Gestern aus Gent/Türingen zurück gekommen. Also heisst es heute Wäsche waschen, zusammenlegen und wieder in den Koffer packen. Denn am Freitag geht die Reise weiter nach Regensburg für 2 Wochen.
Und da es mein Lieblingsbrot in Winterthur nicht zu kaufen gibt, backe ich das halt (wie immer, wenn ich Zeit habe) selbst: Rogenvollkorn mit Kümmel.
Roggenbrot mit Kümmel
Vorbereitet hatte ich das schon gestern Nacht. 350 Gramm Roggenvollkornmehl und 150 Gramm Haferflocken, 5 EL Kümmel, etwas Salz, 2 Trockenhefe-Packerl, etwas lauwarmes Wasser, etwas Olivenöl. Alles schön mit dem Handmixer verrühren, bis ein glatter homogener Teig entsteht. Dann in eine Backform mit Backpapier geben und 45 Minuten auf doppeltes Volumen gehen lassen. In eine Tüte verpackt in den Kühlschrank geben.
Am nächsten Morgen aus dem Kühlschrank nehmen und nochmal eine Stunde Ruhen lassen. Dann 30 Minuten bei Oberunterhitze und 220 Grad backen. Dann aus der Form nehmen und wenden. Nochmal 45 Minuten bei 200 Grad backen. Ofen ausschalten und Brot im Ofen auskühlen lassen.
Das Brot dann in einer Plastiktüte im Kühlschrank aufbewaren. Ich toaste es dann immer vor dem Verzehr. Dann riecht es und schmeckt ws, wie frisch aus dem Ofen.
Während Regensburg im Allgemeinen mit dem Erbe von Don Juan de Austria eher stiefmütterlich umgeht (Ausser einer Tafel an der Wand der Geburtshauses und einer Kopie der Statue von Messina gibt es keine Informationen) ging und geht man in Spanien ganz anders mit der Beziehung von Don Juan zu Karl V. um. Auch heute noch im Geschichtsunterricht.
Anekdote: Don Juan’s Geburt fiel exakt auf den Geburtstag von Karl V. am 24.02.1500. Nur 47 Jahre später.
Presentación de don Juan de Austria al emperador Carlos V, en Yuste
Zeugnis dessen ist ein Ölgemälde aus 1869, welches die Vorstellung von Don Juan zeigt. Bis dahin lebte er als „Geronimo“ bei einer „Pflegefamilie“ – einer vertrauten Familie von Karl: Luis de Quijada in Leganes.
Tatsächlich sah Karl V. seinen Sohn von Klein auf aufwachsen. Bei Festen und Audienzen war die Pflegefamilie samt Don Juan anwesend. Nur Don Juan/Geronimo wusste bis zur Testamentseröffnung nach dem Tod von Karl V. nichts davon.
Karl V. liess sich auch sonst über die Situation und Lernerfolge seines Sohnes informieren. In schriftlichen Aufzeichnungen wird seine Begeisterung für die stattliche Figur, die Lebhaftigkeit, Zielstebigkei, Lernbereitschaft und für das gutes Benehmen von Don Juan bezeugt.
Den Spaniern bzw. damals dem Heiligen römische Reich Deutscher Nationen war die erste Vorstellung so wichtig, dass diese in einem Ölgemälde in allen Feinheiten festgehalten wurde.
06.11.2024 – Nach dem kurzen Abstecher nach Namur zur Kathedrale, wo das Herz von Don Juan de Austria liegt, kamen wir gegen 18:30 Uhr in Gent in unserer schönen Herberge in der Altstadt von Gent an.
Nach dem Einchecken verabredeten wir uns mit den Kollegen aus Österreich rund um „Super-Mario“ zum Abendessen. Neben den anstehenden KNX Workshop Themen diskutierten wir natürlich auch die aktuelle Wahl in Amerika und Österreich, sowie die Entscheidung Lindner zu entlassen. Wir liessen uns davon aber nicht den Abend verderben.
Die historische Altstadt von Gent ist fantastisch. Und die Krachten lassen es wir Klein-Venedig erscheinen. Die Burg ist toll erhalten. Man fühlt sich ins Mittelalter versetzt.
