Hier die Pix und die Videos. Text kommt demnächst.
Es war so heiss. Den ganzen Tag im Büro. Alles verschlossen. 28 Grad drinnen und bis zu 34 Grad draussen. Somit fuhr ich um 6 abends mit der Harley zumindest für eine Stunde ins Freibad Rickenbach. Bis um Acht. Bis Badeschluss.
Roter Sunset auf der Fahrt nach Wülflingen
Bei einem Zitronen-Panache in der Abendsonne tippte ich wieder einmal auf Facebook. Dort hatte ich im Juni meinen Account gelöscht. Und auf FB poste ich nicht mehr. Aber ich fand eine Ankündigung von „Gloria Volt„. Die Jungs spielen heute ab 22 Uhr beim „Bambole Openair“ in Wülflingen. Das Gelände liegt zwischen Adi’s Radhofgarage („meiner Werkstatt“) und dem Straßenverkehrsamt Winterthur. Alles bekannt.
Also zog ich mich um und schwang mich kurz entschlossen wieder auf die Harley, um in den Sonnenuntergang nach Wülflingen zu reiten.
In der Ankündigung stand, dass es keine Parkplätze für Autos hätte. Man solle besser mit dem Fahrrad oder den ÖV kommen. Also parkte ich etwas entfernt vor dem Festgelände, verstaute meinen Helm in der Satteltasche und wanderte mir der Lederjacke bei angenehmen Temperaturen Richtung Musik und Bühne.
„Gloria Volt“ mit „Call me a Man“
Ich besorgte mir ein Alkoholfreies uns sah mir alles an. Es gab neben Getränkeständen auch Langos und Gebäck, Sandwich, Cocktails, die obligatorischen Bratwürstl und ABSOLUT vegane Menü. Beim Durchwandern des Geländes roch es alle paar Meter nach Kanabis. Am Ende des Tages war ich Hanf-Sommelier und konnte Fruchtart, Herkunft, Trockengrad und Tag der Ernte bestimmen.
„Gloria Volt“ rockten die Bühne!
Vor einem Barzelt traf ich Fabian und den Rest der Band, die auf Ihren Auftritt warteten. Fredi hatte ich noch vorher an einem der Tische begrüßt. Jetzt war er im Backstage.
„Gloria Volt“ mit „Forever Young“
Punkt 22 Uhr starteten die Jungs auf der Bühne durch und brachten das Publikum zu kochen. „Gloria Volt“ bezeichnen den eigenen Sound als „Power-Rock“. Und die Band gibt von Anfang an Vollgas.
Marino am Bass lächelt ständig ins Publikum, Pim Peter schmettert abwechselnd mit Fabian ein Solo nach dem anderen und Fredi rennt und springt mit dem Mikroständer die Bühne rauf und runter. Nur Pascal am Schlagzeug ist meiner Meinung nach sehr schlecht ausgeleuchtet. Nichtsdestotrotz treiben seine Beats die Songs 60 Minuten durch die Nacht.
Das Ambiente und das Wetter passte perfekt! Sogar der Vollmond stand über dem Openair Gelände.
Ich blieb allerdings nicht bis zum Ende, weil ich „am Ende“ war. Die Vollmond acht vom 28. auf den 29. konnte ich nicht schlafen. Und das holte mich jetzt ein. Spass haben „Gloria Volt“ aber trotzdem gemacht! Und es soll noch recht gut abgegangen sein mit gemeinsamen Auftritt aller Musiker des Abends zu „Roller Coaster“! Tja, dann bis zum nächsten Mal.
Auf einem meiner Laptops bestehen die Hintergrundbilder aus einigen wenigen Fotos meiner Weltreise aus 2018. Und nur die Hälfte davon hatte ich danach auf Flickr geladen. Eines der Bilder, das mich immer wieder beim zufälligen Erscheinen auf dem Bildschirm packt, ist das Foto unten. Ich liebe Fotos, die nicht gestellt sind, sondern den Moment so zeigen, wie er sich tatsächlich ereignet hat. Ich liebe Architektur. Ich liebe den Moment festzuhalten. Und ich versuche Fotos zu schiessen, die man „hört, sieht und riecht“. Einziger Makel, der mir damals sofort aufgefallen ist: Ich habe die Dame rechts im Bild „zerschnitten“.
