03.02.2026 – Doku: Die Regensburger Donauinseln (1986)

3. Februar 2026

Es ist immer wieder sehr spannend, was sich seit 1986 (vor jetzt 40 Jahren) in Regensburg alles verändert hat. Damals plante man noch eine Kongresshalle am Donaumarkt, Autos befuhren die Steinerne Brücke. Ich dachte schon, dass ich mich am Steuer des beigen Polo sitzen sah. Aber das Auto hat ein Land-Kennzeichen.

Die Steinerne war damals 850 Jahre alt, ein grosses Hotel sollte auf die Wördinsel gebaut werden, eine 2-Meter hohe Flutschutzmauer sollte Spitalgarten und das Ufer Stadtamhof verschwandeln. Auch sonst ist viel zu entdecken, was es damals noch gab.


22.01.2026 – In 1001 Nacht geht es um Gerechtigkeit und Ehre

22. Januar 2026

Ein ungerechte Mensch genießt keine Achtung und verdient sich keine Ehre von seinen Mitmenschen.

Tausendundeine Nacht (arabisch ألف ليلة وليلة, DMG alf laila wa-laila, persisch هزار و يک شب, DMG hazār-u yak šab) ist eine Sammlung von mehr als 550 Geschichten (→ Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten) aus dem arabischen, persischen und indischen Kulturraum. Das Werk ist ein Klassiker der Weltliteratur.

Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht umfassen verschiedene Genres, darunter Liebesgeschichten, Abenteuergeschichten und Anekdoten, bis hin zu Schilderungen mit offenem erotischen Charakter. Das ursprüngliche Werk ist nicht erhalten. Als älteste (nur teilweise erhaltene) Handschrift gilt die Galland-Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche der Erzählungen finden sich auch in anderen Erzähl- und Märchensammlungen der klassischen arabischen und persischen Literatur.

Aus Sicht der frühesten arabischen Leser hatte das Werk den Reiz der Erotik, es stammt für sie aus einem mythischen „Orient“. Das Strukturprinzip der Rahmengeschichten sowie einige der enthaltenen Tierfabeln weisen auf einen indischen Ursprung hin und stammen vermutlich aus der Zeit um 250 n. Chr. Eine indische Vorlage ist nicht überliefert, was allerdings auch für viele andere indische Texte aus dieser Zeit gilt. So wird zwar ein indischer Ursprung vermutet, aber dass der Kern der Erzählungen aus Persien stammt, kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass zwischen dem indischen und dem persischen Kulturraum zu jener Zeit enge Beziehungen bestanden.

Beispiel für das Thema Gerechtigkeit: Die himmlische Vergeltung

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_himmlische_Vergeltung


20.12.2025 – Buch: Jeromin – Don Juan de Austria

20. Dezember 2025

Weil kulttouren gerade über den Josef Habbel Verlag (Regensburg) schrieben: Vor zwei Wochen fand ich die Deutsche (!!!) Übersetzung der Biografie von Don Juan de Austria. Und zwar im Original in Spanisch geschrieben von Pater Luis Coloma (* 9. Januar 1851 in Jerez de la Frontera; † 11. Juni 1915 in Madrid).

Jeromin. Don Juan de Austria. Roman eines großen Lebens aus dem 16 Jahrhundert von P. Luis Coloma Verlag: Regensburg, Druck und Verlag von Josef Habbel.

Bisher kannte ich nur die Englische Übersetzung von Lady Moreton von „The Story of Don Juan de Austria“ aus dem Gutenberg Projekt. Und diese hatte ich auch genau letztes Jahr auf Teneriffa gelesen.

https://www.gutenberg.org/files/53383/53383-h/53383-h.htm


28.09.2025 – Der Löwe „Austria“ und die Palme.

29. September 2025

Das Wappen von Palmanova. Als Gründungsdatum gilt der 7. Oktober 1593, der 22. Jahrestag des Sieges von Lepanto und der Tag der Hl. Justina von Padua, die zur Schutzheiligen von Palmanova bestimmt wurde. Palmanova war als Festungsstadt der Republik Venedig zum Schutz vor den Türken angelegt.

