10.10.2009 – Thailand: Flug Zürich – Bangkok

10. Oktober 2009

18:40 Uhr, Bangkok, Gewitter, das Haar sitzt. Gestern Abend ging der Flug von Zürich nach Bangkok kurz vor 23 Uhr. Mike und Mam brachten mich zum Airport. Kleines Handgepäck – Handgepäckkoffer – Laptop und Digicam. Am Swiss-Schalter meinte, dass der Flug wohl überbucht sei, ich hätte die Möglichkeit auf morgen umgebucht zu werden mit Gratifikation. Zuerst meinte ich „eher nicht“, aber dann überlegte ich kurz und fragte nach. Zu spät: Einer der Anschlussflüge aus Prag hätte Verspätung und die Passagiere würden wohl den Bangkok-Flieger nicht mehr rechtzeitig erreichen. Pech für sämtliche Parteien.

Momentan geht ein heftiges Gewitter auf Bangkok hernieder. Als ich gegen 14:30 Uhr aufsetzte (nein, natürlich die Maschine) schien die Sonne durch die Wolken bei 32 Grad und die Luftfeuchtigkeit tat ihr übriges. Angenehmerweise schwitzte ich nicht, als ich (um den Nikotinpegel wieder auf Normalniveau zu bringen) vor dem Airport Bangkok eine rauchte. Obwohl ich T-Shirt, Langarmhemd, leichtes Sakko trug. Dehydriert? Eher nicht; denn mindesten 1 Liter Wasser nahm ich während des Fluges zu mir.

Bangkok - Taxi

Schlafen konnte ich die Hälfte der Zeit. Zuerst sah ich mich „IceAge Folge 45b“ an (irgendwas mit Dinosauriern) und dann zog ich mir die Decke über den Kopf. Bis es Abendessen gab: Chicken mit steamed Rice. Nur über die Konsistenz konnte man unterscheiden, was was ist. Eine Folge „Two and a half Men“ rettete mich in die nächste Runde. Dann nickte ich ein. Ich erwachte, als wir gerade die Nacht/Tag-Grenze überschritten – und versuchte weiter zu schlafen.

Die Platzverhältnisse sind in der Swissmaschine als „gering“ zu bezeichnen. Zumindest in der Hühnerstall-Economy-Class. Selbst bei meiner Grösse, wusste ich nicht wohin mit den Beinen. Kein Vergleich zur ThaiAir. Aber ich überstand den Flug – und sogar die extrem sanfte Landung pünktlich um 14:30 Uhr Ortszeit Bangkok.

Gemütlich verliess ich die Maschine und wanderte zur Immigration, wo mich lange Schlangen erwarteten – Menschen! Vor mir ein Pärchen mittleren Alters, welches immer wieder Richtung Gepäckband lugte – ganz nervös. Nein, der Koffer wird sicherlich nicht geklaut – sind eh nur selbstgehäkelte Ganzkörper-Bikini drin und Plastikstrandschlappen – neben den Winterkleidern. Frau weiss ja nie.

Ich schnappte mir meinen Koffer und verliess das Flughafengebäude, rauchte eine, wanderte zum Taxistand, fragte nach Taxameter, der Fahrer nickte, lud ein und es ging zum Hotel „Le Fenix“ im Sukhumvit. Unser Stammhotel in Bangkok.


07.10.2009 – Das Transformatorenkartell: EU Kommission büsst sechs Elektrotechnikkonzerne

8. Oktober 2009

Die NZZ und viele andere Medien berichten soeben:

Sechs Elektrotechnikkonzerne sind von der EU-Kommission wegen Absprachen im Transformatorengeschäft mit Millionenbeträgen gebüsst worden. Am stärksten zur Kasse gebeten wurde ABB: Der Technologiekonzern muss mit 33,75 Millionen Euro mehr als die Hälfte der Gesamtsumme von 67,6 Millionen Euro berappen.

