18.03.2007 – CO2 und kein Ende – Hauptverursacher, Statistiken und Empfehlungen zum Thema Reduktion der Treibhausgase

18. März 2007

Interessant: Auf der Website des Umweltbundesamtes (Deutschland) wird das selbe unterbewusst beeinflussende Bild verwendet, wie auf der Website des Schweizer Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Dabei sieht die tatsächliche Verteilung der CO2-Emissionen ganz anders aus. Das Bild stammt zwar aus der Zeitschrift ADAC März 2007 Seite 38, aber die Daten kommen vom Institut für Wirtschaftsforschung und stimmen mit den Daten des Umweltbundesamtes fast gänzlich überein. Vergleiche hierzu eben das oben im Bild erwähnte PDF-Dokument (Umweltbundesamt Website „Klimaschutz“) oder Grafik unten.

Ergo: Es ist nicht der Pkw-Verkehr mit 11,9 Prozent von insgesamt 19 Prozent für „Verkehr“, wie das Foto gerne glauben machen möchte, der Hauptverursacher der CO2-Gase in Deutschland, sondern die Kraft- und Fernheizwerke mit 43,2 Prozent! Dann folgen Industrie, Gewerbe und Handel mit gesamt 24,8 Prozent, sowie Privathaushalte (Heizungsanlagen) mit 13 Prozent. Anders als in der Schweiz mit 21,46 Prozent entfällt in Deutschland ein Anteil von 11,9 % auf den Bereich „PKW“.

Zitierte Texte aus „Die Zukunft in unseren Händen – 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik des 21. Jahrhundert und ihre Begründungen“ vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt. vom Oktober 2005

Der jährliche Primärenergieverbrauch in Deutschland ist seit 1990 etwa gleich bleibend hoch und betrug im Jahr 2001 knapp 14.600 Petajoule. Die einzelnen Sektoren hatten daran folgenden Anteil:

  • private Haushalte: 19,5 %
  • Verkehrssektor: 18,6 %
  • Industrie: 16,4 %
  • Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD): 10,5 %
  • Energieumwandlungssektor: 35,0 % (Kraftwerke)

Bereich Heizungen und private Haushalte:

Allein im Altbaubereich ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für das Beheizen von Gebäuden und das Bereitstellen des Warmwassers sowie durch Verbessern des Wärmedämmstandards ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von 50 bis 70 Mio. Tonnen pro Jahr realisierbar.

Nahezu 75 % der in Deutschland vorhandenen Gebäude sind vor 1985 gebaut worden. Bezogen auf die im Jahr 2002 vorhandenen ca. 4 Mrd. m² Gebäudefläche, wobei hiervon ca. 3 Mrd. m² auf die insgesamt 39 Mio. Wohnungen entfallen, ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für die Beheizung von Gebäuden und die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Verbesserung des Wärmedämmstandards von einem realistischen CO2-Einsparpotenzial im Altbaubereich von 50 bis 70 Mio. Tonnen CO2 auszugehen.

Bereich Kraftfahrzeugverkehr:

Mit einer kraftstoffsparende Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 % reduzieren. Seit 1999 ist ihre Vermittlung für die Fahrausbildung und Führerscheinprüfung verbindlich vorgeschrieben. Zusammen mit einer standardmäßigen Ausstattung der Fahrzeuge mit Verbrauchs- und Schaltanzeigen ließen sich 2020 etwa 6,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Zu Fuß gehen und Rad fahren sind die mit Abstand umweltverträglichsten Formen des Verkehrs und dazu CO2-frei. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse verschiedener Studien und internationaler Vergleichswerte erscheint es möglich, bis 2020 den Anteil des Fahrradverkehrs am gesamten Personenverkehrsaufwand von derzeit etwa 2,4 % auf ca. 7 % zu erhöhen. Würden allein in Ballungsgebieten 30 % der Pkw-Fahrten unter 6 km mit dem Rad durchgeführt, ließen sich dadurch etwa 5,8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr mindern. Diese CO2-Emissionsminderungen ließen sich auf nahezu 10,5 Mio. Tonnen pro Jahr erhöhen, falls 30 % der Pkw-Fahrten unter 10 km durch Radfahrten ersetzt werden würden, was ein ehrgeiziges, gleichwohl auf lange Sicht durchaus erreichbares Ziel darstellt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verursacht pro Personenkilometer und bei einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 20-25 % im Durchschnitt nur rund ein Drittel der CO2-Emissionen eines Pkw.

