25.11.2008 – Thailand: Internationale Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok von Demonstranten besetzt

25. November 2008

Das „Eidgenössische Department für auswärtige Angelegenheiten“ meldet heute:

„Am 25.November 2008 kam es im internationalen Flughafen Suvarnabhumi von Bangkok zu Demonstrationen. Dadurch kam es zu Behinderungen im Flugverkehr. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft und meiden Sie Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art.“

Auch auf SF-DRS in der Tagesschau kommt ein ganzer Bericht über die Demonstrationen. Der Videobericht ist leider noch nicht online. Daher greife ich auf „bazonline“ zurück. Die ARD-Tagesschau zeigt auch das Video – berichtet aber ausführlicher mit Bildmaterial.

 
Quelle: ARD-Tagesschau

Mist! Ich hab‘ meinen Flug zu früh gebucht. Morgen würde ich so sicherlich einen günstigeren Flug für den Januar bekommen; denn nun stornieren sicher massenhaft Thailandurlauber und die günstigeren Kontingente werden (wieder) frei.


25.11.2008 – Best of Swiss Gastro Award: Fugu-Nydegg auf Platz 2

25. November 2008

Eine innovative und moderne Küche aus Thailand und Japan vermittelt asiatische Lebenskultur im Herzen der Altstadt von Bern. (Quelle 20min.ch)

Fugu-Nydegg
Gerechtigkeitsgasse 16
3011 bern
Switzerland
info@fugu-nydegg.ch
t. +41 31 3115125
f. +41 31 3115124


12.11.2008 – Thailand: Loi Krathong oder „Vollmond, Lichter und schwimmende Flösschen“

12. November 2008

Heute bekam ich Nanee die Mitteilung, dass sie am Abend zusammen mit Jaeb zum „LoyGatong Festival“ gehen würde. Es sind viele Leute am Strand, es gibt Live Musik und Feuerwerk. Leider sei das Wetter allerdings nicht ganz so schön und es würde regnen. Jaeb sei gerade damit beschäftigt „Gatongs“ aus Bananenblättern für jeden zu basteln. AuyAiy – der Hund – sitzt neben Jaeb und versucht ihn entweder zu beissen oder ihm zu helfen. Genaues wisse man noch nicht.

Loi Krathong Loy Krathong Loy Gatong Festival
Bildquelle: tom_p

Bei „Loy Gatong“ (oder wie ich nun im Netz fand „Loi Krathong“) handelt es sich um das jährliche Lichterfest in Thailand. Das ganze Land feiert diesen Tag und zwar immer in der Nacht zum 12. Vollmond des Jahres – üblicherweise im November. „Loi“ bedeutet schwimmen oder schweben und „Krathong“ heisst kleines Floss. Das aus Bananenblättern kunstvoll gefertigte Floss wird dann mit Gaben geschmückt (Kerze, Räucherstäbchen, Früchten und Blumen) und auf den Fluss oder ins Meer gesetzt. Das Schwimmenlassen des Krathong bedeutet in Thailand, dass man von allem Ärger, Groll und der Verunreinigung der Seele loslässt und so gereinigt ins neue Jahr gehen kann. Das mehrtägige Volksfest „Loi Krathong“ wird von den Thais mit engen Freunden und Verwandten zusammen begangen.

In Chiang Mai feiert man das Fest damit, dass Tausende kleine Heissluftpapierballons zeitgleich in den Himmel entlassen werden. Mit den Ballons schicken die Thais ihre guten Wünsche mit.

Mehrwert gefällig?


20.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Seitenwechsel Koh Samui nach Bangkok

20. Oktober 2008

Gegen 9 Uhr schälte ich mich widerwillig aus der Bettdecke – Abreisetag von Koh Samui. Um 12:35 Uhr startet die Maschine vom Flughafen und bringt uns nach Bangkok. Zuerst setzte ich mich auf den Balkon und rauchte eine. Eigentlich hatte ich überhaupt keine Lust meine Sachen zu packen. Ich blickte über die Grünanlage auf das Meer und den leicht bewölkten Himmel. Nur eine leichte Briese brachte Abkühlung. Lufttemperatur um die 28 Grad bereits um diese Zeit.

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Ich duschte – kalt – um meinen inneren Motor zu starten, als mein Natel einen SMS-Eingang vermeldete. Mike schrieb nur „Kurze Lagebesprechung bei Dir?“. Dann zog ich mich an, zog den Koffer aus dem Staufach und warf einfach meine Habseligkeiten mehr aber weniger sortiert hinein. Mike klopfte und sah noch leicht verschlafen, aber gestresst aus. Er musste das Motorrad noch zu Jonathan fahren, aus dem Hotel auschecken und bis um 11 Uhr wieder da sein. Unmöglich. Meinen Chopper brachte ich bereits am Tag zuvor abends zurück – Princess Nanee verschob extra ihre Reise zu ihren Eltern, um noch einen Tag länger mit mir auf der Insel zu bleiben (ganz lieb von ihr). Ich wollte wirklich nicht am Tag der Abreise früh morgens aufstehen und dann noch durch die Gegend kurven, um das Motorrad zurück zu geben.

Mike stand ein wenig ratlos vor mir. Klar, wie immer, er war zu spät dran. Also, hiess es nun: „QuickQuick!“. Wir berieten uns kurz und legten fest, dass er zuerst die Koffer an der Rezeption abgibt und dann schnell aber vorsichtig zu Jonathan und Lee fährt, um das Töff abzugeben. Im Anschluss würde er zum Hotel zurück kommen. Zeitlich eigentlich nicht machbar (Plan Nummer 31). Er verschwand und ich packte meinen Koffer fertig, kontrollierte noch einmal das Zimmer auf Vergessenes und checkte an der Rezeption aus.

An der Rezeption kam mir Chris mit verträumten Augen entgegen. Er kam grad mit dem Motorrad von Lamai, um einmal nach Saa zu sehen (sie hatte „nur“ ein wenig Kopfweh von gestern Abend) und bei Jonathan sein Motorrad zu „verlängern“ bis zum 24.10. – er entschloss sich nämlich schon vorgestern in Samui zu bleiben bis zum letzten Tag. Nach dem Auschecken gingen wir zum Restaurant, damit ich endlich gegen 10:30 Uhr meinen ersten Kaffee bekam.

