25.06.2008 – EM08: 1. Halbfinale Deutschland – Türkei (Fanmeile Zürich Limmatquai)

26. Juni 2008

Klar! Logisch mussten wir uns das Spiel in der Innenstadt von Zürich in der Fanmeile ansehen. Wir trafen uns mit Tina, Moni und Uschi am Rosenhof im Dörfli. Wir stärkten uns vor dem Spiel und liefen uns im gut gefüllten „Nachtflug“ warm. Jedoch machte es einem Teil der Crew keinen Spass das Spiel bei dem Wetter in geschlossenen Räumen anzusehen. Somit wechselten wir in den Aussenbereich.

Gegenüber des „Coyote Ugly“ bezogen wir nicht nur Stellung vor einem Flatpanel, sondern atmeten die nahen Grilldüfte tief ein. Das führte dann dazu, dass ich auf unbestimmte Zeit keine Grilladen mehr riechen, geschweige denn essen kann. Bei den sich während der Spielpause an Stangen räkelnden Damen orteten wir Adrian und seine Kollegen. Natürlich waren die Jungs nur wegen der besseren Bildqualität so nah an der Bühne.

Wir besorgten uns etwas leichtes zu trinken (ein Erdinger) und sahen uns das packende Spiel an. Es ging hin und her. So sieht Fussball aus! Und: Dütschland bezwang die toll aufspielende türkische Überraschungsmannschaft in letzter Minute der regulären Spielzeit mit 3:2.

Alle Bilder findet man hier:


06.06.2008 – „Das EM08 Weekend“ oder „Public Viewing zu Hause mit vielen Gästen“

8. Juni 2008

Schon am Freitag begann unser „EM08 Weekend“. Unsere Gäste für Freitag – Olivia und Jeannine – kamen mit ein wenig Verspätung. Frau hatte sich ein ganz leicht im Aargau verfahren. Mike und ich lernten die beiden im Frühjahr in Lamai kennen, als wir mit dem Sammeltaxi zur „Escape“-Party fuhren. Somit kochte ich natürlich etwas Thailändisches: Chicken Sweet and Hot with „Flied Lice“. Ja, ich kann kochen – wenn ich will 🙂

Natürlich mussten beide den SBW-Visums-Antrag ausfüllen, bevor sie bayerisches Territorium betreten durften. Olivia brachte mir weitere schöne Pflanzen thailändischen Ursprungs für meine Sammlung mit. Eine Curcuma Cyanensis (Gelbwurzel, Gelbwurz, indischer Safran) und eine Adenium Obesum (Wüstenrose). Ausserdem eine Efeutute für mein „Experimental-Projekt„. Wir liessen es uns schmecken und plauderten viel. Gegen Mitternacht starteten die beiden Ladies wieder mit dem Versprechen demnächst wieder vorbei zu schauen.

Am TagX – EM08 Beginn – fuhren Mike und ich zuerst einmal zum Einkaufen. Martin kündigte sich kurz nach dem Frühstück – gegen 13 Uhr an und fuhr gleich mit. Auf der Liste standen neben einem Holzkohlegrill eben Lebensmittel für die Gäste der nächsten beiden Tage.

Zuerst hissten wir zum ersten Mal feierlich die Bayerische Staatsflagge. Diese kaufte Mike auf der Warendult in Regensburg. Die Stange dazu im Jumbo. Dort machten wir ein „Schnäppchen“: Einen Schlauchwagen, den Martin und Mike sofort zusammen bauten. Währenddessen richtete ich meinen „Nudelsalat ala Pan“ her.

Gegen 17 Uhr kam Chrigel an und brachte die T-Bone-Steaks mit, welche Bruder Martin Tags zuvor frisch „geschlachtet“ hatte. Um 18 Uhr begann dann die EM08 mit dem Spiel Schweiz gegen Tschechien, das die Schweiz prompt verlor, natürlich vollkommen unglücklich.

Nachdem die beiden Mädels – Moni und Tina – mit erheblicher Verspätung (Navigationsgerät wäre toll!) eintrafen, konnten die hungrigen Männer endlich den heissen Grillrost mit den Steaks belegen. Nein, nicht alle gleichzeitig: Martin übernahm das Grillen fachmännisch.

Vor dem zweiten Spiel (Türkei – Portugal) schlugen wir gewaltig zu – Essens-mässig! Anschliessend wurde es recht lustig.

Aber das sollte noch nicht das „Letzte“ sein. Spät – sehr spät – erreichten schliesslich Mam, Uschi und Willy noch das Ziel. Sie trafen irgendwann nach Mitternacht ein. Und brachten Mike’s neues Bett und viel Gaudi mit.

Wir plauderten und blödelten bis spät in die Nacht.

