17.01.2025 – Winterthur Tesla-Service-Center – Batterie-Defekt Vol. 2

17. Januar 2025

Ich öffene die Garage, steige in den Tesla, auf dem Display steht „BMS_a079“. „Maximaler Ladezustand erreicht. Laden nicht möglich“. Die Batterie ist auf 77% geladen. Sollte aber bis 80% aufladen. Genau die gleiche Fehlermeldung, wie beim letzten Batterie-Totalschaden Ende September. Es hat dann 2 Monate gedauert, bis die Ersatzbatterie eintraf. Dann bin ich in die Ferien und seit Rückkehr am Montag 2x gefahren. Also bin ich nicht zum Einkaufen, sondern direkt zum Service-Center. Scheissdreck!

Das Auto hatte ich Ende November abgeholt nach dem letzten Batteriedefekt. Danach stand es nur in der Garage, weil ich ja die Schulter-OP hatte (03.12.2024). Und eine Woche später nach Teneriffa flog am (12.12.2024). Am letzten Montag (12.01.2025) flog ich zurück. Am Dienstag war ich Einkaufen in Winterthur und in Zürich beim Arzt. Und heute am Freitag ist der Tesla wieder defekt.

Update 17:10 Uhr. Es ist ein Isolationsschaden an der Batterie. Es wird wieder die Batterie gewechselt. Nachdem ich dem Service-Herren eindrücklich mein Missfallen mitgeteilt habe, bekomme ich umgehend einen Ersatzwagen, mit dem ich sogar über die Grenze darf. Ich arbeite für eine Deutsche Firma im Vertriebs- und Trainings-Aussendienst. Am Donnerstag kommender Woche muss ich wieder „rüber“ nach Dütschland. Zusammenfassend meine aktuelle Gefühlslage: Ich bin raus aus der Thematik Tesla. Ich war bis zum ersten Batterieausfall Ende September glühender Tesla-Verfechter. Dann nach 2 Monate Wartezeit und jetzt den rechtsnationalistischen Arschloch – Sperenzchen von Musk in allen Facetten zusammen mit dem zweiten Totalausfall bin ich komplett raus. Sobald ich das Auto repariert zurück habe, wird der verkauft oder in Zahlung gegeben. Es wird ein anderes E-Auto einer anderen Marke. Danke für die Aufmerksamkeit.

Der Ablauf der letzten Batterie-Reparatur beim Service-Center Winterthur (2 Monate Dauer)

Update 22.01.2025
Seit gestern habe ich einen Ersatzwagen. Einen Standarddrive mit Heckantrieb. Naja. Beser als nix. Und ich darf sogar aus der Schweiz raus damit. Sonst hätte ich die Mietwagenkosten rückverrechnet.

Langsam verstehe ich keinen Spass mehr.
Somit kann ich Morgen nach Regensburg fahren. Mal sehen, was die Mühle verbraucht.

Update 02.02.2025 – Fahrzeug abgeholt.

Am Freitag bekam ich einen netten Anruf vom SEC Winterthur. Am Morgen sei die Batterie eingetroffen. Man hätte diese sofort eingebaut und getestet. Alles OK. Ob ich das Auto abholen könnte.

Ich hielt mich am Freitag noch geschäftlich in Regensburg auf. Am Samstag fuhr ich also planmäßig zurück nach Rickenbach. Kam aber erst um 21 Uhr an. Also fuhr ich am Sonntag zum SEC Winterthur. Dort stellte ich den Leihwagen Tesla SR ab und stieg in meinen kleinen Blauen ein. Nicht ohne vorher den Kleinkram umzuladen.

Danach fuhr ich zum SUC Kempthal zum Laden. Er zeigte mir bei 50% ungefähr 265 Kilometer an. Somit hätte ich bei 100 % 530km WLTP Reichweite. Etwas weniger als vorher. Mal sehen, wie es sich dann im wahren Leben verhält. Auf jeden Fall werde ich demnächst ein paar Fahrzeuge testen und mir Gedanken wegen eines Umstiegs machen.


15.08.2024 – Tesla auf 11% herunter gefahren

17. August 2024

Im ersten Jahr hat man noch etwas Angst, dass man auf Langstrecke nicht rechtzeitig eine Ladestation findet oder dass die geplante Ladestation nicht funktioniert. Somit fährt man immer zu früh mit „Sicherheit“ an den Lader.

