09.05.2008 – Abtanzen auf der „80sforever“-Party im BBQ

10. Mai 2008

Am Freitag Abend gegen 21 Uhr trafen sich Mike und ich mit Moni und Tina im Restaurant „il Gallo“ an der Hardbrücke in Zürich. Wir bestellten uns etwas Gutes zu Essen und plauderten und scherzten viel. Dann machten wir uns in Tina’s Golf GTI – ihr ganzer Stolz – auf den Weg zum Parkhaus Förlibuckstrasse. Mike und ich nahmen hinten im „Rennwagen“ Platz. Beim Einsteigen hatte ich aber zuerst den Hebel des Klappsitzes in der Hand und kassierte von Tina einen Anschiss. Tja, sie nutzt die Beifahrerseite etwas weniger 🙂 Warum der Schalthebel mit einem Schal umwickelt ist, traute ich mich nicht zu fragen. „Esisso“.

In der Parkhaus angekommen, mussten Mike und ich aber zuerst einmal warten bis die „Ladies“ fertig geschminkt waren. Auch mein Hinweis „Es ist da unten doch dunkel“ beschleunigte die Tünchaktion nicht im Geringsten. Wir hätten locker eine Zigarette rauchen können, wenn wir gedurft hätten 🙂

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Dann betraten wir das „BBQ„, welches sich direkt unter dem Parkhaus befindet. Anne und P@t warteten bereits an der Theke auf uns. P@t hielt verwunderlicher Weise ein Glas Cola in der Hand. Er erkannte meinen fragenden Gesichtsausdruck und Anne erklärte mir, dass er bereits einen ausgiebigen Apero mit Kollegen hinter sich hätte. P@t grinste nur breit und steckte sich alsbald eine Zigarre an.

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DJ Pete legte durchgängig weltklasse Musik aus der guten alten Zeit auf. Und passend zur Musik liefen auf der grossen Leinwand die Videos dazu. Wir schwangen somit regelmässig das Tanzbein auf der gemütlich gefüllten Tanzfläche.

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Wir blieben bis halb drei Uhr Morgens und starteten dann gemütlich wieder nach Hause. Ein toller Freitag Abend ging so gemütlich und unterhaltsam zu Ende.

Übrigens: Es gibt übrigens noch weitere Fotos bei usgang.ch


09.05.2008 Mit 200 Stundenkilometern auf der Zürcher Autobahn?

9. Mai 2008

Die Polizei erwischte am Autobahnende in Zürich neun nagelneue Sportwagen der Marken Ferrari, Lamborghini, Aston Martin und Audi, die bei einer Geschwindigkeitsmessung im Konvoi mit teils bis zu 197 Stundenkilometern unterwegs waren. Die Schweizer Schmierblätter Papiermedien überschlugen sich berichteten von „3 Jahre Gefängnis“ bis zu „1 Million CHF Strafe pro Person„.

200_Stundenkilometer_Autobahn

Währenddessen frage ich mich, wie man um Zürich mit fast 200 Stundenkilometern unterwegs sein kann. Ich stand heute wieder einmal im Stau auf dem Nordring mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 200 Stunden pro Kilometer!

„Luxus-Raser kommen wieder in die Schweiz“ 25.08.08
Und zwar auf die Anklagebank. Die neun ausländischen Pseudo-Rennfahrer müssen sich wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln vor dem Zürcher Bezirksgericht verantworten.

„Luxus-Raser bleiben in Haft“ 09.05.08
Seit dem ist Funkstille. Sind die Geschäftsleute auf dem Heimflug?

„Die Luxus-Raser fuhren zum puren Vergnügen“ 06.05.08
Tja, das kann sich so mancher Redakteur nicht vorstellen. Klar fährt man einfach mal so zum Spass im Konvoi mit Ferraris, DB9, Murcielagos kurz von Mailand nach Paris übers Wochenende, geht dort zum Mittagessen auf den Eifelturm und fährt wieder zurück. Und das kann sogar Spass machen!
Die zwei Videos im Beitrag sind weltklasse! Den Polizisten scheint die Verhaftung richtig Spass zu machen 🙂 Neun Fahrzeuge im Gesamtwert von 3,2 Mio CHF sieht man nicht alle Tage.

