02.07.2025 – Nie mehr Kuhmilch kaufen – Mandelmilch und Cashewmilch easy selfmade

2. Juli 2025

Der Titel liest sich provokativ an. Hat aber seinen Hintergrund. Kuhmilch ist ungesund. Fakt. Zum einen erhöhte sich der Spiegel des Enzyms ACE2, das für eine Verengung der Blutgefäße und damit für eine Erhöhung des Blutdrucks verantwortlich ist. Zum anderen stieg der Spiegel für einen Faktor, der das Wachstum von Fibroblasten anregt und damit das Blut dickflüssiger machen kann. (Link) Die Homogenisierung der Milch bricht die Fettmoleküle runter, was dazu führt, dass die Moleküle zerstreut in der Milch zurück bleiben. Es gibt Hinweise, dass diese Prozedur die Arterienwände schädigt und zu einer Atherosklerose führen kann. (Link) Auch bei Hautentzündungen und Akne ist Milch ein Trigger (Link). Milch und Milchprodukte können bei manchen Menschen mit Neurodermitis Auslöser oder Verstärker von Symptomen sein. Der wichtigste Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie etwa Herzinfarkt ist ein erhöhter Cholesterinspiegel. Kuhmilch hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die die Blutfettwerte und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Die Tricks der Milchindustrie wurde erst in einer Sendung in ARD aufgezeigt.

Der Austausch von Milchfett durch pflanzliche, mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung kann das Herzerkrankungsrisiko wiederum deutlich vermindern. Eine vegane Ernährung enthält keine tierischen Fette – und damit weniger gesättigte Fettsäuren. Außerdem enthalten pflanzliche Lebensmittel kein Cholesterin, denn das kommt nur in tierischen Produkten vor. Veganer:innen nehmen stattdessen mehr ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe zu sich. Letztere sind nur in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Dies wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus. (Link) Milch und Milchprodukte sollte man also nur wenig essen.

Nussmilch einfach selbst gemacht – Die Zutaten und das „Werkzeug“ dazu

Ok. Gut. Soweit die Theorie. In meinem 55. Jahr liess ich mich von Kopf bis Fuss ärtzlich durchchecken. Dabei kam u.A. heraus, dass meine Blutgefässe geschädigt wären, ich leicht erhöhte Cholisterin-Werte hätte und bei meinen Halsschlagadern beidseitig leichte Ablagerungen zu erkennen seien. Somit stellte ich schon damals meine Ernährung um. Keine Milchprodukte mehr. Kein rotes Fleisch. Kein industrieller Zucker und keine Süssigkeiten. Möglichst vegetarische Ernährung. Nur noch in Ausnahmefällen gönne ich mir mal einen Schweinebraten oder ein Schnitzel. Aktuell bei der Hitze mal ein Eis („Sünde! Sünde!) Meine Blutwerte verbesserten sich seit dem umgehend. Ich verlor 6 Kilo Gewicht. Nachhaltig.

Also brauchte es Ersatz für Kuhmilch aus der Tüte. Bisher kaufte ich die letzten Jahre pflanzliche Milch im Einzelhandel ein. Mandelmilch, Sojamilch, auch Reismilch probierte ich aus. Die Preise bewegen sich pro Liter zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Meinen Kaffee trinke ich seitdem nur noch mit Soja- oder Mandelmilch.

Jetzt hatte ich in eben dieser Sendung gesehen, wie einfach es ist selbst Mandelmilch herzustellen. Es braucht nicht viel. Nur einen Stabmixer oder Bulletmixer. Beides habe ich Zuhause. Und zwar keine „High-End-Marken-Mixer“, sondern günstige 0815-Geräte. Seit Jahren. Und ein handelsübliches Sieb. Und keinen „Nussmilchbeutel„. Was für eine unnötige Ausgabe und Sauerei. Ein Sieb tut es auch, habe ich festgestellt. Und wenn jemand unbedingt die ganz feinen Stückchen nicht haben will, dann nimmt der ein sauberes Küchentuch. Das klappt erstklassig.

Vorbereitung:
– Für einen Liter Mandelmilch 100 Gramm Mandeln.
– Für einen halben Liter Cashewnüsse 100 Gramm Nüsse.
– Die Mandeln und/oder die Cashewnüsse über Nacht im Kühlschrank in Wasser einweichen.

Also, was braucht es an Werkzeug?
– Eben, einen Mixer. Ich nutzte den BulletMixer.
– Ein grosses Sieb mit feinem Gitter
– Einen Messbecher zum Absieben der Milch
– Einen Trichter zum späteren Abfüllen in Flaschen
– Halbliter-Flaschen mit Spannverschluss.

