30.04.2026 – SOPT Markierung sorgt für Gelächter

30. April 2026

Auf Teneriffa ist Arbeitern bei Strassen Markierungen ein folgenschweren Fehler beim Aufsprühen eines STOP Hinweises passiert. Das Gelächter ganz Spaniens ist Ihnen nun sicher.


19.02.2026 – Spanish for Runaways: Vino con Dolores!

19. Februar 2026

Spanish for Runaways: Vino con Dolores = Er kam mit Schmerzen!
(Mütter über ihren Söhne nach der Entbindung)

Nein, es heisst nicht „Wein(trinken) mit Dolores!“

Falls Euch bei „Dolores“ eine mexikanische dunkelhaarige Schönheit in amerikanischen Western einfällt. Ja, das ist die, die mir Schmerzen kam oder ging. Die Seniorita, die sich unsterblich in den Filmhelden (John Wine) verliebt, aber ihn am Schluss nicht bekommt, erschossen wird, oder sitzengelassen wird. Und der Held mit einer Blondine in den Sonnenuntergang reitet.

„Dolores“ heisst „Schmerzen“!


04.05.2025 – Santa Cruz – Mercado de Nostra Senora de Africa

4. Mai 2025

Der „sagenumwobene“ zweietagige Markt in Santa Cruz. Heute ist Muttertag. An den vielen Blumenständen bildeten sich lange Schlangen. Wir durchwanderten den Fischmarkt im Untergeschoss. Und blieben dann in einem Laden hängen, von dessen Decke unzählige Schinken hingen.

Wir bestellten einen gemischten Schinken/Käseteller und Weisswein. Dann sogen wir die geschäftige Atmosphäre inmitten vielstimmigen Diskussionen ein. Ein kulinarischer Traum.


20.02.2025 – Die Galeere „Real“ von Don Juan de Austria

21. Februar 2025

Anfang Februar besuchte ich das Museu Maritim in Barcelona. Dort steht die Replika der Galeere „Real“. Diese Galeere war unter anderem das Flagschiff der grössten Galeerenschlacht ever in Lepanto. Der in Regensburg geborene Sohn Kaiser Karl V. und Halbbruder von König Philipp II. Don Juan de Austria führte die Flotte der Heilige Liga in die Schlacht gegen die Osmanen bei Lepanto.

Die Real war das 1568 in den Drassanes Reials de Barcelona erbaute Flaggschiff von Don Juan de Austria in der Seeschlacht von Lepanto 1571, der größten Galeerenschlacht der Weltgeschichte, in der die Flotte der vereinten christlichen Mittelmeermächte, der sogenannten Heiligen Liga, eine osmanische Flotte vernichtend schlug. Die Real und die Galeere Sultana, das Flaggschiff des türkischen Oberbefehlshabers Ali Pascha, waren schon bald nach Beginn der Schlacht in direktem Kampf Mann gegen Mann verwickelt. Dabei fiel Ali Pascha, von Musketenkugeln getroffen, verwundet auf Deck und wurde von einem spanischen Söldner enthauptet.

Anlässlich des vierhundertsten Jahrestages der Schlacht im Jahre 1971 wurde die Real im Museu Marítim von Barcelona originalgetreu nachgebaut und ist dort seitdem ausgestellt. Das Schiff war 60 m lang und 6,2 m breit, hatte 2,1 m Tiefgang und zwei Masten, und wog leer 237 Tonnen. Es wurde von 290 Ruderern bewegt und hatte in der Schlacht von Lepanto etwa 400 Seeleute und Soldaten an Bord. Während der Schlacht waren 50 Mann auf der oberen Plattform des Vorderdecks postiert, 50 auf der Mittschiffsrampe, jeweils 50 entlang beiden Seiten am Bug, 50 auf der Bootsplattform, 50 auf der Herdplattform, 50 an den Heckseiten, und noch einmal 50 auf der Heckplattform.


10.02.2025 – Teneriffa Teide spuckt Asche und Lava

10. Februar 2025

Nach einer Serie von unterschiedlich starken Erdbeben in der letzten Woche ist der höchste Berg Spaniens – Der Teide – auf Teneriffa nach über 245 Jahren Ruhezeit wieder ausgebrochen. Die Aschewolke ist bis zu 8.000 Meter hoch und von den anderen kanarischen Inseln gut zu sehen.

Die lokalen Medien berichten live.

Der Flugverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Auch sind die Zufahrtsstrassen zum Nationalpark Teide gesperrt. Sowohl aus seinem Hauptkrater auf 3571 Metern Höhe, wie auch einer der Seitenflanken bei  Montana Blanca hat sich die Erde geöffnet.

