16.08.2026 – St. Arbogast & Kaiser Diokletian: Errichtet auf römischen Ruinen

16. August 2026

Spannend. Nachdem ich die älteste katholische Kirche in Winterthur besuchte, gutgelte ich die „älteste protestantische Kirche in Winterthur“. Und siehe da. An dieser Kirche fuhr ich schon 1000x mal vorbei.

Denn die älteste protestantische Kirche befindet sich auch prompt im ältesten Stadtteil von Winterthur: In Oberwinterthur gab es ein befestigtes Römerlager. Und diese Steingebäude wurden dann als „Steinbruch“ für nachfolgende Gebäude verwendet.

In Wikipedia fand ich:

Die Kirche St. Arbogast befindet sich an einem Ort mit weit zurückreichender Geschichte: Sie steht auf einem Geländesporn über den Ruinen eines zentralen Bereichs des römischen vicus Vitudurum. Unter der westlichen Hälfte der heutigen Kirche liegen die Grundmauern eines gallorömischen Tempels aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Im Bereich des Chores und der Sakristei befand sich die Ecke eines römischen Thermengebäudes; die Nordostecken von Turm und Chor gründen auf den Fundamenten der mächtigen römischen Schutzmauer, welche zur Zeit des Kaisers Diokletian im Jahr 294 n. Chr. vollendet wurde und den ganzen Geländesporn umgab.

Die Kirche St. Arbogast ist die evangelisch-reformierte Kirche von Oberwinterthur. Die dreischiffige romanische Basilika wurde um 1258/1259 errichtet. Die ältesten erhaltenen Bauteile stammen aus dem 10. Jahrhundert. Wandmalereien aus dem frühen 14. Jahrhundert erzählen an der Nordwand des Mittelschiffs die Lebensgeschichte des Bischofs Arbogast, an der Südwand diejenige von Christus. Die Kirche ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung

Aktuell findet das „Oberi-Fest“ statt. Das Quartierfest im Zentrum von Oberwinterthur.

Eine uralte Schiffachaukel auf dem Oberi-Fest

Im Rahmen dessen gab es Führungen durch die Kirche samt Erklärungen zu den Wandmalereien aus dem Frühmittelalter und den konservierten und restaurierten Ausgrabungen aus der Römerzeit im Keller. Doch leider hatte ich die letzte Führung um 17 Uhr gerade verpasst.