20.08.2010 – Migrationsamt Zürich: Zustände wie im alten Rom – Amtschef Adrian Baumann geht

20. August 2010

Schlendrian, Verschwendung, Sex, Brot und Spiele. Die sicheren Anzeichen von Degeneration und Destruktion wurden beim sogenannten „Schorer-Bericht“ auf über siebzig Seiten heute veröffentlicht. Die Zustände wurden im Mai diesen Jahres publik, worauf man eine Untersuchung durchführte. Danach verwendeten die Beschäftigten scheinbar mehr Zeit für Facebook, als für die Bearbeitung von Akten. Sogar Google ist beim Migrationsamt weniger populär als Facebook. Es wurden zwar offiziell nur 3 Mails mit „Softpornografischem“ Inhalt gefunden, aber: Im April bis Juni 2010 surften die Beamten nur halb so häufig auf Seiten mit sexuellen Inhalten als ihre Kollegen in der Kantonsverwaltung. Wobei man sich fragt, was die IT-Abteilung im Kanton eigentlich für Sicherheitsbestimmungen besitzt.

Die entscheidenden Passagen zum Thema „Absenzen und Pausen“ sind der Öffentlichkeit aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht zugänglich. Auch sind die Mitarbeiter selbst für die Erfassung ihrer Arbeitszeit zuständig. Ob es eine Kontrolle durch den Vorgesetzten gibt, ist nicht ersichtlich. Nach einer Mitarbeiterumfrage im Jahr 2005 lag der Prozentsatz an mit ihrer Arbeit unzufriedenen Mitarbeitern bei 20%. Bei der nächsten Mitarbeiterumfrage stieg dieser Prozentsatz auf 30%. Weitere Daten bis heute liegen nicht vor, da nach 2007 die Mitarbeiterumfragen einfach eingestellt wurden. Was man nicht weiss, macht einen nicht heiss.

Auch scheint sich der Vorwurf der Polizei zu bestätigen, dass das Migrationsamt Zürich das wohl schlechteste unter den Kantonen zumindest von der Erreichbarkeit her zu sein scheint. Man habe zwar 77 000 Franken für ein neues Computersystem für die Verfahrenskontrolle in 2008 ausgegeben. Man sei aber nach Problemen damit nach kurzer Zeit zum alten System zurück gekehrt, welches man heute noch nutze. Ergo hätte das Migrationsamt die Investition in den Sand gesetzt.

Zudem beschert das Zürcher Migrationsamt dem Ombudsmann sehr viel mehr Arbeit als die Ämter anderer Kantone. Häufigste Beschwerdegründe: Überlange Verfahrensdauer, rüder Umgangston der Beamten, unverständliche Abläufe, Mitarbeiter sind nicht zu erreichen. Der Prozentsatz an Beschwerden liege im zweistelligen Bereich. Das liegt offensichtlich daran, dass Dossiers willkürlich von maximal zwei Personen in der zuständigen Abteilung liegen gelassen werden. Diagnose des St. Galler Rechtsanwalts Schorer: „Mangel an direkter Personalführung“ und das unzureichende Computersystem.

Einer der vielen Ursachen: Das bürokratische Dickicht ist in Zürich zu gross. Auch nicht effizienter wird das Migrationsamt durch die Tatsache, dass sich ein Teil der Verantwortlichen gegen die Einführung von elektronischen Dossiers wehrt, wie sie St. Gallen bereits seit 1998 einsetzt.

Zum Abschluss ein Zitat aus dem Artikel der NZZ zum Vergleich zwischen St. Gallen und Zürich:

In Schorers Heimatkanton, den er zum Vergleich heranzieht, liegt die Anzahl der Anrufe, die täglich beim Migrationsamt eingehen, bei «weit unter 100». Die Mitarbeiter an den Schaltern oder an den Telefonen können jederzeit auf die Datenbank mit den Personendossiers zugreifen und kompetent Antwort geben. Gemäss dem Bericht Schorer schätzen vor allem Unternehmen die Möglichkeit, Gesuche online einzureichen. Mehr als 85 Prozent der einkommenden Geschäfte im Ausländerbereich werden innert 24 Stunden erledigt, weitere 10 Prozent innert 48 Stunden.