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Kiddy, der Masterservice, brachte mir zwei Kaffee und den obligatorischen Mangoshake. Er hatte nicht nur seine Crew im Griff, sondern wusste auch, was das Herz bzw. der Körper seiner Gäste benötigt. Während Chris sich eine Pepsi zuführte, erschien Mike mit Muay. Er war immer noch nicht unterwegs zu Jonathan. Zumindest hatte er ausgecheckt. Muay sah extrem Müde aus. Sie meinte Kopfweh zu haben. Ich scherzte, dass sie nicht so viel trinken und rauchen sollte. Doch weder rauchte sie, noch trank sie einen Tropfen Alkohol. Der letzte und einzige Versuch ging gänzlich daneben und brachte neben Kopfweh auch eine vollständige Magenentleerung mit sich. Sie hing im Stuhl und stützte den Kopf auf eine Hand. Man sah ihr an, dass sie nach dem Urlaub erst richtig Erholung brauchte. Tja, wir waren gestern wieder die letzen Gäste im „Bangkok Restaurant“. Endlich startete Mike mit dem Töff zu Jonathan – 11 Uhr.

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Gegen 11:15 Uhr bezahlten Chris und ich die Rechnung im Hotelrestaurant und gingen zur Rezeption. Mike sendete den Statusbericht „Komme zum Flughafen“ (Plan Nummer 32). Gut, also hiess es für uns: Taxi rufen und ab zum Abflugbereich des Flughafens Samui. Chris organisierte das Taxi und fuhr dann mit dem Töff hinter uns her. Der Taxifahrer fuhr wieder eine ganz andere Strecke. Eine echte Flughafenzufahrt gibt es ja nicht. Es geht über „Stock und Stein“ quer über schmale Strassen – alle Wege führen zum Airport. Chris verlor uns unterwegs an irgendeiner Ampel oder Kreuzung.

So kam ich Muay alleine am Flughafen an. Da standen wir nun und warteten: Klar, auf Mike. Nichts zu sehen von ihm. Aber alles kein Problem – er bekommt einfach ein paar Boxhiebe auf seinen „bubui“ (dicken) Bauch. 11:40 Uhr: Jonathan kommt mit einem Pickup angefahren. Mike steigt aus. Wir schnappen uns die Koffer und eilen (eigentlich eile nur ich; denn Muay hat nur ein paar Schuhe dabei – hochhackige Pömps) zum Checkin. Beiläufig meine ich zu Mike, dass er eventuell Muay tragen könnte 🙂

Die Flughafenhalle empfängt und: leer. Keiner steht an, kein Lärm, alles easy. Die Dame meint 35 Minuten vor unserer eigentlichen Maschine, ob wir noch eine frühere Maschine nehmen wollen. Checkin 11:50 Uhr (es ist 12 Uhr!) Gate 1 (das am weitesten entfernte) Start 12:35 Uhr. „Von mir aus“ dachte ich kurz und schon klebten die Bänder an unseren Koffern und wir eilten (ich eilte) zum Gate. Auf dem Weg dorthin kam uns Chris entgegen. Er sei über den Ankunftsteil des Flughafens zu uns gelaufen. Er begleitete uns noch das Stück zum Sicherheitscheck am Gate und wir verabschiedeten uns. Er würde Saa heute Abend treffen. Wir schickten ihr via Chris Grüsse und „Küsse“ und gingen gemütlich zum Gate 1.

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Mike blieb allerdings nicht einmal die Zeit eine zu rauchen; denn der Checkin erfolgte just in dem Moment, als wir am Gate 1 eintrafen. Mit Nikotinmangel bestieg er den offenen Trolley, der uns zum Flieger brachte. Kaum sassen wir, schon hob die nicht ganz besetzte Maschine ab. Ich wechselte auf einen der freien Fensterplätze und Mike nahm die „Kotztüte“ – aber nur zum Schein; denn darauf stand „Liebe die Erde – Schütze die Erde“. Zum über den Kopf ziehen ist diese allerdings zu klein.

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Kaum erreichte die Maschine die Reiseflughöhe, schon bekamen wir unser Mittagessen (einen Fischburger) nebst Kaffee und Orangensaft. Ich lehnte mich zurück und las ein wenig in meinem Buch (Das Peter-Prinzip). Der Flieger setzte nach nur 50 Minuten zum Sinkflug an, als ich den letzten Schluck O-Saft mitnahm. Schon landeten wir in Bangkok. Wir durchwanderten den riesigen Flughafen immer den „Baggage“-Schildern folgend und fanden unser Band auf Anhieb. Sogar unsere Koffer kamen nach kurzer Zeit und wir gingen zum Ausgang. Wir schnappten uns ein Taxi und fuhren bei 36 Grad Aussentemperatur und Sonnenschein vom Airport Bangkok durch belebte Strassen und interessantem Smalltalk zum Hotel „Le Fenix“ Sukhumvit 11.

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Dieses Mal informierte ich den in Bangkok lebenden Silvio, dass ich mich ein paar Tage in Bangkok aufhielt. Silvio lernte ich 2005 auf meinem Geschäftstrip nach Dubai kennen. Er teilte mir zwar mit, dass er erst am Donnertag von Singapore zurückkehren würde, aber gab mir die Info, dass der Generalmanager des „Le Fenix“ (Daniel) ein guter Freund von ihm sei. Ich solle mich mit Daniel gleich nach der Ankunft in Verbindung setzen.

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So traf ich den Generalmanger des „Le Fenix“ wenig später im Café des Hotels. Er kommt ursprünglich aus der Schweiz – aus dem Rheintal – lebt aber schon seit 16 Jahren in Asien. Er würde im Dezember allerdings wieder in der Schweiz weilen, da er auf „die Schule“ geht. Während wir uns kennen lernten, gab er uns gleich eine ganze Reihe von Tipps rund um Restaurants, Clubs und andere Wellnesstempel – für morgen lud er uns zum Beispiel zu einer Cluberöffnung (DIVA) in der Nachbarschaft ein. Mike hat allerdings mit seinen Badschlappen keine Chance dort hinein zu kommen. Seine Turnschuhe entsorgte er vor der Abreise. Also heisst es morgen: Schuhe kaufen! Aber das dürfte im Einkaufsparadies Bangkok überhaupt kein Problem sein.

Nach dem Kaffee mit Daniel zogen sich Mike, Muay und ich auf die Zimmer zurück, um zu duschen und uns ein wenig zu erholen. Es regnet nun in Bangkok und die Sonne ist bereits untergegangen. Klar, es ist ja schon nach 18 Uhr. Nebenbei läuft der thailändische Musiksender (natürlich pausenlos Lovesongs *rak* 🙂 ), ich denke an „Princess Nanee“ *look into my eyes*, die mir morgen nach Bangkok folgt und ich tippe ein wenig. Klar, endlich regnet es! *smile* Und ich kann den hoteleigenen WiFi-Onlineaccount ein wenig ausnutzen. Irgendwann im Anschluss sehen wir uns einen kleinen Teil vom Stadtteil Sukhumvit an. Irgendwann…

Hotel „Le Fenix“ Sukhumvit
33/33 Sukhumvit Soi 11
Klong Toey Nua, Wattana
Bangkok, Thailand, 10110
Tel: +66 (2) 305 4000
Fax: +66 (2) 305 4005
reservation@lefenix-sukhumvit.com
www.lefenix-sukhumvit.com

Tja, und schon ist der erste Tag „Bangkok“ rum. Ich verplappere mich schon die ganze Zeit und verwechsle „Bangkok“ mit „Hongkong“. Warum? Keine Ahnung! Schon bei der Flugbuchung vor ein paar Monaten wollte ich scheinbar über Hongkong fliegen. Und das blieb mir hängen bis heute (oder noch länger). Egal. Die 30 Millionen Einwohner Stadt (registrierte Einwohner) heisst nun einfach mal „Bangkok“.