Belgien ist kulinarisch berühmt für Pommes, Kroketten, Schokolade und Bier aus verschiedensten Brauereien. Alles sehr abträglich, um meine Figur zu halten.
Mit meinem Kollegen und Freund Axel bin ich von Tübingen aus auf dem Weg nach Gent zu einem international Workshop. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Namur bei der Kathedrale.
Was hat das mit Regensburg zu tun?
Gut, Kaiser Karl der 5. ist in Gent geboren. Und zwar am 24. Februar 1500 im Prinzenhof, Gent, Burgundische Niederlande; († 21. September 1558 in Cuacos de Yuste, Spanien) Er war ein Angehöriger des Herrscherhauses Habsburg, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und als Karl I. König von Spanien.
Das Herz von Don Juan de Austria ist hinter dem Altar in dieser Kathedrale bestattet. Dort erinnert nur eine kleine Tafel an den „Superstar“ des 16. Jahrhunderts und Sieger bei Lepanto.
Der in Regensburg mit dem leichten Mädchen Barbara Blomberg (18) mit Karl dem V. (55) in der Herberge Goldenen Kreuz gezeugte Don Juan d’Austria war neben dem leiblichen Sohn Philippe II. der einzige aussereheliche Bastard, der von Kaiser Karl V. testamentarisch offiziell anerkannt wurde.
Die schöne Barbara muss Kaiser Karl V nachhaltig in Erinnerung geblieben sein. Denn Sie wurde finanziell und privat vom Kaiser. „versorgt“, der Sohn Don Juan wuchs bei gut situierten Pflefeeltern auf, bekam die gleiche Ausbildung, wie Philippe umd dessen Cousins.
Auf Befehl von König Philippe II. führt er mit nur 27 Jahren die Flotte der Heiligen Liga in die Schlacht von Lepanto und schlug die weit überlegenen Osmanen unter Ali Pascha vernichtend. Lepanto liegt in der Bucht bei Patras im Ionischen Meer
Danach diente Don Juan d’Austria dem spanischen König Philippe II. als Statthalter der Niederlande. Die immer stärker werdenden Generalstaaten der Niederlande zwangen ihn 1577 jedoch, Brüssel zu verlassen. Er zog mit einer selbst aufgestellten Streitmacht nach Namur, eroberte mit einem Handstreich die Zitadelle und begann. Er gewann in diesen letzten Tagen auch gegen die Protestanten.
Don Juan d’Austria verstarb am 1. Oktober 1578 im Feldlager Bouge bei Namur nach monatelangem Siechtum vermutlich an Typhus. Im Alter von 31 Jahre.
Oder er wurde vergiftet, denn drei Mordanschläge durch die Englische Krone schlugen fehl. Elisabeth die Erste befürchtete, dass sich Don Juan, wie nach dem Sieg von Lepanto vom Papst vorgeschlagen, mit Maria Stuart vermählen könnte. Philippe liess diese Ehe aber nicht zu, nachdem auch auf ihn ein Mordanschlag durchgeführt wurde. Maria Stuart starb durch die Axt.
Auf Wunsch seines Halbbruders, König Philipp II. von Spanien, sollte der Leichnam von Don Juan de Austria nach Spanien überführt werden. Dazu wurde dieser zerteilt und in Satteltaschen durch Frankreich nach Madrid geschmuggelt, um dort wieder zusammengesetzt zu werden. Letztlich wurde er im El Escorial, der Grablege der spanischen Könige, beigesetzt. Sein Leichnam ruht in Kapelle 5 des Pantheon der Infanten.
Kathedrale von Namur – Saint-Aubain (St. Alban) Spätbarock Kirche
Sein Herz wurde in Namur bestattet und ruht in einem Behältnis hinter der Erinnerungstafel im Chor von St. Aubain. (Sankt Alban).
Weil gerade eine Beichte abgehalten wurde, konnten wir nicht hinter den Altar schauen. Leider.
Don Juan de Austria und seine Zeit (16 Seiten Vortrag, PDF)
Der grosse Saal im Gaswerk hatte sich nun fast vollständig gefüllt. Das Konzert war aber online zumindest nicht ausverkauft.
