31.03.2026 – Resümee nach 4,5 Monaten Ernährungsumstellung

1. April 2026

Am 16.11.2025 hatte ich genug. Auf den Rippen. Gleichzeitig hörte ich in meinem Freundeskreis viel zu viele Horrorgeschichten betreffend der Gesundheit.

Der eine hatte einen Schlaganfall, der andere einen Herzinfarkt. Beide eigentlich sportlich und mindestens 10 Jahre jünger, aber nach meiner Einschätzung gestresst. Die eine Freundin kämpfte mit Brustkrebs. Der andere Freund bekam eine Herzklappe.

Dann sah ich mich in meiner kulinarischen Männerriege um. Und alle hatten einen BMI über 25 und diskutierten über Blutdruck- und Cholesterin-Senken. Diese nahm ich auch seit damals einem Jahr. Je eine halbe Tablette täglich.

Am 16.11.2025 war für mich der Zenit überschritten.

Am 16.11.2025 stellte ich mich auf die Waage und fand mich bei 66,7 Kilo und 13,7 % Fettanteil wieder. 9,1 Kilo Körperfett. BMI 25,1 . Ende der Fahnenstange. Ab sofort Ernährungsumstellung auf möglichst Vegetarisch und Intervallfasten. Zuerst 16:8 und heute 18:6.

Zuerst fiel der Zucker in allen Arten weg. Auch Zuckerersatzstoffe. Dann ersetzte Hafermilch die Kuhmilch. Jetzt trinke ich morgens den Kaffee ohne Milch und Zucker. Keine Wurst, keinen Käse, kein rotes Fleisch. Nur ab und zu Hühnchen und Lachs in allen Variationen. Das wichtigste ist aber Gemüse und Obst.

Ich setzte mir ein Ziel: Unter 58 Kilo kommen. Auf jeden Fall unter 60 Kilo!

Wie sieht ein normaler Tag bei mir aus?

  • 08:30 Uhr Kaffee No. 1
  • 10:00 Uhr Kaffee No. 2
  • Immer wenn ich an der Küche vorbeikomme, trinke ich ein Glas Wasser (0,25 Liter), um auf die 2 Liter zu kommen.
  • Zwischendurch in der Mittagspause einen Apfel oder eine Birne
  • So circa um 17 Uhr bekomme ich dann meist etwas Hunger. Dann koche ich mir etwas Warmes mit viel Gemüse.
  • Aktuell bin ich ein Suppenfan. Gestern und heute gab es selbstgemachte Pflanzen-Pflanzerl mit Gurken/Tomatensalat oder Gemüse.
  • Für den kleinen Hunger am Abend gibt es Banane/Erdbeeren/Himbeeren/Apfel/Birne mit Jogurt und Haferflocken.
  • Am Abend dann ungesüssten Tee, um auf mindestens 2 Liter zu kommen.

