27.09.2026 – Ein Sonntag in Puerto de la Cruz

27. September 2026

Heute schlief ich mal etwas länger. Sonntag. Tag des Herren. Aber vor meinem Appartment hörte ich seit 8 Uhr laute Musik und Klatsch und Lautaprecheransagen. Denn in Puerto de la Cruz ist jedes Wochenende etwas los. Diesmal der „Muelletlon de Puerto de la Cruz„.

Blick vom ehemaligen „Restaurant Rustico“ am Mirador del Viento Richtung Playa San Telmo

Bei extremst angenehmen 27 Grad und leichtem Nieselregen hatte es perfektes Läuferwetter. Dabei geht es um Schwimmen im Meer und anschliessend es Laufen in der Altstadt rund um den „Muelle Piscina“ in PDLC. Gestern liefen bereits die Jugendlichen und heute die Erwachsenen und Veteranen.

Irgendwann fang ich auch wieder mit dem Laufen an. Zeit wird es.

Gegen 16 Uhr traf ich mich mit Lilli zum Brunch. Bei mir gegenüber ist ein Italiener eingezogen „Memy’s„. Und er bietet leckere frische Salate an. Lilli nahm Chicken und ich Tuna.

Sie kam vom Sport im neuen Schwimmbad von PDLC. Dort ist auch ein Gym. Das muss ich mir die Tage mal ansehen. Es hat lange gedauert, bis das „Centro deportes de Acuaticos de Tenerife“ nach langer Bauzeit, hohen Kosten und vielen Komplikationen fertig geworden ist.

Anschliessend unternahmen Lilli und ich einen gemütlichen Spaziergang auf der Kaimauer der „Explanada del Muelle„. Lilli will Englisch lernen. Und ich Spanisch. Also übersetzten wir gegenseitig Begriffe aus dem täglichen Leben. Wir gingen bis zum Castillo San Felipe. Der Strand „Playa Jardin“ ist gesperrt wegen starker Brandung.

Wir saßen eine Weile und beobachteten die Wellen am Playa Jardin. Danach trennten sich unsere Wege.


20.09.2026 – Abwassereinleitungen und Wasserqualität auf den Kanaren – Wie sauber ist das Meer rund um Teneriffa?

20. September 2026

Das Meer rund um die Kanarisch

en Inseln gehört zu den wichtigsten natürlichen und touristischen Ressourcen der Region. Gleichzeitig gibt es ein Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt: „Abwassereinleitungen ins Meer und deren mögliche Auswirkungen auf die Wasserqualität an den Stränden.“

Playa Jardin um das Jahr 2000 herum

Eine aktuelle Datensammlung von Teneriffa News ermöglicht einen detaillierten Blick auf die Situation. Die Plattform wertet unter anderem behördliche Daten zu Badegewässern und Einleitungen aus und stellt diese für die einzelnen Strände übersichtlich dar. Nach dem Datenstand vom 17. September 2026 werden für die Kanaren 178 Badezonen, 403 registrierte Einleitungen ins Meer und mehr als 10.800 ausgewertete Laborproben aufgeführt.

## Abwasserleitungen direkt an der Küste

Besonders interessant ist die Zahl der registrierten Einleitungen. Von den 403 erfassten Einleitungen verfügen laut der Website 291 über keine gültige Genehmigung. Außerdem werden 21 Kläranlagen aufgeführt, bei denen keine biologische Reinigungsstufe vorhanden ist.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass an jeder dieser Stellen ungeklärtes Abwasser unmittelbar in einem Badebereich landet. Entscheidend sind unter anderem Entfernung zum Strand, Art der Einleitung, Behandlung des Abwassers, Strömungsverhältnisse und die tatsächlichen Messwerte der Badegewässer.

Gerade deshalb ist eine differenzierte Betrachtung wichtig.

## Teneriffa im Vergleich zu den anderen Kanareninseln

Teneriffa verfügt in der Datensammlung über 49 erfasste Badezonen, von denen für 44 entsprechende Befunde vorliegen. Im Archiv werden für Teneriffa derzeit acht Badeverbote beziehungsweise Warnungen aufgeführt.

