Die Schweiz ist üblicherweise politisch neutral. Auch bei wirtschaftlich wichtigen Entscheidungen, wie vor über 20 Jahren der Bankrott er Schweizer Fluggesellschaft Swissair, hält man sich eher lange zurück und sitzt das Problem aus.
Liebe Mitbürger/innen
Ab sofort gilt in der Schweiz ein Verkaufsverbot für russischen Salat und Wodka.
Aber nun hat der Bundesrat wegem des Angriffs auf die Ukraine markante Sanktionen beschlossen, welche die russische Wirtschaft schwer treffen könnten: Ab sofort darf nämlich kein russischer Salat und kein russischer Wodka mehr verkauft werden.
Endlich greift die Schweizer Regierung mal zu harten Massnahmen!!
Für diejenigen, die fragen: „Warum ist die Ukraine wichtig?“ Es ist flächenmäßig das zweitgrößte Land in Europa und hat eine Bevölkerung von über 40 Millionen – mehr als Polen.
Ukraine rangiert:
Platz 1 in Europa in nachgewiesenen förderbaren Reserven von Uranerzen;
Platz 2 in Europa und 10. Platz weltweit in Bezug auf Titan Erzreserven;
Platz 2 in der Welt in Bezug auf die erkundeten Reserven von Manganerzen (2,3 Milliarden Tonnen oder 12 % der weltweiten Reserven);
zweitgrößte Eisenerzreserven der Welt (30 Milliarden Tonnen);
Platz 2 in Europa in Bezug auf Quecksilber Erzreserven;
Platz 3 in Europa (Platz 13 weltweit) bei Schiefergasreserven (22 Billionen Kubikmeter)
Platz 4 in der Welt nach dem Gesamtwert der natürlichen Ressourcen;
Platz 7 weltweit bei den Kohlereserven (33,9 Milliarden Tonnen)
Die Ukraine ist ein wichtiges Agrarland:
Platz 1 in Europa in Bezug auf die Ackerfläche;
Platz 3 in der Welt nach der Fläche der Schwarzerde (25 % des Weltvolumens);
Platz 1 weltweit beim Export von Sonnenblumen und Sonnenblumenöl;
Platz 2 weltweit bei der Gerstenproduktion und Platz 4 beim Gerstenexport;
drittgrößter Maisproduzent und viertgrößter Maisexporteur der Welt;
viertgrößter Kartoffelproduzent der Welt;
fünftgrößter Roggenproduzent der Welt;
Platz 5 weltweit in der Bienenproduktion (75.000 Tonnen);
Platz 8 weltweit beim Weizenexport;
Platz 9 Platz weltweit bei der Produktion von Hühnereiern;
Platz 6 weltweit im Käseexport.
Die Ukraine kann den Nahrungsmittelbedarf von 600 Millionen Menschen decken.
Die Ukraine ist ein wichtiges Industrieland:
Platz 1 in Europa bei der Ammoniakproduktion;
Europas zweitgrößtes und das viertgrößte Erdgasleitungssystem der Welt;
Drittgrößter in Europa und achtgrößter weltweit in Bezug auf die installierte Leistung von Kernkraftwerken;
Platz 3 in Europa und Platz 11 weltweit in Bezug auf die Länge des Schienennetzes (Platz 2 mit 1700 km);
Platz 3 weltweit (nach den USA und Frankreich) bei der Herstellung von Ortungsgeräten
drittgrößter Eisenexporteur der Welt
viertgrößter Exporteur von Turbinen für Kernkraftwerke weltweit;
Platz 4 weltgrößter Hersteller von Raketenwerfern;
Platz 4 weltweit beim Tonexport
Platz 4 weltweit beim Titanexport
Platz 8 weltweit beim Export von Erzen und Konzentraten;
Platz 9 Platz weltweit beim Export von Produkten der Verteidigungsindustrie;
Zehntgrößter Stahlproduzent der Welt (32,4 Millionen Tonnen).
Deshalb ist seine Unabhängigkeit für den Rest der Welt wichtig.