Und weiter:

ABB ist seit den 1980-er Jahren in mehreren Kartellrechtsfällen gebüsst worden, war aber auch in Insider- und Bestechungsaffären verwickelt. Zudem war in Italien ein Fall von Bilanzschönung bei einer Tochterfirma aufgeflogen. Im vergangenen Dezember hatte ABB bekannt gegeben, dass zu Lasten der Rechnung des dritten Quartals 2008 unter anderem für hängige Rechtsfälle in den USA und in Europa sowie für Restrukturierungen insgesamt 850 Millionen Dollar zurückgestellt worden waren.

Was war passiert? Die Firmen aus Europa und Japan sollen von 1999 bis 2003 ihre Märkte aufgeteilt haben. Auch Areva, Alstom, Hitachi, Fuji Electric und Toshiba werden zur Kasse gebeten. Siemens hat nach eigenen Angaben „maßgeblich“ an der Aufdeckung des Kartells mitgewirkt und ging deshalb als Kronzeuge strafffrei aus.

Sechs beteiligte Mitarbeiter aus dem damaligen Siemens-Bereich Power Transmission and Distribution und einer österreichischen Tochtergesellschaft seien nicht mehr für Siemens tätig. Vertreter der Firmen hätten sich zwei Mal im Jahr in Luxushotels zu Absprachen getroffen. „Den Kartellmitgliedern war jedes Mittel recht, um ihr illegales Verhalten zu vertuschen“, erklärte die Kommission. Die Kartellwächter hatten 2007 mehrere Büros von Siemens und ABB durchsucht. (Quelle Reuters)

Erinnert mich irgendwie stark an das Glühbirnenkartell. „Gibt’s nicht? Gibt’s nicht!“


A Miss Sperlich Düren 1920s photo by August Sander

5. Oktober 2009



A Miss Sperlich Düren 1920s photo by August Sander

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04.10.2009 – Artemia Salina – Die Kunst Salinenkrebse „Gross“ zu ziehen

5. Oktober 2009

„Artemia Salina“ – nein, das ist keine Kunstausstellung im Saal. Das ist die lateinische Bezeichnung für „Salinenkrebschen“. Den Älteren von uns dürften diese steinzeitlichen Salzwasserlebewesen noch aus der Jugendzeitschrift „YPS“ als Urzeitkrebse oder „SeaMonkey“ bekannt sein. Bei mir dienen die Minishrimps als Nahrungsergänzung und Aufzuchtfutter für die „ParadieserZwergerl“.

Bisher überlebten die Viecher allerdings nie eine zweite Woche im durchperlten überdimensionierten 2-Liter-Einweckglas. Waran es lag? Keine Ahnung. Schliesslich bin ich kein Aquaristikprofi. Aber die Frage des „Ansatzes“ kann ich erklären; denn ganz im Gegensatz zur allgemeinen Meinung benötigt man nichts Besonderes: Auf 2 Liter stinknormales Leitungswasser gibt man 4 Esslöffel stinknormales billiges Haushaltssalz. Dann gibt man eine Messerspitze Artemiaeier dazu und stellt das Glas an eine stinknormal beleuchtete Stelle und nach zwei Tagen wimmelt es von frisch geschlüpften Nauplien. Wenn man die „Nudelsuppe“ 2x täglich gut umrührt, spart man sich zudem den druckluftgetriebenen Perlator.

Tja, bisher ging mir der Ansatz spätestens nach zwei Wochen ein. Diesmal gab ich mir etwas mehr Mühe und liess das Glas etwas länger stehen. Ohne Umrühren, aber mit Fütterung. Es gab alle zwei Tage einen Sprutz „Liquizell“. Letzteres ist ein Aufzuchtfutter für die Artemien bestehend aus flüssiger Algenmasse. Seit 5 Wochen wachsen die Artemien nun vor sich hin. Das Ergebnis sieht man auf den Bildern:

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30.09.2009 – Mallorca: Zweiter Teil – KNX-Training und die Erfindung des „WLAN-Kabel“

30. September 2009

Der Tag nach dem Race-Training stand im Zeichen der intelligenten Gebäudeautomation. Und das in einem besonderen Rahmen; denn die Finca von Tom ist komplett damit ausgestattet. So konnte die Visualisierungssoftware und Hardware-Schulung am lebendigen Objekt durchgeführt werden. Nach dem ausgiebigen Frühstück funktionierten wir den grossen Esstisch zur Laptop- und Rechnerarena um. Auch die Terrasse wurde praktischerweise voll vernetzt. Dabei wurde das „WLAN-Kabel“ erfunden – Reichweite 30 Meter egal ob im Freien Felde oder durch Terrassentüren! Es funktionierte rasend schnell!