Was lief bisher? Mike und Muay (Moui gesprochen) schliefen ein wenig und erholten sich. Gegen 19 Uhr schrieb ich dann eine SMS und Mike meldete sich. Wir trafen uns auf dem Dach des Hotels. Dort befindet sich eine wirklich sehr schöne offene Bar mit vielen Relax-Möglichkeiten in Form von Korbmöbel und Himmelbetten. Im Hintergrund spielt gemütliche Chillout- oder kultige Rockmusik der ruhigen Art.


Wir schnappten uns eines der Korbbetten und schon waren sie da die Plagegeister: Mücken! Zefix! Trotz der Ventilatoren, die überall herumstanden, scheinen die Viecher im Sturzflug die Beute (mich!) zu finden. Es juckt zuerst und dann bildet sich so ein noch mehr juckender „Bommel“. Aber ich habe mittlerweile eine Gegenmassnahme ergriffen: „Boots Insect Repellent Lotion with natural Citronella and Eucalyptus oils“. Die Wirkung hält ca. 4 Stunden an. Das Mittel gibt es für um die 80 Baht in jeder Apotheke und hält zuverlässig die fliegenden Plagegeister fern, die sogar durch Jeansstoff durch stechen können. (Zefix!).

Ich bestellte mir einen „Gin Tonic“ und Mike natürlich einen „Singapore Sling“ – schliesslich waren wir ja in Hongkong – äh – Bangkok. Das Ambiente in der Rooftop-Bar namens „Nest“ ist wirklich einwandfrei. So eine Bar würde ich mir in Zürich wünschen – aber Mike meinte, dass man dann einen Wintergarten drum herum bauen müsste. Ok, dann nehmen wir eine Gärtnerei und bauen so eine Bar rein, odrr? Hier braucht’s das nicht. Der Taxifahrer meinte „In Bangkok hat es zwei Jahreszeiten: Im Winter ist es heiss und im Sommer sehr heiss! Ab und zu regnet es heftig!“.

Nach dem ersten Drink entschlossen wir uns die nähere Umgebung zu erkunden. Wir verliessen das Hotel und steuerten den nächstbesten „7/11“ an. Die „Thai-Tante-Emma-Läden“ gibt es in jeder „Soi“ (Gasse) mindestens einmal und es hat seine Vorteile, rund um die Uhr geöffnet zu sein (für uns). Mit ein paar notwendigen Artikeln versorgt (2 Schachteln Ziggis für 126 Baht) wanderten wir die Querstrasse zwischen Soi 11 und Soi 13 eben um zur letzteren Gasse zu gelangen; denn dort sollte ja ein Stammplatz für „Farangs“ vorhanden sein: „Der Bayrische Biergarten“ (eh klar: Erdinger). Nur dort angekommen, fanden wir lediglich einen Bauzaun vor. Nein, natürlich noch mehr „Stände für Allerlei“ säumten die Strasse, aber kein Biergarten in Sicht.

Mike meinte, dass hier offensichtlich alle Gebäude einfach mal weggerissen und dann moderne Häuser aufgebaut werden. So ein altes Haus steht gegenüber dem Hotel „St. Moritz“. Ja, wirklich. So etwas gibt es hier! Neben Altbauten stehen nagelneue Gebäude und leere Abbruchflächen wechseln sich mit im Aufbau befindlichen Häusern ab. Die Stadt befindet sich offensichtlich in einem ständigen Abbruch/Umbruch.

Was allerdings wirklich auffällt: Wir sind die einzigen, die zu Fuss gehen. Kein Thai scheint gerne zu „gehen“. Gut, in den Seitenstrassen (Soi) gibt es nicht wirklich so etwas Ähnliches wie „Gehsteige“. Wir liefen mehr auf der Strasse bzw. auf irgendetwas, was sich „holpriger Seitenstreifen“ nennt. Mike mit seinen Strandschlappen – eine Herausforderung.

Wir gingen die Sukhuvit ein Stück entlang. Links fliegende Händler, die „alles!“ verkaufen, was wir nicht brauchen: Modeschmuck, kopierte CDs (100 Baht), zwischendurch eine fliegende Küche (fliegt nicht wirklich), leichte Mädchen – alle lächeln, wir gehen über die Hochbahn-Brücke wieder zurück. Was noch auffällt: Es ist eigentlich um diese Uhrzeit überhaupt nix los! Wir dachten an eine brodelnde Stadt, aber der Tourismus scheint um diese Jahreszeit extrem eingeschlafen zu sein. Schon Hotelmanager Daniel bestätigte rückläufige Besucherzahlen aufgrund der „Unruhen“ rund um Thailand und in Bangkok selbst. Davon merken wir aber gar nichts.

Da wir beide seit dem Flug nach Bangkok nichts gegessen hatten, beschlossen wir eines der 24h Restaurant aufzusuchen. Wir setzten uns in den klimatisierten Innenbereich und betrachteten die reichhaltige Speisekarte. Als Getränk wählten wir „young Coconut“ und eine der Damen nahm unsere Getränkebestellung auf. Dann kam die nächste (hübsche Dame) und Mike bestellte Pork-Sticks mit scharfer Sosse und ich einen Chicken-Burger mit Zwiebelringen. Die nächste nette Lady brachte dann kurz darauf die Getränke und eine weitere unsere kleinen Menüs. Als wir grad zu essen begannen, kam der Chefkoch und stellte noch einen Teller mit Reis, Würstchen, Schinken und einem Ei darüber. Da weder Mike noch ich das bestellt hatten, dachten wir an ein Missverständnis. Wir sahen uns um, aber wir waren die einzigen Gäste im Lokal. Mike schaufelte noch die zusätzlich Mahlzeit bis auf den Reis.

Allerdings stellte sich dann heraus, dass im Aussenbereich eine „bubui“ (vollschlanke) Dame auf ihr Essen wartet. Zuerst gab es leichte Unruhen in der Küche und dann Gelächter; denn der Koch hatte die Dame draussen nicht gesehen und den Teller zu uns gestellt. Die Ladies lachten sich kringelig und Mike grinste mit noch etwas Ei um den Mund. Natürlich bezahlten wir die Mahlzeit und der Koch musste für die Dame im Aussenbereich noch einmal in den Kochtopf greifen. Die Mahlzeit kostete dann doch wirklich 480 Baht (etwa 10 Euro).