Anders in Zürich, wo 2,6 Mal so viele Gesuche eintreffen. Einen Online-Schalter gibt es hier nicht. Im letzten Jahr wollten pro Tag 1200 Anrufe beantwortet werden, an den Schaltern standen 320 Personen an. Bei Fragen, die Papierdossiers betreffen, erhielten sie meist keine Antwort. Auch sonst dauert die Bearbeitung von Gesuchen in Zürich länger. Die 90 Prozent der schnellsten Fälle sind in Zürich im Schnitt erst nach 15 Tagen bearbeitet. In einzelnen Fällen mussten EU-Bürger, die eine B-Aufenthaltsbewilligung wollten, fast ein Jahr auf einen Bescheid warten.

Nach der Veröffentlichung des Berichtes räumt der Amtschef Adrian Baumann seinen Posten. Als interimistischer Amtsleiter stellte Regierungsrat Hans Hollenstein Andreas Werren vor. Der 48-jährige selbständige Jurist war zwischen 1999 und 2004 Leiter des Amts für Justizvollzug. Er tritt seine Stelle am 1. Oktober an. Die Stelle des Amtsleiters wird öffentlich ausgeschrieben. Adrian Baumann bleibt in der kantonalen Verwaltung. Er wechselt ins Strassenverkehrsamt, wo er «juristische Aufgaben» übernimmt.

Mehrwert:


15.08.2010 – Streetparade 2010 in Zürich – Die Bilder

15. August 2010

Wie jedes Jahr fuhren Mike und ich am Samstag 14.08.2010 nach Zürich zur Streetparade. Wir nahmen den Bus und dann die Tram bis Stadelhofen – die Digital-Kamera im leichten Handgepäck – schliesslich wollte ich wieder ein paar Bilder schiessen. Anschliessend schlenderten wir gemütlich hinter dem Opernhaus herum zum Utoquai, um unseren Standardaussichtspunkt „einzunehmen“. Gegen 14:20 Uhr startete das erste Lovemobile und der Dance- and Trance-Wurm der Lovemobiles schlängelte sich langsam um das Seebecken.

Gegen 16 Uhr gesellte sich Ivo dazu und wir hatten Spass ein wenig zu tanzen und das Partyvolk zu beobachten – und ich schoss meine Fotos. Während gegenüber im Hotel Du Lac die Prominenz ihren Champagner genoss und mit den Juwelen applaudierte, ging auf der Strasse die Post ab. Das Wetter hielt bis etwa 18 Uhr. Dann begann es leicht zu regnen und es kam ein relativ kalter Wind auf. Wir entschlossen uns deshalb eine Pause einzulegen und gingen ins Cafe bei der Oper.

Da es nicht aufhörte zu regnen beschlossen wir die Party abzubrechen und nach Hause zu fahren. So waren wir bereits um 20 Uhr ausgenommen früh wieder zu Hause. Hier meine Bilder von der Streetparade 2010. In den nächsten Tagen folgen sicherlich noch die Bilder von Mike. Er hatte sich mehr auf das Filmen konzentriert – ich schoss die Bilder.


14.08.2010 – Start der Streetparade 2010 wegen Wetterprognose auf 14 Uhr vorverlegt

14. August 2010

Wir richten uns soeben für die Streetparade her. Duschen, anziehen, Kamera-Akku aufladen. Soeben lese ich beim Checken der Mails, dass der Start der Streetparade 2010 in Zürich auf 14 Uhr vorverlegt wurde. Die Organisatoren haben sich dazu wegen der Schlechtwetterprognosen entschlossen. Auch ich habe bereits eine Wetterwarnung von Wetteralarm per SMS erhalten. Offensichtlich soll pünktlich um 14 Uhr eine Regenfront über Zürich ziehen. Das wird spannend. Speziell dann, wenn die Lovemobiles loslegen. Regnet es genau dann?