Personenverkehr mit der Bahn verursacht im Mittel pro Personenkilometer weniger als halb so viele CO2-Emissionen wie bei Pkw-Verkehr oder Flugverkehr anfallen. Effizientere Bahnen sowie höhere Auslastungen (die Auslastung liegt im Fernverkehr zwischen 37 und 45 %) erhöhen die Umweltvorteile der Bahn.

Bereich Stromverbrauch:

Der Stromverbrauch der Privathaushalte lässt sich deutlich vermindern. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Einführung einer Verordnung, die für Neugeräte diejenigen Geräteeigenschaften reguliert, die den Energieverbrauch bestimmen (Leistungsaufnahme, Schaltzeiten, Steuerungsprogramme usw.). Die Anforderungen wären regelmäßig an die Entwicklung der Technik anzupassen. Diese Verordnung müsste deutlich weitergehen als zum Beispiel das in Japan zur Festlegung von Verbrauchshöchstwerten gewählte Verfahren (dort Top-Runner-Programm genannt), das nur einen Teil der Einflüsse auf den Energieverbrauch berücksichtigt. Analoge Anforderungen sind auch an Bürogeräte zu stellen.

Womit müssen wir bereits heute anfangen?

Wie beschrieben, lässt sich im Gebäudebestand ein sehr großes Energieeinsparpotenzial erschließen. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sind dabei besonders wirksam. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Sanierungszyklus der Gebäude zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäudehülle, die im Rahmen ohnehin anstehender Sanierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden, wegen der Langlebigkeit vieler Bauteile in der Regel für mehrere Jahrzehnte nicht mehr durchgeführt werden dürften. Deshalb sind die einer energetischen Sanierung des Gebäudebestands entgegenstehenden Hemmnisse möglichst schnell durch geeignete Instrumente abzubauen.

Und: Woher kommt das Kohlendioxid?

Was sind die wichtigsten Quellen des Klimagases Kohlendioxid? Wie hat sich der CO2-Ausstoß der Haushalte, des Verkehrs und der Energiewirtschaft über die Jahre entwickelt? Und bei welchem Verkehrsmittel ist der CO2-Ausstoß am geringsten? Antworten auf diese und andere Fragen geben die folgenden Tabellen.

http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/

Die Frage ist nur: Wie sehen die Tipps und Massnahmen zur Reduktion des Treibhausgases CO2 im Sektor Energieerzeugung aus, damit das grosse Tortenstück mit 43,2 Prozent „Kraft- und Fernheizkraftwerke“ deutlich reduziert werden kann.


18.03.2007 – Alles CO2 oder was – Wasserdampf ist Treibhausgas Nummer 1

18. März 2007

Eigentlich war ich auf der Suche nach dem Hauptverursacher der CO2-Emmisionen und recherchierte in verschiedenen Suchmaschinen zu diesem Thema. Parallel dazu öffnete ich gerade die Post und fand die ADAC-Zeitschrift März 2007 darin. Auf der Titelseite prangte gross das Thema CO2. Auf Seite 38 fand ich dann eine Grafik zu den CO2-Emmissionen in Prozent. Als ich die Ergebnisse der Suchmaschinen parallel begutachtete fand ich dann diesen Link mit einer Pressemitteilung aus dem Jahre 2001:

Wasserdampf ist Treibhausgas Nr. 1 – Studie unter Jülicher Leitung
Nicht Kohlendioxid ist – entgegen der weit verbreiteten Meinung – das Treibhausgas Nummer eins in unserer Atmosphäre, sondern Wasserdampf. Um mehr als 75 Prozent ist die Konzentration dieser Substanz in den oberen Luftschichten in den letzten 45 Jahren angestiegen. Das fanden Wissenschaftler im Rahmen einer Studie des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) heraus, die unter der Leitung von Prof. Dieter Kley vom Forschungszentrum Jülich und Dr. James Russell von der Hampton-Universität der USA stand.

Wie bitte möchte man die „Wasserdampf-Emission“ einschränken? Und wie bringt man das nun wieder den Bürgern bei? Ich sehe schon die Schlagzeile: „Kochen gefährdet die Umwelt!“

Aber nun zurück zum Thema CO2 und zur Recherche der „Hauptverursacher“:

Wie geschickt die Bildsprache zum Thema ist, erkennt man auf den offiziellen Seiten der Schweizer Eidgenossenschaft, Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Aus der Statistik des BUWAL – Schweizer Bundesam für Umwelt, Wald und Landschaft entnehme ich:

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Wasserdampf ist übrigens kein „Gas betreffend Kyoto-Protokoll“ und fehlt somit in der Statistik.

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002)

2002 ist der Haupterzeuger sämtlicher Treibhausgase – wen wundert es – die Industrie. An zweiter Stelle steht erst der „Verkehr“. Und Verkehr ist wie schon bei der Feinstaub-Diskussion der gesamte Verkehr inkl. Luftfahrt, Busse, Transport und Kraftfahrzeuge.

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

In dieser Statistik 2004 ist der Haupterzeuger der Treibhausgase der „Verkehr“ gefolgt von „Haushalte“ und „Industrie“. Auch hier ist „Verkehr“ nicht aufgeschlüsselt respektive „private Kraftfahrzeuge“ genauer genannt.

Emissionsübersicht (pdf, 86 KB) – Emissionen nach CO2-Gesetz und Kyoto-Protokoll (Stand November 2006)

Hauptverursacher der CO2 Emission Statistiken Daten Fakten

Kenngrössen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in der Schweiz (1990-2002) (pdf, 145 KB)

Sektor Haushalte:

Entwicklung der Treibhausgasemissionen des Sektors Haushalte seit 1990. Die kurzfristige Entwicklung der Haushaltsemissionen ist geprägt durch Witterungseinflüsse – kalte Winter führen zu mehr Emissionen. Die mit Hilfe von Temperaturstatistiken berechneten „Heizgradtage“ sind ein guter Indikator für den Einfluss der Aussentemperaturen auf die Emissionen. Sieht man vom Einfluss der Witterung ab, weist der Sektor Haushalte keine klar zu- oder abnehmende Tendenz auf. Die Zunahme der Gebäudezahl (und damit der beheizten Fläche) wird durch den besseren Isolationsstandard neuer sowie die energetische Sanierung alter Häuser ausgeglichen.

Ergo schlägt beim Sektor Haushalte die CO2-Emission durch Heizungen durch. Aber wo bitte sind die Heizungen der Bürogebäude und Industrieanlagen aufgeschlüsselt resp. erwähnt?

Sektor Verkehr:

  • exklusive internationaler Flugverkehr
  • inklusive nationaler Flugverkehr (1,5%)
  • inklusive Motorfahrzeuge aus Personen- und Güterverkehr;
  • exkl. Motorfahrräder (Moped), Militärfahrzeuge, Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, öffentlicher Busverkehr und Autocars

Interessant dabei ist, dass Landwirtschafts- und Industriefahrzeuge, sowie öffentlicher Busverkehr und Autocars (Busse) ausgenommen werden.

