12.08.2010 – Rabiater Autofahrer rammt Motorradfahrer auf A 5 bei Herbolzheim

12. August 2010

Heute bei der Rückfahrt von Frankfurt im Radio gehört:

Der 27-jährige Peugeot-Fahrer aus der Schweiz hatte andere Autofahrer durch seine langsame Fahrweise auf der linken Spur zum rechts überholen provoziert, schließlich blockierte er beide Spuren. Ein Motorradfahrer wollte ordnungsgemäß links überholen, da lenkte der Schweizer abrupt wieder zurück. Dabei streiften sich Motorrad und Auto. Als der Motorradfahrer deswegen auf dem Seitenstreifen anhalten wollte, wurde er von dem Schweizer nach Zeugenaussagen bewusst angefahren. Der Motorradfahrer stürzte eine Böschung hinab und wurde verletzt. Am Motorrad entstand 8.000 Euro Schaden. Der Führerschein des Schweizers wurde beschlagnahmt, der Unfallverursacher legte dagegen Widerspruch ein. (Quelle: hitradio-ohr.de)

Und in dem Stau stand ich am Montag kurz vor Frankfurt – ebenso auf der A5 – allerdings geschlagene 1,5 Stunden:

Der Unfall ereignete sich am Montagmittag auf der A5 an der Anschlussstelle Frankfurt–Zeppelinheim. Der 30 Jahre alte Fahrer des Lkw war in Richtung Kassel unterwegs, als er laut Polizei das Ende eines Staus übersah, auszuweichen versuchte und heftig bremste. Dabei geriet die Ladung seines Lastzugs – 15.000 Liter eines Stoffes zur Papier- und Kunststoffveredelung – ins Wanken und der Laster kippte um. (Quelle HR-Online.de)


03.07.2010 – WM2010: Argentinien verliert gegen Deutschland – Diego Maradona weint

3. Juli 2010

Ein historischer Sieg bei der Fussball-WM in Südafrika. Im Stadion am Kap der guten Hoffnung erzielte die Deutsche Mannschaft bereits in der 3. Minute nach einem Freistoss von der halblinken Seite getreten von Bastian Schweinsteiger durch einen Kopfball von Müller das 1:0. Die Argentinische Mannschaft zeigte sich dann etwa 25 Minuten vollkommen konsterniert – es lief überhaupt nichts zusammen. Erst ab der 30 Minuten brachten sie die Deutschen des öfteren vor dem Tor in Bedrängnis. Messi tauchte jedoch auch in diesem Spiel vollkommen ab.

In der zweiten Halbzeit zeigten die Argentinier stellenweise was in ihnen steckt. Jedoch stand die Abwehr hinter Arne Friedrich und Torwart Neuner und vereitelten so die wenigen Chancen der Argentinier oft bereits im Ansatz. Doch in der 68. Minute fällt genau im richtigen Moment das 2:0. Nach einem Angriff der Deutschen fällt im Zweikampf Müller vor dem Strafraum, kann aber im Liegen an Podolski in den Strafraum passen. Dieser macht endlich mal alles richtig und legt quer für Klose, der den Ball eigentlich nur noch in das Tor streicheln muss.

In der 74. Minute zeigte Bastinan Schweinsteiger sein ganzes Können und umkurvte gleich drei Argentinier im16 Meterraum. Am 5 Meterraum angekommen legt er den Ball unereichbar für den Torwart quer auf Arne Friedrich, der den Ball im Tor versenkte. Das 3:0!

Nach einem Konter aus dem Lehrbuch flankte in der 88. Minute Ösil von der linken Strafraumseite über zwei Argentinier und Klose hatte keine Schwierigkeiten den Ball im Netz zum 4:0 unterzubringen.

Nach diesem höchsten Sieg über Argentinien überhaupt stehen die Deutschen im Halbfinale. Wie „Busserl-König“ Diego Mardona das verkraften wird, steht noch nicht fest. Mit dem Rosenkranz in der Hand und oftmals fragend gen Blick gen Himmel schweifend stand er am Ende des Spiels an der Seitenlinie. Diego Maradona weinte. Deutschland: VIER!! Argentinien: NUUUUULLL! Adios Argentina! Don’t cry for me Argentina!

Miroslav Klose steht nun im 100. Spiel für die Nationalmannschaft in der ewigen Torschützenliste mit 14 WM-Treffern auf Platz 2 und hat mit Gerd Müller gleichgezogen. 4 Tore schoss er bisher bei der WM 2010. Nur noch Ronaldo hat einen Treffer mehr.

