30.09.2024 – Tesla Model 3 BMS_a079 Meldung „Laden nicht möglich: Maximaler Ladezustand erreicht. Reduzierter maximaler Ladezustand – Service planen.“

30. September 2024

Dies seit heute Mittag an meinem 3 Jahre 4 Monate altem Tesla3LR2021 mit 105.000 km.
Das Laden funktioniert bis 79%. Fahren natürlich auch. Servicetermin ist angefragt beim ServiceCenter Winterthur.
Laut erster Suche im Web mit Ergebnissen in einschlägigen Foren bin ich nicht alleine damit. Es wird voraussichtlich der Akku getauscht.

Update 22 Uhr:
Um zu testen, ob das Auto lädt, bin ich zum SUC Kempthal gefahren. -> Nein.
Dann war ich am Nachmittags unterwegs.
Abends zu Hause an den üblichen Lader gehängt. Mittags lud er ja noch. Aber: Ebenso kein Laden möglich.
Akkustand 38%

Update 01.10.2024:
10 Uhr Anruf Tesla Mitarbeiter mit Ergebnis Fern-Diagnose Hochvolt-Batterie defekt. Batterie ist bestellt. Noch kein Liefertermin. Ersatzwagen erhalte ich sobald verfügbar.

Update 02.10.2024:
Anruf 8:30 Uhr freundlicher Tesla-Mitarbeiter. Es würde ein Leihwagen beim SEC Winterthur bereitstehen. 9:30 Uhr Abholung des Model Y LR in Weiss. Vorher mein Auto ausgeräumt. Vor Ort nette Übergabe per App und Einweisung ins Fahrzeug. Ich darf mit dem „Loaner“ nur in der Schweiz fahren. Das Auto wurde für mich bis Ende November reserviert. Hoffe trotzdem, dass die Batterie eher kommt.

Update 09.10.2024
Dank Tesla kann ich jetzt bei Auslandareisen ganz entspannt „FSD (Full-Self-Driving)“ geniessen. In der Bahn. Da ich mit dem „Loaner“ (Leihwagen) nicht ins Ausland fahren darf, habe ich nun neben dem „Halbtax“ der SBB nun auch die „BahnCard50“ der DB gekauft.
Meine erste Reise geht von Winterthur nach Regensburg mit 1x Umsteigen in München. Somit begebe ich mich in die Hände der Bahn-Göttin und vertraue auf Pünktlichkeit. In Deutschland. Die Sonne scheint schon mal. Was soll schon schiefgehen. 👍

Aaah. Und ich geniesse bereits von Beginn an die Schweizer Bahn „in vollen Zügen“. Jetzt weiss ich, was ich so lange vermisst habe. Der Wagen 5 ist nicht nur fast bis auf den letzten Platz gefüllt! Sondern ist gleichzeitig lebhafter Kindergarten, nach allen Facetten der Welt riechende TakeAway-Fressmeile und Durchgang-blockierender Koffertransporter. Die Klimaanlage funktioniert dankenswerter Weise.

Update 20.11.2024:
Die Batterie ist eingebaut. Das Fahrzeug abholbereit. Allerdings war ich bis zum 01.12.2024 beruflich in Deutschland unterwegs.


Update 01.12.2024
Um 21 Uhr war ich wieder Zuhause. Um 21:15 Uhr hab ich das Auto vom SEC Winterthur abgeholt und bin zum Laden Kempthal gefahren. Ab sofort steht er wieder in meiner Garage.

104.000 Kilometer Laufleistung

Abgeholt am 21.05.2021


27.08.2024 – US Elektro-Fahrzeug-Hersteller Mullen gewinnt Auftrag über 188 Mio Euro an UAE

27. August 2024

Die Partnerschaft zwischen Mullen und Volt findet vor dem Hintergrund der Umweltziele der VAE statt. Dieser Vertrag umfasst die Lieferung von 3000 Elektro-Transportern und -LKWs im Gesamtwert von etwa 210 Millionen US-Dollar (ca. 188 Mio. Euro).