Aber das lässt sich nach meiner Meinung nicht mehr „reparieren“, weil sonst das gesamte Gefüge des Fotos – das Gleichgewicht der Formen und Farben – nicht mehr stimmt. Alles, wirklich alles passt. Man könnte sich vorstellen, dass dass die Wolken im nächsten Moment beginnen sich über den Himmel zu ziehen. Meine weibliche Begleitung, die sich gerade ihre eigenen Fotos auf dem Mobile ansieht, könnte im nächsten Moment aufblicken und mich anlächeln. Die beiden Herren gehen nach rechts aus dem Blickfeld und die beiden Damen, von der ich eine zerschnitten habe, diskutieren und lachen.
Es passt für mich alles. der perfekte weisse Marmor, die Blütenranken an den weissen Doppelsäulen gekrönt von goldenen Palmenblättern. Das Blütenrankenmuster an der Decke. Der strahlend blaue Himmel mit den leuchtend weissen und ins Grau wechselnden schattierungen. Ach, ja, die Schatten der Bögen. Der noch unfertige Springbrunnen auf der linken Seite. Wasser gilt in den arabischen Ländern als Zeichen für Reichtum. Viel mehr als Gold und Edelsteine.
Von der Sheikh-Zayed-Moschee habe ich hunderte Fotos. Nur ein paar wenige stellte ich im März 2018 nach meiner Rückkehr online. Die Moschee selber ist eine der grössten überhaupt weltweit. Ein Bauwerk der Superlative. Über 40.000 Gläubige finden in der Hauptmoschee Platz. Sie zeichnet sich durch prachtvollen weißen Marmor, 82 Kuppeln, den weltgrößten handgeknüpften Teppich und beeindruckende Kronleuchter aus. Der Eintritt ist übrigens immer noch kostenlos.
Angemessene Bekleidung ist eine Grundvoraussetzung. Für Damen und Herren werden kostenlos passende Kleidungsstücke gestellt. Meine Begleitung mit der roten Tasche hatte ich Tage zuvor in Dubai im Burj Kalifa auf der höchsten Besucherplattform kennengelernt. Wir sind heute noch in Kontakt. Abu Dhabi und Dubai war eine aussergewöhnliche Erfahrung für mich. Die Weltoffenheit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft hat mich beeindruckt und wirkt immer noch nachhaltig nach.
Es kommen noch viele Fotos in den nächsten Tagen. An diesem Wochenende findet in Winterthur das „Albani-Fest“ statt. Und ich war am Samstagabend dort und bin eine Runde gelaufen. Dabei sind einige sehr schöne (wie ich finde) Fotos entstanden, welche die farbenfrohe Stimmung auch recht gut ohne Ton wiedergeben. Man hört auch so, was die Bilder zeigen. Wer nix hört, schaut sich das Video an. 👍😁
Don’t leave me No. 14!Dance with me! KettenkarussellThe Power of Trance MusicVollmondLet there be Rock! Katz und MausFreestyleCopy-PrintBlond!
Geschichte: Mike und ich waren schon mal in der Schweiz. Vor gefühlt 100 Jahren besuchten wir unsere Großtante „irgendwelcherseits“ in Solothurn. Sie war 82 Jahre alt. Sie hatte frisch nochmal geheiratet. Einen netten älteren 58-jährigen Herrn. Ich glaub er hiess „Hans“.
Hotel und Restaurant Weissenstein
Die Tante hatte den Hans fest im Griff. Die Tante hatte Geld. Der Hans nicht. Die Tante war bei irgendeiner Schweizer Sekte. Der Hans nicht. Die Tante hatte ein Haus und war sparsam. Der Hans nicht.
Hotel und Restaurant Weissenstein
Dad fuhr damals einen Himmelblauen Mercedes 240 Diesel. Mit hellgrauer Lederausstattung. Wir besuchten die Tante in Solothurn und fuhren mit Hans und Tante zusammen durch die Schweiz.
Sonnige Aussichten auf dem Weissenstein.
Ich erinnere mich noch, dass wir die Tante in Bern am Bärenzwinger „verloren“ hatten. Die Tante wollte nicht mit durch die Stadt laufen mit ihre 82 Jahren. Der Hans schon. Ich verlor meinen Geldbeutel mit 5 Mark drin, heulte ohne Ende und bekam einen neuen Geldbeutel mit 5 CHF drin. Und wir fanden die Tante wieder. Am Bärenzwinger.
Platz zur guten AlpensichtEdle Einrichtung in der Lobby
Wir waren auch in Montreux und in Genf. Und eben in Solothurn. Dort übernachteten wir. Mike und ich und Mam und Dad. Lustig war es. Meinen schwarzen Humor hab ich von Dad. Er hatte immer einen Scherz auf Lager. Mam befürchtete immer, dass die 3 Männer bei der Tante einen schlechten Eindruck machten.
