09.07.2025 – Selbstgemacht: Hafermilch aus Haferflocken mit „Geheimzutat“

9. Juli 2025

Mandel- und Cashewmilch habe ich ja bereits selbst ausprobiert und hier beschrieben, wie man es einfach selbst Zuhause herstellen kann. Von einem Kollegen darauf angesprochen, gab er mir den Tipp es mit Hafermilch aus Haferflocken auszuprobieren. Das wäre noch einfacher.

Ausserdem kommt eine „Geheimzutat“ hinein; denn die Hafermilch (und alle anderen) entmischen sich mehr oder weniger leicht. Dazu wird in den gängigen Anleitungen die Beimischung von „pulverisiertem Lecithin“ empfohlen. „Lecithin“ oder „Lecithine“ bedeutet auf altgriechisch einfach nur „Eidotter“. Damit sich die Milch nicht wieder in ihre Bestandteile auflöst UND sich besser Aufschäumen lässt, kommt in „meine“ Hafermilch exakt ein Eidotter hinein. Als Geheimzutat also einen Eidotter beimischen.

Hafermilch aus Haferflocken plus „Geheimzutat“.

Vorbereitung für einen Liter Hafermilch: Etwa 60 Gramm Haferflocken in 500 ml. Wasser über Nacht in den Kühlschrank stellen. Kühl lassen sich die Haferflocken besser am nächsten Tag verarbeiten.

Was braucht es an „Werkzeug“:
– Einen Handmixer
– Ein handelsübliches grosses Sieb mit feinem Gitter
– Einen Behälter zum Absieben der Milch
– Einen Trichter zum späteren Abfüllen in Flaschen
– Halbliter-Flaschen mit Spannverschluss.

Was braucht es an Zutaten:
– 60 bis 100 Gramm Haferflocken über Nacht in 500 ml. Wasser im Kühlschrank gelagert.
– 1 EL Honig auf 500 ml. Wasser. Also für einen Liter 2 EL.
– Diesmal habe ich Ölivenöl genommen. 1 EL Olivenöl auf 500 ml. Wasser.
– Eine Prise Salz
– wirklich kaltes Leitungswasser
die „Geheimzutat“: Ein Eigelb.

Vorgehen – Rezept:
1. Den über Nacht gekühlten Behälter mit den Haferflocken in Wasser aus dem Kühlschrank nehmen.
2. Die Wasser/Haferflockenmischung in einen Mixbehälter geben.
3. Mit kaltem Leitungswasser auf 1 Liter auffüllen.
4. 2 EL Honig und die Prise Salz beigeben.
5. Handmixer nehmen und etwa 2 Minuten lang laufen lassen.
6. Das Olivenöl bei laufendem Mixer beigeben.
7. Danach die Milch absieben
8. Dann folgt die „Geheimzutat: 1 Eigelb“. Dieses nochmal mit der Milch „mixen“.
9. In Halbliter-Glasflaschen abfüllen.
8. Ab in den Kaffee oder in den Kühlschrank.

Resümee:
Das mit der Hafermilch aus Haferflocken funktioniert wirklich schnell, mit wenig Aufwand und somit einfach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt auch sehr gut. Mit der „Geheimzutat: Eigelb“ kommt die Hafermilch jetzt als homogene Milch daher, schmeckt cremiger und lässt sich problemlos aufschäumen. Also sparen sie sich extra Lecithine zu kaufen. Eier hat man üblicherweise eh im Kühlschrank.


02.05.2025 – „Back“ in Rickenbach. Rezept Roggenvollkornbrot

2. Juni 2025

Kaum Zuhause angekommen, hab ich Lust auf „mein“ Brot.

Diesmal:

  • 1 Beutel Trockenhefe mit
  • 1 TL Honig in
  • 1 Tasse lauwarmen Wasser
    rühren und „aktivieren“ lassen.

Währenddessen in einen Rührtopf:

  • 350 gr. Roggenvollkornmehl
  • 150 gr. Haferflocken
  • 100 gr. Weizenkeime
  • 2 EL Kümmel
  • 1 TL Salz
    Trocken verrühren.

Roggenvollkornmehl enthält viel Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und beeinflußt die Darmflora positiv.

Haferflocken sind eine sehr gesunde Ernährungsgrundlage und gelten als eines der gesündesten Getreide. Sie sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen, Vitaminen und Eiweiß. Ihre regelmäßige Aufnahme kann zu verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen beitragen.

Der Weizenkeim verleiht dem Brot eine nussige Note und der Krume etwas Struktur, ist gesund und macht fit.

Kümmel unterstützt die Verdauung, da er Verdauungssäfte anregt und die Darmtätigkeit reguliert. Kümmel enthält auch wichtige Mineralstoffe wie Selen, Zink, Magnesium und Kupfer. Er ist zudem eine gute Quelle für Ballaststoffe, Proteine und essenzielle Fettsäuren. 

Handrührer nehmen und in den Topf:

  • 2 EL Olivenöl und
  • Aktivierte Hefewasser
    Verrühren und langsam lauwarmes Wasser zugeben, bis sich der Teig von den Topfwänden löst.