Was braucht es an Zutaten?
– 100 Gramm Mandeln (mit Haut) bzw. für den zweiten Versuch 100 Gramm Cashewnüsse.
Eben die oben geannten Nüsse vorher über Nacht in Wasser im Kühlschrank eingeweicht.
– 1 Esslöffel Kokosöl auf 500 ml Wasser.
Damit die Milch „sämig“ wird, habe ich Kokosöl genommen. Auch für den Geschmack. In Rezepten lese ich alles von Sonnenblumenöl bis Olivenöl.
– 1 Esslöffel Honig auf 500 ml Wasser.
Als Zuckerersatz lese ich immer „Agavendicksaft“ in den Rezepten. Wer hat das schon Zuhause. Ich habe einfach Honig genommen.
– Dazu kommt noch eine Prise Salz als Geschmacksverstärker.
– kaltes Wasser aus der Leitung

Vorgehen – Rezept:
1. Man nimmt die Mandeln bzw. die Cashewnüsse aus dem Kühlschrank und wäscht diese im Sieb unter laufendem Wasser ab.
2. Dann füllt man die Mandeln/Nüsse in den Bulletmixer.
3. Danach gibt man je einen Esslöffel Kokosöl und Honig dazu.
4. Die Prise Salz noch oben drauf.
5. Dann füllt man den Mix-Behälter mit Wasser auf (bei mir bis 500 ml)
6. Danach lässt man den Mixer laufen.
7. Anschliessend siebt man die Milchmasse über das Sieb ab.
8. Bei den Mandeln blieb dann noch relativ viel Trester übrig.
9. Also habe ich diese Prozedur 1. bis 7. nochmal durchgeführt und bekam nochmal Mandelmilch.
10. Bei den Cashewnüssen blieb nur minimal Trester übrig. Als 1. bis 7. nur 1x durchgeführt.
11. Am Schluss dann die Milch in Halbliterflaschen abfüllen und in den Kühlschrank stellen.
12. Den Mandeltrester habe ich auf einem flachen Teller am Balkon zum Trocknen gestellt. Vielleicht mögen den Trester ja meine Spatzen und Meisen.

Resümee:
Also zum „Geldsparen“ muss man die Prozedur nicht machen. Das lohnt anhand des Aufwands und der Zutaten nicht unbedingt. Aber in handelsüblicher Mandelmilch sind zum Beispiel nur 2,5% Mandeln enthalten. Dafür Säureregulatoren, und Stabilisatoren. Dazu kommt noch im dümmsten Fall Industriezucker. Dazu werden die Milchdrinks „ultrahocherhitzt“, um sie haltbar zu machen.
Bei der eigenen Herstellung weiss man „was drin“ ist. Das hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Ausserdem ist der Anteil Mandeln/Cashew wesentlich höher. Bei Mandeln war der Anteil 10% und bei Cashew 20%. Und man kann mit den Zutaten variieren, je nach Geschmack. Zum Süssen könnte man auch Datteln nehmen. Und mit Erdbeeren oder Himbeeren für Geschmacksvarianten herstellen.


18.05.2025 – Neurodermitis ist ein Arschloch

18. Mai 2025

Ich habe selten eine Reiserückkehr so herbeigesehnt, wie dieses mal von Helsinki. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte. Im Gegenteil. Die KNX TCC und das, was ich in der kurzen Zeit von Helsinki gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Es ist etwas Anderes.

Ich habe Neurodermitis seit ich ein Baby war. Und diese Erkrankung machte sich sofort in der ersten Nacht im Hotelzimmer bemerkbar. Warum? In Helsinki hatte es Nachts unter 10 Grad. Also wurde im Hotel geheizt. Dies hat zur Folge, dass die Luftfeuchtigkeit im Hotelzimmer auf unter 30% sinkt. Und dies wiederum trocknet meine Haut aus. Die trockene Haut juckt und bricht in der oberen Schicht auf. Sie rötet sich und es ist dann nicht mehr auszuhalten.

Neurodermitis durch geringe Luftfeuchtigkeit: Beispielbild linker Unterarm. Schön ist die Hautrötung und die trockene Haut zu sehen.

Von der Kopfhaut, welche dann schuppt, über Gesicht, Hals, Arme, Rücken, Brust, Oberschenkel, Kniekehlen, Waden, Füsse. Alles ist trocken und juckt. Schuld daran sind kalte Außentemperaturen und durch Heizen sehr geringe Luftfeuchtigkeit.

Linderung gibt es nur kurzzeitig durch Duschen (morgens und abends) und das grossflächige Auftragen von Kokosfett oder Olivenöl. Beides ist antiseptisch und verringert den Juckreiz. Aber nur drei bis vier Stunden. Dann geht das Gejucke und Gekratze wieder los. Die haut wird rötlich, schwillt an, reisst auf, juckt.

