19.06.2008 – EM08: Viertelfinale Portugal – Deutschland (Fanmeile Zürich)

20. Juni 2008

Auf dem Terminkalender stand: „Trashdeluxe Fanmeile Zürich“. Also fuhren Mike und ich zusammen mit Kollege Peter zum Zürisee. Wir wanderten die Promenade entlang Richtung Zürihorn. Dort suchten und fanden wir die Bühne und die Jungs von „Trashdeluxe“. Um 18:30 Uhr rockten Benno, Fredy und Lippi so richtig ab.





Grad rechtzeitig zu Spielbeginn flog dann im wahrsten Sinne des Wortes auch Thom ein. Dann sahen wir ein spannendes Fussballspiel, dass die „Dütschen“ mit 3:1 gewannen. Wir schlenderten zur Fanmeile am Bellevue und feierten ein wenig mit den dortigen Fans den Sieg. Zum Abschluss nahmen wir noch ein „Gute-Nacht-Bier“ im Nachtflug, wo wir auf den einzigen Schweizer Kollegen in der Runde trafen – Mario hatte auch noch als einziger ein „Dütschlandshirt“ an.

Alle Bilder findet man hier:


19.06.2008 – Events in Zürich: Trashdeluxe rockt die Fanmeile

19. Juni 2008

Ja, das wird morgen sicher lustig! Die „Rhiiiitaler“ überfallen die Fanmeile in Zürich mit dem Ziel mit „Dirty burning Rock’n’Roll“ den Zürisee zum Kochen zu bringen. Der Stammleser kennt „Trashdeluxe“. Mike und ich haben uns den Termin dick rot im Kalender angestrichen!

Und es geht sicher gut ab, wenn Benno, Fredy und Lippy um 18:30 Uhr die Verstärker aufdrehen. Wo genau? „Villa Egli“, Höschgasse 4, Zürich.


Mercer-Studie 2008 – Zürich auf Platz 1 der Städte mit der höchsten Lebensqualität

10. Juni 2008

 Zürich beweist zum siebten Mal in Folge nach einer Studie des Personalberaters Mercer die Grossstadt mit der weltweit besten Lebensqualität zu sein. Genf belegt gemeinsam mit Wien auf den zweiten Rang, Bern belegt Platz neun in der Studie der Personalberaterfirma Mercer. Insgesamt bewertet Mercer die Lebensqualität in 215 Grossstädten nach politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten.

Top 10 cities: Quality of living

Rank 2008

Rank 2007

City Country Index 2008 Index 2007
1 1 Zurich Switzerland 108 108.1
2 3 Vienna Austria 107.9 107.7
2 2 Geneva Switzerland 107.9 108.0
4 3 Vancouver Canada 107.6 107.7
5 5 Auckland New Zealand 107.3 107.3
6 5 Dusseldorf Germany 107.2 107.3
7 8 Munich Germany 107 106.9
7 7 Frankfurt Germany 107 107.1
9 9 Bern Switzerland 106.5 106.5
10 9 Sydney Australia 106.3 106.5

Base City: New York, US (=100)

In der Hitlist der sichersten Städte der Welt liegen gleich drei Schweizer Städte auf Platz 2: Bern, Genf und Zürich. Nur Luxemburg ist sicherer.

Top 10 cities: Personal safety

 Base City: New York, US (=100)

Rank 2008 City Country Index 2008*
1 Luxembourg Luxembourg 131.4
2 Bern Switzerland 126.3
2 Geneva Switzerland 126.3
2 Helsinki Finland 126.3
2 Zurich Switzerland 126.3
6 Vienna Austria 121.1
7 Oslo Norway 120.8
7 Stockholm Sweden 120.8
9 Singapore Singapore 120.2
10 Auckland New Zealand 119.4
10 Wellington New Zealand 119.4

* Personal Safety Ranking 2008 includes the following criteria: Relationship with other countries; Internal Stability; Crime & Law Enforcement

Links zum Thema:

 


31.05.2008 – Bilder und Bericht „Party Herbstzeitlosen“ im Provitreff

2. Juni 2008

Der Provitreff wird immer mehr zu unserer Stammadresse. Die Vorzüge sind einfach erklärt: Angenehme Atmosphäre, getrennter Bar/Lounge-Bereich von der kleinen übersichtlichen Tanz-„Arena“, direkter Zugang zum Garten direkt an der Limmat und: Ein Töggelikaschte! Letzteren belegte die Clique fast durchgehend an diesem Abend. Hinzu kam noch, dass die Musik zumindest an den „Herbstzeitlosen„-Parties hörbar und tanzbar ist – ebenso fast durchgängig.