Diese Zahlen sollten nicht als direkte Rangliste der Wasserqualität verstanden werden, da sich die Inseln hinsichtlich Zahl der Badezonen, Messungen und anderer Rahmenbedingungen unterscheiden.

Befunde und Badeverbote auf den Kanaren

## Playa Jardín – ein besonders bekanntes Beispiel

Ein Beispiel auf Teneriffa ist die Playa Jardín in Puerto de la Cruz. Dort weist die Datensammlung mehrere Abwassereinleitungen in der näheren Umgebung aus. Eine der aufgeführten Einleitungen befindet sich rund 229 Meter entfernt und wird als nicht genehmigt sowie mit lediglich einer Rechenstufe angegeben. Für die Playa Jardín werden 293 Proben seit Januar 2023 genannt; davon führten 14 zu einem Badeverbot oder einer Warnung.

Das Beispiel zeigt, weshalb die reine Existenz einer Abwasserleitung noch keine Aussage darüber erlaubt, wie stark ein bestimmter Strand tatsächlich belastet ist. Dafür müssen die konkreten mikrobiologischen Messwerte und die örtlichen Bedingungen betrachtet werden.

## Was wird bei der Wasserqualität gemessen?

Für die Bewertung der Badegewässer spielen insbesondere die Bakterien Escherichia coli (E. coli) und intestinale Enterokokken eine wichtige Rolle. Die Website greift hierfür auf amtliche Messdaten zurück. Als Quellen werden unter anderem die kanarischen Gesundheitsbehörden, das spanische Gesundheitsministerium mit dem System NÁYADE sowie europäische und spanische Umweltbehörden genannt. ([Teneriffa News][3])

Interessant ist dabei: Die Website verwendet zusätzlich eine eigene Berechnung, die Faktoren wie Entfernung einer Einleitung, Strömung, Niederschlag und historische Messwerte berücksichtigt. Diese berechnete Einschätzung ist ausdrücklich keine amtliche Messung.

## Regen und Meeresströmungen spielen eine Rolle

Die Wasserqualität kann sich kurzfristig verändern. Besonders nach starken Regenfällen können Abwassersysteme und Mischwasserkanäle stärker belastet werden. Auch Meeresströmungen können beeinflussen, ob eine Einleitung überhaupt in Richtung eines bestimmten Badebereichs transportiert wird.

Deshalb kann ein Strand trotz einer Abwassereinleitung in der Nähe über längere Zeit unauffällige Messwerte aufweisen. Umgekehrt kann eine kurzfristige Verschlechterung der Wasserqualität auftreten, ohne dass sich die Infrastruktur verändert hat.

Ein gutes Beispiel dafür liefert die Playa de Abades. Dort befindet sich laut Datensammlung eine Einleitung lediglich 94 Meter vom Badebereich entfernt. Sie wird als genehmigt aufgeführt, allerdings mit lediglich einer Rechenstufe und einem als schadhaft angegebenen Leitungszustand. Gleichzeitig wurden bei 35 seit Mai 2023 erfassten Proben keine Badeverbote oder Warnungen registriert.

## Was bedeutet das für Urlauber auf Teneriffa?

Für Badegäste bedeutet die Situation vor allem: Eine Abwasserleitung in der Nähe eines Strandes bedeutet nicht automatisch schlechte Wasserqualität.

Entscheidend sind die aktuellen amtlichen Messwerte und eventuelle offizielle Badeverbote oder Warnhinweise der zuständigen Behörden. Die von Teneriffa News dargestellten Daten können dabei eine zusätzliche Orientierung bieten, ersetzen aber ausdrücklich nicht die amtliche Badegewässerüberwachung.

Gerade bei Stränden mit bekannten Problemen lohnt es sich daher, vor dem Baden die aktuellen Hinweise zu kontrollieren.

