Und das sogar in einer Geschenkbox in Buchform mit zwei original Texier-Gläsern. Warum das Ganze? Warum heisst der wohl berühmteste „Shot“ in Regensburg „Tex“? Generationen von Studenten wurden im Zarap Zap Zap mit „Tex“ abgefüllt. Und Generationen an Staff-Mitarbeiter haben sich mit den Shots die Lebern zerstört.
Die Texier Weinbrennerei Bingen am Rhein 60er Jahre Deutscher Weinbrand gibt es nicht mehr. Somit gibt es auch keinen neuen Nachschub am originalen TEXIER mehr, der angeblich (anders als der heute verwendete) bei übermässigem Genuss keine Kopschmerzen am nächsten Tag bereitete.
Mal sehen, was ich nun dami mache. Vielleicht nehme ich den mal nach Regrnsburg mit. Ins „ZAP“. Zum Martin und zum Rainer.
Frühstück fiel aus im Novina Hotel Nürnberg. Ich fuhr direkt durch die verschneite Landschaft nach Regensburg. Dort werde ich eine Woche bleiben. Ab Donnerstag findet das „20. Traditionelle Wellness WE“ statt.
Zuerst brachte ich die Wäsche in Mam’s Wohnung zum Waschen. Dann ging ich in den nahen „Bischofshof“ zum Mittagessen. Ich bestellte einen Räucherlachs-Salat und eine Kleine Pfannkuchensuppe. Anschliessend kam die Wäsche in den Trockner und ich fuhr zum Laden nach Harting auf einen Kaffee Latte.
Danach holte ich Claudia ab und wir fuhren zurück zu Mam’s Wohnung, um die Wäsche einzupacken. Anschliessend ging es zu ihrem Sohn Bernhard. Es gab eine Adventsparty mit Knackersemmel und Bier. Dazu Handball im Fersehen und Handball im Wohnzimmer by the Kids.
Anschliessend fuhren wir in die Innenstadt zum Einchecken im Hotel. Diesmal hatte ich das „Hotel Goldene Kreuz“ geschossen. Hier logierte Kaiser Kar der V. während der Reichstage. 1546 schwängerte er dabei das leichte Mädchen Barbara Blomberg.
In diesem Haus von alter Art Hat offt geruet nach langer fahrt Herr KAYSER CARL DER FÜNFFT genandt In aller Welt gar wohl bekannt
Der hat auch hie zu gueter stundt Geküsset einer jungfraw mundt Dann draus erwuchs dem Vatter gleich Der DON JUAN VON OESTERREICH
Der bei LEPANTO in der Schlacht Vernichtet hat der Türckhen Macht Der HERR vergellts ihm allezeit So ietzt wie auch in Ewigkeit
Tjaja. So ist das. Heiliger Boden. Nach dem Einchecken in eine Suite im Hotel, wanderten Claudia und ich durch die Regensburger Weihnachtsmärkte. Am Neupfarrplatz besorgten wir uns einen Glühwein und trafen prompt einen alten Kumpel.
An die Regensburger: Dort, an der Bühne, treffen wir uns dann am kommenden Samstag um 15 Uhr.
Zum Aufwärmen wandernten wir leicht fröstelnd zum „Olle Gaffel“ und ich bestellte etwas „Warmes“: Ein Bier nicht aus dem Kühlschrank. Und für das Herz den sehr guten Nussschnapps. Das und die Heizung auf der wir sassen, erwärmten uns in kurzer Zeit.
Nachdem Augsburg das Bundesligaspiel gegen Frankfurt gewann, mussten wir wieder in die Kälte. Real -4 Grad. Gefühlt -10 Grad. Ich will Sommer!! Aber ich hatte nicht weit. Nur ein paar Meter zum Hotel am Haidplatz. Claudia hingegen wartete 30 Minuten auf den Bus. Taxi gab es keines. Brrrr. Zu kalt.
Die Waage liegt im Kofferraum. Ich hab mich noch nicht gewogen.