Streetparade 2009

Wir werden auf jeden Fall gegen 13 Uhr hier mit dem Bus starten und uns dann am Stammplatz beim Utoquai einfinden. Wir nehmen vorsichtshalber je einen Schirm mit; denn nimmt man einen mit, regnet es dann meist doch nicht. So wie 2009, als es nur am Anfang etwas regnete. (siehe Bilder und Bericht).


01.08.2010 – Bundesfeier, Schweizer Nationalfeiertag, 1. August-Feier – Wie alt ist die Schweiz eigentlich?

29. Juli 2010

Am 1. August knallen die Korken und die Feuerwerksraketen steigen gen Himmel. Die Schweiz feiert Geburtstag. In allen Städten und in allen Dörfern. Sogar auf der Wiese. „Das Rütli“ gilt als die Gründungsstätte der Schweiz. Hier am Urnersee zu Füssen des Seelisberges sollen sich 1291 Vertreter der Urkantone (Die Täler Uri, Schwyz, Unterwalden/Untere Talschaft/Nidwalden – siehe Bundesbrief) getroffen, um den „Rütlischwur“ geleistet haben. Somit ist die Schweiz begründet auf einen Mythos exakt 719 Jahre alt?

Entsteht Streit unter Eidgenossen, so sollen die Einsichtigsten unter ihnen vermitteln und dem Teil, der den Spruch zurückweist, die anderen entgegentreten.„. (Zitat aus dem Text des Bundesbriefes).

Bei Friedrich Schiller’s „Wilhelm Tell“ lautet der Rütlischwur:

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen. (2. Aufzug, am Schluss der 2. Szene)

Interessant dabei ist, dass Friedrich Schiller das Drama „Wilhelm Tell“ als literarischen Notnagel ansah. (Doch erst 1803, als er mit anderen Projekten ins Stocken kam, wandte er sich endgültig dem Wilhelm Tell zu. (Quelle)) Er bekam den Hinweis auf die Sage um Wilhelm Tell von seinem Freund und Dichterkollegen Johann Wolfgang von Goethe, der bei seiner dritten Schweizreise auf die Urgeschichte stiess. Auch anmerkenswert ist, dass das Werk „Wilhelm Tell“ in der damaligen Schweiz kaum Beachtung fand. Ganz im Gegenteil zur Euphorie während der Aufführungen in Deutschland! Dort wurde das Werk von Schiller während der Napoleonischen Besatzungszeit ausgiebig gefeiert. Übrigens: Gioacchino Rossini’s letzte Oper in Paris hiess: Guillaume Tell! und basierte auf den Text von Friedrich Schiller.

Das Interessante daran ist allerdings, dass der Begriff „Schweiz“ bis um 1500 gänzlich unbekannt war. Die „Schweizer“ wurden gar im 14. und 15. Jahrhundert mit dem Begriff „Schweizer/Schwiizer“ verunglimpft. Man munkelte, dass Karl der Grosse die Eidgenossen in den unwirtlichen Landstrich der Alpen geschickt hätte, um seine Alpenpässe zu schützen. Sie mussten also für ihren Herren „schwitzen“. Hieraus entstand der Name „Schweizer“. (kein Scherz – Quelle hier). Erst der von Napoleon sanktionierte Staat von 1803 nannte sich „Schweizer Eidgenossenschaft“. Vorher nannten ihn nur die Gelehrten beim lateinischen Namen „Helvetia“. Ergo nennt sich die Schweiz erst seit 207 Jahren „Schweiz“. Und das ist viel eher der wahre Gründungstermin?

Nach dem Sturz von Napoleon Bonaparte wurde der Staatenbund 1813 allerdings wieder aufgelöst. Die 13 alten und die neun seit 1798 neu gegründeten Kantone schlossen sich darauf im Bundesvertrag vom 7. August 1815 zu einem neuen Staatenbund zusammen. Vom Wiener Kongress 1814/15 wurde die Struktur der Schweizerischen Eidgenossenschaft, ihre territoriale Integrität sowie die «immerwährende Neutralität» anerkannt. Somit ist die Schweiz also 195 Jahre alt!