Bastian Schweinsteiger wurde zum „Man of the Match“ gekürt.

Der Gegner für das Halbfinale qualifiert sich im Spiel ab 20:30 Uhr: Spanien gegen Paraguay. Sollte Spanien gewinnen, kommt es zur neuerlichen Begegnung zwischen Deutschland und Spanien. Vor zwei Jahren gewann Spanien das Endspiel der Europameisterschaft durch einen Treffer von Torres in der 33. Minute.


19.05.2010 – Thailändische Regierung verhängt nächtliche Ausgangssperre für Bangkok

19. Mai 2010

Wir sind gerade von einem Ausflug an die Südspitze von Koh Chang zurück gekommen. Nach dem Duschen schaltete Nanee den Fernseher ein, um sich über die aktuelle Situation in Bangkok zu informieren. Ihr Eltern hätten sie schon mindestens 10x angerufen, da sie wissen, dass wir eventuell diese Tage in Bangkok verbringen könnten – was aber nicht ist. Wir sind in Koh Chang! Das einzige was für mich gefährlich ist: Die Sonne! Ich hab mir an den Armen einen Sonnenbrand geholt. Mal sehen, wie er sich heute Nacht entwickelt.

ABER: Zur Lage in Bangkok und immer aktuell (siehe unten)

Ein Regierungssprecher teilte soeben in Englischer Sprache mit, dass heute Abend ab 20 Uhr bis morgen Früh 6 Uhr eine AUSGANGSSPERRE (Curfew) für Bangkok ausgesprochen wird – zum ersten Mal in der Geschichte Thailands. Ausserdem wird das Fernsehprogramm auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Fernsehsendern gleichgeschaltet, damit jeder immer über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden ist.


Lad Prao Live Webcam Bangkok 18:40 Uhr
Weitere Webcam HIER

Aktuelle Verkehrssituation in Bangkok MIT Webcams HIER

Man solle sich als Thailänder möglichst nur in dringendsten Fällen auf die Strasse begeben. Darüber hinaus werde speziell für die Sicherheit der ausländischen Bürger und Reisenden gesorgt. Wenn Urlauber in dieser heutigen Nacht (19.05. auf 20.05.) von 20 Uhr bis 6 Uhr Ortszeit in Bangkok unterwegs sein müssten (wegen Transfer etc.), so sind auf jeden Fall REISEPASS und TICKETS griffbereit zu halten, damit die Abfertigung an den Strassensperren zügig von Statten gehen können. Es bestehe kein Grund zur Sorge. Die Transferrouten seien speziell abgesichert. Die Truppen und Volunteers würden heute Nacht überall in Bangkok Poste beziehen und Strassenkontrollen durchführen.

Die Situation eskalierte heute am frühen Morgen gegen 6 Uhr, als Regierungstruppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Baggern die Barrikaden rund um das Konsularviertel Silom beseitigten. Dabei sei es vereinzelt zu Schusswechseln und Molotowwürfen gekommen. Der itialienischer Photojournalist Fabio Polenghi aus Milano kam dabei ums Leben. Die Redshirt-Demonstranten hätten Reifenbarrikaden entzündet, worauf das Militär vorrückte. Bei einer gezielten Operation seien vier leitende Führer der Redshirts festgenommen worden.

Daraufhin zündeten versprengte Demonstranden Teile des Einkaufszentrums CENTRAL WORLD PLAZA an und behinderten die Rettungskräfte und anrückenden Feuerwehren das Feuer zu löschen. Die Sendestation des Fernsehsenders HSTV Thai TV Color Ch3 im MALONEEN TOWER (3199 Maleenon Tower, Rama-4 Road, Klongtoey, Bangkok) wurde von den Redshirts gestürmt, besetzt und teilweise in Brand gesetzt – aktuell sendet er nicht – Mattscheibe. Während der Maloneen Tower brannte, wurden über die Helikopterplattform Menschen gerettet. In einigen Gebäuden und Strassenzügen fällt der Strom ganz oder teilweise aus.

