11.01.2026 – Teneriffa – Puerto de la Cruz & Airport La Reina Süd TFS

11. Januar 2026

In stiller Trauer und ohne jegliche Motivation zog ich um 9 Uhr die Bettdecke weg und stellte mich unter die Dusche. Das Wasser liess die Tränen nicht auffallen. Dann packte ich die letzten Dinge in den Koffer und ging Frühstücken. 16 Grad. Sonnenschein. Angenehm zum Draussen sitzen und den Café con Leche geniessen. Ich werde es so vermissen.

Ich hatte gestern nach dem La Guapa und dem Sheriff noch dankenswerterweise einen Parkplatz in meiner Appartment Nähe gefunden. So musste ich meinen Koffer, der ungewöhnlich schwer war, nicht bis zur Muelle ziehen quer durch die Altstadt.

Getankt hatte ich auch noch am Tag zuvor. Also warf ich die beiden Koffer ins Auto und fuhr gegen 10:15 Uhr los. Ankunft am Airport 11:30 Uhr. Also kein Stau und keine Probleme.

Als ich zur Autobahn Norte hochfuhr zeigte sich der Teide endlich so, wie man es eigentlich gewohnt ist. Als würde er sagen: „Servus Peter! Jetzt, wo Du weg bist, wird das Wetter noch besser!“ Blauer Himmel, wolkenlos, der Teide in strahlend weissem Schneekleid, im Kontrast zur grünen Vegetation darunter und dem Blauen Meer in der Ferne. Fotografiert habe ich das dann bei El Sauzal bei einem kurzen Stopp. Musste sein.

Dann ging es in den Süden der Insel. Ganz gemütlich und locker erreichte ich den Airport und kurvte zur Autorückgabe. Keine Beanstandungen, Geschäftsaccount, Rechnung per Mail. Koffer auf den Trailer geladen und zum „Letzten Café vor der Grenze“ gelaufen. Entspannt in der Sonne noch einen Leche getrunken und jetzt stehe ich beim Baggage Drop an.


10.01.2026 – Wenn Du die Wahl hättest…

10. Januar 2026

Links: Lago Martianez Puerto de la Cruz. Da liege ich grad. Badehose, 18 Grad, bewölkt, das Haar sitzt.
Rechts: Schweiz Pix by Michael vor 5 Minuten


09.01.2026 – Teneriffa – Playa de Las Teresitas

9. Januar 2026

Einst ein stiller, dunkler Vulkanstrand, wirkte Las Teresitas in den 1970er-Jahren fast unberührt. Keine palmengesäumte Promenade, keine Menschenmassen – nur der Atlantik, die Berge und das gemächliche Leben der Einheimischen.

Anfang der 1970er-Jahre änderte sich alles, als goldener Sand aus der Sahara herangetragen wurde und der Strand zu dem umgestaltet wurde, was wir heute kennen. Palmen, ruhiges Wasser und neue Infrastruktur verwandelten die Gegend in einen der bekanntesten Küstenorte Teneriffas.

Heute ist Las Teresitas ein Symbol für das Inselleben – lebendig, gesellig und bei Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen beliebt. Dieselben Berge. Derselbe Horizont. Eine völlig andere Geschichte, geschrieben im Sand.

Quelle Facebook


01.01.2026 – Tenerife – Puerto de la Cruz – Neujahr

1. Januar 2026

Das Neue Jahr begrüßt Teneriffa mit 21 Grad und Regenschauer. Wie erwähnt, streift uns das Sturmtief Francis mit einem Ausläufer.

Egal, nach einem Frühstück in der Panaderia nebenan „bestieg“ ich im wahrsten Sinne des Wortes den Stadtteil „La Paz“. Dort oben wohnt Holger mit seiner Liebe.

Mirador La Paz

Ich hatte am Ende 29 Etagen (in Worten: „Neunundzwanzig“) auf der Fitbit Uhr. Die angepeilten 10.000 Schritte schaffte ich nicht ganz. Der frischgepresste Orangensaft schmeckte dann im Roots extrem gut.