Tja, und nach Velveteen Queen (und einem Bier) kam NESTOR. Und zwar gewaltig. Das zweite Mal in der Schweiz nach dem Auftritt in Tennwil vor ein paar Wochen. Mit Songs der zwei Alben „Kids in a Ghosttown“ und „Teenage Rebel“ im Melodic-Rock-Stil der 80er/90er. Oder melodiöser Rock, beeinflusst von Kiss, Toto, Mötley Crue und Europe. Exactly my Style!
Kurios: Die Band heißt Nestor nach dem Butler in Tim und Struppi.
Beim Meet&Greet mit den Jungs von Nestor
Und die Jungs hatten so richtig Platz auf der Bühne, die Lightshow passte und der Sound war sehr gut eingestellt. Egal, wo man stand. Schön gleichmässig. Und es standen viele Fans vor der Bühne umd viele sangen richtig cool mit. Man merkte förmlich, dass die Jungs von Nestor vom Publikum und der feiernden Fanbase überrascht waren. Fernab der Heimat.
Ich stand mittig links in Reihe vier mit gut Platz. Kein Gedränge und keine wilden Rempeleien. Sehr entspannt mit meist guter Sicht. Und einer ab und zu rüberlächelnden Nachbarin links von mir. So konnte ich Nestor sehr gut sehen und hören mit Stöpsel im Ohr. Nein, nicht die weichen Dropsartigen.
Tobias Gustavsson – der Sänger – ist das „Brain“ der Band. Er studierte Musik und gründete mit Kollegen seine eigene Produktionsfirma. Während Corona hätte man sich online verabredet und über ein „Revival“ diskutiert. Man hatte nämlich vor fast 40 Jahren schon mal als „Nestor“ gemeinsam gestartet. Daher auch der der Song „1989“. Tobias komponiert die Songs und produziert diese auch gleich. Einen schwedischen Emmy bekam er bereits 2009.
Jonny Wemmenstedt ist der Gitarrist. Und zwar der Einzige! Er spielt Rhythmus-Gitarre und Lead-Gitarre und Solos alleine! Der Hammer. Laut seiner Erzählung waren anfänglich Angus Young und Ace Frehley seine Vorbilder. Später dann Yngwie und Gary Moore. Seine Lieblingsgitarre ist seine Ibanez Iceman. Er bekam sie mit 13 Jahren. Vorher spielte er auf einer 20 Dollar E-Gitarre und nervte seine Eltern. Zusammen mit Tobias ist er für das Songwriting verantwortlich.
Marcus „Switchblade“ Åblad ist der charismatische Bassist der Band. Und Polizist! Nämlich als Gruppenleiter einer siebenköpfigen Detektivgruppe für schwere Verbrechen in Skaraborg. Den alle Bandmember arbeiten eigentlich noch in ihren alten Jobs. Er rockt die rechte Bühnenseite, singt im Background und interagiert ständig mit dem Publikum.
Martin Frejinger spielt begnadet Keyboard. Und ich hab leider nichts über ihn gefunden. 🤔
Mattias Carlsson bedient das Schlagzeug. Er kommt auch aus Falköping und war Gründungsmitglied von Nestor. Er machte dann ein paar „Jahrzehnte“ Pause und startete mit der Corona-Pandemie mit Nestor neu durch.
Nestor fördert zudem den Musiknachwuchs in Schweden und organisiert Konzerte dafür. Dass Velvetteen Queen Supporter sind auf der ersten Deutschlandtour, ist ein Beleg dafür.
Nestor spielt auf Festivals mit anderen Schwedische Bands, wie HEAT oder Takida – ebenso Melodic-Rock-Bands.
Gaswerk Winterthur: „Velveteen Queen“ aus Schweden. Die Supporter von Nestor beim Gig in Winterthur. Tja, was soll ich sagen. Die noch recht junge Band hat noch viel Entwicklungspotential.
Jeder legt sich ordentlich ins Zeug und zusammen geben sie einigermassen sauberen Rock ab. Aber es fehlt (mir) eben der „Melodic Rock“-typischer Rhythmuswechsel, klare Refrains, Ohrwurm-Eigenschaften. Aber coole Klamotten aus der Hair-Rock-Epoche hatten die Jungs dabei. 😎👍🤘
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