13.12.2008 – Regensburg: Ein Wellnesswochenende am Regensburger Christkindlsmarkt

13. Dezember 2008

Kapitel 1: Die Anfahrt. Am Freitag um 18 Uhr packte ich meinen Laptop ein, verabschiedete mich und wanderte zu Mike ins Büro. Es schneite leicht und es fröstelte mich ein wenig. Mike wollte „nur noch eine Mail wegschicken“. Tja, und das dauerte. Somit kamen wir erst um 19 Uhr weg aus Zürich und steuerten Winterthur an.

Dort trafen wir uns mit Jury und Chrigel. Wir ratschten noch ein wenig, tranken den ein oder anderen Kaffee, bis Jury uns eröffnete, dass er leider nicht mitfahren könne. Seine gesamte Familie litt unter einer akuten Grippe. Ergo starteten nur 3 Jungs ins „Wellness-Wochenende“ nach Regensburg. Chrigel steuerte seinen Audi S4 Quattro gemächlich über die Schweizer Autobahnen, bis wir zum Auftanken im Mc Donald in Lindau ankamen. Dort nahmen wir eine „Brotzeit“.

Aber dann: Den Berg rauf packte er bzw. der Audi die PS aus und wir beschleunigten nahe der Lichtgeschwindigkeit. Apropos „Licht“: Vollmond! Die Nacht erleuchtete der Vollmond und zusammen mit der weiss bepuderten Landschaft sah es eben nicht nach dunkler Nacht aus. Ohne jegliche Komplikationen erreichten wir gegen 1 Uhr Regensburg.

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Die Nacht war kurz aber „ausgeschlafen“. Gegen 11 Uhr weckte uns Mam. Sie hatte das Frühstück hergerichtet. Während sie sich ein Taxi nahm, um zum Christkindlsmarkt zu fahren, starteten wir in den neuen Tag. Zuerst meldete sich Bernhard. Er würde zu Hause aufräumen, da Besuch anstand. Käme dann aber gegen 18 Uhr zum Christkindlsmarkt. Dann rief ich Harry an. Wir verabredeten uns um 15 Uhr in der Innenstadt.

Na denn kann das Wellness-WE in Regensburg beginnen.


22.10.2008 – Regensburg: Schnee und Suzi’s 40. Geburtstag

23. November 2008

Dieses Wochenende ging es noch einmal nach Regensburg. Wir starteten am Freitag gegen 21:30 Uhr. Schon seit über eine Woche wurde von den Meteorologen ein Kälteeinbruch vorher gesagt. Allerdings liess dieser – zumindest in Zürich – noch auf sich warten. Bei Abfahrt herrschte eine Temperatur von um die 6 Grad und es regnete ein wenig. Wir packten unsere sieben Sachen in den Blauen Benz mit Winterreifen und starteten in die Nacht.

Erst als wir in St. Margreten die Grenze zu Österreich passierten fing es leicht zu schneien an. Direkt bei der Auffahrt auf die Autobahn A96 Lindau-München kamen dann ganz dicke Flocken und schliesslich bedeckte dann der Schnee das letzte im Umbau befindliche Teilstück, welches wir nur mit um die 50 km/h befahren konnten.

Nach Memmingen klarte der Himmel aber wieder auf und liess die Sterne durch. Die Strassenverhältnisse besserten sich und bei München war nur noch der Grünstreifen rechts der Autobahn leicht bepudert, die Strasse selbst trocken. Erst ab Holledau Richtung Regensburg lag wieder etwas mehr Schnee auf der Fahrbahn, beeinträchtigte aber die Fahrt nicht. So kamen wir nach 4 Stunden 30 Minuten wohl behalten in Regensburg an.

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Die ganze Nacht schneite es, was der Räumdienst in Regensburg nicht ganz mitbekommen zu haben schien; denn Schnee bedeckte die Strassen am nächsten Tag durchgängig und die Fahrt zum Restaurant „Shah’s Garden“ am Sallerner Berg gestaltete sich eher zu einer langsamen Rutschpartie. Dort fand ab 19 Uhr die gemütliche Geburtstagsparty von Suzi statt.

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Während wir den Empfangssekt schlürften betrachteten wir die von Suzi’s Mann Gerd digitalisierten Bilder auf einem Flatpanel-TV. Es ist schon ganz witzig zu sehen, was so in den letzten 25 Jahren für Momentaufnahmen gemacht wurden.

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Am Freitag nach der Arbeit durchstreifte ich noch in Zürich das Einkaufszentrum Letzipark auf der Suche nach Schweizer Delikatessen – und da kam einiges zusammen. Mam verpackte dann mit gewohnter Sorgfalt die Ware bayerisch-schweizerisch. Diesen schönen Geschenkkorb übergaben wir dann an Suzi. Sie und Gerd werden sicherlich ihre Freude zusammen mit den Kindern an den Schleckereien haben.

