01.09.2026 – Chlorallergie oder „irritative Kontaktdermitis“?

31. August 2026

Der medizinisch korrekte Ausdruck dafür ist mir eigentlich total egal. Die Auswirkungen der Kontaktdermitis ausgelöst durch „Chlor“ sind für mich schrecklich! Warum (zum Teufel) wäscht man heute noch Bettwäsche mit chlorhaltigen Waschmitteln?!?

Kontaktallergie auf Chlor im Bett ist übelst!
(kostenloses Photostock Bild) Einschmieren hilft übrigens gar nicht.

Schlecht für die Umwelt: Chlor im Wasser (z. B. aus Poolreinigern) tötet Mikroorganismen, Fische und Wasserpflanzen. Es zerstört die biologische Balance in Ökosystemen.

Schlecht für die Gesundheit: Wenn Chlor mit organischem Material (wie Blättern oder Hautschuppen) reagiert, entstehen giftige Nebenprodukte. Diese nennt man AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogene) oder Trihalomethane (THM). Einige davon sind krebserregend.

In Stresa buchte ich eine wunderschöne Ferienwohnung mit 3 Schlafzimmer für Mike/Nataliiiiie, Günther und mich. Oben am Hügel. Mit toller Aussicht über den Lago Maggiore. Für einen fairen Preis.

Dann kommt das grosse „ABER!“, denn sofort in der ersten Nacht von Freitag auf Samstag merkte ich, dass die Bettwäsche und die Handtücher mit Chlor gewaschen wurden. Ich „merkte“ es sofort auf zwei Arten: Geruch in der Nase. Starker Juckreiz, Hautrötung, Pusteln, juckende Bläschen, rote geschwollene Haut. Und zwar am ganzen Körper. Nicht nur an Armen und Beinen. Mein Gesicht schwoll an, wie ein Luftballon.

Im Bettzeug sind Chlor Rückstände äußerst hinterhältig. Man schwitzt beim Schlafen. Auch wenn man nur leicht schwitzt, löst man mit dem salzhaltigen Schweiß das Chlor aus den Textilien. Dieses Gemisch dringt nun in flüssiger Form tief in die Haut ein, reizt diese und die Entzündung lässt die Haut anschwellen und jucken.

Wenn ich mit dem Auto reise, habe ich sonst mein eigenes Bettzeug dabei. So auch dieses Mal. So packte mich das Chlor im Bett auch nur eine Nacht! Aber das reichte vollkommen aus meine Haut „implodieren“ zu lassen. Das mit dem „eigenen Bett mitnehmen“ funktioniert aber nur bei Autoreisen.

Bei Flügen bin ich am Ars..! Komme ich dann in ein Hotel, welches das Bettzeug von einem Waschdienst mit Chlorwaschmitteln reinigen lässt. Und dieser Waschdienst dann mit Chlor bei der Fleckenbekämpfung von weisser Bettwäsche auf Nummer sicher gehen möchte. Und setzt auf die Chemiekeule mit Chlorbleiche. Dann ist das quasi mein Tod.

So geschehen zuletzt bei der KNX Training Center Konferenz in Helsinki oder letztes Weihnachten im Hotel Monopol in Puerto de la Cruz auf Teneriffa. In Helsinki kam noch kaltes Wetter und trockene Luft im Hotelzimmer dazu. Obwohl ich diesen gesundheitlichen Missstand jeweils an der Rezeption ansprach, blieb es bei beiden Fällen ohne Ergebnis. Vom Hotel Monopol bin ich dann ausgezogen.

Und nun hatte ich am Wochenende in Stresa wieder diese „irritative Kontaktdermitis“ auf Chlorhaltige Waschmittel in Stresa: Neue oder intensiv weiße Bettwäsche wird bei der Herstellung häufig mit chlorhaltigen Verbindungen gebleicht. Werden diese Rückstände vor der Wiederverwendung nicht ausreichend ausgewaschen, lösen sie bei Hautkontakt und Schwitzen Reizungen aus.

Das Schweiss/Chlor-Gemisch schädigt nämlich ausserdem die Hautbarriere! Durch diese Schädigung können nämlich die sonst friedlich die Haut besiedelnden Bakterien tiefere Hautschichten erreichen und dort eine „Unterhautentzündung“ verursachen. Was ziemlich „blöd“ sein kann, weil sich in seltenen Fällen die Bakterien im Körper ausbreiten.