Das Wappen von Palmanova

Später diente die Festung der Verteidigung gegen die Habsburger, die das benachbarte Friaul und Görz beherrschten. Diese Aufgabe erfüllte die Stadt über zweihundert Jahre, ehe sie von Napoleon erobert wurde, der Venetien im Frieden von Campo Formio 1797 Österreich überließ, von 1806 bis 1814 seinem Königreich Italien eingliederte, dann aber endgültig den Österreichern abtreten musste. Die Kapitulation Venedigs wurde in Palmanova unterzeichnet. 1866 fiel Palmanova schließlich an Italien.

Palmanove, die Festungsstadt

Waum der Löwe „Austria“ hiess. Klar, wegen Don Juan. Dem berühmten Regensburger Sohn Barbara Blomberg’s und Kaiser Karl des 5. Auf einem Ölgemälde aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, wahrscheinlich von Juan Pantoja de la Cruz, im Museo del Prado, Madrid, sieht man den Löwen zu Füssen Don Juans liegen. Auch auf seinem Grabstein in der Grablege der Habsburger El Corial liegt der Löwe zu seinen Füssen.

Ursprung des Löwen: Der Löwe war ein Abschiedsgeschenk von König Mulei Jamida Emir von Tunis an Don Juan von Österreich.

Aussehen und Verhalten: Trotz seines Namens und seines wilden Aussehens war der Löwe zahm und gehorsam und wurde als sehr anhängliches und Don Juan treues Tier beschrieben.

Gewohnheiten: Er lag Don Juan beim Essen zu Füßen, schlief in seinem Schlafzimmer und bewegte sich wie ein Lakai neben ihm. Selbst wenn er wütend wurde, beruhigte ihn ein einfacher Befehl von Don Juan.

Die Geschichte des Löwen Austria

Symbolik: Mulei Jamida selbst sagte bei der Übergabe des Löwen, er könne so zwei Löwen betrachten: „den Löwen des Krieges“ (Don Juan) und „den Löwen der Wüste“ (den Löwen).

Ende der Geschichte: Der Löwe blieb im Palast in Neapel, als Don Juan nach Flandern aufbrach. Es heißt, der Löwe sei nach tagelangem Brüllen vor Kummer gestorben, als er von Don Juans Tod in den Niederlanden erfuhr.

Noch heute wird jedes Jahr die Stadtgründung und so der Sieg Don Juan de Austria’s gefeiert.


10.07.2025 – Die Freibadpommes im Westbad Regensburg 1974

10. Juli 2025

Im Westbad mit Mam und den leckeren Pommes in der Hand. Ob mein Brüderchen Michael dabei war? Eventuell mit Andrew unterwegs. Die Zwei sind immer zusammen Rumgestrolcht.

Ich war in etwa 6, 7 oder 8. Dann war das zwischen 1972 und 1974. Damals konnte man noch vom Westbad im Baggerweiher baden. Und es gab hinter dem Sprungturm eine grosse Wiese zum Fussballspielen. Da hat jedes Alter gegen jeden gespielt. Barfuss.

Die Freibadpommes sind wichtiger als die Kamera. Mam und Peter im Westbad Regensburg.

Man beachte die Dame mit der Blümchen-Badekappe in Rot/Violett. Man durfte nur mit Badekappe ins Wasser. Und vom Beckenrand reinspringen war unter Strafe verboten!!! Haha… Die schrille Trillerpfeife der Bademeister hab ich noch in den Ohren.

Es gab einen „Ferienpass“ von der Stadt. Die liegt auch noch irgendwo hier rum. Mit der konnte man mit der Familie günstiger in die Bäder und in die Kinos!! Mike und ich waren im Kammer-Kino und im Gloria zu Bud Spencer und Terence Hill. Bei schönem Wetter ging es ins Westbad. Bei schlechtem Wetter ins Kino.

