05.11.2008 – Funny but true: Das Peter-Prinzip schlägt oft gnadenlos zu

5. November 2008

Oder wie es ein Kollege Rolf soeben treffend formulierte: „Die Deppen sterben nie aus!!“.

drehmomentschluessel

Mehrwert:


04.11.2008 – Schon wieder ein Jahr älter

4. November 2008

Tja, schon ist es wieder passiert. 365 Tage sind ins Land gegangen. Der Zähler klappt schlagartig die nächste Zahl um. Schon gegen Mitternacht fliegen die ersten automatisierten Mails von Foren in den Eingangskorb und gratulieren elektronisch. Dazwischen die erste Mail eines Gratulanten aus Fleisch und Blut – Thom gratuliert von der Insel. Auch in Skype poppt ein Freund in der Sprechblase auf – Bruno schüttelt virtuell die Hand. Dann klingelt das Telefon und Mam ist dran.

Klein Peterle 1966

Mam meint, dass ich eigentlich noch gar nicht Geburtstag habe. Ich wäre kurz vor 6 Uhr auf die Welt gekommen. Um Mitternacht wäre sie noch gemütlich mit ihrer Mam in der Küche gesessen und sie hätten Preiselbeeren sortiert. Vorher hätte es noch Erbsensuppe zu Abend gegeben. Na toll! Sie wäre dann aber nicht mehr zum Schlafen gekommen – die Wehen hätten eingesetzt. Jetzt weiss ich zumindest, warum ich Erbsensuppe nur extrem ungern esse. Und in den frühen Morgenstunden kam ich dann unter zur Hilfenahme einer Hebamme auf die Welt. Hallo Welt!

Dann liest sie mir mein Horoskop vor, welches sie heute in einer Regensburger Zeitung fand:

Horoskop Skorpion

Horoskop Skorpion

 

Na da bin ich aber gespannt. Das Foto oben von mir entstand übrigens wenige Sekunden danach. Die Decke hab ich heute noch.


03.11.2008 – Cook’n’Date – Das Voting! Bitte um Mithilfe! Dringend! Eilt! Bitte abstimmen! Voten! Now!

3. November 2008

Hallo jegliche/-r Besucher/-in meines Blogs. Ich hab mich bei Chliitierchnübler für Ihr „Cook’n’Date“ beworben. Und ich bin in der engeren Auswahl gelandet. Nun komme ich nach Hause, checke die Mails und stelle fest, dass sie das Voting für die finalen 4 zu Bekochenden bereits gestartet hat – und: Ich liege ganz weit hinten! Nun brauche ich jede Hilfe, um aufzuholen! Und zwar bis morgen Mittag! 04.11.2008 um 12 Uhr. Genau an meinem Geburtstag ist „Highnoon“!

CooknDate

Bitte sofort voten! Dauert 1 Minute! Danke!

Meine Kurzvorbeschreibung fasste Chlitierchnübler folgendermassen zusammen:

Cook’n’Date N°8: PeterPan

Was isst man in Bayern? Das würde ich mich wohl fragen müssen, wenn Ihr PeterPan wählt. Übrigens könnte er mir auch erklären, weswegen man alle Sorten Streichkäse kauft und die Butter daneben schon etwas gelblich wirkt. Natürlich ist mir auch sofort das Balisto mit Waldbeerengeschmack aufgefallen, meiner Standardnahrung des Nachts im Klinikdienst. Ob sich PeterPan mit Feenstaub bei einem «Cook’n’Date» mit mir begnügen würde, bezweifle ich und sein Kühlschrank verrät mir sonst leider auch nicht, was ich kochen könnte. Schwierige Aufgabe…

Vor unserem Urlaub war der Kühlschrank fast leer. Nur Bierflaschen und Prosecco sind in Flaschen haltbar. In Bayern ist man durchaus nicht nur „Brez’n, Schweinebrat’n, Weisswürstl und Rengschburger“. Brüderchen Mike und ich sind „Streichkäse-Fans“, der Butterbehälter war in der Spülmaschine, das Balisto ist von Mike’s Heisshunger des Abends übrig geblieben und „leicht“ ist der Gaumen eines Bayern nicht zu verwöhnen! Aber wer hat irgendwas davon gesagt, dass wir es „Chnübli“ leicht machen wollen 🙂

Also bitte nehmt Euch die Zeit und votet für MICH!


