04.04.2026 – Elektromobilität: Diesel vs. Strom

4. April 2026

Aktuell kochen in Deutschland die Emotionen hoch, weil der Spritpreis unaufhörlich steigt. Ich bin echt begeistert von Dagobert Dump, weil sein Angriff auf den Iran und der damit einher gehende steile Ölpreis-Anstieg bringt immer mehr Menschen zum Nachdenken.

Ölpreis 03.04.2026

Und zum Schimpfen. Die Politik ist Schuld! Die Spritsteuer müsse gesenkt werden!  Die CO2-Steuer müsse weg! Nein, Deutschland muss weg von der Abhängigkeit von Öl aus Schurkenstaaten. Und hin zu mehr Erneuerbaren Energien. Und weg vom Verbrenner.

Dabei produzierte Deutschland seit 2025 über die Hälfte des primären Energiebedarf aus Erneuerbaren Energien. Tendenz steigend. Trotz Madame Reiche. Und Deutschland hängt am Europäischen Energieverbund sowie am Energiemarkt.

Andere Länder haben sehr früh die Vorteile der Elektromobilität und der Wärmeenergie-Gewinnung mit Wärmepumpen erkannt. Und das sind durchgängig nordische Länder. Dort ist es viel kälter, als bei uns. Also fällt die bekannte Aussage „Ja, aber bei Kälte!!“ schön mal weg.

Neben dem Vorteil der Unabhängigkeit von Öllieferungen von Schurkenstaaten, den Preiserhöhungen durch Verknappung, und nicht zuletzt durch Streitigkeiten und Kriege, hat der Verzicht auf Öl und die Nutzung der Erneuerbaren Energien noch weitere Vorteile.

Heizölpreisexplosion durch Dump’s Angriff auf den Iran. Preis pro 100 Liter.

Die Energiekosten sind niedriger! Sonne und Wind hat es immer. In Norwegen trägt zusätzlich Wasserkraft zur Energiegewinnung bei.

Es gibt keine Abgase! Alle reden von CO2 Ausstoß. Aber echt krass war der Himmel während Corona, als keine Fahrzeuge mehr fahren durften während Lockdown. Habe nur ich das gesehen? Die klare Luft. Diese Farben bei Sonnenuntergang.

Heute ist der Himmel wieder viel diesiger, milchiger, dunstiger, grauer. Das sind Feinstaibpartikel und Verbrennungsabgase! Und das schlimmste ist Feinstaub aus Russ und Stickstoff aus Verbrennungsmotoren!

Welche Auswirkungen haben Russ und Stickstoff aus Verbrennungsmotoren auf die Gesundheit?

Die Emissionen von Russ (Feinstaub) und Stickoxiden aus Verbrennungsmotoren haben tiefgreifende Auswirkungen auf verschiedene Organsysteme des menschlichen Körpers. Während Stickoxide primär als Reizgase wirken, fungieren Russartikel als Träger für giftige Substanzen und können bis tief in den Blutkreislauf vordringen. (Wissenschaft)

3 Millionen Menschen sterben jedes Jahr aufgrund von Schadstoffen in der Luft.

Stickstoffdioxid ist ein stechend riechendes Reizgas, das vor allem die Schleimhäute und Atemwege angreift.

Atemwege: Es verursacht Entzündungsprozesse in der Lunge, reizt die Bronchien und kann zu Husten, Keuchen sowie einer eingeschränkten Lungenfunktion führen.

Chronische Erkrankungen: Eine langfristige Belastung ist direkt mit der Entstehung von Asthma, chronischen Lungenerkrankungen (COPD) und Diabetes assoziiert.

Herz-Kreislauf-System: Durch oxidativen Stress und Entzündungen steigt das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Indirekte Gefahr:
NOx ist ein Vorläufer für die Bildung von bodennahem Ozon und sekundärem Feinstaub, was die Atemwege zusätzlich belastet.

Auswirkungen von Russ (Dieselruß / Feinstaub)
Russpartikel aus Verbrennungsmotoren sind oft so winzig (Nanopartikel), dass sie die natürliche Schutzbarriere der Lunge überwinden können.

Krebserregend: Dieselabgase (insbesondere der Russanteil) sind von der WHO offiziell als krebserregend für Menschen (Gruppe 1) eingestuft, primär in Bezug auf Lungenkrebs.

Systemische Verbreitung: Die kleinsten Partikel können aus den Lungenbläschen in die Blutbahn gelangen und so Entzündungen in weit entfernten Organen wie dem Gehirn oder der Leber auslösen.