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Wir schoben uns zwei Tische zurecht und setzten uns mit Sandra, Frank, Anette und Markus an einen Tisch. Normalerweise trifft man sich eher selten – eher zufällig. Aber so eine Gelegenheit mit guten „alten“ Freunden aus frühesten Tagen in dieser Konzentration wieder zusammen zu treffen ist ganz selten. So gab es zwischen dem vorzüglichen Mahl und der professionellen Bauchtanzeinlage von Niki viel zu erzählen und zu plaudern. Tja, wir blieben bis zum Ende gegen 3 Uhr morgens und tauschten noch die neuen Adressen aus. Es wird sicherlich bald ein Wiedersehen geben.


15.11.2008 – POD „Picture of the Day“ – Herbstlicher Sonnenschein in Regensburg

15. November 2008

Gestern Abend düsten Brüderchen und ich gemütlich nach Regensburg. Vier Stunden Fahrtzeit für 550 Kilometer ist eine gute Zeit. Grösstenteils sternenklar – dafür Temperaturen um den Gefrierpunkt – fuhren wir durch die Vollmonderleuchtete Nacht. Nur ab und zu störte der herbstliche Nebel mit Sichtweiten unter 100 Metern die gleichmässige Fahrweise.

Während Mike am Samstag im Einkaufszentrum ARCADEN verweilte, machte ich mich auf den Weg in die Regensburger Innenstadt und schoss wie ein Tourist ein paar Fotos vom herbstlichen Regensburg bei Sonnenschein und grösstenteils blauem Himmel. Auf dem Neupfarrplatz stehen schon die meisten der Buden, welche zeigen, dass der Regensburger Christkindls-Markt bald seine diesjährige Eröffnung feiert.

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Während ich auf Mike wartete, traf ich zufällig auf Erwin. Zum Aufwärmen und Ratschen zogen wir uns in wärmere Gefilde – dem „Paletti“ auf den ein oder anderen „Café Latte“ zurück. Als Mike eintraf verabredeten wir uns mit „Harry“ im Bistro „Alex“. Auf dem Weg nach Hause begegnete uns noch Peter und Heidi – aus Regensburg. 🙂

Nun bereiten wir und auf den abendlichen Ausgang vor. Mike liegt auf dem Sofa und schläft ein wenig vor. Daneben Kater „Felix“. Und ich tippe noch ein wenig und grüsse Euch aus der Oberpfalz.


13.09.2008 – Axel wird Fünfzig oder „Die Party im Gwäxhaus“

15. September 2008

Am Samstag fuhr ich nachmittags im strömenden Regen nach Regensburg. Nahe Bregenz stellte ich fest, dass ich den Akku der Nikon im Ladegerät stecken gelassen hatte. Ein Geburtstag ohne DigiCam? Das ging nun überhaupt nicht. Somit entschloss ich mich im Bregenzer MediaMarkt kurz vor Ladenschluss einen Ersatzakku zu kaufen. Nach Lindau hörte der Regen auf und die Strasse war trocken. Somit freute sich mein „kleiner Schwarzer“ darüber, dass ich die Ventile ein wenig durchblasen konnte.

Kurz nach 21 Uhr traf ich am Samstag in Regensburg in der „Party-Location“ ein. Axel feierte seinen Fünfzigsten im „Gwäxhaus“ des Blumen Trede – eine wirklich sehr angenehme und ausgefallene Möglichkeit – zusammen mit seiner Verwandtschaft und engen Freunden und Kollegen. Es gab viel Gutes zu Essen und angenehme Gespräche bis spät in die Nacht.

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Am nächsten Morgen offerierten Axel und Angela ein grosses Frühstück und die Verwandtschaft machte sich anschliessend bei Sonnenschein auf eine kleine Strudelrundfahrt auf der Donau. Ich verabschiedete mich gegen Mittag und fuhr anschliessend mit Mam zur Besichtigung ihres herbstlichen Gartens. Mam erntete Tomaten, Paprika und Bohnen, welche ich nach Zürich mitnehmen durfte.

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Gegen 18 Uhr verliess ich Regensburg und fuhr voll beladen wieder zurück nach Zürich. Die etwa 3 Kilo Tomaten aus Mam’s Garten verarbeitete ich gleich am Montag zusammen mit der Paprika zu einer Tomatencremesuppe, welche sich Mike, Kollege Peter und der Regensburger Gast Hans-Joachim schmecken liessen. Gleichwohl als Abschluss des kurzen abwechslungsreichen Abstechers nach Regensburg.


02.08.2008 – Mike’s 40. Geburtstag oder „The Big Swiss-Bavarian Surprise Party!“

3. August 2008

Mike dachte eigentlich die Geburtstagsfeierlichkeiten seien am Montag abgeschlossen. Aber nicht mit mir. 🙂 Seit Wochen plante ich den zweiten Streich: Per Doodle und Mail fragte ich Freunde von Mike und mir an, die Mike entweder seit der Jugend oder das letzte Jahr in der Schweiz begleitet haben; denn am 01.08.2008 feiert Mike auch noch „1 Jahr Schweiz“! Richtig, am Schweizer Nationalfeiertag 2007 zog Mike von Regensburg nach Zürich. Termin für „The Big Swiss-Bavarian Surprise Party!“ Samstag 02.08.2008. Somit plante ich eigentlich eine „One Year Switzerland 40 Years Mike Party“.

