentieren.
In Bibliotheken entschlüsseln die Forscher arabische Texte des Mittelalters, in Laboren prüfen sie die Hypothesen der einstigen Gelehrten. Ein von Avicenna beschriebenes Mittel gegen Hautinfektionen bildet das Herzstück der Untersuchung und steht sinnbildlich für die Weitergabe von jahrhundertealtem Wissen. Zugleich stellt die Dokumentation grundlegende Fragen: Warum wurde dieses Wissen aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt? Weshalb blieb das goldene Zeitalter der arabischen Medizin im Westen so lange unbeachtet?

Dokumentarfilm von Mathieu Schwartz und Anaïs Van Ditzhuyzen (F 2025, 90 Min)

#medizin #heilkunst #doku
Video verfügbar bis zum 27/10/2026

https://www.arte.tv/de/videos/118234-000-A/das-vergessene-erbe-der-arabischen-heilkunst/


14.03.2026 – Gier und Verderben – Öl. Macht. Geschichte (2/2) ARTE

15. März 2026

Teil 1 der Dokumentation findet man hier.


13.03.2026 – Öl. Macht. Geschichte (1/2) | Doku HD Reupload | ARTE

14. März 2026

Teil 2 der Dokumentation findet man hier


07.03.2026 – Raquel Welch drehte am Teide

7. März 2026

Die weltberühmte US-Schauspielerin und das Sexsymbol der 1960er/70er Jahre drehte einen ihrer bekanntesten Filme, „Eine Million Jahre vor unserer Zeit“ (1966), in der markanten Vulkanlandschaft des Teide-Nationalparks auf Teneriffa. Raquel Welch verstarb im Februar 2023.

Die schöne Schauspielerin Raquel Welch in Las Cañadas del Teide, Teneriffa

Raquel Welch drehte am Teide

Raquel Welch drehte 1966 im Teide-Nationalpark auf Teneriffa den berühmten Steinzeitfilm „One Million Years B.C.“ (Geköpft, eine Million Jahre vor unserer Zeit). In ihrem ikonischen Ziegenfell-Bikini sorgte sie als „Loana“ für Aufsehen. Die mondähnliche Landschaft um die „Roques de García“ diente als perfekte Kulisse.

Film: „One Million Years B.C.“ (1966).
Drehort: Teide Nationalpark, insbesondere bei den „Roques de García“.
Bedeutung: Es war eine der ersten großen Hollywood-Produktionen auf Teneriffa.
Raquel Welchs Rolle: Ihr Auftritt im Fellbikini machte sie über Nacht zum internationalen Sexsymbol.

Der Teide-Nationalpark auf Teneriffa ist aufgrund seiner bizarren Vulkanlandschaft seit Jahrzehnten ein beliebter Drehort für internationale Produktionen.

Mehr Informationen zu Raquel Welch hier


24.02.2025 – Don Juan de Austria: Messina und Regensburg

24. Februar 2026

In Regensburg steht beim Rathaus eine Kopie der Bronzestatue von Don Juan de Austria. Dem wohl berühmtesten Helden der Stadt aus Sicht der Spanier, weil er neben vielen anderen Erfolgen in kriegerischen Auseinandersetzungen, die Schlacht bei Lepanto über Ali Pascha gewann. Er ist aber auch der meistverachtetste Sohn der Stadt Regensburg, weil er zwar in Regensburg geboren wurde (und das noch unehelich), aber nie in seine Geburtsstadt zurückkehrte.

Das Original aus 1573 steht in Messina

Das Denkmal für Don Juan de Austria in Messina, 1572 vom Senat der Stadt in Auftrag gegeben, ist eine Bronzestatue von Andrea Calamech, die den Sieg in der Seeschlacht von Lepanto (1571) würdigt. Sie steht heute auf der Piazza dei Catalani, zeigt den Admiral in Rüstung mit dem Fuß auf dem Kopf eines besiegten Feindes und symbolisiert den Triumph der Heiligen Liga.

