17.08.2024 – Benko-Pleite: Das Galeria-Kaufhaus in Regensburg schliesst.

17. August 2024

Anfang ser 70er Jahre wurden historische Gebäude kurz vor Inkrafttreten des Bayerischen Denkmalschutzes im Herzen von Regensburg abgerissen, um einem modernen Kaufhaus in bester Lage Platz zu machen. Jetzt nach 50 Jahren schliessen sich die Pforten.

Beitrag vom 13.08.2024 BR24

Aus dem Artikel vom 09.08.2024 bei BR24:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/regensburger-kaufhof-koloss-mega-leerstand-im-welterbe,UKs4Ikw

Stadt: „Vertrauliche Gespräche mit Eigentümern“

  • Die Eigentumsstrukturen dahinter sind offenbar weitverzweigt und undurchsichtig. Auch das machte Verhandlungen für die Stadt in der Vergangenheit wohl schwierig. Derzeit befinde man sich in „vertraulichen Gesprächen mit den Eigentümern des Objekts“, so die schriftliche Auskunft einer Sprecherin auf BR-Anfrage. Grundsätzlich sieht die Stadt „die Eigentümer in der Verantwortung, eine geeignete Nachnutzung zu finden und gegebenenfalls umzusetzen.“ Man sei jedoch unterstützend tätig und prüfe parallel, welche Maßnahmen im Gebäude sowie dessen Umfeld perspektivisch umgesetzt werden könnten.

Abriss historischer Gebäude für Neubau

Der ist in seiner heutigen Form Anfang der 1970er-Jahre entstanden. Die Kaufhauskette Horten zog hier mit einer Filiale ein. Historische Bausubstanz musste dafür weichen, einzig die Hauptfassade der ehemaligen Alten Wache aus dem Jahr 1818 blieb erhalten und wurde in den Neubau integriert. In den 1990er-Jahren übernahm Kaufhof die Horten AG und firmierte die Standorte um – auch jenen in der Regensburger Altstadt.

Hohe Investitionen und möglicher Denkmalschutz

Wie es von der Stadt heißt, beinhaltet die einstige Baugenehmigung klare Regelungen für das Gebäude hinsichtlich einer Einzelhandelsnutzung. Bei einer Abweichung davon würden die geltenden bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Vorschriften greifen, die eine Nachnutzung deutlich erschwerten. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass an dem Gebäude aufgrund seines baulichen Zustands größere Investitionen nötig sind. Ein Abriss des massiven Baus würde ebenfalls hohe Kosten bedeuten – auch wenn sich das der eine oder andere Regensburger wünschen würde.

Außerdem prüft das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege schon seit Längerem, ob der Komplex denkmalschutzwürdig ist. Er ist Teil eines bayernweitern Erfassungsprojekts zu Bauten des Konsums von 1960 bis 1980. Wann hier ein Ergebnis vorliegen könnte, ist offen. Die Fassade der Alten Wache ist bereits seit 1973 in die Denkmalliste eingetragen.

Langer Leerstand befürchtet

Im Regensburger Verein „Faszination Altstadt“ sind Händler, Gastronomen und Handwerker organisiert. Dessen Geschäftsführerin, Maria Müller, befürchtet einen jahrelangen Leerstand und dass der Ort verkommen könnte – für sie die „größte Horror-Vorstellung“. Sollte sich keine oder zumindest nicht so schnell eine Nachnutzung finden, wünscht Müller sich, die großen Schaufenster des Gebäudes gemeinsam mit lokalen Geschäftsleuten gestalten zu können.

Angedacht sind unter anderem Verweise auf den Handel an anderen Orten in der Innenstadt. Auch hier bräuchte es das Einverständnis der Eigentümer. Doch die Verantwortlichen des Vereins könnten sich noch mehr vorstellen: „Wir überlegen, ob wir mit Kulturaktionen oder zeitlich beschränkten Märkten das Gelände rund um das Kaufhaus-Gebäude beleben könnten“, sagt Maria Müller. Dafür brauche es allerdings Partner, die mitmachten.