Mike und ich wanderten von der überhitzten „Denner Superdiscount Party“ das Stück zur Limmat zu Fuss. Wir genossen den lauen Abend bzw. die laue Nacht – es war bereits kurz vor Mitternacht, als wir im Provitreff ankamen. Stephan stand bereits die Griffe fest in der Hand am Töggelikaschte und spielte hochkonzentriert. P@ und Ann kamen aus der Tanzarena zur Begrüssung und lachten uns aus, weil wir auf der SDDP waren. Naja, so schlimm war das auch wieder nicht.

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P@ „feuert“ mir eine! Deniz zeigt zuerst die kalte Schulter

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.. und dann das neue Tattoo. Bei Anne krabbelt derweil ein Gecko über die Niere
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Rosie und Marcel alias „Huggi“ im Vollkörperkontakt-Dancing
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Während Deniz und Rosie nett lächeln… .. „derblecken“ mich P@ und Anne

Deniz kam wenig später dazu und ich entdeckte ihr neues Tattoo auf ihrer Schulter. Spasseshalber versuchte ich es mit Spucke und Daumen abzuwischen, was natürlich nicht ging. Dafür ging ich auf Tattoo-Jagd bei Anne und bekam ein Motiv gezeigt 🙂 Dann entbrannte ein regelrechtes EM08-Vorbereitungs-Training am „Kicker“, während Anne und Mike mit der Deko in der Hand wild über französische Fachbegriffe in der Männer- und Frauenwelt diskutierten. 

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Rosie und P@ drehen am Rad *äh* an den Stangen Stephan und P@ extrem konzentriert
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Rosie mit Feingefühl und P@ mit ausbaufähigem Abwehrverhalten Die Frage: Was hat der 30. Geburi mit Kochen zu tun hat, blieb allerdings offen.
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Darf ich vorstellen: „Darth Anne“ und „Mike Skywalker“ (Ich bin Deine Schwester *röchel* *hüstel* *räusper* Ich nix Mutter! Du Sohn! Odrrr?)
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Rosie schnappschusst P@ mit ihrem neuesten Spielzeug. Rosie und Marcel alias „Huggi“ beim Füsse-Ausschütteln
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Rosie und PeterPan (Pic One) Rosie und PeterPan (Pic Two)

Auch Rosie und Huggi duellierten sich paarweise am Töggelikaschte und massen sich mit dem ein oder anderen Paar auf der Gegenseite. Ab und zu schauten wir in den locker gefüllten Tanzbereich und schüttelten unsere Beine aus. Alles in allem eine gelungener Abend auf einer tollen Party in einer optimalen Location. Gegen 4 Uhr verabschiedeten sich Mike und ich und wir wanderten zurück zum Parkhaus, um unser Auto „auszulösen“. Gemütlich fuhren wir nach Hause. Im Osten graute bereits der Morgen – und der Neumond gab mit dem klaren Himmel dem Abend einen perfekten Ausklang.

Links zum Artikel:


31.05.2008 Bilder und Bericht „Denner Superdiscount Disco Party“

2. Juni 2008

Also: Steve, Olivia und Jeanine meldeten per SMS, dass sie auf die „SDDP“ gehen würden. Wir planten ja eigentlich die Party ausfallen zu lassen und gleich die „Herbstzeitlosen“ im Provitreff anzusteuern. Aber was soll’s. Wir fuhren in die Stadt und parkten im Parkhaus Pfingstweidstrasse. In der Stadt war gegen 23 Uhr die Hölle los. Der Kreis 5 unter der Hardbrücke brodelte nur so. Klar, es war ein schöner warmer lauer Sommerabend. Und es schien, dass sämtliche angrenzende Kantons inkl. „Tiefer-Lauter-Breiter“-Fahrzeuge durch die Strassen pendelten.