#heavyweightlosschallenge #heavyweightlosschallengepart2 #nürnberg #regensburg #christkindlmarkt #hotelgoldeneskreuz #gewichtverlieren #abnehmen Mario Michael
Hotel Goldenes Kreuz Bischofshof Bischofshof Braustuben Regensburg.de Olle Gaffel Regensburg
Ein grosser Teil des TAPKO Technolgogies GmbH Teams lief dieses Jahr beim „Regensburger Firmen-Lauf“ mit! Gratulation an meine Kollegen! Ich verspreche noch nichts, aber vielleicht laufe ich nächstes Jahr mit, sollte ich meine Kondition wiede hinbekommen.
Also da in Regensburg Obertraubling hat Tesla ein riesen Service Center hingebaut. War heute das erste mal dort. Leider nach Ladenschluss (Werktags bis 18 Uhr / Samstag bis 17 Uhr). Bin schwer beeindruckt.
Nun hab ich erfahren, dass das Gebäude schon stand. Es gehörte Ford Dressler. Und Tesla hat sich dort eingemietet. Was auch richtig Sinn macht steuerlich. Und der Dressler freut dich. 😎
Eine riesige Wolke Stare fliegt bei Patras über beim Golf von Korinth. Für meine Regensburger Freunde: Das heutige Patras ist genau an der Stelle, welche man früher Lepanto nannte.
Don Juan de Austria führte die Flotte der Heiligen Liga (Schiffe aus Spanien, Venedig, Savoyen, Genua, Malta, Toskana und päpstliche Schiffe) am 7. Oktober 1571 siegreich in der Seeschlacht von Lepanto gegen die Osmanen. Er war der außereheliche Sohn Kaiser Karls V. und der bürgerlichen Regensburger Gürtlerstochter Barbara Blomberg.
Übrigens: Ein super Erlebnis durch den Kanal von Korinth mit dem Segelboot zu fahren.
Die Geschichte von Barbara Blomberg wird heute eher romantisiert. Sie war wohl eher ein „leichtes Mädchen“, welches dem hohen Herrn als 19-jährige „Nachtbegleitung“ beigestellt wurde. Der Kaiser war sehr alt für damalige Verhältnisse und (wenn man es so sagen darf) hässlich und kränklich. Er hatte ein vorspringendes verformtes Kinn und seine Zähne seien ungepflegt gewesen.
Es wurde viel später gemunkelt, dass sie nach dem Tod ihres Mannes ein eher unrühmliches Leben geführt haben soll: Geheimagenten hatten berichtet, dass Barbara zahlreiche Freier habe und mit der Betreiberin eines Antwerpener Bordells befreundet sei. Als Mutter eines Sohnes des Kaisers geht das natürlich gar nicht. Sie wurde aufgefordert in ein Kloster zu gehen, was sie (natürlich) verweigerte. Daraufhin legte Philipp II – einziger legitime Sohn von Karl des 5. – fest, wo sie sich aufhalten dürfe, um keine weitere Schande zu bereiten.
Auf der anderen Seite wird meiner Meinung nach der Geschichte Don Juan’s in Regensburg viel zu wenig Beachtung geschenkt.
Er war durch den Sieg bei Lepanto zu einem „Supersstar“ geworden. Jeder kannte ihn. Sowohl die alte Welt von Portugal bis Venezien, wie auch die Türken und Araber.
Die Osmanen strebten damals das „Weltreich“ an. Sie sassen in Spanien und richteten sich gegen Frankreich. (Karl der 5.) (Daher die vielen arabischen Namen in Spanien und Frankreich). Sie hatten kurz vorher Zypern erobert. Strategisch eine wichtige Insel im Handel zwischen Venedig, Rom, Byzanz und Gaza und Aleppo in Syrien (Seidenstrasse: Glas, Porzellan, Gewürze).
Der junge Don Juan de Austria setzte sich an die Spitze der alten kampferprobten Generäle. Im Golf vom Patra kam es dann zur entscheidenden Schlacht mit 200 Galeeren und 65.000 Matrosen und Kriegern auf der christlichen Seite und auf der anderen 255 Schiffen mit 80.000 Mann.
