28.11.2008 – Zürich: Nervigste Schweizer Mike Shiva ohne Zähne? Anzeige in 20Minuten auf Seite 36

28. November 2008

Das haben heute sicherlich nicht viele entdeckt! Bei der Zigarettenpause blättere ich dann doch das ein oder andere Mal in der kostenlosen Zeitschrift, welche nach dem „Die Ärzte“-Motto „Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht“ gestaltet ist. Die Rede ist von der Tageszeitung 20Minuten. Auf Seite 36 entdecke ich eine Anzeige ohne Text und Absender, auf dem der Schweizer Hellseher überhaupt abgebildet ist – allerdings ohne Schneidezähne. Mein Grinsen weitet sich in Gelächter und dem innerlichen Drang das Bild im Blog zu veröffentlichen. So können auch die vielen Nichtleser ausserhalb des Zürcher Einzugsgebietes in der Republik an den Gedanken dazu teilhaben.

Shiva

Es handelt sich bei dem Herren mit dem Kopfband um Mike Shiva, der erst im November von über 4000 Lesern des anderen Blattes – Blick – zum „Nervigsten Schweizer 2008“ gewählt wurde. Die Schweizer meinte, dass er auf dem Mond leben sollte. Wie erwähnt „der Hellseher“ der Schweizer Nation. Bekannt aus Funk und Schweizer Fernsehen (den werbefinanzierten Sendern). Mit seiner weichen Stimme und dem Jingle – der Erkennungsmusik – zum Werbeauftritt spät Nachts erzeugt er bei mir und Brüderchen Mike immer den sofortigen Zwang in ein anderes Programm umzuschalten.

Aber was steckt hinter der Anzeige in 20Minuten? Kein Absender und kein Text schmückt die halbe Seite. Dafür fehlen die schmückenden Frontzähne. Ist dies nun eine Werbung von Mike Shiva selbst in Guerilla-Manier, um für sich und seine Sache zu werben? Oder hat hier ein Gegner von Mike weder Kosten noch Mühen gescheut anonym dem Hellseher „eins auszuwischen“? Einer Morddrohung gleich? Nein, entfernte Frontzähne wären eine mögliche Körperverletzung. Was steckt also hinter der Anzeige? Wird daraus eine ganze Kampagne? Fragen über Fragen.

Achja, die Textstelle aus dem Songtext der Ärzte kommt noch:

lass die leute reden und lächle einfach mild
die meisten Leute haben ihre bildung aus der bild
und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
aus angst, hass, titten und dem wetterbericht

Auch ohne Frontzähne morgen noch kraftvoll zubeissen 🙂

UPDATE (01.12.2008): Das Rätsel ist gelöst: Der zahnlose Mike Shiva lächelte für den Verkaufsbeginn der Tickets für die Eishockey-WM von den Plakatwänden.


23.11.2008 – Regensburg-Zürich: „Eine Rückfahrt ins Schneechaos“ (Bilder und Videos)

24. November 2008

Totensonntag: Während in Regensburg die ersten Schneemänner vor sich hin schmelzen und in der Innenstadt nicht mehr viel vom Schnee der Nacht davor zu sehen ist, wurden wir auf der Rückfahrt von Regensburg nach Zürich mit Schnee vollkommen eingedeckt. Aber der Reihe nach.

081123_Schneechaos_00001
081123_Schneechaos_00003

Wir packten gegen 14 Uhr unsere Habseeligkeiten und starteten in die Regensburger Innenstadt. Wir trafen uns mit Chris und Bernd im „Boston Coffee“ am Kornmarkt. Auf der Fahrt entdeckten wir in der Prüfeninger Strasse zwei vor sich hin schmelzende Schneemänner, welche offensichtlich auf die grüne Welle warteten. Dann parkten wir beim Bismarkparkhaus und begaben uns bei recht frischen Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Treffpunkt „Boston Coffee“. Dort wartete bereits Bernhard auf uns. Wenig später traf dann Chris gut eingepackt ein. Wir plauderten ein wenig und nahmen den ein oder anderen Kaffee in verschiedenen Variationen ein. Gegen 17 Uhr verabschiedeten wir uns und besuchten noch die „Hafen-Claudia“ in Ihrer neuen Wohnung.