Herz und Gefässe: Sie begünstigen Gefässverstopfungen (Atherosklerose) und erhöhen das Risiko für akute Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Neurologische & Reproduktive Effekte: Neuere Studien weisen auf kognitive Beeinträchtigungen sowie negative Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem hin.

Besonders gefährdete Gruppen
Kinder: Ihre Lungen befinden sich noch im Wachstum, und sie atmen aufgrund ihrer Grösse oft mehr Schadstoffe pro Kilogramm Körpergewicht ein.

Senioren & Vorerkrankte: Menschen mit bestehendem Asthma oder Herzproblemen reagieren bereits auf geringe Konzentrationsspitzen mit akuten Beschwerden.

(Quellen)

Darüber informiert die Deutsche Automobilindustrie eher nicht. Oder?

Wem sind die Preise für Benzin und Diesel grundsätzlich egal?

Die Preise für Benzin und Diesel sind im Wesentlichen Personen egal, die finanziell sehr gut aufgestellt sind, deren Spritkosten direkt vom Arbeitgeber übernommen werden, oder die für ihre Fahrten im Rahmen einer Spesenregelung entschädigt werden.

Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:

  • Höhere Einkommen: Für Menschen mit sehr hohem Einkommen fallen die Kosten an der Zapfsäule weniger ins Gewicht, da der Anteil am verfügbaren Einkommen gering ist.
  • Berufliche Nutzung: Wenn das Unternehmen den Kraftstoff bezahlt (z. B. bei Dienstwagen mit Tankkarte), sind die Endpreise für den Nutzer nicht relevant.
  • Firmenfahrzeuge: Bei vielen Diesel-Firmenwagen wird der Preis nicht vom Fahrer, sondern vom Arbeitgeber getragen.
  • Elektromobilität: Wer ein Elektroauto fährt, ist von den Preisen für fossile Treibstoffe komplett unabhängig. 

Jetzt diskutieren alle in den Medien online und offline allerdings über „die Wähler“ und bezieht sich auf Privatpersonen.

Ausserdem ist das Tranportwesen auf der Strasse (LKW) und der Öffentliche Personenverkehr (Busse) komplett ausserhalb der gesamten Diskussion und wird nicht berücksichtigt.

Wieviel Diesel verbraucht denn eigentlich ein LKW oder ein Reisebus auf 100 Kilometer? Weiss das wer?

Ein moderner 40-Tonnen-LKW verbraucht im Fernverkehr typischerweise zwischen 25 und 35 Litern Diesel auf 100 Kilometer, oft wird mit ca. 30 Litern kalkuliert. Reisebusse liegen ebenfalls in diesem Bereich von etwa 30 Litern, sind aber pro Person gerechnet extrem effizient. Der Verbrauch hängt stark von Beladung, Topografie und Geschwindigkeit ab. (Quelle)

Quelle EU Parlament

Und wie gross ist der Anteil des Transports mit LKW am Spritverbrauch?

Lkw sind für einen signifikanten Anteil am Kraftstoffverbrauch im deutschen Straßenverkehr verantwortlich. Sie verursachen etwa 27 % der CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs in der EU, während sie rund 70,6 % der Güterverkehrsleistung in Deutschland erbringen. Moderne Lkw verbrauchen im Schnitt ca. 30–38 Liter Diesel auf 100 km.

(Quelle)

Wie machen das Norwegen und Dänemark mit der Elektromobilität?

Zulassungszahlen Norwegen März 2026

Norwegen und Dänemark verfolgen  unterschiedliche, aber sehr erfolgreiche Strategien zur Förderung der Elektromobilität. Während Norwegen seit Jahrzehnten auf massive Steuerbefreiungen setzt, um E-Autos preislich attraktiver als Verbrenner zu machen, hat Dänemark vor allem durch eine vorteilhafte Gestaltung der hohen Zulassungssteuern einen Boom ausgelöst.

Heute benötigte ich 14,14 kWh für 100 Kilometer (real) Das kostet am Supercharger 7 Euro und Zuhause 3,50 Euro pro 100km

Norwegen:

Der globale Spitzenreiter
Norwegen hat das Ziel, dass ab 2025 alle neu zugelassenen Pkw emissionsfrei sind. Bereits 2025 lag der Anteil der E-Autos bei den Neuzulassungen bei rund 96 %.

Steuervorteile: E-Autos waren lange Zeit von der Mehrwertsteuer (25 %) und der hohen Einfuhrzoll- und Kaufsteuer befreit. Seit 2023 wird die Mehrwertsteuerbefreiung schrittweise für teurere Modelle (über 500.000 NOK) abgebaut.