Das Westbad war in den 70ern das modernste Bad Bayerns und sehr beliebt. Das Dach sollte an das Olympiastadion in München erinnern. Foto Albert Schefthaler

Und ich hab den „Freischwimmer“ gemacht. 50 Meter schwimmen, Ringe-Tauchen, vom 1er springen. Das Abzeichen trug man stolz auf der Badehose. Haha. Das Abzeichen habe ich auch nach Jahrzehnten wiedergefunden bei Mam’s Sachen. Liegt in Regensburg in der Küche. Der Andreas Edi Edenhofer wollte das unbedingt sehen.

Das Freischwimmer-Abzeichen prangte nach bestandener Prüfung auf der Badehose

Ich könnte Geschichten erzählen vom Westbad. Später war unser Stammplatz mit „der Gang“ beim Sprungturm auf den Betonstufen. Wir hörten AC/DC Thunderstruck rauf und runter aus dem Kassettenradio bis die Batterien leer waren. Und die Mutprobe war ein U-Hackerl vom 10er zu machen. Und zwar mit Anlauf von der ganzen Plattform aus, dass man so knapp vor dem Beckenrand gegenüber eintauchte, möglichst mit ganzer Drehung, dass die Bademeisterin nass wurde, welche auf einem Stuhl unter einem Sonnenschirm aufpasste.

Dann tauchte man gleich weiter nach links oder rechts bis zur Leiter und tat so, als ob nix passiert wäre. Die Bademeisterin trillerte und die Gang gröhlte. Haha.. So geil. Damit keiner über das Ziel hinaus springen konnte, wurden dann später Edelstahlgeländer auf dem 10er angebracht und so der Anlauf verkürzt. Aber das behinderte die sportlichen Springer nur vorübergehend.

Es gab noch einen Tischtennis-Raum. Dort haben wir „Rundlauf“ gespielt. Und viel Taschengeld ist beim „PacMan“-Automaten draufgegangen. Der stand oben bei den Saunas in der Zelthalle die Treppe rauf.

Legendäre U-Hackerl funktionieren aus jeder Höhe.

Ich kann heute noch keinen Köpfer und mach immer noch U-Hackerl. Zuletzt auf Teneriffa. Ich stell grad fest, dass das Video gar nicht „online“ ist. Naja.. dann spring ich halt hier in Rickenbach am WE mal vom 3er. Mehr hat’s nicht. Rofl. Und die Freibad-Pommes müssen einfach sein. Immer noch.


22.05.2025 – Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. „Die Weiberlist“ oder „Die Fabel des Mundes der Wahrheit“.

22. Mai 2025

Das Gemälde zeigt eine seit dem Spätmittelalter häufig thematisierte „Weiberlist“. Eine des Ehebruchs angeklagte Frau legt die Hand in den Löwenrachen. Sie bekennt, nur in den Armen ihres Ehemanns und des Narren gelegen zu haben. Da sie die Wahrheit spricht, beißt der Löwe nicht zu. Der Narr ist in Wirklichkeit ihr verkleideter Liebhaber. Von den Zeugen wird er jedoch nicht ernst genommen. Die Szene spielt auf die römische Steinmaske „bocca della veritá“ an, die der Legende nach jedem Lügner die Hand abbeißt.