Letzter Verkaufstag am 20. August

Der letzte Verkaufstag im Kaufhof am Neupfarrplatz ist für den 20. August geplant, danach wird es größere Aufräum- und Entrümpelungsarbeiten geben. Momentan arbeiten in der Filiale nach Angaben des örtlichen Betriebsratsvorsitzenden, Hans-Jürgen Burkert, noch rund 30 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 40 Aushilfen.

Etwa die Hälfte der Festangestellten geht voraussichtlich zum 1. September in die Transfergesellschaft, so Burkert. So wurde es zwischen Verantwortlichen des Galeria-Konzerns und dem Gesamtbetriebsrat ausgehandelt. Die Transfergesellschaft ist auf acht Monate angelegt und soll der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt dienen. Ein kleinerer Teil wird in die Kaufhof-Filiale im Regensburger Donau-Einkaufszentrum wechseln. Viele Kunden würden sich in diesen Tagen von den Beschäftigten verabschieden, sagt Burkert. „Hier im Haus war die Verbundenheit immer sehr stark, das war wie eine Familie.“

Go Asia sucht neuen Standort

Der Edeka im Untergeschoss des Kaufhof-Komplexes in der Innenstadt ist bereits seit 3. August geschlossen. Er wird in ein Nachbarhaus ziehen. Beim asiatischen Supermarkt Go Asia, der erst vergangenen Oktober im Untergeschoss eröffnet hatte, werden am 17. August die letzten Waren über die Scanner an der Kasse gezogen. Aus der Unternehmenszentrale in Berlin heißt es, dass die Suche nach einem anderen Standort in Regensburg weiterhin laufe.

Dritte Galeria-Insolvenz innerhalb weniger Jahre

Galeria Karstadt Kaufhof hatte im Januar zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet – eine Folge der Pleite der Signa-Gruppe des österreichischen Unternehmers René Benko. Zu ihr gehörte die Warenhauskette. Der Kaufhof in der Regensburger Altstadt wird neben anderen Filialen im Zuge eines Insolvenzplans geschlossen.

Zum 1. August hob das Amtsgericht in Essen das Anfang des Jahres begonnene Insolvenzverfahren auf. Seitdem läuft der Neustart für den Konzern unter dem Namen „Galeria“. Weitergehen soll es mit 83 Standorten. Eigentümer ist inzwischen ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des deutschen Unternehmers Bernd Beetz.


15.08.2024 – Tesla auf 11% herunter gefahren

17. August 2024

Im ersten Jahr hat man noch etwas Angst, dass man auf Langstrecke nicht rechtzeitig eine Ladestation findet oder dass die geplante Ladestation nicht funktioniert. Somit fährt man immer zu früh mit „Sicherheit“ an den Lader.

Aber je niedriger der SOC (Restladung), umso höher die Ladeenergie, umso schneller wird geladen, umso eher kann man wieder weg, umso schneller kommt man an.

Dieses als „Ladeangst“ bezeichnete Syndrom auf Langstrecke legt man aber üblicherweise mit der Zeit ab. Je häufiger man Strecken fährt, die an der Grenze oder über der Akkureichweite liegen, umso besser klappt das mir dem „Akku-Runterfahren“. Die 11% im Titel bedeuten etwa 55 Kilometer Restreichweite. Da findet man locker ganz viele Alternativen zum Laden.

Mein „Rekord“: Einmal bin ich mit 3% am Aral-HPC in der Kirchmeierstrasse angekommen. Da hatte ich noch 15 Kilometer auf der Uhr. Selbst dann hätte ich bei nicht funktionierender Ladestation auf eine andere in der Umgebung ausweichen können. Zudem wird die Funktionstüchtigkeit und auch, ob die Station frei ist, in der App angezeigt.