Nutzungsprivilegien: Fahrer von Elektroautos profitieren von reduzierten Mautgebühren (maximal 50 % des Standardtarifs), kostenlosem oder günstigerem Parken und der Erlaubnis, in vielen Städten die Busspur zu nutzen.

Infrastruktur: Ein dichtes Netz an Schnellladestationen wurde frühzeitig durch staatliche Förderprogramme und Kooperationen mit Anbietern wie Tesla ausgebaut.

Dänemark:
Dänemark hat in den letzten Jahren rasant aufgeholt und verzeichnete 2026 einen E-Auto-Anteil von über 94 % bei den Neuzulassungen.

Differenzierte Zulassungssteuer: Dänemark erhebt traditionell extrem hohe Steuern auf Autokäufe. Elektroautos sind jedoch weitgehend von dieser Steuer befreit oder zahlen einen stark reduzierten Satz, was sie im Vergleich zu Verbrennern deutlich günstiger macht.

Keine Direktprämien: Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Dänemark keine direkten Kaufprämien; der Anreiz liegt rein in der Steuerersparnis beim Kauf.

Ladeinfrastruktur: Der Ausbau wird massiv vorangetrieben, wobei dänische Städte wie Kopenhagen verstärkt auf die Integration von E-Mobilität in die Stadtplanung setzen.

Bei 15 kWh pro 100 km ergibt das am Supercharger unter 7,5 Euro auf 100 km. Zuhause in der Garage bei 25 Cent pro kWh sogar nur 3,75 Euro auf 100 km!

Bei den aktuellen Spritpreise ist das unschlagbar günstig.

Nun wird der Vorschlag der Wirtschaftsweisen auf Autobahnen ein Tempolimit einzuführen als knebelnde Verbotspolitik bezeichnet. Das ist Blödsinn.

Ein Tempolimit ist eine wirksame Massnahme, um den Spritverbrauch zu reduzieren.

Fazit:

Energie, Wärme, Fortbewegung und Transport mit „Strom“ hat viele Vorteile. Unabhängigkeit, Effektivität, Gesundheit, Umwelt, Geldbeutel. Logisch, oder?


06.12.2020 – Thema Elektroauto Schweiz: Ist genug Strom da für alle?

6. Dezember 2020

Fachleute gehen davon aus, dass die eigentliche Herausforderung durch die Verbreitung der Elektromobilität nicht die Stromversorgung, sondern die Netzkapazität sein wird. Die Niederspannungsnetze auf regionaler und lokaler Ebene sind nicht darauf ausgelegt, eine grössere Anzahl von E-Autos gleichzeitig zu laden. Der Ausbau der Netze wäre zwar eine mögliche Lösung – aber eine teure. Sinnvoller dürfte der Einsatz von Lastmanagement-Systemen sein.

Tesla Ladestation (Pixabay)

Solche Systeme koordinieren das Aufladen der E-Fahrzeuge aufgrund von verschiedenen Kriterien. Sie berücksichtigen, wie hoch der aktuelle Strombedarf im Netz ist und wie viel Strom gerade produziert wird. Steht etwa tagsüber viel Solarenergie zur Verfügung, kann das Aufladen forciert werden. In den Abendstunden, wenn die Menschen zu Hause viele Haushaltgeräte nutzen, wird das Aufladen gedrosselt oder unterbrochen. In den Nachtstunden, wenn der Bedarf in der Regel tief ist, steht wieder mehr Strom zur Verfügung, um die Batterien zu laden.

Fazit: Die Ausgangsfrage dieses Artikels kann also positiv beantwortet werden: Ja, in der Schweiz ist genug Strom für alle Elektroautos vorhanden. Zwar bringen die Energiestrategie 2050 und die Verbreitung der Elektromobilität durchaus Herausforderungen mit sich. Diese liegen aber eher im Bereich der Speicherung von erneuerbaren Energien und bei der Netzkapazität. Auch diese Herausforderungen wird die Schweiz meistern können, nicht zuletzt dank der fortlaufenden technologischen Entwicklung – da sind Schweizer Unternehmen ja stets vorne mit dabei.