01.11.2008 – Zürich: Party „Die kleine Wintermusik“ im Provitreff

2. November 2008

Und schon ist es wieder Sonntag. Der Urlaub liegt genau eine Woche zurück und wir befanden uns gestern auf der ersten Party der Wintersaison – trefflicher Titel: „Die kleine Wintermusik“. Der Titel spiegelt einen Kursaal vor, in welchem im Halbkreis Streicher sitzen und in der Mitte mit dem Rücken zum Publikum ein schwarz-gefrakter Dirigent den Taktstock schwingt. Das Orchester gibt eine Mischung aus Vivaldi’s tiefmolligem und schwermütigen „Winter“ aus dem bekannten Stück „Die vier Jahreszeiten“ und Mozart’s berühmter „Kleiner Nachtmusik“ zum Besten. Alles schön ruhig und gelassen.

(Fast) alles ganz anders. Die einzige Gemeinsamkeit: Die vorherrschende Kleiderordnung an diesem Abend war „Schwarz“. Keine Geigenmusik ertönte im Kursaal. In den locker gefüllten Räumlichkeiten der Partylocation „Provitreff“ schallte beste „More than Mode“-Musik aus den Lautsprecherboxen. Wir trafen gegen Mitternacht ein. Auf dem Weg in den Kreis 5 begleitete uns teils dichter nächtlicher Herbstnebel. Die Temperaturen leicht über Null Grad hatten den Schnee der letzten Tagen deutlich reduziert.

Die recht frischen Aussentemperaturen schienen doch den ein oder anderen davon abgehalten zu haben in die Kälte hinaus zu gehen. Scheinbar zog man den gut geheizten Kachelofen vor. Deshalb war das teils ganz interessant extravagant bekleideten Publikum durchaus überschaubar. Gerade recht. Gleich nach dem Bezahlen des Eintrittzolls inklusive Abstempelung am rechten Handgelenk und Abgabe der warmen Jacke an der diesmal vorteilhaft vorbereiteten Garderobe liefen uns P@ und Anne über den Weg. Am Töggelekaschte (Kicker) wärmte sich Regina, wie eine Libelle hochgeschnürt in ein Korsette (natürlich ganz in schwarz), damit auf männliche Gegner reihenweise zu vernaschen.

Wie auch in und über der Stadt, herrschte im Tanztempel teils dichter Nebel und es zuckten Gewitterblitze – beides jedoch künstlich erzeugt. Mike traf, wie vorher verabredet, Steve und Mario. Die beiden brachten im Schlepptau Nicole mit, welche Steve schon sehr lange zu kennen schien. Beide schienen auch die gleiche Vorliebe zu haben: Fast pausenlos mit dem Natel zu spielen.

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Als ich an der Theke stand und gerade mein erstes Bier in Empfang nahm, klopfte mir P@ auf die Schulter. Er hätte Gegner für uns gefunden. Ich folgte ihm an den Tisch der kopflosen Fussballspieler (eine Parallele zum realen Spielfeld), der über Tubelights dezent indirekt beleuchtet ist und wir stellten uns den Gegnern. Bis auf ein paar wenige Pausenausflüge in den Tanzsaal hielten wir ebenso fast durchwegs erfolgreich die Stellung den ganzen Abend.

Das Ambiente im Provitreff ist locker, die Dekoration einfallsreich, die Musik der drei DJs durchaus angenehm hörbar und tanzbar – und: Noch darf geraucht werden im Gegensatz zu Bayern. Offensichtlich möchte keiner der Politiker riskieren, dass seine Partei durch das Rauchverbot Wählerstimmen einbüsst (oder die absolute Mehrheit verliert und den Kopf, wie bei der CSU in Bayern bei der letzten Wahl).

Gegen 3 Uhr traten Mike und ich den Heimweg an, fuhren noch kurz bei der Esso-Tankstelle in der Hohlstrasse vorbei,  um die obligatorischen „Gipfli“ zu tanken und fuhren durch die neblige Nacht zurück nach Hause. Nach einem Kaffee aus der langsam das zeitliche segnenden Espressomaschine fielen wir müde ins Bett. Ein Gedanke beschäftigte mich jedoch einen kurzen Augenblick, bevor ich Richtung Traumland abglitt: „Irgendwie ist alles anders.“


30.10.2008 Jonen: Frühester Schneefall seit Jahrzehnten – die Bilder

30. Oktober 2008

wie bereits letzte Nacht geschrieben, schneite es das erste Mal in diesem Winter in Jonen/Zürich – und zwar heftig die ganze Nacht. Polizeinews.ch meldet heute, dass sich in dieser Nacht insgesamt 70 Verkehrsunfälle ereigneten. Peter war bei uns geblieben. Die Autos fanden wir gegen 10 Uhr verschneit vor. Es herrschten allerdings schon wieder Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt und Tauwetter setzte ein. Anbei die Bilder von heute Vormittag.