Nachdem Uschi und Willy am Sonntag zu Fuss die Umgebung erkundeten, gab es es ein anständiges, kräftiges Frühstück (gegen Mittag). Anschliessend bauten wir gemeinsam Mike’s neues Bett auf.

Während die einen sich verabschiedeten, traf der nächste hohe Besuch bei den Sperlix-Brothers ein: Sperlich Tom mit Gattin Edith. Letztere brachte einen leckeren Schochki-Chuchä mit. Natürlich ging es sofort an das Ausfüllen des SBW-Visums. Dann erwarteten wir bei Chüppli und Bier den Anpfiff zum ersten Sonntag-Spiel: Österreich erwartete Kroatien – und verlor.

Wir freuten uns auf das nächste Spiel mit bayerischer Beteiligung: Deutschland – Polen. Schweinsteiger bereitete das 2:0 vor. Podolski traf gleich zwei Mal. So ging unser „Public Viewing EM08 Weekend“ zu Ende.


28.05.2008 – Serie „Wir wandern aus“: Steffi, Christoph und Adrian

29. Mai 2008

Aus dem Hohen Norden in die Schweiz. Seit Monaten habe ich Kontakt zu Steffi per Mail und Kommentare. Anfang Jahr entschlossen sich Steffi und Christoph in die Schweiz auszuwandern. Christoph bekam eine Stelle bei der VBZ als Busfahrer angeboten. Und erhielt den Zuschlag. Nächste Woche ist es soweit. Am Montag wird der Umzugswagen beladen und die drei starten in Geesthacht mit dem Ziel Zürich.

 Familie Behling wandert aus

Letzte Woche klopfte die BILD-Zeitung bei Familie Behling an und bat um ein Interview. Die Zeitung plant eine Artikel-Serie über „Deutschlands Auswanderer“. Neben dem Interview kamen auch Fotografen zum Zuge – besser „zum Bus“. Der Artikel in der BILD-Zeitung erschien heute.

Nebenbei erwähnt: Der Sender VOX begleitet die Behlings während der Umzugsaktivitäten im Rahmen ihrer Auswanderer-Serie.

Links zum Thema:


18.03.2007 – CO2 und kein Ende – Hauptverursacher, Statistiken und Empfehlungen zum Thema Reduktion der Treibhausgase

18. März 2007

Interessant: Auf der Website des Umweltbundesamtes (Deutschland) wird das selbe unterbewusst beeinflussende Bild verwendet, wie auf der Website des Schweizer Department für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Dabei sieht die tatsächliche Verteilung der CO2-Emissionen ganz anders aus. Das Bild stammt zwar aus der Zeitschrift ADAC März 2007 Seite 38, aber die Daten kommen vom Institut für Wirtschaftsforschung und stimmen mit den Daten des Umweltbundesamtes fast gänzlich überein. Vergleiche hierzu eben das oben im Bild erwähnte PDF-Dokument (Umweltbundesamt Website „Klimaschutz“) oder Grafik unten.

Ergo: Es ist nicht der Pkw-Verkehr mit 11,9 Prozent von insgesamt 19 Prozent für „Verkehr“, wie das Foto gerne glauben machen möchte, der Hauptverursacher der CO2-Gase in Deutschland, sondern die Kraft- und Fernheizwerke mit 43,2 Prozent! Dann folgen Industrie, Gewerbe und Handel mit gesamt 24,8 Prozent, sowie Privathaushalte (Heizungsanlagen) mit 13 Prozent. Anders als in der Schweiz mit 21,46 Prozent entfällt in Deutschland ein Anteil von 11,9 % auf den Bereich „PKW“.

Zitierte Texte aus „Die Zukunft in unseren Händen – 21 Thesen zur Klimaschutzpolitik des 21. Jahrhundert und ihre Begründungen“ vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt. vom Oktober 2005

Der jährliche Primärenergieverbrauch in Deutschland ist seit 1990 etwa gleich bleibend hoch und betrug im Jahr 2001 knapp 14.600 Petajoule. Die einzelnen Sektoren hatten daran folgenden Anteil:

  • private Haushalte: 19,5 %
  • Verkehrssektor: 18,6 %
  • Industrie: 16,4 %
  • Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD): 10,5 %
  • Energieumwandlungssektor: 35,0 % (Kraftwerke)

Bereich Heizungen und private Haushalte:

Allein im Altbaubereich ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für das Beheizen von Gebäuden und das Bereitstellen des Warmwassers sowie durch Verbessern des Wärmedämmstandards ein CO2-Emissionsminderungspotenzial von 50 bis 70 Mio. Tonnen pro Jahr realisierbar.

