23.02.2025 – Der Baumberger Turm zu Regensburg

23. Februar 2025

Der Baumburger Turm gilt als einer der schönsten der in Regensburg erhaltenen 20 Geschlechtertürme. Es gab bis zu 70 Stück davon im 13. Jahrhundert.

Erbaut wurde der 28 m hohe, siebengeschossige und mit einem Zinnenkranz geschmückte Turm am Ende des 13. Jahrhunderts von den Ingolstettern, einem der reichen Regensburger Patriziergeschlechter. Die ehemals mit einem zweijochigen Kreuzrippengewölbe versehene Erdgeschosshalle wurde als Hauskapelle genutzt. Im 14. Jahrhundert kam die Hausburg in den Besitz der Baumburger. Der spätgotische östliche Anbau eines Wohntraktes wurde im 15. Jahrhundert bis zur Kramgasse erweitert. In dieser Zeit entstand laut Denkmalliste auch ein südlicher Wohnanbau mit Adresse Kramgasse 3.

Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Rundbogenlaube mit Brüstung und einer zurückgesetzten, von drei Fenstern durchbrochenen Rückwand. Diese Laube wurde später aus klimatischen Gründen geschlossen. Im 16. Jahrhundert wurde die Laube sogar ganz zugemauert und durch ein normales Fenster ersetzt, ähnlich dem wieder gotisch gestalteten Fenster über der Laube. Erst 1914 wurden bei Baumaßnahmen die Rundbogenlaube und die Fenstergruppen wieder freigelegt.

Quelle und weitere Infos siehe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Baumburger_Turm


20.08.2024 – Die Schlacht um Regensburg 1809

20. August 2024

Am 23. April 1809 fand die Schlacht um Regensburg statt, bei welcher Napoleon am Bein verletzt wurde, im Schloss Pürkelgut von seinen Ärzten verbunden und dann im Kloster Karthaus-Prüll übernachtete. (Der geschilderte Vorfall fand nicht weit entfernt vom heutigen Standort des Kepler Monuments statt.) Sein Gegner war der Habsburger Erzherzog Karl von Österreich. Aber irgendwie finde ich dazu sehr wenig Informationen. Wikipedia, ja, aber sonst? Auch generell ist online sehr wenig zur Geschichte Regensburgs zu finden. Die Franzosen hingegen stellen die Schlacht um Regensburg anlässlich des 249. Geburtstags von Napoleon an einem Festival nach. Das war vor 6 Jahren. Also wäre dieses Jahr der 255. Geburtstag von Napoleon.

Dabei ist die Wichtigkeit dieser Kämpfe rund um Regensburg für die Geschichte von Frankreich, Deutschland und speziell Österreich aussergewöhnlich. Erst recht für Regensburg, welches dereinst die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen war, im Reichssaal der Immerwährende Reichstag tagte und schon im 30-jährigen Krieg die wichtigsten Entscheidungen (z.B. Entlassung Wallensteins) fielen.

Aber zurück zum Thema: Das Ende des Feldzuges war die Erstürmung der Stadt Regensburg am Abend des 23. April. Dabei kam es auch zur Beschiessung der bayerischen Kleinstadt Stadtamhof durch österreichische Artillerie und zu Straßenkämpfen, in deren Folge Stadtamhof völlig zerstört wurde. Durch einen starken Wind angefacht, standen in kurzer Zeit zahlreiche Häuser zu beiden Seiten der Hauptstraße in Flammen und vernichteten bis Mitternacht 95 Wohnhäuser und eine Brauerei. Durch die Beschiessung und das anschliessende Feuer kamen sehr viele Bürger von Stadtamhof ums Leben.

Die Erstürmung von Regensburg am 23. April, Gemälde von Charles Thévenin (1764–1838). Rechts das Peterstor und die Erstürmung der Stadtmauer über den tiefen Stadtgraben. Links das Gebäude sieht, wie das Dalberg-Palais aus. Dalberg war damals Fürstbischof und Regensburg im Rheinbund Partner von Napoleon. Das Gebäude steht allerdings falsch. Es ist am Arnulsplatz. Der Dalberg-Obelisk wurde 1806 aufgestellt. Und zwar im Fürst-Anselm-Allee direkt Nähe Albertstrasse.