29 Etagen nach La Paz, Café Letche un Laranja im „Roots“

Der warme Regen (21 Grad) hat gefühlt heftige Auswirkungen auf die Pflanzenwelt des eh schon viel grünerem Norden der Insel. Hebiskus blüht in allen Farben (im Winter wohlgemerkt). Auch der Papageienbaum trägt die charakteristischen roten Blüten. Und die rot/gelben Kerzen? Das ist eine Aloe! „Aloe mutabilis“ (die Wandelbare) ist mit den hohen Blütenständen eine für Teneriffa charakteristische Pflanze.

Papageienbaum, Hibiskus und Aloe mutabilis (die Wandelbare)

Die legendäre erste Tankstelle „Estrella“ ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sämtliche Strahlen sind abgestürtzt und der Shop im Zentrum ist entkernt.

Ruine der La Estrella in Puerto de la Cruz

Zur La Estrella hatte ich vor Jahren mal etwas geschrieben. Da stand sie noch und war in Betrieb.


31.12.2025 – Sunset and Pigeons approaching – Picture of the Year 2025

31. Dezember 2025

I shot the Sunset from the Rooftop Restaurant of Hotel Vallemar. By surprise two Pigeons flew into my Picture!!

teneriffa #tenerife #oceanview #puertodelacruz

hotelvallemar


30.12.2025 – Puerto de la Cruz – Lago Martinez – Hotel Vallemar – Restaurante Tropical

30. Dezember 2025

Heute wieder mal den Rechner eingeschaltet. Nach dem Frühstück in der Panaderia. Fehler. Erst um 14 Uhr schaltete ich den Laptop aus. Seit gestern blendendes Wetter. Also Badesachen gepackt und ab ins Lago Martianez. Es war voller, als sonst. Ich muss noch etwas über das Lago schreiben bei Gelegenheit. Ein Bad mit Geschichte.

Der Teide und seine weisse Kappe leuchtete über die Insel, wie ein Leuchtturm. Unfassbar. Man kann hier von Meereshöhe und 20 Grad auf 3571 Meter, Schnee und -6 Grad an einem Tag hochfahren. Steth noch auf der TODO Liste.

Um 17:30 Uhr schoss ich die letzten beiden Fotos vom Lago Martianez im angehenden Sonnenuntergang. Dann packte ich meine Sachen und lief rüber zum Hotel Vallemar. Alle Tische auf der Dachterrasse besetzt. Somit ging ich ins Appartment zum Umziehen.

Von dort aus schlenderte ich ins Restaurant Tropical. Gestern war ich mit Desmond schon da und Anfang des Urlaubs mit Elisabeth. Kanarische Küche. Guter Fisch. Leckerer Wein.

Gegen 19 Uhr kamen dann Holger und Annette nach. Jetzt wird erst mal gegessen.


28.12.2025 – Tenerife – Las Galletas – Restaurante La Gaviota

28. Dezember 2025

Ich komme von der Costa Adeje zurück. Es hat sich viel geändert. Ständig wird dort gebaut. Vom Lavaberg runter bis direkt zum Strand. Der ist genauso künstlich mit Sand aufgeschüttet, wie auch der angedeutete südliche Flair der Architektur. Ständig werden neue Viertel erschlossen, Grundstücke ausgebaggert, Strassen geteert, neue Einkaufszentren hochgezogen, Restaurants, Shops, Minimarket, Hotels, Kreisel, Autobahnen. Nichts ist echt.

Playa de la Enramada

Alles ist mit allen anderen künstlichen Urlaubsorten auswechselbar. Man kann dort Wochen verbringen ohne je die Gemeindegrenzen zu verlassen. Wenn man es mag. Zum Baden geht man in den Siam Park. Ein gigantischer Wasser-/Rutachen-/Erlebnispark. Das ist Teneriffa’s Süden rund um Las Americas und Los Cristianos. Da muss ich nicht hin.

Playa de la Emramada

Nach 10 Minuten am Strand packte ich meine Sachen und fuhr die 15 Minuten nach Las Galletas zurück. Auf der Fahrt sah ich mich schon im „La Gaviota“ sitzen und entweder Muscheln oder Fischsuppe geniessen. Dazu ein trockener Weisswein von den Kanaren.