Die Vereinigten Arabischen Emirate verfolgen mit ihrer Clean Energy Strategy 2050 und der Net Zero Carbon Emissions Strategy 2050 das Ziel, ihre Energieproduktion bis zum Jahr 2050 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Zudem hat die Straßen- und Verkehrsbehörde von Dubai eine Strategie entwickelt, um den öffentlichen Verkehr bis 2050 emissionsfrei zu gestalten.

https://www.elektroauto-news.net/news/volt-mobility-3000-lieferwagen-lkw-mullen


26.08.2024 – Swiss und Microlino kooperieren

26. August 2024

Dass jetzt auf und um den Flughafen Zürich drei Microlinos mit dem Schriftzug SWISS herumflitzen, ist in erster Linie den Techniker:innen zu verdanken. Aus Gründen der Effizienzsteigerung kamen sie darauf, die Benzinautos mit Microlinos zu ersetzen.

Den Microlino fuhr ich vor 1,5 Jahren mal zur Probe.

Mehrmals täglich pendeln sie für Meetings und andere Termine zwischen dem Hangar am Flughafen Zürich und dem SWISS Hauptsitz, dies oftmals alleine oder zu zweit in einem Benziner. Mit kleineren Elektrofahrzeugen können sie nun einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt zu schonen und somit die CO₂-Ziele von SWISS zu erreichen.

https://www.swiss.com/magazine/de/inside-swiss/sustainability/microlino?sfnsn=mo


26.08.2024 – Der Messerschmitt Kabinenroller ist wieder da! Sogar elektrisch!

26. August 2024

Messerschmitt is back! Und zwar sowohl als Benziner, wie auch rein elektrisch! Der KR202 (E) kann mit wenigen Handgriffen zum Roadster umgebaut werden. Gepäckträger am Heck, Rückwärtsgang, Anhängerkupplung möglich. Im Elektro KR202 mit Sportlenkrad und 3-Punkt-Gurte. Nach wie vor eine runde Sache!

Der Messerschmitt Kabinenroller ist ohne Zweifel eine automobile Ikone der Nachkriegszeit. Mit seinem Elektroantrieb hat der neue Messerschmitt Kabinenroller KR-202 E aber endgültig den Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft! In dem Elektro-Kabinenroller vereinigen sich das klassische Design mit einem leistungsstarken, hocheffizienten Elektromotor und einem Hochleistungsakku neuester Generation.

Hier wird E-Mobilität endlich so definiert, wie sie auch Sinn macht: Mehr als Dreiviertel aller Automobile werden täglich in einem Radius von kaum über 30 Kilometern bewegt. Warum sollte der Weg zur Arbeit und erst recht der in den Feierabend keinen Spaß machen? Der E-Kabinenroller beantwortet genau diese Frage. Der 12 KW Permanent-Magnetmotor beschleunigt den Elektro-Messerschmitt kraftvoll und souverän. Der 76,8 Volt / 120 Ah-Litium-Ionen-Akku verschafft dem Kabinenroller einen komfortablen Aktionsradius von etwa 110 Kilometern.

https://www.neue-kabinenroller.de/elektro-kabinenroller-messerschmitt-kr-202-e

Bilder: https://www.neue-kabinenroller.de/


19.08.2024 – Schweiz: Tesla’s Supercharger mit Abstand Marktführer

19. August 2024

Tesla macht in der Schweiz fast die Hälfte der Ladungen über 100 kWh aus.

https://en.chargeguide.ch/overview/usage

Chargemap erhebt Statistiken über die Auslastung des öffentlichen Ladenetzes der Sxhweiz online und vor Ort. Ziel ist es, in regelmäßigen Abständen einen Überblick über Marktanteile und Ranking der Top-Standorte für die Öffentlichkeit zu veröffentlichen.

Zahlen aus Live-Daten geschätzt, Sitzungen von weniger als 90 Sekunden werden ignoriert. Werte werden für stark frequentierte Standorte wahrscheinlich zu niedrig angegeben.