„Neun Luxus-Raser in Zürich festgenommen“ 06.05.08

„Neun Sportwagen rasten auf A3“ 06.05.08


07.05.2008 – POD Picture of the Day „Springtime in Zurich“

7. Mai 2008

Ja, kaum zu glauben: Heut kam nach unendlich langen Wochen der Kälte endlich die Sonne raus!

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Das schöne Wetter musste sofort ausgenutzt werden. Somit traf ich mich Mittags mit Brüderchen Mike und seinem Kollegen Peter im Lokal „In der Ey„. Wir liessen uns einen Salat schmecken und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Dann ging es wieder zurück ins Büro.


Events in Zürich – 09.05.200808 „80sforever“ im Club BBQ

6. Mai 2008

Es ist wieder soweit! Im Club BBQ steigt die nächste „80sforever“-Party. Und zwar am kommenden Freitag ab 22 Uhr.

Wunschclip
Stimme für deinen Wunschclip! Ab sofort spielt der DJ an jeder Party um 23.23 Uhr den Videoclip, der die meisten Stimmen erhalten hat.

Unter allen Teilnehmern verlost das Team 3×2 Plätze auf der Gästeliste für die nächste 80’s forever Party im Club BBQ.
>> Abstimmen

80’s forever auf youtube.com
Bereits über 40’000 User haben sich „20 Great 80’s Songs (Videos) in 2 Minutes“ auf youtube.com angeschaut und täglich werden es mehr!

Grund genug für VJ Pete G Volume 2 ins Leben zu rufen, zu sehen ist der Clip auf youtube.com, als kleiner Vorgeschmack auf die nächste Party.
>> 20 Great 80’s Songs (Videos) In 2 Minutes Vol. 2

80’s forever! mit DJ/VJ Pete G & Spidi
Club BBQ : Förrlibuckstrasse 151 : 8005 Zürich : ab 22.00 Uhr
www.80sforever.ch


04.05.2008 – POD Picture of the Day „JU Sky“

5. Mai 2008

Kurzer Name – aber traumhaftes Bild. Warum der Titel „JU Sky“ heisst? Das ist meine Wortkomposition mit „Blue Sky“ und „Junkers JU-52“ – einem echten Oldtimer der Lüfte. Drei der vier auf dem Airfield von Dübendorf stehenden Maschinen sind auf dem Bild zu sehen. Ich fuhr dort auf den Parkplatz, um am Nachmittag die „LoveRide 16“ zu besuchen – das grösste Motorradtreffen in der Schweiz.

Ich schoss das Bild während der Fahrt „blind“ über die Windschutzscheibe des offenen Boxsters. Ein Glücksschuss sozusagen. Erst zu Hause stellte ich fest, dass das Gesamtbild es bei mir auf den Rang „POD Picture of the Day“ bringen muss. Was meint Ihr?

LoveRide16_JU-Sky

Mit den schönen Flugzeugen aus lang vergangenen Zeiten kann übrigens noch (mit-)geflogen werden. Man melde sich einfach bei JU-Air.


30.04.2008 – „More than Mode“ im Palais X-Tra oder „Sexy Hexen in der Walpurgisnacht“

1. Mai 2008

Nach dem Match mit Roger und Tanja in „RolisBillard“, traf ich traf Moni kurz nach 23 Uhr vor dem Cinemax und liess sie einsteigen. Dann fuhren wir im Stop-and-Go durch den heftigen Partygängerverkehr unter der Hardbrücke entlang und bogen zum Sihlquai ab. Auch dort staute sich der Verkehr. Offensichtlich nutzten fast alle Partygänger aus den „angrenzenden Kantonen“ den Mittwoch Abend vor dem Feiertag für den Ausgang. Das wirkte sich auch auf die Parkplatzsuche aus. Alles war zugeparkt. Erst nach einigen Runden durch die Querstrassen um die Limmatstrasse fanden wir zufällig einen Stellplatz.

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Dann ging es zu Fuss zum „Palais X-TRA“. Die vorherrschende Bekleidungsfarbe war Schwarz. Viele der Partygäste hüllte sich in phantasievolle Gewänder. Und: Viele „Hexen“ mischten sich unter das Partyvolk.

