22.03.2026 – Gewählt! Bürgermeister-Stichwahl

22. März 2026

(Update Wahlsieger hier) In Regensburg treten am heutigen Sonntag, den 22. März 2026Astrid Freudenstein (CSU) und Thomas Burger (SPD) in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters gegeneinander.

Da ich wegen meiner (ehemaligen) freiberuflichen Tätigkeit in Regensburg die Miet-Wohnung meiner Mam übernommen hatte, bin ich wieder in Regensburg gemeldet. Somit darf ich nicht nur, wie vorher, an den Bundestagswahlen teilnehmen, sondern auch an Landtagswahlen und eben Kommunalwahlen.

Gemäß dem bayerischen Kommunalwahlrecht ist eine Stichwahl erforderlich, wenn im ersten Wahlgang (am 8. März 2026) kein Kandidat die absolute Mehrheit von mehr als 50 % der abgegebenen Stimmen erreicht hat.

Astrid Freudenstein (CSU) erhielt im ersten Wahlgang mit 37,5 % die meisten Stimmen.
Thomas Burger (SPD) belegte mit 19,1 % den zweiten Platz. Der lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Grünen-Kandidatin Helene Sigloch (18,9 Prozent).

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Regensburg am 8. März 2026 fehlten der Kandidatin der Grünen, Helene Sigloch, lediglich 137 Stimmen, um den Einzug in die Stichwahl zu erreichen. Äußerst knapp hat die Kandidatin der Grünen somit die Stichwahl verfehlt. Das wäre aber auch zu schön gewesen, um wahr zu sein.

Während die CSU Kandidatin sich für den Kauf des von Benko ruinieren „Kaufhof-Gebäudes“ durch die Stadt einsetzt und sozialen Wohnungsbau „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ anstoßen will – wohlgemerkt ohne auch nur ansatzweise finanzielle Mittel hierfür zu besitzen – und ihr Landes-Chef und hauptberuflicher Food-Influenzer Söder sich für „Mini-Atomkraftwerke“ ausspricht, aber ein Endlager in Bayern kategorisch ablehnt, Windenergie nur mässig unterstützt, der EU Abgeordnete Manfred Weber CSU/EVP sich für eine Zusammenarbeit mit der toxischen AfD ausspricht, setzt der SPD-Kandidat eben auf soziale Themen. Und die Grünen würden eher die Fortführung der Verkehrsberuhigung im UNESCO Weltkulturerbe und den Ausbau ÖPNV unterstützen, sowie die Förderung des Begrünung des Innenstadtbereichs zur Reduzierung der Hitzeentwicklung.

Somit fuhr ich am Samstag nach Regensburg, traf mich mit Freunden auf einer „Rock-Party im Airport“ und ging heute im Bezirk 83 bei der Kreuzschule im Stadion zur Wahl. Wer errät wen der beiden Kandidaten ich bevorzugt habe? Ist ganz einfach. Jetzt heisst es die Ergebnisse abwarten.

Danach fuhr ich in die historische Altstadt, fotografierte die horrenden Spritpreise an der Esso Prüfeninger Strasse, fand einen Parkplatz beim Jakobstor und wanderte bei frühlingshaften Temperaturen Richtung Haidplatz.

Gegen Mittag hatte es offiziell 15 Grad, blauen Himmel und Sonnenschein. Wäre da nicht der ab und zu böige (ohne „h“) Wind. Aber man könnte sich einen Sonnenbrand holen.

Beim „Goldenen Kreuz“ – unserer Stammunterkunft für das „Winterliche Wellness-Weekend“ – waren alle Tische besetzt. Aber daneben bei der Pizzeria „Al Camino“ hatte es ausreichend Platz. Somit bestellte ich einen Kaffee und einen Tomaten-Rucola-Mozzarella-Salat. Da die Sonne tatsächlich richtig angenehm war, blieb ich bis etwa 15 Uhr sitzen und genoss es „direct to the Face“ 🌞😁

Dann geht es zurück in die Schweiz. Gemütlich.