Wir verliessen das Restaurant und eine der (wirklich hübschen) Ladies hielt uns lächelnd die Tür auf. Wir grinsten zurück und gingen das letzte Stück zurück zum Hotel. Nicht ohne noch einmal beim „7/11“ vorbei zu schauen. Mike nahm noch eine Mikrowellenkost für Muay mit, die schon den ganzen Tag ein wenig herumkränkelte und sich im Hotelzimmer ausruhte. Auf dem Weg zurück zum Hotel vereinbarten wir noch auf den Rooftop zu gehen bzw. mit dem Lift zu fahren. Aber diesmal mit Laptop, damit wir Bangkok für morgen virtuell erkunden könnten.


Wenig später trafen wir uns auf in der Bar „Nest“ auf dem Dach des Hotels und suchten uns ein Himmelbett aus. Wir bestellten unsere Stammdrinks und liessen es uns gut gehen. Nur der Mond sah etwas komisch aus, so als ob jemand mit einem Samurai-Schwert eine Orange in zwei gleiche Teile geschnitten hätte. Egal, der DJ liess „Eyes without a Face“ von Billy Idol laufen. Passt schon! Zumindest sind jetzt (endlich) sämtliche Bilder online inkl. Aussortierung und Nachbearbeitung. So ein Homeoffice auf dem Rooftop würde mir Spass machen, odrrr? Nur für die Mücken müsste ich mir etwas Dauerhaftes einfallen lassen. Die Aussicht ist übrigens genial! Ich meine beide Aussichten 🙂

Die Bilder zum Reisetag „Koh Samui – Bangkok“

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12.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Relaxing means „Sabai“

12. Oktober 2008

Nachdem ich nicht dazu komme täglich einen kurzen Tagesbericht zu verfassen (z.B. grad klopfte Mike an die Tür, dann kam eine SMS von Nanee, vorher am Strand, dann wegen Onlineaccount den Hotelmanager gesprochen, mit ihm einen Kaffee getrunken), habe ich gestern und heute zumindest die Bilder auf den Picasa-Account geladen. Im Gegensatz zur Bilderflut der letzten Tage, schoss ich gerade ein Bild heute (siehe unten).

Ein Problem ist auf jeden Fall, dass hier pünktlich um 18 Uhr die Sonne untergeht. Das wirft meinen ganzen Biorhytmus durcheinander; denn um 6 Uhr (Sonnenaufgang) bin ich noch nicht einmal in der ersten Tiefschlafphase. Es gäbe viel zu erzählen – auch kuriose Dinge.

Zum Verlängerte ich den Hotelaufenthalt um eine Woche. Die Damen hinter dem Tresen nahmen einen grossen „Taschenrechner“ mit Solarzelle und versuchten im Halbschatten „8 mal 995 Baht“ zu rechnen. Durch das schlechte Licht funktionierte aber der Taschenrechner nicht. Nachdem ich die Szene leicht in mich hineingrinsend beobachtete, schrieb ich 7960 Baht auf einen kleinen Notizzettel, der auf der Theke lag. „You are right!“ entgegnete mir die Lady lachend und zeigte mir das Ergebnis auf dem Taschenrechner-Display.

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Mein Online-Account funktionierte letzte Nacht irgendwann nicht mehr. „Nacht“ ist gut gesagt; denn wir waren bis 5 Uhr bei einer Poolparty in Lamai – „Buddy’s“ heisst die Lokalität. Der obligatorische „Heimkehrerkaffee“ auf dem Zimmer liess mich jedoch diesmal nicht wie sonst sofort einschlafen. Also versuchte ich die Bilder vom Abend zu bearbeiten und ins Web zu laden. Ich konnte mich weder mit Mike’s noch mit meinem Account einloggen.

Somit ging ich heute, nachdem ich etwa eine Stunde am Strand lag und im Buch „Das Peter Prinzip – oder die Hierarchie der Unfähigen“ weiterlas, zur Rezeption und traf dort zufällig den Managingdirector des Hotels. Er „managte“ dann auch sofort kompetent und rasch den Zugang zum Internet für mich. Übrigens: Kapitel 3 „Scheinbare Abweichungen“ Absatz „Eine Frage des Massstabes“ ist äusserst aufschlussreich (Seite 42 oberer Absatz) – wie vieles in diesem Buch. Der Name „Peter Prinzip“ passt übrigens rein zufällig.

Chris holte heute nach einer Woche „Schwuler-Roller-Fahren“ endlich seinen Chopper bei Jonathan („Easy Rider Lamai“) ab. Und sofort war er auf Tour. Zuerst in Lamai und anschliessend rund um Chaweng. Nach ein paar kurzen Stunden Schlaf am Nachmittag setzte er sich gleich wieder auf den Bock – eine Honda Phantom 200 ccm schwarz mit rattenscharfer Flammenbemalung am Tank *lach* – und ging gegen 20 Uhr wieder auf Tour.

Mike kam grad – wie oben kurz in Klammern erwähnt – bei mir auf dem Zimmer vorbei. Er fährt mit Mauy (so schreibt man den Spitznamen von seiner Maus aus Bangkok wirklich) ins „Bangkok Restaurant“. Eh klar. Dort kann man gut essen, es sind keine Farangs dort und zudem gibt es gute Musik.

So, und ich starte nun nach Lamai und statte meinem Lieblingsrestaurant einen Besuch ab. Im grossen und ganzen ist heute im Vergleich zu den vorangegangen Tagen herzlich wenig passiert. Das Wetter ist immer noch traumhaft, das Meer ist immer noch ruhig und blau. Sagte ich, dass nebenbei der Fernseher läuft? „Catwomen“ auf Englisch ist auch ganz interessant – aber nicht wirklich wichtig auf der Trauminsel. Also hier sind zumindest die Bilder. 🙂 Und wech….

Tja, und hier bin ich wieder. Zuerst fuhr ich nach Lamai zu Nanee ins Restaurant, bestellte mir eine „schön scharfe“ Fischsuppe und nahm noch einen Gin Tonic während Jaeb mit mir plauderte. Dann gegen 23 Uhr räumte die Crew die Tische ab und Nanee und ich beschlossen – eigentlich – nach Hause zu fahren. Sie zu sich und ich ins Hotel. Die langen Nächte und zeigten langsam bei uns beiden ihre Wirkung. Nanee führt ja nicht nur ein Restaurant, sondern steht früh morgens gegen 7 Uhr auf, um das Gästehaus eines Engländers zu bewirtschaften – und dann noch der Einkauf für’s Restaurant und Behördengänge und…. Egal. Wir waren beide müde.