Die Weiberlist

Die Fabel vom Mund der Wahrheit küpft an eine Löwenmaske in der Vorhalle der römischen Kirche S. Maria in Cosmedin an (Kugler 1852, Nr. 7, S. 61). Seit der Mitte des 15. Jahrh. erregte das Bildwerk das Interesse der Reisenden. In der lateinischen Ausgabe der „Mirabilia Romae“ von 1485 wird es erstmals als „Bocca della verità“ aufgeführt. (Betty Kurth: Des Zauberers Virgil Ehebrecherfalle auf Werken der nordischen Renaissance. In: Städel-Jahrbuch, Bd. 3-4, 1924, S. 49 – 54, bes. Anm. 5. – Ettlinger 1958, S. 786-791.) Die Kaiserchronik (vgl. Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Bd. 13. Mannheim – Wien – Zürich 1975, S. 311.) erzählt die Geschichte von der ehebrecherischen Gattin ausführlich. In den mittelalterlichen Legenden des Zauberers Vergil übernimmt – in Abwandlung der Fabel – eine Schlange den Part des Löwen. (vgl. Kurth; a.a.O.; S. 49) Friedländer u. Rosenberg wiesen für die Behandlung des Themas zusätzlich auf den Florentiner Dichter Giovanni Boccaccio hin. – Die Künstler nahmen sich des Themas im 16. Jahrh. an, Lucas van Leyden in einem Holzschnitt von 1513/14, Cranach auch in einem anderen Gemälde 1528.

https://objektkatalog.gnm.de/wisski/navigate/8799/view


29.03.2025 – ARTE „Krieg der Königinnen“

29. März 2025

Auf ARTE läuft gerade „Krieg der Königinnen“ – Eine Doku über Elisabeth I. und Mary Stuart.

Was das mit Regensburg zu tun hat?
Nach den Plänen von Papst Pius V. und seinem Bruder Philipp II. König von Spanien, hätte Don Juan de Austria Mary Stuart heiraten sollen.

Papst Pius V. hatte Don Juan nach seinem Sieg bei Lepanto ein Königreich versprochen. Ausserdem war England und dir Hälfte des Adels in Schottland zum Protestantismus übergetreten, was Papst Pius V. und dem streng gläubigen Philipp II. gar nicht passte. Das heilige Römische Reich sollte katholisch bleiben.

Deshalb kämpfte ja auch zu diesem Zeitpunkt Don Juan de Austria gegen die Aufständischen in den Niederlanden.
Vorher war er zuerst nach Madrid gereist.

Dort besprach er mit seinem Bruder Philipp die Heiratspläne mit Mary Stuart. Philipp II. beförderte Don Juan zum Statthalter der Niederlande und schickte ihn aber zuerst nach Luxemburg. Dort traf er zum einzigen und letzten Mal auf seine Mutter Barbara Blomberg. Er überzeugte sie mit ihrem „Hofstaat“ nach Neapel zu gehen. (Das Schiff fuhr allerdings nach Nordspanien).

Don Juan de Austria mit seinem Löwen Austria zu seinen Füssen

Don Juan stellte selbst eine Armee auf (Teusche und Schweizer Söldner) und kämpfte gegen die aufständischen Niederländer. 1577 unteschrieb er einen Friedensvertrag und zog pompös in Brüssel ein.

Don Juan überlebte in den Niederlanden nur knapp einen Mordanschlag, der von englischer Seite aus auf ihn geplant war, da die englische Königin Elisabeth I. befürchtete, dass er Maria Stuart heiraten und sie gewaltsam mit einem Heer befreien könnte.

In Feldlager Namur befiel Don Juan eine rätselhafte Krankheit. Es sei Typhus gewesen an dessen Folgen er mit nur 31 Jahren wahrscheinlich starb. Am 1. Oktober 1578. Es gibt aber auch Gründe anzunehmen, dass er über einen langen Zeitraum durch Gift im Essen getötet wurde, zumal Juan de Austria monatelang dahingesiecht war. Auch phantasierte er kurz vor seinem Tod, was eher gegen Typhus spricht.

Mary Stuart Königin von Schottland

So kam es nie zum Krieg unter Don Juan de Austria gegen Elisabeth I. von England, zur Befreiung von Mary Stuart und zur prunkvollen Hochzeit. Das Heer und die Flotte wäre riesig gewesen. Spanien, Venedig, Rom hätten es aufgestellt. England hätte keine Chance gehabt. Die Geschichte wäre umgeschrieben worden.

Als Don Juan starb, soll sein zahmer Löwe „Austria“ stundenlang gebrüllt und geheult haben. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Neapel.