Ursprünglich 1573 in der Nähe des Königspalastes errichtet, wurde das Denkmal nach Zerstörungen durch Aufstände (1674-1678) und Erdbeben (1783, 1908) mehrfach versetzt, bevor es 1928 an seinen jetzigen Standort kam.

Die Statue zeigt den jungen Anführer in spanischer Rüstung, mit dem Kommandostab in der Hand. Unter seinem Fuß liegt der Kopf des osmanischen Kapitäns Müezzinzade Ali Pascha.

Seine Galeere attackierte am 07.10.1571 hob zwei weiteren Galeere geschoben direkt die Admiral Galeere von Ali Pascha. Obwohl er seiner Mannschaft befohlen hatte Ali Pascha lebend gefangen zu nehmen, um eine bessere Verhandlungsbasis wegen der Osman-Kriegen zu bekommen, stürmten etwa 200 Männer sofort nach der heftigen Kollision die Galeere. Ali Pascha wurde trotz schwerer Gegenwehr seiner Leibgarde von Musketenkugeln tödlich getroffen.

Ali Paschas Flaggschiff, die Sultana, lieferte sich ein direktes Duell mit dem Flaggschiff der Heiligen Liga, der Real, die von Don Juan de Austria kommandiert wurde.

Während des blutigen Nahkampfs an Bord der Sultana wurde Ali Pascha durch einen Schuss (vermutlich Arkebuse) am Kopf getroffen.

Entgegen dem Wunsch von Don Juan de Austria, der von der Brutalität angewidert gewesen sein soll, wurde Ali Paschas Kopf auf eine Pike gesteckt und auf dem Mast der Real zur Schau gestellt.

Ali Pascha’s Tod markierte das Ende der osmanischen Dominanz im Mittelmeer und war ein entscheidender psychologischer Moment in dieser berühmten und grössten Schlacht im Mittelmeer.

Eine Schlachtbeschreibung findet man hier.

Die Kopie der Statue von Don Juan de Austria in Regensburg

Regensburg betrachtet Don Juan de Austria (geboren 1547 im Goldenen Kreuz) als berühmten, wenn auch historisch umstrittenen Sohn der Stadt. Er wird als illegitimer Sohn Kaiser Karls V. und Barbara Blombergs gesehen, der zum „Held der Christenheit“ nach der Schlacht von Lepanto aufstieg. Ein 1978 errichtetes Denkmal am Zieroldsplatz ehrt ihn, ist jedoch wegen seiner Rolle umstritten. Die Statue wurde immer wieder kritisiert, weil Don Juan auf einem „Türkenschädel“ stehe und dies heute nicht mehr in die Zeit passen würde. Der historische Blick des damals für Spanien (und Europa) wichtigen Sieges wird dabei ausgeblendet.

Im Gegensatz zur Regensburger Sicht der Dinge ist die Seeschlacht von Lepanto (1571) ist fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts in Spanien. Da sie als einer der bedeutendsten militärischen Siege unter der Herrschaft von Philipp II. gilt, wird sie im Rahmen der spanischen Geschichte der Frühen Neuzeit behandelt

Sekundarstufe (ESO): Im Fach „Geographie und Geschichte“ wird die Schlacht meist im zweiten oder dritten Jahr thematisiert, wenn der Aufstieg und die Vorherrschaft des Spanischen Weltreichs (Monarquía Hispánica) im 16. Jahrhundert auf dem Plan stehen.

Abiturphase (Bachillerato): Im zweiten Jahr des Bachillerato ist „Geschichte Spaniens“ ein Pflichtfach. Hier wird Lepanto als entscheidender Wendepunkt im Konflikt mit dem Osmanischen Reich und zur Sicherung der christlichen Vorherrschaft im Mittelmeer gelehrt.