Die Bevölkerung wird gebeten Ruhe zu bewaren und die örtlichen Radio- und TV-Informationen zu beachten. Für Panik besteht derzeit kein Grund laut den offiziellen Behörden.

http://www.ellocogringo.com/news/teide-outbreak

(Achtung! Satire!)


18.12.2024 – Das Leben von Barbara Blomberg

17. Dezember 2024

Servus. Mal wieder ein paar Infos über das „Drama Don Juan de Austria“. Diesmal geht es aber um seine leibliche Mutter:

Barbara wurde in der Regensburger Kramgasse 1527 als Tochter von Wolfgang Blomberg (Plumberger, Blombergh) und seiner Frau Sybilla Lohman (Loham) geboren.

Als Kaiser Karl V. Im Sommer 1546 zu einem Reichtag von April bis August anwesend war, zeugte er mit ihr einen später als Held von Lepanto bekannten Sohn.

Soweit, so bekannt (in Regensburg).

Dass Karl und Barbara sich nicht zufällig auf der Strasse trafen, muss wegen des erheblichsten Standesunterschiedes angenommen werden. Auch ist nichts bekannt, dass die Ratsherren, wie in Augsburg 1530, die 60 schönsten Jungfrauen der Bürger dem Kaiser bei der Ankunft anboten.

Der Reichtag bzw. die Diskussionen im Rat betreffend Religionsfragen fand damals noch im Erdgeschoss statt (dort ist heute das Tourismusbüro) und war für den 46-jährigen Kaise, der ohne feste Residenz ständig in seinem Reich von Neapel bis Saragossa per Pferd unterwegs war, eher ermüdend und langweilig.

Im ersten Stock (heute Reichssaal) befand sich ein grosser Tanzssaal, der von aussen von der Herzfleckseite (gab es damals noch nicht) per hölzerner Aussentreppe zugänglich war. Man feierte oft und viel. Es gab Gelage mit bis zu 100 Gängen (siehe München und Neapel). Viel Prunk und Weiberei während der 4 Monate Anwesenheit des gesamten Hofstaates mit Gefolge (etwa 1200 Personen).

Karl V. und Barbara in der Fotonevella aus Spanien. Dort kommt auch Jeronim (später Don Juan de Austria) vor.

Karl war zwar hochkatholisch und fest im Glauben, aber kein Kostverächter. Weder kulinarisch (Gicht vom vielen Fleisch in allen Gliedern) und der weiblichen Schönheit angetan. 7 Jahre früher (1539) war seine Königin Habsburger (Austria) Isabel von Portugal gestorben.

Und im logischen Sinne „auf der anderen Seite“ in der Kramgasse lebte eine Hübsche „Gürtelschnalle“, die gerne bei den Bällen einem jungen oder nichtmehrsojungen Sprössling gefällig war, beim Tanzen, Essen und sonst. Sie war dabei sicherlich nicht die einzige leichte Dame. Nur als Beispiel: Zum Konzil in Konstanz waren 700 Dirnen gemeldet. Nochmal 700 arbeiteten „freiberuflich ohne Anmeldung“. Also kann man davon ausgehen, dass ebenso viele Damen die 1000 Gefolgsleute von Kaiser Karl V. auf seinen Reichstagen „belustigten“.

Barbara Blomberg

Auch wenn es nicht die Regel war, Frau hatte durchaus Chancen und es war auch durchaus üblich, mit einem Fehltritt eines Edelmannes hinterher „ausgesorgt“ zu haben. Auf jeden Fall muss Barbara bei diesen Bällen aufgefallen positiv sein. Denn wie sonst hätte eine standmässig so weit untenstehende jemals Zutritt zu den Gemächern des Kaisers im „Goldenen Kreuz“ finden können?

Skandale konnte sich der Kaiser nicht leisten. Und es standen in Europa von Italien, über England, Frankreich, Flandern und Spanien ausreichend politisch heiratsfähige Edeldamen zur Verfügung. Trotzdem passierte es ein Jahr später.

Mit 15 Monaten später holten Kaiserliche Gesandten Hyronimus (Geronimo, erst mit 13 Don Juan) heimlich bei den Eltern von Barbara in Regensburg ab. Er kam zuerst unter die Obhut von Adrián Du Bois, dem Kammerdiener des Kaisers. Bis er 1550 nach Spanien versetzt wurde, um unter der Anleitung von Ana Medina, verheiratet mit Francisco Massy, ​​einem Bratschisten in der kaiserlichen Kapelle, erzogen zu werden.

Zurück zu Barbara. Wer war dieses Luder? Dieses junge Mädchen gehörte dem deutschen Bürgertum an und ihr Leben verlief, wie das jeder anderen Tochter eines wohlhabenden Kaufmanns. Sie besuchte Gesangskurse und kultivierte sich in verschiedenen Künsten.