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Jede Steckdose in greifbarer Nähe fand Verwendung für ein Laptopnetzteil und es entstand das übliche Kabelchaos, wenn Tom und wir aufeinander treffen.

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Während am Esstisch die KNX-Produkt-Test-Fraktion platz nahm, lief auf der Terrasse die Visualisierungsschulung. Aber eine klare Trennung gab es nie; denn es fand ein reger Kommunikationsaustausch statt. Neue Erkenntnisse wurden umgehend mitgeteilt, bewundert und diskutiert.

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Das Bild unten in der Mitte zeigt Chrigel, wie er die Schweizer Stecker der Netzteile fachmännisch „ver-europäisiert“ – der Erdanschlussstift wird kurzerhand mit der Metallsäge abgelängt – so wird ein Eurostecker draus – ohne Adapter.

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Gegen Abend stand die Siegerehrung an – dachte ich – dabei wurde ich zur „Pistensau“ von Mallorca gekürt, weil ich trotz Überholverbot gleich drei Mal überholt hatte. Danke!!! Ich werde weiter trainieren – auf Schweizer kurvenreichen Strassen – und dem Rest der Gang beim nächsten Ganztages-Fahrertraining zeigen, wo der Hammer hängt! (Zitat Walter Röhrl). Während Tom das Weissbier im Pool einweichte, heizte Helga den Grill an.

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Und somit liessen wir den Samstag bei einem üppigen Abendmahl gemütlich ausklingen und sassen bei angenehmen Temperaturen unter dem Halbmond auf der Terrasse und liessen es uns schmecken bis die Nähte platzten.

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Wir diskutierten über den gestrigen Renntag, die Produkte und Software, „dem Claus sein Haus“, die LED-Poolbeleuchtung, den Vermarktungsmöglichkeiten des WLAN-Kabels, mögliche Umbaumassnahmen und Anekdoten aus dem Leben eines Bauherren. Es wurde noch ziemlich zünftig bis spät in die Nacht. Den Organisatoren des kombinierten Race-/KNX-Weekends gebührt ewiger Dank. Ich bin gespannt, wann ich die Pfunde wieder abtrainiert habe.

Sämtliche Bilder von diesem Tag findet man auf dem Server.


30.09.2009 – Mallorca: Formel 3 Schnupperkurs – Bilder online

30. September 2009

Nun habe ich gestern nebenbei die Bilder vom letzten Wochenende bearbeitet – es sind über 1000 Bilder von Mike, Thomas, Wolfgang und von mir. Und ich finde etwas Zeit darüber zu schreiben.

Aaaalso: Am Freitag gegen 11 Uhr bestiegen Mike und ich mit 30 Minuten die AirBerlin-Maschine in Zürich – Ziel Mallorca. Tom besuchte mich vor ein paar Wochen auf der Messe „Ineltec2009“, blieb ein paar Tage und so besuchten wir am Sonntag nach der Messe die nächste Messe – die „Bauen+Modernisieren“. Dort trafen wir uns mit Chrigel, der auf dem Gemeinschaftsstand der Fachgruppe „intelligent Wohnen“ Standdienst hatte. Dort vereinbarten wir ein kombiniertes „Race/KNX-Software“-Wochenende.

Und dorthin flogen wir am letzten Freitag – ab nach Mallorca. Chrigel und René flogen bereits am Donnerstag mit der gleichen planmässigen Maschine. Ich bekam allerdings noch einen Kundentermin am Donnerstag und so konnten wir erst am Freitag fliegen.