Wir erreichten das Maag-Areal, welches im Eingangsbereich mit Denner-Flaggen und hellen Strahlern nicht zu verfehlen war. Vor der Eingangstür befand sich ein „brennend heisser Würstlstand“, an welchem der um Eintritt anstehenden oder auf Kollegen wartenden mit einer heissen Cervelat die Zeit verkürzen konnte. Wir stellten uns an. Der Veranstalter sorgte diesmal für genügend Bekleidungsabgabefläche – sprich Garderobe. Aber bei dem Wetter liefen die Gäste eher ohne überschüssige Bekleidung herum. Wir stellten uns an der längeren Schlange an, bis wir merkten, dass hier die geladenen Gäste auf der Gästeliste anstanden. (???)

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Somit reihten wir uns an der „normalen“ wesentlich kürzeren Schlange ein – und: Wir trafen auf Olivia und Jeanine. Hätten wir vorher vereinbart uns dort zu treffen, es hätte bei dem Andrang nie geklappt. Zufälle helfen. Wir bezahlten den Eintrittspreis (8,95 CHF) und betraten die grosse Tanzarena. Von „Tanzenden“ konnte aber keine Rede sein. Es war drückend warm in der Halle. Somit entschlossen wir uns erst einmal für Getränke zu sorgen.

Mike bestellte Bier und für die Mädels das Standard-Mode-Getränk „Wodka-Redbull“. Dann durchwanderten wir die Halle, kamen aber nicht weit. Die gesamte Party stand unter dem „EM08“-Motto. Auf dem VIP-Podest stand ein Fussballtor in welchem wiederum ein paar Fussbälle hingen, an der Decke grosse Fahnen mit Köbi Kuhn. Zuerst traf Olivia einen Kollegen und dann fand Jeanine eine Kollegin, welche sie offenbar schon länger nicht mehr gesehen hatte oder beide waren noch nicht bei den täglichen 50.000 Worte angekommen 🙂

Als Mike und ich jeweils den letzten Schluck aus der Bierflasche nahmen, entschlossen wir uns nach nur einer Stunde die „heiligen“ extrem warmen Maag-Hallen zu verlassen und wieder an die frische Sommernachtluft zu gehen. Somit verabschiedeten wir uns zumindest von Jeanine und ihrer verwundert dreinblickenden Kollegin. Olivia blieb im Menschengewirr verschollen. Auf der Strasse unter der Hardbrücke war immer noch die Hölle los. Wir steuerten den „Provitreff“ an, um an der sicherlich gemütlicheren und besser belüfteten Party der „Herbstzeitlosen“ den Stammteil der „Clique“ zu treffen.


Events in Zürich – 31.05.2008 Denner’s „Superdicount Disco Party“

31. Mai 2008

Jaja! Nachdem ich von Steve, Olivia und Jeannine per SMS mitteilten, dass sie auf die SDDP gehen werden – gut – dann schreib ich dazu auch noch die Event-Ankündigung. Ja, heute ist es wieder so weit:

Mietet Euch einen Transporter und fahrt pünktlich um 22 Uhr dorthin. Zahlt 8,95 CHF Eintritt, geht direkt durch das Maag-Areal hindurch, dort stehen die Regale mit den kostenlosen Waren, packt diese in die bereitliegenden Tüten, verlasst die Arena auf direktem Weg mit massenhaft Tüten, verladet diese ins Auto, geht dann wieder auf die Party zurück, besorgt Euch gleich einen 10er-Pack Bier (1,95 CHF ? pro Flasche ?), feiert ab und lasst dann das Auto stehen. Wer’s braucht, wird seelig.

Somit schauen die Sperlix-Brothers heute zuerst auf der SDDP von Denner vorbei. Anschliessend geht es in den Provitreff zu den „Herbstzeitlosen“ zum entspannten Feiern. Die Frage ist nur: Wer bleibt bei uns nüchtern. Ich seh‘ schon, ich bleib‘ heute trocken. Hier besaufen sich keine Jugendliche!; denn Eintritt erst ab 26 Jahren!

