Via Facebook kündigten die Jungs von den Schweizer Ur-Rockern „China“ den Auftritt in Elgg an. Rickenbach gehört gemeindetechnisch zu Elgg. Also liegt der Ort nur einen Katzensprung von mir entfernt. Und gehört so zu Winterthur. Und somit zum Kanton Zürich, obwohl die Kantone St. Gallen und Thurgau vor der Haustür liegen.
Natürlich am Lindenplatz.
Egal, ich fuhr um 20 Uhr bei mir ab und schlängelt mich durch enge Strassen nach Elgg. Dort hatte man sich auf ein Megafest eingerichtet, weil schon vor dem Ortsschild Wegweiser den Weg komplett rund um die kleine Ortschaft zum Parkplatz wiesen. Und man dürfte auf einer Wiese fernab des Geschehens parken. Nicht weil so viel los war, die Wiese war leer, sondern, weil es scheinbar Spass machte.
40 Jahre „China“ und kein bisschen leise! Die neue Single „Bright Light“. Und die Spatzen flüstern von den Dächern „Es kommt noch mehr!“
Also wanderte ich vom zugewiesenen AADW-Parklatz zuerst über Stock und Stein über die Wiese und dann vereinzelten Personen folgend ins Zentrum von Elgg. Aber da war alles ausgestorben. Für eine Gewerbeausstellung standen Zelte dort, aber verlassen. Kein Mensch zu sehen, keine Musik zu hören.
Ich peilte die Kirche bzw. dessen Kirchturm an. Die Kirche steht im Dorf. Im Zentrum. Logisch. Also wenn dort kein Mensch ist, dann wird es spannend mit dem von Konzert mit „China“. Eher dann ein Familienfest unter Freunden und Fans. Voll geirrt. 🤷
Freddy und Claudio
Bei der Kirche hörte ich den Soundcheck vom Schlagzeug und folgte diesem vertrauenserweckendem Geräusch! Ich war nicht allein. „Da haut jemand auf die Pauke. Da muss die Bühne sein!“
Werner „Hardy“ Hartmeier
Ich bog um das Eck der Kirche und erblickte ein grosses Zelt unter einer riesigen Linde! Mit Bar. Und Menschen! Dahinter eine überdimensioniert, Konzertbühne! Und dazwischen Tische, Liegestühle und man hatte Feuer gemacht. Der Dorfplatz war locker gefüllt. Halb mit Eggeren und halb mit China-Fans! Erkennbar und unterscheidbar an Gestalt und Bekleidung.
Marc moderiert einen Songtitel
Die Bühne war wirklich riesig. Passend für ein Open-Air mit Tausenden von Besuchern. Aber für ein Dorffest mit geschätzt 500 bis 600 Personen? Der Soundcheck lief noch. Massiv laut. Rechts und links an der Bühne hing massives Soundequipment. Auch vor der Bühne standen riesige Subs. Und die Light-Installation war erlesen. Und natürlich hatte ich meine Earbuds im Auto liegen lassen. Zurück zur üppigen Blumenwiese AADW wollte ich eher nicht mehr.
CHINA bei der „Arbeit“
Also besorgte ich mir ein vergorenes Getreidegetränk „sin Alcohol“. Und traf in in der Menge vor einer der Bars doch glatt den Ueli aus alten Siemens Zeiten. Er war bei einer meiner ersten KNX Veranstaltungen als Planer dabei vor 24 Jahren. Mit dabei hatte er seine Vreni. Mehr Schweiz geht eigentlich nicht. Ueli und Vreneli.
Der Klassiker „Sign in the Sky“
Er gab mir ein Alkoholfreies Bier aus. Die Preisgestaltung der Getränke war ebenso seltsam, wie das Team an der Bar. Für beides gab es sicher schon Wochen zuvor eine „Wegleitung“ für das Personal, welche im Festkommitee detailliert und viel diskutiert ausgearbeitet wurde. Eine Person nahm die Bestellung auf, eine andere kassierte und der Dritte zapfte das Bier oder reichte die Getränke aus dem Kühlschrank. Prozessorientiert. Professionell. Aufgabendefiniert. Perfekt. Aber es dauerte einfach zu lange.
