Heute war ich bei „meinem Doc“ in Altstetten. Als ich vor 24 Jahren nach Zürich zog, wohnte ich in Schlieren und arbeitete ich für Siemens in der Freilagerstrasse. Da lag es nahe einen Doc in der Nähe zu suchen.
Jedesmal, wenn ich Richtung Altstetten fahre oder am Letzistadion vorbeikomme, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen und es gelüstet mich nach „Poulet Süss/Sauer“.
Weil: Beim Letzistadion in der Badenerstrasse hat es eines meiner Lieblingsrestaurants: Das Singapore! Und dort war ich eben ab 2002 regelmässig zum Essen mit den Kollegen.
Und wie es der Teufel will, treffe ich beim Rausgehen Philipp und Markus vor dem Restaurant. Sie hatten allerdings keine Zeit zum Plaudern. Schade!
Gerade poppt dieses Bild als Hintergrund auf einem meiner Laptops auf. Was für ein geiles Foto! Im Januar 2018 befand ich mich auf Weltreise am zweiten Stopp in Singapore. Gerade im Marina Bay Sands eingecheckt, lief ich in der Nacht bei Nieselregen rund um das Hafenbecken und fotografierte Nightshots mit der NikonD90 mit Weitwinkelobjektiv.
Singapore Januar 2018
Denn ich wollte immer das auf das Bild bannen, was man auch mit den Augen sieht. Und das geht mit einem Weitwinkel am Besten. Freihändig. Ohne Stativ. Ruhige Hand. Mehrfach-Schuss. Der Crob gibt dem Foto noch extra Wirkung. Der Moment, als das Ausflugsschiff durch die weisse Reflexion der Oper fährt. Eines meiner Lieblingsfotos. Das muss ich mir bei Gelegenheit auf Canvas drucken lassen. Best of.
Klassiker! Es ist schrecklich! Lecker! Als ich noch bei Siemens Altstetten war, sind wir ab und zu mittags zum „Singapore“ in der Badenerstrasse beim Letzigrundstadion gegangen. Wenn ich keinen Bock zum Kochen hatte, es zu spät dazu war oder ich mir einfach einen Moment des Geniessens und der Ruhe gönnen wollte, dann bestellte ich mir „Chicken Süss/Sauer“ und ein Bier dazu.
Das habe ich nun davon: Mein Hausarzt ist immer noch in Altstetten. Jetzt war ich grad Medikamente hole dort. Und? Es „glustelt“ mich nach „Chicken Süss/Sauer“!! Vor die Wahl gestellt hungrig im Feierabendstau zu stehen oder genüsslich Hühnchen zu schaufeln, entschied ich mich für Letzteres.
Damals in den 80ern gab es noch kein Mobiltelefon, kein Facebook, kein Whatsup. Man fuhr mit der 80er Honda MTX, mit der Honda FT500 oder später mit dem Auto in die Stadt und „checkte“ die üblichen verdächtigen Lokale ab. Oder man verabredete sich per Mundpropaganda und Sprachpost.
So startete man zum Beispiel im „Rock Café“ beim Mane am Haidplatz (Heute „Café Lila“) oder im „Peaches“ (heute „Spaghetteria Aquino“) bei der Heidi in der Glockengasse. Dort spielten wir im Untergeschoss Billard. Damals muss ich so 16 bis 18 gewesen sein.
Ganz früher! Mit den Kollegen beim Grillen bei der Mariahöh! 1984
Eigentlich traf man dort immer irgendwen der Clique. Den Stiefel, den Tom oder den Roberto. Letzterer wohnte am Haidplatz und sein Wohnzimmer war das „Rock-Café“.
Wenn dort ausnahmsweise keiner der Freunde war, dann fragte man den „Mane“ vom Rock-Café, wo die Jungs abgeblieben seien. Der Mane antwortete früher schon so, wie auch heute noch im gleichen kollegialen für Auswärtige etwas seltsam klingenden Tonfall:
„Die sind im Laternchen, die Zipflklatscher mit ihren Tussies! Haut’s doch ab und kommt nie mehr! Wenn ihr wieder mal reinkommt, dann ist einfach das Bier aus! Wir sehen uns später im Zap oder Tangente, wenn ich dann noch Lust hab! Na Servus!“
Staff-Party im Factory Regensburg
Dann liess man sein Bier anschreiben und wanderte zum Robert ins „Laternchen“ in der Glockengasse. Wenn der Rest der Mannschaft im „Knallfrosch“ oder im „Peaches“ war, so sammelte man die Kollegen dort ein. Und dann wurde diskutiert, ob man zuerst ins „Factory“ zum Ischtl und dann ins „Zap“ oder zuerst ins „Tangente“ und zum Absacker ins „Zap“ gehen sollte.
