Auf Khao Lak war ich mit Nanee zwei Mal. Einmal hatten wir Ruedi überrascht. Beim zweiten Mal trafen wir Kornelia und Jochen. Das Restaurant kenne ich natürlich gut und wir waren auch beide Male dort zum Essen. Muss nachsehen. 2009 glaub ich.
Gerade fand ich das Fotobuch, das Ruedi 2009 von Khao Lak gemacht hatte. Hier ein paar Seiten davon.
Wouter wohnt im Kokotel Khao Lak. Das befindet sich direkt neben dem Nang Thon Beach Resort vom gemeinsamen Urlaub mit Ruedi. Der Resort ist sehr international.
Kornelia&Jochen wohnten im „Sensimar Khao Lak Beachfront Resort“ nicht weit davon. Dieser Resort ist fest in Deutscher und Österreicher Hand.
Auf einem meiner Laptops bestehen die Hintergrundbilder aus einigen wenigen Fotos meiner Weltreise aus 2018. Und nur die Hälfte davon hatte ich danach auf Flickr geladen. Eines der Bilder, das mich immer wieder beim zufälligen Erscheinen auf dem Bildschirm packt, ist das Foto unten. Ich liebe Fotos, die nicht gestellt sind, sondern den Moment so zeigen, wie er sich tatsächlich ereignet hat. Ich liebe Architektur. Ich liebe den Moment festzuhalten. Und ich versuche Fotos zu schiessen, die man „hört, sieht und riecht“. Einziger Makel, der mir damals sofort aufgefallen ist: Ich habe die Dame rechts im Bild „zerschnitten“.
Aber das lässt sich nach meiner Meinung nicht mehr „reparieren“, weil sonst das gesamte Gefüge des Fotos – das Gleichgewicht der Formen und Farben – nicht mehr stimmt. Alles, wirklich alles passt. Man könnte sich vorstellen, dass dass die Wolken im nächsten Moment beginnen sich über den Himmel zu ziehen. Meine weibliche Begleitung, die sich gerade ihre eigenen Fotos auf dem Mobile ansieht, könnte im nächsten Moment aufblicken und mich anlächeln. Die beiden Herren gehen nach rechts aus dem Blickfeld und die beiden Damen, von der ich eine zerschnitten habe, diskutieren und lachen.
Es passt für mich alles. der perfekte weisse Marmor, die Blütenranken an den weissen Doppelsäulen gekrönt von goldenen Palmenblättern. Das Blütenrankenmuster an der Decke. Der strahlend blaue Himmel mit den leuchtend weissen und ins Grau wechselnden schattierungen. Ach, ja, die Schatten der Bögen. Der noch unfertige Springbrunnen auf der linken Seite. Wasser gilt in den arabischen Ländern als Zeichen für Reichtum. Viel mehr als Gold und Edelsteine.
Von der Sheikh-Zayed-Moschee habe ich hunderte Fotos. Nur ein paar wenige stellte ich im März 2018 nach meiner Rückkehr online. Die Moschee selber ist eine der grössten überhaupt weltweit. Ein Bauwerk der Superlative. Über 40.000 Gläubige finden in der Hauptmoschee Platz. Sie zeichnet sich durch prachtvollen weißen Marmor, 82 Kuppeln, den weltgrößten handgeknüpften Teppich und beeindruckende Kronleuchter aus. Der Eintritt ist übrigens immer noch kostenlos.
Angemessene Bekleidung ist eine Grundvoraussetzung. Für Damen und Herren werden kostenlos passende Kleidungsstücke gestellt. Meine Begleitung mit der roten Tasche hatte ich Tage zuvor in Dubai im Burj Kalifa auf der höchsten Besucherplattform kennengelernt. Wir sind heute noch in Kontakt. Abu Dhabi und Dubai war eine aussergewöhnliche Erfahrung für mich. Die Weltoffenheit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft hat mich beeindruckt und wirkt immer noch nachhaltig nach.
Meine dritte Heimat schätze ich schon allein deshalb, weil man hier alle Jahreszeiten (bis auf Herbst) findet. Das ganze Jahr. Seit Wochen hat es stabile Nordlage. Das heisst kühle Luft kommt stetig vom Norden her.
Der Blick über das Orotava-Tal. Hier staut sich (noch) die Nordwetterlage.
Diese feuchte, kühle Luft prallt dann auf die langgezogene Bergkette der Insel und regnet ab. Vom Urwald des Anaga-Gebirge über die Canadas des Teide-Nationalparks bis zum Teno-Gebirge. Es stauen sich dichte Wolken und es nieselt oder regnet gleichmässig auf der Nordseite.
Auf der anderen südlichen Seite hat es Fönlage! Und es windet anständig von San Andres über Candelaria, Granadilla (dort stehen auch Windkraftanlagen) bis El Medano, dem Surfer- und Kiter-Hotspot. Nur bei den Berg Pässen bei La Laguna und beim Teno-Pass kommen Wolken durch.