Olivenöl ist als Fett Geschmacksträger, ist aber gesund ohne Ende: Gesunde Fettsäuren, reich an Antioxidantien, entzündungshemmend, beugt Herz-Kreislauferkrankungen vor, schützt Blutgefäße, wirkt vorbeugend gegen Diabetis, positive Wirkung auf das Gehirn.

Eine Handvoll Mehl auf Arbeitsplatte und den Teig solange kneten, bis er „trocken von der Hand“ geht.

Das Foto wurde nach der ersten Backzeit geschossen.

Backpapier anfeuchten und in die Form einpassen. Brotteig in die Form geben und im Backofen bei 40 Grad 40 Minuten gehen lassen. (Schüssel mit heissem Wasser dazu stellen).

Danach 30 Minuten bei 240 Grad backen. Aus der Backform nehmen und auf Backrost stürzen. Zuletzt nochmal 30 Minuten bei 220 Grad backen. Brot dann 2 Stunden auskühlen lassen. 😎


27.08.2024 – Rezept: Roggenvollkornbrot mit Haferflocken und Kümmel

27. August 2024

Nachdem ich das letzte Vollkornbrot bei Allnatura in Winterthur gekauft hatte und es als „seltsam geschmacklos“ empfand, nahm ich mir gestern mal wieder Zeit selbst ein Brot zu backen. Wobei ich den Teig am Abend vorbereitete und über Nacht in den Kühlschrank stellte. Erst am Morgen ging es in den Backofen.

Ich hatte noch Roggenvollkornmehl im Haus. Also suchte ich nach passenden Rezepten. Fand allerdings nur Sauerteig-Rezepte oder abenteuerliche Mehrkornrezepte. Eines sogar mit Curcuma und Zimt.

Roggenvollkornbrot mit Haferflocken und Kümmel

Eines der Rezepte enthielt einen Teigansatz mit Weizenmehl, welches bei meiner Ernährung allerdings komplett ausfällt. Ich hatte die Idee den Weizenmehlanteil durch Haferflocken zu ersetzen. Haferflocken werden als Gegenmittel für meinen Bluthochdruck empfohlen. Passt.

Zutaten:

  • 100 Gramm Haferflocken
  • 350 Gramm Roggenvollkornmehl
  • 2x 7 Gramm Trockenhefe
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Kümmel
  • 1 EL Salz
  • 1 bis 2 EL Olivenöl
  • Ca. 300 ml Wasser (oder Milch)

Vorgehen:

In eine kleine Schüssel kommen 100 Gramm Roggenvollkornmehl, 1 Päckchen Trockenhefe, etwas lauwarmes Wasser und 1 EL Honig. Diese Mischung wird verrührt und anschliessend zur Aktivierung der Hefe stehen gelassen, während man den Hauptteig vorbereitet.

In eine Rührschüssel kommt der Rest des Roggenvolkornmehl’s, 100 Gramm Haferflocken, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 EL Salz, 2 EL Kümmel. Diese Bestandteile werden mit einem Löffel trocken gleichmässig vermengt.

Anschliessend kommt unter ständigen Rühren mit einem Mixer der Vorteig, sowie lauwarmes Wasser (oder Milch) hinzu, sowie 1 bis 2 EL Olivenöl. Gerührt wird, bis sich ein glatter klebriger Teig bildet. Sollte er zu trocken sein, gibt man Wasser hinzu. Wird der Teig zu feucht und glänzt, gibt man etwas Roggenvolkornmehl’s dazu.

Dann nimmt man eine Backform und gibt einen Schuss Olivenöl hinein und verteilt dieses mit einem Pinsel gleichmässig am Boden und den Wänden.

Anschliessend streicht man den Teig mit einem Teiglöffel in die geölte Form möglichst ohne die Wände mit Teig zu verschmieren. Sonst ist das Olivenöl wirkungslos und man bekommt das Brot schwer aus der Form.

Danach hat man zwei Möglichkeiten:

  1. Man deckt den Teig in der Form mit einem Tuch ab und lässt ihn für mindestens eine Stunde aufgehen.
  2. Oder man deckt den Teig in der Form mit Frischhaltefolie und einem Gummiband locker ab und stellt den Teig in der Form über Nacht in den Kühlschrank.

Geht man nach Variante 1 vor, so kann man das Brot nach der Stunde Gehzeit sofort backen. Bei Variante 2 (welche ich bevorzuge) gibt man den Teig am nächsten Morgen in den Ofen.

Bei beiden Varianten sollte der Teig „mehr“ werden und es sollten sich Blasen an der Oberflache bilden. Dann wird das Brot schön locker.

Gebacken wird in drei Etappen mit Ober-/Unterhitze, wenn man  (wie ich) eine Backform verwendet.

  • Zuerst 30 Minuten auf 230 Grad.
  • Dann 30 Minuten auf 200 Grad.
  • Das Brot aus der Form nehmen und 15 Minuten „kopfüber“ bei 200 Grad backen.

Die Form hat den Vorteil, dass der Teig eben „in Form“ bleibt. Aber den Nachteil, dass Feuchtigkeit nicht nach allen Seiten entweichen kann. Deshalb oben der dritte Schritt.

Gibt man den Teig ohne Form in den Ofen, ao entfällt das natürlich.

Hinweis: Wenn man keinen Kümmel mag, kann man auch geschälte Sonnenblumenkerne oder eine Körnermischung nehmen.

Gutes Gelingen!


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