In den Darstellungen, die diese Gefechte rund um Regensbur zwischen dem 19. und 23. April getrennt beschreiben bzw. auflisten, wird häufig ausschliesslich dieser abschließende Kampf um die Städte Regensburg und Stadtamhof, sowie der Kampf um die Steinerne Brücke verbunden mit dem Übergang über die Donau als die Schlacht von Regensburg bezeichnet.

Regensburg selbst wurde am Abend nach der Eroberung von der französischen Führung „zur Plünderung freigegeben“. Das geschah, obwohl die Stadt von dem Verbündeten Napoleons Karl Theodor von Dalberg regiert wurde. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war das eigenständige Fürstentum Regensburg unter Fürstbischof Karl Theodor von Dalberg entstanden, das 1806 Mitglied im napoleonischen Rheinbund geworden war und erst 1810 an das Königreich Bayern überging.

Begründet wurde die Freigabe zur Plünderung damit, dass die Stadt „im Sturm“ erobert worden war. Die plündernden Soldaten behinderten dabei nicht nur die Löscharbeiten, sondern legten wahrscheinlich eigene Brände und entrissen den Menschen ihre letzte Habe, die sie gerade eben vor den Flammen gerettet hatten. Durch die anfängliche Beschießung und die marodierenden Soldaten verloren viele Einwohner der Stadt ihr Leben.

Es gibt in Regensburg den „Napoleonstein“ und auch die Residenz von Dalberg am Dom, in welcher Napoleon vom 24. bis 26. April 1809 nach gewonnener Schlacht wohnte, ist mit einer Gedenktafel geschmückt. Aber sonst? Fehlanzeige. No Info available.

Irgendwie schade, dass die Stadt Regensburg zur Geschichte des Weltkulturerbe Regensburgs rein gar nichts im Köcher hat.

Übersetzter Videokommentar:
„Angriff!“, ruft der Kommandeur der Fußjäger der Kaiserlichen Garde seinen Truppen während einer Straßenschlacht zu. Mit dieser Rekonstruktion von Regensburg im Jahr 1809 anlässlich der Napoleonischen Tage reist Ajaccio in die Vergangenheit, um den 249. Jahrestag der Geburt Napoleons zu begehen.

Wie die Maximilianstrasse entstand?
Bei der Beschießung der von österreichischen Truppen besetzten südlichen Stadtbefestigung von Regensburg zwischen dem heutigen Dachauplatz im Osten und dem Peterstor im Westen wurden von der Artillerie der französisch geführten Rheinbund-Truppen alle Häuser in diesem Bereich der Stadt zerstört. Dieser Verlust umfasste nahezu ein Fünftel des gesamten Hausbestandes von Regensburg. Ein Bittbrief des Regensburger Landesherren Karl Theodor von Dalberg an das spätere Hauptquartier von Napoleon in Wien blieb ohne Antwort, führte aber dazu, dass die Summe vom Königreich Bayern übernommen werden musste, als 1810 Regensburg an Bayern angeschlossen wurde. Das Geld wurde so zögerlich ausbezahlt, dass Fürstbischof Dalberg große Summen aus seinem Privatvermögen spendete und sogar Kirchensilber einschmelzen ließ, um den Wiederaufbau zerstörter Häuser zu finanzieren. In den Folgejahren entstand mit Hilfe dieser Gelder auch die für Regensburg ungewöhnlich geradlinig verlaufende Maximilianstraße im südöstlichen Stadtbereich von Regensburg.