Superdiscount Disco Party in der Maag Music Hall
Mindestalter 26!
Beginn 22 Uhr.
Eintritt 8,95 CHF (wenn ich nicht irre)
Website: www.sddp.ch

Links zum Thema:

 


Events in Zürich – 31.05.2008 Party „Herbstzeitlosen“ im Provitreff

30. Mai 2008

Herbstzeitlosen im Frühling? Da sind wir richtig!

Herbstzeitlosen im Provitreff

Team
HERBSTZEITLOSEN wurde im November 2002 durch Christoph Brunner, Tore Gunterberg und Roger Gfrörer gegründet. Hier gehts zu den ersten Parties http://www.geocities.com/herbstzeitlosen/overall.html Seit dem 19. Mai 2006 ist HERBSTZEITLOSEN ein Verein mit dem Zweck, Kulturveranstaltungen durchzuführen. Der Vorstand besteht aus Janine Tanner, Christoph Brunner, Roger Gfrörer und Stephan Veen.

Philosophie
Wir wollen an 2–4 Parties im Jahr unseren Gästen anspruchsvolle Musik und angenehme Preisen bieten. Wir wollen ein Ort sein, an dem die Musik nicht Mittel zum Zweck sondern Zweck selbst ist. Wir wollen den Herbst hörbar machen. Herbstzeit-losen eben.

Und dies im kleinen, überschaubaren Rahmen. Ohne kommerzielle Absichten.

Wann: Samstag, 31.05.2008 | 22:00
Was: Party | Wave, Synthpop, Alternative
Wer: DJs CB, Raimondo P., JHG Shark

Ort:
Provitreff
Sihlquai 240
8005 Zürich

Links:


30.05.2008 – Testschlafen bei IKEA und Matratze auswählen

30. Mai 2008

(Via Polizeinews.ch) Nur wer richtig schläft, ist wirklich fit. Bei IKEA können Sie sich jetzt durch verschiedene Matratzen und Kissen „Testschlafen“. Und behalten Ihre Wunschkombination dann gleich kostenlos.

IKEA Testschläfer
Foto IKEA

Ein unglaubliches Angebot: Testen Sie zwei Matratzen und drei Kissen von IKEA und bekommen Sie für den Einsatz als Testschläfer die Kombination Ihrer Wahl geschenkt. Mitmachen ist ganz einfach!


28.05.2008 – Serie „Wir wandern aus“: Steffi, Christoph und Adrian

29. Mai 2008

Aus dem Hohen Norden in die Schweiz. Seit Monaten habe ich Kontakt zu Steffi per Mail und Kommentare. Anfang Jahr entschlossen sich Steffi und Christoph in die Schweiz auszuwandern. Christoph bekam eine Stelle bei der VBZ als Busfahrer angeboten. Und erhielt den Zuschlag. Nächste Woche ist es soweit. Am Montag wird der Umzugswagen beladen und die drei starten in Geesthacht mit dem Ziel Zürich.

 Familie Behling wandert aus

Letzte Woche klopfte die BILD-Zeitung bei Familie Behling an und bat um ein Interview. Die Zeitung plant eine Artikel-Serie über „Deutschlands Auswanderer“. Neben dem Interview kamen auch Fotografen zum Zuge – besser „zum Bus“. Der Artikel in der BILD-Zeitung erschien heute.

Nebenbei erwähnt: Der Sender VOX begleitet die Behlings während der Umzugsaktivitäten im Rahmen ihrer Auswanderer-Serie.

Links zum Thema:


12.05.2008 – Sinnfreie Schweizer Diskussionen am Beispiel von Esther Maurer und der Streetparade

12. Mai 2008

Eigentlich wollte ich ja auf keinerlei politische Diskussionen mehr im Blog eingehen. Aber die momentan vollkommen aus dem Ruder laufende Diskussion um die „Streetparade“ schlägt dem Fass wieder einmal den Boden aus. Worum geht es? Langsam, ich erkläre es.

Zitat Esther Maurer: „Jugendliche aus der ganzen Schweiz und dem Ausland kämen nach Zürich, um sich zu besaufen.“ und weiter „Bei der Streetparade 2007 mussten 250 Personen wegen Alkohol- und Drogen behandelt werden“.