Factory Heartbreakers Gewinner beim Kneipenturnier
Das „Peaches“ von der lieben blonden Heidi war gegenüber vom „Laternchen“ vom Robert in der Glockengasse. Einen Steinwurf daneben war der „Knallfrosch“ vom Hans und das sehr warme „Jeans“.
Wir starteten aber meist im „RockCafe“ beim Manfred zum Backgammon und Billardspielen. Damit verdiente ich mir während der Lehrzeit etwas Geld dazu.
Getränkekarte vom Rock-Café
Damals existierte der sogenannte „Idioten Kreisel“ noch: Arnulfsplatz-Bismarkplatz-Gesandtenstrasse-RoteHahnenGasse-Haidplatz-Ludwigsstrasse. So sassen wir vor dem „Rock-Café“ auf der Treppe oder an einem der Tische und warfen Bierfilzl oder Kronkorken durch die offenen Fenster der Autos, die mit lauter schrecklicher Rap-Musik im Bauern Golf GTIs und Landnummer zum 3. Mal an uns vorbeifuhren. „De bledn Kapplträger“ – mit weit zurückgelehntem Vordersitz und Cap verkehrt rum auf dem Kopf, die Kippe im Mundwinkel.
Die Schickies gingen in die „Galerie“ am Kohlenmarkt, die inhabermässig mit dem RockCafe zusammen gehörten. (Gehörte es dem Justl?). Es gab einen Türsteher am Nachmittag!! Die Möchtegern Schicksen dort waren uns aber zu hochnäsig und meist Studentinnen aus dem Preissn-Land. Schickeria und Regensburg widersprach sich in Regensburg damals von Haus aus. Und heute erst recht.
Im „Türmchen“ unten im Goldenen Turm in der Wahlengasse und in der „Oma Plüsch“ vom Rötzer Thom feierte ich legendäre Geburtstage.
Geschäftsführer vom „ZAP“ war der Rötzer Thom. Beide Locations waren mein zweites Wohnzimmer. Mike und ich arbeiteten dort als Haus- und Hofelektriker alias „Kurzschluss“ für den Inhaber Martin Fuchs.
Geburtstag im (alten) „Oma Plüsch“ mit Carmen und „den üblichen Verdächtigen“.
Es gibt tolle Geschichten, von Cola-Weizen gefüllten MK2 Plattenspielern, deren „Saft“ mir beim Abtransport an den Hosenbeinen runterlief. Einem Erdschluss in der oberen Cafébar, der das „ZAP“ an einem Samstag abschaltet. Als Mike und ich dann nach Notfall-Anruf die Treppe in das Gewölbe runtergingen, sangen die Gäste im Kerzenschein romantische Lieder.
Als Mike und ich die Ursache fanden und Sound und Licht wieder einschalten, brandete tosender Beifall auf und wir liessen uns feiern. Haha. So geil!
Oder von einem legendären Weiberfasching im „Oma Plüsch“, bei dem der DJ auf die geniale Idee kam den immer wieder überhitzten, weil aussetzenden Verstärker mit Eiswürfelbeuteln zu kühlen! Das abtropfende Kondenswasser sorgte für eine Pause mitten in der Party und Totalausfall des Sounds. Nach einem Notfall-Anruf baute ich meinen eigenen Yamaha-Verstärker von Zuhause ein und die Party konnte weitergehen.
Getränkekarte vom ZarapZap
Das „Shugar Shake“ haben die Kerschers mal aufgeräumt. Da war ich nicht dabei. Aber beim Sonntagsboxen auf der Dult habe’s mal ein Zelt ausgeräumt. Da war ich mittendrin. Besser „unter einer Bierbank“.