081123_Schneechaos_00004
081123_Schneechaos_00007

Schon auf der Fahrt dorthin machte sich „mein Backenzahn“ bemerkbar. Mit einer Zahnwurzelbehandlung vor ein paar Jahren bekam ich nicht nur mit, was Schmerz bedeutet, sondern auch einen sicheren Indikator für wechselnde Wetterverhältnisse. Immer wenn der Luftdruck rapide sinkt, pulst er leise vor sich hin. Aber von einem Wetterumschwung war bei der Abfahrt gegen 18:30 Uhr in Regensburg und auch auf der Fahrt via München nach Lindau noch nicht viel zu merken. Erst bei Bregenz begann es „waagrecht“ zu schneien. Heftige Böen liessen den Schnee aber (noch) nicht auf der Fahrbahn haften.

Wir überquerten die Schweizer Grenze und offensichtlich auch die Wettergrenze; denn der Schneefall wurde mit jedem Kilometer Richtung St. Gallen heftiger, bis die Sichtweite nach St. Gallen unter 100 Meter lag und dicke Flocken Neuschnee im Zentimeterbereich erzeugten. Die Schneehöhe auf der Autobahn nahm zu und unsere Geschwindigkeit immer mehr ab. Erst recht, als wir das erste Fahrzeug rechts von uns im Strassengraben entdeckten. Allerdings gut betreut von Polizei und Abschleppdienst – nur Sachschaden. Weit und breit keine Räumfahrzeuge zu sehen. So tuckerten wir gemächlich und vorsichtig mit einer Geschwindigkeit um die 50 Stundenkilometer immer weiter Richtung Winterthur.

Erst dort sichteten wir eine Dreierkolonne Räumfahrzeuge – allerdings auf der entgegenkommenden Spur. Wir liessen Eilige Fahrzeuge an uns vorbei ziehen. Soweit wir erkennen konnten, hatten alle Autofahrer vorgesorgt und die Prophezeiungen der letzten Tage hinsichtlich des Schneefalls am Wochenende mit einer Winterbereifung ernst genommen.

Hier noch ein kleines Video, welches die Strassenverhältnisse und die Sichtweiten während des heftigen Schneefalls zwischen St. Gallen und Zürich recht gut verdeutlicht.

Nach Winterthur staute es sich gleich dreispurig vor uns und wir entdeckten die Räumkolonne etwa 1000 Meter vor uns. Schön brav in mässiger Geschwindigkeit folgend dahinter die ungeduldigen Heimkehrer – von woher auch immer. Hätte es am Freitag so geschneit, wir wären glatt umgedreht und hätten das Wochenende auf dem Sofa unter warmen Wolldecken verbracht. Ab dem Zürcher Autobahnkreuz Nord verbesserte sich die Strassen- und Wettersituation erheblich. Somit stand dem letzten Teilstück bis Jonen kein grösserer Schneehaufen mehr im Weg. Nach geschlagenen 5 Stunden und 30 Minuten trafen wir wohlbehalten in Jonen ein. Hier liegen übrigens nur wenige Zentimeter Schnee und von einem Sturm ist gar nichts zu spüren – im Gegenteil: Über den Wipfeln liegt Ruh‘

Mehrwert gefällig?

Schneehöhen Schweiz von SLF


22.10.2008 – Regensburg: Schnee und Suzi’s 40. Geburtstag

23. November 2008

Dieses Wochenende ging es noch einmal nach Regensburg. Wir starteten am Freitag gegen 21:30 Uhr. Schon seit über eine Woche wurde von den Meteorologen ein Kälteeinbruch vorher gesagt. Allerdings liess dieser – zumindest in Zürich – noch auf sich warten. Bei Abfahrt herrschte eine Temperatur von um die 6 Grad und es regnete ein wenig. Wir packten unsere sieben Sachen in den Blauen Benz mit Winterreifen und starteten in die Nacht.

Erst als wir in St. Margreten die Grenze zu Österreich passierten fing es leicht zu schneien an. Direkt bei der Auffahrt auf die Autobahn A96 Lindau-München kamen dann ganz dicke Flocken und schliesslich bedeckte dann der Schnee das letzte im Umbau befindliche Teilstück, welches wir nur mit um die 50 km/h befahren konnten.

Nach Memmingen klarte der Himmel aber wieder auf und liess die Sterne durch. Die Strassenverhältnisse besserten sich und bei München war nur noch der Grünstreifen rechts der Autobahn leicht bepudert, die Strasse selbst trocken. Erst ab Holledau Richtung Regensburg lag wieder etwas mehr Schnee auf der Fahrbahn, beeinträchtigte aber die Fahrt nicht. So kamen wir nach 4 Stunden 30 Minuten wohl behalten in Regensburg an.