Nein, denn die Geschichte der Schweiz als Bundesstaat in der heutigen Form beginnt mit der Annahme der Bundesverfassung der Schweizer Eidgenossenschaft am 12. September 1848. Vorläufer der modernen Schweiz waren die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts als lockerer Staatenbund organisierte Alte Eidgenossenschaft. Der erste Bundesrat der Schweiz wurde am 16. November 1848 gewählt. Somit ist die Schweiz als bald 162 Jahre alt?

Erst seit 1891 – also seit der 600 Jahrfeier des Rütlischwur’s – wird alljährlich der Nationalfeiertag der Schweiz begangen. Der Schweizer Nationalfeiertag ist aber erst seit 1994 arbeitsfrei! Begründet auf die von Volk und Ständen angenommene Initiative „für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag“ konnte die Bundesverfassung geändert werden. Artikel 110 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft lautet: «Der 1. August ist Bundesfeiertag. Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt und bezahlt.»

Am Bundesfeiertag wehen über allen Dächern und von vielen Fenstern die Schweizer Fahne: Das weisse Kreuz auf rotem Grund. Gab es die Flagge eigentlich schon immer? Nein! Die Flagge der „Helvetischen Republik“ 1798–1803 sah so ähnlich aus wie die Deutsche Flagge heute – nur dass ganz oben anstatt Schwarz eben Grün gewählt wurde. Erstmals tauchte das Symbol des weissen Kreuzes auf rotem Grund anno 1339 in den Geschichtsbüchern auf. Damals trugen die Berner Bürger zwei weiße, über Kreuz genähte Bänder auf ihren Kleidern und zogen wild entschlossen in ihre Schlachten. Aber erst im Bundesvertrag von 1815 kürten Politiker das weiße Kreuz auf rotem Grund zum Schweizer Wappen. Das weisse Kreuz auf rotem Grund wurde aber erst am 12.12.1889 zur offiziellen Schweizer Flagge.

In Zürich startet der Festakt zum Nationalfeiertag mit einem Umzug um 10:30 Uhr vom Werdmühleplatz über die Bahnhofstrasse zum Bürkliplatz. Nach der Festrede ist das Volksfest eröffnet. Offizielles Ende 16:30 Uhr.

Links für Mehrwert:


Events um Zürich: 13.08. – 15.08.2010 – 2. Thai Foodland Openair Weekend & Night Plaza in Bülach

23. Juli 2010

Vom 13. und 15. August 2010 findet zum 2. Mal in der Grossregion Zürich ein 3-tägiges Foodland Openair Weekend mit Samstagabend-Konzert auf dem Stadthalle Areal in Bülach statt. Das Event bietet vielfältige Attraktionen, wie Thaifood-Marktstände, traditionelles Kunsthandwerk, Sportsdarbietungen (Sepak Takraw und Muay Thai), traditionelle Tanzshows und am Samstagabend ein Livekonzert bekannter thailändischer Stars.

Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Marktstände mit frischem Thaifood Spezialitäten aus den vier kulinarischen Hauptteilen Thailands: Norden, Bangkok, Süden und Nordosten (Isaan). Ergänzt werden die Foodstände mit Früchte- und Gemüseschnitzereien und einer Ausstellung über Produktionsprozesse typisch thailändischer Lebensmittel.

Ausserdem besteht die Möglichkeit mit anzusehen, wie thailändische Handwerkskunst entsteht. „OTOP – One Tambon One Product“ (Eine Gemeinde – Ein Produkt) ist ein Programm zur Förderung privaten Unternehmertums in Thailand. OTOP umfasst eine Vielzahl verschiedener thailändischer Produkte, wie Kunsthandwerk, Webstoffe und Kleidung aus Baumwolle und Seide, Töpferei, Mode-Accessoires, Haushalts-Gegenstände, Kosmetik, Möbel aus Rattan und Bambus sowie Lebensmittel. www.thai-otop-city.com

