Die Aufnahmen für unser Musikprojekt „Los de La Guapa“ in einem Tonstudio auf Teneriffa sind nach 6 Monaten heute finalisiert. Es hat nochmal über 5 Stunden gedauert, bis die letzten Feinheiten „im Kasten“ waren.
Bisher wusste nur ein kleiner eingeweihter Kreis davon. Sogar Yury, die Besitzerin des „La Guapa“, kannte den vollen Umfang des Projektes nicht.

Da das Projekt nun offiziell „kein Geheimnis“ mehr ist, kann ich auch etwas darüber schreiben. Ich habe ja viele kreative Ideen, von welchen die meisten an Umständen oder Zeit scheitern. Und wenn ich dann eines davon tatsächlich umgesetzt bekomme, dann freut es mich extrem.

So ist das mit dem Musikprojekt „Los de La Guapa“. Denn mein zweites Wohnzimmer hier in Puerto de la Cruz ist die „Bodega Lela La Guapa“. Die „Lela“ ist die Großmutter von Yury, der Besitzerin. Und sie war eine sehr Hübsche (La Guapa).
Jeden Tag gibt es Live-Musik. Die Musik ist traditionell Südamerikanische, Spanisch, aus Teneriffa. Die Musiker habe ich über die vier Jahre regelmäßiger Anwesenheit ein wenig kennengerlernt.

Jeden Freitag und Samstag tritt Nuria (Gesang, Madrid) mit José (Kuba, Percussion), Rafael (Kanaren, Bass, Rhythmus-Gitarre) und Santiago (Kanaren, Leadgitarre Upside-Down) auf. Es gibt eine feste und eine wechselnde Fangemeinde. Von den Auftritten drehte ich Hunderte Videos in den letzten Jahren.

Jetzt sind zwei Dinge zusammengekommen. Einmal stellte ich fest, dass bei den Auftritten ich nicht der Einzige bin, der Videos aufnimmt. Videos dreht man ja dann, wenn man einen bestimmten außergewöhnlichen Moment für sich festhalten möchte. Auch bei Bildern ist es so. Der Moment soll festgehalten und eine Erinnerung daran erstellt werden.

Das Zweite ist, dass man sich auch etwas aus den Ferien mitnehmen möchte, ein Andenken, eine Ansichtskarte, einen Kühlschrank Agenten, ein Plüschtier, ein Badehandtuch.

Nun war zuerst meine Idee 3 Songs aufzunehmen und auf eine Minidisk oder Memorystick zu pressen. Hierzu informierte ich mich, was die Aufnahme im Studio samt Rechte und Vervielfältigung kosten würde.

Als ich handfeste Ergebnisse hatte, fragte ich Nuria, was sie davon halten würde. Sie erzählte, dass sie schon mal eine CD aufgenommen hätte vor Jahren, aber die Musiker vom La Guapa hätten sicher kein Interesse. Sie würden sich nur zum Auftritt treffen. Dann geht jeder seine Wege. Das war im November 2025.

Etwa drei Wochen später kam eine WhatsApp von Nuria mit der Frage, ob man auch 10 Songs aufnehmen könnte. Mich überraschte und freute die Idee sofort. Nuria hätte mit den anderen Musikern gesprochen und sie hätte auch ein Tonstudio nach einem Angebot gefragt
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So kam ich zum Job des „Hobby-Produzenten“. Ich hatte klare Vorstellungen von der Art und Weise, wie sich die Musik anhören sollte, welche Dynamik, welche Performance, wie es quasi klingen sollte. Und Nuria organisierte die Musiker, wann wer ins Studio kommt, Zeit hat, die vereinbarten Songs einzuspielen.

Das Tonstudio organisiert Rafael. Es gehört zu einer Behinderteneinrichtung, welche verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten ermöglicht. Darunter auch Musik und Theater.

Das Studio ist modern ausgestattet. Und verfügt über die erforderlichen Möglichkeiten. Und es nehmen ständig andere Musikgruppen unter der Anleitung von Rafael CDs oder einzelne Songs für Spotify etc. auf.
Zu Beginn einigten wir uns auf eine Song Liste. Dann starteten die Aufnahmen der Baseline mit José (Percussion) und Rafael (Rhythmus-Gitarre). Dann kamen die ersten Gesangstücke mit Nuria und Angel. Und parallel dazu die Leadgitarre von Santiago.
Das dauerte jetzt bis eben gestern etwa 6 Monate. Dabei stellte sich unter Anderem heraus, dass zwischen dem „Sound&Dynamik“ im Studio und Live auf der Bühne ein nicht unwesentlicher Unterschied besteht. Das auszugleichen daran arbeiteten wir gefühlt am längsten. Und es kamen tolle kreative Ideen von allen Beteiligten dazu. Jetzt ist es ein rundes Ergebnis, von dem wirklich alle in der Band und drum herum begeistert sind.
Auch sind die Individualisten während der Zeit als Team zusammengewachsen, haben sich besser kennengelernt, zusammen gearbeitet, kommuniziert, Ideen getauscht, kommuniziert und sich gegenseitig motiviert. Das Ergebnis ist nun etwas Bleibendes für die Band-Mitglieder und eine Erinnerung.
Obwohl wir noch nicht fertig sind. Fotos müssen noch geschossen werden. Für Cover, Inlay und Autogrammkarten. Das CD-Mastering muss noch erledigt werden und schliesslich die CD-Produktion. Auch die Verwertungsrecht müssen angemeldet werden. Viel zu tun! Für die „Organisatoren“ Nuria und Rafael. Und für den „Hobby-Produzenten“ Peter.
Es war fantastische Erfahrung und reibungslose Zusammenarbeit. Ziel ist nun der Release der CD Anfang Oktober.