AMAG- und Porsche-Schnellladegeräte nicht inbegriffen. Zahlen von GOFAST, AGROLA und Fastned beinhalten einige 50-kW-CHAdeMO-Sitzungen.

Quellen: Bundesamt für Energie über opendata.swiss und mobile Apps von Tesla, ChargeAssist, IONITY, MOVE, M-CHARGE und AVIA Volt


15.08.2024 – Tesla auf 11% herunter gefahren

17. August 2024

Im ersten Jahr hat man noch etwas Angst, dass man auf Langstrecke nicht rechtzeitig eine Ladestation findet oder dass die geplante Ladestation nicht funktioniert. Somit fährt man immer zu früh mit „Sicherheit“ an den Lader.

Aber je niedriger der SOC (Restladung), umso höher die Ladeenergie, umso schneller wird geladen, umso eher kann man wieder weg, umso schneller kommt man an.

Dieses als „Ladeangst“ bezeichnete Syndrom auf Langstrecke legt man aber üblicherweise mit der Zeit ab. Je häufiger man Strecken fährt, die an der Grenze oder über der Akkureichweite liegen, umso besser klappt das mir dem „Akku-Runterfahren“. Die 11% im Titel bedeuten etwa 55 Kilometer Restreichweite. Da findet man locker ganz viele Alternativen zum Laden.

Mein „Rekord“: Einmal bin ich mit 3% am Aral-HPC in der Kirchmeierstrasse angekommen. Da hatte ich noch 15 Kilometer auf der Uhr. Selbst dann hätte ich bei nicht funktionierender Ladestation auf eine andere in der Umgebung ausweichen können. Zudem wird die Funktionstüchtigkeit und auch, ob die Station frei ist, in der App angezeigt.

Man lernt zudem mit der Zeit, wie die Fahrweise sich auf den Verbrauch auswirkt. Weil Elektroautos im Gegensatz zu Verbrennern mehr auswerten und dem Fahrer anzeigen. Ein Verbrenner zeigt aus gutem Grund nur aktuellen und durchschnittlichen Spritverbrauch an. Ausserdem achtet man darauf, dass Abgase durchsichtig sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Man kann die Restreichweite bei Elektroautos nämlich direkt mit dem Gasfuss beeinflussen. Die optimale Geschwindigkeit liegt nach meiner Erfahrung zwischen 110 und 135 km/h auf der Autobahn. Ein Optimum zwischen Verbrauch und Zeit liegt „bei mir“ bei 120-125 km/h.

Das hört sich jetzt „ganz schlau“ an, aber das ist beim Benziner nicht anders. Bis etwa 120km/h ist die Effizienzkurve schön flach. Darüber schlägt der Windwiderstand zu und die Kurve geht steil nach oben. Der Motor wird ausserhalb des optimalen Wirkungsgrades genutzt und verbraucht exorbitant mehr.

Ausserdem wirkt sich ein möglichst gleichmässiges Halten der Geschwindigkeit – also eine gleichmässige Fahrweise – positiv auf den Verbrauch aus. Diese Fahrweise wird mit kleinen Helferlein unterstützt. So macht es Sinn auf der Autobahn mit adaptiven Tempomat und Spurhalteassistent zu fahren.

Auch wenn Elektroautos „rekuperieren“ – also beim Vom-Gas-Gehen die Energie der bewegten Masse wieder mehr oder weniger effektiv in elektrische Energie durch das Generatorprinzip in den Akku laden, die „Fuhre“ muss anschliessend wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit gebracht werden. Und das Hochbeschleunigen „kostet“ mehr Energie, als würde man ständig die Geschwindigkeit halten.

Beim Tesla3LR2021 ist das sehr schön zu beobachten. Es hat nämlich eine Effizienzseite im Display, welche den Verbrauch der letzten 10/20/50 Kilometer anzeigt und daraus den Mittelwert und den typischen Verbrauch gegenüberstellt. Gleichzeitig wird die Restreichweite aus Batteriekapazität und dem Verbrauch aus der Vergangenheit berechnet.