Wer sich sportlich betätigen möchte, kann „Sepak Takraw“ und „Muay Thai“ kennenlernen. Bei „Sepak Takraw“ handelt es sich um eine asiatische Ballsportart, die seit etwa 1500 nach Christus in Thailand und Malaysia beliebt ist. Vereinfacht gesagt, eine Art Fussball-Volleyball, bei dem ursprünglich einem geflochtenen Ball aus Rattan mit den Füssen gespielt wird. Thaiboxen oder „Muay Thai“ ist eine Kampfkunst und der Nationalsport Thailands. Gezeigt werden die Kampfkünste des «Muay Thai Boran» und des «Wai Khru Ram Muay» vom «Muay Black Dragon» Thun.

DoodlandOpenAirThaiFestivalBulach2010

Am Samstag Abend geben sich bekannte thailändische Musikgrössen die Ehre. Darunter die Sängerin „Jintara Poonlap„, „Pongsit Kampee & Band“ und die Newcomer „Phanthai Band“.

Ort:
Stadthalle Bülach,
Allmendstrasse 8,
CH-8180 Bülach ZH (nähe Airport Zürich)
Grosser Parkplatz direkt bei der Stadthalle vorhanden! (vis-à-vis Schwimmbad)

Freitag, 13. August 2010, 18:00-22:00 Uhr
Samstag, 14. August 2010, 11:00-22:00 Uhr
Sonntag, 15. August 2010, 11:00-20:00 Uhr
Eintritt zum FOODLAND ist GRATIS !

Samstag, 14. August 2010, 18:00-02:30 Uhr live in concert
JINTARA POONLAP: Die wohl bekannteste Morlam und Lukthung Sängerin in Thailand.
PONGSIT KAMPEE & BAND: Eine der besten «Songs for life» Musikgruppen Thailands.

Eintritt Konzert am Samstag: CHF 46.– / Vorverkauf CHF 42.– p.P.
Vorverkaufsstellen bei den Thai- & China-/Asiashops in Ihrer Region.
Informationen: tom_maithai@hotmail.de und bosshardd@hispeed.ch


11.07.2010 – WM2010: Spanien gewinnt gegen Holland mit 1:0 – Rio’s, Gurkenspiel und Langstrasse

12. Juli 2010

Spanien ist zum ersten Mal Weltmeister! Holland zum dritten Mal im Finale nur Vizemeister. Wie war das Spiel? Es zog sich, bis, ja bis in die Verlängerung. Dann traf der Spanier nach einem glücklichen Gurkenpass-Abwehr-Querschläger-Kombination in der 116. Minute ins Tor. Gut, die Spanier waren die Besseren – leicht Besseren. Wie bei der Europameisterschaft „steigerte“ man sich von Spiel zu Spiel. Das erste Spiel in der WM2010 verloren die Spanier sogar 2:1 gegen die Schweizer, welche sich nun scherzhaft rühmen „den Weltmeister besiegt“ zu haben. Ich brech‘ zam. 🙂

Aber ein geordneter Spielfluss kam nur selten auf. Nur wenige Torchancen erarbeitete man sich auf beiden Seiten. Das aggressive Forechecking der Spanier hinderte den Spielaufbau der Holländer bereits in der gegnerischen Hälfte. Aber: Die Spanier fielen wie die Fliegen mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden, wenn auch nur ein Holländer in der Nähe war.

Häufige Unterbrüche, gelbe Karten auf beiden Seiten und sogar eine rote Karte auf Seiten der Holländer waren das Ergebnis. Mike und ich luden uns daraufhin in der Halbzeit einen Notretter-Sound aus dem Internet, welchen wir jedesmal, wenn ein Spanier am Boden lag laut abspielten, begleitend von einem „AuAuAu!“. Der totkranke Spieler fühlte sich aber immer sofort wieder besser, kämmte sich das Haar und sprintete sofort nach dem Freistoss weiter. Dies war sicher auf einen Woodoo-Zauber zurückzuführen. Früher warfen wir ausgediente Brillen aufs Spielfeld, wenn der Schiri schlecht sah oder warfen Mullbinden, wenn ein Spieler zu sehr den sterbenden Schwan spielte. Heute macht man das Digital. Die Zeiten ändern sich.