Donnerstag – Die Vorbereitungen: Mike ist immer noch ahnungslos. Ich trat meinen Urlaub an und nutzte den Donnerstag um einzukaufen. Das Problem dabei: Wie lagere ich Ware für eine am Samstag stattfindende Geburtstagsparty, von der Mike nichts mitbekommen soll? Alles eine Frage der Tarnung. Tina bot mir dankenswerter Weise ihre Hilfe an beim Einkaufen und bei den getarnten Vorbereitungen.

Während Mike in der Arbeit weilte, verabredete ich mich mit Tina. Problem: Ich benötigte zum Einkaufen „den Benz“. Damit war allerdings Mike in die Arbeit gefahren. Unter dem Vorwand uns einen eigenen Rasenmäher zu kaufen, rief ich Mike an und wir wechselten so die Fahrzeuge. Er durfte das BMW-Töff fahren und ich den Benz. Kurz nach Mittag traf ich mich mit Tina und wir fuhren nach Affoltern am Albis zum Einkaufen.

Zuerst besorgten Tina und ich den angesprochenen Rasenmäher beim COOP Bauen&Hobby. Damit die Gäste auf der Terrasse dann auch anständig sitzen können, nahmen wir noch eine Biertischgarnitur samt Auflagen mit. Dann kauften wir die Lebensmittel für ca. 20 Gäste ein. Die Essensplanung:

  • Bayerisch: Leberkäs (Fleischkäse)
  • Schweizerisch: Älplermakronen

Mit voll gepackten Kofferräumen fuhren wir zurück nach Hause und verräumten unsere Einkäufe. Als Mike nach Hause kam, durfte er zuerst einmal den Rasenmäher montieren. Und ich probierte das neue Gerät gleich mal aus. Und: Der neue Mäher überstand das erste Mähen nicht! Mist, somit musste ich das Gerät gleich am Samstag wieder umtauschen, was sich als etwas kompliziert und langwierig herausstellte; denn wir erwischten den von uns hinterher zum „Verkäufer des Monats“ gekürten Mitarbeiter bei COOP. Aber das ist eine andere Geschichte.

Als der Rasen trotz Schwierigkeiten in der Trimmung des Mähers auf Golfgrashöhe gebracht und frisch gewässert war, setzten wir uns auf die Terrasse und nahmen noch ein paar Gläser Wein – bis spät in die Nacht.

Freitag – Das Warm-Up: Ich versuchte möglichst unauffällig am Nachmittag die Wohnung in Schuss zu bringen, während Mike auf dem Sofa lag und abwechselnd von vollkommen unbehelligt mit iPhone und MacBook spielte. Plötzlich klingelte es and er Wohnungstür. Ich befand mich im Garten und rief Mike zu er solle mal bitte öffnen. Wiederwillig grummelnd erhob er sich und ging zur Tür, öffnete diese und vor der Tür standen Bettina und Annette!

Es gab ein grosses Hallo und Mike war für’s erste überrumpelt. Was macht „Bettl“ zusammen mit Annette in Jonen? Sie erzählten ihm, dass sie etwas „Urlaub“ machen würden. Gute Ausrede. Nachmittags bereiteten wir den Grill vor und plauderten und lachten dabei viel. Dann klingelte es erneut an der Tür. Mike öffnete und Olivia stand mit Jeannine davor. Mike war wieder platt.

Dann gingen wir zum gemütlichen Teil des Schweizer Nationalfeiertages über. Wir servierten BBQ mit Nudelsalat ala Pan – ein klein wenig scharf. Auch hier gab es anregende Tischgespräche mit viel Spass gewürzt.

Da Jeannine am nächsten Tag selbst Geburtstag feiert, verabschiedeten sich die beiden schon am frühen Abend. Schade, denn so fuhren wir nur zu viert in die Stadt mit dem Ziel „Seebad Enge“. Dort verbrachten wir den Abend und sahen uns die aufsteigenden Raketen zum Feuerwerk direkt am Zürisee bei Live-Musik an.

Wie man oben auf dem Bild erkennt, hatten wir Spass. Aber auch der schönste Schweizer Nationalfeiertag geht einmal zu Ende. Somit fuhren wir nach Hause, nahmen noch ein Glas Wein oder einen Kaffee und legten uns schlafen.

Samstag – Friends are comming: Mike hielt es nicht mehr aus. Er fragte mich: „Was kommt noch alles auf mich zu?“. Ich meinte nur: „Abwarten. Es wird noch lustig heut Abend!“ und grinste mir eines. Wir fuhren gemeinsam zu Einkaufen (Teil 2) und tauschten den elektrischen Rasenmäher um – gegen Markenware. Unter einem Vorwand (Kauf mal bitte eine grüne Tonne) schickten wir Mike noch einmal zum Einkaufen nach Affoltern. Er sollte ja von den Vorbereitungen nichts mehr mitbekommen.