Mike&Natalie am Checkin des TFN
Heute änderte sich die Wetterlage endlich. Der Nordwand liess nach. Und sofort gab es in Puerto de la Cruz Wolkenlücken. Und die Temperatur stieg merklich an. Bereits vormittags gab es 19 Grad. Als ich Mike&Natalie zum TFN brachte, riss am Pass bei La Laguna die Wolkendecke auf und der blaue Himmel kam durch.
Also lieferte ich die Zwei am Airport ab und fuhr nochmal nach PDLC zurück, um meine Badeklamotten zu holen. Danach fuhr ich durch Santa Cruz raus nach Dan Andres zum Playa Las Teresitas. Der Saharastrand der Theresien.
Las Teresitas ist der Hausstrand der „Santa-Cruzis“. Absolut ruhig, gemütlich, untouristisch, kinderfreundlich. Es hat 5 Strandabschnitte. Diese besitzen jeweils einen Restaurantbereich.
Dort werden auch die Strandliegen und Schirme zu absoluten Kommoden 6 Euro vermietet. Zwei Liegen und ein Schirm wohlgemerkt 6 Euro. Aber Vorsicht! Immer erst vorher fragen! Ich bin auch schon mal reingefallen (an der 4. Hütte) und hab das 3fache bezahlt.
Gegen 11:30 Uhr war ich bei Hütte 3, besorgte mir zuerst einen Milchkaffee und dann Liegen und Schirm. Dort blieb ich bis etwa 14 Uhr. Der Nordwind fing dann böig aufzufrischen. Und der verteilt dann den feinen Sand überall am Körper.
Playa las Teresitas von oben. Den Hang hinauf wächst San Andres. Im Hintergrund Santa Cruz.
Also packte ich meine Sachen und fuhr das erste Mal hinauf, um eines dieser fantastischen Fotos von der Playa Las Teresitas zu schießen, welche ich schon ein paar Mal in den Socials gesehen hatte.
Fantastische Farben und Szenerie gegen Abend. Wir waren fast alleine auf den kurvigen engen Strassen unterwegs. Oben in den Wolken, unten in der Sonne. Mit Regenbogen und blühendem wohlriechenden weissen Ginster.
Lago Martianez – Puerto de la Cruz – Tenerife – Winter 2025/26
Hotel Vallemar, Teide, Sunset, Lago Martianez
Der Lago Martianez ist eine Freizeit Anlage in Puerto de la Cruz, welche vom Künstler und Architekten Cesar Manrique gestaltet wurde, um den Tourismus zu fördern.
Die Anlage umfasst verschieden grosse und tiefe Salzwasser Ecken und Kunstwerke von Cesar Manrique, sowie Restaurants und Cafés.
Es war der 9. Juni 1798, und während die Nachwirkungen der Französischen Revolution noch in ganz Europa nachhallten, begann auf der Insel Teneriffa die Erde mit einer Wucht zu beben, die die Einheimischen seit fast einem Jahrhundert nicht mehr erlebt hatten. Nicht der gewaltige Gipfel des Teide spie Feuer, sondern sein kleinerer Bruder, der Pico Viejo, auch bekannt als Chahorra.
Drei Monate lang öffneten sich die sogenannten „Nasen des Teide“ und gaben den Blick frei auf ein Schauspiel von erhabener und zugleich furchterregender Schönheit.
Für die Bauern Teneriffas im späten 18. Jahrhundert war der Ausbruch nicht nur ein geologisches Phänomen; er war eine göttliche Botschaft. Chroniken jener Zeit berichten von spontanen Prozessionen und Gebeten in nahegelegenen Dörfern wie Guía de Isora und Vilaflor.
Das Dröhnen: Der Lärm der Explosionen war auf der ganzen Insel und sogar auf den Nachbarinseln zu hören. Es war kein gleichmäßiges Geräusch, sondern ein rhythmisches Grollen, das an schweres Artilleriefeuer aus dem Erdinneren erinnerte.
Die ewige Nacht: Die Aschewolken waren so dicht, dass die Sonne, einigen Berichten zufolge, an manchen Tagen wie eine verblasste Kupfermünze aussah und die Menschen gezwungen waren, mittags Kerzen anzuzünden.
Gab es Vergleichswerte? Natürlich. Die Angst von 1798 wurde durch die kollektive Erinnerung an den Ausbruch des Trevejo im Jahr 1706 genährt, der den einst blühenden Hafen von Garachico unter sich begraben hatte.