Anne und PatAnne und Pat 01
Anne und Pat 02Anne und Pat 03

Gerade als Moni ihre Jacke an der Garderobe abgab, traf P@ ein. Wir gingen gemeinsam in den ersten Stock und betraten den wummernden Partytempel, der für mich nicht mehr überraschenderweise so richtig gut gefüllt war.

Mike 01Mike 02
Mike 03Moni 02
Moni 01

Dann gingen wir auf die Suche nach Anne. Laut P@ müsste sie bereits anwesend sein. Vorher nahm sie an einer Geburtstagsparty teil. Wir schlängelten uns durch die Tanzenden Richtung „Stammplatz“ auf der rechten Seite vor der Bühne. Dort steht eine „Quelle“ (Bar) direkt im Eck und besorgten uns etwas zu trinken. Nachdem Moni das erste Mal im „X-Tra“ mit dabei war, zeigte ich ihr den Laden. Auf unserem Rundgang trafen wir auf Rosie und wenig später auf Huggy in der nähe der oberen Plattform.

Als wir zum „Stammplatz“ zurück kamen, trafen wir auf Brüderchen Mike. Ann kam mit zwei Freunden dazu und wir diskutierten und lachten viel. Gegen 2 Uhr wechselte die Musik in Richtung „für uns tanzbar“ und Anne, Moni und Mike wechselten zur Tanzfläche, um sich die Füsse zu vertreten.

Huggy und RosieMoni und Mike 02
Peter und DenizMoni und Mike 01
Deniz und Rosie

Dann schaute auch Deniz zusammen mit Rosie und Huggy bei uns vorbei. Allerdings steckte mir und Mike die letzte Woche noch in den Knochen und wir verabschiedeten uns nach einem letzten Bier gegen 2:30 Uhr. Ich fuhr Moni zu ihrem Auto in die Heinrichstrasse zurück und anschliessend fuhr ich nach Hause. Müde fiel ich ins Bett. Ende der Walpurgisnacht im X-TRA.


30.04.2008 – „Billard mit Roger“ oder „Spiel mir das Lied vom Einlochen“

1. Mai 2008

Um 19 Uhr verabredete ich mich mit Roger zum Billardspielen im „Billard Club Dietikon“ bei Roland. Ich kam wie üblich „etwas“ später, weil ich vorher noch mit Moni, Uschi, Ann und Roger (BMW-Geschichte) ein Mittwoch-Bier in der „Easy-Bar“ nahm. Allerdings nur 10 Minuten später, als vereinbart, traf ich bei „RollisBillard“ ein. Der Club gefällt mir, seitdem ich letzten Freitag dort mit Mike einen netten Abend verbrachte.

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Roger und ich nahmen zuerst ein „Panasch“ (bayerisch: Radler) und besorgten uns bei Roland einen Tisch. Roger und ich spielten ein paar Runden, plauderten und lachten viel. Allerdings war Roger gesundheitlich leicht angeschlagen. Momentan scheint eine Erkältungswelle über die Schweiz zu schwappen. Letzte Woche erwischte es mich und ich lag einen Tag flach. Husten, Heiserkeit, laufende Nase und dröhnendes Kopfweh. Das erste Mal in 6 Jahren, dass ich wegen Krankheit ausfiel. Und bei Roger bahnte sich offensichtlich selbiges an. Somit beendeten wir gegen 21:30 Uhr das Duell und Roger verabschiedete sich.

Billard mit Tanja

An der Theke sass die Lady, die am Freitag am Nebentisch mit einem Kollegen trainierte, als ich gegen Roland bis nach Mitternacht spielte. Als ich mir noch ein Bier an der Theke bestellte, fragte ich die Lady, ob sie Lust hätte mir ein paar Tricks zu zeigen. Sie stellte sich als Tanja vor, sagte zu und holte ihre Queues, während ich die Kugeln auf den Tisch sortierte. Wir spielten bis kurz vor 23 Uhr. Und ich konnte sogar ein paar Matches mit Glück für mich entscheiden. Allerdings war Tanja noch nicht ganz eingespielt 🙂

Dann machte ich mich auf den Weg Richtung Hardbrücke. Dort wartete bereits Moni auf mich; denn wir wollten noch in den „Uusgang“ und Anne, P@ und Mike im Palais X-Tra treffen. Heute stand die „More than Mode“-Party an. Und: Heute Nacht ist Walpurgisnacht! Der Tanz der Hexen wird sicher spannend.