Bei bestem Königswetter richteten wir zwischenzeitlich die Terrasse partytauglich her, bauten die Biertischgarnitur auf und setzten die Bayernfahne. Gegen 17 Uhr trafen dann Chris und Beat – ebenso wie Bettina  und Annette aus Regensburg angereist – bei uns ein. Dann kam ein Freund nach dem anderen und unsere Nachbarn fanden sich ein. Mike grinste wie ein Maikäfer im Sommer und freute sich ohne Ende.

Die „dütschen“ Mädels (Bettl, Annette und Anke) nahmen als erste die Küche in Beschlag und zauberten den Nachtisch. Dann gaben diese den „Kochlöffel“ an die Schweizer Maidli ab (Tina und Moni), um die Älplermakronen vorzubereiten. Erst dann durfte ich mit dem Leberkäs und dem obligatorischen Nudelsalat ala Pan (ein wenig scharf) in das Küchentreiben eingreifen.

Dankenswerterweise stellten unsere Nachbarn Alex und Alice ihren Backofen zur Verfügung; denn sonst wären die drei Gänge nicht rechtzeitig quasi gleichzeitig fertig geworden. So aber konnten wir ein sauberes „Z’nacht“ bayerisch-schweizerisch servieren. Es schmeckte soweit ich das an den Gesichtern und den anschliessend leeren Töpfen ablesen konnte – extra vorzüglich.

Mike freute sich wie ein Schneeglöckchen im Sommer und kam aus dem Erzählen gar nicht mehr heraus. Mit so einer „Geburi-Party“ mit so viel Freunden hatte er überhaupt nicht gerechnet. Der „harte Kern“ blieb bis weit in die laue Sommernacht und wir fielen erst ins Bett, als bereits der Morgen graute. Danke an alle die gekommen sind, mitgefeiert und mitgeholfen haben diese Abend zu einer echt gelungenen „Big Swiss-Bavarian Surprise Party“ zu gestalten.


25.05.2008 – Mit den Mädels und der Mam auf der Regensburger Mai-Dult

26. Mai 2008

Ja, Mai! Den letzten Tag der Mai-Dult in Regensburg nutzten wir, um uns mit den Mädels – Annette, Bettina und Regina – zu treffen. Und zwar um Punkt 14 Uhr bei „de Pferdln“. Mam lehnte es rigoros ab eine Runde zu reiten. Mike, Mam und ich schauten uns vorher auf der Warendult um und fanden noch einen Blumenständer aus dem gleichen Material, wie meine Sofakombination und mein Bett. Wir liessen uns das Teil zurücklegen und gingen zum Hippodrom. Dort warteten die lustigen Drei bereits auf uns.

Nach der angeregten Begrüssung wanderten wir durch die lockeren Menschenmassen bei schönstem Wetter zum Glöckl-Zelt. Die Mädels bildeten sich nämlich gegrillte Forelle ein und wir „a Mass“ und „Bratwürstl“. Wir setzten uns an einen fast freien Tisch und bestellten eine Runde, während die „Bierfuizl-Musi“ uns sauber einen blies!




Mam bestellte beim Ober „eine Halbe“, der Ober schüttelte den Kopf und Mike meinte: „Mam, wart‘ bist an Durst hast und nachad b’stellst a Mass“. Wir lachten und Mam bestellte dann doch gleich „a’Mass“. Dann begann sie mit Regina zu ratschen. Beide liessen sich auch beim Essen nicht unterbrechen und hielten erst inne, als die Mass zur Neige ging und wir gegen 18 Uhr langsam zur Runde über die Dult aufbrachen. Ich besorgte noch eine „grosse“ Tüte gebrannte Mandeln für 5 Euro (10 Mark!). Dann liesse wir den Stand, an dem man dazu aufgefordert wurde „Schiess Dir ein Handy“, links liegen. Wir schlenderten an der Geisterbahn mit dem echten Geist aus Alteglofsheim vorbei und bewunderten vor der Stossautoarena, die immer noch so aussieht, wie vor 30 Jahren, das wohl höchste (Kinder-) Kettenkarussel. Ich fragte mich wie weit wohl ein vorher geschossenes Handy, dass einem Passagier aus der Tasche rutscht wohl fliegt und welche Verletzungen es auslösen könnte beim Aufschlag.




Wieder beim Hippodrom angekommen, entschlossen sich die Mädels noch ein Eis zu besorgen. Mike und ich holten  unsere zurückgelegten Blumenständer ab. Dann begleiteten wir noch die drei Mädels zu ihren geparkten heissen Öfen – Annette war mit dem Radl da – und verabschiedeten uns, während Bettina die ankommenden und abfahrenden Dult-Gäste mit flotten Sprüchen versah. Ein schöner Sonntag auf der Mai-Dult ging zu Ende und das bei schönstem Wetter. Bis zum nächsten Mal!