  • Die Ernährungs-Docs sind meine besten Freunde. Ich schaue mir jede Folge auf Youtube an. Es läuft bei der „Gesundwerdung“ und der Beratung immer auf das Gleiche hinaus: Weg von Junkfood, Naschereien und Fastfood, hin zu gesünderer Ernährung und mehr Bewegung.
  • Auch die ZDFbesseresser rund um Sebastian Lege sind wegweisend. In den Sendungen wird aufgedeckt, welche Industrie-Zutaten in den Industrieprodukten enthalten ist, nur damit die Endprodukt möglichst billig in der Herstellung sind. Damit die Lebensmittelindustrie möglichst viel verdient. Es gibt Vermutungen, dass die Zigaretten-Industrie (welche auch künstliche Aromen für die Lebensmittelindustrie herstellen) die Käufer süchtig nach den Industrieprodukten macht. McDonald-Prinzip. Schon mal gepoppt und nie mehr gestoppt? 🤔
  • Ich backe mein Brot selbst. Am besten schmeckt mir aktuell Vollkorndinkel mit Haferflocken und Kümmel.
  • Keine Weissmehlprodukte mehr. Die geliebte Breze fehlt mir. Ganz selten werde ich schwach. Aber nur absolut selten. Im Januar das letzte Mal auf der Fähre.
  • Absolut keinen Zucker mehr. Keine Süssigkeiten. Keine Zuckerersatzstoffe, keine „Zero“ – Produkte. Selten gibt es Honig. Im Tee oder zum Hafermüsli. Tendenz fallend.
  • Keine verarbeitete Lebensmittel. Keine Fertigprodukte. Keine Industrieprodukte. Keine Emulgatoren.
  • Mit absolut wenigen Ausnahmen verzichte ich ganz auf Alkohol in Getränken. Seit dem geht es mit dem Gewichtverlieren gefühlt einfacher. Kaffee, Leitungswasser, Tee. 2 Liter am Tag plus.
  • Keine Milchprodukte. Nur Jogurt zum Müsli. Und heute habe ich Kokos-Jogurt im Migros gekauft zum Testen. Schmeckt sehr lecker. Kostet aber 3 Franken der Becher. Mal sehen, ob ich dabei bleibe.
  • Ich koche alles mit Olivenöl. Ich habe da meine Stamm-Marke. Egal, ob in der Pfanne oder zum Salat. Meine erste Wahl ist Olivenöl. Übrigens auch auf der Haut!
  • Viel, viel mehr Salat, Gemüse und Früchte. Was ich nicht verarbeiten, wird getrocknet und zu Suppengrün, wie heute auch wieder.
  • Auch esse ich viel langsamer. Mit Genuss. Und höre auf, wenn ich das Gefühl habe satt zu sein. Ist noch etwas in den Pfannen und Töpfen übrig, dann „zwinge“ ich mich nicht das noch zu essen. Das Zuviel bleibt stehen, kommt in den Kühlschrank oder gleich weg. Fertig.
  • Mehr Bewegung! Das ist „auswärts“ oder auf Teneriffa viel einfacher. Auf der Messe Frankfurt war ich jeden Tag nur unterwegs. Und auf Teneriffa bin ich ab Mittag nach der Arbeit auch nur Draussen unterwegs.
  • Im Büro Zuhause ist es schwerer auf die Schritte zu kommen. Noch dazu bei kälter Witterung, Regen, Schnee. Dafür mache ich mit steigender Tendenz „Home Fitness“ mit Hanteltraining und Bauchtraining. Kann aber noch ausgebaut werden.
  • Auch habe ich nicht auf alles „Schlechte“ gleichzeitig verzichtet. Es lief schrittweise eines zusätzlich zum anderen.

In 4,5 Monaten von 67,3 Kilo auf 60,5 Kilo. Ergeben 6,8 Kilo auf 18 Wochen. BMI 25,2 auf 23,0. Bauchumfang um 8 cm reduziert. Ich passe wieder ohne Probleme in meine 30er-Jeans!!

Und das ist noch nicht das Ende. Ziel ist die 60er-Grenze zu knacken. Und dann auf das Zielgewicht unter 58 Kilo zu kommen. Dann sollte ich auch in meine 29er-Jeans passen. Und danach heisst es Gewicht halten. Und nicht wieder in alte Muster verfallen. 😎👍 Das ist meiner Meinung eine reine Kopfsache.


19.05.2025 – „Schrotthagen“ – Ihre Gigs sind kathartisch

19. Mai 2025

(Original ARD Andreas Krieger)

Ekstase.Das Techno-Duo Schrotthagen lässt Clubs eskalieren. Mit hartem Sound und apokalyptischen Melodien.

Ihre Geschichte beginnt vor neun Jahren in München: Dieter schreibt preisgekrönte Filmmusik. Giovanni möchte von ihm lernen. Er klingelt bei ihm.

„Er hat oben gewartet. Wollte schauen, ob ich pünktlich bin und hatte meine Tafel Schokolade als Bestechung dabei. Und dann habe ich auf die Sekunde genau geklingelt. Und dann hat er auf die Sekunde aufgemacht“, erzählt Giovanni Berg.
„Erster Eindruck. Er ist ein guter Junge ist, der sich benehmen kann. Ich habe mich quasi verliebt, ja, und das ist eigentlich bis heute geblieben. Mein Gott, wenn wir ja eine Beziehung hätten, dann hätten wir eine tolle Beziehung“, sagt Dieter Schleip.
„Oh Gott“, erwidert Giovanni Berg.

Heute touren Schrotthagen um die Welt, bringen Menschen in Buenos Aires, Miami, Montreal zum Tanzen. Ihre Gigs: kollektiv kathartisch.

„Techno ist eine Musik, bei der man sehr viel verarbeiten kann. In dem Moment ist es wie so eine Befreiung. Du lässt einfach los. Und du kannst schreien, du kannst tanzen, du kannst ausrasten, ist scheißegal. Es ist eine körperliche Erfahrung, stark körperlich und seelisch“, meint Giovanni Berg.
„Die Musik ist das Einzige, was uns noch retten kann, ja? Und wenn wir dann zwei Stunden spielen irgendwo im Club, dann hast du wenigstens die zwei Stunden mal Ruhe“, findet Dieter Schleip.