Aber je niedriger der SOC (Restladung), umso höher die Ladeenergie, umso schneller wird geladen, umso eher kann man wieder weg, umso schneller kommt man an.

Dieses als „Ladeangst“ bezeichnete Syndrom auf Langstrecke legt man aber üblicherweise mit der Zeit ab. Je häufiger man Strecken fährt, die an der Grenze oder über der Akkureichweite liegen, umso besser klappt das mir dem „Akku-Runterfahren“. Die 11% im Titel bedeuten etwa 55 Kilometer Restreichweite. Da findet man locker ganz viele Alternativen zum Laden.

Mein „Rekord“: Einmal bin ich mit 3% am Aral-HPC in der Kirchmeierstrasse angekommen. Da hatte ich noch 15 Kilometer auf der Uhr. Selbst dann hätte ich bei nicht funktionierender Ladestation auf eine andere in der Umgebung ausweichen können. Zudem wird die Funktionstüchtigkeit und auch, ob die Station frei ist, in der App angezeigt.

Man lernt zudem mit der Zeit, wie die Fahrweise sich auf den Verbrauch auswirkt. Weil Elektroautos im Gegensatz zu Verbrennern mehr auswerten und dem Fahrer anzeigen. Ein Verbrenner zeigt aus gutem Grund nur aktuellen und durchschnittlichen Spritverbrauch an. Ausserdem achtet man darauf, dass Abgase durchsichtig sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Man kann die Restreichweite bei Elektroautos nämlich direkt mit dem Gasfuss beeinflussen. Die optimale Geschwindigkeit liegt nach meiner Erfahrung zwischen 110 und 135 km/h auf der Autobahn. Ein Optimum zwischen Verbrauch und Zeit liegt „bei mir“ bei 120-125 km/h.

Das hört sich jetzt „ganz schlau“ an, aber das ist beim Benziner nicht anders. Bis etwa 120km/h ist die Effizienzkurve schön flach. Darüber schlägt der Windwiderstand zu und die Kurve geht steil nach oben. Der Motor wird ausserhalb des optimalen Wirkungsgrades genutzt und verbraucht exorbitant mehr.

Ausserdem wirkt sich ein möglichst gleichmässiges Halten der Geschwindigkeit – also eine gleichmässige Fahrweise – positiv auf den Verbrauch aus. Diese Fahrweise wird mit kleinen Helferlein unterstützt. So macht es Sinn auf der Autobahn mit adaptiven Tempomat und Spurhalteassistent zu fahren.

Auch wenn Elektroautos „rekuperieren“ – also beim Vom-Gas-Gehen die Energie der bewegten Masse wieder mehr oder weniger effektiv in elektrische Energie durch das Generatorprinzip in den Akku laden, die „Fuhre“ muss anschliessend wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit gebracht werden. Und das Hochbeschleunigen „kostet“ mehr Energie, als würde man ständig die Geschwindigkeit halten.

Beim Tesla3LR2021 ist das sehr schön zu beobachten. Es hat nämlich eine Effizienzseite im Display, welche den Verbrauch der letzten 10/20/50 Kilometer anzeigt und daraus den Mittelwert und den typischen Verbrauch gegenüberstellt. Gleichzeitig wird die Restreichweite aus Batteriekapazität und dem Verbrauch aus der Vergangenheit berechnet.

Beispiel für eine Verbrauchsanzeige mit Restreichweite typisch und durch Fahrweise berechnet (rechts)

Somit muss man die aus dem Verbrauch der z. B. letzten 50 Kilometer ermittelte Restreichweite nur mit der noch zu fahrenden Navigationswegstrecke vergleichen. Und so kann man super erkennen, ob diese durch uneffektive Fahrweise schmilzt, oder sich diese effektiv erhöht. Zusätzlich wird immer die Akkurestkapazität in Prozent oder alternativ die Restkilometer angezeigt.

Heute fuhr ich von Rickenbach mal wieder ohne Stopp durch nach Regensburg. Sonat halte ich immer unterwegs zu einer Pause und zum Laden an.

Ich hatte Zuhause in der Garage auf 99% hochgeladen. Nach 395km und 4:01 Stunden kam ich beim Supercharger Regensburg Ost mit 11% Restladung an.

Da ich Zeit hatte bis zum Termin um 18 Uhr, konnte ich wieder mal „Vollladen“. Somit besorgte ich mir einen Kaffee und setzte mich ins Restaurant. Und wartete.

Nach einer Stunde waren 66kWh von 11 auf 100% geladen. 66/89*100 = 74,157kWh.