Hauptverursacher der CO2 Emission

Inventar der Treibhausgase (pdf, 523 KB) – Glaubwürdige Länderstatistiken der Treibhausgase bilden eine wichtige Basis im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Die UNO wacht darüber, dass diese Inventare möglichst lückenlos dokumentiert sind.

Die Bildunterschrift lautet hier:

Zwei Beispiele für die Ermittlung der schweizerischen Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2002. Umgerechnet in Kohlendioxid betrug der jährliche Gesamtausstoss 52,2 Millionen Tonnen CO2. Ein Grossteil der nicht aufgeschlüsselten Restemissionen entfällt auf den Brennstoffverbrauch.

Aha! Somit sind 62,9% der CO2-Emissionen in der Schweiz auf den Brennstoffverbrauch zurückzuführen!
Von insgesamt 52,2 Mio. Tonnen CO2 bringt

  • der private Strassenverkehr (PKW) 11,2 Mio. Tonnen oder 21,46 Prozent.
  • 62,9 Prozent entfallen aber auf den Brennstoffverbrauch von Heizanlagen im privaten und gewerblichen Sektor.
  • Genau das wollte ich wissen.

17.03.2007 – Was wäre, wenn alle Autos in der Schweiz ab 2010 mit Strom laufen würden?

17. März 2007

In der aktuellen CO2-Diskussion fallen immer häufiger die Begriffe „Hybrid- und Elektro-Antrieb“. Zur Reduktion des klimaschädlichen Gases CO2 sind bereits in Australien zweifelhafte Gesetze erlassen worden. Darüber berichtete ich bereits. In meiner fingierten Pressemitteilung „EU und die Schweiz verbieten Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010“ stellte ich die möglichen Auswirkungen fantasievoll dar.

Nun betrachte ich statistisch die Auswirkungen, wenn tatsächlich ab 2010 die EU und die Schweiz den Beschluss fassen würden sämtliche Verbrennungsmotoren von den Strassen zu verbannen. Da Hybridfahrzeuge nur im Stadtverkehr Sinn machen, betrachte ich „Komplett-Elektro-Fahrzeuge“. Kurz: Wir stellen uns vor, dass ab 2010 nur noch Elektrofahrzeuge auf den Strassen unterwegs sein dürfen. Und zwar definiere ich als Land „Die Schweiz“ mit den zur Verfügung stehenden aktuellen statistischen Zahlen.

Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) stellte 2005 fest:

Am 30. September 2005 waren in der Schweiz rund 5 Millionen Motorfahrzeuge und gut 300’000 Anhänger immatrikuliert. Bei drei von vier Motorfahrzeugen handelt es sich um Personenwagen; ihr Bestand umfasst insgesamt 3’865’000 Fahrzeuge. Den zweitgrössten Fahrzeugbestand bilden die Motorräder mit 592’000 Einheiten. Seit 1990 nehmen die Bestände der einzelnen Fahrzeugkategorien regelmässig um ein bis zwei Prozent jährlich zu. Der Personenwagenbestand ist in 15 Jahren um 29,5 Prozent gewachsen, was eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 1,7 Prozent ergibt. Eine klare Ausnahme bilden die Motorräder: Heute ist ihr Bestand zweimal so gross wie 1990, was einer mittleren jährlichen Steigerung von 4,7% entspricht. Das Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Jahresstatistik auf der Basis der Datenbank MOFIS des Bundesamtes für Strassen (ASTRA).

