13.10.2026 – Gewicht reduzieren: Nach Teneriffa

13. Oktober 2026

Nach meinem Arbeitsurlaub auf Teneriffa war ich natürlich gespannt, wie sich mein Ess erhalten auf mein Gewicht ausgewirkt hatte. Ich war ja auf einer Hochzeit mit sehr guter Verpflegung und sogar Kuchen. Dann genoss ich Tapas ohne Ende am Geburtstag von Nuria.

„Gemerkt“ hatte ich schon, dass es mehr sein müsste. Aber ich bewegte mich auch wesentlich mehr. Schliesslich lief ich in Puerto und auch sonst viel mehr, als Zuhause in Rickenbach. Aber der Schwerpunkt bei der Ernährung lag für mich klar bei Vegetarisch und natürlich Fisch in allen Formen und Farben. Was auf Teneriffa natürlich leicht ist.

Die letzten 3 Wochen auf Teneriffa habe ich eigenich nicht so direkt auf mein Gewicht geachtet. Als Lieblingsessen kristallisierte sich diesmal „Tortilla mit Salat“ heraus. Dieses nahm ich gerne als „Spätstück“ oder auch sonst, wenn sich eine Gelegenheit bot. Auch war mal ein Stück Apfelkuchen drin. Oder ein Croissant mit Schinken und Käse. Lecker!

Und ich blieb bei alkoholfreien zuckerlosen Getränken. Speziell am Abend trank ich ausschliesslich Alkoholfreies Bier. Dieses gibt es in Spanien mittlerweile von vielen Marken. Nicht nur die auf der Insel ansässige Marke „Dorada“ führt zwei Varianten („Tostada“ für Dunkles), auch von „Mahou“ oder „Estrelle“. Nur einmal gab es einen Pina Colada im „Elements“.

So befürchtete ich eigentlich die 60er-Marke durchbrochen zu haben. Und ich stellte mich heute in der Früh nach dem Duschen mit einem mulmigen Gefühl auf die Waage. Überrascht stellte ich fest, dass ich trotz der „Fresserei“.

Vor der Abreise hatte ich im Schnitt 58,9 Kilo. Jetzt tatsächlich nur 500 Gramm  aufgelegt. Das ist aber auch über ein Pfund Butter auf den Rippen. Ziel ist es nun in den nächsten Wochen wieder an die 58er Marke zu kommen. Ich hin ja sogar 2x kurz gelaufen in Puerto.

Mal sehen, ob ich wieder „mehr Sport und Bewegung“ in meinen Tagesablauf einbauen kann. Vor Teneriffa ging ich ja recht oft in die Badi Rickenbach mit meinem „Winti-Sommerpass“. Ich denke nun daran neben der Ernährung auch wieder mit dem Laufen anzufangen. Aber ganz langsam! 🫣


13.10.2026 – Als die Kanaren aus Armut auswanderten

13. Oktober 2026

An die grosse Auswanderungswelle erinnert heute das Monument „Mirador del Emigranten“ mit Blick auf die dereinst vom Vulkanausbruch verschüttet Bucht von Garachico. Die Figur trägt einen Koffer, wo das Herz sonst sitzt ist ein grosses Loch. Dieses symbolisiert das auf der Insel zurückgebliebene Herz.

KANAREN EINST UND JETZT
„SO DUMM WIE EIN INSELBEWOHNER“ – DIE VERGESSENE SEITE DER KANARISCHEN AUSWANDERUNG

Heute gelten die Kanaren als Urlaubsparadies. Doch über Jahrhunderte waren Armut, Dürren und fehlende Zukunftsperspektiven für viele Inselbewohner bittere Realität. Hunderttausende suchten ihr Glück jenseits des Atlantiks, vor allem in Kuba, Venezuela und Uruguay.

Wir kennen die Geschichten der Indianos, jener Auswanderer, die wohlhabend zurückkehrten und prächtige Häuser errichteten. Doch für viele andere verlief die Geschichte ganz anders.

ALS KANARIER MENSCHEN ZWEITER KLASSE WAREN

In Kuba wurden kanarische Einwanderer mit abwertenden Redewendungen wie «Eres más bruto que un isleño» verspottet. Man hielt sie für ungebildete, sture Bauern. In Teilen der Karibik bezeichnete man sie als blancos de orilla – Weisse am Rande der Gesellschaft.

Viele arbeiteten unter härtesten Bedingungen auf Tabak- und Zuckerrohrplantagen. Im 19. Jahrhundert gerieten Auswanderer durch sogenannte Contratas, Arbeitsverträge zur Finanzierung ihrer Überfahrt, in jahrelange Abhängigkeit von Plantagenbesitzern.

MIT GEISTERSCHIFFEN NACH VENEZUELA

Nach dem Spanischen Bürgerkrieg flohen erneut Tausende Kanarier vor Armut und Perspektivlosigkeit. Zwischen 1948 und 1951 überquerten viele auf kleinen, überfüllten Segelschiffen heimlich den Atlantik.

Diese Veleros Fantasma, Geisterschiffe, waren häufig kaum seetüchtig. Die Überfahrt dauerte Wochen. Wer Venezuela erreichte, musste mit Festnahme und Internierung rechnen.

EINE GESCHICHTE, DIE WIR NICHT VERGESSEN SOLLTEN

Die kanarische Auswanderung hat bis heute tiefe Spuren hinterlassen. Venezuela wird auf den Inseln nicht zufällig als die «achte Insel» bezeichnet.

Und die Geschichte erinnert uns an etwas, das angesichts der heutigen Flüchtlingsboote leicht vergessen geht:

Vor nicht allzu langer Zeit waren es die Kanarier, die auf überfüllten Booten den Atlantik überquerten, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft mehr sahen.

Link zur ganzen Geschichte: https://tenerifeessential.com/2026/10/11/er-ist-so-stur-wie-ein-inselbewohner-die-vergessene-seite-der-kanarischen/