Im Jahr 1550 heiratete Barbara Blomberg (auf Kaiserliches Geheiss) Jeronimo Píramus Kegell (Jerome Pyramus Kegell). Im Gegenzug erhielt er die Position eines Kommissars der Armee des Kaisers am Hofe Marias von Ungarn in Brüssel (damals Flandern). Dort wachte der Vertraute des Kaisers Herzog (Duque) de Alba als Gouverneur von Flandern über „das Wirken von Barbara“.

Barbara schenkte Hieronymus zwei weitere Söhne. Einer ertrank unter ungeklärten Umständen 1569 in einem Brunnen. Der ältestere Sohn Pyramus diente unter Alba in der spanischen Armee in Flandern und schaffte es bis zum Oberst. Pyramus heiratete die Baroness de Saint-Martin und bekam 4 Kinder. Also hatte Barbara 4 Enkel.

Im Jahr 1569 starb neben dem jüngeren Sohn auch der Ehemann nach kurzer Krankheit. Dadurch fehlte es an Einkommen. Deshalb sprach ihr der Herzog von Alba über Kaiser Karl V. 4500 Gulden Jahresrente zu. Barabara war da 42 Jahre alt und hatte wenig Schönheit eingebüsst und Dank der großzügigen Jahresrente auch an Wert gewonnen.

Sie war nie ein Kind von Traurigkeit und hatte viele Verehrer. Und sie verkehrte in Bordellen. Das ist dokumentiert. Es bestand in Brüssel die Gefahr, dass die leibliche Mutter des Kaisersohnes Schande über den Sohn bringen könnte. Wegen ihres Lotterlebens und weil sie „unkontrolliert“ einen ihrer Verehrer heiraten könnte. Deshalb versetzte der Herzog von Alba sie nach Antwerpen, Gent und Luxemburg. Es half nichts.

Es kam dann 1576 zum einzigen und letzten Aufeinandertreffen des Sohnes mit der Mutter. In Absprache mit seinem Bruder König Philippe griff Don Juan zu einer List und überredete Barbara mit ihrem gesamten Haushalt nach Genua zu gehen, um sich von dort nach Neapel einschiffen zu lassen.

Das Schiff seglte dann aber nicht nach Neapel, sondern nach Nordspanien! Denn am 13. März 1577 ging sie im Hafen der kantabrischen Stadt Laredo von Bord. Magdalena de Ulloa, die Witwe von Luis Méndez Quijada, bei dem ihr Sohn (Don Juan) aufgewachsen und erzogen worden war, wartete am Hafen auf sie. Man hatte alles vorbereitet. Doch Barbara gebärdete sich ob dieser Täuschung „wie eine Wildkatze“.

Barbara zog begleitet von ihrem Sohn Conrado de Píramo, ihrer Schwiegertochter, der Baronin von Saint-Martín María de Algora, und ihren vier Enkelkinder und dem gesamten Haushalt in eine Villa, welcher der Magdalena de Ulloa gehörte.

Barbara Blomberg

Verschiedene Protokolle und historische Dokumente aus dieser Zeit dokumentierten den Besuch von Barbara Blomberg an verschiedenen Orten und Städten in Trasmiera, wo sie an verschiedenen Festen ihr zu Ehren teilnahm, die in der Provinz Merindad gefeiert wurden.

Magdalena de Ulloa zahlte alle Kosten der Unterbringung Barbaras und des mitgebrachten „Hofstaates“ inkl. Verpflegung zuerst aus eigener Kasse. Später beschwerte sie sich, dass von den 1,35 Mio Gulden von der Staatskasse von König Philippe nur 990.000 Gulden eingegangen waren.

Von dort aus lebte Barbara (nachdem sie sich beruhigt hatte) im kastilischen Kloster Santa María das Real de San Cebrián de Mazote, etwa 70 Kilometer von Valladolid entfernt. In einem eigenen Haus etwas abseits der Nonnen. Bis zum frühen Tod von Don Juan de Austria im Alter von 33 Jahren in Namur 1578.

Barbara war es im Kloster zu langweilig und sie bat König Philippe darum umzuziehen. Sie bekam in der kleinen Ortschaft Ambrosero einen Gutsitz und von König Philippe 3000 Gulden Jahresrente. Das Viertel dort wird heute noch „Madame“ genannt. Wie sie auch bereits in der Zeit in Flandern nach dem Tod ihres Ehemannes Jeronimo Kegel genannt wurde. Sie lebte dort vom Einkommen ihres Gutes zusammen mit der Familie ihres Sohnes.

Am 17. Dezember 1597 beendete die Geliebte von Kaiser Karl V. ihr Leben und wurde in der Märtyrerkirche San Sebastián des Klosters Monte Hano in Escalante (Kantabrien) beigesetzt. Sie wurde 70 Jahre alt.