BFS – Bestand private Motorfahrzeuge (Website)

Nun berechnen wir den täglichen Energieaufwand an elektrischen Strom unter den folgenden Annahmen:

  • Die Anzahl Personenwagen der jährlichen Wachstumsrate von 1,7 % eine Anzahl von 4 Millionen Personenwagen für 2010 (siehe Quelle oben)
  • Die tägliche durchschnittliche Nutzungsdauer eines privaten Kraftfahrzeuges wird mit „Einer Stunde“ angenommen (Quelle Biologie.de)
  • Durchschnittliche Leistung pro Fahrzeug 80 PS – entspricht etwa 60 kW (Annahme ohne Quelle)

Daraus ergibt sich die täglicher zusätzliche elektrische Energie von:

  • 4 Millionen multipliziert mit 60 kW = 240 000 000 kW.
  • Durchschnittliche Nutzungsdauer 1 Stunde ergibt = 240 000 000 kWh
  • Dies entspricht einem täglichen Bedarf von 240 GWh

Der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) veröffentlichte in seinem Zahlenspiegel 2005:

Die Schweiz hatte 2005 einen Rekordverbrauch an Elektrizität bei verminderter Produktion zu verzeichnen: Der Elektrizitätsverbrauch der Schweiz ist um 2,1 % gestiegen und erreichte mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) einen neuen Höchstwert. Die einheimischen Kraftwerke erzeugten 57,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) und damit deutlich weniger Strom als im Vorjahr.

Zum aktuellen Vergleich rechnen wir um:

  • 57,9 Mrd. kWh = 57 900 GWh pro Jahr
  • Geteilt durch 365 Tage = 158,6 GWh (Durch Schweizer Kraftwerke zur Verfügung stehende elektrische Energie)
  • Somit stehen pro Tag 158,6 GWh elektrische Energie zur Verfügung.

Anbei eine Grafik zum Pro-Kopf-Stromverbrauch. 

Die folgende Grafik zeigt die „Monatlichen Erzeugungsanteile“ der verschiedenen Kraftwerkstypen in der Schweiz:

Und diese Grafik zeigt den Vergleich der Kraftwerkstypen zur Stromerzeugung einiger Europäischer Länder.

In der Schweiz liegt der Anteil „Wasserkraftwerk“ bei 56,6 % und „Kernkraftwerk“ bei 38 %. Den Rest übernehmen „konventionelle thermische Kraftwerke“.

Somit errechnet sich eine durch Wasserkraftwerke erzeugte Energie von 89,6 GWh pro Tag im Jahre 2005.

Resümee: Wenn alle Autos in der Schweiz im Jahre 2010 mit Elektromotoren laufen würden, so müsste täglich 240 GWh elektrische Energie zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Aktuell erzeugen sämtliche Kraftwerke in der Schweiz 158,6 GWh. Der Wasserkraftanteil liegt hier bei 56,6 % (89,6 GWh). Zieht man in Betracht, dass weder zusätzlicher Atomstrom aus den Nachbarländern noch zusätzliche Atomkraftwerke in der Schweiz gebaut werden, so müsste sich der Anteil „Wasserkraft“ bis 2010 verdreifachen, um den Schweizer Bürgern die gleiche individuelle Mobilität bieten zu können.


To fast to furious III – Mit 237 km/h an Winterthur vorbei

17. März 2007


To fast to furious II – Mit 121 km/h durch Dietikon

17. März 2007

Der Tagesanzeiger meldet heute

Ein 27-jähriger Schweizer ist gestern Nachmittag mit 121 Kilometern pro Stunde durch Dietikon gerast.
Der Mann musste seinen Führerausweis auf der Stelle abgeben. Er hatte geltend gemacht, der Tachometer seines Autos habe nicht funktioniert. Bei der Kontrolle waren weitere 29 Autolenker zu schnell unterwegs, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte.


Gesucht – Tipp für den Ausgang heute

17. März 2007

Ungewöhnlich aber wahr: Ich hab‘ heut keinen Plan, wie ich den samstäglichen Uusgang gestalten soll. Somit wäre ich für jeden Tipp dankbar. Wo ist heute was los?