Müezzinzade Ali Pascha, der Oberbefehlshaber der Türken, hatte seine Schiffe ebenfalls in drei Geschwader und eine Reserveeinheit aufgeteilt. Seine Schlachtreihe war mehr als 1000 Meter länger als die der Christen. Das Zentrum befehligte Ali Pascha selbst, ebenso wie Don Juan de Austria das der Heiligen Liga.
Die Schlacht vor Lepanto führte zu einer Bereinigung der Einflusssphären im Mittelmeer. Die Osmanen beschränkten sich danach auf die Sicherung ihrer Vormachtstellung im östlichen Teil, während spanische, maltesische und italienische Flotten das westliche Mittelmeer unter sich aufteilten.
Zu Ehren Don Juan die Austria und des Sieges über die Osmanen wurden Städte gegründet. Und zwar fand die Gründung immer am exakt am Jahrestag der Seeschlacht statt.
Juan Latino, Professor für Latein in Grenada und der erste Schwarzafrikaner mit literarischem Erfolg in einer europäischen Sprache, veröffentlichte 1573 ein Austrias Carmen (Gedicht auf Juan de Austria) in zwei Büchern.
Miguel de Cervantes nahm an der Schlacht als einfacher Soldat teil. Er erlitt drei Schusswunden, zwei in der Brust, eine in der linken Hand, die dauerhaft entstellt blieb. Seine Erlebnisse sind in seinen Roman Don Quijote eingeflossen.
Eine eindrucksvolle Darstellung der Seeschlacht bei Lepanto ist eine 1708 von dem Augsburger Goldschmied Johannes Zeckl für die Bürgerkongregation gestaltete Monstranz in der Ingolstädter Asamkirche Maria de Victoria, die in einem „beispiellosen Detailreichtum“ die Schlacht schildert.
In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt von Prien am Chiemsee, einer Barock-Kirche, errichtet 1734–1738, befindet sich ein monumentales Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann, geschaffen 1738–1740, das die Seeschlacht von Lepanto darstellt.
Bis zum heutigen Tag treffen sich alljährlich zum Jahrestag der Schlacht die Angehörigen der an der Schlacht beteiligten Adelsfamilien aus ganz Europa im Vatikan, um dieses Ereignisses zu gedenken.
Nach der Schlacht von Lepanto schuf Andrea Calamech eine Bronzestatue Juans, die 1572 in Messina aufgestellt wurde. In Regensburg gibt es am Geburtshaus eine Tafel und beim alten Rathaus eine Kopie der Statue von Messina, welche zuerst unbeachtet in einem Innenhof stand. Erst nach harten Diskussionen erhielt Don Juan zumindest Beachtung am heutigen Standort.
Ich kann mich noch erinnern, dass es am Haidplatz im Sommer mal ein recht abstraktes Theaterstück über Barbara Blomberg gab. Zusammen mit der Tafel und der Statue gibt es keine Erinnerungen an den Habsburger und ruhmreichen Helden von Lepanto Don Juan in Regensburg.
Don Juan starb mit nur 31 Jahren im Oktober 1578 in Bouge, (Teil des heutigen Namur) in Belgien. Seine Mutter Barbara Blomberg lebte noch 20 Jahre weiter und starb 70-jährig 1597 in Spanien.
Ich hielt mich die letzten 2 Wochen wieder in meiner Heimatstadt Regensburg auf. Seit die Corona Massnahmen ein Arbeiten erlauben, findet man auch auf der Strasse neue Baustellen. Da ich mit dem Fahrrad in die Innenstadt fahre, fiel mir das neueste Bauwerk in meiner direkten Umgebung im ersten Moment gar nicht so auf. Erst als ich mit dem Auto „Slalom“ fuhr. Mitten in der breiten Prüfeninger Strasse bei meiner Ex-Schule „Goethe Gymnasium“ an der Kreuzung hat man eine aussergewöhlich breite Verkehrsinsel errichtet. Zudem die Bordsteine rechts und links abgesenkt und so Rollstuhl- und Kinderwagengerecht gebaut. Parkverbotsschilder vor und nach „der Insel“ sind neben dem zentral eingepflanzten „Pfeilschild“ die einzigen Hinweise für Autofahrer.
