05.04.2026 – Die Ritter der Kokosnuss oder „Das tödliche Kaninchen“

5. April 2026

Das weiße Kaninchen, bekannt als das „Kaninchen von Caerbannog“ in Die Ritter der Kokosnuss (1975), ist ein paradoxer, blutrünstiger Antagonist. Als scheinbar harmloses Tier getarnt, tötet es mehrere Ritter grausam, was die Absurdität und den schwarzen Humor des Films unterstreicht, indem es als furchterregende „Schwarze Bestie von Aaa“ auftritt. 

Die Rolle des Kaninchens lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der unerwartete Feind: Tim der Zauberer warnt die Ritter vor der Höhle, in der das Monster haust. Die Ritter unterschätzen das Kaninchen aufgrund seines harmlosen Aussehens.
  • Brutale Gewalt: Es tötet mehrere Ritter (darunter Bors) durch gezielte Angriffe auf den Hals, was zu einer schnellen Flucht der verbliebenen Artus-Ritter führt.
  • Die Lösung: Nur durch den Einsatz der „Heiligen Handgranate von Antiochia“ kann das Killer-Kaninchen besiegt werden.
  • Historischer Hintergrund: Die Darstellung basiert auf mittelalterlichen Marginalien (Randzeichnungen), in denen Hasen oft als Krieger dargestellt wurden, die Ritter bekämpfen – eine Umkehrung der Machtverhältnisse. 

Das Kaninchen ist somit ein zentrales Beispiel für den satirischen Stil von Monty Python, der das höfische Ritterideal ins Lächerliche zieht.

Hier die Szene rund um das „Biest“ und die „Heilige Handgranate“


17.01.2020 – Das Haus Heuport in Regensburg und die allegorische Figurengruppe der törichten Jungfrau und des Edelmannes

17. Januar 2020

Das Haus Heuport in Regensburg selbst und die Treppe nebst Stallungen daneben sind ein fester Bestandteil meiner (privaten) Stadtführungen für meine Freunde und Kunden, die Regensburg so direkt noch nicht kennen.
Dabei kommt auch immer die Figurengruppe vor. Bei der Figur links war ich bisher der Meinung, dass es sich um einen Bischof oder Priester handeln würde, was auch die Nähe zum Bischofssitz gegenüber erklärt hätte. Denn das „Haus an der Heuport“ war Sitz der Kurböhmischen Gesandtschaft von Seidewitz. Dort wurden im Tanzsaal rauschende Feste gefeiert, an welchen auch gerne die Priester und Bischöfe der gegenüber liegenden Liegenschaft teilnahmen.
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Ein Priester – Auch anhand des Gewandes wegen. In der linken Hand hielte er die Bibel verdeckt und in der rechten den Apfel der Verführung; denn just in diesem dargestellten Moment gibt sich der Bischof seinem teuflischem Verlangen hin und möchte das Mädchen verführen. Das teuflische Verlangen bzw. die Verführung (welche anschliessend die Vertreibung aus dem Paradies erzwingt) wird in der Bibel ebenso durch Schlange und Apfel dargestellt. Das Mädchen zeigt sich nicht abgeneigt und bringt neben der Wolllust und Fruchtbarkeit (Hand an der Brust) gleich die Mitgift (Beutel mit Dukaten) mit. Das Zölibat (unvermählt lebend) gilt übrigens seit 1073 nur für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe noch unverheiratet sind. Somit sollte das Bildnis vielleicht eher eine Warnung an die jungfräulichen Mädchen sein, die bei den Festen die Treppe hinaufstiegen.
Bildquelle https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10215919957816475&set=gm.2646186005429925&type=3&theater&ifg=1

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