30.04.2008 – „Roger auf BMW“ oder „BMW K1200 GT zu verkaufen“

1. Mai 2008

Kollege Roger bekam in der Arbeit mit, dass ich die BMW hergeben möchte. Er ist ebenso ein eingefleischter Töfffahrer seit Jahren/Jahrzehnten. Und da er am Freitag frei hat (Bäääh! Ich muss arbeiten!), fragte er, ob ich ihm mein schönes Stück für das Wochenende ausleihe für eine ausgiebige Probefahrt.

Somit verschwanden wir am Mittwoch über Mittag und bauten gemeinsam die neue Batterie in die BMW K1200 GT ein. Dann ging es schnell zurück in die Arbeit und anschliessend düste er ab auf kurvige Strassen, um das hoffentlich schöne Wetter und die BMW zu geniessen.

Roger auf BMW 02 K1200 GT zu verkaufen

Schwerem Herzens trenne ich mich von meiner BMW. Aber es hat keinen Zweck. Das schöne Stück steht einfach zu lange in der Garage. Seit ich genau vor einem Jahr meinen Traumwagen – einen (gebrauchten) Boxster S – erstand, wähle ich lieber den „kleinen Schwarzen“ bei schönem Wetter. Somit steht meine 2003er BMW K1200 GT zum Verkauf.

Seit meinem 15. Lebensjahr bin ich dem „Zweirad“ verfallen. Mein erstes motorisiertes Zweirad war eine „Velo-Solex“ Baujahr 1966. Ein echtes Unikat schon damals. Irgendwas um die 0,5 PS, der Tank und der Motor vorne auf dem Vorderrad. Der Motor trieb über eine Reibwelle die Mühle auf der Geraden locker an den damals als „IN“ bezeichneten Herkules-Mofas vorbei.

Dann tauschte ich die Solex gegen ein Vespa-Mofa ein. Wirklich ein Fehlgriff und unverzeihlicher Fehler. Die hatte ich auch nicht lange. Mit 16 gehörte ich zu den Ersten, welche die gerade eingeführten „80er“ fahren durften. Ich besorgte mir eine Honda MTX – natürlich in schwarz! Die fuhr ich dann auch zwei Jahre lang. Bis ich endlich den „grossen Führerschein“ machen durfte.

Da ich im November Geburtstag hatte, war es saukalt zur Führerscheinprüfung. Den Motorradschein bestand ich zwei Wochen vor dem Autoführerschein und meine Honda FT500 stand bereits im Schuppen. Dann folgte irgendwann eine Honda CBX750four Baujahr 1985. Die ich dann an Mike vererbte, als ich mir vor zwei Jahren die BMW K1200 GT leistete.

Gekauft hatte ich mir die schöne BMW, weil ich regelmässig damit nach Regensburg fahren wollte. Oder eben auf „Tour“ gehen. Die Mühle hat alles, was man sich wünscht. ABS (Teilintegral), beheizbarer Sitz und Griffe, Side-Cases, Top-Case, sogar elektrische Fensterheber (Frontscheibe höhenverstellbar). Baujahr 2003.

Roger auf BMW 01

Über all die Jahre fuhr ich komplett Unfallfrei. Nicht mal einen „Umfaller“ hatte ich. ToiToiToi! Man sollte halt immer für die „anderen“ mitdenken. Und eigentlich sollte jeder Führerscheinanwärter erst mal ein Jahr Motorrad fahren müssen, bevo er den Autoschein bekommt. Denn dabei lernt man das „umsichtige“ Fahren im wahrsten Sinne des Wortes. Mit all dem elektronischen Schnickschnack und in Airbags gehüllt fühlen sich die Autofahrer oft zu sicher und fahren manchmal einfach zu leichtsinnig. Meine Meinung.