Da ich in der Gruppe „Du bist ein Regensburger, wenn…“ Mitglied bin, habe ich mal dort die Frage gestellt, welchen tieferen Sinn diese Insel ergibt. Hier der Text dazu.
Die Spuren am Randstein der Kanten zeigen, dass sich hier schon einige die Reifen und Felgen kaputt gemacht haben. Die Busfahrer der Gelenkbusse freuen sich auch sicher über diesen Slalomparkour. Die temporären Parkverbotsschilder zeigen, dass es noch nicht ganz fertig gebaut ist. Der genaue tiefere Sinn dieses hässlichen und unzweckmässigen Vehikels seltsamer Verkehrsplanung hier ist welcher??
Weil:
(1) Fussgängervorrang für Schulkinder kann es ja nicht sein, denn es fehlt der Zebrastreifen hierfür.
(2) Verkehrsberuhigung kann es auch nicht sein, denn man darf eh nur 50 fahren hier.
(3) Eine „Abbiege- oder Einfädelhilfe“ kann es auch nicht sein, denn die Goethestraße ist eine wenig befahrene Nebenstraße und für die Tankstellen Besucher baut man das ja dann wohl auch nicht extra.
(4) Ein „Testbau“ für die Stadtbahn kann es auch nicht sein, denn hier ist gar keine Straßenbahn geplant.
Also. Was soll das?
UPDATE: 03.06.2020: Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung
Andrea hat mir grad mitgeteilt, dass „Die Insel“ jetzt auch in der MZ ein Thema ist: (Wobei mir die Insel kein „Dorn im Auge“ ist. Die Insel ist so nur nicht fertig, wenn es sich tatsächlich um eine „Schüler-Querung“ handeln sollte; denn es fehlt der Zebrastreifen, die Beschilderung und die Beleuchtung dafür. Dann macht es Sinn; denn dann haben Fussgänger Vorrang, das Unfallrisiko ist minimiert.) https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/neue-verkehrsinsel-erhitzt-die-gemueter-21179-art1912295.html
Das Haus Heuport in Regensburg selbst und die Treppe nebst Stallungen daneben sind ein fester Bestandteil meiner (privaten) Stadtführungen für meine Freunde und Kunden, die Regensburg so direkt noch nicht kennen.
Dabei kommt auch immer die Figurengruppe vor. Bei der Figur links war ich bisher der Meinung, dass es sich um einen Bischof oder Priester handeln würde, was auch die Nähe zum Bischofssitz gegenüber erklärt hätte. Denn das „Haus an der Heuport“ war Sitz der Kurböhmischen Gesandtschaft von Seidewitz. Dort wurden im Tanzsaal rauschende Feste gefeiert, an welchen auch gerne die Priester und Bischöfe der gegenüber liegenden Liegenschaft teilnahmen.
Ein Priester – Auch anhand des Gewandes wegen. In der linken Hand hielte er die Bibel verdeckt und in der rechten den Apfel der Verführung; denn just in diesem dargestellten Moment gibt sich der Bischof seinem teuflischem Verlangen hin und möchte das Mädchen verführen. Das teuflische Verlangen bzw. die Verführung (welche anschliessend die Vertreibung aus dem Paradies erzwingt) wird in der Bibel ebenso durch Schlange und Apfel dargestellt. Das Mädchen zeigt sich nicht abgeneigt und bringt neben der Wolllust und Fruchtbarkeit (Hand an der Brust) gleich die Mitgift (Beutel mit Dukaten) mit. Das Zölibat (unvermählt lebend) gilt übrigens seit 1073 nur für Priester, die zum Zeitpunkt der Weihe noch unverheiratet sind. Somit sollte das Bildnis vielleicht eher eine Warnung an die jungfräulichen Mädchen sein, die bei den Festen die Treppe hinaufstiegen.
Damals in den 80ern gab es noch kein Mobiltelefon, kein Facebook, kein Whatsup. Man fuhr mit der 80er Honda MTX, mit der Honda FT500 oder später mit dem Auto in die Stadt und „checkte“ die üblichen verdächtigen Lokale ab. Oder man verabredete sich per Mundpropaganda und Sprachpost.