Also verabschiedeten wir uns und ich setzte mich auf meinen Chopper, während Nanee zum Parkplatz zum Auto ging. Ich fuhr am „roten Platz“ vorbei, es kamen mir Roller in der Lamai-Beach-Road entgegen, obwohl eigentlich Einbahnstrasse, und bog dann in die Querstrasse zur „Samui RingRoad“ ab. Eigentlich besass ich einen netten Vorsprung, doch am Pass zwischen Lamai und Chaweng Noi sah ich zwei helle Punkte im Rückspiegel, die ziemlich schnell näher kamen und schliesslich überholte an einer Engstelle Nanee.

Ja, es gibt durchaus Geschwindigkeitslimite und entdeckte ich auch die zugehörigen runden Schilder mit rotem Ring und „45“ drauf. Aber darüber sorgt sich eh keiner. Der ganze Pass verfügt im Übrigen über eine gelbe durchgezogene Linie zwischen den Fahrspuren – interessiert auch keinen. Dafür bittet man ja am Aussichtspunkt beim Vorbeifahren an den unzähligen Totenstehlen um Beistand von den dort ums Leben gekommenen durch Drücken auf die Hupe.

Ich fuhr dann Nanee eher gemütlich mit Sicherheitsabstand hinterher – schliesslich machte sie „den Weg frei“. Am Ende hielt sie nahe dem Einkaufszentrum „Big C“ und besorgte sich noch etwas zum Naschen für die Nacht. Wir verabschiedeten uns noch kurz und als sie die Wagentür schloss, fuhr ich an ihr vorbei. Nur etwa 500 Meter später sah ich Mike’s Chopper auf der gegenüber liegenden Strassenseite stehen. Er befand sich offensichtlich immer noch im „Bangkok Restaurant“. Ich blieb am Strassenrand stehen und wartete auf Nanee. Auf ein Bier können wir den beiden noch Gesellschaft leisten.

Mike und Mauy kamen uns halb entgegen – eigentlich wollten die beiden gerade aufbrechen. Aber was soll’s. Die Band machte Pause und so setzten wir uns an einen der Tische im Aussenbereich. Nanee bestellte einen Gin Tonic und Mike und ich nahmen uns ein Bier.

Bild oben: Das ist übrigens der noch nicht ganz volle Mond dort droben. Sternenklar und wolkenlos bei gemütlicher Schwüle und etwa 28 Grad inklusive Frangipani Plumeria in der rechten Bildhälfte samt weissen Blüten – und das im Herbst bzw. in der Regenzeit. Ach ja, und die beiden „Grinsekatzen“ sind Mike und Mauy bzw. „Dingdong und Kinky“.

Die Band begann wieder zu freudig thailändische Liebeslieder und Rockmusik zu spielen. Langsam habe ich da so eine Vorahnung warum die „Lovesongs“ immer von Trauer und Trennung handeln und so extrem melancholisch wirken. Zwar verstehe ich nur die Übersetzungen von Nanee, aber der Hintergrund der Story im Song scheint oft „similar“ zu sein.

Bild oben: Nanee mit Frangipani Plumeria im Haar. Zusammen mit einem Kugelschreiber, mit welchem sie sich das Haar irgendwie kunstvoll hoch knüpfte.

Wir blieben bis Badeschluss gegen 3 Uhr – bis die Lichter ausgingen. Zwei der Bandmitglieder gesellten sich zu uns und wir plauderten über Rockmusik und deren Auftritte. Dann tranken wir aus und während Mauy bei Mike’s Töff aufsattelte, fuhr Nanee nach Hause – und ich folgte Mike’s Töff zum Hotel. C u tomorrow.

Jetzt lese ich noch die ein oder andere Geschichte eines Münchner’s in Bangkok zum Beispiel mit dem Titel „Der romantische Idiot„. Das ist wieder einmal eine der Websites (Bangkok für Singles), die es sich zu lesen lohnt.


09.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Lazy Times am Hotelstrand

9. Oktober 2008

Ein Klopfen an der Tür weckte mich. Vor der Tür stand eine Roommate. Die Frage von ihr, ob ich wünschte, dass sie meinen Room „upcleante“ wehrte ich freundlich ab. Ich wankte zurück zum Bett und sah auf die Uhr: 12 Uhr Mittags. Doch mal 6 Stunden geschlafen. Dann nahm ich das Natel und fand eine SMS von Mike. Er sass mit Moey und Nanee in der hoteleigenen Strandbar. Die SMS war etwa 30 Minuten „alt“.

Somit stellte ich mich unter die Dusche und versuchte wach zu werden. Ohne Kaffee – keine Chance. Ich schlüpfte in die nächstbesten greifbaren Kleidungsstücke und stopfte die „wichtigen Dinge“ (Natel, Geldbeutel, Ziggis, DigiCam) in die Hosentaschen. „Zimmerkarte nicht vergessen!“ So einen Zettel sollte ich mir an die Türinnenseite kleben. Schon zwei Mal verliess ich das Zimmer ohne die Karte mitzunehmen. Diesmal nicht.

Das Wetter zeigte sich das erste Mal etwas anders. Es windete etwas unangenehm vom Meer her und Wolken hingen am Himmel. Ich setzte mich zu Mike und den beiden Mädels und bestellte bei unserem Stammservierer per Handzeichen „das Übliche“: Mangoshake and Coffee (strong). Nanee naschte ein Portion Früchte. Sie sei bereits um 10 Uhr aufgestanden und seit 11 Uhr an der Strandbar – allerdings sah man ihren Augen noch den Rest an GinTonic im Blut von gestern Abend ein wenig an. Sie lächelte und feixte, unterhielt sich abwechselnd mit Moey auf Thai oder auf Englisch mit Mike und mir.

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Das Bild zeigt die Aussicht von meinem Zimmer aus auf die Hotelanlage und das Meer. Links die Strandbar, Mitte verschieden Tiefe Pools, rechts nicht im Bild der Massagepavillon.

Chris war noch nicht aufgetaucht. Seit etwa 3 Tagen fühlte er sich nicht so gut. Ihn plagte eine leichte Erkältung. Er antwortete auf eine SMS von mir, dass er sich im Hotelzimmer befinde und sich noch auszukurieren plante mit frischen Säften und Erkältungsmedikamenten, die er im Notfallpack immer dabei hätte.

Gegen 2 Uhr nachmittags zog es Nanee und mich an den Hotelstrand, während sich Mike mit Moey noch ein wenig Schlaf nachholten. Es war zwar windig, aber nicht kalt. Das Wasser sowieso nicht. Von der Windseite her verzogen sich die Wolken langsam und liessen die Sonne und blauen Himmel wieder durch. Nanee sprang mit „vollen Klamotten“, wie bei Thaimädels so üblich in die leichten Wellen. Dann legten wir uns auf die Strandliegen und dösten vor uns hin. Gegen 4 Uhr tauchte Chris dann auf und meinte, dass er sich etwas zu essen bestellen würde. Wir gesellten uns zu ihm und Nanee bestellte sich etwas Vegetarisches – allerdings schön scharf – und einen GinTonic (?), der ihr allerdings nicht schmeckte und ich dann austrinken durfte.