So klein ist die Welt – Peter Sperlich meets Tom Sperlich

17. März 2007

Am 7. Juli 2006 stiess ich auf einen Artikel in heise.de zum Thema „ideesuisse.ch – Archiv der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft online„. Schon damals fiel mir auf, dass es einen Journalisten gibt, der „Tom Sperlich“ heisst. Er verfasste eben diesen Artikel. Schon damals recherchierte ich über den Namensvetter Tom Sperlich. Es kam aber nicht zu einer Kontaktaufnahme. Die Welt ist ja so gross. Allerdings ist der Nachname „Sperlich“ nicht allzu verbreitet. Ganze 17 Sperlichs sind in der Schweiz bei Twixtel registriert – bei 7 Millionen Einwohnern und ca. 5 Millionen Haushalten.

Nun stolperte ich bei heise.de erneut über einen interessanten Artikel „Tiefbauamt Zürich informiert via Google Earth über Baustellen„. Autor: Tom Sperlich. Ich zitierte seinen Artikel und Tom Sperlich wurde auf meinen Blog aufmerksam. Er schrieb mir einen Kommentar auf meine „Über mich“-Seite.

Da ich über Kommentare per Mail informiert werde, antwortete ich Tom per Mail. Es stellte sich heraus, dass Tom ebenfalls in Zürich wohnt. Dann ging alles ziemlich schnell. Nach ein paar Mails stellten wir zusätzlich diverse Gemeinsamkeiten beruflich und hobby-mässig fest. Am letzten Donnerstag stand ein Besuch aus Abu Dhabi an zum Thema Smart-Home an. Hierzu reiste am Mittwoch Thom aus Mallorca an. Abends entschlossen sich Thom und ich zum Essen in das Lokal „In der Ey“ zu fahren. Ich erzählte ihm während der Fahrt dorthin über den Kontakt zu Tom Sperlich. Plötzlich klingelte das Natel und Tom Sperlich war dran. Tom teilte mir mit, dass er am Donnerstag Zeit hätte und somit die Einladung zur Besichtigung des „Smart-Home’s“ am Bodensee mitfahren könnte. Es stellte sich heraus, dass er beim Triemli wohnen würde. Also keine 3 Minuten entfernt. Wir vereinbarten spontan ein Treffen im „Ey“. Und tatsächlich: Tom kam gegen 21 Uhr hinzu. Somit entstand eine interessante Konstellation: 2 x Sperlich und 2 x Thom (Tom). Wir nahmen einige Stangen und diskutierten bis die Stühle hochgestellt wurden. Am darauf folgenden Tag besichtigten wir gemeinsam mit dem Besuch aus Abu Dhabi das Smart-Home am Bodensee. Anmerkung: 2x Chris waren auch dabei.

Peter Sperlich und Tom Sperlich

Peter Sperlich meets Tom Sperlich

Ob wir verwandt sind, ist noch nicht letztendlich geklärt. Fest steht, dass auch seine Verwandtschaft väterlicherseits aus Schlesien stammt – nähe Breslau. Mein Vater ist in Steindorf Kreis Ohlau geboren. Das ist gleich in der Nähe.

PS: Erwähnte ich bereits meine 4 Vornamen? Peter Thomas Gottfried Michael. 🙂 (kein Scherz!)


EU und Schweiz verbietet Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ab 2010

