23.02.2025 – Der Baumberger Turm zu Regensburg

23. Februar 2025

Der Baumburger Turm gilt als einer der schönsten der in Regensburg erhaltenen 20 Geschlechtertürme. Es gab bis zu 70 Stück davon im 13. Jahrhundert.

Erbaut wurde der 28 m hohe, siebengeschossige und mit einem Zinnenkranz geschmückte Turm am Ende des 13. Jahrhunderts von den Ingolstettern, einem der reichen Regensburger Patriziergeschlechter. Die ehemals mit einem zweijochigen Kreuzrippengewölbe versehene Erdgeschosshalle wurde als Hauskapelle genutzt. Im 14. Jahrhundert kam die Hausburg in den Besitz der Baumburger. Der spätgotische östliche Anbau eines Wohntraktes wurde im 15. Jahrhundert bis zur Kramgasse erweitert. In dieser Zeit entstand laut Denkmalliste auch ein südlicher Wohnanbau mit Adresse Kramgasse 3.

Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Rundbogenlaube mit Brüstung und einer zurückgesetzten, von drei Fenstern durchbrochenen Rückwand. Diese Laube wurde später aus klimatischen Gründen geschlossen. Im 16. Jahrhundert wurde die Laube sogar ganz zugemauert und durch ein normales Fenster ersetzt, ähnlich dem wieder gotisch gestalteten Fenster über der Laube. Erst 1914 wurden bei Baumaßnahmen die Rundbogenlaube und die Fenstergruppen wieder freigelegt.

Quelle und weitere Infos siehe: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Baumburger_Turm


08.08.2024 – Die historische Geschichte des Neupfarrplatz Regensburg

8. August 2024

Am Neupfarrplatz wurde die bisher größte archäologische Grabung in der Regensburger Innenstadt durchgeführt. Dabei traten die einzigartigen, historischen Schichtungen der Stadtentwicklung zutage.

Der Querschnitt reicht von Fundamenten römischer Häuser über eindrucksvolle Keller des mittelalterlichen jüdischen Viertels samt Synagoge bis zu einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Teil des Grabungsareals wurde, ergänzt durch Fundstücke, dauerhaft zugänglich gemacht. In einer Online-Führung nimmt Sie Matthias Freitag, Historiker und Stadtführer, mit durch die verschlossenen Räume. Denn: Zugang nur mit Führung!

Das jüdische Viertel aus Stein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es gibt jedoch bereits schriftliche Dokumente, in welchen die Siedlung im 11. Jahrhundert begann. Allerdings baute man damals noch nicht aus Stein, sondern aus Holz. 1519 werden die Juden aus Regensburg vertrieben und das Viertel zerstört. Mehr im Video.


07.08.2024 – Dokumentation über die Schnupftabakfabrik Regensburg

7. August 2024

Die ehemalige Schnupftabakfabrik ist etwas ganz Besonderes: Entstanden ist das Gebäude vor über 800 Jahren im Mittelalter als Patrizierhaus, später wurde es von den Fürsten von Thurn und Taxis genutzt und schließlich 1810 zu einer Schnupftabakfabrik der Firma Bernard umgestaltet.

Genau genommen handelt es sich um zwei Patrizierhäuser. Das Zandthaus und das Ingolstädterhaus. Der „Schmalzler“ heisst übrigens so, weil zum Tabakpulver als Geschmacksträger Schmalz – also Fett – hinzugefügt wurde. Darauf ist die Firma Bernard noch heute stolz. Sie fertig übrigens heute noch in Sinzing.

Nach Stilllegung der Fabrik im Jahr 2000 wurde das Gebäude umfassend saniert; dabei wurden drei große Räume bewusst unverändert im Originalzustand belassen.

In einer Online-Führung nimmt uns Matthias Freitag, Historiker und Stadtführer, mit in die verschlossenen Räume. Denn: Zugang nur mit Führung!

Host: Kulturamt der Stadt Regensburg

Weitere Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gebr%C3%BCder_Bernard


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