25.04.2026 – Verdammt lang her! Weissenstein oberhalb Solothurn

26. April 2026

Geschichte: Mike und ich waren schon mal in der Schweiz. Vor gefühlt 100 Jahren besuchten wir unsere Großtante „irgendwelcherseits“ in Solothurn. Sie war 82 Jahre alt. Sie hatte frisch nochmal geheiratet. Einen netten älteren 58-jährigen Herrn. Ich glaub er hiess „Hans“.

Die Tante hatte den Hans fest im Griff. Die Tante hatte Geld. Der Hans nicht. Die Tante war bei irgendeiner Schweizer Sekte. Der Hans nicht. Die Tante hatte ein Haus und war sparsam. Der Hans nicht.

Hotel und Restaurant Weissenstein

Dad fuhr damals einen Himmelblauen Mercedes 240 Diesel. Mit hellgrauer Lederausstattung. Wir besuchten die Tante in Solothurn und fuhren mit Hans und Tante zusammen durch die Schweiz.

Sonnige Aussichten auf dem Weissenstein.

Ich erinnere mich noch, dass wir die Tante in Bern am Bärenzwinger „verloren“ hatten. Die Tante wollte nicht mit durch die Stadt laufen mit ihre 82 Jahren. Der Hans schon. Ich verlor meinen Geldbeutel mit 5 Mark drin, heulte ohne Ende und bekam einen neuen Geldbeutel mit 5 CHF drin. Und wir fanden die Tante wieder. Am Bärenzwinger.

Wir waren auch in Montreux und in Genf. Und eben in Solothurn. Dort übernachteten wir. Mike und ich und Mam und Dad. Lustig war es. Meinen schwarzen Humor hab ich von Dad. Er hatte immer einen Scherz auf Lager. Mam befürchtete immer, dass die 3 Männer bei der Tante einen schlechten Eindruck machten.

Einmal lud uns der Hand zum Essen ein. Ich kann mich noch an die Fahrt auf engen verschlungenen Wegen durch den Wald erinnern. Und an ein grosses Restaurant oben auf dem Berg mit Blick bis in die Alpen.

Auch erzählte Dad immer jedem, dass der Hans uns zwar zum Essen eingeladen hatte, aber nicht über genug Geld verfügte beim Bezahlen. Mein Dad schob ihm unter dem Tisch einen Hunderter hin. Um die Continance zu wahren.

Fahrt hinauf zum Weissenstein

Heute fuhr ich nach Grenchen, um den Skoda Enyaq für A. Probezufahren. Dabei ging es an Solothurn vorbei. Und auf dem Bergkamm hinter Solothurn entdeckte ich das Bergrestaurant von damals. In Grenchen beim Autohändler suchte ich in Gurgel danach und fand es: Weissenstein!

Aussicht vom Weissenstein aus

Nach der erfolgreichen Probefahrt bog ich nach Solothurn ab und fuhr hinauf auf „den Berg“. Die enge verschlungene Strasse hinauf auf den Berg gibt es immer noch. Oben angekommen, fand ich auch das Restaurant. Nur hatte es sich über die Jahrzehnte deutlich verändert.

Es gibt nun einen modernen Neubau mit viel Stahl und Glas. Und die Bergbahn ist auch neu. Die Aussicht ist der Hammer. Blauer Himmel. Sonnenschein. Alpenblick. Schöne Sonnenterrasse. Einladend. Trotzdem fuhr ich weiter.

Allerdings nicht runter nach Solothurn, sonder „hinten“ runter. Auch über verschlungene Pfade. Und schönen Aussichten.

Sollte ich die alten Fotos finden, so lade ich diese in den Artikel.


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