Grosse Teilen der Reportage lassen mich in Schock zurück. Die Fleischproduktion – ein schreckliches Wort – benötigt enorme Ressourcen. Wasser, Energie, pflanzliche Rohstoffe, wie Soja, Korn. Auch sind die Transportwege unfassbar. Das wusste ich schon vorher. Aber nicht die Ausmaße, welche das alles annehmen kann.
Rinderfarm USA
Amerikaner essen im Schnitt 120 Kilo Fleisch im Jahr. Mehr als 40% der Amerikaner leiden an Adipositas (BMI>30), weil sie sich mit ungesunden und verarbeiteten Lebensmitteln ernähren. Nicht freuen, denn: In Deutschland liegt der Wert bei 25% der Bevölkerung. In der Schweiz sind es 13%!!
Ich habe immer weniger Lust auf Fleisch. Egal, welcher Herkunft. Aber seht selbst.
Welche Möglichkeiten gibt es, in großen Mengen nachhaltig und effizient Nahrungsmittel herzustellen? Die Technologien sind vielfältig, zum Teil verblüffend oder fragwürdig, die Zahlen unfassbar. Die demografische Entwicklung weltweit, der Klimawandel und Ereignisse wie das vergangene Pandemiegeschehen haben vielerorts ein Umdenken bewirkt, denn es zeigt sich, dass derzeitige Produktionsweisen und Vertriebswege nicht mehr haltbar sind.
#landwirtschaft #zukunft #doku Video verfügbar bis zum 31/05/2026
Hier ist Teil 1 der ARTE-Dokumentation „Licht und Schatten von Hightech“
Hightech in der Landwirtschaft. Wie wird sie in den USA, in China und den Niederlanden angewendet? Es zeigt sich zunehmend, dass die Produktion von Nahrungsmitteln in großem Stil, wie sie in den globalisierten Handelsketten üblich ist, neu gedacht werden muss. Eine höhere Nachfrage nach Nahrung und Futter sowie der Klimawandel zwingen uns dazu, neue Wege zu suchen.
#landwirtschaft #hightech #doku Video verfügbar bis zum 31/05/2026
Der Titel liest sich provokativ an. Hat aber seinen Hintergrund. Kuhmilch ist ungesund. Fakt. Zum einen erhöhte sich der Spiegel des Enzyms ACE2, das für eine Verengung der Blutgefäße und damit für eine Erhöhung des Blutdrucks verantwortlich ist. Zum anderen stieg der Spiegel für einen Faktor, der das Wachstum von Fibroblasten anregt und damit das Blut dickflüssiger machen kann. (Link) Die Homogenisierung der Milch bricht die Fettmoleküle runter, was dazu führt, dass die Moleküle zerstreut in der Milch zurück bleiben. Es gibt Hinweise, dass diese Prozedur die Arterienwände schädigt und zu einer Atherosklerose führen kann. (Link) Auch bei Hautentzündungen und Akne ist Milch ein Trigger (Link). Milch und Milchprodukte können bei manchen Menschen mit Neurodermitis Auslöser oder Verstärker von Symptomen sein. Der wichtigste Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung wie etwa Herzinfarkt ist ein erhöhter Cholesterinspiegel. Kuhmilch hat einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die die Blutfettwerte und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Die Tricks der Milchindustrie wurde erst in einer Sendung in ARD aufgezeigt.
Der Austausch von Milchfett durch pflanzliche, mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung kann das Herzerkrankungsrisiko wiederum deutlich vermindern. Eine vegane Ernährung enthält keine tierischen Fette – und damit weniger gesättigte Fettsäuren. Außerdem enthalten pflanzliche Lebensmittel kein Cholesterin, denn das kommt nur in tierischen Produkten vor. Veganer:innen nehmen stattdessen mehr ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe zu sich. Letztere sind nur in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Dies wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus. (Link) Milch und Milchprodukte sollte man also nur wenig essen.
Nussmilch einfach selbst gemacht – Die Zutaten und das „Werkzeug“ dazu
Ok. Gut. Soweit die Theorie. In meinem 55. Jahr liess ich mich von Kopf bis Fuss ärtzlich durchchecken. Dabei kam u.A. heraus, dass meine Blutgefässe geschädigt wären, ich leicht erhöhte Cholisterin-Werte hätte und bei meinen Halsschlagadern beidseitig leichte Ablagerungen zu erkennen seien. Somit stellte ich schon damals meine Ernährung um. Keine Milchprodukte mehr. Kein rotes Fleisch. Kein industrieller Zucker und keine Süssigkeiten. Möglichst vegetarische Ernährung. Nur noch in Ausnahmefällen gönne ich mir mal einen Schweinebraten oder ein Schnitzel. Aktuell bei der Hitze mal ein Eis („Sünde! Sünde!) Meine Blutwerte verbesserten sich seit dem umgehend. Ich verlor 6 Kilo Gewicht. Nachhaltig.
