16.04.2026 – Teneriffa: Ab nach Las Teresitas

16. April 2026

Meine dritte Heimat schätze ich schon allein deshalb, weil man hier alle Jahreszeiten (bis auf Herbst) findet. Das ganze Jahr. Seit Wochen hat es stabile Nordlage. Das heisst kühle Luft kommt stetig vom Norden her.

Der Blick über das Orotava-Tal. Hier staut sich (noch) die Nordwetterlage.

Diese feuchte, kühle Luft prallt dann auf die langgezogene Bergkette der Insel und regnet ab. Vom Urwald des Anaga-Gebirge über die Canadas des Teide-Nationalparks bis zum Teno-Gebirge. Es stauen sich dichte Wolken und es nieselt oder regnet gleichmässig auf der Nordseite.

Auf der anderen südlichen Seite hat es Fönlage! Und es windet anständig von San Andres über Candelaria, Granadilla (dort stehen auch Windkraftanlagen) bis El Medano, dem Surfer- und Kiter-Hotspot. Nur bei den Berg Pässen bei La Laguna und beim Teno-Pass kommen Wolken durch.

Mike&Natalie am Checkin des TFN

Heute änderte sich die Wetterlage endlich. Der Nordwand liess nach. Und sofort gab es in Puerto de la Cruz Wolkenlücken. Und die Temperatur stieg merklich an. Bereits vormittags gab es 19 Grad. Als ich Mike&Natalie zum TFN brachte, riss am Pass bei La Laguna die Wolkendecke auf und der blaue Himmel kam durch.

Also lieferte ich die Zwei am Airport ab und fuhr nochmal nach PDLC zurück, um meine Badeklamotten zu holen. Danach fuhr ich durch Santa Cruz raus nach Dan Andres zum Playa Las Teresitas. Der Saharastrand der Theresien.

Las Teresitas ist der Hausstrand der „Santa-Cruzis“. Absolut ruhig, gemütlich, untouristisch, kinderfreundlich. Es hat 5 Strandabschnitte. Diese besitzen jeweils einen Restaurantbereich.

Dort werden auch die Strandliegen und Schirme zu absoluten Kommoden 6 Euro vermietet. Zwei Liegen und ein Schirm wohlgemerkt 6 Euro. Aber Vorsicht! Immer erst vorher fragen! Ich bin auch schon mal reingefallen (an der 4. Hütte) und hab das 3fache bezahlt.

Gegen 11:30 Uhr war ich bei Hütte 3, besorgte mir zuerst einen Milchkaffee und dann Liegen und Schirm. Dort blieb ich bis etwa 14 Uhr. Der Nordwind fing dann böig aufzufrischen. Und der verteilt dann den feinen Sand überall am Körper.

Playa las Teresitas von oben. Den Hang hinauf wächst San Andres. Im Hintergrund Santa Cruz.

Also packte ich meine Sachen und fuhr das erste Mal hinauf, um eines dieser fantastischen Fotos von der Playa Las Teresitas zu schießen, welche ich schon ein paar Mal in den Socials gesehen hatte.


15.04.2026 – Bayern gewinnt!!

15. April 2026

.. Und wir sind im Café del Mar.


15.04.2026 – Teide Nationalpark – Gelber Ginster

15. April 2026


12.04.2026 – Masca im Teno-Gebirge

12. April 2026

Fantastische Farben und Szenerie gegen Abend. Wir waren fast alleine auf den kurvigen engen Strassen unterwegs. Oben in den Wolken, unten in der Sonne. Mit Regenbogen und blühendem wohlriechenden weissen Ginster.


08.04.2026 – POD – Rückblick mit 180 Grad Drehung

8. April 2026

Lago Martianez – Puerto de la Cruz – Tenerife – Winter 2025/26

Hotel Vallemar, Teide, Sunset, Lago Martianez

Der Lago Martianez ist eine Freizeit Anlage in Puerto de la Cruz, welche vom Künstler und Architekten Cesar Manrique gestaltet wurde, um den Tourismus zu fördern.

Die Anlage umfasst verschieden grosse und tiefe Salzwasser Ecken und Kunstwerke von Cesar Manrique, sowie Restaurants und Cafés.


07.06.2026 – Teneriffa: Der Sommer, als der Teide wieder brüllte

7. April 2026

Es war der 9. Juni 1798, und während die Nachwirkungen der Französischen Revolution noch in ganz Europa nachhallten, begann auf der Insel Teneriffa die Erde mit einer Wucht zu beben, die die Einheimischen seit fast einem Jahrhundert nicht mehr erlebt hatten. Nicht der gewaltige Gipfel des Teide spie Feuer, sondern sein kleinerer Bruder, der Pico Viejo, auch bekannt als Chahorra.

Drei Monate lang öffneten sich die sogenannten „Nasen des Teide“ und gaben den Blick frei auf ein Schauspiel von erhabener und zugleich furchterregender Schönheit.