So startete man zum Beispiel im „Rock Café“ beim Mane am Haidplatz (Heute „Café Lila“) oder im „Peaches“ (heute „Spaghetteria Aquino“) bei der Heidi in der Glockengasse. Dort spielten wir im Untergeschoss Billard. Damals muss ich so 16 bis 18 gewesen sein.
Ganz früher! Mit den Kollegen beim Grillen bei der Mariahöh! 1984
Eigentlich traf man dort immer irgendwen der Clique. Den Stiefel, den Tom oder den Roberto. Letzterer wohnte am Haidplatz und sein Wohnzimmer war das „Rock-Café“.
Wenn dort ausnahmsweise keiner der Freunde war, dann fragte man den „Mane“ vom Rock-Café, wo die Jungs abgeblieben seien. Der Mane antwortete früher schon so, wie auch heute noch im gleichen kollegialen für Auswärtige etwas seltsam klingenden Tonfall:
„Die sind im Laternchen, die Zipflklatscher mit ihren Tussies! Haut’s doch ab und kommt nie mehr! Wenn ihr wieder mal reinkommt, dann ist einfach das Bier aus! Wir sehen uns später im Zap oder Tangente, wenn ich dann noch Lust hab! Na Servus!“
Staff-Party im Factory Regensburg
Dann liess man sein Bier anschreiben und wanderte zum Robert ins „Laternchen“ in der Glockengasse. Wenn der Rest der Mannschaft im „Knallfrosch“ oder im „Peaches“ war, so sammelte man die Kollegen dort ein. Und dann wurde diskutiert, ob man zuerst ins „Factory“ zum Ischtl und dann ins „Zap“ oder zuerst ins „Tangente“ und zum Absacker ins „Zap“ gehen sollte.
Factory Heartbreakers Gewinner beim Kneipenturnier
Das „Peaches“ von der lieben blonden Heidi war gegenüber vom „Laternchen“ vom Robert in der Glockengasse. Einen Steinwurf daneben war der „Knallfrosch“ vom Hans und das sehr warme „Jeans“.
Wir starteten aber meist im „RockCafe“ beim Manfred zum Backgammon und Billardspielen. Damit verdiente ich mir während der Lehrzeit etwas Geld dazu.
Getränkekarte vom Rock-Café
Damals existierte der sogenannte „Idioten Kreisel“ noch: Arnulfsplatz-Bismarkplatz-Gesandtenstrasse-RoteHahnenGasse-Haidplatz-Ludwigsstrasse. So sassen wir vor dem „Rock-Café“ auf der Treppe oder an einem der Tische und warfen Bierfilzl oder Kronkorken durch die offenen Fenster der Autos, die mit lauter schrecklicher Rap-Musik im Bauern Golf GTIs und Landnummer zum 3. Mal an uns vorbeifuhren. „De bledn Kapplträger“ – mit weit zurückgelehntem Vordersitz und Cap verkehrt rum auf dem Kopf, die Kippe im Mundwinkel.
Die Schickies gingen in die „Galerie“ am Kohlenmarkt, die inhabermässig mit dem RockCafe zusammen gehörten. (Gehörte es dem Justl?). Es gab einen Türsteher am Nachmittag!! Die Möchtegern Schicksen dort waren uns aber zu hochnäsig und meist Studentinnen aus dem Preissn-Land. Schickeria und Regensburg widersprach sich in Regensburg damals von Haus aus. Und heute erst recht.
Im „Türmchen“ unten im Goldenen Turm in der Wahlengasse und in der „Oma Plüsch“ vom Rötzer Thom feierte ich legendäre Geburtstage.
Geschäftsführer vom „ZAP“ war der Rötzer Thom. Beide Locations waren mein zweites Wohnzimmer. Mike und ich arbeiteten dort als Haus- und Hofelektriker alias „Kurzschluss“ für den Inhaber Martin Fuchs.
Geburtstag im (alten) „Oma Plüsch“ mit Carmen und „den üblichen Verdächtigen“.