Mary Stuart Königin von Schottland starb 9 Jahre nach Don Juan am 8. Februar 1587 nach 18 Jahren Gefangenschaft im Alter von 44 Jahren auf dem Schaffott durch Enthauptung.

BTW: Man stelle sich vor, der Plan hätte geklappt. Elisabeth I. wäre besiegt worden, Don Juan hätte Mary geehelicht, sie hätten Kinder bekommen. Dann würde heute ein Erbe von Don Juan auf dem Englischen Thron sitzen.

Ausserdem: Vielleicht war es ein Fehler von Philipp II. Don Juan zuerst in die Niederlande zu schicken. Papst Pius V. hatte über Gesandte das Spanische Königshaus darauf gedrängt sich vorrangig um England zu kümmern. Im Namen der Katholischen Kirche.

Nach der Eroberung von England und Schottland hätte man sich gemeinsam um die Niederlande kümmern können. Ich nehme aber an, dass Philipp seinen Halbbruder nach Lepanto nicht noch berühmter und mächtiger machen wollte. Sein Berater beeinflusste ihn dahingehend. Dabei geht aus den Memoiren klar hervor, dass Don Juan seinem Bruder voll ergeben war.

Und: Schöne Kinder hätten die beiden sicher bekommen. Barbara Blomberg galt als eine der Schönsten und war auch im hohen Alter in Luxemburg heftig umworben. Ihr kam Don Juan nach. Er war sehr attraktiv und begehrt. Ein paar uneheliche Kinder hatte er bereits gezeugt. Auch wenn er sich der Überlieferung nach eher der Kriegskunst als den Mädels zugeneigt sah.
Mary Stuart war eine grosse Persönlichkeit. Mit über 1,80 Metern stach sie aus den sonst eher zierlichen Ladys heraus. Sie hatte lockiges feuerrotes Haar und einen damals begehrten Porzellan-artigen hellen Teint. Dazu braun/blaue Augen. Ausserdem war sie schlank und streng katholisch. Hätte somit alles „gepasst“.


23.02.2025 – Der Baumberger Turm zu Regensburg

23. Februar 2025

Der Baumburger Turm gilt als einer der schönsten der in Regensburg erhaltenen 20 Geschlechtertürme. Es gab bis zu 70 Stück davon im 13. Jahrhundert.

Erbaut wurde der 28 m hohe, siebengeschossige und mit einem Zinnenkranz geschmückte Turm am Ende des 13. Jahrhunderts von den Ingolstettern, einem der reichen Regensburger Patriziergeschlechter. Die ehemals mit einem zweijochigen Kreuzrippengewölbe versehene Erdgeschosshalle wurde als Hauskapelle genutzt. Im 14. Jahrhundert kam die Hausburg in den Besitz der Baumburger. Der spätgotische östliche Anbau eines Wohntraktes wurde im 15. Jahrhundert bis zur Kramgasse erweitert. In dieser Zeit entstand laut Denkmalliste auch ein südlicher Wohnanbau mit Adresse Kramgasse 3.

Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Rundbogenlaube mit Brüstung und einer zurückgesetzten, von drei Fenstern durchbrochenen Rückwand. Diese Laube wurde später aus klimatischen Gründen geschlossen. Im 16. Jahrhundert wurde die Laube sogar ganz zugemauert und durch ein normales Fenster ersetzt, ähnlich dem wieder gotisch gestalteten Fenster über der Laube. Erst 1914 wurden bei Baumaßnahmen die Rundbogenlaube und die Fenstergruppen wieder freigelegt.

Quelle und weitere Infos siehe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Baumburger_Turm


20.02.2025 – Die Galeere „Real“ von Don Juan de Austria

21. Februar 2025

Anfang Februar besuchte ich das Museu Maritim in Barcelona. Dort steht die Replika der Galeere „Real“. Diese Galeere war unter anderem das Flagschiff der grössten Galeerenschlacht ever in Lepanto. Der in Regensburg geborene Sohn Kaiser Karl V. und Halbbruder von König Philipp II. Don Juan de Austria führte die Flotte der Heilige Liga in die Schlacht gegen die Osmanen bei Lepanto.