Das ehemalige Sugar Shack in Regensburg (teilweise in den historischen Akten auch als Sugar Shake geführt) war eine bekannte Diskothek von 1979-1982 in der Regensburger Altstadt. Sie befand sich in der Obermünsterstraße 14, einer Strasse, die bis heute für ihr Nachtleben bekannt ist. Vor dem Sugar Shack war dort das Riverboat ansässig (1968–1979).
Direkt danach zog der Club New Orleans ein (1984–1989). Die Räume wurden über die Jahrzehnte hinweg immer wieder von verschiedenen Clubs genutzt (darunter das Suzie Wong oder das Millennium). Heute befindet sich an dieser Adresse der Nachtclub Rauschgold.
Im „WhyNot“ in der Obermünsterstrasse war es am Wochenende immer massiv eng. Kam man zu spät so blieb die Tür gleich zu. Der Kateh hatte das. Heute bedient er noch genauso freundlich im „Bistro Mari“ im Gewerbepark. Dort gibt es die beste Currywurst in Regensburg.
Eine andere noch lebende Legende ist der Ley vom „Singapore“ im Gewerbepark. Weder er noch die Räumlichkeiten mit dem grossen Aquarium, Billardtisch und Dartautomaten haben sich verändert.
Unter dem „Singapore“ gab es noch den Mitternachtsschuppen „Cotton Club“. Dort ging man die Treppe runter, wenn man Lust auf Gulaschsuppe hatte. Mitten in der Nacht. Bis zum Sonnenaufgang.
Ganz jung hab ich mal im „M“ in der Ostengasse aufgelegt. Da war schräg gegenüber der „Paulaner Keller“ in der Ostengasse. Von den Parties dort unten hab ich noch Fotos.
VIP Karte vom „M“ vom Kremser Gerd
Im „Sudhaus“ und im „Scala“ vom Neli Färber hat nie die Lüftung funktioniert, so dass der DJ Jörg und ich mit dem Alf immer mit Prosecco flaschenweise kühlen mussten. Später hat das „Sudhaus“ dann der „Angel“ übernommen. Legendär. Alf hinter der Bar.
(Video vom Scala aus der Zeit)
Die Claudia und die Karin besuchten wir im „Airport“, wo ich mir kurz vor dem Praktikum in Portugal eine saubere Blutvergiftung an der linken Hand beim Tequila-Trinken geholt habe.
Ganz selten hielt ich mich im „Novelle“ auf. Wirklich ganz selten. Das ein oder andere Mal hatten mich die Kollegen rund um Rainer mit abgeschleppt ins „Hin und Mit“, wie ich es nannte.
Die legendäre Kult-Kneipe Crocodile in Regensburg befand sich am Theodor-Heuss-Platz 4 (Ecke Puricellistraße). Laut den Gaststättenakten des Stadtarchivs Regensburg war die Bar dort von 1988 bis 1996 gemeldet und prägte vor allem das Regensburger Nachtleben der wilden 80er- und frühen 90er-Jahre. Betrieben wurde sie damals vom stadtbekannten Gastronomen Dieter, der in Regensburg auch für das Confetti in der Puricellistrasse und das Tangente bekannt war.
Auch das „Number One/Ramazzotti/Kneipendorf“ im ehemaligen Donauhotel vom Wolle (RIP) war ganz nett. Der Wolle und der Ley vom „Singapore“ hatten zusammen zuerst das „Ramazzotti“. Dort war im Barbereich aus Spiegeln eine Skyline nachgebildet an der Wand. Die Tubelight-Beleuchtung rundherum war von mir. Da arbeitete der Schwarm vom Kerscher Mich hinter der Bar. Der Wolle ist viel zu früh überraschend verstorben.
Peter mit 19 (Sommer 1982) am Almer Weiher. Stilecht mit Goldkettchen und Netzshirt. Im Hintergrund mein erstes Auto – ein 45PS VW Polo – gehörte vorher einem Pfarrer – beim Schneeberger Grossprüfening gekauft. Die Boxen waren herausnehmbar und beschallten den gesamten Weiher. Bis die Autobatterie leer war.
Im Sommer ging es am 1. Mai zu Rainer’s „Cantina“ am Guggy. Das Cantina feiert dieses Jahr 35 Jähriges. Der Erdbeerkuchen von „der Mam“ mit viel Sahne hat am Wochenende früh morgens schon viele Leben gerettet.