Es gibt tolle Geschichten, von Cola-Weizen gefüllten MK2 Plattenspielern, deren „Saft“ mir beim Abtransport an den Hosenbeinen runterlief. Einem Erdschluss in der oberen Cafébar, der das „ZAP“ an einem Samstag abschaltet. Als Mike und ich dann nach Notfall-Anruf die Treppe in das Gewölbe runtergingen, sangen die Gäste im Kerzenschein romantische Lieder.
Als Mike und ich die Ursache fanden und Sound und Licht wieder einschalten, brandete tosender Beifall auf und wir liessen uns feiern. Haha. So geil!
Oder von einem legendären Weiberfasching im „Oma Plüsch“, bei dem der DJ auf die geniale Idee kam den immer wieder überhitzten, weil aussetzenden Verstärker mit Eiswürfelbeuteln zu kühlen! Das abtropfende Kondenswasser sorgte für eine Pause mitten in der Party und Totalausfall des Sounds. Nach einem Notfall-Anruf baute ich meinen eigenen Yamaha-Verstärker von Zuhause ein und die Party konnte weitergehen.
Getränkekarte vom ZarapZap
Das „Shugar Shake“ haben die Kerschers mal aufgeräumt. Da war ich nicht dabei. Aber beim Sonntagsboxen auf der Dult habe’s mal ein Zelt ausgeräumt. Da war ich mittendrin. Besser „unter einer Bierbank“.
Das ehemalige Sugar Shack in Regensburg (teilweise in den historischen Akten auch als Sugar Shake geführt) war eine bekannte Diskothek von 1979-1982 in der Regensburger Altstadt. Sie befand sich in der Obermünsterstraße 14, einer Strasse, die bis heute für ihr Nachtleben bekannt ist. Vor dem Sugar Shack war dort das Riverboat ansässig (1968–1979).
Direkt danach zog der Club New Orleans ein (1984–1989). Die Räume wurden über die Jahrzehnte hinweg immer wieder von verschiedenen Clubs genutzt (darunter das Suzie Wong oder das Millennium). Heute befindet sich an dieser Adresse der Nachtclub Rauschgold.
Im „WhyNot“ in der Obermünsterstrasse war es am Wochenende immer massiv eng. Kam man zu spät so blieb die Tür gleich zu. Der Kateh hatte das. Heute bedient er noch genauso freundlich im „Bistro Mari“ im Gewerbepark. Dort gibt es die beste Currywurst in Regensburg.
Eine andere noch lebende Legende ist der Ley vom „Singapore“ im Gewerbepark. Weder er noch die Räumlichkeiten mit dem grossen Aquarium, Billardtisch und Dartautomaten haben sich verändert.
Unter dem „Singapore“ gab es noch den Mitternachtsschuppen „Cotton Club“. Dort ging man die Treppe runter, wenn man Lust auf Gulaschsuppe hatte. Mitten in der Nacht. Bis zum Sonnenaufgang.
Ganz jung hab ich mal im „M“ in der Ostengasse aufgelegt. Da war schräg gegenüber der „Paulaner Keller“ in der Ostengasse. Von den Parties dort unten hab ich noch Fotos.
VIP Karte vom „M“ vom Kremser Gerd
Im „Sudhaus“ und im „Scala“ vom Neli Färber hat nie die Lüftung funktioniert, so dass der DJ Jörg und ich mit dem Alf immer mit Prosecco flaschenweise kühlen mussten. Später hat das „Sudhaus“ dann der „Angel“ übernommen. Legendär. Alf hinter der Bar.
(Video vom Scala aus der Zeit)
Die Claudia und die Karin besuchten wir im „Airport“, wo ich mir kurz vor dem Praktikum in Portugal eine saubere Blutvergiftung an der linken Hand beim Tequila-Trinken geholt habe.
Ganz selten hielt ich mich im „Novelle“ auf. Wirklich ganz selten. Das ein oder andere Mal hatten mich die Kollegen rund um Rainer mit abgeschleppt ins „Hin und Mit“, wie ich es nannte.