Es gibt für alles in der Schweiz eine „Wegleitung“, was auf Bayrisch „genaue Anleitung für DAUs“ heisst. 3DL Alkfrei 6,50. 2DL Cocktail 15!! 5DL Bier dafür nur 6 Stutz. Das Bier muss weg. Ist bestimmt schlecht. Und Fahren muss ja keiner hier. Man wohnt in Elgg. Die berühmteste Schweizer Wegleitung ist übrigens die „Waschküchenordnung“. Und man weiss, wie man sich anstellt. Sowohl in der Schlange, wie auch bei der Art Getränke auszugeben.
Ich plauderte kurz mit Ueli und Vreneli. Aber Ueli wollte nicht zur Bühne, weil da ein DJ laute Musik machen würde und überhaupt, wer ist denn „China“? Ich versuchte einem Elgger, der mir Sekunden vorher erklärte, dass er jedes Jahr auf das Fest ginge, zu erklären, wie der heutige Ablauf sein würde und dass „China“ eine der wohl bekanntesten Schweizer Rockbands aus den 80ern sei und diese seit 4 Jahren wieder in der Ur-Formation auftreten würden. Also 40 Jahre Bühnen Präsenz. Nur! Ueli war unbeeindruckt. Er packte sein Vreneli und wanderte von dannen, um sich die menschenleeren Gassen mit den geschlossenen Gewerbeständen anzusehen. 🤷
CHINA mit Rock City
Tja, das Leben ist hart. Ich wanderte durch die versammelten und diskutierenden locker umherstehenden Grüppchen mit meinem kleinen Hopfengetränk in der Hand. Vor der Bühne war 15 Meter Platz. Aus Respekt vor der massiven Soundanlage hatten sich die Fans erst mal in sicherer Distanz aufgestellt.
Tipp an die Mädels: Esst bitte im Stehen und während ihr mit Kollegen diskutiert keinen fetten Sossen-triefenden Burger. Ziehenden Käse und Majo in den Mundwinkel, sowie unverständliche Kaugeräusche machen die schönste Frau schlagartig unattraktiv. 😁
Auf dem Weg zurück zur riesen Linde am Lindenplatz sah ich dann Guschti, Martina, Chris und Evelyne an einem Tisch links neben dem Soundmixer, der einen hektischen Eindruck machte. Wir feixen über Bühne, Location und Setup, als plötzlich ein Moderator auf die Bühne „strömte“ und voller Werbeunterbrechungen für die ZLB die Band ankündigte.
Und schon gaben die Jungs auf der Bühne Vollgas. Das Set dauerte zwei Stunden. Allerdings unter ohrenbetäubendem Brummen (einer Rückkopplung) und einer Lautstärke weit oberhalb von 100 Dezibel. Ohren zuhalten. Ich wanderte zur Bar und fand Ohrstöpsel. Währenddessen hatte der „Soundengineer“ die richtigen Regler gefunden und es konnte ohne Brummen weitergehen.
Die massive Bässe übersteuernde Lautstärke blieb. Dann nahm ich mein Telefon und filmte die ersten Songs mit. Ich wanderte von ganz hinten zur „Row Zero“ locker durch. Da stand ja keiner weit und breit. Auch schoss ich Fotos mit dem Mobile. Die Subs vor mir überschlugen sich hörbar mit lautem Übersteuern. Aber mit Ohrstöpsel kein Problem. Ohne absolut ungesund.
Matteo bat dann die Menge weiter nach Vorne zur Bühne zu kommen. Und das Publikum folgte brav. „China“ spielte ein breites Repertoire aus 40 Jahren Bandgeschichte und begeisterte die Fans. Auch die spaßigen Moderationen und kurzen Geschichten, erzählt von den Bandmitgliedern zwischen den Songs, sorgten für Erheiterung und Begeisterung. Als Zugabe gab es eine Rockverosion von „Rollin on a River“, wie ich immer sage, weil mir „Proud Mary“ nie einfällt. Kennt aber jeder.