081123_Suzi-40-Geburtstag_00005

Die ganze Nacht schneite es, was der Räumdienst in Regensburg nicht ganz mitbekommen zu haben schien; denn Schnee bedeckte die Strassen am nächsten Tag durchgängig und die Fahrt zum Restaurant „Shah’s Garden“ am Sallerner Berg gestaltete sich eher zu einer langsamen Rutschpartie. Dort fand ab 19 Uhr die gemütliche Geburtstagsparty von Suzi statt.

081123_Suzi-40-Geburtstag_00007

Während wir den Empfangssekt schlürften betrachteten wir die von Suzi’s Mann Gerd digitalisierten Bilder auf einem Flatpanel-TV. Es ist schon ganz witzig zu sehen, was so in den letzten 25 Jahren für Momentaufnahmen gemacht wurden.

081123_Suzi-40-Geburtstag_00003

Am Freitag nach der Arbeit durchstreifte ich noch in Zürich das Einkaufszentrum Letzipark auf der Suche nach Schweizer Delikatessen – und da kam einiges zusammen. Mam verpackte dann mit gewohnter Sorgfalt die Ware bayerisch-schweizerisch. Diesen schönen Geschenkkorb übergaben wir dann an Suzi. Sie und Gerd werden sicherlich ihre Freude zusammen mit den Kindern an den Schleckereien haben.

081123_Suzi-40-Geburtstag_00014

Wir schoben uns zwei Tische zurecht und setzten uns mit Sandra, Frank, Anette und Markus an einen Tisch. Normalerweise trifft man sich eher selten – eher zufällig. Aber so eine Gelegenheit mit guten „alten“ Freunden aus frühesten Tagen in dieser Konzentration wieder zusammen zu treffen ist ganz selten. So gab es zwischen dem vorzüglichen Mahl und der professionellen Bauchtanzeinlage von Niki viel zu erzählen und zu plaudern. Tja, wir blieben bis zum Ende gegen 3 Uhr morgens und tauschten noch die neuen Adressen aus. Es wird sicherlich bald ein Wiedersehen geben.


19.11.2008 – Die Vorhersage für das Wochenende: Kälteeinbruch und massenhaft Schnee bis ins Flachland

20. November 2008

Meteo Schweiz meldet bereits gestern: „Am kommenden Wochenende ist in unseren Regionen mit einem markanten Wintereinbruch zu rechnen.“ Und: „In den Bergen, besonders entlang der Voralpen ist von Freitag bis Sonntag mit einem Meter Neuschnee zu rechnen. Im Flachland der Alpennordseite fällt der Niederschlag ab Samstag in Form von Schnee. Die zu erwartenden Mengen sind derzeit aber noch unsicher. Derzeit wird mit rund 10 cm Neuschnee gerechnet. Mit diesen Mengen kann es sicherlich auf den Strassen zu gewissen Problemen kommen.“

Na toll! Schnee im November! Die Kinder wird es freuen! Die Reifen-(Pneu)-Verkäufer sicherlich auch! Aber Mike und ich starten am Freitag direkt nach der Arbeit schon wieder nach Regensburg. Und somit dürfen wir nicht nur ganz warme Bekleidungsstücke einpacken, sondern auch auf eine interessante Anfahrt gefasst machen.

Wo bitte bleibt die Klimaerwärmung! Die Bilder stammen übrigens vom März 2006 – ich betone MÄRZ! Gut, es schneite damals 40 cm in 24 Stunden in Zürich und es werden „nur 10 cm“ für das Wochenende im Flachland vermutet. Aber: Es ist doch erst November! Dieser Herbst wird als der kälteste seit Jahrzehnten in die Analen eingehen! Mich friert’s schon beim Anblick der Bilder von Schnee. Ich will Sonne!


03.11.2008 – Cook’n’Date – Das Voting! Bitte um Mithilfe! Dringend! Eilt! Bitte abstimmen! Voten! Now!

3. November 2008

Hallo jegliche/-r Besucher/-in meines Blogs. Ich hab mich bei Chliitierchnübler für Ihr „Cook’n’Date“ beworben. Und ich bin in der engeren Auswahl gelandet. Nun komme ich nach Hause, checke die Mails und stelle fest, dass sie das Voting für die finalen 4 zu Bekochenden bereits gestartet hat – und: Ich liege ganz weit hinten! Nun brauche ich jede Hilfe, um aufzuholen! Und zwar bis morgen Mittag! 04.11.2008 um 12 Uhr. Genau an meinem Geburtstag ist „Highnoon“!