Viral mit Kuscheldecke

Zum ersten Mal Techno produziert haben sie vor zwei Jahren. Es sollte Filmmusik werden, für eine Club-Szene. Doch dann macht Giovanni etwas, das alles verändern wird.

„Ich finde Dieter, wenn er so arbeitet, irgendwie sehr lustig, weil er hochkonzentriert arbeitet und so hat sich das irgendwie so eingeschlichen, dass ich ihn halt heimlich immer gefilmt habe“, erzählt Giovanni Berg. „Und wenn Dieter halt dran arbeitet, ist er halt dann immer so irgendwie da mit der Decke, Heizung war ausgefallen“.
„Die Heizung waren kaputt, da kommt die Decke. Ja, auch wieder so ein Zufall“, erinnert sich Dieter Schleip.
„Kuscheldecke, ich filme um die Ecke“, sagt Giovanni Berg.

„Ich habe keine Ahnung von TikTok, dann: Okay, ich mache einfach ein Video! Und dann ist es einfach viral gegangen“, berichtet Giovanni Berg.
„Dann sah man nur die Millionen klicken. Ja, zack, zack, zack. Bis über sieben Millionen. Das ist ja furchtbar“, so Dieter Schleip. „Aber da sind viele Leute, die auch über den Film ‚Up‘, da gibt es diesen Opa, den Opa und den jungen Typen und da sind viele, die uns da vergleichen.“ 

Gemeinsam Angst überwinden

Schrotthagen machen Cinematic Techno. Musik wie ein Blockbuster. Gefühle bis zur Schmerzgrenze. „Pain in my heart“ wird eine Hymne.

„Und dann fing halt Giovanni an und sagte, ja, irgendwann müssen wir dann live spielen. Ich sag, nee, warum müssen wir jetzt mal live spielen?“, erzählt Dieter Schleip.
 „Du hast dich rausgeredet“, findet Giovanni Berg.
„Nö, müssen wir nicht live spielen werden. Bis eines Tages, da wurde das, glaub ich, einfach, wurde dieser Auftritt klar gemacht und dann spielen wir in Frankfurt vor 1.500 Leuten. Okay, da konnte ich dann erst mal kaum atmen“, sagt Dieter Schleip.
„Oh fuck, Mann, oh fuck, Mann. Oh du Scheiße. Krass“, so Giovanni Berg.
„Also ich habe ein extremes Lampenfieber gehabt, also wirklich so, wo du denkst: Nee, ich stürze mich lieber in die Isar vorher“, erinnert sich Dieter Schleip. „Aber hey, wir ziehen das durch. Weißt du, wie peinlich das hier wäre, vor all den Leuten.“
„Ich hab dann auch kurz Dieters Herz gefühlt und es hat so schnell geschlagen und ich dachte mir auch so: Oh Mann, scheiße, was machen wir hier eigentlich?“, sagt Giovanni Berg.

Crashkurs „Live-Mischpult“ kurz vor dem Gig.

„Wenn Giovanni dabei ist, habe ich gedacht, ja dann brauche ich nicht wirklich Angst zu haben. Er wird mich dann schon retten. Und danach war das so eine Befreiung, dass ich diese Angst überwunden habe. Das war für mein Leben unbezahlbar“, schwärmt Dieter Schleip.

Bombastische Sounds

Das Besondere: viele der wuchtigen Sounds sind organisch. Und zum Teil eingespielt auf echten Instrumenten. Im Schrotthagen Studio. Dieter spielt hier Guitaret und Giovanni eine Hammondorgel.

„Das war so ein Flohmarktfund. 15 Euro. Stand irgendwo im Dreck rum. ,Geht das noch?‘ Die haben gemeint: ,Ja!‘ Dann habe ich das für 15 Euro mitgenommen“, erzählt Giovanni Berg.
Und so wird aus Herumexperimentieren ein Vierviertel-Banger.
„So als grobes Ding. Aber ich meine, das dauert halt“, findet Giovanni Berg.

Schrotthagen sind gerade dabei, den Techno zu erobern. Mit bombastischen Sounds und…Kuscheldecke.


Beitrag: Andreas Krieger

Schrotthagen: „Nostalgie und Traurigkeit“, erscheint 15. August 2025.


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