Mein Tesla3LR2021 besitzt 82kWh Brutto- und 77kWh Netto-Kapazität. Somit „fehlen“ diesmal 2,943kWh nach 101.000km Gesamtlaufleistung und 3 Jahren.

Im Mai hatte ich den Akku auf 6% an gleicher Stelle herunter gefahren. Und da hatte die „Messung“ noch „keinen Verlust“ ergeben.

Kann man hier nachlesen.
https://peterpanch.wordpress.com/2024/05/11/10-05-2024-tesla3lr2021-akku-kapazitaet-nach-93-000-km-in-3-jahren/


03.08.2024 – Mein Tesla hat heute 100.000km erreicht

3. August 2024

So, mein kleiner Blauer hatte heute exakt 100.000km auf der Uhr. Abgeholt hatte ich meinen Tesla3LR2021 am 21.05.2021. Also vor 3 Jahren, 2 Monaten und 12 Tagen. Macht 2.600km pro Monat.

Es ist mein Dienstwagen meiner eigenen Firma. Ich bin viel auf (Geschäfts-)Reisen im Aussendienst als Sales/Marketing unterwegs. So reise ich mindestens 1x im Monat von Winterthur nach Regensburg (400km einfach).

Die Strecke könnte ich durchfahren. Aber das mache ich nie. Ich brauch‘ zwischendurch Kaffee und Pipi. Oder rauf nach Berlin zur IFA, zur Messe Frankfurt, Stuttgart oder runter nach Split zur Apricum-Fertigung. Steht Mitte September wieder an.

Somit lade ich nur 35% Zuhause. Auf Reisen lade ich etwa 40% an Tesla Superchargern und 25% mit EnBW-Karte – meist, wenn ich irgendwo parke und in die Stadt gehe, am Einkaufen bin oder am Guggenberger Weiher in der Sonne liege. Die Ladeinfrastruktur ist super. Warten musste ich noch nie.

Zuhause-Laden (an einer Steckdose in der Garage) und „beim-Parken-Laden“ ist saupraktisch. Wenn der Tesla steht, dann lädt er meist. Aber nicht immer. Der Akku hat genug Reserve.

Kaputt war noch nichts Nennenswertes. Das CSS-Ladekabel und die Querlenker vorne wurden mal kostenlos gewechselt bei 80k. Und in Split ist mir eine Dame am Parkplatz reingefahren. Alles sauber repariert. 1x war er beim Service in 3 Jahren Pollenfilter, Bremsflüssigkeit, 2x wurde die Scheibe gewechselt wg. Steinschlag.

Die „Over-The-Air-Updates“ sind super. Grad steht wieder eines an. Dann stelle ich das Auto in mein WLAN und der Update läuft. Ständig kommen neue Funktionen dazu. Zuletzt das Matrix-Licht. Und das kostenlos.

Der Tesla M3LR2021 macht super Spass. Tolle Strassenlage, starker Abzug, lenkt sich wie ein Go-Kart, keine Vibrationen, kein Lärm, keine Gerüche. Und eine tolle Soundanlage.

Wie es der Batterie geht? Lest selbst.


10.05.2024 – Tesla3LR2021: Akku Kapazität nach 93.000 km in 3 Jahren

11. Mai 2024

Nachdem mein Tesla3LR2021 auf einer Fahrt im Bordcomputer „seltsame“ Werte für den Verbrauch anzeigte, ging ich der Sache auf den Grund.
Er zeigte mir auf 395 Kilometer Strecke 62kWh + 6% Rest = 65,957 kWh
Im Gegensatz dazu sollten es 82kWh Gesamtkapazität bzw. 77kWh nutzbar sein. Da würden jetzt 11 kWh fehlen? Recht viel für 3 Jahre und 94.000 gefahrene Kilometer.

Also fuhr ich nach Ankunft zu einem Supercharger. Dort kann ich Gleichstrom-Laden. Es entstehen somit keine Umrichterverluste.

Hier die Infos nach dem Laden am Supercharger:
28,37 Euro bei 39 Cent pro kWh macht dann 72,7436 kWh von 6% auf 100%.
Wenn 72,7436 kWh 94% sind, dann sind 100% gleich 77,3868 kWh Akku-Kapazität.

77 kWh Akkukapazität sollten es sein. Alles gut.

Ergibt KEINE Degration seit 3 Jahren bei 94.000km Laufleistung.


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