Wo wir „Public-Viewten“? Bei der „Rio Bar„, wie schon beim Spiel Diitschland gegen Spanien. Auch das war ein Gurkenspiel, das zugunsten von Spanien ausfiel. Die wenigen Spanier beim Rio’s konnten sich gar nicht richtig freuen; denn selbst sie zweifelten an der Rechtmässigkeit. Aber was soll’s. Es soll ja nicht missgünstig klingen. Präsident Zapato – ein Präsident, der ein Land am Rande der Pleite regiert – freut sich mit den Spielern über die gewonnene Weltmeisterschaft und die Ablenkung von den Staatsproblemen während der WM. Spanien ist nun auch Nummer 1 der Weltrangliste. Mit wenig Toren und seltsamen Siegen. Was wird uns in Erinnerung bleiben? Die Vuvuzela. Und die Krake Paul, die jedes Spiel richtig orakelte. Und die fröhlichen spanischen Kinder, die mit Ihren Eltern in der Langstrasse in Zürich noch spät in der Nacht feiern durften.

Ja, Moni, ich weiss. Die Spanier sind die Besten. Ich mag die Spanier, wirklich, speziell die Spanierinnen! Aber Fussball? Denke ich an Spanien, fällt mir Stierkampf als „Sport“ ein. Und da denkt man über ein Verbot nach. Die Holländer hätten es verdient, weil sie während der gesamten Weltmeisterschaft sauberen Angriffsfussball und neben dem Spielfeld echte Laune verbreitet haben. Egal, Hauptsache Bayern g’winn!


10.07.2010 – Deutschland – Uruguay: 3:2, der heisseste Tag und ein Gewitter

11. Juli 2010

Heute fuhren wir zuerst zum Sihlcity. Es war brütend heiss! 35 Grad erreichte das Aussenthermometer, aber die Klimaanlage im Auto sorgte für angenehme 22 Grad im Innenraum vom Audi. Somit hatten wir heute in der Schweiz den heissesten Tag laut Meteorologen. Aber schon während der Fahrt rollten dunkle Wolken von Norden her auf die Stadt Zürich. Es war vollkommen windstill und „düppig“, als wir im Parkhaus ausstiegen. Kein gutes Zeichen.

Vom klimatisierten Auto wechselten wir in das klimatisierte Einkaufszentrum Sihlcity. Wir meldeten uns beim Friseur an an. Während Mike mit Muay telefonierte und ihr zum Geburtstag gratulierte, entspannte ich mich beim Haarewaschen und Haare-lassen. Nachdem ich abgefertigt war, wechselten wir: Mike nahm auf dem Friseursessel Platz und ich ging zum Café, um einen Cappuccino zu nehmen. Dabei las ich Zeitung und lächelte über den Artikel in welchem eine Junge Dame aus Eifersucht einen Hund verkehrt herum an den Kühlschrank klebte – sie begründete dies damit, dass sich ihr Freund mehr um den Hund kümmere, als um sie.

Als Mike eintraf und seinen Cappuccino fertig getrunken hatte, schauten wir noch beim Interdiscount und beim MediaMarkt vorbei. Bei Interdiscount hat es momentan eine Aktion. Es gibt 10% auf Nikon Fotoapperate. Zusammen mit dem 200 Franken Cashback lohnt es sich momentan extrem. Die D90 mit 18-105 Objektiv kostet 1190 CHF. Minus 120 CHF Rabatt ergibt sich 1070 CHF. Minus 200 CHF Cashback von Nikon kostet die Spiegelreflexkamera gerade mal 870 CHF. Ned schlecht. Nur hab ich schon eine.

In den MediaMarkt gehen wir immer gerne, um uns umzusehen. Und ab und zu etwas zu kaufen. Ich brauche schon länger eine neue Kameratasche; denn meine geht aus allen Nähten, auch wenn ich diese lieb gewonnen habe – eben weil es keine Kameratasche ist. Mike schaut immer in der Apple-Abteilung vorbei. Und siehe da: Es hat das iPad. Natürlich spielen drei Jungsters mit dem Teil herum. Der eine irgendein dämliches App-Spiel und der ander spielt ein App-Klavier. Der Dritte spielt einfach so herum und stellt erst einmal die Sprache auf „Russisch“. Logisch.