## Fazit

Die Daten zeigen, dass Abwassereinleitungen auf den Kanarischen Inseln ein reales Infrastruktur- und Umweltproblem darstellen, das an einzelnen Küstenabschnitten auch mit Problemen bei der Badegewässerqualität verbunden sein kann. Gleichzeitig wäre es falsch, daraus abzuleiten, dass die Strände Teneriffas generell verschmutzt oder nicht zum Baden geeignet sind.

Tatsächlich zeigen die verfügbaren Messreihen ein differenziertes Bild: Nähe zu einer Abwassereinleitung und tatsächliche Wasserqualität sind zwei unterschiedliche Dinge. Erst die Kombination aus amtlichen Laborwerten, Badeverboten, Infrastruktur und den örtlichen Bedingungen ermöglicht eine sinnvolle Einschätzung.

Für Teneriffa-Urlauber bleibt deshalb eine einfache Empfehlung: Nicht nur auf die Nähe einer Abwasserleitung schauen, sondern vor dem Baden die aktuellen offiziellen Hinweise und Messwerte des jeweiligen Strandes prüfen.

Datenstand der verlinkten Übersicht: 17. September 2026. Die Berechnungen von Teneriffa News sind als ergänzende Einschätzung zu verstehen und ersetzen keine behördliche Badegewässerüberwachung.

Zur vollständigen Wasserqualitäts-Karte von Teneriffa News https://www.teneriffa-news.com/wasserqualitaet

https://www.teneriffa-news.com/wasserqualitaet/teneriffa/playa-jardin „Playa Jardín, Puerto de la Cruz: Wasserqualität und Badeverbote“

https://www.teneriffa-news.com/wasserqualitaet/teneriffa/playa-de-abades-los-abriguitos „Playa de Abades (Los Abriguitos), Arico: Wasserqualität und Badeverbote“


18.09.2026 – Teneriffa: Playa Jardin vor 25 Jahren

18. September 2026

📍 Ort: Playa Jardín in Puerto de la Cruz, Teneriffa (Kanaren). Der schwarze Vulkansand, die Palmen, die markante Bergkulisse und insbesondere die Hotelbebauung passen sehr gut zu diesem Strandabschnitt. Playa Jardín gehört zum von César Manrique gestalteten Strandkomplex von Puerto de la Cruz. (Webtenerife)

Playa Jardin in Puerto de la Cruz

Wann?
Ein exaktes Aufnahmedatum lässt sich aus dem Bild selbst leider nicht feststellen – die EXIF-Daten enthalten kein Datum. Ich würde das Foto aber sehr wahrscheinlich in die späten 1990er bis frühen 2000er Jahre einordnen, ungefähr 1997–2004.

Dafür sprechen unter anderem:

  • die damalige Bau- und Hotelausstattung,
  • die Bildqualität und typische Farbwiedergabe älterer Digitalkameras,
  • die Kleidung und Strandmöblierung,
  • und dass der Hotelbereich Turquesa Playa dort bereits vorhanden war. Das Hotel wurde laut TUI 1996 gebaut und 2002 renoviert. (TUI)
  • Playa Jardín selbst wurde nach dem Entwurf von César Manrique 1993 fertiggestellt. (expedia)

Einschätzung: Playa Jardín, Puerto de la Cruz – etwa 1998–2003.

Ein interessantes Indiz ist auch die enorme Zahl der damaligen blauen Strandliegen und die Gestaltung der Sonnenschirme – das sieht tatsächlich nach einem älteren Zustand der Playa Jardín aus.


20.03.2026 – Regenbogen über Punta Brava

20. März 2026

Puerto de la Cruz Playa Jardin und Punta Brava. Ein Regenbogen kündigt das Ende von Sturmtief Theresa an.

Morgendlicher Schnappschuss

Nein, ich bin grad nicht dort. Hier in der Schweiz ist es auch grad sonnig. Aber das Meer fehlt halt.

Quelle
https://www.facebook.com/share/p/17qt4on8BL/