Mit etwas Verspätung landete der Flieger und Tom holte uns zusammen mit Chrigel und René am Airport in Palma ab. Gleich im Anschluss trafen wir uns mit Domingo und es ging sofort weiter zum Motodrom von Mallorca. Auf der Fahrt dorthin rief Claus an – er würde den Racetrack nicht finden. Währenddessen fuhr Domingo mit uns ein paar Runden im Kreisverkehr, um die Reifen warm zu fahren – von seinem Siebensitzer-Family-Van mit extremer Kurvenschräglage, welcher von uns liebevoll „Lego-Baustein“ genannt wird. Allerdings fuhr er dann vom Kreiselschwindel gepackt prompt an der falschen Ausfahrt raus.

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Am Motodrom angekommen betraten wir den neuen Laden von GU-Racing, in welchem uns schön sauber geparkte Formelwägen, eine Cobra und eine rote „Kölner“ Harley begrüssten. Während Wolfgang die Formelfahrzeuge aus der Halle schob und am blauen Racer die Winterreifen gegen Slicks austauschte, begrüsste und Sebastian und wies uns in die Umgangsformen mit dem Fahrzeug ein.

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Anschliessend setzten wir uns aufgeteilt in je einen Seat und fuhren die Rennstrecke ab. Mike und ich sassen bei Wolfgang, der uns in die Bremspunkte, Schaltpunkte und Ideallinie einwies. Dann teilten wir uns erneut in zwei Gruppen auf und die erste Gruppe bestieg die Formel-Fahrzeuge. Tja, und dann erkannte der ein oder andere, warum Rennfahrer üblicherweise etwas kleiner sind. Aber mit der entsprechenden Sitzkombination und leicht angewinkelten Beinen schafften es sogar die Grössten sich in das enge Monocoque zu zwängen.

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Helm auf, Hosenträgergurte angelegt, Motorstarten, etwas Gas geben, Kupplung schleifen lassen und langsam hinter Sebastian her von der Boxengasse auf die Rennstrecke wechseln. Während Mike, Domingo, Thom und ich langsam zur Absperrung gingen und ich meine Kamera in Position brachte, erreichten Sebastian, Chrigel, René und Claus auf der Gegengerade die erste Kurve. Dann ging es in eine zweite Gang Kurve, durch eine Rechts-Links-Kombination, wieder in eine enge Kurve und durch eine weitere Kombination in die enge Kurve zur Zielgeraden. Immer auf der Ideallinie entlang an der Umzäunung vorbei.

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Genau 10 Runden fuhr die erste Gruppe – von jeder Runde etwas schneller werdend – immer schön sauber hinter Sebastian her. Überholen war ansich verboten, aber das hatte ich überhört (harhar). Dann kam der Fahrzeugpulk zur Boxengasse zurück und es wurden die Fahrer gewechselt. RuckZuck sass ich drin und mir wurde der Hosenträgergurt umgelegt.

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Natürlich brauchte ich eine etwas dickeres Sitzpolster für den Rücken um aufrecht sitzend das Lenkrad mit leicht angewinkelten Armen fest im Griff halten konnte. Beim einer halben Umdrehung (das Maximum) des Lenkrades darf sich die Schulter nur leicht nach vorne Bewegen – optimale Einstellung. Beim Durchdrücken des Gaspedals, darf das Knie nicht durchgestreckt sein, sondern leicht abgewinkelt. Das Bremspedal sollte etwas höher eingestellt sein, als das Gaspedal. So kann man das Bremspedal immer mit dem grossen Zeh ertasten und fährt immer auf „Berührung“ mit kurzen schnellen Wegen zum Bremspedal und zurück. Linker Fuss immer auf das Kupplungspedal aufgelegt. Knie und Beine, sowie die Schultern sollten das Monocoque nicht berühren, was bei meiner Statur eher nicht das Thema ist.

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Das Lenkrad lässt sich wie beim Formel 1 Renner mit einer Schnellentriegelung abnehmen. Allerdings befinden sich keine Knöpfe oder Anzeigen darauf. Das Cockpit dominiert der Drehzahlmesser – das wichtigste Anzeigeelement – und links daneben die Temperaturanzeige. Aber nach ein paar Runden hat man die Drehzahl im Hintern oder im Ohr. Bei einigen Fahrzeugen ist zusätzlich eine LED-Anzeige eingebaut, welche die Drehzahlbereiche optisch verdeutlicht (rot = raufschalten). Richtig „los“ geht der Drehzahlbereich erst bei 4000 Umdrehungen. Begrenzt wird (angeblich) bei 9000 Umdrehungen. Der Schaltknüppel befindet sich rechts. Nach vorne gedrückt schaltet man einen Gang runter, nach hinten einen Gang hinauf – bis zum 5. Gang. Anders als bei den Halbautomaten im üblichen Strassenverkehr. Aber ähnlich dem Schaltverhalten beim Motorrad und so recht leicht zu merken für mich – Runterschalten nach vorne – Raufschalten nach hinten.