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Laut Presseartikel in der NZZ („Wintereinbruch in den Bergen„) mussten Pässe gesperrt werden und es galt vielerorts das „Kettenobligatorium“ (Kettenpflicht).

Am Mittwochmorgen wurden die Pässe Furka, Oberalp und Klausen wegen der Schneefälle geschlossen. Vorübergehend wurden wegen prekärer Verhältnisse auch die Alpenübergänge Gotthard, San Bernardino, Splügen, Grimsel, Lukmanier und Nufenen gesperrt. Zudem waren zahlreiche Pässe nur mit Schneeketten befahrbar. Am Mittwochabend ist die San-Bernardino-Achse wegen eines Erdrutsches zwischen Nufenen und Andeer erneut gesperrt worden. Blockiert war nicht nur die A13, sondern auch die Kantonsstrasse, wie die Bündner Kantonspolizei mitteilte.

Heute Mittag kam dann kurz die Sonne hervor. Heute Abend soll es dann noch auf der Alpennordseite weitere Niederschläge in Form von Regen und Schnee geben. Ab dem Wochenende wird besseres Wetter erwartet. Somit wird der Schnee im Flachland nur ein kurzes Intermezzo erleben.

Nach aktuellen Informationen gab es noch nie in einem Oktober in der Schweiz so viel Schnee – Rekord!

Merwert gefällig?


30.08.2008 – Jonen: Der erste Schnee! Wo bleibt die Klimaerwärmung?

30. Oktober 2008

Heute Mittag traf ich mich mit Mike und Kollege Peter im Stamm-Restaurant „In der Ey“. Seit Tagen ist es empfindlich kalt. Temperaturen um die 9 Grad abwärts. Während des Essens sah ich dann, dass der Regen in Schnee überging. Und das nur 2 Tage nach unserem Urlaub auf Koh Samui!

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Gegen 19 Uhr fuhr ich nach Hause. Dabei geht es über eine Anhöhe – ein Nadelöhr, wo man um diese Zeit sonst nicht im Stau steht – bei Uitikon. Dort schneite es bereits, die Strasse nass, aber auf den Bäumen und dem Grün rundherum, sowie auf den geparkten Autos blieb der Schnee liegen.

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Zu Hause eingetroffen, fand ich Mike und Peter im Küchenbereich an der Theke gemütlich diskutierend bei einem bayerischen Weissbier. Ich öffnete mir eine Flasche Rotwein und gesellte mich dazu. Wir plauderten über den Urlaub und über sonstige Themen. Dann gegen 23 Uhr ging ich am grossen Wohnzimmerfenster vorbei und blickte beiläufig hinaus.

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„Es ist weiss draussen!“ teilte ich Mike über die Schulter mit. „Es schneit ohne Ende!“ rief ich dann bei der Terrassentür. Die Jungs kamen nach und kurbelten die Jalousien nach oben. Wir gingen in die Kälte und sahen unsere Palme mit Schnee bedeckt. Etwa 5 Zentimeter Schnee lag auf dem Rasen. „Du hättest noch mähen sollen“ scherzte ich zu Mike.

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Dann schnappte ich mir das Fotostativ und schoss die obigen beiden Bilder mit Langzeitbelichtung.

Peter entschloss sich nach den zwei Flaschen Wein zu Dritt und der aktuellen Schneelage, dann doch bei uns zu übernachten, weil er zudem noch Sommerreifen auf dem Auto aufgezogen hat. Ich meinte, dass ich morgen mit den breiten Porscheschlappen nicht mal aus der Tiefgaragenrampe auf die Strasse komme.