Für die Bauern Teneriffas im späten 18. Jahrhundert war der Ausbruch nicht nur ein geologisches Phänomen; er war eine göttliche Botschaft. Chroniken jener Zeit berichten von spontanen Prozessionen und Gebeten in nahegelegenen Dörfern wie Guía de Isora und Vilaflor.

  • Das Dröhnen: Der Lärm der Explosionen war auf der ganzen Insel und sogar auf den Nachbarinseln zu hören. Es war kein gleichmäßiges Geräusch, sondern ein rhythmisches Grollen, das an schweres Artilleriefeuer aus dem Erdinneren erinnerte.
  • Die ewige Nacht: Die Aschewolken waren so dicht, dass die Sonne, einigen Berichten zufolge, an manchen Tagen wie eine verblasste Kupfermünze aussah und die Menschen gezwungen waren, mittags Kerzen anzuzünden.

Gab es Vergleichswerte? Natürlich. Die Angst von 1798 wurde durch die kollektive Erinnerung an den Ausbruch des Trevejo im Jahr 1706 genährt, der den einst blühenden Hafen von Garachico unter sich begraben hatte.

„Die Menschen blickten zu den Berggipfeln und fürchteten, dass Feuerströme zur Küste hinabfließen und die Tragödie wiederholen würden, die Jahrzehnte zuvor das Handelsjuwel der Insel vernichtet hatte.“

Anders als bei Garachico blieb die Lava von Chahorra in der riesigen Caldera von Las Cañadas „gefangen“, doch das orangefarbene Leuchten am Nachthimmel erinnerte alle daran, dass sie auf einem Riesen lebten, der nur schlief.

Trotz der Angst war 1798 anders. Es war die Blütezeit der Aufklärung, und während einige beteten, beobachteten andere mit Teleskopen, machten sich Notizen und zeichneten zum ersten Mal das Naturschauspiel.

Nur ein Jahr nach dem Ende des Ausbruchs, 1799, besuchte der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt die Insel und wanderte auf den noch warmen Lavaströmen von Chahorra. Er bestaunte die Zusammensetzung des Gesteins und die gewaltigen Spalten, aus denen das Magma ausgetreten war. Es war einer der ersten Momente, in denen der Teide aufhörte, nur ein Ort der Guanchen-Legenden (Echeyde, die Wohnstätte von Guayota) zu sein, und zu einem natürlichen Labor für die moderne Welt wurde.

Wenn man heute den Teide-Nationalpark besucht, sind die schwarzen, zerklüfteten Lavafelder entlang der Straße im Gebiet der Narices del Teide die stummen Zeugen jenes Sommers. Was wir heute voller Ehrfurcht und Frieden fotografieren, war 1798 eine brutale Mahnung, dass die Natur nicht um Erlaubnis fragt, sich zu verändern.

Carlos Cólogan Soriano
Chronik 18 von Teneriffa


30.03.2026 – Teneriffa: Eine Reportage aus den späten 80ern

30. März 2026

… vermute ich schwerstens. Imposanter Mittelpunkt der größten Kanareninsel ist der Teide, mit beinahe 4000 m der höchste Berg Spaniens. Bizarre Kraterlandschaften mit tiefen Schluchten, aber auch liebliche Täler zeichnen das Bild. Hervorzuheben ist das Orotava-Tal, in dem das Städtchen La Orotava mit kolonialem Charme und besonders farbenfrohen Festen sowie die Hafenstadt Puerto de la Cruz mit ihrer wechselvollen Vergangenheit bezaubern.

Weiter führt die Film-Reise nach Los Christianos und die Playa de las Americas. Sehenswert ist die lebhafte Haupt- und Hafenstadt Santa Cruz de Tenerife. Frühere Hauptstadt sowie Universitäts- und Bischofssitz mit prachtvollen Herrenhäusern im kanarischen Stil ist La Laguna.


30.03.2026 – Die Alhambra: Das Haus der Nasriden

30. März 2026

Im 14. Jahrhundert hat auf der Iberischen Halbinsel die Wiedereroberung muslimischer Herrschaften durch christliche Könige längst eingesetzt. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Damit sich die Nachwelt an Yusuf I. und das Haus der Nasriden erinnert, lässt er hoch über Granada einen Palast errichten, der zu den Juwelen islamischer Baukunst zählt: die Alhambra.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hat auf der Iberischen Halbinsel die Reconquista, die Wiedereroberung muslimischer Herrschaftsgebiete durch christliche Könige, längst begonnen. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Seit dem frühen 8. Jahrhundert herrschen sie im Süden des heutigen Spaniens.

In Granada ist es im 14. Jahrhundert das Herrscherhaus der Nasriden. Nach einer vernichtenden Niederlage beschließt der Nasride Yusuf I., der Nachwelt einen Palast zu hinterlassen, der die Erinnerung an die glanzvolle Zeit der Muslime in Stein verewigt. Er und sein Sohn Muhammad V., der den berühmten Löwenhof errichten lässt, beauftragen mit der Ausführung und Überwachung des Baus ihren Wesir Ibn al-Khatib und dessen Schüler Ibn Zamrak.