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Und dann ging es los für uns auf die ersten 10 Runden. Die Batterie wurde von aussen per Drehknopf eingeschaltet, dann auf den Startknopf gedrückt und der 140 PS Motor heulte bei kurzer Pedalbewegung auf. Kupplung drücken, Ganghebel nach vorne, leicht die Kupplung kommen lassen und los ging es hinter Sebastian her. Langsam und gemütlich umkurvten wir im 2. Gang die erste Kurve. Lenkrad gerade halten, Hebel nach hinten, 3. Gang, sanft Gas geben, eine leichte Rechtskurve, 4. Gang, pfeilschnell beschleunigt das etwas mehr wie 400 Kilogramm wiegende Leichtgewicht auf der Geraden locker auf etwa 140 km/h.

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Am Ende der Geraden abbremsen und runterschalten auf den 2. Gang, Kehre umfahren, Lenkrad gerade, Gas geben, 3. Gang, Gas geben, Schikane sanft und weich umkurven, Gas geben, Abbremsen, Runterschalten, Kehre links, Lenkrad gerade, Gas geben, 3. Gang, 4. Gang, Vollbremsung, runter auf den 2. Gang, ruhig in die Zielgerade, Lenkrad Gerade, Gas Geben, 3. Gang, 4. Gang, leichte Rechtskurve vorher anbremsen, auf geradem Stück in den 3. Gang schalten, lange Linkskurve, Gas geben, leichte Linkskurve, runterschalten, 2. Gang, Kehre, Lenkrad gerade, Gas geben, 3. Gang und das ganze von Vorne.

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Je länger ich auf der Strecke war, umso besser hafteten die Reifen, umso besser kam ich mit dem Wagen und der Strecke zurecht, umso eher überholte ich meinen Vordermann – Sorry Tom! Und fuhr mit dem sehr gut eingestellten blauen Flitzer hinter dem grünen Renner von Sebastian her. Zwischenzeitlich hängten wir ab Runde 6 die anderen ab und ich fuhr auf der Zielgeraden neben Sebastian. Dann liessen wir es ruhiger angehen und die anderen holten auf. Es fing an so richtig Spass zu machen – ganz etwas anderes als in Karts – Ähnlich dem Boxsterfahren, aber das PS/Gewichtsverhältnis fiel klar zu Gunsten der Formel 3 Renner aus.

Nachdem jeder die ersten 10 Runden hinter sich hatte, kamen wir zu einem kleinen Erfahrungsaustausch im Laden zusammen. Bei Wasser und Cola diskutierten wir unsere ersten Erfahrungen mit Sebastian und man musste uns durchgängig das Lächeln aus dem Gesicht meisseln. Wir fieberten der zweiten Runde entgegen und konnten es kaum aushalten wieder im Cockpit Platz zu nehmen. Auch der Wettergott schien es mit uns gut zu meinen. Die Sonne schien, die Piste war trocken, obwohl es seit Tagen bis zum Tag vorher schwere Herbstgewitter auf Mallorca hernieder gingen.

So starteten wir wieder in zwei Gruppen auf die nächsten 10 Runden. Mit dem zweiten Wagen hatte ich allerdings weniger Glück, als mit dem vorher gefahrenen Blauen Flitzer. Diesen besser eingestellten Bolliden schnappte sich Tom, nachdem er mit seinem Fahrzeug aus der ersten Fahrt nicht so gut zurecht kam. Aber auch diesmal „schappte“ ich ihn mir zwei Mal, aber ich drehte mich auch zwei Mal, da ich offensichtlich nach der jeweiligen Kehre zu früh Gas gab, die Reifen noch nicht warm waren, oder das Gas zu wenig sensibel eingestellt war. Wer weiss.