So eine „tolle“ Unterhautentzündung ist also eine Komplikation zur durch Chlor Waschmittel verursachten „irritativen Dermatitis“. So eine Entzündung habe ich am rechten Oberschenkel. Und diese äußert sich bei Bewegung durch Schmerzen und optisch durch einen Hautbuckel mit etwa 3 Zentimeter Durchmesser. Deshalb war ich heute gleich mal beim Arzt. Für Dienstag morgens bekam ich gleich einen Termin.

Dabei wäre so einfach weisse Wäsche umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich von Flecken zu befreien. Man spüle die Wäsche ordentlich einfach mit Wasser oder noch besser gebe man einen Schuss Zitronensaft in das Spülfach!

Zur Reinigung: Essig, Zitronensäure, Soda oder Sauerstoffbleiche.

Ich nutze zum Spülen der Wäsche ausschliesslich selbstgemachten Zitronensaft! Auch  Orangenschalen sind sehr wirksam! Dieser Saft aus Zitronen/Orangen-Schalen desinfiziert die Wäsche nicht nur. Sondern bleicht diese auch, entkalkt die Maschine, macht die Wäsche weich und die Wäsche riecht auch noch supergut. Keine Chemie! Kein Risiko!

Übrigens: Die Haut bessert sich sofort nachdem der Reiz – die Chlorhaltige Bettwäsche – nicht mehr einwirken kann. Die Entzündung verschwindet innerhalb von zwei Tagen. Das komplette Abheilen der Haut dauert länger: Etwa eine Woche. Für die Unterhautentzündung braucht es Medikamente. Kortison und Antibiotika.

Nachtrag: Mit dem Vermieter der Ferienwohnung hatte ich noch eine recht seltsame Diskussion auf dem Messenger. Zuerst hatte er mir mitgeteilt, dass er sich mit dem Wäschereinigungsdienst in Verbindung setzen würde. Dann stellte sich heraus, dass er handelsübliche und frei käufliche Chlorwaschmittel kaufen würde. Und selbst wäscht.

Er meinte auch, dass ich ihm vorher mitteilen müsste, dass ich eine Allergie auf Chlor hätte. In einem Restaurant müsse man ja auch mit der Bedienung reden, wenn man ein Lebensmittel nicht verträgt.

Daraufhin schrieb ich, dass ich nur nett sein wollte und ihn auf die Risiken von Chlorbleiche aufmerksam machen will. Auch ist es durch Auflagen für Umwelt und Arbeitsplatzschutzbesimmungen in Europa für Wäscheservicefirmen  finanziell unrentabel mit Chlorbleiche zu waschen. Es gäbe zudem umweltfreundliche und gesundheitlich unbedenkliche Alternativen.

Ausserdem hätte ich in einem Restaurant die Wahl etwas Anderes aus der Karte zu nehmen, wenn ich zum Beispiel auf Scampi allergisch wäre. Bei einem Hotelzimmer muss ich das Chlorbett schlafen. Alternativlos. Dämliches Argument.


18.05.2025 – Neurodermitis ist ein Arschloch

18. Mai 2025

Ich habe selten eine Reiserückkehr so herbeigesehnt, wie dieses mal von Helsinki. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte. Im Gegenteil. Die KNX TCC und das, was ich in der kurzen Zeit von Helsinki gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Es ist etwas Anderes.

Ich habe Neurodermitis seit ich ein Baby war. Und diese Erkrankung machte sich sofort in der ersten Nacht im Hotelzimmer bemerkbar. Warum? In Helsinki hatte es Nachts unter 10 Grad. Also wurde im Hotel geheizt. Dies hat zur Folge, dass die Luftfeuchtigkeit im Hotelzimmer auf unter 30% sinkt. Und dies wiederum trocknet meine Haut aus. Die trockene Haut juckt und bricht in der oberen Schicht auf. Sie rötet sich und es ist dann nicht mehr auszuhalten.

Neurodermitis durch geringe Luftfeuchtigkeit: Beispielbild linker Unterarm. Schön ist die Hautrötung und die trockene Haut zu sehen.

Von der Kopfhaut, welche dann schuppt, über Gesicht, Hals, Arme, Rücken, Brust, Oberschenkel, Kniekehlen, Waden, Füsse. Alles ist trocken und juckt. Schuld daran sind kalte Außentemperaturen und durch Heizen sehr geringe Luftfeuchtigkeit.

Linderung gibt es nur kurzzeitig durch Duschen (morgens und abends) und das grossflächige Auftragen von Kokosfett oder Olivenöl. Beides ist antiseptisch und verringert den Juckreiz. Aber nur drei bis vier Stunden. Dann geht das Gejucke und Gekratze wieder los. Die haut wird rötlich, schwillt an, reisst auf, juckt.