CooknDate

Bitte sofort voten! Dauert 1 Minute! Danke!

Meine Kurzvorbeschreibung fasste Chlitierchnübler folgendermassen zusammen:

Cook’n’Date N°8: PeterPan

Was isst man in Bayern? Das würde ich mich wohl fragen müssen, wenn Ihr PeterPan wählt. Übrigens könnte er mir auch erklären, weswegen man alle Sorten Streichkäse kauft und die Butter daneben schon etwas gelblich wirkt. Natürlich ist mir auch sofort das Balisto mit Waldbeerengeschmack aufgefallen, meiner Standardnahrung des Nachts im Klinikdienst. Ob sich PeterPan mit Feenstaub bei einem «Cook’n’Date» mit mir begnügen würde, bezweifle ich und sein Kühlschrank verrät mir sonst leider auch nicht, was ich kochen könnte. Schwierige Aufgabe…

Vor unserem Urlaub war der Kühlschrank fast leer. Nur Bierflaschen und Prosecco sind in Flaschen haltbar. In Bayern ist man durchaus nicht nur „Brez’n, Schweinebrat’n, Weisswürstl und Rengschburger“. Brüderchen Mike und ich sind „Streichkäse-Fans“, der Butterbehälter war in der Spülmaschine, das Balisto ist von Mike’s Heisshunger des Abends übrig geblieben und „leicht“ ist der Gaumen eines Bayern nicht zu verwöhnen! Aber wer hat irgendwas davon gesagt, dass wir es „Chnübli“ leicht machen wollen 🙂

Also bitte nehmt Euch die Zeit und votet für MICH!


01.11.2008 – Zürich: Party „Die kleine Wintermusik“ im Provitreff

2. November 2008

Und schon ist es wieder Sonntag. Der Urlaub liegt genau eine Woche zurück und wir befanden uns gestern auf der ersten Party der Wintersaison – trefflicher Titel: „Die kleine Wintermusik“. Der Titel spiegelt einen Kursaal vor, in welchem im Halbkreis Streicher sitzen und in der Mitte mit dem Rücken zum Publikum ein schwarz-gefrakter Dirigent den Taktstock schwingt. Das Orchester gibt eine Mischung aus Vivaldi’s tiefmolligem und schwermütigen „Winter“ aus dem bekannten Stück „Die vier Jahreszeiten“ und Mozart’s berühmter „Kleiner Nachtmusik“ zum Besten. Alles schön ruhig und gelassen.

(Fast) alles ganz anders. Die einzige Gemeinsamkeit: Die vorherrschende Kleiderordnung an diesem Abend war „Schwarz“. Keine Geigenmusik ertönte im Kursaal. In den locker gefüllten Räumlichkeiten der Partylocation „Provitreff“ schallte beste „More than Mode“-Musik aus den Lautsprecherboxen. Wir trafen gegen Mitternacht ein. Auf dem Weg in den Kreis 5 begleitete uns teils dichter nächtlicher Herbstnebel. Die Temperaturen leicht über Null Grad hatten den Schnee der letzten Tagen deutlich reduziert.

Die recht frischen Aussentemperaturen schienen doch den ein oder anderen davon abgehalten zu haben in die Kälte hinaus zu gehen. Scheinbar zog man den gut geheizten Kachelofen vor. Deshalb war das teils ganz interessant extravagant bekleideten Publikum durchaus überschaubar. Gerade recht. Gleich nach dem Bezahlen des Eintrittzolls inklusive Abstempelung am rechten Handgelenk und Abgabe der warmen Jacke an der diesmal vorteilhaft vorbereiteten Garderobe liefen uns P@ und Anne über den Weg. Am Töggelekaschte (Kicker) wärmte sich Regina, wie eine Libelle hochgeschnürt in ein Korsette (natürlich ganz in schwarz), damit auf männliche Gegner reihenweise zu vernaschen.

Wie auch in und über der Stadt, herrschte im Tanztempel teils dichter Nebel und es zuckten Gewitterblitze – beides jedoch künstlich erzeugt. Mike traf, wie vorher verabredet, Steve und Mario. Die beiden brachten im Schlepptau Nicole mit, welche Steve schon sehr lange zu kennen schien. Beide schienen auch die gleiche Vorliebe zu haben: Fast pausenlos mit dem Natel zu spielen.