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Nach dem Renn-Schnuppert-Nachmittag fuhren wir zu Tom’s Finca, wo Helga schon mit gekühltem Hopfentee auf uns wartete. Wir setzten uns auf die Terrasse, blickten über den Pool in den Sonnenuntergang und fuhren die Rennstrecke mehrmals in Gedanken ab.

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Bei einem oder zwei Glas Weissbier zusammen mit einem vorzüglichen Abendessen diskutierten wir den Renntag noch bis in die späte Nacht. Nur der ein oder andere pflegte seine frisch erworbenen Rennverletzungen, aber wir grinsten noch im Schlaf und so mancher träumt nachts von einer Rennkarriere.

Die vier Alben sind nun komplett online:

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pix mike pix peter
pix_tom pix_wolfgang
pix tom pix wolfgang

Einen weiteren Bericht (von Tom) findet man hier.


25.09.2009 – Mallorca: Formel 3 Training auf dem Racetrack

26. September 2009

Da fast die gesamte Mannschaft momentan in einer Produkteschulung (KNX-Visualisierung und KNX-Produkte) steckt, habe ich nur kurz Zeit ein Bild vom gestrigen privaten „Friends/Customer/Team/Event“ auf den Server zu laden.

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von links: Tom, Chrigel, Domingo, René, Claus, Mike, Peter, Wolfgang, Sebastian.

Formel-3-Race

Zeitweise lieferte man sich heisse Kopf-an-Kopf-Rennen.

KNX-Product-Visualisierung

Am Samstag stand dann eine ganztägige KNX-Neuheiten und Visualisierungsschulung an. Der Vorteil: Die gesamte Finca von Helga und Tom ist bereits mit KNX ausgestattet und so fanden die Tests in „lebendiger“ realitätsgetreuer Umgebung statt.

More to come


25.09.2009 POD – Picture of the Day – „Über den Wolken“ oder „Wie lange fliegen wir eigentlich schon“

25. September 2009

Fliegen ist heute nichts mehr Aussergewöhnliches. Man fährt zum Flughafen, checkt das Gepäck ein (falls vorhanden), wandert zum Gate, setzt sich in den Flieger und nach mehr oder weniger langer Zeit in der Luft setzt der Flieger wieder zur Landung im Zielflughafen an. Die Flügel der Flugzeuge bauen so eine Brücke zwischen Abflug- und Zielort.

Über den Wolken

Das Fliegen besitzt mittlerweile eine gewisse Normalität – gar Leichtigkeit. Wie ein Vogel durch die Luft gleiten war Jahrtausendelang ein Traum der Menschheit. „Aviatik“ – von (lat.) Vogel abgeleitet (Avis). Dieser Traum ist noch gar nicht so lange Realität. Erst um 1900 machten sich Flugpioniere in aller Welt daran die Lüfte zu erobern. Weitläufig bekannt sind in diesem Zusammenhang Otto Lilienthal und die Gebrüder Wright.

Mir bisher unbekannt ist der erste Konstrukteur und Pilot eines motorgetriebenen „Starrflüglers“: Der damals in Paris lebende Brasilianer Alberto Santos-Dumont. Am 12. November 1906 flog er mit der 14-bis den ersten öffentlichen und offiziellen Motorflug ohne Katapultsystem und ohne Gegenwind. Alberto Santos-Dumont gewann das Preisgeld von 1.500 Franc für den ersten Motorflug der Welt über 100 Meter. 1909 flog er mit einer Weiterentwicklung – die Demoiselle – erstmals über 55 mph (etwa 66 km/h) mit einer Flügelspannweite von 5,50 Meter.

Der erste Schweizer: Am 28. August 1910 flog der Schweizer Armand Dufaux mit seiner Dufaux 4 von Noville/St. Gingolph rund 66 Kilometer über den Genfersee nach Genf und gewann damit einen von Perrot Duval 1909 ausgeschriebenen Preis. Armand Dufaux hatte mit dieser Pionierleistung den bislang weltweit längsten Flug über offenes Wasser gewagt und gewann das ausgelobte Preisgeld des Perrot Duval-Preises für die Überquerung des Genfersees auf seiner gesamten Länge. Mit 19 Jahren war er der jüngste Pilot der Schweiz und zusammen mit seinem Bruder Henri bedeutende Erfinder der damaligen Zeit.