Ebenso betroffen ist die THAI STOCK EXCHANGE im selben Viertel. Das Gebäude wurde gestürmt und angezündet. Auch das Areal rund um den Lumpini Park (Nightmarket) steht teilweise in Flammen. Darüber hinaus existieren Bericht von mindestens 5 weiteren nördliche Provinzen neben Bangkok. Dort wurden zeitgleich mehrere Gebäude der Regierung gestürmt, besetzt und beschädigt. 7/11-Geschäfte und Bankfilialen in Bangkok sind dem Redshirt-Feldzug zum Opfer gefallen.

Wärend es in den Urlaubsgebieten sehr ruhig zugeht und nichts von den fernen Ausschreitungen zu spüren ist, kann von Ruhe in Bangkok leider nicht mehr gesprochen werden – zumindest ist jetzt unsicherer, als bis heute Morgen, als man noch wusste, wo sich die Redshirt-Demonstranden aufhalten. Ausserdem fehlen ihnen nun die Führer, die regulierend eingreifen könnten und der Mob regiert. Oder es handelt sich um eine von langer Hand eingefädelte und geplante Aktion nach dem Motto: „Wenn wir gefangen werden, dann stehen 10x so viele auf!“. Das wird sich noch zeigen. 

Gerade wird berichtet, dass die THAI STOCK EXCHANGE und ALLE BANKEN in THAILAND am Donnerstag und am Freitag schliessen werden.

Ich werde versuchen die aktuellen Ereignisse zeitnah hier zu ergänzen.

18:25 Uhr: Es wird von mindestens 20 brennenden Gebäuden in Bangkok gesprochen. Das Fernsehbild zeigt menschenleere Strassen und nur vereinzelt Fahrzeuge.

Update 20.05.2010: In Bangkok scheint weitgehend Ruhe eingekehrt zu sein. Recht eindrucksvolle Bilder zeigt der Tagesanzeiger in einer Online-Serie. Das grösste Einkaufszentrum Thailands (das zweitgrösste Süd-Ost-Asiens) – das Central World Plaza – ist komplett ausgebrannt. Der Lumpinipark gleicht einem ehemaligem Schlachtfeld. Die Rama IV-Road ist von abgebrannten Reifenstapeln in Mitleidenschaft gezogen und von Müll übersäht.

Die Ausgangssperre für Bangkok wurde mittlerweile bis Samstag (Quelle) auf weitere 23 Provinzen ausgedehnt (Quelle). Insgesamt wurden seit Beginn der Proteste Mitte März 82 Menschen – darunter ein italienischer Photojournalist – getötet und rund 1800 verletzt. 45 51 der 82 Menschen starben bei im Zeitraum der Ausschreitungen.

Update 15:41 Uhr: Die Bankfilialen in Thailand werden am Freitag wieder geöffnet sein, nachdem Beschwerden eintrafen, weil dadurch Zahlungen und Buchungen über Tage nicht mehr durchgeführt werden könnten. Die Tourismusbehörde vermutet mittlerweile einen Verlust im Tourismussektor bis zu 120 Milliarden Baht (120 billion baht in revenue). (Quelle)

Update 21:03 Uhr: Der Bangkok Skytrain und die Subway werden am Freitag 21.05.2010 den Betrieb einstellen. (Quelle)

Kommentar:
Welche Auswirkungen die anhaltenden Unruhen auf die Wirtschaft und den Ruf von Thailand – das Land des Lächelns – haben wird, ist noch unabsehbar. Manche Quellen sprechen bereits von einem Schaden von über 3 Milliarden US-Dollar allein für die Tourismusindustrie, welchee 15% des Bruttosozialproduktes von Thailand ausmacht und woran auch Tausende von Arbeitsplätzen hängen. Auch wenn es in den südlichen Urlaubsgebieten ruhig ung gelassen zugeht, wird sich dies in den Buchungszahlen niederschlagen; denn für die Reiseanbieter ist es ein absolutes Übel Reisende in ein unsicheres Land zu senden bzw. ein unruhiges Reiseland zu empfehlen. Quellen sprechen z.B. von Buchungsrückgängen von über 20% im Vergleich zum Vorjahr, in welchem die Gelbhemden schon einmal den Hauptflughafen Thailands für Tage blockierten. Zuerst der Tsunami und nun politische Zerwürfnisse mit einem noch noch nie dagewesenen aufeinandertreffen von Demonstranden und Militär wird das Land für Jahre im Schockzustand behalten.


01.05.2010 – Urlaub in Thailand trotz aktueller Unruhen? Warum nicht?