16. März 2007

04.10.2009 Brüssel: Wie die Sprecherin Renate Künast des Europäischen Parlamentes soeben exklusiv mit einer Pressemitteilung veröffentlichen liess, nahmen die Delegierten einstimmig den historischen Beschluss an ab 01.01.2010 sämtliche Motorfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von Europas Strassen zu verbannen. Die 8 monatige Debatte war heftig und kontrovers geführt worden. Doch der Winter 2008/09 mit einer gemessenen Durchschnittstemperatur von 21 Grad und dem darauf folgenden heissesten Sommer seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen hatte die letzten Zweifler aus Deutschland, Frankreich und Italien letztlich überzeugt. Schon im Sommer 2008 schmolzen die Polkappen von Nord- und Südpol erstmals komplett ab und der um 30 Zentimeter erhöhte Meeresspiegel sorgte für katastrophale Zuständen durch Überschwemmungen in Holland, an der Deutschen Nord- und Ostseeküste, sowie in Italien. Hamburg und Venedig evakuierten die Bewohner nachdem die Frischwasserversogung für fast 6 Wochen zusammenbrach. Die Ozon, Feinstaub und Stickoxyd-Belastung stagnierte von Ende Februar bis heute (Oktober) dauerhaft erheblich über den 2005 verschärften Grenzwerten. In der Folge starben allein in Nordbayern an einem Tag 26 Personen am heissesten Tag des Jahres (20.07.09 mit 43 Grad gemessen in Nürnberg). Ausgenommen von der Entscheidung seien lediglich Fahrzeuge der Not- und Rettungsdienste, sowie die Einheiten der Polizei und des Militärs.

Auch der Schweizer Bundesrat schloss sich einstimmig nur Minuten später in einem Eilantrag dem Beschluss des Europäischen Parlamentes an. Der ehemalige Stadtpräsident von Zürich und neue Ratspräsident Ledergerber äusserte, dass man seit 2 Jahren über diesen für die Autoindustrie einschneidenden Entschluss diskutiere – und sich bereits seit Dezember 2008 zu einem Konsens durchgerungen hatte. Schneelose Alpengipfel und komplett enteiste Gletscher hätten zu dieser Entscheidung gedrängt.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien und neu gewählte Präsident der Vereinigten Staaten Arnold Schwarzenegger unterbrach nach der Meldung spontan die Einweihungsfeier des ersten Weltraumhotels und gratulierte dem Europäischen Parlament zu dessen Entscheidung. Er war Wegbereiter eines Förderprogramms mit dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Am UN-Umwelttag am 1. Juni 2005 unterzeichnete er eine Durchführungsverordnung, wonach die Treibhausgasemissionen in Kalifornien bis 2010 auf das Niveau des Jahres 2000 und bis 2020 auf das von 1990 reduziert werden müssen. Nachdem die Werte von 2020 durch einschneidende Massnahmen in Industrie und Wirtschaft bereits im Januar 2009 deutlich unterschritten wurden, folgte ein fulminanter Wahlsieg und der ehemalige Bodybuilder wurde vom Volk förmlich mit 63 Jahren zur Präsidentschaft gezwungen.

Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer bahnbrechenden Entscheidung und von der letzten Chance den offensichtlichen Klimawandel doch noch aufhalten zu können.

feinstaub

Lediglich der Präsident der Volksrepublik China – Co Nox Soxid – welcher sich derzeit in Nordkorea aufhält, verhielt sich mit seinen Kommentaren zurückhaltend. „Man werde sich momentan nicht zu einer ähnlichen Entscheidung zwingen lassen“ war seine einzige Aussage. Die Lobbyisten der Automobilindustrie nahmen den Beschluss mit Protest entgegen und kündigten Massnahmen zur Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge an. Nur die Reittierhändler reiben sich die Hände und verzeichnen hingegen schon seit Monaten eine rasant ansteigende Nachfrage an Pferden und Ponys. Man importiere derzeit massiv aus dem Nahen Osten und Argentinien und versuche so den Engpass auszugleichen. Auf dem Schwarzmarkt würden horrende Preise bezahlt und es sei im Gespräch übergangsweise Kamele aus Marokko zu beziehen. Nur die Versorgung und Pflege der Reittiere bereite diesem neuen Wirtschaftszweig Sorge, da der massiv gesunkene Grundwasserspiegel und der extrem trockene Sommer 2009 zu einem Engpass an Wasser und Futter gesorgt hatte. Man hoffe aber, dass sich die Situation durch die vom Meteorologischen Institut angekündigte Regenzeit in Mitteleuropa in den Wintermonaten entspannen würde. So hätte es bereits im Süden des Kaukasus vereinzelt Gewitter mit erheblichen örtlichen Niederschlägen gegeben.