Es darf angemerkt werden, dass 2007 über 800 000 Besucher anwesend waren.

Wer ist eigentlich Esther Maurer?
Tja, das fragte ich mich auch. Wahrscheinlich möchte deshalb die Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer (SP) ihren Bekanntheitsgrad steigern (stehen Wahlen an??); denn bisher kannte die weder ich noch sonst irgendjemand in meinem Umfeld – und das ist gross und durchaus in oder um Zürich ansässig. Geht es momentan um diese Diskussion, so schütteln alle nur mit dem Kopf und winken ab. Jede Werbung ist eine gute Werbung, auch wenn es eine schlechte Werbung ist, wie in diesem Fall.

Aber seit der sinnfreien Diskussion um das „Barverbot“ an der grössten Veranstaltung dieser Art weltweit und eine mögliche Nichtgenehmigung der nächsten Streetparade 2009 aus vollkommen an den Haaren herbei gezogenen Argumentationen ohne jegliches Fundament und scheinbar ohne Hintergrundwissen, kennt so ziemlich jeder in Zürich die Polizeivorsteherin. Somit denke ich, dass hier ein vollkommen anderes Kalkül dahinter steckt.

„an den Haaren herbeigezogen“:
Bei 800 000 Besuchern kam es bei 250 Personen zu einer Behandlung wg. Alkohol und Drogen. Das sind glatte 0,03125 % der Besucher. Wer sich das nicht vorstellen kann: 0,3125 Promille der Besucher mussten sich wegen Alkohol ODER Drogen behandeln lassen. Oder sagen wir es anders: 3 Personen pro 10 000 Besucher!

Zum Vergleich:

„Rund 300 000 Alkoholabhängige leben in der Schweiz….“ (Quelle KTIP 2001)

Was bei 7,591 Millionen Einwohnern (2007) in der Schweiz inklusive Kind und Kegel einen Prozentsatz von 3,952 ausmacht! Oder: Von 100 Personen sind 4 alkoholabhängig.

Zum Vergleich hier die offiziellen Zahlen der „Sanitätsstation Münchner Wiesn“ vom letztjährigen Oktoberfest 2007 ohne nähere Betrachtung meinerseits:

Die Einsatzzahlen (Zahlen 2007: hochgerechnet bis Ende Oktoberfest, 2006 in Klammern: offizielle Endzahlen der 18-tägigen Wiesn) im Einzelnen:

  • Trageneinsätze: 1781 (1934)
  • Patienten: 7914 (9581)
  • Nichtärztliche Hilfeleistungen: 4693 (6077)
  • „Bierleichen“: 565 (569)
  • Abtransporte: 542 (651)
  • Operationen: 702 (595)
  • Eingesetze Helfer/Ärzte: 1549/206 (1621/207)

Stellen Sie sich einfach mal vor, der Polizeipräsident von München – Prof. Dr. Schmidbauer – würde anhand dieser Zahlen in einem Interview für eine Münchner Tageszeitungen androhen, dass nächstes Jahr das Oktoberfest – „Die Wiesn“ – nicht mehr genehmigt wird, weil der Bierkonsum dermassen überhand genommen hat!!

Schon beim Rauchverbot in den Zelten der Wiesn gab es einen mittleren Aufstand der Festwirte. Was meinen Sie, was bei dieser Drohung „nächstes Jahr kein Oktoberfest wegen saufende Jungendliche“ los wäre – nicht nur bei den Festwirten. Für Prof. Dr. Schmidbauer ist diese Diskussion sicherlich undenkbar. Aber in Zürich diskutiert man freudig mit Esther Maurer und schenkt ihr die gewünschte Beachtung. Sinnfrei!

Darüber hinaus ist die Herkunft der Zahl „250“ vom Interview und die tatsächliche Ursache der Behandlung nicht nachvollziehbar, da eine Quelle fehlt. Was aber bei dem Prozentsatz/Promillesatz bereits irrelevant ist. Sicherlich tragisch für die Betroffenen, aber der Veranstalter kann hierfür nicht verantwortlich gemacht werden. Sondern diejenigen, die sich den Alkohol und sonstige Drogen eben selbst verabreichen.