Am 28. August 2010 soll die fliegerische Pioniertat der Brüder Dufaux wiederholt und der Genfersee vom Schweizer Astronauten Claude Nicollier entlang der historischen Strecke von 1910 überflogen werden. Also sollte man sich diesen Termin dick im Kalender rot anmerken.


Events in Zürich: 25.09. – 27.09.2009 – 1. Internationale Betta Show

22. September 2009

Die European Betta Friends sind stolz ihre erste Show in der wunderschönen Stadt Zürich ankündigen zu dürfen. Das Ganze findet in Zusammenarbeit mit dem Verein Aquarium Zürich VAZ. Die Show wird für die Öffentlichkeit am Samstag den 26.09. von 11.00-18.00 Uhr geöffnet sein, Eintritt gratis.

Grundwasserwerk Hardhof
Hardhof 9
8064 Zürich

Mehr Infos unter:

www.ebf-show.com oder www.vaz.ch


22.09.2009 – Kaya Yanar „live und unzensiert“ nimmt er die Schweiz auf’s Korn

22. September 2009

Und die NZZ bekommt das sofort mit 🙂 Im Artikel „Darum lachen die Deutschen über uns“ beschreibt der/die Autor/-in (reh) mit Unterstützung von Videobeispielen und beigefügten Kommentaren, warum „Ter Teutsche“ über die Eidgenossen lacht: Gleich vier Klischees decken fast „alle“ Eigentümlichkeiten der Schweizer ab. Das wäre etwas wenig meiner Meinung nach. Ja, es ist wirklich witzig, wenn ein Deutscher Komiker (übrigens: auch Fernsehmoderator) türkischer Abstammung etwas über die Schweiz erzählt und dem Ursprung des Dialektes nachgeht. Und ich warte darauf, dass ein Schweizer türkischer Abstammung über die Deutschen kabarettiert!

Hier sind die Klischees oder zumindest das was (reh) darunter versteht:

  • Klischee Nummer 1: Die Schweizer sind langsam. Nicht nur, dass man auf Schweizer Autobahnen lediglich 120 Kilometer pro Stunde fahren darf, nein auch das Schweizerdeutsch ist schleppend und im Denken sind die Eidgenossen ohnehin nicht die Schnellsten.
  • Klischee Nummer 2: Jeder Schweizer ist reich. Wir tragen Rolex und haben ein Nummernkonto – ausnahmslos. Mit Nazigold (Quelle2), Autobahnvignetten oder Blitzkästen haben wir uns eine goldene Nase verdient.
  • Klischee Nummer 3: Die Schweiz ist winzig und besteht nur aus Bergen. Kein Wunder ist jeder Schweizer ein Alpöhi und fährt auf den Skiern den Hang runter zur Arbeit – wenn er nicht gerade auf seiner Kuh reitet.
  • Klischee Nummer 4: Die Schweiz ist immer neutral, schaut aber nur für sich. EU nein danke, nichts da mit Euro und Ausländer wollen wir auch nicht. Die Schweiz, die Enklave eines putzigen Bergvolkes in Europa, ist unabhängig – und so soll es auch bleiben. Und wenn wir uns weiterhin nur von Schoggi und Käse ernähren müssen.

Hier geht’s zum Artikel und hier zur Website von Kaya Yanar. Auch die Thurgauer Zeitung hat sowohl die Videos, sondern auch genau die gleichen Klischee-Zitate übernommen. Aber die Schweiz bleibt in Deutschland beliebt.Und ich warte darauf, dass ein Schweizer Komiker türkischer Abstammung die Deutschen aufs Korn nimmt – mit den üblichen Klischees. 🙂

Hier ist übrigens das ganze Video – und nicht zusammengeschnitten , wie bei NZZ oder Thurgauer Zeitung – mit all den positiven Klischees über die Schweiz und den typischen Klischees über die Dütschen 🙂 live & unzensiert.