Hier die traditionelle 1. Mai Saison Eröffnung beim Rainer. Wir haben schon geSUPt, da hiess es noch „Surfen“ mit dem unsinkbaren Brettern mit Mittelschwert.
Morgens nach der Partynacht? Da ging es zum meist zum „WürstlToni“. Dort trafen sich die Hungrigen und warteten, dass der Toni die Bänke, Tische und das Dach aufbaute und Punkt 5 Uhr mit den Bratwürstl loslegt.
Wir warteten aber lieber 30 Minuten, bis die Hungrigsten und Drängelndsten a gefüttert waren und „unser Tisch“ rechts frei wurde. Dann gab uns die Oma die legendären zwei Langen Braune mit allem auf am Teller, a Breznstangerl und an Kaffee. „Mit allem“ bedeutet heute noch in Regensburg – speziell an der Wurstbraterei am Christkindlmarkt – mit Süsse Senf, Essiggurkerl und scharfem Meerrettich (Kren).
Der Toni am Grill, die Claudia am Knackersemmeln verteilen und kassieren, die Oma sorgte für Ruhe und die „Extrawurst“ für Stammgäste. Manchmal wanderten wir nach dem Zap auch mal in die „Marina Bar“ auf eine Salzgurke und einen starken Kaffee.
Die „Max Bar“ unter dem Hotel Maximilian gibt es auch noch mit gleicher Einrichtung. Da war ich kürzlich aus Versehen mit Gästen aus London. Ich fühlte mich in einer Zeitmaschine mit den roten Plüschpolstern und Spiegelkugeln. Auch an der Bar saßen noch zwei Mädels mit blonden Locken am Kopf, bunter Kriegsbemahlung und 80s Klamotten.
Das legendäre „Paletti“ – eine Regensburger Institution seit 1985 gestartet von Cornelius „Neli“ Färber von der „Namenlos GmbH“ – hatte bei uns intern einen Spitznamen, der sich von den Hintern der Personen ableitet, die man beim Vorbeigehen auf den Heizungen sitzen sah. Mittlerweile sind die Scheiben beklebt. Im „Orpheé“ vom Neli waren wir auch oft. Im Jahr 1977 verwandelten Neli Färber und Weggefährten das Lokal in der Regensburger Altstadt in ein Stück Paris. Dort standen wir an der Bar und nippten am Bier oder am Milchkaffee, bevor wir ins „Zap“ oder ins „Tangente“ weiterwanderten. Neli Färber hat die wilden Anfänge, den kreativen Wahnsinn und den Alltag in einem von ihm verfassten Orphée-Buch festgehalten.
Was es damals schon gab und immer noch gibt ist das „Rosarium“ – das Schweizerhaus. Das Regensburger Rosarium geht auf das Jahr 1871 zurück. Es entstand als Schweizer Landhaus mit Laubengängen und Rosenbeeten im Westrand des Dörnbergparks, den der Freiherr Ernst Friedrich von Dörnberg ab 1832 erworben und ausgebaut hatte. Heute ist das historische Gebäude ein beliebtes Ausflugsziel mit Gastronomie. Dort ging ich gerne mit meinem Date hin und man näherte sich entweder im sonnigen Wintergarten oder im romantischen Rosengarten aneinander an. Der Dörnbergpark ist eine der Ruheoasen im Inneren Westen von Regensburg. Ah, und die Soundanlage war auch mal von mir. Yamaha Verstärker und JBL Control 1 in der Decke für gleichmässige nicht störende Hintergrundbeschallung.
Im Äusseren Westen an der Grenze zum Rennplatz eröffnete 1987 die Bar „Brazil“ von Hansi Jehl. Und er besitzt sie heute noch. Das war auch eines meiner frühen Dating-Lokalitäten. Es gab und gibt leckere Cocktails und früher meine Laibspeise „Schinkennudeln“! Im Sommer 2026 wurde bekannt, dass der BR den Pachtvertrag des Kult-Wirts nicht verlängert hat und das Mietverhältnis im Oktober 2026 enden soll. Daraufhin formierte sich massiver öffentlicher Widerstand in Form von Unterschriftenlisten und einer Online-Petition, um das Brazil als Regensburger Institution zu retten.
