23.09.2026 – Nachts, wenn der Zürcher Airport schläft

23. September 2026

Wieder habe ich den ersten Flug Fuchs-Teufels-früh morgens gebucht. Aber man kommt um diese Zeit mit dem ÖV nicht rechtzeitig zum Flieger. Kein Zug fährt und meine lieben Kollegen wollte ich nicht wieder belästigen.

Ergo bin ich am Abend zuvor zum Airport gefahren. Bis um 22 Uhr kann man Gepäck einchecken. Dann kann man in den Sicherheitsbereich/Passagierbereich reingehen. Oder ins Capsule Hotel gegenüber gehen, dort kurz schlafen und dann durch die Sicherheitskontrolle.

Da eine liebe Freundin extra wegen mir *freufreu* ihre eigene Anreise über Zwischenstopp Zürich mit exakt dem gleichen Flieger gebucht hatte, verbrachten wir die Nacht gemeinsam einsam am Airport.

Und es wird wirklich richtig einsam. Ab 22 Uhr schließt der letzte Laden seine Rollläden. Der letzte Flieger landet um 23:30 Uhr. Dann ist Nachtflugverbot bis 6 Uhr. Die Passagiere kommen aber nicht im Zentralbereich zwischen Terminal A und B durch, sondern werden direkt zu den Gepäckbändern geleitet und dann ab dafür.

Nur Transitgäste bleiben übrig und verteilen sich auf die grossen Terminals, deren Beleuchtung ebenso ab 11 Uhr reduziert wird, wie die Flutlichter auf dem Flughafengelände. Der Flughafen schläft, wie ein grosser Riese, der sich auf eine noch grössere Wiese gelegt hat. Regungslos.

Einsam streifen Security und Putztrupps durch die Gänge, Treppenhäuser und die Gates der Gebäude. Schweiz-typisch fährt eine Hebebühne durch den Zentralbereich. Man hört nur das Warn-Piepsen beim Fahren und die Hydraulikmotoren beim auf und ab. Oben im Korb sitzt ein weiterer Einsamer und putzt mit einem überdimensional langen Wischmob die filigranen Träger der Glaskonstruktion.

Von fleißigen Menschen nachts gesäubert, versprüht die Flughafenarchitektur in Zürich einen eigenen Charme. Ganz anders, als sonst, wo ein Ameisenhaufen an Reisenden meist entweder in Reisestress oder in Reisefiber durch den Dutyfree eilen, versuchen die Anzeigen auf den grossen Displays zu verstehen und dann doch in Richtung des falschen Gate laufen.

Aber in Zürich ist, wie in der ganzen Schweiz auch, alles sauber. Alles glänzt. Das wusste schon Asterix, als er Helvetien besuchte. Als Asterix und Obelix in Helvetien ankommen, fällt sofort auf, dass alles klinisch rein ist. In den Gasthäusern und Hotels wird ununterbrochen geschrubbt, gewischt und poliert.

Goscinny und Uderzo nutzen das Klischee der „sauberen Schweiz“ perfekt aus, um neben dem Bankgeheimnis, Kuckucksuhren, Käsefondue und der Pünktlichkeit ein weiteres nationales Stereotyp liebevoll durch den Kakao zu ziehen.

Auch die Beschilderung und Leitlinien sind vorbildlich einfach und klar. Diese müssen ja auch international verständlich sein. Nicht zuletzt räumt der Flughafen Zürich jedes Jahr satte Preise im Flughafenranking ab.

Skytrax World Airport Awards (2025): Hier belegte Zürich den 1. Platz in der Kategorie „Cleanest Airport in Europe“ (Sauberster Flughafen Europas) sowie den 1. Platz in der Größenklasse der Flughäfen mit 20 bis 30 Millionen Passagieren.

Der Flughafen wurde zum 22. Mal in Folge als „Europe’s Leading Airport“ (Führender Flughafen Europas) ausgezeichnet.

Aber auch bei den Preisen für die Verpflegung zwischendurch ist der Flughafen einsame Spitze. Zwei Kaffee Creme und zwei Buttergipfli zum Frühstück schlagen mit satten 18 CHF ins Kontor.