ABER: BYD ist der grösste Akkuhersteller und (Nutz)fahrzeuge Produzent. Elektrobusse der Marke BYD sind in mehr als 100 europäischen Städten im Einsatz. Der Großteil der BYD-Elektrobusse, die in der EU verkauft werden, wird in der BYD-Produktionsstätte in Komárom in Ungarn gebaut. https://www.salto.bz/de/article/07102021/eu-elektro-busse-nehmen-fahrt-auf
Es ist viel leichter eine Betriebsgenehmigung für einen HPC Ladepark zu bekommen, als für eine Wasserstofftankstelle mit all den Sicherheitsbestimmungen. Und Strom ist im Betriebshof einer Gemeinde eh schon da. Waserstoff muss im Tanklastzug geliefert werden. Stromkosten sind fix und kalkulierbar. Waserstoff hängt am Gaspreis. Für ÖV Beteiber, Städte und Gemeinden muss das alles einfach planbar sein. Und so entscheidet man sich (im Gemeinde- oder Stadtrat) eher für Elektro.
.. Sondern einzelne Leitungen. Da baute man in Stockholm einen Telefonturm, um die Leitungen auf die Häuser zu verteilen. Das Foto entstand 1890. Da gab es noch das Fräulein vom Amt. Der Turm hatte eine Kapazität von 5000 Leitungen.
Lange Zeit hatte ich Ruhe von diesen Belästigungen: Jetzt hatte ich heute schon den zweiten „Microsoft“ Mitarbeiter am Telefon. Und das geht so: Eine Deutsche Nummer ruft am Mobiltelefon an. Beim ersten Anruf heute am Morgen sprach der Typ englisch und stellte sich als Microsoft-Mitarbeiter vor. Da ich die Masche kenne, legte ich sofort wieder auf. Dann heute gegen Mittag rief der Nächste an. Wieder mit einer Deutschen Telefonnummer, aber diesmal quatschte mich der Mensch am anderen Ende auf französisch an. Erst nachdem ich nachfragte, wer dran sei, antwortete er auf Englisch: I am a Microsoft Staff. Auflegen!
Fakeanrufer von Microsoft belästigen wieder
Beim ersten Mal vor vielen Jahren war ich noch überrascht. Der Typ an der Leitung meinte, er würde meine Windowssoftware reparieren. Er müsse dazu eine Software auf meinem Rechner installieren. Und ich solle ihm dann den Zugangscode durchgeben. Da wurde ich damals schon hellhörig und ich installierte erst Mal gar nix. Ich kann mich noch erinnern, dass mich damals die Anrufe schon nervten. Noch dazu waren es damals Typen mit indischem oder pakistanischem Dialekt. Bollywood am Telefon.
Also ganz klare Anweisung: Sofort auflegen. Man darf sich gar nicht darauf einlassen. Denn wenn die Typen den Remotezugang haben, dann installieren sie ggf. eine Trackingsoftware, die alles aufzeichnet, was Du tust. Wenn Du dann Onlinebanking machst, dann wird es noch gefährlicher.
Autofreie Zone von Paris angekündigt. Ab 2024 werden Autos in weiten Teilen des 1. bis 4. Arrondissements verboten. Die Zone wird Fußgängern, Radfahrern, Transitfahrern, Behinderten und Anwohnern vorbehalten sein. Zuwiderhandlungen werden automatisch bestraft.
Am Donnerstag machte dieses Ziel einen Schritt nach vorne, als der stellvertretende Bürgermeister Emmanuel Grégoire und der Transitkommissar David Belliard Einzelheiten darüber enthüllten, wie der Plan funktionieren würde. Sie legten auch ein Datum für seine Einweihung fest: 2024, rechtzeitig zu den Olympischen Spielen.