Ja, „Einschmieren“!!! Fuck! In über 50 Jahren habe ich alle Cremes dieser Welt getestet. Nichts hilft. Die frei käuflichen Cremes von Nivea und Co. sind entweder nur Geldmacherei oder helfen nur kurzfristig die Haut geschmeidig zu machen. Verstopfen die Poren und erzeugen Pickel. Korisoncremes helfen tatsächlich. Aber Kortison macht die Haut dünn und bringt Falten. Ich nutze nur noch Kokos- und/oder Olivenöl.

Ja, „Neurodermitis ist eine Stress-Sache!“ Stimmt. Aber Stress lässt sich vermeiden. Nur trockene Heizungsluft in Hotels eben nicht. Hat man dann trockene Haut, dann nervt und stresst das zusätzlich. Fehlender Schlaf tun ein Übriges. Eine üble Leidensspirale beginnt.

Fakt: Mein Körper ist für Kälte nicht geeignet und inkompatibel. Extrem aufgefallen und bewusst geworden ist mir das jetzt eben erst wieder. Vor einer Woche war ich noch auf Teneriffa. Dort war es zwar nicht so sonnig, wie erwartet und es war auch nicht sonderlich warm. Ab es hatte 16 Grad aufwärts und im Zimmer keine Heizung. Und die Luftfeuchtigkeit lag eben bei über 55%. Es hatte Sonne und Salzwasser. Meine Neurodermitis heilte in wenigen Tagen aus und die Rötungen verschwanden fast vollständig.

Und dann fliege ich nach Helsinki und schon in der ersten Nacht geht es wieder los mit der Juckerei. Die Nächte im trockenen Hotelzimmer sind eine Tortur. Die Haut juckt und lässt mich nicht einschlafen. Morgens bin ich totmüde. Und nach dem Aufstehen versucht man sich über den Tag zu retten. Die Laune leidet oft. Kurz: Es ist schrecklich.

„Aber Peter! Du wohnst doch in der Schweiz! Da ist es doch auch kalt!“ Ja, im Winter. Und da geht es mir auch schlecht. Aber ich habe bei mir Zuhause Massnahmen ergriffen, damit die Luftfeuchtigkeit nie unter 50% fällt.

1. Seit 2020 befinden sich in meinem Wohnzimmer drei Aquarien. Diese verdunsten in der Woche mindestens 10 Liter Wasser.
2. Schon seit 2018 läuft bei mir bei Bedarf ein Luftbefeuchter. Dieser verdunstet pro Tag nochmal 5 Liter destilliertes Wasser.
3. Ich versuche möglichst oft und lange im Winter „im Süden“ zu sein.

Wo es mir auch noch schlecht ging und noch geht? Im Büro in Regensburg. Dort hat es fast das ganze Jahr unter 40% Luftfeuchtigkeit. Das merke ich dann sofort an meinem „roten Gesicht“. Meine Haut trocknet sofort aus und rötet sich. Hierfür gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung.

Aber jetzt sitze ich im Flieger von Helsinki nach Frankfurt und wünsche mir nichts Anderes, als möglichst bald Zuhause in Zürich zu sein. Dann werde ich die Wäsche aus dem Koffer nehmen und waschen. Und danach sofort in die Badewanne springen.

Ins Badewasser kommt ein Kilo Salz. Salzwasser lässt die Neurodermitis abschwellen und entfernt die trockene schuppige Haut. Wenn es zeitlich noch klappt, dann gehe ich noch ins Solarium. Die Strahlung wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus. Und dann brauche ich viel Schlaf.

BTW: Worauf meine Haut übrigens absolut zuverlässig „anspringt“, ist Chlor! Egal, ob im Freibad oder im Hotel. Wird die Bettwäsche mit Chlor gewaschen, dann „sterbe ich“ förmlich. Meine Haut dreht komplett durch. Am ganzen Körper bin ich augenblicklich rot. Schon wenn ich Chlor nur rieche, bekomme ich Juckreiz. Deshalb habe ich wenn nur irgendwie möglich mein eigenes Bettzeug auf Reisen dabei. Decke, Kopfkissen und Zudecke.

Was habe ich mir nun vorgenommen? Erstens werde ich sicherlich nicht mehr in den Norden von Europa fliegen und es möglichst vermeiden „kalte Länder“ zu besuchen. Zweitens braucht es langfristig eine dauerhafte Lösung für „den Winter“. Neurodermitis ist kein Spass.