Beispiel für eine Verbrauchsanzeige mit Restreichweite typisch und durch Fahrweise berechnet (rechts)

Somit muss man die aus dem Verbrauch der z. B. letzten 50 Kilometer ermittelte Restreichweite nur mit der noch zu fahrenden Navigationswegstrecke vergleichen. Und so kann man super erkennen, ob diese durch uneffektive Fahrweise schmilzt, oder sich diese effektiv erhöht. Zusätzlich wird immer die Akkurestkapazität in Prozent oder alternativ die Restkilometer angezeigt.

Heute fuhr ich von Rickenbach mal wieder ohne Stopp durch nach Regensburg. Sonat halte ich immer unterwegs zu einer Pause und zum Laden an.

Ich hatte Zuhause in der Garage auf 99% hochgeladen. Nach 395km und 4:01 Stunden kam ich beim Supercharger Regensburg Ost mit 11% Restladung an.

Da ich Zeit hatte bis zum Termin um 18 Uhr, konnte ich wieder mal „Vollladen“. Somit besorgte ich mir einen Kaffee und setzte mich ins Restaurant. Und wartete.

Nach einer Stunde waren 66kWh von 11 auf 100% geladen. 66/89*100 = 74,157kWh.

Mein Tesla3LR2021 besitzt 82kWh Brutto- und 77kWh Netto-Kapazität. Somit „fehlen“ diesmal 2,943kWh nach 101.000km Gesamtlaufleistung und 3 Jahren.

Im Mai hatte ich den Akku auf 6% an gleicher Stelle herunter gefahren. Und da hatte die „Messung“ noch „keinen Verlust“ ergeben.

Kann man hier nachlesen.
https://peterpanch.wordpress.com/2024/05/11/10-05-2024-tesla3lr2021-akku-kapazitaet-nach-93-000-km-in-3-jahren/


09.08.2024 – Volker Wissing EXPOSED (MaiThink)

9. August 2024

Bundesverkehrsminister Volker Wissing war wieder in den Schlagzeilen, nachdem eine Investigativ-Recherche von “frontal” (ZDF) viel Aufsehen erregt hat: Es geht um den angeblich klimaschonenden Dieselkraftstoffs HVO100, die Verbindungen des Verkehrsministeriums zur Kraftstoff-Lobby, und die Frage der Käuflichkeit. Der Verkehrsminister weist alle Vorwürfe zurück – aber nicht nur die, sondern offenbar auch das ein oder andere physikalische Gesetz.

..

► Der ganze frontal-Beitrag: https://maithinkx.de/frontal
► Die ganze MAITHINK-X-Sendung “E-Fuel vs E-Auto: Mythos Technologieoffenheit“: https://maithinkx.de/folge35


05.08.2024 – Mein Tesla zickt vor Updates..

4. August 2024

Mein Tesla3LR2021 zickt vor Updates rum. Ist das bei anderen auch so?

Wie ich merke, dass bald ein Update ankommt? Es steht noch nix in der App oder im Display. Aber mein Auto zickt dann rum.

Symptome in den letzten 3 Jahren:

  • Es lässt sich mit der Karte am Türholm nicht auf Anhieb öffnen.
  • Mit der App dauert der Zugriff länger.
  • Die Navigation rechnet ewig, bis die Route angezeigt wird.
  • Spotify und andere Medien unterbrechen oder starten gar nicht.
  • Es wird ständig und häufig er als sonst nach einem Halt die Karte auf der Mittelkonsole angefordert.
  • Seitenkameras fallen angeblich aus.
    Etc. Etc.

Jetzt war es ganz seltsam:

  • Autopilotkameras nicht verfügbar
  • Spurhalte-Assistent nicht verfügbar
  • Autopilot nicht verfügbar
  • Es wurden keine anderen Fahrzeuge um mich herum mehr angezeigt.
  • Navigation nicht mehr möglich

Zuerst kam dann ein paar Tage später ein „Kartenupdate“. (am Donnerstag).

