07.09.2026 – „Fetih 1453“- Der epische Sieg über Konstantinopel

7. September 2026

Am 29. Mai 1453 fiel die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches nach einer 53-tägigen Belagerung. Mehmed II. trug nach dem Sieg den Beinamen „Fatih“ (der Eroberer). Er war zum Zeitpunkt der Belagerung erst 21 Jahre alt.

Dieser reich ausgestattete 2 1/2 stündige Epos zeigt die gesamten Hintergründe, Umstände und schliesslich den Sieg der Osmanen über das Oströmische Reich.

Der türkische Historienfilm Fetih 1453 von Regisseur Faruk Aksoy aus dem Jahr 2012 schildert die Eroberung Konstantinopels durch Sultan Mehmed II. im Jahr 1453. Mit Produktionskosten von rund 16 Millionen US-Dollar war er zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung die teuerste Produktion der türkischen Filmgeschichte. [1, 2]

1451: Nach dem Tod seines Vaters besteigt der 18-jährige Mehmed II. den Thron und wird Sultan des Osmanischen Reiches. Der junge Herrscher wird von seinen Feinden als unerfahren und schwach eingeschätzt. So auch vom oströmischen Kaiser Konstantin, dessen stolze Hauptstadt Konstantinopel mit ihren gigantischen Mauern als uneinnehmbar gilt.

Mehmed jedoch will das Werk seines Vaters vollenden, ein Weltreich zu erschaffen. Dazu muss er Konstantinopel erobern. Er stellt eine riesige Armee auf und lässt Kriegsschiffe bauen. Sein Jugendfreund Hasan verliebt sich derweil in die selbstbewusste und schöne Era, deren Vater früher der beste Kanonenbauer des oströmischen Reiches war. Nur er kann eine Kanone mit noch nie erreichter Feuerkraft entwickeln, um die Mauern Konstantinopels zu bezwingen.

Im Frühjahr 1453 marschiert das gigantische türkische Heer vor die Tore der Stadt. Während die Belagerung in vollem Gange ist, ruft Konstantin seine europäischen Verbündeten und den Vatikan zur Hilfe.

Produktion:Aksoy Film
Regie: Faruk Aksoy
Drehbuch: Atilla Engin Faruk Aksoy
Musik: Benjamin Wallfisch
Lange: 160 minuten
Mit: İbrahim Çelikkol, Devrim Evin, Dilek Serbest, Cengiz Coşkun, Şahika Koldemir, Erden Alkan

Der Kinostart in der Türkei wurde symbolträchtig auf exakt 14:53 Uhr terminiert. Der Film erwies sich an den Kinokassen als großer kommerzieller Erfolg und lief kurz darauf auch mit deutschen Untertiteln sowie als Synchronfassung in den Kinos.

Das Riesengeschütz von Meister Urban, das zum Beschuss der Festung Konstantinopel eingesetzt wurde, hatte ein gegossenes Gewinde! 

Die Ausmaße der im thrakischen Adrianopel (heute Edirne) gegossenen Bronzekanone waren für die damalige Zeit absolut atemberaubend:

– Länge: ca. 8 Meter (andere Quellen sprechen von etwas über 5 Metern).

– Gewicht: Etwa 17 bis 18 Tonnen.Kaliber: Rund 760 mm.

– Geschosse: Sie verschoss gewaltige Kugeln aus Granit oder Marmor, die bis zu 600–680 kg wogen.

– Reichweite: Die Geschosse flogen über 1,5 Kilometer weit.

Dennoch läutete diese Artillerie den Untergang des mittelalterlichen Festungsbaus ein und besiegelte das Ende des Byzantinischen Reiches. Eine sehr ähnliche, im Jahr 1464 gegossene osmanische Riesenkanone – das sogenannte Dardanellengeschütz – ist heute noch im Museum Fort Nelson in England zu besichtigen.