29.03.2026 – Kulttouren veröffentlicht umfassende Broschüre über Regensburg

20. März 2026

Haben Sie schon die Kulttouren Broschüre gelesen? Darin finden Sie eine Vielzahl spannender thematischer Führungen und Informationen über Regensburg. Erleben Sie Geschichte lebendig – mit Spannung, Emotionen und fundiertem Wissen.

Stöbern Sie in der Kulttouren Broschüre, für jeden Geschmack und jedes Interesse ist etwas dabei.🙋‍♀️🙋

Internet www.kulttouren.de

Download https://www.kulttouren.de/images/mediathek/downloads/kulttouren_broschuere.pdf


24.02.2025 – Don Juan de Austria: Messina und Regensburg

24. Februar 2026

In Regensburg steht beim Rathaus eine Kopie der Bronzestatue von Don Juan de Austria. Dem wohl berühmtesten Helden der Stadt aus Sicht der Spanier, weil er neben vielen anderen Erfolgen in kriegerischen Auseinandersetzungen, die Schlacht bei Lepanto über Ali Pascha gewann. Er ist aber auch der meistverachtetste Sohn der Stadt Regensburg, weil er zwar in Regensburg geboren wurde (und das noch unehelich), aber nie in seine Geburtsstadt zurückkehrte.

Das Original aus 1573 steht in Messina

Das Denkmal für Don Juan de Austria in Messina, 1572 vom Senat der Stadt in Auftrag gegeben, ist eine Bronzestatue von Andrea Calamech, die den Sieg in der Seeschlacht von Lepanto (1571) würdigt. Sie steht heute auf der Piazza dei Catalani, zeigt den Admiral in Rüstung mit dem Fuß auf dem Kopf eines besiegten Feindes und symbolisiert den Triumph der Heiligen Liga.

Ursprünglich 1573 in der Nähe des Königspalastes errichtet, wurde das Denkmal nach Zerstörungen durch Aufstände (1674-1678) und Erdbeben (1783, 1908) mehrfach versetzt, bevor es 1928 an seinen jetzigen Standort kam.

Die Statue zeigt den jungen Anführer in spanischer Rüstung, mit dem Kommandostab in der Hand. Unter seinem Fuß liegt der Kopf des osmanischen Kapitäns Müezzinzade Ali Pascha.

Seine Galeere attackierte am 07.10.1571 hob zwei weiteren Galeere geschoben direkt die Admiral Galeere von Ali Pascha. Obwohl er seiner Mannschaft befohlen hatte Ali Pascha lebend gefangen zu nehmen, um eine bessere Verhandlungsbasis wegen der Osman-Kriegen zu bekommen, stürmten etwa 200 Männer sofort nach der heftigen Kollision die Galeere. Ali Pascha wurde trotz schwerer Gegenwehr seiner Leibgarde von Musketenkugeln tödlich getroffen.

Ali Paschas Flaggschiff, die Sultana, lieferte sich ein direktes Duell mit dem Flaggschiff der Heiligen Liga, der Real, die von Don Juan de Austria kommandiert wurde.

Während des blutigen Nahkampfs an Bord der Sultana wurde Ali Pascha durch einen Schuss (vermutlich Arkebuse) am Kopf getroffen.

Entgegen dem Wunsch von Don Juan de Austria, der von der Brutalität angewidert gewesen sein soll, wurde Ali Paschas Kopf auf eine Pike gesteckt und auf dem Mast der Real zur Schau gestellt.

Ali Pascha’s Tod markierte das Ende der osmanischen Dominanz im Mittelmeer und war ein entscheidender psychologischer Moment in dieser berühmten und grössten Schlacht im Mittelmeer.

Eine Schlachtbeschreibung findet man hier.

Die Kopie der Statue von Don Juan de Austria in Regensburg

Regensburg betrachtet Don Juan de Austria (geboren 1547 im Goldenen Kreuz) als berühmten, wenn auch historisch umstrittenen Sohn der Stadt. Er wird als illegitimer Sohn Kaiser Karls V. und Barbara Blombergs gesehen, der zum „Held der Christenheit“ nach der Schlacht von Lepanto aufstieg. Ein 1978 errichtetes Denkmal am Zieroldsplatz ehrt ihn, ist jedoch wegen seiner Rolle umstritten. Die Statue wurde immer wieder kritisiert, weil Don Juan auf einem „Türkenschädel“ stehe und dies heute nicht mehr in die Zeit passen würde. Der historische Blick des damals für Spanien (und Europa) wichtigen Sieges wird dabei ausgeblendet.