Die K1200 GT ist in diesem Modell die meiner Meinung schönste BMW. Schön geschwungene runde Formen und guter Fahrerschutz. Ich sag immer „Bei Regen wird man oberhalb von 50 km/h nicht mal nass!“. Keine Kanten. Kein Schnickschnack. Runde chromgefasste Instrumente. Einzig den Lenker hab ich mir höher machen lassen. Da sitzt man schön entspannt und auch längere Fahrten gehen nicht auf die Handgelenke.

Überhaupt zieht der Reihenvierzylinder mit 136 PS aus jedem Drehzahlbereich extrem kräftig und gleichmässig. Das kommt mir als „schaltfauler“ Fahrer extrem entgegen. Vibrationen? Hat der Motor nicht. Dafür einen schönen Sound, wenn man von unten her raus beschleunigt. Das typische BMW-Pfeifen geht dann in ein sattes Grollen über. Höchstgeschwindigkeit? Keine Ahnung. Hab ich nie ausprobiert. Irgendwas über 200 km/h. Man kommt schneller in diesen Geschwindigkeitsbereich als man denkt; denn man merkt gar nichts davon. Das Fahrwerk steuert kerzengerade und zielsicher in jeder Geschwindigkeit und nimmt sicher jede Kurve durch leichte Gewichtsverlagerungen.

Die Bremsen sind legendär. Roger merkte das bei der ersten Bremsung. Bei seiner eigenen Kiste muss er richtig zugreifen, um die Mühle zum Stehen zu bringen. Die BMW kippt nicht nach vorne, dafür packen die Bremsen sofort ohne Ende zu. Natürlich mit ABS. Alles in Allem ist die BMW K1200 GT immer noch mein Traummotorrad. Aber eben: Ich fahre sie viel zu selten. Wer also interessiert ist an dem schönen Stück, der meldet sich einfach bei mir.


25.04.2008 – „Roli’s Billard-Tricks“ oder „Der Köbi Kuhn der Schweizer Billard Nati“

25. April 2008

Direkt im Anschluss an das Zürcher Bloggertreffen (BloggyFriday) stieg ich ins Auto und gab „Schlieren, Industriestrasse 12“ ins Navigationsgerät ein. Die Adresse hatten wir vorher in der Arbeit ausgetauscht. Dann fuhr ich los und kam in der Nähe vom Mojiito in Schlieren an. Nur weit und breit kein „Billard-Laden“. Ich griff mir das Mobiltelefon und wählte die Telefonnummer von Mike – Anrufbeantworter. Dann wählte ich die Nummer von Moni – Anrufbeantworter. Bei Michi das gleiche Ergebnis. Zefix! Irgendwo muss das Lokal doch sein. Aber im Industriegebiet von Schlieren alles dunkel.

Dann erreichte ich nach dreimaligem Anrufen endlich Mike. Er erzählte, dass das Billard-Lokal in Dietikon wäre. Eben „Industriestrasse 12“. Also Navi umprogrammiert und ab durch die Mitte. Ich wunderte mich zwar, dass die Route Richtung IKEA ging, aber was soll’s. Als das Navi „Sie haben ihr Ziel erreicht“ vermeldete, sah ich links und rechts allerdings nur Wiese und Felder auf der Verbindungsstrasse Richtung IKEA in Spreitenbach. Was ist denn jetzt los?

Etwas angenervt rief ich nochmals Mike an und teilte ihm mit, dass es hier nur „Wiese“ gab. Er soll mir bitte die korrekte Adresse durchgeben. Er fragte nach und meinte dann selbst verwundert, dass es sich um die „Giessenstrasse“ handeln würde. Die Nummer hätte auch nicht gestimmt (15). „Da war ich doch gerade“ brummelte ich und gab die neue Adresse ein. „Wenn da kein Billard-Lokal ist, dann fahr ich nach Hause“ brummelte ich leise vor mich hin.

Das Navi führte mich wieder den selben Weg zurück und schliesslich landete ich an der „Giessenstrasse 15“. Die Nummer prangte an … einem Autohaus! Ja zefix nomal! Ich fuhr langsam daran vorbei, als ich bemerkte, dass ein Auto den Weg vor mir heraus kam. „Um diese Zeit noch Leute im Gewerbegebiet?“ Ok, dann fahr‘ ich halt um den Block. Und tatsächlich auf der Rückseite einer Lagerhalle/Geschäftshauses spielten ein paar Leut‘ „Tischtennis“???