Die legendäre Kult-Kneipe Crocodile in Regensburg befand sich am Theodor-Heuss-Platz 4 (Ecke Puricellistraße). Laut den Gaststättenakten des Stadtarchivs Regensburg war die Bar dort von 1988 bis 1996 gemeldet und prägte vor allem das Regensburger Nachtleben der wilden 80er- und frühen 90er-Jahre. Betrieben wurde sie damals vom stadtbekannten Gastronomen Dieter, der in Regensburg auch für das Confetti in der Puricellistrasse und das Tangente bekannt war.
Auch das „Number One/Ramazzotti/Kneipendorf“ im ehemaligen Donauhotel vom Wolle (RIP) war ganz nett. Der Wolle und der Ley vom „Singapore“ hatten zusammen zuerst das „Ramazzotti“. Dort war im Barbereich aus Spiegeln eine Skyline nachgebildet an der Wand. Die Tubelight-Beleuchtung rundherum war von mir. Da arbeitete der Schwarm vom Kerscher Mich hinter der Bar. Der Wolle ist viel zu früh überraschend verstorben.
Peter mit 19 (Sommer 1982) am Almer Weiher. Stilecht mit Goldkettchen und Netzshirt. Im Hintergrund mein erstes Auto – ein 45PS VW Polo – gehörte vorher einem Pfarrer – beim Schneeberger Grossprüfening gekauft. Die Boxen waren herausnehmbar und beschallten den gesamten Weiher. Bis die Autobatterie leer war.
Im Sommer ging es am 1. Mai zu Rainer’s „Cantina“ am Guggy. Das Cantina feiert dieses Jahr 35 Jähriges. Der Erdbeerkuchen von „der Mam“ mit viel Sahne hat am Wochenende früh morgens schon viele Leben gerettet.
Hier die traditionelle 1. Mai Saison Eröffnung beim Rainer. Wir haben schon geSUPt, da hiess es noch „Surfen“ mit dem unsinkbaren Brettern mit Mittelschwert.
Morgens nach der Partynacht? Da ging es zum meist zum „WürstlToni“. Dort trafen sich die Hungrigen und warteten, dass der Toni die Bänke, Tische und das Dach aufbaute und Punkt 5 Uhr mit den Bratwürstl loslegt.
Wir warteten aber lieber 30 Minuten, bis die Hungrigsten und Drängelndsten a gefüttert waren und „unser Tisch“ rechts frei wurde. Dann gab uns die Oma die legendären zwei Langen Braune mit allem auf am Teller, a Breznstangerl und an Kaffee. „Mit allem“ bedeutet heute noch in Regensburg – speziell an der Wurstbraterei am Christkindlmarkt – mit Süsse Senf, Essiggurkerl und scharfem Meerrettich (Kren).
Der Toni am Grill, die Claudia am Knackersemmeln verteilen und kassieren, die Oma sorgte für Ruhe und die „Extrawurst“ für Stammgäste. Manchmal wanderten wir nach dem Zap auch mal in die „Marina Bar“ auf eine Salzgurke und einen starken Kaffee.
Die „Max Bar“ unter dem Hotel Maximilian gibt es auch noch mit gleicher Einrichtung. Da war ich kürzlich aus Versehen mit Gästen aus London. Ich fühlte mich in einer Zeitmaschine mit den roten Plüschpolstern und Spiegelkugeln. Auch an der Bar saßen noch zwei Mädels mit blonden Locken am Kopf, bunter Kriegsbemahlung und 80s Klamotten.
Das legendäre „Paletti“ – eine Regensburger Institution seit 1985 gestartet von Cornelius „Neli“ Färber von der „Namenlos GmbH“ – hatte bei uns intern einen Spitznamen, der sich von den Hintern der Personen ableitet, die man beim Vorbeigehen auf den Heizungen sitzen sah. Mittlerweile sind die Scheiben beklebt. Im „Orpheé“ vom Neli waren wir auch oft. Im Jahr 1977 verwandelten Neli Färber und Weggefährten das Lokal in der Regensburger Altstadt in ein Stück Paris. Dort standen wir an der Bar und nippten am Bier oder am Milchkaffee, bevor wir ins „Zap“ oder ins „Tangente“ weiterwanderten. Neli Färber hat die wilden Anfänge, den kreativen Wahnsinn und den Alltag in einem von ihm verfassten Orphée-Buch festgehalten.