1. Mai 2010

In Bangkok herrscht derzeit Ausnahmezustand. Einige Reiseveranstalter stornierten ihre Flüge nach Bangkok, nachdem das Auswärtige Amt Reisewarnungen für Bangkok ausgegeben hat. Jedoch steht in der Meldung, dass der Flughafen als Transit vollkommen sicher ist. Besteht für Touristen und Reisende tatsächlich Gefahr in die Belagerungen der „RedShirts“ oder gar in Auseinandersetzungen verwickelt zu werden?

Ein Freund von mir teilte mir gestern mit, dass er seinen Urlaub nach Thailand samt Freundin storniert hat. Ein anderer Arbeitskollege hält sich derzeit in Koh Samui auf. Auf Rückfrage, ob er etwas von den Unruhen bei der Anreise mitbekommen hätte, kam die Antwort: „Nein!“ Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel hätte er lediglich bemerkt, dass die Polizei mit hoher Präsenz am Flughafen vorhanden sei. Aber man könnte sich ungehindert in Bangkok bewegen und sich die Sehenswürdigkeiten ansehen ohne mit den „RedShirts“ in Berührung zu kommen. Leider hätte er keinen der Demonstranten oder gar eine Demonstration gesehen.

DSC_0214.JPG

Bei mir steht der Urlaub an und ich fliege nächsten Freitag. Ob ich „Angst“ hätte? Oder gar in Erwägung gezogen nicht nach Thailand zu fliegen? Diese Fragen kann ich klar mit „Nein“ beantworten. Gut, man könnte mir entgegnen: Klar hast Du keine Bedenken. Du besuchst ja auch Dein Mädel in Thailand. Das stimmt. Aber auch sonst würde ich jederzeit nach Thailand fliegen; denn es ist nicht das Ziel der „RedShirts“ die Touristen zu schädigen. Und das Wichtigste: Bangkok ist so gross und die Redshirts konzentrieren ihre Präsenz bei den Demonstrationen auf das Regierungsviertel; denn sie wollen ja auch die Regierung stürzen und nicht die Urlauber.

Kann man wirklich nicht in die Demonstrationen verwickelt werden? Kann-Man-Fragen werden immer mit „Ja“ beantwortet. Aber im Ernst: Heute ist 1. Mai und vielerorts demonstrieren mehr oder weniger Radikale von der linken oder rechten Seite in Deutschland in den Städten Berlin und Hamburg. Auch in Zürich gibt es an diesem Tag immer wieder Ausschreitungen oder „Scharmützel“. Wird dadurch die Reisetätigkeit in den beiden Städten beeinträchtigt? Sicher nicht. Werden die Tausenden von Urlaubern und Touristen in den beiden Städten oder gar in Deutschland gefährdet? Mein Grossvater sagte immer: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“. Und er musste es wissen; denn er hat zwei Weltkriege miterlebt. Mit anderen Worten: „Wenn man sich dringend dazu genötigt fühlt sich in das Getümmel zu werfen und direkt hautnah bei den Demonstranten sein möchte, so muss man sich nicht wundern, wenn man einen Polizistenknüppel über die Rübe bekommt“.

Für alle anderen Reisenden ist der Urlaub in Thailand und natürlich in Bangkok ungefährlich. In den gängigen Touristenorten und erst recht in den Backpacker-Gebieten ist nichts aber auch gar nichts von den Unruhen zu spüren. Nein, stimmt nicht ganz; denn nach aktuellen Informationen von heute spürt man es durchaus, dass weniger Urlauber vorhanden sind. Die Strände sind übersichtlich mit Touristen gefüllt und in den Restaurants bekommt man immer einen Platz. Wenn Sie sich also wirklich erholen möchten ohne die gängige Touristenschwemme in den Kernurlaubsorten in Thailand, so reisen Sie jetzt erst recht. Nebenbei für unsere Schwaben: Die Flüge und die Hotels werden aktuell immer günstiger.

Bei mir geht es am nächsten Freitag los – von Zürich nach Bangkok. Wohin es anschliessend geht, steht noch nicht fest. Mal sehen.


30.04.2010 – Die Bilder zur Doppelhochzeit von Chris+Dee und Mike+Muay

30. April 2010

Hier zwei von vielen Bildern von der Hochzeit von Chris+Dee, sowie Mike+Muay.

CIMG0779.JPG
CIMG0771.JPG

Alle Bilder von der Hochzeitsreise findet man hier im Album

Wie sich Mike und Muay kennenlernten? Alles begann vor etwas mehr als 2 Jahren.