Auf jeden Fall war das „Chaplin“ die Stammkneipe in meiner Zeit als VfB Fußball Präsi. Über drei Jahrzehnte hinweg (1982–2015) bewirtete das Chaplin Gäste mit mediterranen und gutbürgerlichen Speisen und bot einen beliebten Biergarten. Es war untrennbar mit dem Flair des angrenzenden Ostentorkinos und der Kinokneipe im Regensburger Osten verbunden.
Fasching in der „Ranch Pielenhofen“ / Natalie&Peter, vorne Harry Le
Weiter Draussen am Land gab es die „Ranch“ in Pielenhofen. Dort lernte ich die Natalie vom „Schneck“ kennen und damit war ich in der Regensburger „Szene“ angekommen. Sehr cool war das. Der Harry Le hat aufgelegt und ich war „Light-Jockey“. Nach Dienstschluss in der „Ranch“ ging es oft noch in das „JackyD“ in Undorf. Und wenn es uns in R. mal angurkte fuhren wir ins „Roxy“ nach Straubing oder ins „Big Apple“ nach Kelheim.
Und „ganz früher“ ging man ins „Neubert“! Hier ein Foto vom Fasching 1983. Mike als Baby, Birgit als Harlekin, Peter als Pumuckerl!
Ich finde immer wieder Fotos von damals. Somit wird dieser Beitrag langsam und unregelmäßig erweitert.
Die liebe Moni (Monika Lade) hatte den Beitrag auf FB gesehen. Nun hat sie mir Fotos vom Neubert, vom Café Central und vom Tanzen im Kolpinghaus geschickt.
Im Foto Fundus von Moni befand sich sogar ein Bild von Birgit und mit im Neubert. Muss 1983 gewesen sein. Birgit liess sich beim Friseur am Dom eine Dauerwelle machen. DJ Günther im NeubertFasching im Neubert. Das ist der hintere kleine Saal.Die harten Jungs im NeubertAufbaukurs im NeubertMoni mit Kollegen im NeubertSamstagabend im NeubertMoni (links) beim SchwofenDas könnte im Café Central sein. Dormationsauftritt vom Neubert im Kolping beim Abschlussball Moni unten 2. Von links.Die Bar im Café CentralVor dem Neubert? In der Mitte das das könnte der Zirngibl Claus sein.
Wer sich erkennt, bitte in den Kommentaren oder Mail melden. 😎🎸💃🕺Auch wenn noch jemand Fotos aus der Zeit hat. Immer her damit!
Noch etwa 11 Stunden bis zum Abflug nach Dubai. Der Koffer für die Weltreise ist gepackt!
Ich hatte zwar zwischendurch leichte Zweifel, aber schliesslich reichte doch der kleine Koffer. Somit reise ich mit Handgepäck. Schnell rein, schnell raus! Eigentlich brauche ich nur Pass, Tickets, Kreditkarten und Kamera *lach*, aber letztendlich wurde es dann doch mehr. Ich landete gewichtsmässig trotzdem bei knapp über 8 Kilo. Was ich sonst so brauche, kann man sich pro Reiseziel ja dazukaufen. Zur Not auch einen grösseren Koffer!
Was ist drin im kleinen Koffer?
Nessesair mit dem Nötigsten. Zahnbürste, Rasierer, Haarbürste etc.
– Immer auf die 100 ml Grenze achten bei Flüssigkeiten und Cremes.
– Duschgel vom Hotel nutzen
– Sonnencreme ggf. vor Ort kaufen
Inektenvernichtungsschläger, elektrisch
– Die Mistviecher mögen mich, und ich vernichte sie elektrisch!
3 paar Socken
3 T-Shirts
2 Hemden kurzarm
2 Hemden langarm
2 Boxershorts
1 Badehose Adidas
1 Bermudahose, kakifarben
1 Strandhose
1 leichtes Sakko
1 Badetuch
1 „Hoody“ (heisst das neudeutsch! Joggingjacke mit Kapuze)
1 Sonnenbrille
1 Taucherbrille (klein)
1 wasserdichte Umhängetasche
Tipps:
Unterwäsche und T-Shirts zusammenrollen! Und…
Mit Gummis umwickeln und so verhindern, dass sich das „Päckchen“ wieder entrollt.