Links zum Thema:


Nateldiebstahl auf der Überholspur der A96 bei Landsberg am Lech

2. April 2008

Nachdem ich soeben den Artikel in der „Augsburger Allgemeinen“ gefunden habe, darf ich nun auch in einem Beitrag über die wohl kurioseste Story meines Lebens berichten. Heute fand die Hauptverhandlung am Amtsgericht Landsberg vor dem Verkehrsgericht statt und ich war dort als Zeuge vorgeladen.

Ich muss dazu sagen, dass ich keineswegs auf der Jagd nach Verkehrsündern bin, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Nur der geneigte Stamm-Leser und meine Freunde und Kollegen kennen mich: Ich hab immer die Digitalkamera in der Hosentasche; denn jeden Tag passiert irgendetwas Kurioses. Und da man sich nicht mehr alles merken kann, was rund um mich herum alles passiert, lichte ich das dann ab. Üblicherweise entstehen dann Bilder von Landschaften, Tieren, Pflanzen, Veranstaltungen und sonstigen Erlebnissen – und eben Kuriositäten.

Aber am 27.08.2007 geschah etwas Einmaliges, Aussergewöhnliches, absolut Verrücktes: Ich befand mich auf der Rückfahrt von Deggendorf zurück nach Zürich. Auf der A96 München-Lindau bei Eching am Ammersee fuhr ein Kleintransporter mit offener Ladefläche ganz nah auf mein Heck auf. Ich überholte noch das neben mir fahrende Fahrzeug und wechselte nach rechts.

Dicht vor mir wechselte auch der Kleintransporter auf die rechte Spur, beschleunigte dann und zog an einer Kolonne im Tunnel rechts überholend vorbei. Auf einen LKW aufschliessend zog er unvermittelt nach links. Dadurch musste ein ebenfalls den LKW überholdender BMW stark bremsen. Nach dem Tunnel wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und es geht bergauf. Auf den folgenden circa 12 Kilometern bis zur nächsten 120er-Zone vor Landsberg Ost holte ich den Kleintransporter wieder ein und liess ihn hinter mir.

Nach dem 120er-Schild fuhr ich rechts, legte den Tempomat ein und öffnete das Fenster ein Hand breit. Dann zündete mir eine Zigarette an und tuckerte gemütlich dahin. Bis ich plötzlich im Rückspiegel zwei Kleintransporter – einen auf der linken und einen auf der rechten Spur – von hinten parallel auf mich zukommen sah. In diesem Moment löschte ich die Zigarette und nahm die Fotokamera vom Beifahrersitz, stellte mit dem Daumen auf „Filmen“ und drückte auf den Auslöser. Der auf meiner rechten Spur hinter mir fahrende Kleintransporter mit offener Ladefläche schloss dicht zu mir auf und zog dann knapp hinter dem auf der linken Spur fahrenden Kleintransporter an mir vorbei. Ich folgte mit der Digicam in der Hand dem Geschehen.

Scheinbar lieferten sich insgesamt drei Kleintransporter ein privates Rennen im dichten Berufsverkehr gegen 17 Uhr. Zwei der Transporter verliessen dann die Autobahn bei Landsberg Ost. Der mit der offenen Ladefläche fuhr mit etwa 120 km/h weiter auf der A96 auf der linken Spur. Aber nur bis wenige 100 Meter nach dem Beschleunigungsstreifen der Zufahrt Landsberg Ost.

Nateldiebstahl auf der Autobahn

Denn dann wurde ich auf der Autobahn A96 auf der Überholspur nach der Ausfahrt Landberg Ost ausgebremst. Der Kleintransporter setzte die Warnblinkanlage, bremste bis zum Stillstand ab. Ich dachte zuerst, dass einen Stau vor uns gibt, drückte auf den Knopf der Warnblinkanlage, verringerte zuerst sanft die Geschwindigkeit und bremste dann stark ab, bis ich neben der linken Leitplanke versetzt hinter dem Kleintransporter zum Stehen kam.

Ich  legte die Digicam auf den Beifahrersitz zurück. Es gab aber keinen Stau – zumindest vor uns nicht. Der Fahrer stieg aus und kam auf mein Auto zu. Ich nahm das Mobiltelefon vom Beifahrersitz. Bei der Beifahrertür angekommen, griff er plötzlich durch den Spalt des Seitenfensters nach meinem auf dem Schoss liegenden Mobiltelefon, nahm es an sich, lief zurück zu seinem Kleintransporter und stieg wieder in den Kleintransporter ein! Dann fuhr er im fliessenden Verkehr mit eingeschalteter Warnblinkanlage nach rechts über die rechte Spur auf den Standstreifen und verliess die Autobahn bei Landsberg Nord.