Fazit: Der Strom reicht für alle:

Es spielt nämlich keine Rolle, ob das Elektroauto gleich nach dem Abstellen um 19 Uhr aufgeladen wird oder erst ab Mitternacht. Zudem wird im Alltag selten die gesamte Ladekapazität der Batterie benötigt, sodass auch nicht jeden Tag aufgeladen werden muss. Arbeitnehmer in der Schweiz pendeln im Schnitt nämlich lediglich 15 Kilometer pro Weg – auf solchen Strecken werden auch kleinere Batterien nicht so schnell leer. Aus diesen Gründen ist es kein realistisches Szenario, dass alle Elektroautos gleichzeitig an die Steckdose angeschlossen werden und eine Netzüberlastung herbeiführen.

https://www.energie-experten.ch/de/wissen/detail/reicht-der-strom-in-der-schweiz-fuer-alle-elektroautos.html


23.05.2013: Rasenmäher für Apple-Geeks und für Alternative

23. Mai 2013

Rasenmähen ist ja wirklich lästig. Auch wenn es nur um ein paar Quadratmeter geht. Das Wetter muss passen, es darf keine Ruhezeit gestört sein usw. Nun kommen die „Roboter-Rasenmäher“ immer mehr in Mode. Man muss sich nicht mehr um das Mähen kümmern und es gibt auch keinen Grünabfall mehr; denn der Mäher fährt möglichst jeden 2. Tag und „mulcht“ so das Gras gleich wieder unter. Wie lange die Roboter dann aber auch funktionieren ist noch unklar.

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Rasenmäher für Apple-Geeks

So sieht also die heile Welt der Robomow-Enthusiasten aus. Der erfolgreiche Geschäftsmann lümmelt mit seinem Mac-Book auf dem Schoss im Liegestuhl und der Roboter-Rasenmäher kurvt nach Verfahren der Chaos-Theorie über die Blumen und Sträucher.

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Rasenmäher für Alternative

Da die Robomow-Mäher noch recht teuer sind, haben sich findige Erfinder aus dem Schwabenländle eine kostengünstige Alternative ausgedacht. Dieser selbsmähende Hasenkäfig auf Rollen hat die gleichen Vorteile des Roboter-Mähers. Nur ist diese Variante deutlich praktischer; denn es hat keine Verschleissteile, man benötigt keinen Strom zum Laden, das Gerät samt Karnickel ist komplett wetterfest und kann auch im strömenden Regen mähen. Der grösste Vorteil ist jedoch neben dem Anschaffungspreis die eingebaute Düngewirkung! Ab und zu ein wenig Wasser in den Behälter als Treibstoff geben und fertig.

Ein direkte Verbesserung wären noch Räder, die in alle Richtungen lenken könnten, so könnte der Hase nicht nur vorwärts und rückwärts navigieren, sondern sich nach Lust und Laune die saftigsten Plätzchen suchen und „abmähen“.


10.12.2009 – Das Märchen vom Guten Strom

11. Dezember 2009

Es war einmal ein Volk, das wollte die Umwelt und das Klima schützen. Voller Eifer machte es sich daran, Solarzellen auf Dächer und Felder zu montieren. Und auf jeden Hügel setzte es ein Windrad. Die Regierung versprach, der so produzierte Strom werde zu einem garantierten hohen Preis abgenommen. Bald gab es eine Million Solaranlagen. Mehr als die Hälfte der Weltkapazität an Solaranlagen stand in dem eher sonnenarmen Land. Zwar kostete die Einspeisevergütung viel Geld, jedes Jahr 1,5 Milliarden Euro für Solar und 3,5 Milliarden für Windkraft. Doch die Deutschen zahlten gerne für den „guten“ Strom. Schließlich helfe der, das Klima zu schützen, weil bei der Erzeugung kein Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werde.Allerdings gab es in dem fleißigen Volk von Umweltschützern auch einige Nörgler, sogenannte Ökonomen, die ihnen eine unangenehme Wahrheit zu erklären versuchten: Keine einzige Tonne, nicht einmal ein Gramm CO2 wird durch all die Solaranlagen oder Windräder eingespart! Auch das EU-Verbot der Glühbirne entlastet das Klima nicht um ein Gramm Treibhausgas!

Kompletter Artikel auf der Website der Frankfurter Allgemeinen.

Via EIKE – Europäisches Institut für Klima und Energie


27.12.2008 Mallorca: Das Haus vom Claus – oder „Ohne Strom läuft’s auch!“

28. Dezember 2008

… das Wasser. Aber der Reihe nach. Eine der Besonderheiten der Bewohner von Mallorca ist die Unzufriedenheit mit einem der Elemente: Wasser. Entweder es hat zu wenig Wasser in den Sommermonaten bei lang anhaltender Trockenheit und es wird geklagt, oder man hat zu viel davon in den Wintermonaten, wenn es wie aus Eimern schüttet – und in die Häuser tropft. Claus meinte heute: „Irgendwie schaffen es die Handwerker nicht ein dichtes Dach hinzubekommen!“. Und vor dem Problem steht nicht nur Claus – auch Tom hat trotz eines niegelnagelneuen Daches sogar mit Dämmung ein wenig kühles Nass von oben direkt über dem Bett verspürt.