21.04.2010 – Standby in Bangkok – In der Warteschleife von Air Berlin oder „Die Vergessenen der Aschewolke“

22. April 2010

Ein N-TV-Reporter hängt mit seiner Frau seit dem 18.04.2010 fest. Heute bereichtet er online über seine Erfahrungen mit Air-Berlin und er ruhmreichen Rückholung in die Republik nach dem Ascheblackout.

Die Abfertigung G auf dem Flughafen Bangkok ist super voll, geschäftig und für drei Stunden Schauplatz einer seltsamen Mehrklassengesellschaft. Denn bei G  fliegt Air Berlin heute den zweiten Flug nach dem Debakel nach Deutschland. Und die kleine Flughafen-Welt teilt sich in die Glücklichen, die an diesem Tag ihren regulären Rückflug antreten und die anderen, die zwischen Freitag und Montag zu Opfern eines isländischen Vulkans wurden. Vor unserem Aufbruch zum Flughafen konnten wir im Internet lesen, dass nun wieder geflogen werde. Dazu der verheißungsvolle Satz: „In erster Linie wurden im Ausland gestrandete Urlauber zurückgeholt.“ Die Realität sieht aber ganz anders aus: Air Berlin hat von Dienstag auf Mittwoch die für April übliche Menge Urlauber nach Thailand gebracht. Und am G 10 bis 13 wird an diesem Mittwoch die übliche Touristenmasse, die diesen Flug gebucht hat, zurückbefördert. Der Flug ist ausgebucht wie fast alle Flüge im April. An G 14 dürfen sich die „Stehenbleiber“, wie wir im Jargon der Fluggesellschaften heißen, in eine Warteliste eintragen. Die Passagiere von Air Berlin gelten als die Privilegierten unter den Heimfahrtsuchern, denn ihre Linie fliegt.

Den gesamten wirklich aufschlussreichen Bericht über die „Vergessenen der Aschewolke“ findet man bei N-TV.

Und übrigens:

  • Thom und Helga sind seit gestern wieder in Mallorca
  • Chrigel hat Bukki heute vom Airport Zürich abgeholt – glücklich.
  • Mike und Chris fliegen wahrscheinlich eventuell ziemlich sicher was G’wiess woas ma ned am Sonntag.
  • Thom G. sitzt noch in Kambodga fest. Return unbekannt.

19.04.2010 – Aktuelle Fluginformationen der Flughäfen und Airlines

20. April 2010

Heute flogen die ersten Urlauber aus dem Urlaub zurück. Thom und Helga sitzen in Stuttgart fest und warten auf den Rückflug nach Mallorca. Thom’s Eltern verlängerten derweil zwangsweise die Betreuung der Enkel (Felix und Max) auf Mallorca und warten auf den Rückflug nach Stuttgart. Mike und Chris checken täglich die Fluginformationen der Singapore Airlines, weil eigentlich am Freitag der Rückflug nach München bzw. Zürich ansteht. Und Bucki wartet in Prestina sehnsüchtig darauf, dass sie zu Chrigel nach Hause fliegen darf. Wir werden sehen, ob sich der Flugbetrieb bis dahin wieder normalisiert. Auf jeden Fall habe ich mal kurz ein paar Fluginformationen der Flughäfen in Deutschland gesammelt. Es soll ja noch mehr Reisende geben, die auf ihren Flug warten.

Flughäfen Deutschland Abflüge:

Flughäfen Schweiz Abflüge:

Flughafen Palma de Mallorca Ankunft und Abflüge

Fluginformationen der Airlines


22.02.2010 – München: Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth richtet sich selbst

23. Februar 2010

Gerade bekam ich per Comment eine Nachricht – und kann es immer noch nicht glauben. Ist dies (wieder) eine Finte des wohl berüchtigtsten Abmahners der neuen Medien? Werde auch ich eine Abmahnung erhalten, wenn ich darüber berichte? Aber nachdem tagesschau.de, heise.de, chip.de, stern.de, welt.de und viele weitere etablierte Nachrichtenmagazine gleichlautend darüber berichten, steht einem Beitrag wohl nichts im Wege.