Einzig Mike hat auf seinem Benz Winterreifen drauf. Wenn das die ganze Nacht so weiterschneit, dann… bleibe ich morgen früh erst einmal zu Hause; denn keiner der Zürcher und der Leute im Umland hat so früh mit Schnee gerechnet und eben mit Sommerreifen unterwegs ist. Das verursacht erfahrungsgemäss ein absolutes Verkehrschaos um und erst recht in Zürich.


29.10.2009 – Schweizerdeutsch: „Dämmerungseinbruch“ und „Dämmerungseinbrüche“

29. Oktober 2008

Als ich den Artikel in der NZZ las, fragte ich meinen schweizer Kollegen Rolf gegenüber, was er den unter einem „Dämmerungseinbruch“ versteht. „Hmmm.. ich denke, dass ist die Zeit, in der die Sonne Abends untergeht und es so ein graues Licht hat.“ Ich grinste und las die Headline der NZZ vor:

„Bei Dämmerungseinbrüchen 170’000 Franken erbeutet“

Daraufhin meinte Rolf: „Ah! Stimmt! Jetzt ist ja wieder die Zeit der Dämmerungseinbrüche!“. Alles klar, odrrrr?!?

Also bisher verstand ich unter „Dämmerungseinbruch“ oder „Einbruch der Dämmerung“ eben auch die Zeit, in der die Sonne versinkt und es so „dämmerig“ wird (Wikipedia: Den fliessenden Übergang zwischen Tag und Nacht, der durch die Lichtstreuung in der Atmosphäre entsteht“). 

In der Deutschschweiz versteht man unter „Dämmerungseinbruch“ einen Einbruch der bei Dämmerung durchgeführt wird/wurde! Also einen „Einbruch bei Dämmerung“.

„Insgesamt meldet die Zürcher Kantonspolizei aus den Bezirken Dietikon, Meilen, Uster und Horgen elf Einbrüche, die am Montag in der Abenddämmerung begangen wurden. Die gesamte Beute wird auf 170’000 Franken beziffert. Ein mutmasslicher Einbrecher wurde in Thalwil verhaftet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.“

Aber keine Sorge; denn die Dämmerungseinbrecher wurden kurze Zeit später von der Polizei geschnappt („aufgehalten“)

Übrigens: Was haltet ihr vom Tatortfilmtitel: „Einbruch bei Dämmerung“?


28.10.2008 – „Der Kühlschrankinhalt“ oder „Bewerbungsfoto Cook’n’Date“

28. Oktober 2008

Lady ChliiTierChnübler schrieb heute einen gewagten Wettbewerb in ihrem Blog aus. Eine der Teilnahmebedingungen für das Casting ist: Foto des Kühlschrankinhaltes. Der Wettbewerb nennt sich „Cook’n’Date“. Die vier Gewinner dürfen ihre Kochkünste geniessen und dann bewerten. Mal sehen, ob ich in die Endauswahl erreiche und somit in den Genuss der Kochkünste der Baslerin komme.

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Teilnahmebedingungen:
1. Du hast Mut und/oder einen unverwüstlichen Magen.
2. Du kommst ohne Probleme an den Wochenenden im November und Anfang Dezember nach Basel (und wenn Du ein Mann bist, auch wieder nach Hause!)
3. Du schickst mir an chnuebli(at)studimedia(punkt)ch eine kurze Begründung, weswegen ich gerade für Dich kochen sollte und – das ist ganz wichtig – sendest im Anhang ein qualitativ gutes Foto von Deinem Kühlschrankinhalt mit.

Drückt mir mal die Daumen!

(Mist! Jetzt hab‘ ich meinen ganzen Kommentartext bei Ihr aus versehen gelöscht und muss diesen neu tippen. Damit schwinden meine Chancen hoffentlich nicht extrem.)


27.10.2008 – Regensburg: „Helga und Thom zu Gast bei Mam“ oder „Festessen vor der Rückreise“

28. Oktober 2008

Gleich nach unserem Rückflug nach München und der Ankunft in Regensburg checkte ich die Mails und: Helga und Thom – unsere Freunde aus Mallorca – kündigten ihren kurzfristigen Besuch in Regensburg für den Montag Abend an. Brüderchen Mike und ich wollten eigentlich am Montag Abend die Rückreise nach Zürich antreten, aber natürlich warteten wir gerne auf die Kurzaufenthalter.