Einmal lud uns der Hand zum Essen ein. Ich kann mich noch an die Fahrt auf engen verschlungenen Wegen durch den Wald erinnern. Und an ein grosses Restaurant oben auf dem Berg mit Blick bis in die Alpen.
Auch erzählte Dad immer jedem, dass der Hans uns zwar zum Essen eingeladen hatte, aber nicht über genug Geld verfügte beim Bezahlen. Mein Dad schob ihm unter dem Tisch einen Hunderter hin. Um die Continance zu wahren.
Fahrt hinauf zum Weissenstein
Heute fuhr ich nach Grenchen, um den Skoda Enyaq für A. Probezufahren. Dabei ging es an Solothurn vorbei. Und auf dem Bergkamm hinter Solothurn entdeckte ich das Bergrestaurant von damals. In Grenchen beim Autohändler suchte ich in Gurgel danach und fand es: Weissenstein!
Aussicht vom Weissenstein aus
Nach der erfolgreichen Probefahrt bog ich nach Solothurn ab und fuhr hinauf auf „den Berg“. Die enge verschlungene Strasse hinauf auf den Berg gibt es immer noch. Oben angekommen, fand ich auch das Restaurant. Nur hatte es sich über die Jahrzehnte deutlich verändert.
Es gibt nun einen modernen Neubau mit viel Stahl und Glas. Und die Bergbahn ist auch neu. Die Aussicht ist der Hammer. Blauer Himmel. Sonnenschein. Alpenblick. Schöne Sonnenterrasse. Einladend. Trotzdem fuhr ich weiter.
Allerdings nicht runter nach Solothurn, sonder „hinten“ runter. Auch über verschlungene Pfade. Und schönen Aussichten.
Sollte ich die alten Fotos finden, so lade ich diese in den Artikel.
06.11.2024 – Nach dem kurzen Abstecher nach Namur zur Kathedrale, wo das Herz von Don Juan de Austria liegt, kamen wir gegen 18:30 Uhr in Gent in unserer schönen Herberge in der Altstadt von Gent an.
Nach dem Einchecken verabredeten wir uns mit den Kollegen aus Österreich rund um „Super-Mario“ zum Abendessen. Neben den anstehenden KNX Workshop Themen diskutierten wir natürlich auch die aktuelle Wahl in Amerika und Österreich, sowie die Entscheidung Lindner zu entlassen. Wir liessen uns davon aber nicht den Abend verderben.
Die historische Altstadt von Gent ist fantastisch. Und die Krachten lassen es wir Klein-Venedig erscheinen. Die Burg ist toll erhalten. Man fühlt sich ins Mittelalter versetzt.
Belgien ist kulinarisch berühmt für Pommes, Kroketten, Schokolade und Bier aus verschiedensten Brauereien. Alles sehr abträglich, um meine Figur zu halten.
Bei mir läuft im Auto auf Spotify abwechselnd „NESTOR“ oder „Mahmut Orhan„. Sonst „Virgin RockRadio“ oder „80s80s-Radio„. Wie ich auf „NESTOR“ aufmerksam wurde, weiss ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich war es das Video zu „On the Run„, wo erzählt wird, wie die Bandmember in den 90ern versuchten Rockstars zu werden. Im Video fahren die Member in einem alten Volvo, bekleidet und ausgerüstet mit Bekleidung und Zubehör aus den 80ern, u.A. ein Bonanza-Fahrrad. So eines hatte ich auch mal.
Daraufhin hörte ich „NESTOR“ eben in Spotifiy im Auto während meiner oft längeren Fahrten zu Veranstaltungen und Messen. Die Rockmusik lehnt sich eben auch an die Melodic-Rock-Zeit der 80er und 90er an, als Bands wie EUROPE, CHINA, SCORPIONS, Bon Jovi die Hitparaden anführten. Es ist eben keine langweilige Rockmusik mit höchsten drei Gitarrengriffen, sondern eingängiger Gesang mit echtem Text (sogar mit Sinn!!), der Geschichten erzählt und korrekte Wechsel enthält im Rythmus und Stil.
Das ging dann soweit, dass ich letztes Jahr sogar schon kurz davor war nach Schweden zu fliegen, um ein Konzert zu besuchen. Dies, weil nicht absehbar war, wann NESTOR bei einer Tour in meiner Nähe aufschlagen würden. Flug und Hotel hatte ich schon rausgesucht, aber nicht gebucht, weil auch in 2023 mein Terminkalender beruflich ausgebucht war.