Richtig gelesen: Handyklau auf der Überholspur! So konnte ich nicht anders, als den Übeltäter anzuzeigen. Und das Tollste an der Angelegenheit: Ich filmte das eigentliche Vergehen mit meiner Foto-Digitalkamera. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als ich vor einem halben Jahr auf die Frage „Was liegt den vor“ meine Aussage mit dem Titel „Diebstahl eines Mobiltelefons auf der Überholspur der A96“ einleitete und sie dann das Video auf der Dienststelle ansahen. Der Richter präsentierte dieses Video auch heute in der Hauptverhandlung.

Am Ende stand dann das Urteil für den Fahrer des Kleintransporters fest: Gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr, Nötigung und „Veränderung von Datenmaterial“. Strafe: 10 Monate auf Bewährung (3 Jahre Bewährung), 20 Monate Führerscheinentzug (ab Urteil), 120 Stunden gemeinnützige Arbeit, Tragen der Gerichtskosten. (ohne Gewähr auf korrekte rechtliche Schreibweise).

Der öffentlichen Hauptverhandlung wohnten zwei Pressemitarbeiter bei. Auf die Frage, warum beide anwesend seien, meinten diese, dass so etwas, wie dieser Fall, wohl einmalig sei. So findet man nun die Kurzform der Angelegenheit eben bei der „Augsburger Allgemeinen“ unter dem reisserischen Titel „Duell auf der Autobahn„. Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.


Aufgemerkt! Pelzig nicht nackt! Kein Transrapid in München!

29. März 2008

Erwin Pelzig verkündete in einem Streitgespräch mit Christine Haderthauer in seiner Sendung vom 14.12.2007, dass er sich für einen eigenen speziellen Kalender ausziehen und ablichten lassen würde, wenn der Transrapid in München gebaut werden würde. Das muss er nun nicht. Schade! Nein, ich meine: Schade, dass es keinen Kalender mit Nacktbildern von Erwin Pelzig geben wird.  🙂

Partei (CSU) und Wirtschaft bedauern gleichermassen das Scheitern des Projektes. Der Steuerzahler dürfte sich freuen; denn der Bund hätte 925 Mio. Euro beigesteuert. Das wären die Hälfte der Kosten gewesen, die 2004 im Rahmen eines „Expertengutachtens“ angenommen wurden und den ehem. Ministerpräsidenten Bayerns – Edmund Stoiber – zu einer Realisierungsvereinbarung mit dem Umsetzungskonsortiums bewegte. 40 km Transrapid für begutachtete 1,85 Mrd. Euro.

Interessant ist an diesem „Expertengutachten“ (aus dem Jahr 2004), dass die tatsächlichen Pläne von der Bahn erst im November 2007 an die Firma Hochtief (Bauträger) abgegeben wurden, damit Hochtief eine Kostenschätzung abgibt. Im Planfeststellungsverfahren sei es dann zu einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten gekommen, welche den effektiven momentan kalkulierten Preis des Transrapid auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro katapultieren liessen.

Und ich dachte immer, um eine Kalkulation oder ein Angebot zu erstellen benötigt man vorher einen Plan.

Und noch was: Bei der aktuell veranschlagten und ursächlich für das Scheitern verantwortlichen Summe von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro hätte jeder Millimeter (!) der 40 Kilometer langen Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen des Transrapid exakt 80 bzw. 85 Euro gekostet. Gut, einen Millimeter kann man sich vielleicht schlecht vorstellen. Rechnen wir um auf einen Zentimeter: 800 bzw. 850 Euro.

Update 29.03.2008: Welt online berichtet im Artikel „Industriepolitisches Fiasko“ gar von einer Finanzierungssumme von 3,8 Mrd. Euro!


22.03.2008 Ostern in Regensburg – Einkaufen am Samstag, Abends zum Klassentreffen, in der Nacht ins QU und dann zurück nach Zürich

24. März 2008

Nach einer kurzen Nacht fuhren Mike und ich in die Regensburger Innenstadt. Eine blöde Idee am Ostersonntag in die Innenstadt zu fahren, wenn der ganze Landkreis meint, dass es kein Morgen mehr gibt und einkauft, dass die Tüten platzen. Zuerst ging es zum Einkaufszentrum „Arcaden“. Dort erledigten wir unsere eigenen Einkäufe und waren froh möglichst schnell wieder draussen zu sein.

Gegen Mittag versuchte ich in das Bismarckplatz-Parkhaus einzufahren. Logischerweise zeigte die Tafel an, dass kein Parkplatz mehr frei war. Wir stellten uns mit dem Auto brav in die Reihe und warteten etwa 10 Minuten; denn ständig fuhr irgend jemand auf der anderen Seite des Parkhauses wieder heraus.

Dann wanderten wir die Ludwigsstrasse entlang zum Haidplatz. Dort stand ein schöner alter Mercedes 220 in schwarz. Wir nahmen an, dass den jemand für eine Osterhochzeit gemietet hatte. Wir hielten uns aber nicht lange auf und schlenderten mit den Laptops unter den Armen zur „Boston Coffee Factory“ beim Rathaus; denn dort gibt es nicht nur guten Kaffee, sondern auch noch WLAN.