Als Chris sich in sein Zimmer zum Auskurieren seiner Erkältung zurück zog, gingen wir ebenso ins Zimmer. Nanee duschte und richtete sich für ihre tägliche Einkaufstour für ihr Restaurant her. Gegen 17:30 Uhr verabschiedeten wir uns und vereinbarten uns später telefonisch zu verabreden. Zwischendurch stand noch der Techniker vor meiner Tür und meinte, dass es im Restaurant unter mir eine Leckage gäbe. Ich zeigte ihm die Dusche bzw. den etwas dichten Ablauf und wenig später kamen zwei Mann und pumpten mit einen Plömpel den Abfluss frei. Tja, das neue Hotel Ibis muss sich wirklich erst noch ein wenig „einlaufen“ – im wahrsten Sinne des Wortes.


08.10.2008 Urlaub Koh Samui II – Starfish&Coffee, Zazen, Irish Times Pub und Bangkok Restaurant

8. Oktober 2008

Momentan nur der Abend getippt (ohne Bilder):

Moey, Mike und ich verabredeten uns am Abend im „Irish Times Pub“ / „Bangkok Restaurant“ mit Nanee und Jaeb gegen 23 Uhr. Wir parkten unsere Chopper davor auf der Strasse und stiegen die kurze Treppe zur Terrasse hinauf. Die Location befindet sich direkt an der Hauptstrasse von Bophut kommend auf der linken Seite nach dem neu eröffneten riesigen Einkaufstempel „Big C“. Das „Irish Times Pub“ ist eher für Farangs von der englischen Insel konzipiert – rustikale dunkle Holzausstattung mit einem wuchtigen Tresen, Sportsouvenirs and den Wänden und im Eck hängt der obligatorische Flatpanel, auf welchem immer Fussballspiele stupide vor sich hin plätschern (Manu vs. Leeds zum Beispiel).

Direkt neben dem „Irish Times Pub“ befindet sich das „Bangkok Restaurant“. Der grosse offene Gastraum enthält eine Bühne, auf welcher sich eine Thailändische 3-Mann-Combo die Finger warm spielte. Direkt darüber hängt ein grosser Flatpanel-TV – er zeigt abwechselnd Werbung und eine Thai-Game-Show. Ist die Musik zu langweilig, was aber wirklich nicht der Fall war, so könnte man Fernsehen. Der grosse Gastraum ist zur Strasse und zum Einkaufszentrum hin offen, rechts vom Eingang befindet sich die Theke und dahinter die Küche. Es befanden sich im locker gefüllten Restaurant lediglich Thais, was sehr angenehm war – Mike und ich die einzigen Farangs.

Wir setzten uns an einen der Tische zur Strasse hin und bestellten uns etwas Thailändisches gegen den späten Hunger. Die Thai-Band spielte währenddessen thailändische Lieder, welche immer von verlorener Liebe, der Trauer darüber oder dem Abschied handeln. Moey kannte einige davon und sang leise mit. Nach etwa 20 Minuten trafen Jaeb und Nanee ein und gesellten sich zu uns an den Tisch. Da wir uns der Musik wegen nur schwerlich verständigen konnten, wechselten wir die Stellung an einen Tisch im äusseren Terrassenbereich. Dort nahmen wir unser Essen ein.

Moey trinkt von Haus aus nur Wasser und überhaupt keinen Alkohol. Bekam aber von Jaeb einen Cocktail mit Baileys offeriert, den sie nur extrem widerwillig mit kleinen Schlucken trank. Es ging ihr hinterher auch ganz schlecht. Sie schien gar kein Gen zum Abbau von Alkohol zu besitzen. Nanee bestellte einen Gin-Tonic, Jaeb trank „Redwine“ und Mike und ich blieben beim „Singha Bier“. Wir plauderten viel und lachten. Dann hörte ich plötzlich bekannte E-Gitarren-Klänge. „Die spielen von Queen Bohemian Rhapsody?“. Einwandfreie Interpretation von der Band, stimmige Gitarrenriffs und dann die Stimme! Es schien mir, als ob Fredy Mercury in gestalt eines Thais wiedergeboren wäre.

Gleich im Anschluss stand Jaeb plötzlich auf und ging zur Bühne. Er kannte die Bandmitglieder und hatte vorher in einer Pause vereinbart, dass er einen Song selbst singen würde. Natürlich handelte er von Liebe. Jaeb fragte uns, was wir gerne hören möchten. Worauf Mike und ich unisono antworteten: „No Women – No Cry“. Alle lachten. Er meinte, dass er diesen nicht geübt hätte und sang einen seiner Lieblings-Love-Songs – perfekt übrigens (fast).

Wir blieben im „Bangkok Restaurant“ bis die Lichter erloschen und trollten uns gegen 2 Uhr morgens. Vorher genossen wir noch die Gesellschaft der gesamten Band und lachten viel. Mike und ich bestiegen die Chopper und fuhren ins Hotel zurück, während Jaep und Nanee nach Lamai zurückkehrten. Letztere beiden allerdings nicht mehr ganz so nüchtern.

Ich liess mir von Mike die Zugangsdaten zum hoteleigenen WiFi-Netz geben und rief das erste Mal meine Mails ab. Dann sortierte ich die Bilder der letzten beiden Tagen und bearbeitete diese nach. Das dauerte dann doch bis kurz vor 6 Uhr morgens. Zwischendurch ergoss sich der erste nächtliche Tropenregen während unseres Urlaubs über der Insel. So fiel ich erst ins Bett, als der Morgen graute. Ein weiterer wirklich traumhafter Tag ging zu Ende, während die Sonne sich ihren Weg durch die morgendlichen Wolken bahnte.


Urlaub Koh Samui II 03.10.2008 – Koffer-Packen und Abreise nach Regensburg

3. Oktober 2008

Endlich ist es soweit: Der jährliche Oktober-Urlaub beginnt. Da wir morgen – am Samstag – von München abfliegen, nahmen Mike und ich bereits den Freitag frei. Nach unserer Erfahrung ist es nämlich immer so, dass in der Woche vor dem Urlaub in der Arbeit am meisten los ist. Und dann bleibt einfach keine Zeit mehr, um die Reisevorbereitungen zu erledigen.

Was soll’s! Der Urlaub beginnt – mit Aufräumen und Packen. Aufräumen ist einfach. Aber was packt man für 2 Wochen Koh Samui und eine Woche Bangkok ein? Im Frühjahr befanden wir uns ja schon einmal auf Koh Samui und ich schrieb mir eine Packliste „Was nimmt man nach Thailand mit„. Das hilft mir jetzt das Benötigte abzuhaken.

