Das erste Land, das nach Wahlerfolgen im Jahr 1932 im Vorfeld der „Machtergreifung“ eine alleinige NSDAP-Regierung (mit absoluter Mehrheit im Landtag) stellte, war das kleine Land Anhalt.
Nachdem die NSDAP bei den anhaltischen Landtagswahlen am 24. April 1932 mit 40,7 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion geworden war, wählte das Parlament in Dessau am 21. Mai 1932 eine Koalition aus NSDAP und DNVP. Alfred Freyberg (NSDAP) wurde zum ersten nationalsozialistischen Ministerpräsidenten eines deutschen Landes ernannt.
Erste Regierungsführung (Anhalt, Mai 1932): In Anhalt stellte die NSDAP im Mai 1932 zum ersten Mal den Regierungschef (Ministerpräsidenten). Dessau wurde damit zum Sitz der ersten NS-geführten Landesregierung Deutschlands. Kurze Zeit später, im August 1932, folgte mit dem „Mustergau“ Thüringen unter Fritz Sauckel das zweite Land mit einem NSDAP-Ministerpräsidenten.
Die NSDAP nutzte den Freistaat Anhalt gezielt als „Experimentierfeld“ für ihre spätere Politik auf Reichsebene. Eine der ersten und bekanntesten Amtshandlungen der neuen Freyberg-Regierung war die Schließung des weltberühmten Bauhauses in Dessau im Sommer 1932, das daraufhin gezwungen war, nach Berlin auszuweichen.
1. Mai 1933 (Tag der nationalen Arbeit): Die Nationalsozialisten machten den 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag, um die traditionell sozialistisch geprägte Arbeiterbewegung für ihre eigene Propaganda zu vereinnahmen. [1, 2]
2. Mai 1933 (Zerschlagung der Gewerkschaften): SA-Verbände besetzten die Häuser der freien Gewerkschaften. Die Gewerkschaften wurden verboten, ihre Gelder beschlagnahmt und die Führungskräfte verhaftet. Damit wurden wichtige Schutzmauern der Demokratie beseitigt.
10. Mai (Bücherverbrennungen): Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes inszenierten auf dem Berliner Opernplatz (heute Bebelplatz) und in vielen anderen Universitätsstädten die Bücherverbrennung 1933 in Deutschland. Tausende Werke von jüdischen, sozialistischen und kritischen Autoren wurden ins Feuer geworfen.
12 Jahre später endete der Zweite Weltkrieg: Die bedingungslose Kapitulation trat am 08. Mai 1945 um 23:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft. Über 60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt, mehr als 110 Millionen Menschen trugen Waffen. Schätzungen zufolge wurden über 65 Millionen Menschen getötet.
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