Da seit kurzem die NSDAP-Mitgliederkarteien von den US National Archives online zur Verfügung gestellt werden, findet sich darin auch die des damaligen Regensburger Oberbürgermeisters Otto Schottenheim und dessen Frau.

Bereits zum 1. April 1929 trat Schottenheim der NSDAP (Mitgliedsnummer 122.988)[4] und kurz darauf der SS bei (SS-Nummer 1.527). Weiterhin wurde er Mitglied der SA und vieler anderen NS-Organisationen. Als praktischer Arzt genoss Schottenheim bei den unteren und schwachen sozialen Schichten hohes Ansehen. Als Mitglied der NSDAP war er weder der Gruppe der alten NS-Kämpfer ohne akademischen Abschluss, noch der Gruppe der jungen, aufstiegsorientierten Akademiker zuzurechnen. Vielmehr war Schottenheim als Akademiker und Nichtjurist das Beispiel für ein NSDAP-Mitglied aus der Gruppe der bürgerlichen, frühen Gesinnungsfreunde mit einer national geprägten Biographie, bürgerlicher Existenz und Berufslaufbahn und ausgestattet mit einem starken persönlichen und sozialen Engagement.
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https://welt-der-vorfahren.de/richtige-nsdap-filmrolle-finden/
Anmerkung: Unsere Großvater väterlicherseits Robert Sperlich müsste auch zu finden sein. Er trug bis ans Lebensende Sein „Hitlerbärtchen“ und schimpfte auf die Sozialisten. Er starb 1978 in Amberg. Da war ich 11 Jahre alt und kannte den Zusammenhang noch nicht.
Erst später wurden mir die einzelnen Tatsachen bewusst. Geerbt habe ich bis auf die Grösse und das schüttete Haar zwar seine leicht aufbauende Art. Politisch wären wir heute absolut gegensätzlich.
Mein Vater, 1943 geboren und aus der Region Breslau vertrieben, war politisch „innen Rot, aussen Schwarz“, wie er sich als hoher Staatsbeamter immer bezeichnete. Also gar nichts geerbt, weil er war über 180 cm gross und eine stattliche (gewichtige) Figur in Regensburg an der Regierung der Oberpfalz und in seinen Ehrenämtern.
Die NSDAP-Mitgliederkarteien sollten am Ende des Krieges in einer Papierfabrik Josef Wirth bei Freimann bei München zu Pappe verarbeitet werden. Dem mutigen Einsatz des Besitzers und seiner Mitarbeiter ist zu verdanken, dass es diese Dateien noch gibt. In den „Nürnberger Prozessen“ waren sie dann wertvolle Beweismittel.







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