Diverse Reiseunterlagen sortiert nach der Reihenfolge der Ziel
– Flugplan, Hotelreservierungen, Ausflugsreservierungen für Stopps und Sehenswürdigkeiten
Die Bilder der Worldtour werden übrigens auf Flickr zu finden sein.
Zudem buchte ich gleich noch die Hotels in Singapur. Der zweiten Destination. Zwei Nächte im „Marina Bay Sands“ und zwei Nächte im „The Scarlet“ im Chinatown.
Mam beriet mich bei den Buchungen und meinte: „Wenn schon! Denn schon! Wer weiss, wann Du da wieder hinkommst!“ Tja, Mam is scho super 🙂
Ich weiss gar nicht, wie ich anfangen soll. Also kurz und knackig: Ich nehme eine 2-monatige Auszeit und werde 1x um die Welt reisen. Die Idee reifte eigentlich schon letztes Jahr. Im August kam uns ein eingeschlafener Autofahrer auf meiner Spur entgegen, rammte meinen schönen Boxster und schob uns 8 Meter die Strasse hoch. Das zeigte mir, wie schnell und unverschuldet das Leben enden könnte. Denn hätte er uns nicht voll, sondern nur einseitig getroffen, oder wäre ich noch mit 80 unterwegs gewesen und nicht nach der Vollbremsung gestanden, wären die Auswirkungen heftiger gewesen.
In „myflightradar24“ gibt man die Flüge ein und erhält eine Übersicht in einer Weltkarte
Ausserdem passierten in den letzten Jahren so viele – sage wir mal – „ungünstige Geschichten“ in meinem engeren Freundeskreis, dass mich der Gedanke mal kurz „auszusteigen“ seit einem Jahr nicht mehr losgelassen hat. Ich möchte 1x um die Welt, solange ich noch gesund bin und es mir leisten kann. Als dann meine Freundin Fränzi von ihren eigenen Plänen erzählte, ab Ende Februar mal kurz 3 Monate vom Florida nach Kanada und wieder zurück zu fahren – mit einem Auto – reifte die Idee mehr und mehr. Zudem gab man mir die Möglichkeit mich ab März beruflich umzuorientieren. So war der Entschluss definitiv: Das Neue Jahr beginnt mit einer Weltreise.
Wie geht man an die Planung ran? Keine Ahnung, ich habe es grob zusammengefasst so gemacht:
Wunschziele aussuchen
Jahreszeit beachten
Reihenfolge überlegen
Spontane oder festgelegte Flüge
Reiseplan erstellen und Flüge buchen
Warten
Tipps+Tricks erbeten
zu 1. „Wunschziele aussuchen“: Die Wunschziele fielen mir relativ schnell ein. Ich wollte eigentlich jeden Kontinent besuchen. Nun muss man die „vielenvielen“ Wunschziele nur noch auf das zeitlich mögliche reduzieren. Ich habe 60 Tage Zeit. Wenn ich mich auf 10 Wunschziele festlege, so bleiben mir im Schnitt 6 Tage pro Ziel. Ich wollte auch ein gesundes Mittelmass erreichen aus dem Verhältnis „Flugzeit“ und „Aufenthaltsdauer“. Schliesslich soll es zumindest bei mir kein Vielflieger-Marathon werden; denn ich möchte Freunde treffen und mir möglichst viel ansehen, aber auch genug Zeit für Erholung und das Geniessen haben.
Zu 2. „Jahreszeit beachten“: Möchte man es warm oder kalt haben? Ich reise Januar/Februar. Wenn es ein „Winterurlaub“ sein soll, so wählt man aus den Wunschzielen die Orte auf der nördlichen Halbinsel aus. Ich persönlich bin nicht so der „nördliche Typ“. Ich fühle mich bei Sonne ab 20 Grad so richtig wohl. Somit fiel bei mir zum Beispiel das Wunschziel „New York“ raus, weil ich via Klimatabelle feststellte, dass es dort im Januar um die Null Grad hat. Somit fliege ich irgendwann mal im Sommer nach NY.