Muscheln im „La Gaviota“ in Las Galletas

Las Galletas ist gewachsen. Hier hat es noch Fischer und deren kleine Flächen Häuser direkt am Meer. Der Hafen ist weltbekannt. Von hier aus starten die Atlantik-Überquerer. Last Stop before America. Einen künstlichen Sandstrand hat es hier nicht. Nur kleine Lavastrände. Ohne hippe, laute Strandbar mit Selfie-Schaukel. Es hat nur ein grosses Hotel. Aus den 70ern. Die „Piscina“ ist wieder offen. Sie befüllt sich bei Tide mit Meerwasser. In der Innenstadt Fußgängerzone laufen Kinder. Die Spanier sitzen am Sonntag vor der Bar oder dem Café und plaudern. Beim Bier, Kaffee, Wein, Cola. Touristen findet man hier auch. Aber es ist ein ganz anderes Zahlenverhältnis.

Playa beim „La Gaviota“ in Las Galletas

Also Psssst! Kommt nicht her! Geht nach Los Cristianos oder Las Americas. Am besten All-Incl. Bleibt im Hotel. Esst im Hotel. Springt in den Hotelpool. Geht zum Hotelstrand. Bucht auch die Ausflüge dort bei der Reiseleitung zu den TripAdvisor Top 10 Locations von Teneriffa. Fotografiert die gleichen Bilder, wie Millionen vor Euch. Kommt nicht hierher!

Kommt nicht hierher. Prost!

20.12.2025 – Buch: Jeromin – Don Juan de Austria

20. Dezember 2025

Weil kulttouren gerade über den Josef Habbel Verlag (Regensburg) schrieben: Vor zwei Wochen fand ich die Deutsche (!!!) Übersetzung der Biografie von Don Juan de Austria. Und zwar im Original in Spanisch geschrieben von Pater Luis Coloma (* 9. Januar 1851 in Jerez de la Frontera; † 11. Juni 1915 in Madrid).

Jeromin. Don Juan de Austria. Roman eines großen Lebens aus dem 16 Jahrhundert von P. Luis Coloma Verlag: Regensburg, Druck und Verlag von Josef Habbel.

Bisher kannte ich nur die Englische Übersetzung von Lady Moreton von „The Story of Don Juan de Austria“ aus dem Gutenberg Projekt. Und diese hatte ich auch genau letztes Jahr auf Teneriffa gelesen.

https://www.gutenberg.org/files/53383/53383-h/53383-h.htm


28.09.2025 – Der Löwe „Austria“ und die Palme.

29. September 2025

Das Wappen von Palmanova. Als Gründungsdatum gilt der 7. Oktober 1593, der 22. Jahrestag des Sieges von Lepanto und der Tag der Hl. Justina von Padua, die zur Schutzheiligen von Palmanova bestimmt wurde. Palmanova war als Festungsstadt der Republik Venedig zum Schutz vor den Türken angelegt.

Das Wappen von Palmanova

Später diente die Festung der Verteidigung gegen die Habsburger, die das benachbarte Friaul und Görz beherrschten. Diese Aufgabe erfüllte die Stadt über zweihundert Jahre, ehe sie von Napoleon erobert wurde, der Venetien im Frieden von Campo Formio 1797 Österreich überließ, von 1806 bis 1814 seinem Königreich Italien eingliederte, dann aber endgültig den Österreichern abtreten musste. Die Kapitulation Venedigs wurde in Palmanova unterzeichnet. 1866 fiel Palmanova schließlich an Italien.

Palmanove, die Festungsstadt

Waum der Löwe „Austria“ hiess. Klar, wegen Don Juan. Dem berühmten Regensburger Sohn Barbara Blomberg’s und Kaiser Karl des 5. Auf einem Ölgemälde aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, wahrscheinlich von Juan Pantoja de la Cruz, im Museo del Prado, Madrid, sieht man den Löwen zu Füssen Don Juans liegen. Auch auf seinem Grabstein in der Grablege der Habsburger El Corial liegt der Löwe zu seinen Füssen.

Ursprung des Löwen: Der Löwe war ein Abschiedsgeschenk von König Mulei Jamida Emir von Tunis an Don Juan von Österreich.

Aussehen und Verhalten: Trotz seines Namens und seines wilden Aussehens war der Löwe zahm und gehorsam und wurde als sehr anhängliches und Don Juan treues Tier beschrieben.