Günther Freiherr von Gravenreuth nahm sich in der Nacht auf heute im Alter von 61 Jahren selbst das Leben – mit einer Schusswaffe. Aber nicht ohne sich per E-Mail an seine „Fans“ zu verabschieden. Als Auslöser wird die Verurteilung in einem zweifelhaften und unglaublichen Fall der Internetabmahnerei vermutet. Günther Freiherr von Gravenreuth abonnierte den Newsletter der taz.de und erhielt (wie sonst üblich) eine Bestätigungsmail. Diese ordnete er als Spam ein und mahnte die „taz“ ab. Diese zahlte den Abmahnbetrag nachweislich.

Bei Günther Freiherr von Gravenreuth sei aber der Betrag nie eingegangen, worauf dieser die Domain taz.de pfänden liess. Doch eine Hausdurchsuchung der Anwaltskanzlei von Gravenreuths bewies, dass das Geld eingegangen war. Betrugsversuch, sagte das Berliner Landgericht und verurteilte den bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraften Anwalt zu einer 14-monatigen Haftstrafe wegen vollendeten Betruges. Seit dem Schuldspruch versuchte von Gravenreuth mit allerlei juristischen Winkelzügen, dem Gefängnis zu entgehen.

Gleichzeitig jagte er wie besessen weiter: Vor zwei Wochen zeigte der 61-Jährige die Steuerfahnder in Wuppertal an, die für den Ankauf der Steuer-CD verantwortlich sind. Begründung: Die Daten der Steuersünder seien urheberrechtlich geschützt, die CD eine Raubkopie. Doch die Zeit lief dem Freiherrn davon, sein Haftantritt rückte immer näher. Die Gefängnisstrafe bedeutete auch, dass er seine Zulassung verlor. Seine Zeit als Anwalt war vorbei.

Zuletzt sei ihm ein Aufschub genehmigt worden, um seine Anwaltskanzlei abzuwickeln, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft zu stern.de. Vor einigen Tagen sei diese Frist abgelaufen. Da von Gravenreuth jedoch nicht zum Haftantritt erschienen war, sei ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn ergangen. Wäre Günther Freiherr von Gravenreuth damit vor Gericht durchgekommen, so wären die Markenrechte der TAZ verloren gegangen. Nun entzog er sich seiner dem Gefängnis durch einen Schuss aus der Pistole.

Die Polizisten fanden Günter von Gravenreuth im Haus der Studentenverbindung Rhaetia in der Luisenstraße nahe des Königsplatzes. Der Anwalt war seit seiner Studienzeit in der – nicht schlagenden – katholischen Studentenverbindung. Ihr Wahlspruch lautet: „Cum fide virtus“, die lateinische Umformung des Wittelsbacher Hausspruchs „In Treue fest“. Doch diese lebenslange Freundschaft und Zugehörigkeit sollte für Gravenreuth nicht mehr gelten. Nach AZ-Informationen sollte der Anwalt wegen schädigenden Verhaltens ausgeschlossen werden. Von Gravenreuth erschoss sich im Gemeinschaftsraum der Verbindung, als die Polizisten in das Gebäude eindrangen. Der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun.

Inzwischen steht auf www.gravenreuth.de nur noch eine Todesanzeige.

Wikipedia-Eintrag zu Günther Freiherr von Gravenreuth


04.02.2010 – Schweiz: Volkssport Bankdatenklau oder „How to get rich in short Time“

3. Februar 2010

Kurzanleitung – How to get rich: Man nehme eine CD-Rom, schiebe diese in den Rechner und kopiere 1500 Konten von (angeblichen) Steuerhinterziehern. Dann wende man sich an die Deutsche Regierung und biete diese für 2,5 Millionen an. Angeblich sollen die Bankdaten dem deutschen Fiskus 100 Millionen wert sein. Ein guter Deal. Und schnell verdientes Geld.

So geschehen bei der Credit Suisse. Aber wie man jetzt lesen kann sorgt nicht nur die UBS und die Credit Suisse immer wieder für negative Schlagzeilen. Der Bonus scheint nicht mehr auszureichen für so manchen sozial benachteiligten Banker. Die psychologisch angeschlagene Seele der Nieten in Nadelstreifen sucht sich einen neuen Broterwerb. Nein, kein Konto ist mehr sicher.