Wir suchten uns einen Platz im 1. Stock, besorgten uns je einen Kaffee und suchten uns einen gemütlichen Platz aus. Mike spielte natürlich wieder mit seinem iPhone, während ich die Bilder von gestern nachbearbeitet und ein wenig bloggte 🙂 Dann besuchte uns Astrid und wir plauderten über den Urlaub. Gegen 17 Uhr brachen wir auf und fuhren zum MediaMarkt. Ich sah mich nach einer neuen DigiCam um. Preise-Vergleichen ist ja wichtig. Wir fuhren dann beim „Local Porsche-Händler“ vorbei und trafen Christian. Er legte damals im „Factory“ auf und wir ratschten über Autos und tauschten Telefonnummern. Man hatte sich lange nicht mehr gesehen.

Gegen 18 Uhr fuhren wir in den „Auer-Bräu“ hinüber. Dort traf sich die ehemalige „10a“ von Mike der Judenstein Realschule für ein Klassentreffen. Es kamen Kollegen von Mike und mir aus vergangenen Tagen. Auch hier hatte man sich viel zu erzählen und es war einen lustige Runde. Gegen Mitternacht meldete sich ein ehemaliger Arbeitskollege von Mike. Er sei mit Alex in der Discothek „QU“.

Mike und ich fuhren hin und blieben dort bis 4 Uhr morgens. Gegen Ende traf ich noch Harry und nahm mit ihm einen Kaffee. Er versprach uns im Sommer in Zürich zu besuchen. Dann entschlossen wir nach Zürich zurück zu fahren.

Um diese Zeit kann man den Osterverkehr hervorragend umgehen. Wir kamen gut voran und standen gegen 7 Uhr an der Grenze. Vorher wurden wir sogar noch in Deutschland von der Polizei kontrolliert. Es lag aber natürlich nichts vor 🙂



Wir entschieden uns über das Rheintal nach Zürich zu fahren. Nach wenigen Kilometern erreichten wir die schneebedeckten Berge.



Wir hielten kurz beim Wahlensee auf ein Fotoshooting und setzten unsere Fahrt fort.

Bei der Raststätte Herrlisberg entschieden wir uns einen Kaffee und „Gipfli“ zu besorgen. Das Restaurant „Cindy“ ist richtig schön im 50er-Jahre-Stil eingerichtet.


Gegen 9 Uhr trafen wir in Zürich ein und fielen müde ins Bett. Ostern kann anstrengend sein 😉


21.03.2008 – Ostern in Regensburg – Anfahrt mit Hürden: Regen, Schnee und viel Verkehr

22. März 2008

Als ich das erste Mal heute gegen 9 Uhr morgens erwachte und den Schneefall durch das Fenster entdeckte, drehte ich mich wieder um und mummelte mich in meine Bettdecke. Dann träumte ich an Koh Samui, an Sonne, Sand, Meer und fühlte fast die Sonne auf meiner Haut. So schlummerte ich wieder ein, bis ich gegen 11 Uhr das Mahlen und Knacken der Espressomaschine hörte. Mike musste erwacht sein. Als ich widerwillig die Decke zur Seite schlug und ins Wohnzimmer torkelte, sass Mike auf dem Sofa und spielte bereits wieder mit seinem iPhone.

Ich liess ebenfalls eine Tasse Kaffee aus der Espressomaschine, ging damit zurück ins Wohnzimmer und schaltete den Laptop ein. Dem Schnee wich der Regen, der draussen vor dem Balkon durch Windböen getrieben auf die Erde fiel. Ich checkte meine E-Mails. Mike sah kurz vom iPhone auf und meinte, dass ich Messages auf dem Natel hätte. Ich las diese durch und beantwortete ein paar davon. Dann duschte ich und fing an ein paar Klamotten in den kleinen Reisekoffer zu packen. Wir wollten gegen 13 Uhr nach Regensburg über das lange Osterwochenende fahren.

Nachdem Mike sich ebenso reisefertig gemacht hatte, holte ich den „kleinen Blauen Benz“ aus der Garage und wir verluden unsere Habseeligkeiten in den Kofferraum. Mike sprang noch kurz in die Wohnung zurück, weil wir den Ausdruck der Mail von Mane vergessen hatten. Mane ersteigerte letzte Woche einen grossen Apple-Monitor bei Ebay, den wir in St. Gallen abholen wollten. Dann starteten wir unsere Fahrt durch den strömenden Regen in Zürich.

Der Verkehr lief recht locker vor sich hin und wir kamen trotz der widrigen Wetterverhältnisse auf den Schweizer Strassen sehr gut voran. Wir hatten uns extra entschlossen erst am Freitag zu fahren, da wir nicht in den Osterverkehr am Donnerstag Abend kommen wollten. Bei St. Gallen fuhren wir ab und holten den Monitor ab. Wir fuhren bei St. Margreten über die Grenze nach Österreich. Vor einer Ampel bei Hart ging dann aber gar nichts mehr. Der Verkehr staute sich auf der Hauptstrasse nach Bregenz.