Gewohnheiten: Er lag Don Juan beim Essen zu Füßen, schlief in seinem Schlafzimmer und bewegte sich wie ein Lakai neben ihm. Selbst wenn er wütend wurde, beruhigte ihn ein einfacher Befehl von Don Juan.

Die Geschichte des Löwen Austria

Symbolik: Mulei Jamida selbst sagte bei der Übergabe des Löwen, er könne so zwei Löwen betrachten: „den Löwen des Krieges“ (Don Juan) und „den Löwen der Wüste“ (den Löwen).

Ende der Geschichte: Der Löwe blieb im Palast in Neapel, als Don Juan nach Flandern aufbrach. Es heißt, der Löwe sei nach tagelangem Brüllen vor Kummer gestorben, als er von Don Juans Tod in den Niederlanden erfuhr.

Noch heute wird jedes Jahr die Stadtgründung und so der Sieg Don Juan de Austria’s gefeiert.


15.08.2025 – Marco Mendoza and Band im Gare de Lion Wil

15. August 2025

Wohin am Freitag? Karin und die Gang rund um Caballeros DeLa Muerte Cdlm schlugen vor nach Wil zu fahren. Dort gibt es ein Marco Mendoza ein Clubkonzert. Wer? Ja, ich weiss. Den kennt sonst jeder. Thin Lizzy, Rubber Duck and Friends, The Dead Daisies, Whitesnake etc live on Tour oder im Studio. Sagt Wikipedia.

Nach eigener Auskunft ist er am liebsten Solo unterwegs. Mit einer klassischen Formation. Schlagzeug (ein junger Kerl aus Genf), E-Gittarre (ein langer schlanker schnellfingeriger, blonder Profi aus England) und eben Marco Mendoza am Bass, eben mit Bassläufen und Gesang vom Feinsten. Nach Aussage des Toningenieurs managed Marco Mendoza alles selbst bei seiner Tour ohne Bandmanager. Er würde sogar einen Gitarrensender von Temu nutzen. „Klingt super!“ hätte er gemeint. Und das macht das Ding auch. Was den Grundsatz bestätigt: „20% Material / 80% Können und Talent“

„Gare de Lion“ ist kein Schreibfehler. Wahrscheinlich ein ehemaliger Lokschuppen aus Holz und aussen mit vielen Lagen Graffiti verstärkt. Innen übersichtlich. Karin meinte „Das Z7 in klein“. Viel kleiner. Eingang, Kasse mit Garderobe und zwei hübsche Mädels, Bar mit einem gemischten Doppel und gutem Bier, Toiletten und Treppe rauf in die Galerie. Grosse Bühne gegenüber. Nur weit und breit kein Löwe zu sehen.

Die Lichtanlage ist modern. Erwähnenswert ist die kraftvolle sehr fein abgestimmte Soundanlage. Die Location selbst ist etwas versteckt am Ende einer für den Verkehr gesperrten kleinen Strasse. Zwischen Gleisen und einer grossen Siloanlage. Gleichzeitig fand in einer Halle weiter vorne ein kleines Thaifestival statt.

Als ich gegen 20 Uhr ankam, sass eine Handvoll Gäste mit Getränken und Ziggis in der Hand vor der Location. Alles sah eher nach einem „Familientreffen“ aus. Alle kannten sich. Und eben die Anzahl Leute liess es familiär wirken. Während des Konzerts füllten etwa 150-200 Gäste die Location locker.

Es brauchte vier verzeihbare Startversuche, dann klappte es mit Stromversorgung für den Bassverstärker und man hörte und sah die Fingerfertigkeit am Bass und die Stimme von Marco Mendoza mit dem Nachdruck und der Lautstärke, wie von ihm gewünscht. Dann ging es ohne Pause durch das 90-minütige Melodic Rock Portfolio. Sogar eine Ballade war dabei.

Am Ende stand Marco noch bereitwillig für Unterschriften, ein Schwätzchen und Fotos zur Verfügung. 👍

Meine Videos (Danke Karin ❤️)

„Viva la Rock“ & „Take it to the Limit“

„Satch Boogie“ (Joe Satriani)

„Sweetest Emotion“

„Higher Ground (Stevie Wonder) & Chinatown (Thin Lizzy)

#garedelion#wil#marcomendoza#concert