Man lernt zudem mit der Zeit, wie die Fahrweise sich auf den Verbrauch auswirkt. Weil Elektroautos im Gegensatz zu Verbrennern mehr auswerten und dem Fahrer anzeigen. Ein Verbrenner zeigt aus gutem Grund nur aktuellen und durchschnittlichen Spritverbrauch an. Ausserdem achtet man darauf, dass Abgase durchsichtig sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Man kann die Restreichweite bei Elektroautos nämlich direkt mit dem Gasfuss beeinflussen. Die optimale Geschwindigkeit liegt nach meiner Erfahrung zwischen 110 und 135 km/h auf der Autobahn. Ein Optimum zwischen Verbrauch und Zeit liegt „bei mir“ bei 120-125 km/h.

Das hört sich jetzt „ganz schlau“ an, aber das ist beim Benziner nicht anders. Bis etwa 120km/h ist die Effizienzkurve schön flach. Darüber schlägt der Windwiderstand zu und die Kurve geht steil nach oben. Der Motor wird ausserhalb des optimalen Wirkungsgrades genutzt und verbraucht exorbitant mehr.

Ausserdem wirkt sich ein möglichst gleichmässiges Halten der Geschwindigkeit – also eine gleichmässige Fahrweise – positiv auf den Verbrauch aus. Diese Fahrweise wird mit kleinen Helferlein unterstützt. So macht es Sinn auf der Autobahn mit adaptiven Tempomat und Spurhalteassistent zu fahren.

Auch wenn Elektroautos „rekuperieren“ – also beim Vom-Gas-Gehen die Energie der bewegten Masse wieder mehr oder weniger effektiv in elektrische Energie durch das Generatorprinzip in den Akku laden, die „Fuhre“ muss anschliessend wieder auf die ursprüngliche Geschwindigkeit gebracht werden. Und das Hochbeschleunigen „kostet“ mehr Energie, als würde man ständig die Geschwindigkeit halten.

Beim Tesla3LR2021 ist das sehr schön zu beobachten. Es hat nämlich eine Effizienzseite im Display, welche den Verbrauch der letzten 10/20/50 Kilometer anzeigt und daraus den Mittelwert und den typischen Verbrauch gegenüberstellt. Gleichzeitig wird die Restreichweite aus Batteriekapazität und dem Verbrauch aus der Vergangenheit berechnet.

Beispiel für eine Verbrauchsanzeige mit Restreichweite typisch und durch Fahrweise berechnet (rechts)

Somit muss man die aus dem Verbrauch der z. B. letzten 50 Kilometer ermittelte Restreichweite nur mit der noch zu fahrenden Navigationswegstrecke vergleichen. Und so kann man super erkennen, ob diese durch uneffektive Fahrweise schmilzt, oder sich diese effektiv erhöht. Zusätzlich wird immer die Akkurestkapazität in Prozent oder alternativ die Restkilometer angezeigt.

Heute fuhr ich von Rickenbach mal wieder ohne Stopp durch nach Regensburg. Sonat halte ich immer unterwegs zu einer Pause und zum Laden an.

Ich hatte Zuhause in der Garage auf 99% hochgeladen. Nach 395km und 4:01 Stunden kam ich beim Supercharger Regensburg Ost mit 11% Restladung an.

Da ich Zeit hatte bis zum Termin um 18 Uhr, konnte ich wieder mal „Vollladen“. Somit besorgte ich mir einen Kaffee und setzte mich ins Restaurant. Und wartete.

Nach einer Stunde waren 66kWh von 11 auf 100% geladen. 66/89*100 = 74,157kWh.

Mein Tesla3LR2021 besitzt 82kWh Brutto- und 77kWh Netto-Kapazität. Somit „fehlen“ diesmal 2,943kWh nach 101.000km Gesamtlaufleistung und 3 Jahren.

Im Mai hatte ich den Akku auf 6% an gleicher Stelle herunter gefahren. Und da hatte die „Messung“ noch „keinen Verlust“ ergeben.

Kann man hier nachlesen.
https://peterpanch.wordpress.com/2024/05/11/10-05-2024-tesla3lr2021-akku-kapazitaet-nach-93-000-km-in-3-jahren/


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