Mit dem Beschluss des Schweizer Bundesrates steuert die Schweiz auf die Situation von 1925 zu. Damals herrschte im Kanton Graubünden ein allgemeines Fahrverbot für Kraftfahrzeuge.
Zitat aus der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Samuel Schmid anlässlich der Eröffnung des 75. Automobilsalons in Genf 2005:

1905 waren in der Schweiz rund 1’500 Autos zugelassen – heute sind es über vier Millionen! Dass die Strassen damals in einem eher erbärmlichen Zustand waren, muss ich nicht speziell betonen. Im Kanton Graubünden herrschte bis 1925 ein allgemeines Fahrverbot für Automobile. Wer trotzdem fahren wollte, hatte einen Ochsen vorzuspannen.
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, frage ich mich manchmal, wie viele dieser Ochsen nun hinter dem Lenkrad sitzen…


Dieses Hochdruckgebiet Maggi wurde gesponsert von Nestlé

14. März 2007

Nein, sorry. Es gibt Pressemeldungen über Themen, die sind so dämlich, dass sie schon wieder gut sind:

20 Minuten meldet: „Nestlé sponserte Maggi – kommt jetzt Hoch Xenia?“

Zitat: „Der Nahrungsmittel-Multi Nestlé beantragte beim Institut für Meteorologie in Berlin eine so genannte Wetterpatenschaft für 300 Euro (rund 480 Fr.). Möglich war das Hoch namens Maggi, da die weltbekannte Würze aus dem Hause Nestlé gleichzeitig ein weiblicher Vorname ist.“

Dieses Tiefdruck-Gebiet „Vollrausch“ was presented by – Warsteiner.


Scheiden tut weh – drum prüfe, wer sich ewig bindet – Schweizer (Scheidungs-)Statistik

13. März 2007

Aus aktuellem Anlass (nein, nicht bei mir) ein paar Zahlen aus der Statistik „Bevölkerung der Schweiz 2005“ vom Bundesamt für Statistik (BFS) über Scheidungen und dergleichen:

„Sowohl die Heiraten als auch die Scheidungen nahmen 2005 gegenüber dem Vorjahr zu: 40’139 Ehen wurden geschlossen (+1,7%) und 21’332 Scheidungen ausgesprochen (+18,8%). Somit wurde seit 2002 zum ersten Mal wieder ein Anstieg der Heiraten festgestellt.“ (+xy bezieht sich auf 2004!)

 

–> 53 % der Ehen werden geschieden! (Nix Neues, odrrr?)

„Ende 2005 verteilen sich die ledigen und verheirateten Personen mehr oder weniger gleichmässig auf die beiden Geschlechter (Männeranteil bei den Ledigen: 52,8%, bei den Verheirateten: 50,2%). Grössere Unterschiede sind hingegen bei den geschiedenen und insbesondere den verwitweten Personen festzustellen. In beiden Fällen gibt es jeweils bedeutend mehr Frauen als Männer (Frauenanteil bei den Geschiedenen: 58,3%, bei den Verwitweten: 82,7%). Zwei Gründe können dies erklären. Geschiedene Männer heiraten häufiger (9072 vs. 8399 Frauen). Ausserdem erhöht die Lebenserwartung der Männer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann vor seiner Ehefrau stirbt.“

–> Ergo: Don’t merry, Man! Single-Leben erhöht Deine Lebenserwartung!

„Seit 1970 hat der Anteil der Wiederverheiratungen auf Kosten der Erstheiraten um nahezu 20 Prozentpunkte zugenommen. Dabei heiraten geschiedene oder verwitwete Männer häufiger ein weiteres Mal (2005: 9613) als Frauen (2005: 8771).“

–> Ein Fettnäpfchen reicht wohl nicht?