Ja, „Einschmieren“!!! Fuck! In über 50 Jahren habe ich alle Cremes dieser Welt getestet. Nichts hilft. Die frei käuflichen Cremes von Nivea und Co. sind entweder nur Geldmacherei oder helfen nur kurzfristig die Haut geschmeidig zu machen. Verstopfen die Poren und erzeugen Pickel. Korisoncremes helfen tatsächlich. Aber Kortison macht die Haut dünn und bringt Falten. Ich nutze nur noch Kokos- und/oder Olivenöl.

Ja, „Neurodermitis ist eine Stress-Sache!“ Stimmt. Aber Stress lässt sich vermeiden. Nur trockene Heizungsluft in Hotels eben nicht. Hat man dann trockene Haut, dann nervt und stresst das zusätzlich. Fehlender Schlaf tun ein Übriges. Eine üble Leidensspirale beginnt.

Fakt: Mein Körper ist für Kälte nicht geeignet und inkompatibel. Extrem aufgefallen und bewusst geworden ist mir das jetzt eben erst wieder. Vor einer Woche war ich noch auf Teneriffa. Dort war es zwar nicht so sonnig, wie erwartet und es war auch nicht sonderlich warm. Ab es hatte 16 Grad aufwärts und im Zimmer keine Heizung. Und die Luftfeuchtigkeit lag eben bei über 55%. Es hatte Sonne und Salzwasser. Meine Neurodermitis heilte in wenigen Tagen aus und die Rötungen verschwanden fast vollständig.

Und dann fliege ich nach Helsinki und schon in der ersten Nacht geht es wieder los mit der Juckerei. Die Nächte im trockenen Hotelzimmer sind eine Tortur. Die Haut juckt und lässt mich nicht einschlafen. Morgens bin ich totmüde. Und nach dem Aufstehen versucht man sich über den Tag zu retten. Die Laune leidet oft. Kurz: Es ist schrecklich.

„Aber Peter! Du wohnst doch in der Schweiz! Da ist es doch auch kalt!“ Ja, im Winter. Und da geht es mir auch schlecht. Aber ich habe bei mir Zuhause Massnahmen ergriffen, damit die Luftfeuchtigkeit nie unter 50% fällt.

1. Seit 2020 befinden sich in meinem Wohnzimmer drei Aquarien. Diese verdunsten in der Woche mindestens 10 Liter Wasser.
2. Schon seit 2018 läuft bei mir bei Bedarf ein Luftbefeuchter. Dieser verdunstet pro Tag nochmal 5 Liter destilliertes Wasser.
3. Ich versuche möglichst oft und lange im Winter „im Süden“ zu sein.

Wo es mir auch noch schlecht ging und noch geht? Im Büro in Regensburg. Dort hat es fast das ganze Jahr unter 40% Luftfeuchtigkeit. Das merke ich dann sofort an meinem „roten Gesicht“. Meine Haut trocknet sofort aus und rötet sich. Hierfür gibt es noch keine zufriedenstellende Lösung.

Aber jetzt sitze ich im Flieger von Helsinki nach Frankfurt und wünsche mir nichts Anderes, als möglichst bald Zuhause in Zürich zu sein. Dann werde ich die Wäsche aus dem Koffer nehmen und waschen. Und danach sofort in die Badewanne springen.

Ins Badewasser kommt ein Kilo Salz. Salzwasser lässt die Neurodermitis abschwellen und entfernt die trockene schuppige Haut. Wenn es zeitlich noch klappt, dann gehe ich noch ins Solarium. Die Strahlung wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus. Und dann brauche ich viel Schlaf.

BTW: Worauf meine Haut übrigens absolut zuverlässig „anspringt“, ist Chlor! Egal, ob im Freibad oder im Hotel. Wird die Bettwäsche mit Chlor gewaschen, dann „sterbe ich“ förmlich. Meine Haut dreht komplett durch. Am ganzen Körper bin ich augenblicklich rot. Schon wenn ich Chlor nur rieche, bekomme ich Juckreiz. Deshalb habe ich wenn nur irgendwie möglich mein eigenes Bettzeug auf Reisen dabei. Decke, Kopfkissen und Zudecke.

Was habe ich mir nun vorgenommen? Erstens werde ich sicherlich nicht mehr in den Norden von Europa fliegen und es möglichst vermeiden „kalte Länder“ zu besuchen. Zweitens braucht es langfristig eine dauerhafte Lösung für „den Winter“. Neurodermitis ist kein Spass.


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