Zu 3. „Reihenfolge überlegen“: Ursprünglich wollte ich „westwärts“ reisen. Aber dann kam dazu, dass die oben erwähnte Freundin erst im Februar in Key West ist und ihre 3-monatige Reise startet und zwei weitere Kollegen zu den geplanten Aufenthaltszeiten in den Wunschzielen keine Abwesend gewesen wären. Schwieriger Satz. Somit drehte ich die Route kurzerhand um und fliege nun „ostwärts“. Nein, das hat keinen Nachteil. Man bekommt westwärts keineswegs einen Tag geschenkt. Nur Superman kann die Zeit zurückdrehen.
Zu 4. „Spontane oder festgelegte Flüge“: Die Deutschen und speziell die Schweizer neigen eher dazu alles komplett durchzuplanen. Schweizer buchen den nächsten Urlaub bereits ein Jahr im voraus. Und zwar komplett inkl. Flug und Hotel, Mietwagen, Ausflüge, Sehenswürdigkeiten, Museum-Wochenkarte, am besten All-Incl. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Auf der anderen Seite habe ich z.B. in Thailand gelernt, dass man eher gar nichts planen sollte. Buddha macht das schon. Das ist anfänglich für Westeuropäer mit absolutem Stress verbunden, weil man meint „Sicherheit“ zu verlieren. Aber nach den ersten „Schockerlebnissen“ während der „kein bisschen Planung“ kommt man langsam in die „Mai pen lai“-Phase der Thailänder.
Natürlich könnte man individuell jeden Aufenthalt und jeden Flug und jedes Hotel vor Ort spontan entscheiden und buchen. Aber nach Rücksprache mit „meinem Reiseleiter“ Christian vom Reisebüro Lufthansa fand ich es sinnvoll zumindest einen Reiseplan mit den Flügen zu erstellen. Die Hotels und sonstig erforderliche Dinge kann man kurzfristiger oder vor Ort erledigen.
zu 5. „Reiseplan erstellen und Flüge buchen“: Den Reiseplan entwarf ich mit Hilfe einer „Projektplanungsvorlage“ in Excel. Weil ich bin eher der „Visuelle Mensch“ und arbeite am liebsten mit der linken Gehirnhälfte. Ich möchte die Reiseplanung „sehen“ und nicht mit einer reinen Tabelle arbeiten. Somit empfand ich die Mischung aus Tabelle und Zeitplandarstellung als ideal.
Die Wunschziele, sowie die Termin trug ich mal nach Gefühl vorab ein, schickte diese dann an Christian und er versuchte passende Flüge zu bekommen. Den letztendlichen Flugplan vom Reisebüro glich ich dann wieder mit meiner Reiseplanung in Excel ab. Nun könnte man Hotels buchen, aber das mache ich dann in Absprache mit den Empfehlungen mit meinen Freunden und Kollegen an den Zielorten. Nur kein Stress.
Ach übrigens: „Kuba“ ist nicht im Flugplan enthalten. Ich bin vom 10.02. bis 01.03. in Amerika. Während meiner Zeit „Miami-Miami“ überlege ich mir noch, ob ich nach Mexico, Kuba oder Kulumbien fliege. Von Miami aus gibt es günstige Flüge. Das buche ich dann eben spontan.
Die ausgefüllte Excel-Reiseplanung kann man sich hier runterladen: Peter_Sperlich_Reiseplanung_Ostwärts_Kopie
Zu 6. „Warten“: Das Warten ist die Zeit der Vorfreude und der Informationssammlung. Ich merke bereits seit definitiver Buchung der Flüge, dass die immer gegenwärtige Anspannung langsam abfällt. Zudem freuen mich die positiven und ermunternden Reaktionen meiner Freunde im direkten Umfeld. Nun ist es Zeit mit meinen Freunden an den Destinationen Kontakt aufzunehmen. Und ich freue mich schon darauf sie wieder zu treffen und zu sehen!
zu 7. „Tipps+Tricks erbeten“: Falls Jemand einen Tipp zwecks Hotel oder Must-See an einer der Destinationen hat, weil er dort ist, war oder etwas gehört hat: Immer her damit! Besten Dank!