Währenddessen greift sich Mike eine WLAN-Tastatur. Glaubt er. Zuhause stellt er fest, dass er wieder eine USB-Tastatur gekauft hat. Nun hat er zwei. Umtauschen beim nächsten Besuch. Das iPad 64MB mit 3G oder G.3 wie ich immer sage, kostet übrigens 1049 CHF. Und ich warte immer noch auf mein vorbestelltes iPad. Angeblicher Liefertermin August 2010. Jetzt weiss ich wo meines steckt: Im MediaMarkt. Palettenweise eingekauft hat der Markt die Dinger. Ich glaub ich storniere die Vorbestellung und kaufe mir einen Laptop oder fahre in den Urlaub oder kaufe Aktien oder Zucker; denn Zucker erreicht derzeit sein 4 Monatshoch. Eine neue Zuckerblase nach der Goldblase.

Egal. Ich besorgte mir eine anständige kleine Kameratasche für meine Nikon D90: Samsonite „TrekkingDLX 150“ produziert von Hama. Die ist zudem wetterfest und geräumig. Werde nie verstehen, wie man eine Tasche kaufen kann, in der die Kamera mit dem Objektiv nach unten schaut. Einmal falsch abgelegt – klack. Ausserdem passt da alles rein, was ich sonst so transportiere: Geldbeutel, Natel und Zigi-Packli.

Nur warum ist das Umhängeband so lang? Selbst bei kurzester Einstellung baumelt die Tasche unter der Gürtellinie – unkomfortabel. Empfehle diese Tasche aber bei Amazon zu kaufen, weil die Tasche beim MediaMarkt schlappe 119 CHF kostet. (Amazon 57,98 Euro ergibt irgendwas um die 85 CHF). Aber bei Amazon kann man die Kamera nicht am Monitor in die Tasche stecken zum Ausprobieren, ob alles passt. Die D90 passt mit 200er oder Tamron 18-270 tadellos und ist gut geschützt. Es hat ausreichend kleine Taschen vorne und an der Seite für Speicherkarten und Ersatzakku. Meinen restlichen Kram bekomme ich auch unter. Es sind sogar Gürtelschlaufen dran an der Tasche. Nur bleibt es für mich ein Rätsel, wie man 2 Kilogramm (also Äquivalent zwei 1 Liter Milchbeutel) am Gürtel tragen kann.

Mike machte neben der Schlappe mit der Apple-Tastatur aber noch ein Schnäppchen: Die Eye-Fi-Speicherkarte mit 8 MB kostete beim MediaMarkt 169 CHF. Bei Digitec fand ich zuvor die genau gleiche Karte für 199 CHF. 30 Stutz mehr. Amazon will für die Karte derzeit 131,85 Euro. Nun braucht er nur noch die passende Kamera. Nein, er hat eine Kompakte und probierte die Datenübertragung per WLAN gleich zu Hause aus. Mal sehen, ob er nun mehr fotografiert.

Nach dem Besuch im Sihlcity steuerten wir die Zürcher Innenstadt an. Die Gewitterwolken waren näher gekommen und Wetteralarm schickte eine Meldung auf’s Natel: „Hagel und Gewitter“. Also fiel „Public Viewing“ sicherheitshalber aus. Wir parkten nahe dem „Kaufleuten“ und wanderten dann aber zum Stammplatz: Rosenhof und „N8tFlug“. Dort hatte es eine grosse Leinwand im geschützten Inneren des Lokals.

Wir setzten uns beim „N8tFlug“ auf eine Bank und harrten der Dinge, die da dunkel aufziehen würden. Nein, ich meine nicht das bevorstehende „kleine Finale“ zwischen „Diitschland und Uruguay“, sondern das Gewitter; denn es war immer noch windstill, obwohl die dunklen Wolken die Stadt bereits erreicht hatten. Ich bin zwar kein Meteorologe, aber das ist kein gutes Zeichen.