Mehr Infos über das Kloster Monte Hano

Und hier mein Artikel zum Sterbeort Kloster Monte Hano hier auf WordPress.


17.12.2024 – Wo Barbara Blomberg ihre letzte Ruhe fand: San Sebastian de Hano

17. Dezember 2024

San Sebastián de Hano ist ein Kloster, das derzeit von Kapuzinerpatres bewohnt wird und sich in der Gemeinde Escalante (Kantabrien, Spanien) neben dem Berg Hano und den Santoña-Sümpfen auf der Insel Montehano befindet. Es wird auch Montehano-Kloster genannt. Am 6. November 1981 wurde es zum Nationaldenkmal erklärt.

Quelle https://maps.app.goo.gl/TbhELNg1RLCywV9X8?g_st=ac

Seine Ursprünge reichen bis ins Spätmittelalter zurück. Obwohl es vage Nachrichten gibt, dass an diesem Ort im 14. Jahrhundert ein Kloster existierte, wurde das Kloster erst im Jahr 1441 unter der Schirmherrschaft von Beltrán Ladrón de Guevara, Herr von Escalante und Graf von Zahalú, auf dem ehemaligen Kloster gegründet Einsiedelei oder Kapelle, die Unserer Lieben Frau vom Berg geweiht war und vom Franziskanerorden bewohnt wurde.

In seinen Anfängen befand sich das Kloster neben dem Hano auf einer von Sümpfen umgebenen Insel. Gegenwärtig ist diese geomorphologische Konfiguration verloren gegangen, aber aus dieser Bedingung leitete sich das 1491 von den Katholischen Königen gewährte Privileg ab, ein Boot zu besitzen, das zur Überquerung der Flussmündungen verwendet wurde, wenn der Zugang nicht über die Hano-Brücke möglich war. Die erhaltene historische Dokumentation ist reich an Streitigkeiten mit der nahegelegenen Stadt Escalante (Brennholzstreitigkeiten, Streitigkeiten über die Kontrolle der Flussmündungen usw.), die jahrhundertelang andauerten.

Im Jahr 1597 war es die Grabstätte von Barbara Blomberg, Mutter von Don Juan von Österreich und Geliebte von Kaiser Karl V.

Quelle: https://maps.app.goo.gl/rLdjgRo7r7Qi7T6z6?g_st=ac

Im 17. Jahrhundert wurde das Kloster einer umfassenden Renovierung unterzogen, die dazu führte, dass der Großteil der heutigen Architektur aus diesem Jahrhundert stammt. Bereits im Jahr 1808 gibt es Hinweise auf die Unterbringung napoleonischer Soldaten während der französischen Invasion. Im Jahr 1835 wurde das Kloster von Mendizábal beschlagnahmt und ging in private Hände über. Im Jahr 1879 schenkte die Gräfin von Casa Puente das Gebäude dem Bistum und es wurde vom Orden der Kleinen Kapuzinerbrüder bewohnt. Dort ist seine Tochter Joaquina de la Pezuela begraben.

1978 wurde das Kloster erneut restauriert.

Quelle: https://es.wikipedia.org/wiki/San_Sebasti%C3%A1n_de_Hano

Genauer Ort auf Maps: https://maps.app.goo.gl/SgGAkaVgLBiBHW9s8


16.12.2024 – Tod, Überführung und Beerdigung von Don Juan de Austria

16. Dezember 2024

Rafael Portell Pasamonte – September 2017

Als Juan de Austria von der Ermordung seines Sekretärs Escobedo am 31. März 1578 erfuhr, als er sich auf die Rückkehr nach Flandern vorbereitete, und von den Umständen, unter denen sie geschehen war, während er über die Entsendung weiterer Truppen und Geld in die Niederlande verhandelte , (ein Verbrechen, das sicherlich von Antonio Pérez mit Zustimmung des Königs geplant wurde und dessen Hintergrund das Misstrauen hatte, das in der königlichen Person gegenüber seinem Halbbruder herrschte, seit der Intrigant Antonio Pérez Felipe II. davon überzeugt hatte (sein Bruder plante hinter seinem Rücken einen Angriff auf England   und die Heirat mit Maria Stuart), verfiel er in eine tiefe Depression, während die Krankheit, an der er seit einiger Zeit litt, fortschritt: Tabardillo, wie Typhus damals genannt wurde. An manchen Tagen musste er sogar im Bett bleiben.