Provitreff_2008_00016
Provitreff_2008_00022Provitreff_2008_00024
Provitreff_2008_00028Provitreff_2008_00027

Provitreff_2008_00029
Provitreff_2008_00033Provitreff_2008_00032
Provitreff_2008_00008

Als ich an der Theke stand und gerade mein erstes Bier in Empfang nahm, klopfte mir P@ auf die Schulter. Er hätte Gegner für uns gefunden. Ich folgte ihm an den Tisch der kopflosen Fussballspieler (eine Parallele zum realen Spielfeld), der über Tubelights dezent indirekt beleuchtet ist und wir stellten uns den Gegnern. Bis auf ein paar wenige Pausenausflüge in den Tanzsaal hielten wir ebenso fast durchwegs erfolgreich die Stellung den ganzen Abend.

Das Ambiente im Provitreff ist locker, die Dekoration einfallsreich, die Musik der drei DJs durchaus angenehm hörbar und tanzbar – und: Noch darf geraucht werden im Gegensatz zu Bayern. Offensichtlich möchte keiner der Politiker riskieren, dass seine Partei durch das Rauchverbot Wählerstimmen einbüsst (oder die absolute Mehrheit verliert und den Kopf, wie bei der CSU in Bayern bei der letzten Wahl).

Gegen 3 Uhr traten Mike und ich den Heimweg an, fuhren noch kurz bei der Esso-Tankstelle in der Hohlstrasse vorbei,  um die obligatorischen „Gipfli“ zu tanken und fuhren durch die neblige Nacht zurück nach Hause. Nach einem Kaffee aus der langsam das zeitliche segnenden Espressomaschine fielen wir müde ins Bett. Ein Gedanke beschäftigte mich jedoch einen kurzen Augenblick, bevor ich Richtung Traumland abglitt: „Irgendwie ist alles anders.“


30.10.2008 Jonen: Frühester Schneefall seit Jahrzehnten – die Bilder

30. Oktober 2008

wie bereits letzte Nacht geschrieben, schneite es das erste Mal in diesem Winter in Jonen/Zürich – und zwar heftig die ganze Nacht. Polizeinews.ch meldet heute, dass sich in dieser Nacht insgesamt 70 Verkehrsunfälle ereigneten. Peter war bei uns geblieben. Die Autos fanden wir gegen 10 Uhr verschneit vor. Es herrschten allerdings schon wieder Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt und Tauwetter setzte ein. Anbei die Bilder von heute Vormittag.

Der erste Schnee 2008-004Der erste Schnee 2008-005
Der erste Schnee 2008-007
Der erste Schnee 2008-003Der erste Schnee 2008-006
Der erste Schnee 2008-002
Der erste Schnee 2008-009Der erste Schnee 2008-008

Laut Presseartikel in der NZZ („Wintereinbruch in den Bergen„) mussten Pässe gesperrt werden und es galt vielerorts das „Kettenobligatorium“ (Kettenpflicht).

Am Mittwochmorgen wurden die Pässe Furka, Oberalp und Klausen wegen der Schneefälle geschlossen. Vorübergehend wurden wegen prekärer Verhältnisse auch die Alpenübergänge Gotthard, San Bernardino, Splügen, Grimsel, Lukmanier und Nufenen gesperrt. Zudem waren zahlreiche Pässe nur mit Schneeketten befahrbar. Am Mittwochabend ist die San-Bernardino-Achse wegen eines Erdrutsches zwischen Nufenen und Andeer erneut gesperrt worden. Blockiert war nicht nur die A13, sondern auch die Kantonsstrasse, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.

Heute Mittag kam dann kurz die Sonne hervor. Heute Abend soll es dann noch auf der Alpennordseite weitere Niederschläge in Form von Regen und Schnee geben. Ab dem Wochenende wird besseres Wetter erwartet. Somit wird der Schnee im Flachland nur ein kurzes Intermezzo erleben.

Nach aktuellen Informationen gab es noch nie in einem Oktober in der Schweiz so viel Schnee – Rekord!

Merwert gefällig?


30.08.2008 – Jonen: Der erste Schnee! Wo bleibt die Klimaerwärmung?

30. Oktober 2008

Heute Mittag traf ich mich mit Mike und Kollege Peter im Stamm-Restaurant „In der Ey“. Seit Tagen ist es empfindlich kalt. Temperaturen um die 9 Grad abwärts. Während des Essens sah ich dann, dass der Regen in Schnee überging. Und das nur 2 Tage nach unserem Urlaub auf Koh Samui!