Die Verse der beiden Dichter zieren noch heute die Wände dieses Juwels islamischer Baukunst.
Über den Bau der Alhambra kommt es zu einem Zerwürfnis dieser Männer, das in der Flucht Ibn al-Khatibs, seiner späteren Verurteilung zum Tod und der Verbrennung seiner Bücher endet.
Die Aufzeichnungen des Universalgelehrten Ibn al-Khatib über Granada und den Bau der Alhambra im 14. Jahrhundert bilden die Grundlage dieser filmischen Reise hinter die Mauern eines der schönsten und geheimnisvollsten Bauwerke der Welt.

Für die zentrale Rolle des Ibn al-Khatib konnte der aus Ägypten stammende Hollywoodschauspieler Amr Waked gewonnen werden. Das Dokudrama will die architektonische, religiöse und kulturelle Bedeutung der Alhambra entschlüsseln und eines der goldenen Zeitalter europäischer Geschichte würdigen.

Dokumentarfilm von Isabel Fernández (E 2021, 87 Min)

#alhambra #andalusien #palast
Video verfügbar bis zum 31/05/2026

Übrigrns: Ende Oktober sind wir in Malaga und Granada.


25.03.2026 – Teneriffa: Inselrat ruft höchste Alarmstufe aus und aktiviert Militär-Notfallhilfe

25. März 2026

📢 Der Inselrat von Teneriffa hat für den Norden der Insel die höchste Alarmstufe ausgerufen, die Notfallstufe auf 2 erhöht und die Militärische Notfalleinheit (UME) aktiviert.

Der Inselrat von Teneriffa hat den Notfallplan (PEIN) aktualisiert und ihn aufgrund der Verschärfung des Sturms Therese und der zunehmenden Unwetter auf der Insel ab Dienstag, dem 24. März, 20:40 Uhr, auf Notfallstufe 2 angehoben.

„Diese Entscheidung ist notwendig, um angesichts dieses außergewöhnlichen Ereignisses entschlossen zu handeln“, erklärte die Präsidentin des Inselrats, Rosa Dávila.

„Wir befinden uns in einer extremen Gefahrensituation. Die Intensität der Regenfälle und die Entwicklung des Sturms zwingen uns zu weiteren Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.“

„Wir bitten die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben, unnötige Reisen zu vermeiden und den Anweisungen der Rettungsdienste unbedingt Folge zu leisten. In dieser Zeit rettet Vorsicht Leben.“ ⚠️

Die Entscheidung fiel, nachdem die staatliche Wetterbehörde (AEMET) eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe (höchste Gefahrenstufe) wegen Starkregens herausgegeben hatte. Es wurden Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter und Stunde erwartet, was die Lage als extrem gefährlich einstufte. 🌧️🔴

In Gebieten wie Tacoronte, Mesas del Mar und der Metropolregion fielen durch die #Regenfälle bereits über 80 Liter pro Quadratmeter und Stunde. Es wurden über 500 Vorfälle gemeldet.

Angesichts der Schwere der Lage hat der Inselrat die Regierung der Kanarischen Inseln aufgefordert, den regionalen Notstand auszurufen und die Militärische Notfalleinheit (UME) zur Verstärkung der Einsatzkräfte auf der Insel einzusetzen. 🚒🟡

Weitere Informationen ⬇️
https://www.diariodetenerife.info/cabildo-declara-alerta-maxima-en-norte-tenerife-sube-nivel-2-emergencia-y-activa-ume/


25.03.2026 – Teneriffa mit stärksten Unwettern seit über 30 Jahren

25. März 2026

UPDATE: Inselrat erhöht Alarmstufe

Mit Erschrecken verfolge ich seit 3 Stunden, was im Norden der Insel abgeht. Sturmtief Theresa zieht westlich der Kanaren vorbei und trifft auf La Palma, Gran Canaria und eben Teneriffa.

Seit Stunden zieht ein heftiger Gewittersturm über die Insel. Mit heftigen Niederschlägen über Santa Cruz, Anaga-Gebirge, La Laguna, El Sauzal, El Pris, La Orotova, Los Realejos und Puerto de la Cruz.

Die Inselregierung hat um 22 Uhr Alarm ausgelöst und auf den Mobiltelefone informiert.

Die Notfall Einsatzkräfte befinden sich im Dauereinsatz. Strassen und Plätze sind bereits überflutet. Manche Kanalsysteme können die Wassermenge von 80-120mm pro Quadratmeter nicht aushalten.

In Puerto de la Cruz mussten sich in einer überfluteten Unterführung 5 britische Touristen auf das Dach eines Shuttlebusses flüchten.

Der Plaza del Charco ist ebenso überflutet. Charco heisst übrigens „Pfütze“.

Puerto de la Cruz – Plaza del Charco

Beeindruckende Fotos aus Garachico

Weiter Videos unter „Shorts“ in meinem Youtube Kanal


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