–> Dann funktionierte das Navigationssystem wieder.

Jetzt kam gestern (Samstag bis Sonntag) das Update 2024.20.9.

-> Jetzt ist der Fehler „Autopilotkameras nicht verfügbar“ mitsamt seiner „Nebenwirkungen“ vorerst erledigt.

Das Runterladen des Updates startete per WLAN am Samstag 18 Uhr und dauerte bis heute 14 Uhr. 20 Stunden. Respekt.

„Es wurden kleinere Fehler behoben“.

Aber darum geht es mir nicht. Eher um die Frage, ob bei anderen Besitzern das „Auto vor Updates auch rumzickt“?


03.08.2024 – Mein Tesla hat heute 100.000km erreicht

3. August 2024

So, mein kleiner Blauer hatte heute exakt 100.000km auf der Uhr. Abgeholt hatte ich meinen Tesla3LR2021 am 21.05.2021. Also vor 3 Jahren, 2 Monaten und 12 Tagen. Macht 2.600km pro Monat.

Es ist mein Dienstwagen meiner eigenen Firma. Ich bin viel auf (Geschäfts-)Reisen im Aussendienst als Sales/Marketing unterwegs. So reise ich mindestens 1x im Monat von Winterthur nach Regensburg (400km einfach).

Die Strecke könnte ich durchfahren. Aber das mache ich nie. Ich brauch‘ zwischendurch Kaffee und Pipi. Oder rauf nach Berlin zur IFA, zur Messe Frankfurt, Stuttgart oder runter nach Split zur Apricum-Fertigung. Steht Mitte September wieder an.

Somit lade ich nur 35% Zuhause. Auf Reisen lade ich etwa 40% an Tesla Superchargern und 25% mit EnBW-Karte – meist, wenn ich irgendwo parke und in die Stadt gehe, am Einkaufen bin oder am Guggenberger Weiher in der Sonne liege. Die Ladeinfrastruktur ist super. Warten musste ich noch nie.

Zuhause-Laden (an einer Steckdose in der Garage) und „beim-Parken-Laden“ ist saupraktisch. Wenn der Tesla steht, dann lädt er meist. Aber nicht immer. Der Akku hat genug Reserve.

Kaputt war noch nichts Nennenswertes. Das CSS-Ladekabel und die Querlenker vorne wurden mal kostenlos gewechselt bei 80k. Und in Split ist mir eine Dame am Parkplatz reingefahren. Alles sauber repariert. 1x war er beim Service in 3 Jahren Pollenfilter, Bremsflüssigkeit, 2x wurde die Scheibe gewechselt wg. Steinschlag.

Die „Over-The-Air-Updates“ sind super. Grad steht wieder eines an. Dann stelle ich das Auto in mein WLAN und der Update läuft. Ständig kommen neue Funktionen dazu. Zuletzt das Matrix-Licht. Und das kostenlos.

Der Tesla M3LR2021 macht super Spass. Tolle Strassenlage, starker Abzug, lenkt sich wie ein Go-Kart, keine Vibrationen, kein Lärm, keine Gerüche. Und eine tolle Soundanlage.

Wie es der Batterie geht? Lest selbst.


25.07.2024 – Verbrenner blockiert E-Ladestation: Abschleppen gerechtfertigt (Urteil)

25. Juli 2024

Das entsprechende Urteil zum Thema „Abschleppen von Diesel Dieter“ findet ihr hier:
OVG Münster, Beschluss vom 13.4.2023, Az.: 5 A 3180/21

Regelt ein Verkehrszeichen eine Parkerlaubnis nur für Elektrofahrzuge mit einem Parkschein, so dürfen kraftstoffbetriebene Fahrzeuge abgeschleppt werden. Ein Zusatzzeichen bezieht sich steht auf das direkt darüber liegende Verkehrszeichen, was ebenfalls ein Zusatzzeichen sein kann. Dies hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entschieden.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat entschieden, dass Autos mit Verbrennungsmotor, die auf einem für Elektroautos reservierten Parkplatz abgestellt werden, rechtmäßig abgeschleppt werden dürfen. Diese Regelung gilt auch dann, wenn neben dem unrechtmäßig belegten Parkplatz weitere freie Elektroauto-Parkplätze zur Verfügung stehen.

Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Anfang des Jahres 2019 wurde ein kraftstoffbetriebenes Fahrzeug abgeschleppt, weil es verbotswidrig geparkt war. An der Stelle regelte ein Verkehrszeichen zwar eine Parkerlaubnis jedoch wurde dies mit einem Zusatzzeichen eingeschränkt für Elektrofahrzeuge. Ein weiteres unter dem ersten Zusatzzeichen befindliche Zusatzzeichen regelte, dass ein Parkschein erforderlich ist. Der Fahrzeughalter meinte nun, dass das zweite Zusatzzeichen neben dem ersten Zusatzzeichen eine alternative Parkerlaubnis regelte. Er erhob daher gegen den Kostenbescheid Klage. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wies die Klage ab. Dagegen richtete sich der Antrag auf Zulassung der Berufung des Klägers.

Quelle Facebook

Das OVG hat eine Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen abgewiesen. Das OVG argumentierte, dass die Beschilderung eindeutig darauf hinwies, dass das Parken auf diesem Parkplatz während der Ladezeit nur für Elektrofahrzeuge mit Parkschein erlaubt war.

Das OVG stellte außerdem fest, dass das Abschleppen des Fahrzeugs nicht unverhältnismäßig war, selbst wenn andere Elektroauto-Parkplätze frei waren. Die Argumentation, dass nicht berechtigte Verkehrsteilnehmer selbst einschätzen dürfen, ob alle Plätze im betroffenen Bereich voraussichtlich belegt sein werden, wurde zurückgewiesen. Das OVG und das Verwaltungsgericht waren der Ansicht, dass es nicht darauf ankommt, ob zum konkreten Zeitpunkt ein Bedarf an Parkplätzen bestand oder ob andere Ladestationen frei waren.

Rechtmäßigkeit des Kostenbescheids für Abschleppmaßnahme
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts und ließ die Berufung daher nicht zu. Der Kostenbescheid sei rechtmäßig, da die Abschleppmaßnahme rechtmäßig sei. Der Kläger habe gegen die Parkerlaubnis nur für Elektrofahrzeuge mit Parkschein verstoßen. Diese Parkregelung sei für jedermann erkennbar. Es sei höchstrichterlich entschieden, dass sich ein Zusatzzeichen jeweils auf das unmittelbar über ihm befindliche Verkehrszeichen, das seinerseits ein Zusatzzeichen sein kann, bezieht.

Verhältnismäßigkeit der Abschleppmaßnahme
Die Abschleppmaßnahme sei nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts auch verhältnismäßig. Es habe eine Verkehrsbehinderung vorgelegen, da der Parkplatz und somit die Ladestation für gesetzlich privilegierte Elektrofahrzeuge für die Dauer des Parkvorgangs des Klägers nicht zur Verfügung gestanden hat. Es komme dabei nicht darauf an, ob konkret in diesem Zeitraum ein Bedarf bestanden hat oder weitere Parkplätze mit Ladestationen frei waren.

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/ovg_nrw/j2023/5_A_3180_21_Beschluss_20230413.html

Oberverwaltungsgericht NRW, 5 A 3180/21

Datum: 13.04.2023
Gericht: Oberverwaltungsgericht NRW
Spruchkörper: 5. Senat
Entscheidungsart: Beschluss
Aktenzeichen: 5 A 3180/21
Vorinstanz: Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 16 K 2939/19

Tenor: Der Antrag des Klägers auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 18. November 2021 wird abgelehnt. Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.