„Dann parke ich mal“ dachte ich und plante mir das mal genauer anzusehen. Ich ging an den Tischtennisspielenden vorbei und betrat .. einen Billard-Schuppen. Etwa 8 Tische standen in einer grösseren Lokalität. Hinter der Theke ein etwa 50-jähriger, der mich mit den Worten „Kann ich Dir helfen“ empfing. Ich meinte nur kurz: „Ein Bier wäre recht“. Der Laden heisst „Rolis Billard“ und scheint das Billard-Lokal vom Billard-Club Dietikon zu sein.

Ich sah mich um und entdeckte den Rest „der Meute“ am Dartautomaten. Moni, Miri, Michi und Mike warfen Pfeile auf die elektronische Zielscheibe, die jeden Treffer mit melodischen Klängen begleitete. Ich winkte hinüber und setzte mich zuerst auf einen Barhocker an der Theke. Der Herr mit dem roten T-Shirt brachte mir mein Bier und nahm zuerst einmal einen tiefen Schluck nach dieser Odyssee kreuz und quer durch Schlieren und Dietikon.

Dann nahm ich mir mein Bier und ging zu den Kollegen hinüber mit den Worten „Industriestrasse 12“? Mike meinte, er wär‘ den anderen hinterher gefahren. Miri hätte gewusst, wo der Laden ist. Na egal. Dann spielen wir halt ne Runde Dart. Nur die Pfeile wollten irgendwie nicht so, wie es sein sollte. Das Zielwasser fehlte vielleicht? Mit Plastikpfeilen wird das ja auch etwas schwierig.

Keiner wusste auch so recht, wie dieses spezielle Zählspiel funktionierte und wer dann letztlich gewann schien der Dartautomat nach Zufallsprinzip auszulosen. Wir hatten trotzdem unseren Spass. Michi hätte besser manchmal einen Aschenbecher werfen sollen. Speziell, wenn der Dartpfeil vom Ziel einfach lose abprallte. Moni warf mit dem Schwung des gesamten Körpers und Mike nahm alles ganz lässig. Nein, wir spielten nicht „301“ oder „501“, Double-In, Double-Out“, sondern irgendwas anderes.

Gegen Mitternacht verabschiedeten sich Moni, Miri und Michi (die drei „M“) und Mike und ich setzten uns an die Theke, um unser Bier noch auszutrinken. Nur noch wenige Billard-Tische waren belegt. Wir beobachteten ein paar Profis an einem Tisch rechts, die mit Schraub-Queues und Handschuhen sanft die Kugeln bewegten. Die „Schraubschläger“ erinnerten mich an eine nette Story aus früheren Tagen, die ich Mike erzählte – er aber bereits kannte.

Rückblende: Dereinst wohnten wir in Regensburg in der Kurt-Schumacher-Strasse. Ein Schulkollege von mir wohnte schräg gegenüber und er besass einen Billardtisch im Keller. Dort vertrieben wir uns manchmal die Zeit und feierten auch ab und zu eine nette Party, an der ich dann unter dem Tisch wieder wach wurde. Ausserdem spielte mein Kollege damals im ersten Regensburger Billard-Club im Gewerbepark. Dieser Billard-Club richtete dann die „1. Regensburger Stadtmeisterschaft“ aus. Der Schulkollege meinte, ich solle doch mitkommen und auch teilnehmen. Da ich nichts Dümmeres zu tun hatte, ging ich einfach mit und meldete mich spasshalber an. Ich hatte keinen Plan von den Turnierregeln.

Ich stand also bei Spielbeginn am Billardtisch mit den Händen in den Hosentaschen. Mein Kontrahent legte derweil sein Köfferchen auf den Tisch und packte feinsäuberlich ein Stück nach dem anderen seines Spielutensils aus, schraubte den Queue zusammen, polierte diesen mit einem feinen Tuch und spitzte es liebevoll mit Kreide an. Dann fragte er mich, wo ich denn meinen Queue hätte. Ich antwortete: „Es wird doch sicher unter dem Tisch noch so ein Schläger rum liegen“ und griff den dort befindlichen Alu-Queue. Vollkommen verdutzt und perplex wandte sich der „Profi“ ab und es ging zur Auslosung des ersten Stosses.