Nur die zweite Zone dieser Art in einer europäischen Großstadt – nach Madrid – die Pariser Zone könnte viel dazu beitragen, die Stadt sauberer und ruhiger zu machen. Autofahrer dürfen weiterhin in die Zone einfahren, die 5,4 Quadratmeilen umfassen und beide Ufer der Seine überspannen wird, um einzukaufen oder sie zu besuchen. Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs, Anwohner der Zone, Hotelgäste und Menschen mit Behinderungen würden keinerlei Einschränkungen erfahren.
map of the new zone in which through-traffic will be prohibited.Source: City of Paris
Nur wenige Stunden nachdem Paris seinen Umzug bestätigt hatte, kündigte die belgische Stadt Brüssel ein ähnliches Verbot des Durchgangsverkehrs innerhalb der Grenzen des „Pentagon“ an – dem historischen Herzen der Stadt innerhalb der inneren Umgehungsstraße. Die Hauptachsenallee dieses Gebiets, früher ein wichtiger Autokorridor durch die Stadt, wurde bereits zu einer Fußgängerzone, mit Blumenbeeten und Caféterrassen, die Asphalt und Parkplätze ersetzen. Jetzt wird Brüssel den nicht lokalen Verkehr vollständig verbieten, während eine Reihe von Straßenrevisionen, Fahrspurreduzierungen und zusätzlichen Fußgängermaßnahmen darauf abzielen, Kollisions-Hotspots zu beseitigen.
Trotz des mutigen Schritts von Paris stellt die Umsetzung des Plans in gewisser Weise eine Verlangsamung der Auto-Beruhigungspolitik dar, für die sich die Stadt unter der Verwaltung von Bürgermeisterin Anne Hidalgo einen Namen gemacht hat. Die Zone sollte ursprünglich noch in diesem Jahr beginnen, wurde jedoch verschoben, damit die Stadt eine eingehende öffentliche Konsultation durchführen konnte.
Eine riesige Wolke Stare fliegt bei Patras über beim Golf von Korinth. Für meine Regensburger Freunde: Das heutige Patras ist genau an der Stelle, welche man früher Lepanto nannte.
Don Juan de Austria führte die Flotte der Heiligen Liga (Schiffe aus Spanien, Venedig, Savoyen, Genua, Malta, Toskana und päpstliche Schiffe) am 7. Oktober 1571 siegreich in der Seeschlacht von Lepanto gegen die Osmanen. Er war der außereheliche Sohn Kaiser Karls V. und der bürgerlichen Regensburger Gürtlerstochter Barbara Blomberg.
Übrigens: Ein super Erlebnis durch den Kanal von Korinth mit dem Segelboot zu fahren.
Die Geschichte von Barbara Blomberg wird heute eher romantisiert. Sie war wohl eher ein „leichtes Mädchen“, welches dem hohen Herrn als 19-jährige „Nachtbegleitung“ beigestellt wurde. Der Kaiser war sehr alt für damalige Verhältnisse und (wenn man es so sagen darf) hässlich und kränklich. Er hatte ein vorspringendes verformtes Kinn und seine Zähne seien ungepflegt gewesen.
Es wurde viel später gemunkelt, dass sie nach dem Tod ihres Mannes ein eher unrühmliches Leben geführt haben soll: Geheimagenten hatten berichtet, dass Barbara zahlreiche Freier habe und mit der Betreiberin eines Antwerpener Bordells befreundet sei. Als Mutter eines Sohnes des Kaisers geht das natürlich gar nicht. Sie wurde aufgefordert in ein Kloster zu gehen, was sie (natürlich) verweigerte. Daraufhin legte Philipp II – einziger legitime Sohn von Karl des 5. – fest, wo sie sich aufhalten dürfe, um keine weitere Schande zu bereiten.
Auf der anderen Seite wird meiner Meinung nach der Geschichte Don Juan’s in Regensburg viel zu wenig Beachtung geschenkt.
Er war durch den Sieg bei Lepanto zu einem „Supersstar“ geworden. Jeder kannte ihn. Sowohl die alte Welt von Portugal bis Venezien, wie auch die Türken und Araber.