Bei Spielbeginn wechselten wir ins Innere der Bar und beobachteten wie die „Diitschen“ in Führung gingen. Müller schob den Ball in Abstaubermanier nach einem brachialen 35 Meterschuss von Sebastian Schweinsteiger am Torwart vorbei (18. Minute). In der 28. Minute glich Uruguay aus und ging sogar in der 51 Minute durch einen Volleyschuss in Führung, ehe Jannsen zum 2:2 per Kopf ausglich (56. Minute) . Sami Khedira köpfte schliesslich zum glücklichen 3:2 in der 83. Minute ein.

Etwa zur Halbzeit brach das Gewitter los. Zuerst stürmte es nur. Dann regnete es wie aus Eimern – „waagrecht“, wie ich immer zu sagen pflege. So richtig tropisch. Das Wasser lief in Strömen über den Rosenhof und der Wind peitschte die Bäume. Da werden die Wehren sicher einige Keller auspumpen müssen und abgebrochene Äste von den Strassen räumen. Aber es kühlte wenigstens etwas ab. So fällt das Schlafen leichter.


04.07.2010 – Video vom „Züri Fäscht 2010“ in Zürich

5. Juli 2010

So, nun fand ich Zeit die mit der Nikon D90 gedrehten kurzen Videos vom „Züri Fäscht 2010“ zu einem gesamten zusammen zu schneiden. Die Bilder hab ich ja gestern bereits ins Web geladen. Viel Spass:


04.07.2010 – Bilder vom „Züri Fäscht 2010“ in Zürich

5. Juli 2010

Heute hatte ich etwas Zeit die Bilder vom diesjährigen „Züri Fäscht 2010“ auszusortieren und auf den Server zu laden. Dieses Mal waren wir leider nur ab dem Abend dort.


Feuerwerk am Züri-See


Thai-Nudeln am „Caliente 2010“


Fahrgeschäfte am Bürkliplatz


Riesenrad am Stadthausquai


Brasilianische Klänge und Kostüme am Münsterhof


„Züri Rockt“ am Grossmünsterplatz


Fahrgeschäft am Limmatquai

Züri Fäscht 2010
Techno and House am Rosenhof

Mike und ich waren am Freitag Abend dort, schauten uns das riesige Feuerwerk an, assen leckere Thai-Nudeln und trafen Yves zufällig am „Caliente 2010„. Am Samstag verpassten wir das Feuerwerk wegen Stau in der Innenstadt. Trafen aber beim ersten Bier in der Nähe des Kongresshauses dann auf Rosie, Huggy, Sandra und Markus. Jeden Abend/Morgen endete unser Festabend am Rosenhof gegen 5 Uhr.

Sämtliche Bilder vom „Züri-Fäscht 2010“ sind hier zu finden


02.07. – 04.07.2010 Tanzwiese @ Züri-Fäscht 2010

2. Juli 2010

In Zürich kaum mehr anzutreffen: legale Tanzveranstaltungen unter freiem Himmel. Wir freuen uns daher um so mehr auf die TANZWIESE @ Zürifäscht 2010. Das Zürcher Partylabel HERTZ (Amphitheater Elektronik Festival) wird vom 2.-4. Juli ein elektronisches Freiluftfestival veranstalten. Ein internationales Lineup mit live-headliners GAISER (minus) und LIQUID SOUL (iboga) werden die Landiwiese über ein 50’000 Watt rms NEXO line Array PA rocken. Beide Künstler sind für einen beatport-award 2010 nominiert! Wir drücken die Daumen. (news: LIQUID SOUL best track & best artist winner 2010!)
Deco, Licht, Laser, Visuals und Feuerwerk runden die bezaubernde Location am linken Seeufer ab; baden erlaubt. 🙂

FR und SA jeweils bis 05:00h, am SO ab 10:00h die grosse Afterhour bis 24:00h!
EINTRITT GRATIS.

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