Ich durfte dann anstossen und lochte gleich mal eine Kugel ein. Ich fragte vor jedem Stoss den Schiedsrichter, ob ich alles korrekt mache. Er meinte nur „Vorher andeuten, wohin Du welche Kugel spielen möchtest“ und ich nahm noch zwei Kugeln vom Tisch. Dann war der „Profi“ an der Reihe und – vereierte den Schuss. Schweisströpfchen bildeten sich langsam auf seiner Stirn, als ich die nächsten Kugeln versenkte und das erste von zwei Spielen gewann – mit einem Alu-Queue ohne Turniererfahrung.

Nachdem mein Gegner offensichtlich um Contenance und mit den Nerven rang, gewann ich auch das zweite Spiel. Ich war eine Runde weiter und er in der Trostrunde. Ich kam gut über die Runden spielte schliesslich um Platz 3 auf dem „Centercourt“ – dem Haupttisch mit Videoübertragung in die Gasträume – gegen den späteren Gewinner des Turniers. Ich verlor zwar den ersten Satz, gewann jedoch den zweiten. Erst im dritten verlor ich knapp beim Kampf um die schwarze Kugel, die bei meinem letzten Schlag knapp vor dem Loch hängen blieb. Pech!? Nein, dafür, dass ich einfach zum Spass mitgemacht hatte, war ich durchaus mit dem 4. Platz und einer Flasche Moet einverstanden.

Gut, dazu muss ich noch zugeben, dass ich frisch aus Portugal kam. Dort hielt ich mich ein halbes Jahr berufsmässig während der Ausbildung auf. Abends blieb mir „leider“ oft nicht viel mehr, als in einem benachbarten Lokal fast allabendlich mit ein paar dortigen Stammgästen zu viert Billard zu spielen. Jeden Abend spielten wir die Getränke aus. Der Tisch war umsonst. Wer verlor durfte die Getränke der anderen beiden Gegner bezahlen. Wir spielten regelmässig bis tief in die Nacht und sahen regelmässig auch tief ins Glas. 🙂

Diese Geschichte bekam eben der Herr hinter der Theke mit dem roten T-Shirt mit und meinte „dann können wir ja auch mal eine Runde spielen“. Ich bejahte lachend. Aber zuerst teste ich den Tisch mit meinem Brüderchen. Wir fragten, was eine Stunde Billard kosten würde (20 Franken) und nahmen die Kugeln mit. Dann spielten wir ein paar Runden.

Das Lokal leerte sich und nur noch ein weiterer Tisch war besetzt. Ich bestellte noch ein Bier und der Herr meinte, ob ich denn nun fit wäre für ein Match. Ich entgegnete, dass ich ihn auf eine Zigarre herausfordern würde. Er nahm gleich zwei Queue mit, steckte sich eine der Zigarren an, gab mir die andere und kam an den Tisch. Ich solle anstossen, was ich dann auch tat. Ich legte gut vor und er legte exzellent nach. Wir plauderten während des Spielens und es kristallisierte sich heraus: Mein Gegner ist nicht nur der Inhaber des Billard-Clubs, sondern auch noch der ehemalige Schweizer Nationaltrainer im Billard. Der „Köbi Kuhn der Billard-Nati“ sozusagen. Ich bekam also eine erstklassige Lehrstunde.

Er meinte, dass er dieses Jahr erst zum 3. Mal wieder Billard spielen würde, was ich natürlich überhaupt nicht glauben konnte. Als Inhaber würde ich jeden Tag selber spielen. Das Pärchen nebenan hatte mittlerweile zu spielen aufgehört und schaute uns an der Theke sitzend schmunzelnd zu. „Roli“ und ich scherzten beim Spielen viel und kommentierten unsere Stösse. Ich verlor zwar jedes Mal, aber immer nur knapp. Er meinte, er müsse mich auch mal gewinnen lassen, sonst käme ich nicht wieder. Und ich entgegnete, für eine Lehrstunde komme ich allemal!