Was es damals schon gab und immer noch gibt ist das „Rosarium“ – das Schweizerhaus. Das Regensburger Rosarium geht auf das Jahr 1871 zurück. Es entstand als Schweizer Landhaus mit Laubengängen und Rosenbeeten im Westrand des Dörnbergparks, den der Freiherr Ernst Friedrich von Dörnberg ab 1832 erworben und ausgebaut hatte. Heute ist das historische Gebäude ein beliebtes Ausflugsziel mit Gastronomie. Dort ging ich gerne mit meinem Date hin und man näherte sich entweder im sonnigen Wintergarten oder im romantischen Rosengarten aneinander an. Der Dörnbergpark ist eine der Ruheoasen im Inneren Westen von Regensburg. Ah, und die Soundanlage war auch mal von mir. Yamaha Verstärker und JBL Control 1 in der Decke für gleichmässige nicht störende Hintergrundbeschallung.
Im Äusseren Westen an der Grenze zum Rennplatz eröffnete 1987 die Bar „Brazil“ von Hansi Jehl. Und er besitzt sie heute noch. Das war auch eines meiner frühen Dating-Lokalitäten. Es gab und gibt leckere Cocktails und früher meine Laibspeise „Schinkennudeln“! Im Sommer 2026 wurde bekannt, dass der BR den Pachtvertrag des Kult-Wirts nicht verlängert hat und das Mietverhältnis im Oktober 2026 enden soll. Daraufhin formierte sich massiver öffentlicher Widerstand in Form von Unterschriftenlisten und einer Online-Petition, um das Brazil als Regensburger Institution zu retten.
Auf jeden Fall war das „Chaplin“ die Stammkneipe in meiner Zeit als VfB Fußball Präsi. Über drei Jahrzehnte hinweg (1982–2015) bewirtete das Chaplin Gäste mit mediterranen und gutbürgerlichen Speisen und bot einen beliebten Biergarten. Es war untrennbar mit dem Flair des angrenzenden Ostentorkinos und der Kinokneipe im Regensburger Osten verbunden.
Fasching in der „Ranch Pielenhofen“ / Natalie&Peter, vorne Harry Le
Weiter Draussen am Land gab es die „Ranch“ in Pielenhofen. Dort lernte ich die Natalie vom „Schneck“ kennen und damit war ich in der Regensburger „Szene“ angekommen. Sehr cool war das. Der Harry Le hat aufgelegt und ich war „Light-Jockey“. Nach Dienstschluss in der „Ranch“ ging es oft noch in das „JackyD“ in Undorf. Und wenn es uns in R. mal angurkte fuhren wir ins „Roxy“ nach Straubing oder ins „Big Apple“ nach Kelheim.
Und „ganz früher“ ging man ins „Neubert“! Hier ein Foto vom Fasching 1983. Mike als Baby, Birgit als Harlekin, Peter als Pumuckerl!
Ich finde immer wieder Fotos von damals. Somit wird dieser Beitrag langsam und unregelmäßig erweitert.
Die liebe Moni (Monika Lade) hatte den Beitrag auf FB gesehen. Nun hat sie mir Fotos vom Neubert, vom Café Central und vom Tanzen im Kolpinghaus geschickt.
Im Foto Fundus von Moni befand sich sogar ein Bild von Birgit und mit im Neubert. Muss 1983 gewesen sein. Birgit liess sich beim Friseur am Dom eine Dauerwelle machen. DJ Günther im NeubertFasching im Neubert. Das ist der hintere kleine Saal.Die harten Jungs im NeubertAufbaukurs im NeubertMoni mit Kollegen im NeubertSamstagabend im NeubertMoni (links) beim SchwofenDas könnte im Café Central sein. Dormationsauftritt vom Neubert im Kolping beim Abschlussball Moni unten 2. Von links.Die Bar im Café CentralVor dem Neubert? In der Mitte das das könnte der Zirngibl Claus sein.
Wer sich erkennt, bitte in den Kommentaren oder Mail melden. 😎🎸💃🕺Auch wenn noch jemand Fotos aus der Zeit hat. Immer her damit!