Bald..






2026 – Tenerife – Bajamar – Piscina Natural
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Meine dritte Heimat schätze ich schon allein deshalb, weil man hier alle Jahreszeiten (bis auf Herbst) findet. Das ganze Jahr. Seit Wochen hat es stabile Nordlage. Das heisst kühle Luft kommt stetig vom Norden her.

Diese feuchte, kühle Luft prallt dann auf die langgezogene Bergkette der Insel und regnet ab. Vom Urwald des Anaga-Gebirge über die Canadas des Teide-Nationalparks bis zum Teno-Gebirge. Es stauen sich dichte Wolken und es nieselt oder regnet gleichmässig auf der Nordseite.
Auf der anderen südlichen Seite hat es Fönlage! Und es windet anständig von San Andres über Candelaria, Granadilla (dort stehen auch Windkraftanlagen) bis El Medano, dem Surfer- und Kiter-Hotspot. Nur bei den Berg Pässen bei La Laguna und beim Teno-Pass kommen Wolken durch.

Heute änderte sich die Wetterlage endlich. Der Nordwand liess nach. Und sofort gab es in Puerto de la Cruz Wolkenlücken. Und die Temperatur stieg merklich an. Bereits vormittags gab es 19 Grad. Als ich Mike&Natalie zum TFN brachte, riss am Pass bei La Laguna die Wolkendecke auf und der blaue Himmel kam durch.
Also lieferte ich die Zwei am Airport ab und fuhr nochmal nach PDLC zurück, um meine Badeklamotten zu holen. Danach fuhr ich durch Santa Cruz raus nach Dan Andres zum Playa Las Teresitas. Der Saharastrand der Theresien.

Las Teresitas ist der Hausstrand der „Santa-Cruzis“. Absolut ruhig, gemütlich, untouristisch, kinderfreundlich. Es hat 5 Strandabschnitte. Diese besitzen jeweils einen Restaurantbereich.
Dort werden auch die Strandliegen und Schirme zu absoluten Kommoden 6 Euro vermietet. Zwei Liegen und ein Schirm wohlgemerkt 6 Euro. Aber Vorsicht! Immer erst vorher fragen! Ich bin auch schon mal reingefallen (an der 4. Hütte) und hab das 3fache bezahlt.
Gegen 11:30 Uhr war ich bei Hütte 3, besorgte mir zuerst einen Milchkaffee und dann Liegen und Schirm. Dort blieb ich bis etwa 14 Uhr. Der Nordwind fing dann böig aufzufrischen. Und der verteilt dann den feinen Sand überall am Körper.

Also packte ich meine Sachen und fuhr das erste Mal hinauf, um eines dieser fantastischen Fotos von der Playa Las Teresitas zu schießen, welche ich schon ein paar Mal in den Socials gesehen hatte.
Fantastische Farben und Szenerie gegen Abend. Wir waren fast alleine auf den kurvigen engen Strassen unterwegs. Oben in den Wolken, unten in der Sonne. Mit Regenbogen und blühendem wohlriechenden weissen Ginster.
Lago Martianez – Puerto de la Cruz – Tenerife – Winter 2025/26

Der Lago Martianez ist eine Freizeit Anlage in Puerto de la Cruz, welche vom Künstler und Architekten Cesar Manrique gestaltet wurde, um den Tourismus zu fördern.
Die Anlage umfasst verschieden grosse und tiefe Salzwasser Ecken und Kunstwerke von Cesar Manrique, sowie Restaurants und Cafés.
Es war der 9. Juni 1798, und während die Nachwirkungen der Französischen Revolution noch in ganz Europa nachhallten, begann auf der Insel Teneriffa die Erde mit einer Wucht zu beben, die die Einheimischen seit fast einem Jahrhundert nicht mehr erlebt hatten. Nicht der gewaltige Gipfel des Teide spie Feuer, sondern sein kleinerer Bruder, der Pico Viejo, auch bekannt als Chahorra.

Drei Monate lang öffneten sich die sogenannten „Nasen des Teide“ und gaben den Blick frei auf ein Schauspiel von erhabener und zugleich furchterregender Schönheit.
Für die Bauern Teneriffas im späten 18. Jahrhundert war der Ausbruch nicht nur ein geologisches Phänomen; er war eine göttliche Botschaft. Chroniken jener Zeit berichten von spontanen Prozessionen und Gebeten in nahegelegenen Dörfern wie Guía de Isora und Vilaflor.
Gab es Vergleichswerte? Natürlich. Die Angst von 1798 wurde durch die kollektive Erinnerung an den Ausbruch des Trevejo im Jahr 1706 genährt, der den einst blühenden Hafen von Garachico unter sich begraben hatte.

„Die Menschen blickten zu den Berggipfeln und fürchteten, dass Feuerströme zur Küste hinabfließen und die Tragödie wiederholen würden, die Jahrzehnte zuvor das Handelsjuwel der Insel vernichtet hatte.“
Anders als bei Garachico blieb die Lava von Chahorra in der riesigen Caldera von Las Cañadas „gefangen“, doch das orangefarbene Leuchten am Nachthimmel erinnerte alle daran, dass sie auf einem Riesen lebten, der nur schlief.
Trotz der Angst war 1798 anders. Es war die Blütezeit der Aufklärung, und während einige beteten, beobachteten andere mit Teleskopen, machten sich Notizen und zeichneten zum ersten Mal das Naturschauspiel.
Nur ein Jahr nach dem Ende des Ausbruchs, 1799, besuchte der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt die Insel und wanderte auf den noch warmen Lavaströmen von Chahorra. Er bestaunte die Zusammensetzung des Gesteins und die gewaltigen Spalten, aus denen das Magma ausgetreten war. Es war einer der ersten Momente, in denen der Teide aufhörte, nur ein Ort der Guanchen-Legenden (Echeyde, die Wohnstätte von Guayota) zu sein, und zu einem natürlichen Labor für die moderne Welt wurde.
Wenn man heute den Teide-Nationalpark besucht, sind die schwarzen, zerklüfteten Lavafelder entlang der Straße im Gebiet der Narices del Teide die stummen Zeugen jenes Sommers. Was wir heute voller Ehrfurcht und Frieden fotografieren, war 1798 eine brutale Mahnung, dass die Natur nicht um Erlaubnis fragt, sich zu verändern.
Carlos Cólogan Soriano
Chronik 18 von Teneriffa
Das Foto wurde von einem Negativ und dem dazugehörigen Umschlag erhalten; darauf befindet sich die Notiz: Ausflug zum Teide, 1927.

Wilde Fahrzeuge, wilde Strassen, ein Abenteuer.
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