Der Montag gestaltete sich dann noch etwas turbulent. Schliesslich hiess es für Mike zuerst Willi zu besuchen und in der ehemaligen Dienststelle am Regensburger Hafen vorbei zu schauen. Auch wollte er noch ein kleines Dankeschön-Geschenk für Peter – unseren Aquarienfisch- und Pflanzenpfleger, sowie Postkastenentleerer – besorgen.

Aber zuerst stand der Einkauf für Mam’s Galadinner und für unsere Grundversorgung im nahen Edeka in Zürich an. Anschliessend trennten sich unsere Wege. Mike fuhr Richtung Hafen und Mam fuhr mich zum Einkaufszentrum „Arcaden“. Ziel: Der dortige Stammfriseurladen.

Im Anschluss an eine kleine Haarkürzungs- und Farbveränderungstestaktion holte mich Mike wieder ab. Wir fuhren noch zur Bank und anschliessend zu Mam. Kurze Zeit später – gegen 18 Uhr – trafen dann Helga und Thom ein. Mam’s erster Gang bestand aus einer Karotten-Tomatensuppe „aus eigener Gartenproduktion“ – vollkommen ökologisch und lecker. „Fleischpflanzerl und Kartoffelbrei mit gemischtem Gemüse“ folgte als Hauptgang im direkten Anschluss.

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Helga und Mam diskutieren die Menüfolge, während Thom mir mit iPhone und Erdinger zuprostet.

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Nach dem üppigen Hauptmahl musste leider der Nachtisch – Vanilleeis mit heissen Himbeeren – entfallen. Dafür bekam der wieder gesundete Kater extreme Zuwendungen in Form von massiven zweihändigen Streicheleinheiten.

Gegen 21 Uhr verabschiedeten sich Helga und Thom und zogen sich ins Hotelzimmer zurück. Mike und ich packten unsere Sachen ins anschliessend voll beladene Auto und starteten zur Rückreise. Nicht nur ein toller Abend nahm sein Ende. Nun war der Urlaub wirklich endgültig vorbei.


26.10.2008 – Regensburg: „Back to the Roots“ und „Drei Bäumchen für Mam“

27. Oktober 2008

 

Tja, der Urlaub ist bald wieder vorbei. Wir sind zurück in der Kälte – buchstäblich – in Regensburg. Eigentlich bestand der Plan für heute Vormittag darin, dass wir uns mit Bernhard zum Frühstücken treffen. Allerdings sagte er kurz vorher ab. Er hätte eine saubere Erkältung. Somit blieb uns etwas mehr Zeit zum Ausschlafen und Herrichten. Bernhard ist mittlerweile nach Prüfening umgezogen. Eine Adresse die wir sehr gut kennen: Roter Brachweg. Der zweite Plan für heute betraf den Garten von Mam: Drei Bäumchen sollten gepflanzt werden.

Somit starteten wir zuerst Richtung Prüfening, bogen bei unserer ehemaligen Prüfeninger Grundschule rechts in die Killermannstrasse ab, fuhren am ehemaligen EDEKA vorbei, gegenüber der Metzger, bei dem wir auf dem Schulweg immer Süssigkeiten kauften, die Post gibt es nicht mehr, aber den Bäcker Klein. Dann fuhren wir an der St. Bonifazius Kirche vorbei und hielten für ein paar Erinnerungsfotos: „Back to the Roots“

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Zuerst statteten wir unserem alten Kindergarten „St. Bonifazius“ einen kleinen Besuch ab. Nichts hatte sich in 35 Jahren verändert. Hier fand ich meine erste grosse Liebe: Die Gruppenleiterin.

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1969 zogen meine Eltern mit uns (Mike war 1 Jahr alt und ich 1 einhalb) in ein Neubaugebiet in Prüfening: Die Alfons-Bayerer-Strasse.

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Nummer 14, 1. Stock links. Nichts hatte sich geändert in fast 40 Jahren, nur die Bäume sind anständig gewachsen. Es wohnen sogar noch Nachbarn von damals dort. Über uns wohnte Manfred Oberkofler. Gegenüber die „Fabers“ Elke Haag. In der Nummer 12 unser Deutsch und Englishlehrer Josef „Sepp“ Baumann. In 16 die Weigerts. Auf dem Weg fuhren wir Dreirad und „Kettcar“, lernten Fahrradfahren mit dem Bonanzarad.