Wappen von Don Juan de Austria

 Ende April verlegte er sein Hauptquartier nach Namur, doch als September kam, ließ er sich, um näher bei seinen Soldaten zu sein, in das 3 km von Namur und 6 km entfernt errichtete Lager verlegen. von Tirlemont, auf den befestigten Hügeln von Bouges, von wo aus der Zusammenfluss von Sambre und Maas beherrscht wurde, und da er keinen besseren Ort für die Errichtung seines Kommandopostens hatte, wurde der Taubenschlag eines Bauernhofs ausgewählt, der als Unterkunft für die Infanterie diente Kapitän, Bernardino de Zuñiga. Der Taubenschlag, der durch die Kanonenschüsse zerstört wurde, wurde hastig gereinigt und um ihn angenehmer zu machen, wurde er mit Wandteppichen, Teppichen, Damasten und Vorhängen geschmückt, wobei der gesamte Raum mit duftendem Wasser besprüht wurde.

Mitte September, und zwar in der Abenddämmerung am Dienstag, dem 16., wurde ihm plötzlich schlecht, mit großem Fieber und Unwohlsein in allen Gliedern, das die ganze Nacht anhielt. Am nächsten Tag stand er immer noch mit Fieber und Kopfschmerzen zur gewohnten Zeit auf, frühstückte, hörte sich die Messe an, kümmerte sich um ein paar alltägliche Angelegenheiten und hielt dann einen Rat ab. Anschließend besuchte er die Truppenkaserne in Tirlemont , aber als er in die schmutzige Hütte zurückkehrte, die ihm als Wohnsitz diente, musste er wegen des Fiebers, das ihn verzehrte, zu Bett gehen.

Am 28. befahl er, seine Feldherren, die Staatsräte und andere hohe Autoritäten der Armee zu rufen, und vor ihnen legte er als Zeugen sein Kommando nieder und übergab den Stab des Kommandos an Alexander von Farnese, Prinz von Parma, der am Boden lag Seine Knie waren am Fußende seines Bettes so verzweifelt, dass der Graf von Mansfeld ihn hochheben und trösten musste. Dann wandte sich Don Juan an seinen Beichtvater, Fray Francisco de Orantes, und sagte ihm mit der lautesten Stimme, die er äußern konnte, damit jeder ihn hören konnte:

„Dass er kein Testament hinterlassen hat, weil er nichts auf der Welt besaß, was nicht seinem Bruder und Herrn, dem König, gehörte, und dass es daher an ihm lag, über alles zu verfügen.“

„Dass er seine Seele und seinen Körper dem König anvertraute; seine Seele, damit er ihm befehlen konnte, Weihen zu machen, und seinen Körper, damit er ihn neben seinem Vater begraben konnte.“

„Dass sein Bruder die Ernennung respektieren würde, die er seinem Neffen Alejandro Farnesio gegeben hatte“

Ende des Briefes an seinen Bruder Philipp II.

Anschließend gab er Alexander von Farnese und den übrigen Anwesenden einige Empfehlungen und Ratschläge und verfiel kurz darauf in tiefe Schläfrigkeit und litt unter einem ständigen Delirium, das zwei Tage anhielt.

 Im Morgengrauen des 1. Oktobers erlangte er für kurze Zeit wieder Klarheit. Während dieser Zeit hörte er, liegend im Bett, der Messe zu und nahm eine kleine Haube ab, die ihm bei der Hebung des Allerheiligsten Sakraments aufgesetzt worden war. Als das Heilige Opfer vorüber war, empfing er die letzte Salbung, aber kurz darauf überfiel ihn ein neuer Delirium mit äußerster Wucht, in dem er, im Glauben, dass er eine Schlacht befehligte, seinen Männern Ansprachen hielt, seine Bataillone militärisch befahl und seine Soldaten beim Namen rief Kapitäne, um sie dafür zu tadeln, dass sie sich von ihren Feinden abschneiden ließen. Während all dies geschah, schrie er ständig nach dem Marquis von Santa Cruz, den er „Don Álvaro, Freund“ nannte.

Nach und nach beruhigte er sich, bis er in eine sehr tiefe Schläfrigkeit verfiel, zweifellos ein Vorbote des sofortigen Todes. Gegen elf Uhr seufzte Don Juan tief und sagte mit sehr schwacher Stimme: „Tante!…Tante!…Madame, Tante!“ Es waren seine letzten Worte und um halb eins starb der Held von Lepanto. Es war der 1. Oktober 1578 im Alter von 31 Jahren. Der Christus der Mauren ruhte auf seiner Brust.

Nun, ist Don Juan von Österreich wirklich am Wappenrock (Bachfellentzündung) gestorben, wie uns die Geschichtsschreibung glauben macht? Nun nein. Die Realität ist prosaischer und vulgärer. Don Juan litt tatsächlich wie die meisten seiner Kapitäne an Typhus, aber die unmittelbare und wahre Ursache waren schlecht behandelte Hämorrhoiden, aber es wäre ehrenhafter und feierlicher zu sagen, dass er an „Fieber“ gestorben sei.