Unvorbereiteter Kreuzzug gegen den Alkohol? Oder unermesslicher Schaden für das Image der Stadt Zürich weltweit?
Der Schuss von Esther Maurer wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach „Hinten“ losgehen; denn die Diskussion wurde von ihr angezettelt ohne die Auswirkungen z.B. auf den Tourismus und den Bekanntheitsgrad der Stadt Zürich und dem gleichnamigen Kanton in der Welt zu erkennen. Was schon mal für die Sinnfreiheit spricht; denn für eine Frau im Range einer Polizeivorsteherin muss einfach dieser Zusammenhang geläufig sein.

Maurus Lauber, Marketing-Leiter von Zürich Tourismus, zeigte sich erschrocken, als er das Interview mit der Drohung die Streetparade zu verbieten, gelesen hatte. Der Anlass generiere eine Wertschöpfung von 150 Millionen Franken. „Ein Wegfall der Streetparade wäre eine Katastrophe“. Zürich Tourismus werbe auf Imagebroschüren und Präsentationen im Ausland mit dem Anlass. (Quelle NZZ vom 08.05.2008). Siehe hierzu Internetseite zur Streetparade.

Siehe auch Interview mit Frank Bumann, Direktor von Zürich Tourismus „Zürich ist heute Lifestyle“, Zeitschrift Attika Ausgabe 03/2007, (Seite 7)

Frage Tanja Seufert: Eine Party ist besonders berühmt: Die Streetparade, die jedes Jahr bis zu einer Million Besucher ans Seebecken zieht. Welche Bedeutung hat dieser Mega-Event für den Tourismus?
Frank Bumann: Die Streetparade hat, was die Wahrnehmung in ausländischen Medien betrifft, eine enorme Bedeutung, sie ist ein Aushängeschild für Zürich. Wir arbeiten seit Jahren eng mit dem Verein Streetparade zusammen, was die Pressearbeit betrifft – zum Beispiel laden wir ausländische Medien ein. Der grosse Verdienst der Streetparade ist, dass Zürich dank ihr nicht mehr für eine verstaubte Bankenstadt, sondern für pulsierenden Lifestyle steht. Was die Parade für den Markenwert Zürich bedeutet, darf man nicht unterschätzen.

Auch myswitzerland.com – die globale Website des Schweizer Tourismusverbandes – präsentiert die Streetparade wie folgt:

Die Street Parade ist eine der schönsten und grössten House- und Techno-Paraden der Welt.
Der farbige und schrille Lifestyle-Event lockt jährlich hunderttausende Tanzbegeisterte nach Zürich. Die Parade ist ein bunter Mix aus Demonstration, fahrenden Lovemobiles und Live-Auftritten von Top-DJs und internationalen Stars.

Ein Verbot wäre unpopulär und würde mehrheitlich regional, überregional und international auf breites Unverständnis stossen. Somit Sinnfrei!

„Jungendliche aus der ganzen Schweiz besaufen sich in Zürich!“
Soweit ich mich erinnern kann, ist der Ausschank und der Verkauf von „harten Drogen“ darunter auch der Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren bereits landesweit – auch in Zürich – verboten (siehe Das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet). Somit sind nicht die Veranstalter der Streetparade verantwortlich, falls dies trotzdem passiert, sondern die Verkäufer der Ware. Alle anderen dürfen nach eigenem Ermessen soviel trinken, wie sie wollen, wenn sie möchten, was sie aber nicht tun. (Siehe Statistik oben!)

Und: Diejenigen, die für die Einhaltung der Gesetze zuständig sind; denn ich „spinne“ den Gedankengang mal etwas weiter: Es gibt in der Schweiz das Bundesgesetz über die gebrannten Wasser (Alkoholgesetz), das den Verkauf von gebrannten Wassern (Spirituosen) an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet. Wer verschafft Gesetzen allgemein den entsprechenden Nachdruck und ist für die Einhaltung verantwortlich?

Nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich auch wohl. Die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch die Besucherinnen und Besucher des Kantons Zürich sollen sich wohl und sicher fühlen. Dazu braucht es Vorschriften und Gesetze, die das Zusammenleben regeln – und es braucht jemanden, der diesen Vorschriften und Gesetzen Nachdruck verschafft. Diese Aufgabe übernimmt die Kantonspolizei Zürich im Auftrag der Regierung und damit der Bevölkerung. (Quelle Imagebroschüre der Kantonspolizei Zürich, Seite 7)

Wenn die Zürcher Polizeivorsteherin nun feststellt, dass bei Grossveranstaltungen die Anzahl der Behandlungen verursacht durch übermässigen Drogen- und Alkoholkonsum zugenommen haben, wer hat dann den „Schwarzen Peter„? Ist diese Feststellung dann nicht ein klassisches Eigentor?

Weil wir grad bei „Fussball“ sind: Schlechtes Vorspiel für die EURO08?
Was glaubt wohl Esther Maurer werden die zahllosen Fans aus ganz Europa nächsten Monat während des Spiels und speziell danach zum Feiern trinken? Mineralwasser? Tee? Möchte Esther Maurer die Veranstalter für den Alkoholgenuss verantwortlich machen. Herr Blatter bzw. die FIFA hätte da samt Sponsor Carlsberg (gehört Feldschlösschen) ein richtiges Problem? Oder gar sämtliche Veranstaltungen, die ausserhalb der Stadien laufen, verbieten? Sinnfrei!

Letztendlich doch Werbung für die Streetparade 2008 durch Esther Maurer?
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Esther Maurer aktiv Werbung für die Streetparade 2008 mit dieser Aktion betreibt. Sie weiss ganz genau, dass es keine Mehrheit im Stadtrat für ein Verbot der Streetparade 2009 geben wird. Wie ich darauf komme? Eine Studie von „Verein Züri-Event“ kam zum Ergebnis, dass die „Streetparade“ das bekannteste und beliebteste Event in Zürich ist (siehe Präsentation „Akzeptanz von Grossveranstaltungen in der Stadt Zürich bei der Stadtzürcher Bevölkerung“ Seite 5).

Auch Auflagen hat es schon genug und Verschärfungen sind nicht mehr möglich und durchsetzbar. Somit nehme ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an, dass Frau Esther Maurer Werbung für die Streetparade 2008 machen möchte. Sie schürt die Angst in den Fans der Streetparade mit dieser Diskussion nach dem Motto: „Kommt dieses Jahr; denn vielleicht gibt es kein nächstes Mal!“

Nachtrag: Sehe ich das hier richtig, dass der Kanton Zürich 4 265 000 CHF im Jahr 2006 aus dem Reinertrag der Eidgenössischen Alkoholverwaltung EAV überwiesen bekommen hat?

Was ist meiner Meinung nach zu tun, um Jugendliche über den gefährlichen Missbrauch von Alkohol zu informieren?
Domink Dieth von der Sucht-Präventionsstelle Zürich-Oberland fasste bereits im März 2005 mögliche Massnahmen zusammen:

Neben Testkäufen und Schulung von Detailhandel und Gastrobetrieben sind folgende Schwerpunkte Bestandteil der Alkoholpolitik, die von den Suchtpräventionsstellen im Kanton Zürich unterstützt werden:

  • klar geregelte Patentvergabe (z.B. Verlangen eines Jugendschutzkonzeptes für befristete Patente)
  • Elternbildungsveranstaltungen zum Thema Risikokonsum
  • Förderung von struktureller Prävention in Schulen
  • Konzept für sensible schulische und ausserschulische Anlässe (Schulsylvester, letzter Schultag etc.)
  • Schulung von Vereinen für den regulären Vereinsbetrieb und besondere Anlässe
  • öffentliche Impulsveranstaltungen
  • Runde Tische usw.
  • Erarbeitung einer gemeindeeigenen Haltung zum Thema Alkohol und dem Umgang damit

Ende der Durchsage. Ich freue mich auf die Streetparade 2008 im August. Und ich wollte eigentlich nicht mehr über sinnfreie politische Themen schreiben. Ist schon wieder „Sommerloch“ (im Mai)?