Die Osmanen strebten damals das „Weltreich“ an. Sie sassen in Spanien und richteten sich gegen Frankreich. (Karl der 5.) (Daher die vielen arabischen Namen in Spanien und Frankreich). Sie hatten kurz vorher Zypern erobert. Strategisch eine wichtige Insel im Handel zwischen Venedig, Rom, Byzanz und Gaza und Aleppo in Syrien (Seidenstrasse: Glas, Porzellan, Gewürze).
Der junge Don Juan de Austria setzte sich an die Spitze der alten kampferprobten Generäle. Im Golf vom Patra kam es dann zur entscheidenden Schlacht mit 200 Galeeren und 65.000 Matrosen und Kriegern auf der christlichen Seite und auf der anderen 255 Schiffen mit 80.000 Mann.
Müezzinzade Ali Pascha, der Oberbefehlshaber der Türken, hatte seine Schiffe ebenfalls in drei Geschwader und eine Reserveeinheit aufgeteilt. Seine Schlachtreihe war mehr als 1000 Meter länger als die der Christen. Das Zentrum befehligte Ali Pascha selbst, ebenso wie Don Juan de Austria das der Heiligen Liga.
Die Schlacht vor Lepanto führte zu einer Bereinigung der Einflusssphären im Mittelmeer. Die Osmanen beschränkten sich danach auf die Sicherung ihrer Vormachtstellung im östlichen Teil, während spanische, maltesische und italienische Flotten das westliche Mittelmeer unter sich aufteilten.
Zu Ehren Don Juan die Austria und des Sieges über die Osmanen wurden Städte gegründet. Und zwar fand die Gründung immer am exakt am Jahrestag der Seeschlacht statt.
Juan Latino, Professor für Latein in Grenada und der erste Schwarzafrikaner mit literarischem Erfolg in einer europäischen Sprache, veröffentlichte 1573 ein Austrias Carmen (Gedicht auf Juan de Austria) in zwei Büchern.
Miguel de Cervantes nahm an der Schlacht als einfacher Soldat teil. Er erlitt drei Schusswunden, zwei in der Brust, eine in der linken Hand, die dauerhaft entstellt blieb. Seine Erlebnisse sind in seinen Roman Don Quijote eingeflossen.
Eine eindrucksvolle Darstellung der Seeschlacht bei Lepanto ist eine 1708 von dem Augsburger Goldschmied Johannes Zeckl für die Bürgerkongregation gestaltete Monstranz in der Ingolstädter Asamkirche Maria de Victoria, die in einem „beispiellosen Detailreichtum“ die Schlacht schildert.
In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Prien am Chiemsee, einer Barock-Kirche, errichtet 1734–1738, befindet sich ein monumentales Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann, geschaffen 1738–1740, das die Seeschlacht von Lepanto darstellt.
Bis zum heutigen Tag treffen sich alljährlich zum Jahrestag der Schlacht die Angehörigen der an der Schlacht beteiligten Adelsfamilien aus ganz Europa im Vatikan, um dieses Ereignisses zu gedenken.
Nach der Schlacht von Lepanto schuf Andrea Calamech eine Bronzestatue Juans, die 1572 in Messina aufgestellt wurde. In Regensburg gibt es am Geburtshaus eine Tafel und beim alten Rathaus eine Kopie der Statue von Messina, welche zuerst unbeachtet in einem Innenhof stand. Erst nach harten Diskussionen erhielt Don Juan zumindest Beachtung am heutigen Standort.
Ich kann mich noch erinnern, dass es am Haidplatz im Sommer mal ein recht abstraktes Theaterstück über Barbara Blomberg gab. Zusammen mit der Tafel und der Statue gibt es keine Erinnerungen an den Habsburger und ruhmreichen Helden von Lepanto Don Juan in Regensburg.
Don Juan starb mit nur 31 Jahren im Oktober 1578 in Bouge, (Teil des heutigen Namur) in Belgien. Seine Mutter Barbara Blomberg lebte noch 20 Jahre weiter und starb 70-jährig 1597 in Spanien.