Der leibliche Sohn des Kaisers litt wie sein Vater an der gleichen Krankheit, die beim Reiten äußerst schmerzhaft war. Nach Aussage seines Arztes in der Schlacht von Lepanto, Dario Daza, beendeten eine gescheiterte Hämorrhoidenoperation und die durch Typhus verursachte Schwäche sein Leben.

Dieser Arzt sagt uns:

 „Die Behandlung von Hämorrhoiden mit Blutegeln ist sicherer als das Aufschlitzen oder Öffnen mit einer Lanzette, da das Aufschlitzen manchmal zu sehr ätzenden Wunden führt und das Öffnen mit einer Lanzette am häufigsten zu einer Fistel führt , und manchmal ist es das auch.“ eine Ursache für einen plötzlichen Tod; wie es dem gelassensten Don Juan von Österreich widerfuhr, der nach so vielen Siegen durch die Hände von Ärzten und Chirurgen elend starb, weil sie ihn konsultierten und sehr schlimm in einen Haufen aufspießten, der schwere Blutungen im Körper des Generals verursachte, ließ ihn innerhalb weniger Stunden ausbluten .

Der von Philipp II. erhaltene Befehl sah vor, dass seine Beerdigung abgehalten und sein Leichnam in der Kathedrale von Namur beigesetzt werden sollte.

Um ihn transportieren zu können, wurde sein Körper im nahegelegenen Dorf Bouges einbalsamiert und seine Eingeweide in ein Gefäß gelegt. Wenige Tage später wurde er in einer feierlichen Prozession nach Namur gebracht. Der Leichnam, der mit einem holländischen Wams mit silbernen und goldenen Besätzen bekleidet war, seine Rüstung mit dem goldenen Fleecekragen auf der Brust und auf dem Kopf, eine purpurrote Satinhaube (da sie vollständig rasiert war) und darauf eine herzogliche Krone Ein mit Edelsteinen verzierter Stoff aus Gold (zur Erinnerung an die Kronen, die er nie trug ), an den Füßen, der Kopfschmuck und die Fäustlinge, wurde in einen reich verzierten zeremoniellen Sarg gelegt. mit schwarzem Brokat verziert.

Jeder wollte die Ehre haben, es zu tragen; die Spanier, weil er der Bruder ihres Königs war; die Deutschen, weil er in Deutschland geboren war, und die Flamen, weil er ihr Gouverneur war, so sehr, dass sie abwechselnd Soldaten aus jeder Einheit auswählen mussten, damit sie alle an der Prozession teilnehmen konnten, die Pfeifen heiser, die Logen offen Die umgedrehten Arkebusen, Fahnen und Schleppspieße trugen die sterblichen Überreste des jungen Generals. Spanische und wallonische Truppen deckten in Doppelreihen die Prozession von Bouges nach Namur ab. Zuerst wurde er auf den Schultern von Herren getragen, denen er vertraute, dann von Feldherren, die vom Grafen von Mansfeld, Octavio Gonzaga, Pedro de Toledo und dem Marquis von Villafranca begleitet wurden und hinter ihnen, in einiger Entfernung, Alejandro de Farnesio begleitete des Bischofs von Arras, und schließlich folgten die gewählten Offiziere und Soldaten.

Die traurige Prozession durchquerte die gesamte Stadt Namur zur Kathedrale Saint-Aubain im gotischen Stil, von der heute nur noch der Turm erhalten ist. Der Leichnam von Don Juan von Österreich wurde dort im Mittelschiff, umgeben von einem Wald aus brennenden Kerzen, beigesetzt, und die Beerdigung begann unter dem Vorsitz des Bischofs von Namur und dauerte von zehn Uhr morgens bis zur Abenddämmerung. Nach der Beerdigung wurde der Sarg beerdigt.

Fünf Monate später befahl Philipp II., ihn nach El Escorial zu versetzen, jedoch mit größtmöglicher Diskretion und Geheimhaltung. Von Frankreich wurde die Erlaubnis beantragt, sein Territorium ungestört durchqueren zu dürfen, und der wahre Grund wurde in dem Antrag verschwiegen. Sie wollten eine offizielle Überstellung vermeiden, da dies eine feierliche Prozession mit zahlreichen Stopps bedeutete, die die Reise verzögern und sie zweifelhaften Höflichkeiten, kalten Empfängen und möglichen Reibereien aussetzen würde, und das in einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen beiden Nachbarn, wie bei so vielen Gelegenheiten, schlecht waren.