Gut, das „Wasserproblem“ ist das eine. Aber Claus sein Haus besitzt noch ganz anders: Es muss komplett ohne Strom auskommen. Oder genauer gesagt: Das Grundstück im Norden von Mallorca (ich sag‘ immer „In der Pampa“) wird auf Jahre hinaus „elektrisch nicht erschlossen werden“. „Toll!“ wird so mancher geneigte Leser nun denken „er ist nicht abhängig von den Strommultis und deren fehlargumentierten Stromerhöhungen!“. Stimmt! Vollkommen! Aber trotz alle dem braucht seine liebe Lebensgefährtin Sabina – so sie denn einzieht – doch das ein oder andere Mal einen Haarfön für einen ihrer 9 Hunde (richtig gelesen – es sind 9 aktuell, erwähnte ich die zwei Pferde und ca. 30 Kanarienvögel? Und die Katzen? Und eine Ente?), nachdem diese im Winter bei Platzregen draussen gespielt haben. Und so ein Fön läuft eben mit „Strom“ – bzw. eben nicht ohne Strom.

Der aufmerksame Dauerleser wird bemerkt haben, dass wir vor genau einem Jahr schon einmal das „Dem Claus sein Haus“ besucht haben. Damals stand er vor dem Problem, dass kein spanischer Elektriker in greifbarer Nähe schon überhaupt einmal etwas von „Gebäudeautomation KNX“ gehört und „wie bringe ich Solaranlage, Windkraftanlage und Generator auf einem Netz zusammen“ nur Achselzucken erzeugte. Damals sah die Finca noch so aus:

Durch gutes Zureden und viel Überzeugungsarbeit sagte schliesslich Freund und Kollege Chris dem fernen Auftrag zu. Seine Reaktion damals: „Mallorca? Finca? Amal Luage! Ja!“. Gut, 365 Tage sind ins Land gegangen. Wie sieht es heute aus beim Haus von Claus? (Ich liebe diesen Reim).

Und ich kann vermelden: Es sieht gut aus! Aber so richtig gut! Und die Finca wird sogar mit Strom angetrieben – und zwar aus einer Solaranlage! Und die läuft schon! Und die Finca wird KNX Gebäudesystemtechnik haben!


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Oben die kleinen Bilder zeigen die Batterieanlage, die Hauptverteilung und die Solarwechselrichter.

Ganz oben die drei von der Baustelle: Mike, Claus  und Tom. Die Aussicht ist traumhaft und unverbaubar! Nach einer ausführlichen Baubesichtigung nebst Führung durch Claus fuhren wir noch auf ein Bier bei Sabina vorbei.

Dort empfing uns neben einem waschechten Spanischen Hengst eben Sabina und einige der Hunde. Benni schloss sofort Freundschaft mit Mike und wollte nicht mehr von seiner Seite – ähm „Schoss“ (es gibt kein „scharf s“ auf der CH-Tastatur!) – weichen. Wir plauderten ein wenig über den Baufortschritt, über Cargofliegen und Teilzeitarbeit und sonstige Erlebnisse und nahmen das ein oder andere Bier. Auf meine Frage, warum zwei der Hunde Maulkörbe tragen, erklärte mir Sabina: „Keine Angst, es sind Hündinnen gleichen Alters – Zicken halt! Die beissen sich gegenseitig“! Und mir wurde einiges klar.

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Bevor die Sonne ganz verschwand schoss ich noch ein paar Bilder von der direkten Umgebung. Dabei flüsterte ich leise „diese Farben, dieses Licht“ und drückte pausenlos auf den Auslöser 🙂 Nein, am Bier lag es nicht!

Tja, der Rest ist schnell erzählt: Wir verabschiedeten uns von Sabina und Claus, fuhren noch in Sa Cabaneta zum Einkaufen, Mam benötigte noch Schmerzmittel und so fuhren Tom und ich noch einmal zur Pharmacia, sahen einen frischen Verkehrsunfall, kamen kurz vor 22 Uhr in der Pharmacia an, liessen uns nach der Rückkehr die frisch angerichtete Lasangne schmecken, nahmen Rotwein dazu und sahen uns den Film „Sissi und der Wilde Kaiser“ auf DVD und Breitwand an. Müde ging es gegen Mitternacht in die Federn – für die anderen – ich sitze ja noch immer da und tippe. Aber jetzt ist Ende! Adios! Hasta Luego!

UPDATE: Das aktuelle Bilderbuch von Claus auf Picasa


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