 


Mike ist wie üblich im Reisefieber und fetzt nur so durch die Wohnung, wie man auf den Bildern oben leicht erkennt. Natürlich ist „fetzt“ eher ironisch gemeint. In seinem Koffer befindet sich bereits das Badehandtuch. Und das am Nachmittag. Der Rest seines Krams liegt auf einem „klar sortierten“ Haufen auf dem Wohnzimmersofa.

Und mein Koffer? Der ist noch leer. Zum einen weiss ich ganz genau, was ich einpacken werde (siehe Packliste oben) und zum einen stellte ich fest, dass sich eher nur „Technik“ mitnehmen werde. Laptop, 2 Digicams, Natel und diverse Ladegeräte. Sonst hält sich der Kofferinhalt eher im Rahmen. Man(n) braucht eigentlich nur die Reiseunterlagen, den Pass, Geldbeutel nebst Kreditkarten und die Klamotten, welche man(n) am Leibe trägt – basta! Badehose? Selbst dieses wichtige Strandutensil ist natürlich in einem Einkaufszentrum auf der Insel erhältlich.


Wettervorhersage Zürich


Wettervorhersage Koh Samui

Zum Wetter: Momentan kommt etwas blauer Himmel durch, aber es hat den ganzen Tag geregnet. Die Vorhersage ist eigentlich für Zürich und Koh Samui von der Bewölkung und dem Niederschlag gleich. Während es in den nächsten Tagen in Zürich am Tag zwischen 9 und 19 Grad haben wird, bleibt es in Koh Samui „lediglich“ bei Temperaturen um die 32 Grad. Im Frühjahr reisten wir während der „Trockenzeit“ nach Thailand und erhielten eher durchwachsenes Wetter. Daher hoffen wir in der angehenden Regenzeit auf Sonnenschein.

So, und jetzt werde ich meinen Koffer packen. Das ist gleich erledigt. Gegen 20 Uhr ist die Abreise nach Regensburg geplant und morgen geht es zusammen mit „Reiseleiter“ Christian Nachmittags zum Airport München und direkt nach Bangkok. Ab in die Wärme! Hopefully.

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–> Urlaub Koh Samui II 04.09.2008 – I believe i can fly


01.09.2008 – „ThaiRiver – Das etwas andere Aquarium“ – Neue Untermieter ziehen ein

2. September 2008

Wie erwähnt, kann ich zu den 4 Paradiesfischen (plus Nachwuchs) keine Zwerggarnelen setzen. Ich „kann“ schon, aber: Ich nehme an, dass die Garnelen als Vorspeise für die Paradieser herhalten müssten. Somit suchte ich nach einer Alternative, um den Bodengrund zu durchpflügen, Pflanzenreste zu verwerten und den wenigen Algen den Garaus zu machen.

Gut, etwa 6 mittlere Apfelschnecken fressen sich seit etwa 14 Tagen durch das „ThaiRiver“ und verrichten ihren Job anstandslos. Das war schon einmal ein Anfang. In verschiedenen Websites, Foren und Beiträgen las ich in den letzten Wochen bereits einiges über einen „Algenfresser“ – allerdings recht Kontroverses und Widersprüchliches.

Einerseits las ich gleichwohl positive und negative Beiträge und Kommentare über diesen asiatischen Schwarmfisch. Die einen empfehlen diese Art gegen Algen, die anderen sehen darin einen Missbrauch. Die einen meinen er sei verträglich, die anderen meinen, dass er eher kämpferisch und revierbildend ist.

Die Informationen auf der wirklich sehr interessanten Seite „Algenhilfe“ vom Zierfischforum.at bewegten mich dann zum Kauf von 5 „Siamesischer Rüsselbarben“. Mal sehen, ob die Paradieser Untermieter aufnehmen.

Übrigens bekam ich im „Qualipet“ in Buchs/SG einen Zettel mit, der die generelle Rückgabe von dort gekauften kranken Fischen innert 8 Tagen garantiert – tod oder lebendig. Ein netter Zug.


Zuerst legte ich den Beutel mit den 5 etwa 5 Zentimeter langen/grossen Fischen 15 Minuten ins Becken, um die Temperatur anzupassen. Dann nahm ich einen sauberen Eimer, liess mit dem Schlauch etwa 5 Liter in den Eimer ab und entleerte den Inhalt des Beutels in den Eimer. Nach weiteren 15 Minuten kescherte ich die 5 Siamesischen Rüsselbarben ins „ThaiRiver“.

Die Paradieser-Weibchen kümmerten sich gleich „rührend“ um die neuen Gäste indem sie diese ein wenig durch’s Becken jagten – die „Rüssler“ sind aber recht flink und schlagen wenn es sein muss so viele Haken, dass den Paradieserweibern schwindlig wird.

Dann warf ich etwas Flockenfutter ins Becken, um die Paradieser auf andere Gedanken zu bringen. Und siehe da, man verträgt sich. Die Rüsselbarben sind nun in der Gruppe und „gründeln“ gemeinsam durch das „ThaiRiver“. Nun ist „unten“ im Becken auch „was los“. Aktuell ist nach dem Füttern Ruhe. Die Paradieser lassen die Rüssler in Frieden und umgekehrt.

PS: Die Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus siamensis) wird bis zu 10 Jahre alt und bis zu 15 Zentimeter gross. Wasserwert scheinen dem Fisch ziemlich egal zu sein. Ebenso scheint er bei der Temperatur ebenso recht tolerant zu sein. Der eine schreibt, dass er lieber bewegtes Wasser möchte, der andere, dass der Fisch auch in stehenden oder gering fliessenden Gewässern vorkommt. Wie sich die 5 „Rüssler“ bei mir in den nächsten Tagen/Wochen machen werden, wird sich zeigen und berichtet.


20.08.2008 – „ThaiRiver: Paradiesische Paarung“ und „Nikon D80 Kit als Schnäppchen“

21. August 2008

Seit Monaten überlege ich und wäge ab. „Was für eine DSLR kaufe ich mir?“ Ich vergleiche Leistungsdaten von verschiedenen Spiegelreflex-Kameras, befrage Kollegen und Freunde, die schon eine besitzen, schliesslich bin ich hin- und hergerissen. Das nervt! Klar, Wolfgang – der Sportfotograf und Sportreporter von der Insel – steht klar auf Nikon. Auch Detlef meint, wenn schon – denn schon. Langsam muss diese Unentschlossenheit ein Ende haben.