Nahezu 75 % der in Deutschland vorhandenen Gebäude sind vor 1985 gebaut worden. Bezogen auf die im Jahr 2002 vorhandenen ca. 4 Mrd. m² Gebäudefläche, wobei hiervon ca. 3 Mrd. m² auf die insgesamt 39 Mio. Wohnungen entfallen, ist durch Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen für die Beheizung von Gebäuden und die Bereitstellung von Warmwasser sowie die Verbesserung des Wärmedämmstandards von einem realistischen CO2-Einsparpotenzial im Altbaubereich von 50 bis 70 Mio. Tonnen CO2 auszugehen.

Bereich Kraftfahrzeugverkehr:

Mit einer kraftstoffsparende Fahrweise lässt sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 25 % reduzieren. Seit 1999 ist ihre Vermittlung für die Fahrausbildung und Führerscheinprüfung verbindlich vorgeschrieben. Zusammen mit einer standardmäßigen Ausstattung der Fahrzeuge mit Verbrauchs- und Schaltanzeigen ließen sich 2020 etwa 6,5 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Zu Fuß gehen und Rad fahren sind die mit Abstand umweltverträglichsten Formen des Verkehrs und dazu CO2-frei. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse verschiedener Studien und internationaler Vergleichswerte erscheint es möglich, bis 2020 den Anteil des Fahrradverkehrs am gesamten Personenverkehrsaufwand von derzeit etwa 2,4 % auf ca. 7 % zu erhöhen. Würden allein in Ballungsgebieten 30 % der Pkw-Fahrten unter 6 km mit dem Rad durchgeführt, ließen sich dadurch etwa 5,8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr mindern. Diese CO2-Emissionsminderungen ließen sich auf nahezu 10,5 Mio. Tonnen pro Jahr erhöhen, falls 30 % der Pkw-Fahrten unter 10 km durch Radfahrten ersetzt werden würden, was ein ehrgeiziges, gleichwohl auf lange Sicht durchaus erreichbares Ziel darstellt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) verursacht pro Personenkilometer und bei einem durchschnittlichen Auslastungsgrad von 20-25 % im Durchschnitt nur rund ein Drittel der CO2-Emissionen eines Pkw.

Personenverkehr mit der Bahn verursacht im Mittel pro Personenkilometer weniger als halb so viele CO2-Emissionen wie bei Pkw-Verkehr oder Flugverkehr anfallen. Effizientere Bahnen sowie höhere Auslastungen (die Auslastung liegt im Fernverkehr zwischen 37 und 45 %) erhöhen die Umweltvorteile der Bahn.

Bereich Stromverbrauch:

Der Stromverbrauch der Privathaushalte lässt sich deutlich vermindern. Ein wichtiges Instrument dafür ist die Einführung einer Verordnung, die für Neugeräte diejenigen Geräteeigenschaften reguliert, die den Energieverbrauch bestimmen (Leistungsaufnahme, Schaltzeiten, Steuerungsprogramme usw.). Die Anforderungen wären regelmäßig an die Entwicklung der Technik anzupassen. Diese Verordnung müsste deutlich weitergehen als zum Beispiel das in Japan zur Festlegung von Verbrauchshöchstwerten gewählte Verfahren (dort Top-Runner-Programm genannt), das nur einen Teil der Einflüsse auf den Energieverbrauch berücksichtigt. Analoge Anforderungen sind auch an Bürogeräte zu stellen.

Womit müssen wir bereits heute anfangen?

Wie beschrieben, lässt sich im Gebäudebestand ein sehr großes Energieeinsparpotenzial erschließen. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sind dabei besonders wirksam. Aus wirtschaftlichen Gründen ist der Sanierungszyklus der Gebäude zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass Maßnahmen zur energetischen Verbesserung der Gebäudehülle, die im Rahmen ohnehin anstehender Sanierungsmaßnahmen nicht ergriffen werden, wegen der Langlebigkeit vieler Bauteile in der Regel für mehrere Jahrzehnte nicht mehr durchgeführt werden dürften. Deshalb sind die einer energetischen Sanierung des Gebäudebestands entgegenstehenden Hemmnisse möglichst schnell durch geeignete Instrumente abzubauen.

Und: Woher kommt das Kohlendioxid?

Was sind die wichtigsten Quellen des Klimagases Kohlendioxid? Wie hat sich der CO2-Ausstoß der Haushalte, des Verkehrs und der Energiewirtschaft über die Jahre entwickelt? Und bei welchem Verkehrsmittel ist der CO2-Ausstoß am geringsten? Antworten auf diese und andere Fragen geben die folgenden Tabellen.

http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/

Die Frage ist nur: Wie sehen die Tipps und Massnahmen zur Reduktion des Treibhausgases CO2 im Sektor Energieerzeugung aus, damit das grosse Tortenstück mit 43,2 Prozent „Kraft- und Fernheizkraftwerke“ deutlich reduziert werden kann.