Kulturelle Bedeutung: Oft wird im Unterricht auch die Verbindung zu Miguel de Cervantes hergestellt. Der „Don Quijote“-Autor kämpfte in der Schlacht, wurde dort verwundet und verlor die Beweglichkeit seiner linken Hand, was ihm den Beinamen „Der Einarmige von Lepanto“ (El Manco de Lepanto) einbrachte.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.


03.02.2026 – Doku: Die Regensburger Donauinseln (1986)

3. Februar 2026

Es ist immer wieder sehr spannend, was sich seit 1986 (vor jetzt 40 Jahren) in Regensburg alles verändert hat. Damals plante man noch eine Kongresshalle am Donaumarkt, Autos befuhren die Steinerne Brücke. Ich dachte schon, dass ich mich am Steuer des beigen Polo sitzen sah. Aber das Auto hat ein Land-Kennzeichen.

Die Steinerne war damals 850 Jahre alt, ein grosses Hotel sollte auf die Wördinsel gebaut werden, eine 2-Meter hohe Flutschutzmauer sollte Spitalgarten und das Ufer Stadtamhof verschwandeln. Auch sonst ist viel zu entdecken, was es damals noch gab.


22.01.2026 – In 1001 Nacht geht es um Gerechtigkeit und Ehre

22. Januar 2026

Ein ungerechte Mensch genießt keine Achtung und verdient sich keine Ehre von seinen Mitmenschen.

Tausendundeine Nacht (arabisch ألف ليلة وليلة, DMG alf laila wa-laila, persisch هزار و يک شب, DMG hazār-u yak šab) ist eine Sammlung von mehr als 550 Geschichten (→ Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten) aus dem arabischen, persischen und indischen Kulturraum. Das Werk ist ein Klassiker der Weltliteratur.

Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht umfassen verschiedene Genres, darunter Liebesgeschichten, Abenteuergeschichten und Anekdoten, bis hin zu Schilderungen mit offenem erotischen Charakter. Das ursprüngliche Werk ist nicht erhalten. Als älteste (nur teilweise erhaltene) Handschrift gilt die Galland-Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche der Erzählungen finden sich auch in anderen Erzähl- und Märchensammlungen der klassischen arabischen und persischen Literatur.

Aus Sicht der frühesten arabischen Leser hatte das Werk den Reiz der Erotik, es stammt für sie aus einem mythischen „Orient“. Das Strukturprinzip der Rahmengeschichten sowie einige der enthaltenen Tierfabeln weisen auf einen indischen Ursprung hin und stammen vermutlich aus der Zeit um 250 n. Chr. Eine indische Vorlage ist nicht überliefert, was allerdings auch für viele andere indische Texte aus dieser Zeit gilt. So wird zwar ein indischer Ursprung vermutet, aber dass der Kern der Erzählungen aus Persien stammt, kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass zwischen dem indischen und dem persischen Kulturraum zu jener Zeit enge Beziehungen bestanden.

Beispiel für das Thema Gerechtigkeit: Die himmlische Vergeltung

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_himmlische_Vergeltung


20.12.2025 – Buch: Jeromin – Don Juan de Autria

20. Dezember 2025

Weil kulttouren gerade über den Josef Habbel Verlag (Regensburg) schrieben: Vor zwei Wochen fand ich die Deutsche (!!!) Übersetzung der Biografie von Don Juan de Austria. Und zwar im Original in Spanisch geschrieben von Pater Luis Coloma (* 9. Januar 1851 in Jerez de la Frontera; † 11. Juni 1915 in Madrid).

Jeromin. Don Juan de Austria. Roman eines großen Lebens aus dem 16 Jahrhundert von P. Luis Coloma Verlag: Regensburg, Druck und Verlag von Josef Habbel.

Bisher kannte ich nur die Englische Übersetzung von Lady Moreton von „The Story of Don Juan de Austria“ aus dem Gutenberg Projekt. Und diese hatte ich auch genau letztes Jahr auf Teneriffa gelesen.

https://www.gutenberg.org/files/53383/53383-h/53383-h.htm


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