Gegen 22:20 Uhr war Sendepause. Mit Chris zogen wir dann noch Backstage, feierten und plauderten ein wenig spontan mit Claudio, Werner, Freddy, Marc und „Tosi“. Claudio schwärmte vom letzten Auftritt zwei Tage vorher in der „Mühle Hunzigen“. 500 Leute auf drei Etagen. Tolle Location. Tolle Stimmung. Und ich erzählte, dass ich noch alte LPs und CDs aus den 80ern von China Zuhause horte. Die muss ich jetzt suchen und das nächste mal mitbringen. 😎🤷
Und über alle dem drohte ein Gewitter aufzukommen. Besorgt blickte ich in die App von „Meteo“. Gegen 22 Uhr sollte uns in Elgg der Regen erreichen. Allerdings sah es so aus, als würden sich die Wolken gnadenvoll vor Elgg teilen und vorbeiziehen. Und das Taten die Gewitterwolken dann auch später. Rund um uns herum blitzte es. Es blieb aber ausgerechnet in Elgg trocken. Und windstill. Aber laut. Super Party! Wegen „China“! Sehr geil war es!
Am Freitag Abend fuhren wir zuerst zum Einkaufen. Mike hatte eine Truhe für die Terrasse organisiert. Darin lagern wir nun unsere Auflagen für die Stühle. Anschliessend machten wir uns auf den Weg nach Bülach. Dort fand das ganze Wochenende das „Thai Foodland Openair Weekend & Night Plaza“ statt. Das passte uns recht gut, denn so war unsere Abendessenplanung erledigt.
Das Gelände um die Stadthalle war einfach zu finden. Von der Autobahn her wiesen Schilder den Weg. Wir parkten unser Auto neben dem Festgelände und sahen uns um. Neben ausreichend Marktständen mit allerlei leckerem Thaifood und Früchten hatte es eine Bühne und ein paar Marktstände mit Bekleidung und Souvenirs. Das Festgelände war mit Gästen locker gefüllt, was den Rundgang erleichterte.
Wir schlenderten herum und stellten fest, dass man Getränke und Essen nur mit Coupons bekommt. Somit besorgte Mike ein paar Gutscheine während ich fotografierte. Dann suchten wir uns etwas Gutes zu essen aus und nahmen ein Singha-Beer.
Während wir assen, gab eine junge Thailänderin zweisprachig das Programm für den Abend an. Daraufhin folgte Thailändische Folklore auf der kleinen Bühne.
Um uns die Füsse zu vertreten, sahen wir uns die Früchtestände nochmals an.
Währenddessen begann eine thailändische Band gemütlich auf der Bühne zu singen. Thailand in Bülach. Ned schlecht.
Vom 13. und 15. August 2010 findet zum 2. Mal in der Grossregion Zürich ein 3-tägiges Foodland Openair Weekend mit Samstagabend-Konzert auf dem Stadthalle Areal in Bülach statt. Das Event bietet vielfältige Attraktionen, wie Thaifood-Marktstände, traditionelles Kunsthandwerk, Sportsdarbietungen (Sepak Takraw und Muay Thai), traditionelle Tanzshows und am Samstagabend ein Livekonzert bekannter thailändischer Stars.
Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Marktstände mit frischem Thaifood Spezialitäten aus den vier kulinarischen Hauptteilen Thailands: Norden, Bangkok, Süden und Nordosten (Isaan). Ergänzt werden die Foodstände mit Früchte- und Gemüseschnitzereien und einer Ausstellung über Produktionsprozesse typisch thailändischer Lebensmittel.
Ausserdem besteht die Möglichkeit mit anzusehen, wie thailändische Handwerkskunst entsteht. „OTOP – One Tambon One Product“ (Eine Gemeinde – Ein Produkt) ist ein Programm zur Förderung privaten Unternehmertums in Thailand. OTOP umfasst eine Vielzahl verschiedener thailändischer Produkte, wie Kunsthandwerk, Webstoffe und Kleidung aus Baumwolle und Seide, Töpferei, Mode-Accessoires, Haushalts-Gegenstände, Kosmetik, Möbel aus Rattan und Bambus sowie Lebensmittel. www.thai-otop-city.com
Wer sich sportlich betätigen möchte, kann „Sepak Takraw“ und „Muay Thai“ kennenlernen. Bei „Sepak Takraw“ handelt es sich um eine asiatische Ballsportart, die seit etwa 1500 nach Christus in Thailand und Malaysia beliebt ist. Vereinfacht gesagt, eine Art Fussball-Volleyball, bei dem ursprünglich einem geflochtenen Ball aus Rattan mit den Füssen gespielt wird. Thaiboxen oder „Muay Thai“ ist eine Kampfkunst und der Nationalsport Thailands. Gezeigt werden die Kampfkünste des «Muay Thai Boran» und des «Wai Khru Ram Muay» vom «Muay Black Dragon» Thun.