Nachdem wir eine halbe Stunde an der gleichen Stelle mit abgestellten Motor standen, setzte ich kurz zurück und wendete, fuhr dann in eine Seitenstrasse. „Endlich mal eine andere Strecke, als die, welche man immer auf der Fahrt hin und zurück sieht“. Wir fuhren durch ein Wohngebiet mit schmalen Strassen, das Navigationsgerät drehte fast durch und erhielt von uns nach der Ansage „Bitte wenden!“ der freundlichen Stimme den Spruch „Halt die Klappe!“.

Wir kamen auf eine Durchgangsstrasse und – standen wieder im Stau. Komischerweise scheint in Österreich der Karfreitag kein Feiertag zu sein. Sämtliche Grosshändler wie Lidl oder Aldi und auch die kleineren Geschäfte am Wegesrand hatten geöffnet. So erklärte sich der heftige Verkehr; denn zu den Osterurlaubern kamen noch die regionalen Wochenendeinkäufer. Die Strassen Richtung Lindau/Bregenz waren komplett verstopft. Auch auf der Autobahn durch den Ambergtunnel ging nichts mehr. So wurde aus unserer kleinen Stau-Umfahrung ein mittlerer Ausflug.


Irgendwann fanden wir uns auf einer sich den Berg hinauf schlängelnden Strasse wieder. Wir gewannen recht zügig an Höhe. Der Regen wechselte zuerst in Schneeregen und dann in einen handfesten dicken Schneefall. Das Navigationssystem erkannte irgendwann, dass wir nicht auf dessen Wendebefehle reagierten und unbeirrt nach der eigenen Nase fuhren und berechnete den Weg endlich in Fahrtrichtung.

Den ganzen Winter sahen wir bisher nicht so viel Schnee. Eigentlich gar keinen; denn das Skiweekend fiel ja wegen des Koh Samui Urlaubs für uns aus. Mike fotografierte die Umgebung im Schneetreiben, ich fuhr den Benz und war richtig glücklich die Winterräder auf dem Auto zu haben. Ab und zu testete ich beim Anbremsen oder beim Herausbeschleunigen aus einer  Kurve, ob die Strasse bereits glatt wäre. Und je höher wir kamen, umso mehr Schnee lag auf der Strasse. Mike lichtete zwischenzeitlich lachend ein Segelboot am Bergstrassenrand ab. Da schien jemand auf die nächste grosse Flut vorbereitet zu sein. Wir rätselten, ob das Boot wohl „Arche“ heissen würde.

An einer Steigung steckte rechts in einem Feldweg ein voll beladener Volvo-Kombi. Der Fahrer kam uns auf der Fahrbahn entgegen. Wir konnten allerdings selbst nicht helfen; denn wenn ich stehen geblieben wäre, befurchtete ich selbst nicht mehr weiter zu kommen. Irgendwann erreichten wir besiedeltes Gebiet. Das Nest hiess „Scheidegg“. Ich erinnerte mich dunkel, dass ich in der Schulzeit eventuell einmal hier zum Skifahren gewesen sein könnte. Aber wir hielten uns nicht lange auf. Wir wollten noch bei Tageslicht die Autobahn, wo sie auch immer sei, erreichen.

Nach Scheidegg ging es mit uns bergab – und wie. Die reinste Bergrennstrecke mit haufenweise Kehren und engen Kurven tat sich vor uns auf. Und je weiter wir wieder Richtung „Normalität“ kamen, umso weniger schneite es und um so mehr regnete es.

Trotzdem sahen wir ungewöhnlich viele Schneefräsen und Räumfahrzeuge uns entgegen kommen. Auch versuchte so mancher Hausbesitzer seinen Gehweg vor dem Haus zu räumen – bis die nächste Schneefräse kam. Auf einem Schild entdeckten wir den Hinweis auf einen „Wasserfall“, was uns sofort über eine eventuelle „Tourist Attraction“ witzeln liess.

Auf „Normalniveau“ regnete es nur noch heftig. Kein Schneefall mehr. Auch die Autobahn Lindau-München fanden wir bei Weissensburg oder so ähnlich. Dann standen wir nur noch kurz vor der ersten Autobahnbaustelle, fuhren aber auch da ab und nahmen die Umfahrung.

Nach 6,5 Stunden erreichten wir Regensburg. Wir gaben noch den Monitor bei Mane ab, er bedankte sich mit ein paar Franziskaner Weissbier, wir plauderten, streichelten deren Katzen und Hunde und amüsierten uns über allfällige politische, wie auch soziale Dinge aus der Schweiz und Bayern.

Gegen 22 Uhr trudelten wir dann bei Mam ein. Es gab ein Käsebuffet als „Spätstück“, trinken noch etwas Tee und entspannen auf dem Sofa. Bis auf Mike: Der spielt mit seinem iPhone. Draussen ist es „saukalt“ und die Scheiben der Autos sind angefroren. Na denn „Frohe Ostern“.