Also brauchte es Ersatz für Kuhmilch aus der Tüte. Bisher kaufte ich die letzten Jahre pflanzliche Milch im Einzelhandel ein. Mandelmilch, Sojamilch, auch Reismilch probierte ich aus. Die Preise bewegen sich pro Liter zwischen 2,50 und 3,50 Euro. Meinen Kaffee trinke ich seitdem nur noch mit Soja- oder Mandelmilch.
Jetzt hatte ich in eben dieser Sendung gesehen, wie einfach es ist selbst Mandelmilch herzustellen. Es braucht nicht viel. Nur einen Stabmixer oder Bulletmixer. Beides habe ich Zuhause. Und zwar keine „High-End-Marken-Mixer“, sondern günstige 0815-Geräte. Seit Jahren. Und ein handelsübliches Sieb. Und keinen „Nussmilchbeutel„. Was für eine unnötige Ausgabe und Sauerei. Ein Sieb tut es auch, habe ich festgestellt. Und wenn jemand unbedingt die ganz feinen Stückchen nicht haben will, dann nimmt der ein sauberes Küchentuch. Das klappt erstklassig.
Vorbereitung: – Für einen Liter Mandelmilch 100 Gramm Mandeln. – Für einen halben Liter Cashewnüsse 100 Gramm Nüsse. – Die Mandeln und/oder die Cashewnüsse über Nacht im Kühlschrank in Wasser einweichen.
Also, was braucht es an Werkzeug? – Eben, einen Mixer. Ich nutzte den BulletMixer. – Ein grosses Sieb mit feinem Gitter – Einen Messbecher zum Absieben der Milch – Einen Trichter zum späteren Abfüllen in Flaschen – Halbliter-Flaschen mit Spannverschluss.
Was braucht es an Zutaten? – 100 Gramm Mandeln (mit Haut) bzw. für den zweiten Versuch 100 Gramm Cashewnüsse. Eben die oben geannten Nüsse vorher über Nacht in Wasser im Kühlschrank eingeweicht. – 1 Esslöffel Kokosöl auf 500 ml Wasser. Damit die Milch „sämig“ wird, habe ich Kokosöl genommen. Auch für den Geschmack. In Rezepten lese ich alles von Sonnenblumenöl bis Olivenöl. – 1 Esslöffel Honig auf 500 ml Wasser. Als Zuckerersatz lese ich immer „Agavendicksaft“ in den Rezepten. Wer hat das schon Zuhause. Ich habe einfach Honig genommen. – Dazu kommt noch eine Prise Salz als Geschmacksverstärker. – kaltes Wasser aus der Leitung
Vorgehen – Rezept: 1. Man nimmt die Mandeln bzw. die Cashewnüsse aus dem Kühlschrank und wäscht diese im Sieb unter laufendem Wasser ab. 2. Dann füllt man die Mandeln/Nüsse in den Bulletmixer. 3. Danach gibt man je einen Esslöffel Kokosöl und Honig dazu. 4. Die Prise Salz noch oben drauf. 5. Dann füllt man den Mix-Behälter mit Wasser auf (bei mir bis 500 ml) 6. Danach lässt man den Mixer laufen. 7. Anschliessend siebt man die Milchmasse über das Sieb ab. 8. Bei den Mandeln blieb dann noch relativ viel Trester übrig. 9. Also habe ich diese Prozedur 1. bis 7. nochmal durchgeführt und bekam nochmal Mandelmilch. 10. Bei den Cashewnüssen blieb nur minimal Trester übrig. Als 1. bis 7. nur 1x durchgeführt. 11. Am Schluss dann die Milch in Halbliterflaschen abfüllen und in den Kühlschrank stellen. 12. Den Mandeltrester habe ich auf einem flachen Teller am Balkon zum Trocknen gestellt. Vielleicht mögen den Trester ja meine Spatzen und Meisen.
Resümee: Also zum „Geldsparen“ muss man die Prozedur nicht machen. Das lohnt anhand des Aufwands und der Zutaten nicht unbedingt. Aber in handelsüblicher Mandelmilch sind zum Beispiel nur 2,5% Mandeln enthalten. Dafür Säureregulatoren, und Stabilisatoren. Dazu kommt noch im dümmsten Fall Industriezucker. Dazu werden die Milchdrinks „ultrahocherhitzt“, um sie haltbar zu machen. Bei der eigenen Herstellung weiss man „was drin“ ist. Das hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Ausserdem ist der Anteil Mandeln/Cashew wesentlich höher. Bei Mandeln war der Anteil 10% und bei Cashew 20%. Und man kann mit den Zutaten variieren, je nach Geschmack. Zum Süssen könnte man auch Datteln nehmen. Und mit Erdbeeren oder Himbeeren für Geschmacksvarianten herstellen.
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