Don Juans einbalsamierter Körper wurde ausgegraben, entkleidet und entsprechend parfümiert, und es wurde festgestellt, dass seine Nase „ein wenig abgenutzt “ war. Um peinliche Fragen nicht beantworten zu müssen, wurde beschlossen, die Leiche zu zerschneiden. Die Mumie wurde an zwei Stellen aufgeschnitten, eine am „Ende der Wirbelsäule“ (am Halsansatz) und eine weitere an den Kniegelenken, so dass der Körper zum Zeitpunkt der endgültigen Bestattung wieder ganz war. Die drei Teile wurden in separate Lederbeutel gesteckt, die mit duftenden Kräutern und Myrrhe aromatisiert waren, und diese wiederum in eine geschlossene, mit schwarzem Samt ausgekleidete Truhe gelegt, die als persönliches Gepäck auf dem Rücken der Pferde der Soldaten getragen wurde.

Einen Monat nachdem er ihn aus dem Grab geholt hatte, am 18. März 1579, machte sich eine Delegation von hundert Soldaten zu Fuß auf den Rückweg nach Spanien, ohne jegliches Banner oder Flagge.

Was seine Eingeweide betrifft, die, wie bereits erwähnt, in einem Gefäß deponiert wurden und in Namur zurückgelassen wurden, befahl Alexander Farnese, das Herz zu entfernen und in einer Urne zur Aufbewahrung in der Kathedrale von Namur zu deponieren. Als die neue Kathedrale gebaut wurde, wurde das Herz des Prinzen hinter dem Hauptaltar unter seinem ursprünglichen Grabstein deponiert, den Farnese anfertigen ließ.

„Der heitere Prinz Don Juan von Österreich, Sohn des Kaisers Karl V., starb in der Blüte seines Alters in Bouges, nachdem er die aufständischen Mauren in Baetica besiegt, die riesige türkische Flotte in Patras in die Flucht geschlagen und völlig zerstört hatte. Als Vizekönig in Belgien befahl sein geliebter Onkel Alexander Farnese, Prinz von Parma und Placencia, Nachfolger im Reich im Auftrag von Philipp, dem mächtigen König von Spanien, in Erinnerung an ihn, diesen Grabstein auf seinem Ehrenmal anzubringen. 1578“

Aber zurück zum Trauerzug. Wie bereits erwähnt, verließen sie am 18. März 1579 die Stadt Namur in Richtung der französischen Stadt Nantes, wo sie sich ohne nennenswerte Rückschläge in Richtung Santander einschifften.

 An Land angelangt, formierte sich die graue und stille Prozession erneut, bis sie die Provinz Segovia erreichten, wo sie direkt zur Abtei von Parraces aufbrachen, die sie am 21. Mai 1579 erreichten.

 In der Abtei wurde Don Juans Leichnam wieder zusammengesetzt und in einen luxuriösen zweitürigen, schwarz ausgekleideten Sarg gelegt, um ihn dann der Öffentlichkeit auszustellen und die Gerüchte zu zerstreuen, die kursierten, dass der Leichnam nicht in einem Stück in Spanien angekommen sei. Die ganze Nacht über wurde eine Mahnwache abgehalten, und am Morgen wurde mit großer Zeremonie der Trauerzug mit einer Eskorte von vierhundert Männern zu Pferd zusammengestellt, um die 60 km zurückzulegen, wobei alle Diskretion während der Reise durch fremde Länder aufgegeben wurde. die die Abtei vom Kloster El Escorial trennen. Bürgermeister, Kapläne, Ordensbrüder, Ritter und sogar Mateo Vázquez de Leca, Sekretär des Königs und Bischof von Ávila, mit seinem Gefolge bildeten die Begleitung.

In jeder Stadt, in der das Gefolge die Nacht verbrachte, wurden die ganze Nacht über Gottesdienste und Gottesdienste abgehalten. Immer mehr Menschen schlossen sich dem Trauerzug an. 

Sie kamen am 24. Mai um sieben Uhr nachmittags in San Lorenzo an, wo alle vom Pfarrer angeführten Geistlichen herauskamen, um ihn zu empfangen. Sie warteten dort auf ihn

alle großen Männer des Königreichs. Einschließlich Don Juan de Tarsis, dem Kurier Seiner Majestät. Am nächsten Tag hielt der Bischof in Anwesenheit von Philipp II. und dem Hofstaat die Pontifikalmesse ab, mit all dem Prunk und der Zeremonie, die der Anlass erforderte, d. h. mit der Behandlung, die den Mitgliedern der königlichen Familie vorbehalten war. Am Ende der Zeremonie wurde ein Dokument des Königs verlesen, in dem er anordnete: „Der Leichnam seines „sehr geliebten Bruders“ soll dort belassen werden, wo sich die anderen königlichen Leichname befinden, bis er zur Beerdigung gebracht wird Hauptkirche.“

Seine sterblichen Überreste ruhen derzeit im Pantheon der Infanten von San Lorenzo de El Escorial in der 5. Kammer.