Während der vielen Runden kamen wir irgendwie auf „Trick-Billard“. Und ein paar Tricks zeigte uns „Roli“ zum Abschluss des Abends. Leider hielt der Akku meiner Digicam nicht bis zum Ende durch. Es wäre noch viel mehr Filmenswertes dabei gewesen. Die „Züri-8er-Tram“ hat übrigens noch funktioniert!

Erst gegen kurz vor drei Uhr verliessen Mike und ich „Rolis Billard“ und verabschiedeten uns. Roland „Roli“ meinte noch, dass am nächsten Tag Vereinsmeisterschaft wäre. Schade, denn am nächsten Tag planten wir zum Möbeleinkaufen zu gehen. Sonst hätten wir schon noch vorbei geschaut, ob es einen „Alu-Queue“ im Lokal hat. 🙂

RolisBillard.ch – Billard Club Dietikon
Roland Zellweger
Billard & Dart Center
Giessenstrasse 15
8953 Dietikon
Tel: 044 742 33 33
Fax: 044 742 33 34
rz@billardclubdietikon.ch


25.04.2004 – Bloggy Friday Zürich in der Reithalle

25. April 2008

Zuerst hänge ich erst mal nur die Bilder ins Web vom „BloggyFriday“ in der Reithalle Zürich. Ich muss noch zum Einkaufen fahren 🙂

So, nun sind die Sachen von einem grossen schwedischen Möbelhaus aufgebaut und ich finde noch Zeit etwas über den gestrigen Abend zu schreiben. Also, ich entschloss mich äusserst kurzfristig auf den Bloggy Friday zu gehen. „Kurzfristig“ deshalb, weil ich noch über den Artikel von Doris stolperte. Ich war schon länger nicht mehr Freitags beim Treffen dabei. Immer kam mir irgendwas dazwischen. Auch diesmal. Moni, Miri und Michi hatten mich zum Billardspielen eingeladen. Und Billard spiele ich auch äusserst gerne. Ergo: „Doppeltermin“ gelegt.

Während Brüderchen Mike mit den anderen zum Billardspielen fuhr, dampfte ich in die Zürcher Innenstadt, um zum „Restaurant Reithalle“ zu gelangen. Das Wetter am Freitag klarte deutlich auf. Es deutete sich schon das vorhergesagte schöne Wochenendwetter an. Ich parkte in der Tiefgarage und betrat gegen 19:30 Uhr die „Reithalle“. An einem langen Tisch sassen die bekannten Gesichter – und viele unbekannte. Ich begrüsste einen nach dem anderen. Und „Leu“ sah ich das erste Mal live! Wir kannten uns schon seit über 2 Jahren vom „Bloggen“ her – lasen und kommentierten unser Geschreibsel gegenseitig. Mit „Rockgöre“ ging es mir ähnlich. Von ihr lese ich im Zusammenhang oft bei Themen bei Roger.

Man plauderte angeregt über dies und jenes. Die „kommerziellen“ Blogthemen interessierten mich weniger. Ich schreibe ja nur zum Spass und möchte nicht mit meinem Blog „irgendwas erreichen“ – schon gar nicht finanzielles“. Aber es gab sonst viel Interessantes auszutauschen und zu lachen. Zum Beispiel, wenn man (Brau)gold spiegelverkehrt liest, kommt *blog* heraus (siehe Bild unten). Panini-Bilder-Sammeln scheint genauso „IN“ zu sein, wie über „iPhones“ zu diskutieren und damit zu spielen.

Komischerweise schien ich der einzige mit Laptop zu sein. Aber ich schaltete das Teil auch nicht ein. Vor Plaudern – und dann natürlich etwas gutes Essen – kam ich gar nicht dazu eventuell auf die Idee zu kommen „live“ zu Podcasten.

Gegen 21:30 Uhr verabschiedete ich mich dann von der illustren Runde und fuhr Richtung Schlieren – zum Billardspielen.

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BloggyFriday02BloggyFriday04

Dank an Doris für die Organisation des wirklich tollen Abends mit Besucherrekord (15 Blogger).

Mehr Bilder vom Abend gibt es bei

Ausserdem nahmen teil: Fraggle, Jürg alias Krusenstern, Leu, blockverzeichnis.ch, Dirk und Sylvia, kuschti, Renato, TheSwiss, Claudio; stephan bucher

Leider nicht erschienen: chm, Beat

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