Die Real war das 1568 in den Drassanes Reials de Barcelona erbaute Flaggschiff von Don Juan de Austria in der Seeschlacht von Lepanto 1571, der größten Galeerenschlacht der Weltgeschichte, in der die Flotte der vereinten christlichen Mittelmeermächte, der sogenannten Heiligen Liga, eine osmanische Flotte vernichtend schlug. Die Real und die Galeere Sultana, das Flaggschiff des türkischen Oberbefehlshabers Ali Pascha, waren schon bald nach Beginn der Schlacht in direktem Kampf Mann gegen Mann verwickelt. Dabei fiel Ali Pascha, von Musketenkugeln getroffen, verwundet auf Deck und wurde von einem spanischen Söldner enthauptet.

Anlässlich des vierhundertsten Jahrestages der Schlacht im Jahre 1971 wurde die Real im Museu Marítim von Barcelona originalgetreu nachgebaut und ist dort seitdem ausgestellt. Das Schiff war 60 m lang und 6,2 m breit, hatte 2,1 m Tiefgang und zwei Masten, und wog leer 237 Tonnen. Es wurde von 290 Ruderern bewegt und hatte in der Schlacht von Lepanto etwa 400 Seeleute und Soldaten an Bord. Während der Schlacht waren 50 Mann auf der oberen Plattform des Vorderdecks postiert, 50 auf der Mittschiffsrampe, jeweils 50 entlang beiden Seiten am Bug, 50 auf der Bootsplattform, 50 auf der Herdplattform, 50 an den Heckseiten, und noch einmal 50 auf der Heckplattform.


17.12.2024 – Hotel Marquesa in Puerto de la Cruz.

17. Dezember 2024

Im Jahr 1700 eröffnete Bernardo Valois die Kapelle San Patricio in der Pfarrkirche von Puerto de la Cruz in La Orotava. Im Jahr 1712 hat er sein Haus und sein Handelsbüro fertiggestellt, im religiösen und sozialen Zentrum von Puerto, gegenüber dem Platz der Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia gelegen. Das Haus beherbergte eine Bibliothek mit über 700 Exemplaren in Französisch und Englisch. Ursprünglich beherbergte es die Familie Valois mit ihren Bediensteten.

Im Jahr 1798 lebten dort 7 Familienmitglieder, 8 Diener und der Konsul von Genua. Die Valois waren mit anderen Familien wie den Cólogan verwandt. Das Stammhaus beherbergte mehrere Generationen des Nachnamens Cólogan, wobei dieser bis zum 20. Jahrhundert im Besitz war. Vier Mitglieder der Familie waren Bürgermeister von Puerto de la Cruz. Aufgrund des wirtschaftlich-politisch-sozialen Einflusses der Familie war das Haus ein Refugium für zahlreiche Persönlichkeiten, wie Alexander von Humboldt.

Die Familie Cólogan eröffnet 1883 eines der charmantesten Hotels auf ganz Teneriffa in einem ihrer schönsten Häuser der Stadt, mit Balkonen mit Glasfenstern zur Hauptstraße. Das Hotel war ein häusliches Museum, in dem alle Haushaltsgegenstände und Möbel der Familie aufbewahrt wurden. Es war ein Ort, an dem wichtige gesellschaftliche Ereignisse stattfanden.

So wohnte u. A. Alexander von Humbold samt Anhang in diesem Hotel.

Laura Micaela de Cólogan Franchi y Heredia trug ab 1864 den Titel einer Marquesa de Candia, einen Namen, den das Hotel erhielt, als sie es nach dem Tod ihres Mannes (Tomas Fidel Cólogan) direkt leitete. Heute trägt es noch denselben Namen: Hotel Marquesa.