Warum der 3. Turm der Steinernen Brücke nicht mehr existiert?
In Stadtamhof wurden bei Straßenkämpfen und durch Artillerie-Beschuss der österreichischen Truppen fast alle Häuser einschließlich der Kirche St. Mang komplett zerstört. Schwer beschädigt wurde das Katharinenspital und auch der als Schwarzer Turm, bezeichnete Wehrturm am Nordende der Steinernen Brücke, der dann im Folgejahr abgebrochen wurde.

Superinteressant: Broschüre des St.-Marien-Gymnasiums Klasse 8B (2015/16)

BTW:

Wieso findet man so wenig über die die Geschichte von Regensburg in Youtube & Co.?

Ergänzung: Ja, lesen ist super. Bücher gibt es.
Es geht um Dokumentationen als Video.

Beispiel „Die Deutschen“
https://youtube.com/playlist?list=PLhMw7aBKWdk5pjmqMbgSZajbuNvGMq5_o&si=m3yBcTNp3PpBF0M3

Beispiel: „Geschichte Bayern“
youtube.com/playlist?list=PL9mLGvtKQY64cid1y5a3qoOOZjj930bNi&si=sRY5OAIl6_ujNOpN

Regensburg hat das Bayernmuseum.
Aber selbst keine Video Dokumentation über die Geschichte Regensburgs?
Obwohl es von den Kelten, über die Römer, Residenz der Agilolfinger, Ludowiger, Ottonen, Karolinger, Habsburger, Barbarossa, Karl der Grosse, Emmeram, Reformation, Gegenreformation, Maximilian der I. Kreuzzüge, Don Juan de Austria, Sieg bei Lepanto, Gründung Österreich, Immerwährender Reichstag, Reichsdeputationshauptschluss, Tilly, Wallenstein, Napoleon, Nazis, Messerschmitt, Neutraubling, Düsenjäger? Stoff hätte es für eine mehrteilige Serie!


Video des Tages – Christkindlmarkt am Neupfarrplatz in Regensburg

23. November 2007

Langsam fängt die Vorfreude an. Auf den traditionellen Besuch des „Regensburger Christkindl’s-Markt“. Wir sind vom 30.11. bis 02.12.2007 in Regenburg und sehen uns sicherlich irgendwo. Auf einen oder zwei Glühwein und „ana knacka mit allem“.

Links:


Events in Regensburg – 12 Stunden Programm zum „Weltkulturerbe – Fest“

19. November 2007

Am 24. November wird die offizielle Urkunde von Dr. Mechtild Rössler, Mitarbeiterin am Welterbezentrum der Unesco, an Oberbürgermeister Hans Schaidinger überreicht. Und dieses Ereignis wird in der ganzen Stadt mit einer großen Welterbe-Party gefeiert.

So gibt es zum Beispiel ein mittelalterliches Spectaculum und Mittelalterfest mit Handwerkern, Händlern, Gauklern und Musik in den Runtingersälen, Unesco-Welterbeführungen und Führungen der Stadtmaus über den ganzen Tag verteilt, ein Erlebnis-Planspiel im Salzstadel, der mit verschiedenen Ständen, einer Stadtrallye und Aktionen bespielt wird. Improvisationstheater, eine Wirtschaftsausstellung oder szenische Lesungen runden das Angebot im Salzstadel ab. Ab 22.30 Uhr gibt es dann ein großes Abschlussfeuerwerk für den Welterbe-Tag auf der Steinernen Brücke. Und das Beste: Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Angebote kostenlos.

Im Internet unter der Adresse www.regensburg.de ist das gesamte Programm für die Welterbe-Party einsehbar. Kostenlose Eintrittskarten für die Stadtführungen und die Pralinen-Degustation sowie Menü-Tickets für den „Kulinarischen Brückenschlag“ in der Wurstkuchl sind in der Tourist Information am Alten Rathaus (Führungen der Regensburg Tourismus GmbH) und bei der Stadtmaus (Stadtmaus-Führungen, Degustation und Menü) erhältlich. Die Anzahl der Tickets pro Person ist auf maximal fünf beschränkt.

Quelle „Donau-Post“


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