Das Grab aus weißem Carrara-Marmor befindet sich in der Mitte der Kammer. Darauf liegt, bedeckt mit einem Sarg aus demselben Marmor, die lebensgroße Statue des Helden. Er trägt eine komplette Kriegsrüstung, trägt die Halskette des Goldenen Vlieses, hält in beiden Händen das Schwert, an dem er sechzehn Ringe zur Schau stellt, und stützt seinen nackten Kopf auf zwei Kissen. Auf beiden Seiten der Füße sieht man die Stulpen und in der Mitte einen Löwen. Diese wunderschöne Statue.

Auf der dem Altar zugewandten Tafel ist folgende Inschrift zu lesen:

      JOHANNES AVSTRIACVS

     CAROLI V FIL. NATVRALIS

(Johannes von Österreich – natürlicher Sohn von Karl V.)

Kurioserweise ist anzumerken, dass er, um nicht im Kampf zu sterben, mit abgenommenen Panzerhandschuhen dargestellt wird. Es handelt sich zweifellos um ein Grab von außerordentlicher Bedeutung, nicht nur wegen der betreffenden Figur, sondern auch wegen der Meisterschaft der Schnitzerei. Die Feinheit der Schnitzerei und der Details ist wirklich erstaunlich. Das Werk wurde vom italienischen Bildhauer Giuseppe Galleoti nach Zeichnungen von Ponciano Ponzano geschnitzt.

„Lepanto hat mich ewig gemacht,

jung bin ich gestorben, alt war ich;

dass ich einmal der Welt sagte:

Mitleid, Neid, Entsetzen“


Lope de Vega

Quelle: https://docelinajes.es/2017/10/muerte-traslado-y-entierro-de-don-juan-de-austria-por-d-rafael-portell-pasamonte/

Übersetzt mit Google Translate


10.11.2024 – Don Juan de Austria und Kaiser Karl V.

10. November 2024

Während Regensburg im Allgemeinen mit dem Erbe von Don Juan de Austria eher stiefmütterlich umgeht (Ausser einer Tafel an der Wand der Geburtshauses und einer Kopie der Statue von Messina gibt es keine Informationen) ging und geht man in Spanien ganz anders mit der Beziehung von Don Juan zu Karl V. um. Auch heute noch im Geschichtsunterricht.

Anekdote: Don Juan’s Geburt fiel exakt auf den Geburtstag von Karl V. am 24.02.1500. Nur 47 Jahre später.

Presentación de don Juan de Austria al emperador Carlos V, en Yuste

Zeugnis dessen ist ein Ölgemälde aus 1869, welches die Vorstellung von Don Juan zeigt. Bis dahin lebte er als „Geronimo“ bei einer „Pflegefamilie“ – einer vertrauten Familie von Karl: Luis de Quijada in Leganes.

Tatsächlich sah Karl V. seinen Sohn von Klein auf aufwachsen. Bei Festen und Audienzen war die Pflegefamilie samt Don Juan anwesend. Nur Don Juan/Geronimo wusste bis zur Testamentseröffnung nach dem Tod von Karl V. nichts davon.

Karl V. liess sich auch sonst über die Situation und Lernerfolge seines Sohnes informieren. In schriftlichen Aufzeichnungen wird seine Begeisterung für die stattliche Figur, die Lebhaftigkeit, Zielstebigkei, Lernbereitschaft und für das gutes Benehmen von Don Juan bezeugt.

Den Spaniern bzw. damals dem Heiligen römische Reich Deutscher Nationen war die erste Vorstellung so wichtig, dass diese in einem Ölgemälde in allen Feinheiten festgehalten wurde.

Gemälde von Eduardo Rosales  https://es.wikipedia.org/wiki/Presentaci%C3%B3n_de_don_Juan_de_Austria_al_emperador_Carlos_V,_en_Yuste

Biografie von Don Juan de Austria

https://www.deutsche-biographie.de/sfz57285.html#adbcontent

Weitere Biografie von Don Juan

https://www.heimatforschung-regensburg.de/1980/1/973749_DTL1615.pdf

Kloster San Yuste. Dort fand die Vorstellung statt und dort lebte Karl V. bis zu seinem Tod.

https://www.spain.info/de/reiseziel/cuacos-yuste/

Videoserie mit den Begegnungen


22.12.2023 – Treffen mit Kirsten und Werner auf Fuerteventura

22. Dezember 2023

22.12.2023 – Fuerteventura – Morro Jable: Besuch von Kirsten und Werner. Sie sind schon seit Jahren auf der Insel heimisch. Wenn man sich schon in der Schweiz nicht sieht, dann doch wenigstens auf Fuerteventura.

10km Luftlinie sind zu überwinden. Schön Euch wieder mal getroffen zu haben. Wir kennen uns mittlerweile seit 15 Jahren.


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