Mike fliegt nach Thailand und natürlich gleich als einer der Ersten mit dem brandneuen A380 der Singapore Airlines von Zürich aus. Seit 28.03.2010 startet der A380 der Singapore Airlines von Zürich aus nach Bangkok. Unwesentlich zu erwähnen, dass Mike den Ausbau der Landebahn in seiner alten Firma geplant und begleitet hat – bis spät nachts; denn der Umbau passierte immer zur Ruhezeit am Airport. Somit war es für ihn gleich eine doppelte Premiere. Eigentlich ein blitzsauberer Hattrick: Mike ist nämlich heute zusätzlich genau 1 Jahr bei der neuen Firma.
Mam und ich brachten Mike heute morgen zum Flughafen Zürich. Nach dem Einchecken nahmen wir noch in der „Smokers Bar“ im Terminal 2 gemütlich einen Kaffee und verabschiedeten uns. Während Mam und ich noch für den Karfreitag einkauften, tingelte Mike durch die Sicherheitsbarrieren und den Ganzkörperscan (nein, sicher nicht). Anschliessend parkten wir das Auto aus und führen auf die gegenüber liegende Seite – nach Rümlang; denn dort hat es einen schönen Platz zum Beobachten für die Starts und Landungen auf der Bahn 16-34.
Doch das schöne Wetter und der Feiertag (Karfreitag) lockte ganze Völkerscharen von Flightwatchers an den Zaun. So gestaltete sich bereits das Parken recht schwierig. Wenn Mike wüsste, dass die rechten beiden Reifen seines peinlichst blitzblank gepflegten und hochglanzpollierten Audi A3 (Quattro, V6, 250 PS) auf der morastigen Wiese stehen mussten.. oh Jammer.
Mam und ich schlenderten gegen 11:30 Uhr gemütlich zum schwerstens bevölkerten Maschendrahtzaun und warteten. Und warteten. Und warteten. Denn der eigentlich für 12:10 Uhr geplante Start verzögerte sich ein wenig. Ich wünschte mir auf dem Pistenkreuz, wie dereinst, zu stehen und freie Sicht auf die Landebahn zu haben. Aber schliesslich öffnete sich ein Loch im Zaun und ich konnte pünktlich meine Digicam durch das Loch halten, um ein paar Fotos und ein kurzes Video vom Start zu drehen.
Das Weltwirtschaftforum bewertet jedes Jahr in einer Studie die Länder dieser Welt (WEF = World Economic Forum). Und diese Studie ergab, dass die Schweiz erstmals die Nummer 1 übernimmt und somit die USA vom Spitzenplatz verdrängt. Deutschland verbleibt übrigens auf Platz 7.
Die Schweiz rangiert auf Platz eins der Gesamtwertung des diesjährigen „Global Competitiveness Report 2009-2010“. Die Schweizer Volkswirtschaft zeichne sich durch hohe Innovationskraft und eine hoch entwickelte Geschäftskultur aus, heißt es in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht des Weltwirtschaftsforums, das alljährlich in Davos ein Treffen von Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft veranstaltet.
Beim bisherigen Spitzenreiter USA hätten sich die Finanzmärkte und die makroökonomische Stabilität in besonderem Maße verschlechtert. Das Land fiel deshalb auf Platz zwei zurück. Singapur, Schweden und Dänemark platzieren sich auf den Rängen drei bis fünf. Mit Finnland (Rang 6), Deutschland (7) und den Niederlanden (10) auf den nächsten Plätzen zählen erneut vorwiegend europäische Länder zu den Top Ten.
Das gesamte Ergebnis nebst Ranking ist auf der Website des WEF ersichtlich.
Während dessen steigt im August 2009 die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich von 3,8 auf 3,9 Prozent. Sie liegt damit über dem Schweizer Durchschnitt. (Tagesanzeiger.ch)
Bangkok Airways – Thailand’s größte private Fluggesellschaft – startet die wohl aggressiveste Werbekampagne in diesem Jahrzehnt – den Flyer-Pass – mit vier Ticket-Packages, mit jeweils einem Jahr Gültigkeit. Die Tickets sind ab sofort für die Reise zwischen 1. August und 31. Juli 2010 erhältlich. Die Besitzer dieser Tickets im Rahmen der Kampagne können diese für maximal vier Flüge auf den Strecken nutzen.