Ab und zu muss ich als Ausgleich zur täglichen Arbeit „irgendwas Kreatives / Verrücktes“ machen. Als ich eine Reportage über die Geschichte des Bieres angesah, erfuhr ich, dass die Urvölker vor dem Brotbacken das Bierbrauen stellten – bei den Ägytern ging die Hälfte der Kornernte für Bier drauf. Ausserdem fand ich per Zufall eine Anleitung aus altem Roggenbrot Bier zu brauchen: „Kvas“ nennt sich das russische leichte Bier.
Nicht umsonst gehört Kwas (Russisch: квас) in Russland seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Erfrischungsgetränken. Kwas fördert die Verdauung, ist gut für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und sorgt für allgemein besseres Befinden. Seine heilende Kraft führt man auf die im Kwas enthaltenen Vitamine, freie Aminosäuren, Mikroelemente und Milchsäure zurück.
Da ich wirklich altes Vollkornroggenbrot zu Hause hatte, und gestern am Abend noch Einkaufen war, besorgte ich die nötigen Utensilien, wie Hefe und Rosinen. Am späten Abend machte ich mich ans Werk. Vollkommen unsicher, ob es überhaupt was wird. Natürlich ging beim ersten selbstgefilmte Dreh auch was schief. Aber vielleicht ist es ja trotzdem lustig anzusehen.
Was man braucht zum Kvass-Bier-Brauen:
- 5 Liter Behälter
- Kochtopf
- altes oder geröstetes Roggenbrot und/oder Vollkornbrot
- Hefewürfel
- Zucker und/oder Honig
- Rosinen
Anleitung für das Brotbier (Kwas)
- Wasser im Kochtopf (oder Wasserkocher) erhitzen
- Roggenbrot im Toaster (oder Backofen) rösten
- Roggenbrot und eine Handvoll Rosinen in den heissen Wassertopf werfen
- Ansatz abkühlen lassen (z.B. über Nacht), da die Temperatur 35°C nicht übersteigen darf (Hefe würde absterben).
- Am gleichen Abend ein 0.5 Liter Glas zur Hälfte mit Wasser füllen und über Nacht stehen lassen.
- Am nächsten Tag das Brot/Wassergemisch abseihen.
- (Mit den Brotresten kann man einen zweiten oder dritten Ansatz machen)
- Die Hälfte des Hefewürfels im Wasserglas zusammen mit 200 Gramm Honig verrühren.
- Das Hefe/Wasser/Honiggemisch in den abgesiebten Ansatz leeren.
- Umrühren
- Und in den 5-Liter-Behälter abfüllen
- Locker zuschrauben
- mindestens 2 Tage warten
- 1x am Tag wenden
- Nach 2-3 Tagen in Flaschen abfüllen und Kühl stellen.
Aktuell bin ich heute bei Punkt (9). Mal sehen, wie sich das Bier entwickelt und dann schmeckt 🙂
Update 07.05.2020 am Abend
Veröffentlicht von PeterPan 
Nun hatten meine Antennenwelse Nachwuchs. Ja, nichts Besonderes. Die werden ja als „Karnickel der Aquarien Welt“ bezeichnet. Ich freute mich trotzdem. Und zweitens habe ich nach 5 Jahren das erste Mal so richtig Pflanzen ausgemistet.
Ich habe fast alle Zwergerl vor 14 Tagen von den Scheiben des „WhiteSands“ abgefischt und in ein Minibecken umgesetzt. Es steht übrigens ohne Technik direkt am Fenster neben den Orchideen. Im Minibecken landete auch eine kleine Morkienwurzel und ein Wald aus Vallisneria mit etwas Wasser aus dem „WhiteSands“.Dann versuchte ich mit Stückchen von Welstabs und Tetramin zuzufüttern, aber erfolglos, kein Interesse. Die Zwergerl entwickeln ich trotzdem blendend. Also sind sie mit den Algen auf den Pflanzen und der Morkienwurzel vollauf zufrieden. Tja, und vor einer Stunde wurde der ganze Eimer mit den vorher ausgemisteten Vallisneria abgeholt.