Am Samstag Abend geben sich bekannte thailändische Musikgrössen die Ehre. Darunter die Sängerin „Jintara Poonlap„, „Pongsit Kampee & Band“ und die Newcomer „Phanthai Band“.
Ort: Stadthalle Bülach,
Allmendstrasse 8,
CH-8180 Bülach ZH (nähe Airport Zürich)
Grosser Parkplatz direkt bei der Stadthalle vorhanden! (vis-à-vis Schwimmbad)
Freitag, 13. August 2010, 18:00-22:00 Uhr
Samstag, 14. August 2010, 11:00-22:00 Uhr
Sonntag, 15. August 2010, 11:00-20:00 Uhr
Eintritt zum FOODLAND ist GRATIS !
Samstag, 14. August 2010, 18:00-02:30 Uhr live in concert
JINTARA POONLAP: Die wohl bekannteste Morlam und Lukthung Sängerin in Thailand.
PONGSIT KAMPEE & BAND: Eine der besten «Songs for life» Musikgruppen Thailands.
Eintritt Konzert am Samstag: CHF 46.– / Vorverkauf CHF 42.– p.P.
Vorverkaufsstellen bei den Thai- & China-/Asiashops in Ihrer Region.
Informationen: tom_maithai@hotmail.de und bosshardd@hispeed.ch
UPDATE (10.08.2008): Meine Bilder von der Streetparade 2008 sind online! Siehe link am Ende des Artikels.
Zum 17. Mal findet dieses Jahr die Streetparade 2008 am Samstag 09.08.2008 am Seebecken in Zürich statt. Bei schönem Wetter dürften wieder über 1.2 Millionen Raver und Feierwütige das Seebecken bevölkern. Der Zug mit über 30 kreativ dekorierten und mit starken Musikanlagen ausgestatteten Tieflader „Lovemobiles“ setzt sich um 13 Uhr vom Uto-Quai her in Bewegung. Aber schon ab Donnerstag starten in und um Zürich über 100 Streetparade Warm-Up-Parties bis in die frühen Morgenstunden. Der Line-Up sprudelt nur so von internationalen Höhepunkten (DJs).
Die schönste und grösste Openair-Party der Schweiz findet direkt an der Route statt, von 13.00 Uhr bis Mitternacht. Auf insgesamt fünf Bühnen und einem internationalen Line-Up, beim Start (Utoquai), Opernhaus/Bellevue, Limmatquai, Bürkliplatz, Kongresshaus und Rentenanstalt. Die Bühne am Limmatquai ist der Standort der Music School Fegawerk mit DJs und Liveacts aus der Schweiz. Die 2,4 Kilometer lange Street Parade-Route wird wieder die Gleiche wie in den Vorjahren sein. Die Street Parade startet um 13.00 Uhr auf den Stages. Der Umzug der Love Mobiles startet beim Utoquai im Zürcher Seefeldquartier. Danach rollen die Trucks rund um das Zürcher Seebecken über Bellevue, Quaibrücke und Bürkliplatz bis zum Hafendamm Enge.
Bei der Streetparade 2005 kamen wir unverhofft selbst auf eines der Lovemobiles und hatten einen riesen Spass. Sicherlich tragen wir wieder ein eigenes Motto-Shirt. Eventuell besteht die Chance auch dieses Jahr wieder auf einem Truck mitzufeiern – mit viel Glück klappt das. Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, was auf der Streetparade in den letzten Jahren so abging, findet ihr unten die bisherigen Berichte, Bilder und Videos der letzten Veranstaltungen.
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