Auch bei anderen Banken ist man trotz angeblichem Schweizer Bankgeheimnis nicht mehr sicher. Julius Bär und HSBC lieferten unfreiwillig ebenso Bankdaten bei den Steuerfahndern ab. Im Fall von Julius Bär soll der in Afrika lebende ehemalige Manager (Trust Company heisst eigentlich Vertrauens Gesellschaft) Rudolf Elmer die schon etwas älteren Daten den deutschen Behörden übergeben haben. Für den Datendiebstahl bei der britischen HSBC soll Hervé Falciani verantwortlich sein, der bereits in 2009 in Frankreich für Wirbel sorgte. Am sichersten schein zu sein das sauer ersparte Geld gleich auszugeben, unters Kopfkissen zu legen oder zu verbrennen.

Ja, und die Banken schildern sich ja als so unschuldig. Dabei scheinen diese reiche mögliche Steuerflüchtlinge geradezu zu umwerben; denn schon kommt einer dieser Verleitungen zum Steuerbetrug ans Tageslicht. Die schon schwer gescholtene UBS soll den Kölner Klaus Mayer einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag auf die UBS Hamburg überwiesen haben.

Der Kundenberater spielte etwas mit dem Geld und so verlor Klaus Mayer unaussprechliche 248 Millionen Euro. Laut seinem Rechtsanwalt will Mayer nächstens Strafanzeige in Frankfurt einreichen, in einem ersten Schritt gegen die UBS Deutschland AG – wegen Steuerhinterziehung, versuchter Nötigung, Betrug und Untreue. Und auch die UBS Zürich wolle man ins Visier nehmen. Angeblich will Mayer seinen früheren Kundenberater der UBS als Zeugen mit ins Spiel bringen, welcher kurz nach bekanntwerden des Falles von der UBS freigestellt wurde.

Sollte sich das bewahrheiten, droht für den Schweizer Finanzplatz weiteres Ungemach. Erinnerungen an den Fall Bradley Birkenfeld werden wach. Der frühere UBS-Kundenberater hatte im letzten Jahr vor Gericht über die Machenschaften der UBS in den USA ausgepackt und die Grossbank damit in eine schwere Krise gestürzt.

Seit einiger Zeit ist es sicherlich nicht leicht Angestellter einer Bank zu sein – und das öffentlich auch noch zugeben zu müssen. Aber man könnte sich ja einfach umorientieren (z.B. Muscheltaucher). Eine Anleitung dazu steht ja ganz oben.


07.01.2010 – Klimawandel wo bleibst Du? Barbara und Daisy bringen Kälte, Schnee und einen Blizzard nach Europa?

8. Januar 2010

Seit dem ergebnislosen Klimagipfel in Kopenhagen scheint Petrus nun endgültig genug zu haben und dreht den globalen Klimaregler zumindest für einen Teil des Globus auf „Freez!“. England erlebt den kältesten Winter seit 30 Jahren mit Tiefstwerten um die 20 Grad minus (!). 10 000 Schulen bleiben geschlossen, Flughäfen ebenso und auf die Strasse jagt man dort nicht mal mehr ein ungeschorenes Schaf. Zu allem Überfluss blieb schon wieder ein Zug im Ärmelkanal stecken. Diesmal soll aber nicht „Betauung“ durch den Temperaturwechsel Schuld an der Misere sein.

Nun könnten Kurzsichtige sofort daraus schliessen, dass das kürzlich verhängte „Glühlampenverbot“ sofort Wirkung zeigt. Nein! Mit Nichten und mit Tanten! Auch die Pharmakonzerne stecken (diesmal) nicht dahinter unter dem Vorwand die noch nicht verkauften Schweinegrippe-Impfstoffe wohl in einer neuen Kältewelle doch noch an den Mann zu bringen. Falsch!

Schweizer Schneekuh

„Barbara II“ und „Daisy“ sind die Ursache von abgefrorenen Fingern und Muskelkater durch Schneeschippen. So heissen nämlich die beiden Tiefdruckgebiete, die nacheinander über Europa ziehen. Letztere – „Daisy“ – kommt in den nächsten Tagen von Portugal herbei gezogen und verspricht ein ausgewachsener Blizzard zu werden mit Windgeschwindigkeiten um 90 Stundenkilometern und anhaltendem Schneefall.

In der Schweiz freuen sich die Liftbetreiber und Tourismusmanager auf bis zu einem halben Meter Neuschnee an den nächsten Tagen. Dafür wird das Streusalz in manchen Gemeinden langsam knapp. Vielleicht rettet ja der Griff in das Gewürzfach. Und in Florida baut man derweil einen Schneemann.