Aktuell kochen in Deutschland die Emotionen hoch, weil der Spritpreis unaufhörlich steigt. Ich bin echt begeistert von Dagobert Dump, weil sein Angriff auf den Iran und der damit einher gehende steile Ölpreis-Anstieg bringt immer mehr Menschen zum Nachdenken.

Und zum Schimpfen. Die Politik ist Schuld! Die Spritsteuer müsse gesenkt werden! Die CO2-Steuer müsse weg! Nein, Deutschland muss weg von der Abhängigkeit von Öl aus Schurkenstaaten. Und hin zu mehr Erneuerbaren Energien. Und weg vom Verbrenner.
Dabei produzierte Deutschland seit 2025 über die Hälfte des primären Energiebedarf aus Erneuerbaren Energien. Tendenz steigend. Trotz Madame Reiche. Und Deutschland hängt am Europäischen Energieverbund sowie am Energiemarkt.
Andere Länder haben sehr früh die Vorteile der Elektromobilität und der Wärmeenergie-Gewinnung mit Wärmepumpen erkannt. Und das sind durchgängig nordische Länder. Dort ist es viel kälter, als bei uns. Also fällt die bekannte Aussage „Ja, aber bei Kälte!!“ schön mal weg.
Neben dem Vorteil der Unabhängigkeit von Öllieferungen von Schurkenstaaten, den Preiserhöhungen durch Verknappung, und nicht zuletzt durch Streitigkeiten und Kriege, hat der Verzicht auf Öl und die Nutzung der Erneuerbaren Energien noch weitere Vorteile.

Die Energiekosten sind niedriger! Sonne und Wind hat es immer. In Norwegen trägt zusätzlich Wasserkraft zur Energiegewinnung bei.
Es gibt keine Abgase! Alle reden von CO2 Ausstoß. Aber echt krass war der Himmel während Corona, als keine Fahrzeuge mehr fahren durften während Lockdown. Habe nur ich das gesehen? Die klare Luft. Diese Farben bei Sonnenuntergang.
Heute ist der Himmel wieder viel diesiger, milchiger, dunstiger, grauer. Das sind Feinstaibpartikel und Verbrennungsabgase! Und das schlimmste ist Feinstaub aus Russ und Stickstoff aus Verbrennungsmotoren!
Welche Auswirkungen haben Russ und Stickstoff aus Verbrennungsmotoren auf die Gesundheit?
Die Emissionen von Russ (Feinstaub) und Stickoxiden aus Verbrennungsmotoren haben tiefgreifende Auswirkungen auf verschiedene Organsysteme des menschlichen Körpers. Während Stickoxide primär als Reizgase wirken, fungieren Russartikel als Träger für giftige Substanzen und können bis tief in den Blutkreislauf vordringen. (Wissenschaft)
3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr aufgrund von Schadstoffen in der Luft.
Stickstoffdioxid ist ein stechend riechendes Reizgas, das vor allem die Schleimhäute und Atemwege angreift.
Atemwege: Es verursacht Entzündungsprozesse in der Lunge, reizt die Bronchien und kann zu Husten, Keuchen sowie einer eingeschränkten Lungenfunktion führen.
Chronische Erkrankungen: Eine langfristige Belastung ist direkt mit der Entstehung von Asthma, chronischen Lungenerkrankungen (COPD) und Diabetes assoziiert.
Herz-Kreislauf-System: Durch oxidativen Stress und Entzündungen steigt das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Indirekte Gefahr:
NOx ist ein Vorläufer für die Bildung von bodennahem Ozon und sekundärem Feinstaub, was die Atemwege zusätzlich belastet.
Auswirkungen von Russ (Dieselruß / Feinstaub)
Russpartikel aus Verbrennungsmotoren sind oft so winzig (Nanopartikel), dass sie die natürliche Schutzbarriere der Lunge überwinden können.
Krebserregend: Dieselabgase (insbesondere der Russanteil) sind von der WHO offiziell als krebserregend für Menschen (Gruppe 1) eingestuft, primär in Bezug auf Lungenkrebs.
Systemische Verbreitung: Die kleinsten Partikel können aus den Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen und so Entzündungen in weit entfernten Organen wie dem Gehirn oder der Leber auslösen.
Herz und Gefässe: Sie begünstigen Gefässverstopfungen (Atherosklerose) und erhöhen das Risiko für akute Herz-Kreislauf-Ereignisse.
Neurologische & Reproduktive Effekte: Neuere Studien weisen auf kognitive Beeinträchtigungen sowie negative Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem hin.
Besonders gefährdete Gruppen
Kinder: Ihre Lungen befinden sich noch im Wachstum, und sie atmen aufgrund ihrer Grösse oft mehr Schadstoffe pro Kilogramm Körpergewicht ein.
Senioren & Vorerkrankte: Menschen mit bestehendem Asthma oder Herzproblemen reagieren bereits auf geringe Konzentrationsspitzen mit akuten Beschwerden.
Darüber informiert die Deutsche Automobilindustrie eher nicht. Oder?
Wem sind die Preise für Benzin und Diesel grundsätzlich egal?
Die Preise für Benzin und Diesel sind im Wesentlichen Personen egal, die finanziell sehr gut aufgestellt sind, deren Spritkosten direkt vom Arbeitgeber übernommen werden, oder die für ihre Fahrten im Rahmen einer Spesenregelung entschädigt werden.
Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
- Höhere Einkommen: Für Menschen mit sehr hohem Einkommen fallen die Kosten an der Zapfsäule weniger ins Gewicht, da der Anteil am verfügbaren Einkommen gering ist.
- Berufliche Nutzung: Wenn das Unternehmen den Kraftstoff bezahlt (z. B. bei Dienstwagen mit Tankkarte), sind die Endpreise für den Nutzer nicht relevant.
- Firmenfahrzeuge: Bei vielen Diesel-Firmenwagen wird der Preis nicht vom Fahrer, sondern vom Arbeitgeber getragen.
- Elektromobilität: Wer ein Elektroauto fährt, ist von den Preisen für fossile Treibstoffe komplett unabhängig.
Jetzt diskutieren alle in den Medien online und offline allerdings über „die Wähler“ und bezieht sich auf Privatpersonen.
Ausserdem ist das Tranportwesen auf der Strasse (LKW) und der Öffentliche Personenverkehr (Busse) komplett ausserhalb der gesamten Diskussion und wird nicht berücksichtigt.
Wieviel Diesel verbraucht denn eigentlich ein LKW oder ein Reisebus auf 100 Kilometer? Weiss das wer?
Ein moderner 40-Tonnen-LKW verbraucht im Fernverkehr typischerweise zwischen 25 und 35 Litern Diesel auf 100 Kilometer, oft wird mit ca. 30 Litern kalkuliert. Reisebusse liegen ebenfalls in diesem Bereich von etwa 30 Litern, sind aber pro Person gerechnet extrem effizient. Der Verbrauch hängt stark von Beladung, Topografie und Geschwindigkeit ab. (Quelle)