Der_erste_Schnee_2008_00001
Der_erste_Schnee_2008_00004

Gegen 19 Uhr fuhr ich nach Hause. Dabei geht es über eine Anhöhe – ein Nadelöhr, wo man um diese Zeit sonst nicht im Stau steht – bei Uitikon. Dort schneite es bereits, die Strasse nass, aber auf den Bäumen und dem Grün rundherum, sowie auf den geparkten Autos blieb der Schnee liegen.

Der_erste_Schnee_2008_00007

Zu Hause eingetroffen, fand ich Mike und Peter im Küchenbereich an der Theke gemütlich diskutierend bei einem bayerischen Weissbier. Ich öffnete mir eine Flasche Rotwein und gesellte mich dazu. Wir plauderten über den Urlaub und über sonstige Themen. Dann gegen 23 Uhr ging ich am grossen Wohnzimmerfenster vorbei und blickte beiläufig hinaus.

Der_erste_Schnee_2008_00008
Der_erste_Schnee_2008_00010

„Es ist weiss draussen!“ teilte ich Mike über die Schulter mit. „Es schneit ohne Ende!“ rief ich dann bei der Terrassentür. Die Jungs kamen nach und kurbelten die Jalousien nach oben. Wir gingen in die Kälte und sahen unsere Palme mit Schnee bedeckt. Etwa 5 Zentimeter Schnee lag auf dem Rasen. „Du hättest noch mähen sollen“ scherzte ich zu Mike.

Der_erste_Schnee_2008_00011
Der_erste_Schnee_2008_00012

Dann schnappte ich mir das Fotostativ und schoss die obigen beiden Bilder mit Langzeitbelichtung.

Peter entschloss sich nach den zwei Flaschen Wein zu Dritt und der aktuellen Schneelage, dann doch bei uns zu übernachten, weil er zudem noch Sommerreifen auf dem Auto aufgezogen hat. Ich meinte, dass ich morgen mit den breiten Porscheschlappen nicht mal aus der Tiefgaragenrampe auf die Strasse komme.

Einzig Mike hat auf seinem Benz Winterreifen drauf. Wenn das die ganze Nacht so weiterschneit, dann… bleibe ich morgen früh erst einmal zu Hause; denn keiner der Zürcher und der Leute im Umland hat so früh mit Schnee gerechnet und eben mit Sommerreifen unterwegs ist. Das verursacht erfahrungsgemäss ein absolutes Verkehrschaos um und erst recht in Zürich.


29.10.2009 – Schweizerdeutsch: „Dämmerungseinbruch“ und „Dämmerungseinbrüche“

29. Oktober 2008

Als ich den Artikel in der NZZ las, fragte ich meinen schweizer Kollegen Rolf gegenüber, was er den unter einem „Dämmerungseinbruch“ versteht. „Hmmm.. ich denke, dass ist die Zeit, in der die Sonne Abends untergeht und es so ein graues Licht hat.“ Ich grinste und las die Headline der NZZ vor:

„Bei Dämmerungseinbrüchen 170’000 Franken erbeutet“

Daraufhin meinte Rolf: „Ah! Stimmt! Jetzt ist ja wieder die Zeit der Dämmerungseinbrüche!“. Alles klar, odrrrr?!?

Also bisher verstand ich unter „Dämmerungseinbruch“ oder „Einbruch der Dämmerung“ eben auch die Zeit, in der die Sonne versinkt und es so „dämmerig“ wird (Wikipedia: Den fliessenden Übergang zwischen Tag und Nacht, der durch die Lichtstreuung in der Atmosphäre entsteht“). 

In der Deutschschweiz versteht man unter „Dämmerungseinbruch“ einen Einbruch der bei Dämmerung durchgeführt wird/wurde! Also einen „Einbruch bei Dämmerung“.

„Insgesamt meldet die Zürcher Kantonspolizei aus den Bezirken Dietikon, Meilen, Uster und Horgen elf Einbrüche, die am Montag in der Abenddämmerung begangen wurden. Die gesamte Beute wird auf 170’000 Franken beziffert. Ein mutmasslicher Einbrecher wurde in Thalwil verhaftet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.“

Aber keine Sorge; denn die Dämmerungseinbrecher wurden kurze Zeit später von der Polizei geschnappt („aufgehalten“)

Übrigens: Was haltet ihr vom Tatortfilmtitel: „Einbruch bei Dämmerung“?


30.09.2008 – „SekSchuelSchliere“ oder „Man muss sich anpassen“

1. Oktober 2008

Netzfundstück via Luca! 🙂 Danke!