Im Gegensatz zur Regensburger Sicht der Dinge ist die Seeschlacht von Lepanto (1571) ist fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts in Spanien. Da sie als einer der bedeutendsten militärischen Siege unter der Herrschaft von Philipp II. gilt, wird sie im Rahmen der spanischen Geschichte der Frühen Neuzeit behandelt

Sekundarstufe (ESO): Im Fach „Geographie und Geschichte“ wird die Schlacht meist im zweiten oder dritten Jahr thematisiert, wenn der Aufstieg und die Vorherrschaft des Spanischen Weltreichs (Monarquía Hispánica) im 16. Jahrhundert auf dem Plan stehen.

Abiturphase (Bachillerato): Im zweiten Jahr des Bachillerato ist „Geschichte Spaniens“ ein Pflichtfach. Hier wird Lepanto als entscheidender Wendepunkt im Konflikt mit dem Osmanischen Reich und zur Sicherung der christlichen Vorherrschaft im Mittelmeer gelehrt.

Kulturelle Bedeutung: Oft wird im Unterricht auch die Verbindung zu Miguel de Cervantes hergestellt. Der „Don Quijote“-Autor kämpfte in der Schlacht, wurde dort verwundet und verlor die Beweglichkeit seiner linken Hand, was ihm den Beinamen „Der Einarmige von Lepanto“ (El Manco de Lepanto) einbrachte.

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.


08.02.2026 – Sonniger Wintertag am Adlersberg

9. Februar 2026


03.02.2026 – Doku: Die Regensburger Donauinseln (1986)

3. Februar 2026

Es ist immer wieder sehr spannend, was sich seit 1986 (vor jetzt 40 Jahren) in Regensburg alles verändert hat. Damals plante man noch eine Kongresshalle am Donaumarkt, Autos befuhren die Steinerne Brücke. Ich dachte schon, dass ich mich am Steuer des beigen Polo sitzen sah. Aber das Auto hat ein Land-Kennzeichen.

Die Steinerne war damals 850 Jahre alt, ein grosses Hotel sollte auf die Wördinsel gebaut werden, eine 2-Meter hohe Flutschutzmauer sollte Spitalgarten und das Ufer Stadtamhof verschwandeln. Auch sonst ist viel zu entdecken, was es damals noch gab.


25.01.2026 – Flashback: Konfirmationsfoto Anfang der 80er wieder aufgetaucht

25. Januar 2026

Oh! My! God! Mein Schulfreund und immer noch sehr verbundener guter Freund Wolfgang hat mir gestern per WhatsApp ein Foto geschickt. Das ist Jahrhunderte her. Unsere Konfirmation in der evangelischen St. Markuskirche Prüfeninger Regensburg.

Na? Wer erkennt mich auf dem Bild? Und? Wer erkennt sich!! Das genaue Jahr muss ich erst noch herausfinden. Ich war da zwischen 14 und 16 Jahren alt. Ergo 1981 bis 1983. Ich habe davon auch noch Fotos. Meine ganze Family war anwesend. Danke Wolfi! Sehr cool!! 😎


18.01.2026 Teide Rainbow

18. Januar 2026

Am Teide sieht es exakt um 12 Uhr so aus. Also auf den Canadas. Der Teide ist in den Wolken.


09.01.2026 – Teneriffa – Playa de Las Teresitas

9. Januar 2026

Einst ein stiller, dunkler Vulkanstrand, wirkte Las Teresitas in den 1970er-Jahren fast unberührt. Keine palmengesäumte Promenade, keine Menschenmassen – nur der Atlantik, die Berge und das gemächliche Leben der Einheimischen.

Anfang der 1970er-Jahre änderte sich alles, als goldener Sand aus der Sahara herangetragen wurde und der Strand zu dem umgestaltet wurde, was wir heute kennen. Palmen, ruhiges Wasser und neue Infrastruktur verwandelten die Gegend in einen der bekanntesten Küstenorte Teneriffas.