„Die Menschen blickten zu den Berggipfeln und fürchteten, dass Feuerströme zur Küste hinabfließen und die Tragödie wiederholen würden, die Jahrzehnte zuvor das Handelsjuwel der Insel vernichtet hatte.“
Anders als bei Garachico blieb die Lava von Chahorra in der riesigen Caldera von Las Cañadas „gefangen“, doch das orangefarbene Leuchten am Nachthimmel erinnerte alle daran, dass sie auf einem Riesen lebten, der nur schlief.
Trotz der Angst war 1798 anders. Es war die Blütezeit der Aufklärung, und während einige beteten, beobachteten andere mit Teleskopen, machten sich Notizen und zeichneten zum ersten Mal das Naturschauspiel.
Nur ein Jahr nach dem Ende des Ausbruchs, 1799, besuchte der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt die Insel und wanderte auf den noch warmen Lavaströmen von Chahorra. Er bestaunte die Zusammensetzung des Gesteins und die gewaltigen Spalten, aus denen das Magma ausgetreten war. Es war einer der ersten Momente, in denen der Teide aufhörte, nur ein Ort der Guanchen-Legenden (Echeyde, die Wohnstätte von Guayota) zu sein, und zu einem natürlichen Labor für die moderne Welt wurde.
Wenn man heute den Teide-Nationalpark besucht, sind die schwarzen, zerklüfteten Lavafelder entlang der Straße im Gebiet der Narices del Teide die stummen Zeugen jenes Sommers. Was wir heute voller Ehrfurcht und Frieden fotografieren, war 1798 eine brutale Mahnung, dass die Natur nicht um Erlaubnis fragt, sich zu verändern.
… vermute ich schwerstens. Imposanter Mittelpunkt der größten Kanareninsel ist der Teide, mit beinahe 4000 m der höchste Berg Spaniens. Bizarre Kraterlandschaften mit tiefen Schluchten, aber auch liebliche Täler zeichnen das Bild. Hervorzuheben ist das Orotava-Tal, in dem das Städtchen La Orotava mit kolonialem Charme und besonders farbenfrohen Festen sowie die Hafenstadt Puerto de la Cruz mit ihrer wechselvollen Vergangenheit bezaubern.
Weiter führt die Film-Reise nach Los Christianos und die Playa de las Americas. Sehenswert ist die lebhafte Haupt- und Hafenstadt Santa Cruz de Tenerife. Frühere Hauptstadt sowie Universitäts- und Bischofssitz mit prachtvollen Herrenhäusern im kanarischen Stil ist La Laguna.
Im 14. Jahrhundert hat auf der Iberischen Halbinsel die Wiedereroberung muslimischer Herrschaften durch christliche Könige längst eingesetzt. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Damit sich die Nachwelt an Yusuf I. und das Haus der Nasriden erinnert, lässt er hoch über Granada einen Palast errichten, der zu den Juwelen islamischer Baukunst zählt: die Alhambra.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hat auf der Iberischen Halbinsel die Reconquista, die Wiedereroberung muslimischer Herrschaftsgebiete durch christliche Könige, längst begonnen. Die Tage der Muslime in Al-Andalus scheinen gezählt. Seit dem frühen 8. Jahrhundert herrschen sie im Süden des heutigen Spaniens.
In Granada ist es im 14. Jahrhundert das Herrscherhaus der Nasriden. Nach einer vernichtenden Niederlage beschließt der Nasride Yusuf I., der Nachwelt einen Palast zu hinterlassen, der die Erinnerung an die glanzvolle Zeit der Muslime in Stein verewigt. Er und sein Sohn Muhammad V., der den berühmten Löwenhof errichten lässt, beauftragen mit der Ausführung und Überwachung des Baus ihren Wesir Ibn al-Khatib und dessen Schüler Ibn Zamrak.
Die Verse der beiden Dichter zieren noch heute die Wände dieses Juwels islamischer Baukunst. Über den Bau der Alhambra kommt es zu einem Zerwürfnis dieser Männer, das in der Flucht Ibn al-Khatibs, seiner späteren Verurteilung zum Tod und der Verbrennung seiner Bücher endet. Die Aufzeichnungen des Universalgelehrten Ibn al-Khatib über Granada und den Bau der Alhambra im 14. Jahrhundert bilden die Grundlage dieser filmischen Reise hinter die Mauern eines der schönsten und geheimnisvollsten Bauwerke der Welt.
Für die zentrale Rolle des Ibn al-Khatib konnte der aus Ägypten stammende Hollywoodschauspieler Amr Waked gewonnen werden. Das Dokudrama will die architektonische, religiöse und kulturelle Bedeutung der Alhambra entschlüsseln und eines der goldenen Zeitalter europäischer Geschichte würdigen.
Dokumentarfilm von Isabel Fernández (E 2021, 87 Min)
#alhambra #andalusien #palast Video verfügbar bis zum 31/05/2026
Übrigrns: Ende Oktober sind wir in Malaga und Granada.