Somit polte ich mich langsam auf die Marke Nikon und das Modell „D60“ ein. Laut Detlef die ideale DSLR Einsteiger Kamera. Heute gab mir Detlef den entscheidenden Tipp: „Fahr‘ doch mal zum MediaMarkt nach Dietikon und nehme die Kamera mal in die Hand!“. Somit fuhr ich nach der Arbeit in den Elektronik- und Multimedia-Tempel. Vorher nahm ich von der Bank meines Vertrauens noch das nötige Kleingeld mit. Eigentlich für einen ganz anderen Zweck. Aber unverhofft kommt ja oft.

Und so kam es. Nur wenige Kauflustige schlenderten mal zielstrebig, mal planlos, durch die prall gefüllten und bunt beworbenen Regalreihen. „Aha! Wieder einmal umdekoriert!“ dachte ich und wanderte durch den riesigen Laden und fand das Regal mit den endlos aufgereihten hochtechnisierten digitalen Wunderwerken. Kurz dachte ich daran, was ich wohl jetzt machen würde, wenn ich das Objekt meiner Begierde wohl noch nicht kennen würde. Verwirrung total!

Gleich am Kopf des Regals stand eine Palette mit den Nikon D60 Kits. Spezial-Angebot fast für ein Butterbrot mit Ei!. Aber ich schaute mir trotzdem die Digitalkamera noch einmal direkt an, nahm diese in die Hand. Aber leider fehlte der Akku. Ich konnte nicht testen. Direkt neben dem D60 Modell lag die D80. Aus welchem Grund auch immer: Die D80 gefiel mir von den „Features“ besser. Beiläufig blickte ich auf das Preisschild. „Wie nur 999 Stutz?“. Das kann doch was nicht stimmen? Und der Preis galt zusammen mit dem Objektiv „Nikon DX AF-S 18-135mm“. Ich überlegte: „Irgendwie hast Du doch einen Preis von über 1200 Franken im Kopf?“

Ich war wieder verunsichert. Sollte ich das D60er-Kit mit zwei Akkus, Blitz und Tasche nehmen? Oder doch gleich das komfortablere Modell? Ist bei der D80 ein minderwertigeres Objektiv dabei? Kann auch nicht sein. Die Kits werden ja überall gleich angeboten. Nur warum ist das D80 Kit nur so günstig? Ich verliess den Markt und ging zum Auto zurück. Dort hatte ich mein Mobiltelefon gelassen. Dann rief ich Mike an. Er müsste noch in der Arbeit sein – war er auch. Ich bat ihn auf die Website meines „local Dealers“ zu gehen und mir den dort genannten Preis für das gleiche Set zu geben.

Tatsächlich! Das D80er-Set kostet bei meinem „Local Dealer“ tatsächlich über 1200 Franken! Ich liess mir von Mike die genaue Bezeichnung des Objektivs geben. Es war genau das selbe! Gut, dass ich vorher auf der Bank war. Somit stand die Entscheidung fest. Für den Preis, den sonst das D60er-Kit gekostet hätte, nahm ich somit das D80er-Kit mit! Gut, ich legte noch etwas drauf. Aber für unter 1000 Stutz eine D80 mit AF-S-Objektiv ist schon ein geniales Schnäppchen. Zumindest meiner Meinung nach.

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Leider akzeptiert „MediaMarkt“ keine Kreditkarten. Somit fiel der Kauf einer neuen SD-Karte mit mehr Speicher flach. Ich hatte genau den passenden Betrag dabei und bekam sogar noch einen „symbolischen“ Franken zurück. Dann fuhr ich schnurstracks nach Hause – das gute Stück neben mir auf dem Beifahrersitz liegend.

Zu Hause angekommen packte ich das neue Schmuckstück – auf das ich so lange Warten musste (selber schuld) – aus und baute die Kamera mit der wirklich hilfreichen Schnellanleitung zusammen. Nach der ersten Hürde den Gurt richtig einzufädeln kam die grössere Hürde: Der Akku musste geladen werden. Das dauerte etwa 2 Stunden.

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Währenddessen vertrieb ich mir die Zeit indem ich mich um die Pflanzen und die Aquarien kümmerte. Schliesslich brachte der Regen der letzten Tage frisches Wasser für Flora und Fauna mit sich. Ich füllte das verdunstete Wasser in den Aquarien auf und wässerte meine Orchideen sowie die sich prächtig entwickelnden Frangipani. Dann sah ich nach, wie es dem Nest des Paradiesfisch-Männchens geht. Ob da wohl schon Nachwuchs zu pflegen ist?

Überrascht stellte ich fest, dass unter dem Schaumnest nicht nur das Männchen weilte! Bisher vertrieb er alle Paradieser und Paradieserinnen sofort aus der Nähe seines Prachtbaus. Und was ist nun los? Mit zusammengefalteter Schwanzflosse tümpelte ein Mädel neben ihm. Fast in Zeitlupe umschwamm sie ihn. Kam ein anderer Paradiesfisch in die Nähe des Nestes, so schwamm sie wie der Blitz sofort los und vertrieb den Reviereindringling.

Aha! Da haben sich zwei gefunden. Als beide wieder einmal unter dem Nest waren, umschlangen sich beide. „Die Paaren sich ja!“ schoss es mir durch den Kopf. In den Kopulationspausen baute er im Sekundentakt am Nest weiter indem er Luftblasen unter das Nest schob und sie vertrieb sich die Zeit mit dem Vertreiben von Artgenossen aus dem Revier um das Schaumnest im vorderen Eck.

Endlich blinkte die Ladeanzeige des Akkus nicht mehr. Ich schob den Akku in die D80 und lud den Speicherschacht mit der SD-Karte aus meiner Kompakt-DigiCam. Dann schob ich eine Gartenstuhlpolster vor dem Aquarium zurecht und legte mich mit der Nikon im Anschlag auf die Lauer. Ich musste nicht lange Warten bis die beiden Paradiesfische wieder „Lust“ hatten. Er umschlang sie, beide drehten sich auf den Rücken, erstarrten und sanken langsam vom Nest weg. Zwischendurch drückte ich ein paar Mal ab.

So entstanden die ersten Bilder mit meiner neuen Spiegelreflexkamera. Somit habe ich heute gleich zwei Mal Glück gehabt: Das Nikon-D80-Schnäppchen und eventuell bald paradiesischer Nachwuchs! Drückt mir die Daumen! In zwei Tagen wird es sich zeigen.

  • 17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“
  • 18.06.2008 – „ThaiRiver Experimentalphase“ mit „Möbelhund“ und „Was ist bitte eine Fishloft“?
  • 07.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die Story beginnt
  • 09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung
  • 13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen
  • 14.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Paradiesfische und Kampffische ziehen ein
  • 16.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Aktueller Stand
  • 20.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Fundstück: Das Säulenaquarium
  • 23.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Webcam online
  • 13.08.2008 – Projekt „GreenGras“ und „BambusBecken“
  • Bilder zu „Thairiver – The Story“ auf Picasa
  • Forum bei Aquarium.ch