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Auf der Wiese spielten wir oft Fussball bis der Hausmeister „Bruckschlegl“ alarmiert von unliebsamen Anwohnern angerannt kam. Oftmals nahm er uns den Fussball weg, den unsere Eltern dann aber wieder abholten. Nicht ohne uns anschliessend brav zu belehren. Der Sandkasten lebt auch noch nach fast 40 Jahren. Dort backten wir Sandkuchen oder bauten Sandburgen und spielten mit Plastikrittern.

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Gegenüber wohnte Mike’s erste grosse Jugendliebe (Andrea).

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Im letzten Haus wohnte Thomas Rastorfer. Ein echter Fussballambitionierter, der mit einem Pfostenkracher dereinst am Bolzplatz (dort steht nun das ehemalige Siemens-Megawerk) Jungtorhüter Mike ein Auge blau schoss. Im Haus dahinter wohnte Wolfgang Platzer – Schulkollege von Mike und Dauerwitzkanone.

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Und zu unserer Überraschung entdeckten wir, dass der sog. „Bunkerberg“ immer noch vorhanden ist! Angeblich handelt es sich dabei um eine alte Verteidigungsanlage aus dem zweiten Weltkrieg, die das Messerschmitt-Werk inkl. Flugplatz vor Flugzeugangriffen schützen sollte. Heute steht von den ehemaligen Werkshallen, in welchen die ersten Düsenjäger entwickelt wurden, nur noch der Hangar (als Lager genutzt). Anschliessend baute dort die Siemens AG ein Halbleiter-Werk und die Infineon AG produzierte danach die ersten Mega-Chips auf dem Gelände. Ich vermute, dass der Bunkerberg und das Gelände darum noch nicht bebaut ist, da es dort „Altlasten“ im Boden gibt.

Auf den Betonüberresten des „Bunkerbergs“, halb mit Erde bedeckt, spielten wir als kleine Kinder „Verstecken“. Tja, und wir zündeten den sogar mal an. Aus versehen natürlich, weil das Lagerfeuer ausser Kontrolle geriet. Erwähnte ich das schon einmal? Eher nicht. Jugendsünden halt. Längst verjährt. *lach*. Die Wiese war zu unserer Zeit ein Weizenfeld, welches früher als Pferderennbahn genutzt wurde. Als Kinder spielten wir noch in den verfallenden hölzernen Tribünenanlagen oder im Zielturm. Daher auch der Name „Rennweg“ und „Rennplatz“. Soweit ich gesehen habe stehen nur noch die Säulen der Eingangstore zur Rennanlage beim Parkplatz bei der Sparkasse.

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Irgendwann so in den 80er Jahren zogen wir in die Kurt-Schumacher Strasse 13a. Ein Reihenhaus, das wir uns auch noch ansahen. Mein Zimmer war das im ersten Stock rechts. Links daneben das Bad und unter meinem Zimmer die Küche. Auch dieses Haus hatte sich nicht verändert.

Dann statteten wir Bernhard einen kurzen Krankenbesuch ab und fuhren zum Kleingarten von Mam. Da sie noch nicht eingetroffen war, verabredeten wir uns im „Brasil“ mit ihr auf einen Kaffee; denn anschliessend stand Plan 2 an: „Pflanze drei Bäume“.

Die Zahl 3 scheint mich schon einige Zeit zu verfolgen: 3 Freunde fahren in den Urlaub, finden 3 hübsche Mädels, bleiben 3 Wochen im Urlaub, pflanzen 3 Bäumchen. Mal sehen, wie es mit der „Drei“ weitergeht.

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Nach dem Kaffee im „Brasil“ fuhren wir zum Garten von Mam, der schon ziemlich herbstlich aussah.

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Mike fror leise vor sich hin, fotografierte und ich buddelte die Löcher für die Bäumchen nach kurzer Lagebesprechung mit Mam ein.

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Und es war wirklich saukalt. Man betrachte das überdimensionale Thermometer: Es steht auf 4 Grad!

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Im Anschluss fuhr Mam nach Hause und Mike und ich besuchten Chris. Er wollte eigentlich zur Tankstelle, um sich Getränke zu kaufen, aber wir luden ihn gleich ein, um mit uns bei Mam zu essen. Mam kochte tüchtig auf und wir schlugen uns die Mägen so voll, dass dann 3 auf dem Sofa um Erholung bettelten. Schon wieder „3“!

Mehrwert gefällig?