Und wie gross ist der Anteil des Transports mit LKW am Spritverbrauch?
Lkw sind für einen signifikanten Anteil am Kraftstoffverbrauch im deutschen Straßenverkehr verantwortlich. Sie verursachen etwa 27 % der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs in der EU, während sie rund 70,6 % der Güterverkehrsleistung in Deutschland erbringen. Moderne Lkw verbrauchen im Schnitt ca. 30–38 Liter Diesel auf 100 km.
Wie machen das Norwegen und Dänemark mit der Elektromobilität?

Norwegen und Dänemark verfolgen unterschiedliche, aber sehr erfolgreiche Strategien zur Förderung der Elektromobilität. Während Norwegen seit Jahrzehnten auf massive Steuerbefreiungen setzt, um E-Autos preislich attraktiver als Verbrenner zu machen, hat Dänemark vor allem durch eine vorteilhafte Gestaltung der hohen Zulassungssteuern einen Boom ausgelöst.

Norwegen:
Der globale Spitzenreiter
Norwegen hat das Ziel, dass ab 2025 alle neu zugelassenen Pkw emissionsfrei sind. Bereits 2025 lag der Anteil der E-Autos bei den Neuzulassungen bei rund 96 %.
Steuervorteile: E-Autos waren lange Zeit von der Mehrwertsteuer (25 %) und der hohen Einfuhrzoll- und Kaufsteuer befreit. Seit 2023 wird die Mehrwertsteuerbefreiung schrittweise für teurere Modelle (über 500.000 NOK) abgebaut.
Nutzungsprivilegien: Fahrer von Elektroautos profitieren von reduzierten Mautgebühren (maximal 50 % des Standardtarifs), kostenlosem oder günstigerem Parken und der Erlaubnis, in vielen Städten die Busspur zu nutzen.
Infrastruktur: Ein dichtes Netz an Schnellladestationen wurde frühzeitig durch staatliche Förderprogramme und Kooperationen mit Anbietern wie Tesla ausgebaut.
Dänemark:
Dänemark hat in den letzten Jahren rasant aufgeholt und verzeichnete 2026 einen E-Auto-Anteil von über 94 % bei den Neuzulassungen.
Differenzierte Zulassungssteuer: Dänemark erhebt traditionell extrem hohe Steuern auf Autokäufe. Elektroautos sind jedoch weitgehend von dieser Steuer befreit oder zahlen einen stark reduzierten Satz, was sie im Vergleich zu Verbrennern deutlich günstiger macht.
Keine Direktprämien: Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Dänemark keine direkten Kaufprämien; der Anreiz liegt rein in der Steuerersparnis beim Kauf.
Ladeinfrastruktur: Der Ausbau wird massiv vorangetrieben, wobei dänische Städte wie Kopenhagen verstärkt auf die Integration von E-Mobilität in die Stadtplanung setzen.

Bei 15 kWh pro 100 km ergibt das am Supercharger unter 7,5 Euro auf 100 km. Zuhause in der Garage bei 25 Cent pro kWh sogar nur 3,75 Euro auf 100 km!
Bei den aktuellen Spritpreise ist das unschlagbar günstig.
Nun wird der Vorschlag der Wirtschaftsweisen auf Autobahnen ein Tempolimit einzuführen als knebelnde Verbotspolitik bezeichnet. Das ist Blödsinn.

Energie, Wärme, Fortbewegung und Transport mit „Strom“ hat viele Vorteile. Unabhängigkeit, Effektivität, Gesundheit, Umwelt, Geldbeutel. Logisch, oder?
Veröffentlicht von PeterPan 



















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