Dieses Jahr kündigte NESTOR dann eine Tour durch Deutschland und die Schweiz an. Wobei es ein einziges Konzert in Winterthur am 02.11.2024 geben wird. Sofort holte ich mir ein Ticket. Als hätte meinen Wunsch erhört kommt NESTOR ins Gaswerk. Das ist schlappe 10 Kilometer entfernt. UND: Vollkommen überraschend las ich in Facebook, dass NESTOR an der „Rocknacht Tennwil“ am Samstag den 21.09.2024 der Hauptakt sein wird. Tennwil liegt auf „Mike`s Seite“. Drüben. Hinter Bremgarten und Wohlen.
Als ich wusste, dass ich am Rocknacht-Wochenende in der Schweiz sein würde, schnappte ich mir online eines der Tagestickets für 60 CHF. Am Freitag wäre noch die Schweizer Rockgrösse SHAKRA dran gewesen. Aber da ich am Freitag erst von Regensburg mit 5h30min für 400 Kilometer zurück kam, war es mir zu stressig am gleichen Abend nochmal 200 Kilometer zu fahren. Somit ruhte ich mich am Samstag aus, zog mich mit Schlaghose, Cowboy-Boots und „SuperMario DonkeyKong-Shirt“, sowie Jeanshemd 80s-konform an und fuhr dann gegen 19:30 Uhr los nach Tennwil.
In Tennwil selbst fuhr ich erst Mal an dem Schild zum Parkplatz „Rocknacht“ vorbei. Denn ich hatte eigentlich vermutet, dass das Fest am See stattfinden würde. Doch es ging den Hang hinauf. Ich wurde auf eine Wiese gelotst, um dort zu parken. Die Anzahl Fahrzeuge liess vermuten, dass es sich eher um eine gemütliche Veranstaltung handeln würde. Im Zelt angekommen bekam ich mein Armbändchen und besorgte mir eine Gutscheinkarte für 50CHF für Getränke. Ich orientierte mich und schätzte die Anwesenden auf etwa 800 bis 1000 Personen, welche sich über das gesamte Zelt samt Getränke- und Fressstände aufteilte. Auch Merchendising war vertreten. Die T-Shirts sind aber eher nicht mein Geschmack. Auch von NESTOR nicht.
Somit war der „Saal“, die grosse Bühne und hintere Bereich locker gefüllt. Ich besorgte mir ein alkoholfreies Bier und suchte mir einen gemütlichen Standplatz halblinks der Bühne in der zweiten Reihe hinter den „Gatter“. Vor mir stand eine Lady und links davon ein Herr in meiner Grösse. Somit hatte ich freie Sicht auf die Bühne. Das liebe ich an dieser Art von Veranstaltungen im Vergleich zu Zürcher Grosskonzerten im Hallenstadion, Letzipark oder der Samsung-Hall. Dort steht oder sitzt man für Geld irgendwo hinten weit weg von der Bühne am After der Welt und steht womöglich noch vor einem nervösen „Riesen“, der sich nicht ruhig halten kann mit Afrodauerwelle mit Sicht gleich Null. Nein, danke.
Nachdem die Techniker auf der Bühne noch ein Problem mit einem Kabel/Verstärker beim Bass behoben, ging es pünktlich um 21:15 Uhr los. Und es ging so richtig ab. Woran erkennt man eine gute Band? Es hört sich live genauso an, wie von der „Scheibe“! Und man merkt, dass es den Bandmembern Spass macht zu spielen. Auch mit dem Publikum. Es war erstaunlich für mich, wieviele um mich rum die Texte kannten und/oder Nestor-Fan-Shirts trugen. Es gibt also bereits eine NESTOR-Fanbase in der Schweiz. Es hiess übrigens, dass die Tour-Konzerte alle ausverkauft wären. Bis auf das Konzert im Gaswerk Winterthur am 02.11.2024.
Da ich von der Bühne massiv Gegenlicht hatte, ausserdem ständig Nebel auf die Bühne geschossen wurde, entschloss ich mich fast nur Videos zu drehen mit dem Huawei. Ausserdem hielten die Bandmember nie still und dann wird es schwierig mit Mobilphone-Fotos. 🙂
Und als die Dame vor mir Platz machte, stand ich direkt am Gatter vor der Bühne mit absolut ungehindertem Blick auf die Jungs. Sie spielten vom Debüt-Album, wie auch vom zweiten Album Songs. Als Opener „We come Alive“, dann „Unchain my Heart“, „Signed in Blood“, „Caroline“, „Firesign“, „Teenage Rebel“ (Titelsong zweites Album), „On the Run“ und „1989“ uvm.