Apropos Frühstück. Gegen halb Fünf morgens belebt sich das Treiben in den Terminals langsam wieder. Zwar haben noch keine Geschäfte geöffnet, aber es gibt Frühstück im NZZ Café, Marché und Prince. Zu den oben genannten Spitzenpreisen.

Aber dafür ist der Service typisch international, immer original schweizerisch korrekt, eben einer europäischen Verkehrsdrehscheibe würdig.

So war unsere kurze Nacht um 5 Uhr vorbei. Um 6 Uhr begann das Boarding. Langsam, so langsam, dass die Stewardessen über „Speed-Boarding“ laut nachdachten. Um 6:35 Uhr startet die A320 pünktlich in die zögerlich aber farbenfroh aufgehenden Sonne, die noch weit im Osten über einer klaren und wolkenlosen Horizont die ersten Strahlen des Tages schickte. Bei 7 Grad.


23.09.2026 – POD – Picture of the Day: Flying high!

23. September 2026

Früh morgens ging es los. Ab in den noch einsamen Himmel. Wie die Zugvögel gen Süden.

Leider sass ich auf der zur Sonne abgewandten Seite am Fenster. Aber das Foto fängt die Farben trotzdem sehr gut ein.


23.09.2026 – Zürich HB bleibt Europas Bahnhof Nummer 1

23. September 2026

Zum fünften Mal in Folge auf Platz 1: Der Zürich Hauptbahnhof setzt sich auch im European Railway Station Index 2026 an die Spitze.

Der Zürich Hauptbahnhof darf sich erneut über eine besondere Auszeichnung freuen. Im European Railway Station Index 2026 des Consumer Choice Centers belegt der Zürcher Hauptbahnhof mit 101 Punkten den ersten Platz. Damit steht Zürich bereits zum fünften Mal in Folge ganz oben im europäischen Bahnhofs-Ranking.

Die Top 10 des European Railway Station Index 2026. Zürich Hbf erreicht mit 101 Punkten erneut Platz 1. Quelle: Consumer Choice Center, European Railway Station Index 2026.

Für das Ranking wurden 60 der größten europäischen Bahnhöfe miteinander verglichen. Bewertet wurden unter anderem Pünktlichkeit, durchschnittliche Wartezeiten, Zugverbindungen, Barrierefreiheit, Ticketmöglichkeiten, WLAN sowie die Ausstattung und Dienstleistungen innerhalb der Bahnhöfe.

🥇 Zürich vor Paris und Amsterdam

Mit 101 Punkten liegt Zürich nur knapp vor der Gare du Nord in Paris mit 100,5 Punkten. Den dritten Platz belegt Amsterdam Centraal mit 98,5 Punkten.

Auch die Schweiz ist gleich zweimal in den Top 5 vertreten: Bern Hbf erreicht mit 94,5 Punkten Platz 5.

Besonders interessant sind die Werte zur Pünktlichkeit: Für Zürich wurden lediglich 4 Prozent verspätete Zugverbindungen ausgewiesen. Die durchschnittliche Wartezeit liegt laut den Angaben zum Index bei nur 1,2 Minuten.

🇨🇭 Schweiz gleich zweimal in den Top 5

Neben Zürich schafft es auch Bern ganz nach vorne. Damit zeigt das Ranking erneut die starke Position der Schweizer Bahnhöfe.

Und es gibt noch einen weiteren Schweizer Vertreter: Luzern Hbf erreicht 2026 den 14. Platz. Gleichzeitig weist Luzern mit lediglich 0,3 Prozent verspäteten Verbindungen den niedrigsten Verspätungswert unter den untersuchten Bahnhöfen auf.

🇨🇭 Zürich hat also weiterhin die Nase vorn

Der Abstand zwischen Zürich und Paris ist mit 0,5 Punkten ausgesprochen knapp. Trotzdem bleibt der Zürich HB auch 2026 an der Spitze des Rankings.

Damit kann Zürich einen bemerkenswerten Rekord feiern:

Fünf Jahre hintereinander Platz 1 in Europa.

Für einen Bahnhof, an dem täglich tausende Pendler, Touristen und Reisende unterwegs sind, ist das durchaus eine bemerkenswerte Visitenkarte für die Stadt und den Schweizer Bahnverkehr.


23.09.2026 – POD – Picture of the Day: No Way Back!

23. September 2026

Kein Weg zurück! No Way Back!