Heute ist Las Teresitas ein Symbol für das Inselleben – lebendig, gesellig und bei Einheimischen wie Besuchern gleichermaßen beliebt. Dieselben Berge. Derselbe Horizont. Eine völlig andere Geschichte, geschrieben im Sand.

Quelle Facebook


20.12.2025 – Buch: Jeromin – Don Juan de Austria

20. Dezember 2025

Weil kulttouren gerade über den Josef Habbel Verlag (Regensburg) schrieben: Vor zwei Wochen fand ich die Deutsche (!!!) Übersetzung der Biografie von Don Juan de Austria. Und zwar im Original in Spanisch geschrieben von Pater Luis Coloma (* 9. Januar 1851 in Jerez de la Frontera; † 11. Juni 1915 in Madrid).

Jeromin. Don Juan de Austria. Roman eines großen Lebens aus dem 16 Jahrhundert von P. Luis Coloma Verlag: Regensburg, Druck und Verlag von Josef Habbel.

Bisher kannte ich nur die Englische Übersetzung von Lady Moreton von „The Story of Don Juan de Austria“ aus dem Gutenberg Projekt. Und diese hatte ich auch genau letztes Jahr auf Teneriffa gelesen.

https://www.gutenberg.org/files/53383/53383-h/53383-h.htm


28.09.2025 – Der Löwe „Austria“ und die Palme.

29. September 2025

Das Wappen von Palmanova. Als Gründungsdatum gilt der 7. Oktober 1593, der 22. Jahrestag des Sieges von Lepanto und der Tag der Hl. Justina von Padua, die zur Schutzheiligen von Palmanova bestimmt wurde. Palmanova war als Festungsstadt der Republik Venedig zum Schutz vor den Türken angelegt.

Das Wappen von Palmanova

Später diente die Festung der Verteidigung gegen die Habsburger, die das benachbarte Friaul und Görz beherrschten. Diese Aufgabe erfüllte die Stadt über zweihundert Jahre, ehe sie von Napoleon erobert wurde, der Venetien im Frieden von Campo Formio 1797 Österreich überließ, von 1806 bis 1814 seinem Königreich Italien eingliederte, dann aber endgültig den Österreichern abtreten musste. Die Kapitulation Venedigs wurde in Palmanova unterzeichnet. 1866 fiel Palmanova schließlich an Italien.

Palmanove, die Festungsstadt

Waum der Löwe „Austria“ hiess. Klar, wegen Don Juan. Dem berühmten Regensburger Sohn Barbara Blomberg’s und Kaiser Karl des 5. Auf einem Ölgemälde aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, wahrscheinlich von Juan Pantoja de la Cruz, im Museo del Prado, Madrid, sieht man den Löwen zu Füssen Don Juans liegen. Auch auf seinem Grabstein in der Grablege der Habsburger El Corial liegt der Löwe zu seinen Füssen.

Ursprung des Löwen: Der Löwe war ein Abschiedsgeschenk von König Mulei Jamida Emir von Tunis an Don Juan von Österreich.

Aussehen und Verhalten: Trotz seines Namens und seines wilden Aussehens war der Löwe zahm und gehorsam und wurde als sehr anhängliches und Don Juan treues Tier beschrieben.

Gewohnheiten: Er lag Don Juan beim Essen zu Füßen, schlief in seinem Schlafzimmer und bewegte sich wie ein Lakai neben ihm. Selbst wenn er wütend wurde, beruhigte ihn ein einfacher Befehl von Don Juan.

Die Geschichte des Löwen Austria

Symbolik: Mulei Jamida selbst sagte bei der Übergabe des Löwen, er könne so zwei Löwen betrachten: „den Löwen des Krieges“ (Don Juan) und „den Löwen der Wüste“ (den Löwen).

Ende der Geschichte: Der Löwe blieb im Palast in Neapel, als Don Juan nach Flandern aufbrach. Es heißt, der Löwe sei nach tagelangem Brüllen vor Kummer gestorben, als er von Don Juans Tod in den Niederlanden erfuhr.

Noch heute wird jedes Jahr die Stadtgründung und so der Sieg Don Juan de Austria’s gefeiert.